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Test

Es wäre gut, wenn dieser Test eine freie Leistung wäre. Jeder kann ja für sich entscheiden, ob man diesen Test macht, dann ob man das Kind gebären möchte oder aber auch nicht

Frage

Meine Frage wäre, ob diese Tests auch 100%ig verlässliche Ergebnisse liefern. Gibt es Studien dafür?

08:48 von Hackonya2 Test Es

08:48 von Hackonya2
Test
Es wäre gut, wenn dieser Test eine freie Leistung wäre. Jeder kann ja für sich entscheiden, ob man diesen Test macht, dann ob man das Kind gebären möchte oder aber auch nicht

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Eutahnasie darf nicht gesellschaftsfähig werden.

Zum Schutz von Menschen und Familien.

Komplexe Fragestellung und Mut machend

Der Artikel macht Mut auch Kinder mit Behinderung auszutragen und aufzuziehen.
Ich habe das bisher auch eher als negativ empfunden Kinder mit Behinderung großzuziehen.
Eine bessere Unterstützung für Eltern mit behinderten Kindern wäre die intelligentere Lösung, als Tests kostenlos zu machen.

Wir haben bei der letzten Geburt auch einen Test gemacht. Ich kann aber nicht sagen, ob wir das Kind abgetrieben hätten, wenn der Test positiv gewesen wäre!!
Das steht auf einem ganz anderen Blatt. Eine extreme Herausfordeurng für Paare. Vielleicht ist es da besser den Test zu lassen!?
Das kann für die Partnerschaft sehr belastend sein, daher sollte man das vorher ausdiskutieren.

Selektion menschlichen Lebens

Hier wird Selektion menschlichen Lebens vorgenommen. Es wird eingeteilt in lebenswertes und unlebenswertes Leben. Hatten wir das in D nicht schon mal?
Wie abstoßend!
Menschen mit Trisomie 21 sind das keine Menschen, die ein Leben verdient haben?

Kinder

Die Kinder haben keine Wahl ob sie gezeugt, geboren oder nicht geboren werden. Bei wem sie aufwachsen.
Kinder können sich ihre Eltern leider nicht aussuchen. die müssen nehmen was kommt.
Eltern haben das Recht behinderte Kinder abzutreiben - unzumutbar?!
Behinderte Eltern haben das Recht Kinder zu bekommen - zumutbar!?
Es zahlt immer nur der Wille der Eltern.

Es geht noch viel weiter ...

Es geht nicht um die Frage, ob man ein (möglicherweise) behindertes ungeborenes Kind so ohne weiteres töten kann, sondern darum, ob eine vorhandene Möglichkeit, Behinderungen schon in vielen Fällen schon beim ungeborenen Kind erkennen zu können, für alle unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten zugänglich gemacht werden soll. Dies ist grundsätzlich erste einmal dem Gedanken der Fairnis entsprechend. Doch ist jeder Schritt in diesem Minenfeld, das nahe an der Euthanasie liegt, bedenklich. Es ist ja nur ein Schritt, der aber im Hinblick auf immer bessere Diagnosemöglichkeiten auch immer weiter das Risiko ausweitet, dass Menschen mit von den Eltern ungewünschten genetischen Eigenschaften abgetrieben werden. Vielleicht kann man demnächst Autismus schon pränatal feststellen - und uns bleiben zukünftige Mozarts und Einsteins erspart! Behinderungen mögen für die Eltern eine Belastung sein, aber das ist ein erst nach der Geburt durch Unfall behindertes Kind auch. Das ist ein Lebensrisiko.

Gut so!

Wir mussten gerade viel Geld für diesen Test bezahlen.
Das ist erbärmlich und Verantvortungslos für ein Land mit soviel Technologie und Zukunftsbewusstsein.

Verbände fordern. Kümmern

Verbände fordern. Kümmern sich diese Verbände dann auch 24/7 um diese Kinder?
Warum die riesige Moralkeule? Auch heute schon gibt es Tests. Und die Verantwortung liegt einzig bei den Eltern.
Nicht alle Menschen haben gleiche Moralvorstellungen.
Kann man doch akzeptieren.

Trisomie-Bluttest

Das sollte keine freie Leistung sein. Letztendlich läuft es ja nur darauf hinaus, einen Schwangerschaftsabbruch zu erleichtern. Woher nehmen wir eigentlich das Recht den Wert eines Lebens zu bestimmen? Jedes Leben ist ein Geschenk und lebenswert.

Gegenfrage: Wozu überhaupt

Gegenfrage:
Wozu überhaupt pränatale Untersuchungen, wenn man sowieso alles als gottgewollt ansehen muss?
Lasst die Eltern entscheiden.

ethisches Dilemma

Ich denke, bei Risikoschwangerschaften kann man den Test anbieten.
Allerdings sollte auch jede Schwangere selbst entscheiden dürfen, ob sie diesen denn möchte und was sie daraus macht, vor allem ein behindertes Kind großzuziehen, was eine Lebensaufgabe darstellt, sollte ihre persönliche Entscheidung bleiben.

Generelle Screenings würde ich gesetzlich verbieten und niemals "zulassen", das verunsichert Schwangere noch zusätzlich zu dem ganzen Hype der sowieso drumrum schon gemacht wird.

Lebensunwertes Leben

Mit diesen Tests spürt man "lebensunwertes Leben" auf, dunkle Zeiten! Sehr beängstigend, das hatten wir schon einmal

Zwang zur „Perfektion“?

Zum Zitat des Arztes und CSU-Gesundheitspolitikers Stephan Pilsinger:
„(...) Denn es darf keinen finanziellen Schaden für Frauen oder für Familien bedeuten, wenn sie sich für ein behindertes Kind entscheiden":

Das ist in meinen Augen ja gerade das Perverse: dass ein behindertes Kind unter ökonomischen Aspekten ein „finanzieller Schaden“ IST. Das dürfte gar nicht sein können.

Euthanasie ???

Zitat von StöRschall : "Eutahnasie darf nicht gesellschaftsfähig werden."
Das Entfernen eine Zellhäufchens aus dem Uterus einer Schwangeren zur Euthanasie hochzustilisieren darf nicht gesellschaftsfähig werden, bloß weil sich aus diesem Zellhäufchen ein Mensch entwickeln kann. Solange in besagtem Zellhäufchen die neuronalen Anlagen für Empfindungen aller Art physiologisch noch nicht vorhanden sein können, handelt es sich dabei in meinen Augen nicht um schützenswertes Leben.

Schwere Entscheidung

Keine Frau macht sich solch eine Entscheidung leicht. Sicher sieht das bei den Männern (Väter) ähnlich aus. Aber Frau trägt dieses Kind aus und bringt es zur Welt. Finde diesen Test grundsätzlich gut und soll kassenleistung werden. Jede (r) möchte ein gesundes Kind haben und ein Kind mit Behinderung ist immer ein Risiko, vor allen Dingen, für das Kind selbst.

Behinderte Kinder großzuziehen...

ist eine enorme Belastung für Eltern, das ist Fakt. Das bedeutet zwar nicht das behinderte Kinder weniger Wert sind als gesunde aber wenn wir Schwangerschaftsabbrüche aus anderen Gründen erlauben dann warum nicht auch in diesem Fall? Die Entscheidung sollten alle Eltern für sich selbst treffen dürfen.

Wissenschaftlicher Fortschritt

Es ist gut, wenn es immer mehr Frühtests gibt, um auszuschließen, dass Kinder mit einer schweren Behinderung zur Welt kommen. Jedenfalls kann man einem Kind nur wünschen, dass es gesund zur Welt kommt, um eigenständig in unserer Gesellschaft zu bestehen und nicht ein Leben lang auf Hilfe angewiesen zu sein. Ethisch verantwortungsvolles Handeln für das Kindeswohl ist, wenn derartige Tests auch angewendet werden. Und hier ist auch nichts gottgewollt, da wir nicht mehr im Mittelalter leben, wo man derartige Tests und genetische Informationen noch nicht kannte; ein Individium und dessen Grundmerkmale wird von den Genen der Eltern vorbestimmt.

Statistischer Test vs. Leben

Ich habe den Test vor etwas mehr als 20 Jahren ahnungslos gemacht. Mit 30 Jahren als Risikoschwangerschaft eingestuft bekam ich ihn wohl bezahlt. Diagnose: Verdacht auf Downsyndrom. Fruchtwasserentnahme wurde mir empfohlen. Das war für den Rest der Schwangerschaft schon eine Belastung die ich aber verdrängte. Ich habe mich gegen die Statistik entschieden. Mein Kind studiert heut Medizin und ist kerngesund. Ich kann allen nur zur Vorsicht raten und wenn der Test bezahlt wird, dann bitte mit guter und offener Rundumberatung nach dem Ergebnis.

Jemand, der wissentlich ein

Jemand, der wissentlich ein behindertes Kind zur Welt bringt und damit bewusst volkswirtschaftlichen Schaden verursacht, soll noch mit längerer Erziehungszeit dafür belohnt werden?
Was für ein Luxusproblem wir uns hier selber verursachen...unglaublich. Wer einmal schwanger werden kann, schafft das typischer Weise nochmal und auch ohne Defekt. Es kann nicht sein, dass mein Geld dafür verschwendet wird ein niemals allein lebensfähiges Wesen in diese Welt zu setzen und zu versorgen.

Ich fasse es nicht, dass bei diesem Thema immer die rationale Entscheidung dämonisiert wird. Aber gut...vielleicht sind die Kosten, die diese Personen ihr ganzes Leben lang verursachen ja auch so gering, wie die 20 Millionen für Homöopathie und deswegen ignorieren wir es einfach mal.

Ey es geht um Entscheidungsfreiheit. Man verbietet ja nicht behinderte Kinder zu bekommen, aber wenn jemand kein behindertes will, wird diese Person es so oder so nicht haben (Babyklappe)...nur dann ist das Leid viel größer.

"Lebensschutz" vor der Geburt - Ausgrenzung danach

"Grundsatzfrage: Welche Haltung nimmt die Gesellschaft gegenüber Menschen mit Behinderung ein?"
Jeder einzelne Mensch sollte gewollt und akzeptiert sein, behindert oder nicht. Aber ich würde mir nicht anmaßen, so zu tun, als seien die Behinderungen selbst gewollt oder wünschenswert. Oder würde man darauf verzichten, sie zu heilen, wenn man es könnte?

Tatsache ist aber auch, dass die selbsternannten "Lebensschützer" in aller Regel dieselben sind, welche durch ihre Politik die Verantwortung dafür tragen, dass die ungeborenen Kinder, die sie "retten" wollen, es nach der Geburt in der Gesellschaft so schwer haben, sei es durch Armut, sei es durch Ausgrenzung, sei es durch Gewalt.

Und da es im Grunde eine modifizierte Abtreibungsdebatte ist, ist meine Ansicht auch hier: Es ist Sache der Eltern, ob sie das Kind wollen oder nicht, und die Frau, die das Kind austragen und gebären muss, hat das letzte Wort. Und es geht weder den Papst, noch Politiker, Beamte oder neugierige Nachbarn etwas an.

@Hackonya2, 08:51

Natuerlich sind die Tests nicht 100% eindeutig, sowas gibt es in der Wissenschaft nicht.

Es gibt immer eine gewisse Unschaerfe, aber kein serioeser Wissenschaftler wuerde je so argumentieren.

Arzneimittel muessen ihre Wirksamkeit auch "nur" mit rund 66% (wenn ich mich richtig erinnere) Sicherheit nachweisen. Wuerde man hier 100% verlangen, wuerde vermutlich kein Arzneimittel je fuer den Markt zugelassen.

Wie Viele wohl mit zweierlei Maß messen...?

Ich war beim Thema Abtreibung selber schon immer gespalten aber die Doppelmoral hier ist ja nicht zu fassen. Wie viele von den Moralaposteln hier wohl pro-Abtreibung sind, aber jetzt Alarm schlagen, wo Abtreibungen endlich mal einen wahren Nutzen haben.

Das ist dann wahrscheinlich wieder diskriminierend und weil Menschen, die Abtreibungsbefürworter und gleichzeitig Behindertenaktivisten sind, sich jetzt in eine Zwickmühle manövriert haben, wollen sie jetzt medizinische Tests verbieten nur um irgendwie an all ihren Ansichten festzuhalten zu können.

Rückzugsgefechte...

Der wissenschaftlich-technische Fortschritt wird nicht aufzuhalten ein ... und das ist auch gut so im Sinne der Menschheitsentwicklung. Als seinerzeit erstmals ein menschliches Herz von Mensch zu Mensch transplantiert wurde, gab es auch heftige Diskussionen um das ethisch-moralische Für und Wider. Heute sind Organtransplantationen quasi medizinischer Standard. Entscheiden war und ist die letztlich sachbezogene Weiterentwicklung gesellschaftlicher Ethik- u. Moralvorstellungen. Deshalb waren und sind heutige Diskussionen - wie zB. bzgl. Trisomie 21 - eigentlich nur Rückzugsgefechte gegen die ständig fortschreitende Entwicklung verbesserter medizinischer Möglichkeiten... von denen die Menscheit allgemein letztlich immer nur profitierte...

Doppelter Standard

Warum ist es eigentlich ein Skandal, wenn werdende Muetter sich vorher kostenlos ueber moegliche Behinderungen von ihrem Arzt aufklaeren lassen, um dann eine informierte Entscheidung ueber eine Abtreibung faellen zu koennen?

Und andererseits koennen manchen Leuten die Abtreibungsgesetze nicht lasch genug sein und die StGB-Paragraphen 218 und 219 sollen am liebsten ganz abgeschafft werden.

Beide Stimmen kommen uebrigens aus dem linken politischen Lager.

Kann ja jeder machen wie er will ..

Ich würde kein Kind mit Trisomie wollen. Nicht, weil ich das für "lebensunwert" halte oder so, aber was ist denn, wenn ich mal nicht mehr bin? Erst kümmere ich mich intensiv die letzten 50 Jahre meines Lebens um ein Kind, dass irgendwann einfach aufhört zu reifen und wahrscheinlich in einigen Bereichen immer auf mich angewiesen sein wird. Und wenn ich nicht mehr bin? Wird der Erwachsene dann in ein Heim gesteckt? Und das ist dann gut?

Ohne mich. Dann lieber den Zellklumpen untersuchen lassen und ggf. abtreiben. Vielleicht klappt's beim nächsten Kind. Und ansonsten gibt's genug Kinder in Heimen, die sich ein Zuhause wünschen.

Davon ab: mir wär's egal, ob das Kind braune oder blaue Augen, blonde oder dunkle Haare, groß oder klein ist - aber ein behindertes Kind, das möchte ich mir (und auch der Gesellschaft sowie meiner Familie) nicht aufhalsen.

Downie

Wir haben ein Kind mit Down-Syndrom. Gerade erst eine schwere Herz OP hinter uns, ich möchte ihn nicht missen. Leider wissen viele Eltern nicht wogegen sie sich entscheiden, für viele Ärzte ist es ein Haufen von Symptome. Ein Kind mit Trisomie kann vielen eine neue Welt öffnen. Ich möchte unser Kind nie gegen ein Normalsyndrom tauschen. Vorher haben wir natürlich Angst gehabt..

Moralapostel

Es ist wirklich entzückend. Die größten Moralapostel hier, die über Euthanasie oder "unwertes" Leben schwafeln, haben wahrscheinlich selber keine Kinder.
Ich habe zwei, zum Glück gesund und munter, aber hätten wir aus bestimmte Gründen einen Test machen sollen, und er wäre positiv ausgefallen, hätte meine Frau abgetrieben.
Da waren wir uns auch immer einig.
Niemand hat das Recht, Eltern da reinzureden. Niemand!
Sie, nur sie müssen das Kind 24/7 aufziehen und betreuen.
Nur sie haben lebenslang damit zu tun.
Ja, meine Frau und, wir sind gemeinsam so egoistisch, dass wir - trotz Kinder - ein normales Leben führen wollen.
Nennt uns unmoralisch oder unethisch, uns egal.
Nur die Eltern haben das zu entscheiden und sonst niemand!

Vielleicht sollte das Problem

Vielleicht sollte das Problem von einer anderen Seite betrachtet werden: Wenn es ein Verfahren gäbe, dass mit ähnlich geringem Aufwand wir dieser Test, eine Behinderung schon bei ungeborenen Kindern „reparieren“ könnte, würden die Eltern, die diesen Test ablehnen dann auch sagen: „Ich verzichte auf eine solche Möglichkeit der Heilung, da auch behinderte Kinder das Recht haben geboren zu werden?“
Eigentlich fehlt in dieser Diskussion noch das Argument, dass viele Arbeitsplätze in unserem Pflegesystem wegfallen, wenn es keine behinderten Menschen mehr gibt.
Und von diesen Arbeitsplätzen gibt es in unserer Pflegeindustrie immer noch viel zu wenig, als das man auch nur von einer ausreichenden Zuständen sprechen könnte.
Von einem befriedigenden oder gar guten Zustand Im Pflegebereich wird bestimmt noch hundert Jahre nicht zu reden sein!
Auch hier gilt generell, dass Aufrüstung wichtiger ist als die gute Versorgung von Menschen.

Test verpflichtent

Der Trisomie-Bluttest sollte verpflichtend sein und bei positiven Ausgang eine Abtreibung angeraten werden. Der Steuerzahler und Beitragszahler kann nicht für die Kosten aufkommen. Ich pflichte AfroDieter bei.

"Kind ja, aber bitte

"Kind ja, aber bitte fehlerfrei" ? Sorry, aber diese Wahl haben Kinder bei ihren Eltern leider auch nicht. Wer ein Kind plant sollte sich vorher mit den möglichen Konsequenzen auseinandersetzen. Wir haben selbst 3 Wunschkinder und die Frage nach einem Rückgaberecht stand nie im Raum.

@ 09:27 von AfroDieter

"Wer einmal schwanger werden kann, schafft das typischer Weise nochmal und auch ohne Defekt. Es kann nicht sein, dass mein Geld dafür verschwendet wird ein niemals allein lebensfähiges Wesen in diese Welt zu setzen und zu versorgen."

Es kann auch nicht sein, das man so menschenverachtend ist wie Sie.
Vielleicht sollte man Ihnen auch noch mal die Genetik näher bringen, Ihrem Kommentar nach sind Sie da komplett unbedarft.

Sagt eine Krankenschwester, die seit 15J mit Genetik zu tun hat. Um das Ihnen schon mal vorweg zu nehmen.

Verstehe die Diskussion nicht

Erstens: Niemand wird zu solchen Test gezwungen. Er ist halt da, wie jeder andere Test und auch wie die Ultraschalluntersuchung. Die ist auch nicht dafür da, um Babyfotos zu bekommen, sondern um Behinderung frühzeitig festzustellen.

Also müssten alle, die gegen den neuen Test sind konsequent gegen jede Untersuchung in der Schwangerschaft sein, weil dabei etwas festgestellt werden könnte und weil es bei jeder Untersuchung eine Fehlerquote gibt.

Zweitens: Im Zweifelsfall wird sicher noch ein anderer Test durchgeführt, damit man noch quasi die "Zweitmeinung" hat.

Und ob eine Schwangere einen Test macht oder nicht geht nur sie etwas an und keine Verbände, Organisationen und sonstige, denn nur sie wird sich um das Kind kümmern müssen. Und vielleicht hat sie bereits Kinder oder behinderte Kinder, um die sie sich bereits kümmern muss.

Ich helfe jedenfalls keinem bei der Erziehung, habe genug mit meinen Kindern zu tun, und daher rede keinem da rein.

@AfroDieter Bitte was?

Sie sprechen von einem Menschen mit Behinderung als Verursacher eines Volkswirtschaftlichen Schadens??
Abstoßend!
Menschen mit Trisomie 21 sind genauso Lebnenswert wie jeder andere Mensch. Und ich finde es richtig den Eltern finanziell unter die Arme zu greifen.

Eigentlich...

...sollten Behinderte zwar volles Lebensrecht haben, aber dann sollte die Gesellschaft sich auch um deren Betreuung kümmern.

Die Eltern bevormunden und dann sagen: "seht zu, wie Ihr klar kommt" ist bigott.

Moralapostel

"Das hatten wir schon einmal in Deutschland" "dunkle Zeiten". Mehr übertreiben kann man wohl nicht. Heuchlerisch sind viele Aussagen hier zudem auch, jeder kann selber bestimmen, ja auch die Eltern und wenn diese sich zu einer Abtreibung entscheiden, sind sie deswegen nicht radikal oder unmenschlich. Der Test gibt doch nur die Möglichkeit, dass sich die Eltern bewusster entscheiden können. Ich finde dieses Maulen hier echt lächerlich, die meisten sollten hier erwachsen sein, da muss man sich nicht selber mit solchen Aussagen blamieren... ist schon fremdschämen hier.

@ @Sokeates

"Ein Kind mit Trisomie kann vielen eine neue Welt öffnen" Am 19. September 2019 um 09:40 von @Sokeates

Darf ich böse fragen, ob ein zweites, drittes und viertes Kind mit Trisomie Ihnen noch mehr neue Welten öffnen würde?

Es sind oft Familien dabei, die zwar genau wie Sie ihr erstes behindertes Kind lieben und es super umsorgen, die sich aber kein zweites, drittes und viertes behindertes Kind wünschen.
Es gibt tatsächlich Personen mit erhöhtem Risiko.

Selbstbestimmung

Das Selbstbestimmungsrecht ob ein Kind gezeugt wird oder ausgetragen wird muss immer bei den Eltern/Frauen liegen.
Beratung ist ok, aber keinen Zwang oder Moralvortrag von Kirchen und Verbaenden.
Die haben nichts mit zu bestimmen.
Gerade die Kirche sollte erstmal ihren eigenen Mist ausfegen.
Ich hoffe also es wird Kassenleistung - ganz im Gegensatz zur gestrigen Entscheidung bei homeopatischen Medikamenten.
Viele und der Menister wuenschen sich offenbar das Mittelalter zurueck.

Liebe zur Gendivergenz ganz anderer Natur...

("Gendivergenz", analog zu "Neurodivergenz", entspricht m. W. dem gegenwärtig als akzeptabel erachteten Wort für Befunde wie Trisomie.)

Ein Blick in den USA wirft ein ganz anderes Bild auf diese Debatte: Da bejubelte die erzkonservative Ex-Gouverneurin Alaskas, Sarah Palin, die Entscheidung ihrer Tochter, ein Kind mit Divergenz auf die Welt zu bringen. Abtreibungsgegner entdecken den Kampf für diese Minderheit auf ganz erstaunlichem Maße für sich, indem sie in eine ganz ähnliche Kerbe wie die Linken schlagen. Denn, so ihr Argument, beginnt Diskriminierung hier nicht schon klar im Mutterleib? So lässt sich Abtreibungsrecht aushebeln.

Die Haltung des Feminismus zu Abtreibung ist nun mal: Eine Frau darf abtreiben, Punkt, sie darf sich informieren, ebenfalls Punkt, und sie hat niemandem über ihre Entscheidung Rechenschaft abzulegen, Riesenpunkt. Doch alle politischen Lager merken, dass Stimmenfang damit nicht so gut geht - und zack! finden sich Grüne und CSU (!) im selben Lager wieder.

Eigentlich ganz einfach.......

In einer aufgeklärten Welt wie der unseren, ist es den Frauen überlassen, ob sie schwanger werden möchten, ein Kind austragen wollen oder nicht, mit anderen Worten sie können sich entscheiden. Es ist ihr Körper . Im günstigsten Fall wird der Mann mit eingebunden, aber es bleibt immer ihre Entscheidung. Warum sollte es nun anders sein? Die Frau entscheidet ob sie den Test macht und was sie daraus für Konsequenzen zieht. Was berechtigt andere Menschen oder Institutionen darüber zu urteilen oder mitbestimmen zu wollen? Eigentlich ganz einfach......

@ 09:07 von Dozzy

>> Jedes Leben ist ein Geschenk und lebenswert. <<
_
Das Entstehen von Leben jeder Art - auch des menschlichen Lebens - ist ein rein biochemischer Vorgang zur natürlichen Arterhaltung. Nur Gottgläubige wollen dem einen Geschenkcharakter andichten.

@ um 08:55 von StöRschall

"08:48 von Hackonya2
Test
Es wäre gut, wenn dieser Test eine freie Leistung wäre. Jeder kann ja für sich entscheiden, ob man diesen Test macht, dann ob man das Kind gebären möchte oder aber auch nicht

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Eutahnasie darf nicht gesellschaftsfähig werden.

Zum Schutz von Menschen und Familien."

Euthanasie bedeutet 'guter Tod' beziehungsweise 'schönes Sterben'. Wenn Sie fordern, dass Euthanasie nicht gesellschaftsfähig werden dürfe, dann ist das gegen den Schutz von Menschen und Familien gerichtet, insbesondere gegen die Würde des Menschen.
Eventuell verwechseln Sie auch nur etwas, nämlich den höchst menschlichen Hintergrund der Euthanasie mit dem unmenschlichen Verhalten der Nazis.

Welch Bigotterie

Das recht einer Frau auf Abtreibung, da sie sich in ihrer Entfaltung eingeschränkt fühlt, wird als glorreiche Errungenschaft einer modernen Gesellschaft gefeiert.
Will man aber eine reale zukünftige Belastung für sich und die ganze Familie ausschliessen, dann ist dies hochgradig unmoralisch.
Abgesehen davon, komm man, den modernen Humanismus ausgeklammert, dem natürlichen Gang der Dinge nach.

@ 09:22 von Diabolo2704

"Solange in besagtem Zellhäufchen die neuronalen Anlagen für Empfindungen aller Art physiologisch noch nicht vorhanden sein können, handelt es sich dabei in meinen Augen nicht um schützenswertes Leben." Die Abtreibung findet meist zu einem Zeitpunkt statt, wo es weit mehr als ein solches Zellhäufchen ist. Vielmehr hatten wir gerade eine Diskussion über die Tötung von männlichen Küken, die physiologisch sicherlich nicht höher entwickelt sind, als viele heute abgetriebene Kinder. Wo fängt schützenswertes Leben an - das kann sich auch nicht am Schmerzempfinden ausrichten. Selbst Pflanzen wird oft ein schützenswertes Leben zugestanden. Wir dürfen es uns nicht zu einfach machen und Leben nur dort schützen, wo uns dieser Schutz nicht persönlich fordert.

Niemand wird gezwungen den Test zu machen.

Und Jeder darf den Test machen.
Das ist gut so.

Am 19. September 2019 um 09:43 von Andreas-Hover

Was für ein "Troll"-iger Kommentar.

Heuchelei

Man kann darüber streiten, ob es sinnvoll ist, Kinder wegen einer Behinderung abzutreiben und wenn ja, ab welchem Grad der Behinderung. Aber einen Test auf Trisomie-21 auf "Risikoschwangerschaften" zu begrenzen ist überhaupt nicht logisch. Ja, das Risiko für Trisomie-21 steigt mit dem Alter, aber die meisten Mütter eines solchen Kindes sind nicht im Risikoalter.

Was überhaupt nicht weiterhilft ist die Behauptung, Trisomie-21 sei keine Krankheit, sondern eine genetische Abweichung. Wer das fordert sollte auch fordern, dass solche Menschen ihre Behindertenausweise abgeben müssen.

Ich kenne mich wohl besser als die meisten aus: ich habe 2 Kinder mit einer Behinderung (die überhaupt nicht vor der Geburt festzustellen ist; wir haben schon Tests gemacht, z.B. Nackenfaltmessung, aber keine Fruchtwasseruntersuchung, und wenn etwas gefunden worden wäre, war nicht klar, was die Konsequenz sein sollte) und ein Enkelkind mit Trisomie-21 (junge Mutter, kein Test gemacht).

So ein Unsinn

Niemand würde fordern, den Sicherheitsgurt im Auto "restriktiv zu handhaben" weil er eine "Rasterfahndung" gegen Querschnittsgelähmte sei.

Oder ist die Polio Impfung ethisch bedenklich, weil sie Menschen mit Kinderlähmungen verhindert?

@ 09:27 von AfroDieter

"Jemand, der wissentlich ein behindertes Kind zur Welt bringt und damit bewusst volkswirtschaftlichen Schaden verursacht, soll noch mit längerer Erziehungszeit dafür belohnt werden?" Ich bin von Geburt an schwerbehindert und statistisch werde ich etwa mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70% einen höheren volkswirtschaftlichen Nutzen als Sie verursachen. Ich bin niemals jemandem außer meinen Eltern zu Last gefallen und zahle seit dem Ende meiner Ausbildung, also seit über 30 Jahren, jedes Jahr hohe Steuern und Sozialabgaben. Was ist eine Behinderung? Wer entscheidet das? Ich habe oft das Gefühl, dass in bestimmten Kreisen auch Hochintelligenz als Behinderung gilt ...

ob dieser test kassenleistung wird oder nicht..

ist im grunde unerheblich.

wesentlich ist, dass der denen, die ihn machen wollen, um eine informierte entscheidung ueber den weiteren verlauf ihrer schwangerschaft treffen zu koennen, auch zur verfuegung steht.

und dazu gehoert auch seine bezahlbarkeit, gerade im hinblick auf die frage, ob die entscheidung nur bestimmten gesellschaftsschichten ermoeglicht wird.

10:06, Autograf

>>Was ist eine Behinderung? Wer entscheidet das? Ich habe oft das Gefühl, dass in bestimmten Kreisen auch Hochintelligenz als Behinderung gilt ...<<

Natürlich. Denn dann gehört man ja zur Elite...

Meiner Meinung & Erfahrung

Meiner Meinung & Erfahrung nach gibt es keine Pflegekraft, die ihr eigenes behindertes Kind auch nur in die Pflegeeinrichtung abgeben würde, in der sie selbst arbeitet.
In andere Pflegeeinrichtungen erst recht nicht!
Das gleiche gilt für Altersheime!
Solange sich die Situation in Pflegeeinrichtungen nicht dramatisch verbessert, durch wesentlich mehr Personal & eine wesentliche bessere finanzielle Ausstattung, solange sollte kein behinderter & kein alter Mensch einer solche Pflegeeinrichtung ausgeliefert werden.
Wer sagt, dass pflegebedürftige Menschen aus ethischen Gründen kein monetäres Problem darstellen dürfen, der muss dafür sorgen, dass auch die Gesundheits - und Pflegeindustrie keine monetären Probleme hat!
Und das heißt nicht, dass sich die Pharmakonzerne an unseren Krankheiten & Krankenkassen bereichern dürfen sollten.
Bis dahin sollten Eltern entscheiden dürfen!
Umfassende Informationen über Aufwand & auch psychische Belastung einer Entscheidung vorausgesetzt.

Was ist das denn für ein

Was ist das denn für ein Umkehrschluss?

Menschen haben ein Recht darauf, Kinder in die Welt zu setzen. Sowie Frauen ein Recht darauf haben, ob sie es für möglich halten in ihrer Situation ein Kind aufzuziehen (also ein Recht darauf haben, für sich für oder gegen eine Abtreibung zu entscheiden).

Ob manche Menschen Kinder in die Welt setzen sollten, ist eine ganz andere Frage... ;)

Freie Entscheidung

Warum wieder in dieses Minenfeld von Ethik und Moral stoßen? Warum kann heutzutage niemand mehr diese Entscheidung für sich allein entscheiden ?
Wir haben diese Wahl bereits vor 20 Jahren getroffen, um aufgrund einer Risiko -Schwangerschaft zu schauen, ob das Kind auch tatsächlich gesund ist. .. da hat kein Mensch nach gekräht. Das war jedem selbst überlassen, der es auch groß ziehen muss. Richtig so ! Für jedes Thema wird es nun mal pro und contra geben. ..
Aber diese Entscheidung sollte jedem selbst überlassen werden

"Wenn Abtreibung...

...dann bis zum sechsten Lebensjahr!"(Zitat Ende, Sarkasmus aus)
Nur 4% aller Menschen mit einer Schwerbehinderung sind das ab Geburt. (Gesundheitsberichterstattung des Bundes) Was ist mit den restlichen 96%? Warum sehen wir einen Menschen erst nach Geburt als Mensch an?

Wir müssen uns daran messen lassen, wie wir mit unseren Schwächsten umgehen - und nicht nur, weil wir auch mal dazugehören könnten und weil wir als "nett" gelten wollen.
Auch weil es bereichernd ist!!

Erschreckend

Es ist erschreckend zu sehen, wieviele Menschen hier meinen über den Bauch einer Schwangeren bestimmen zu dürfen oder gar müssen. Viele in die eine Richtung, wenige in die andere. Schwanger zu werden und eine Schwangerschaft abzubrechen ist in aller erster Linie eine ureigenste Sache der betreffenden Frau. Insbesondere alternde Männer und Frauen haben sich da vollständig rauszuhalten. Sind Frauen im gebärfähigen Alter denn Sklaven, denen andere vorzuschreiben haben, wie sie schwanger zu sein haben?
@ Tada, danke für Ihren (von einer Frau geschriebenen) Kommentar.

Recht auf Behinderung

Ich empfinde es pervers eine Behinderung als etwas positives erstrebenswertes darzustellen. Eine Behinderung ist immer eine Einschränkung der Lebensqualität. Das ändert nichts daran das Menschen mit Behinderung genauso ein Lebensrecht haben wie alle anderen, aber die meisten würden die Gesundheit einer Behinderung vorziehen. Von daher soll der Test für alle zugänglich sein und wer eine behindertes haben möchte soll es bekommen können. Man sollte sich aber dann klar sein, ein Leben lang im ungünstigsten Fall der Versorger wegen mangelnder staatlicher Unterstützung zu sein. Es ist die klassische Debatte für oder wider die Abtreibung mit dem ekligen benutzen einer Personengruppe die kaum für sich selbst sprechen kann.

Keine Sozialauswahl

Es wäre eine Katastrophe, wenn der Wunsch nach diesem Test vom sozialen Status abhängen würde. Paare mit mehr Geld können sich den Test leisten und die anderen nicht? Dies wäre eine sehr unschöne Vorstellung.
Das Ergebnis des Tests sagt nichts darüber aus, wie die Eltern damit umgehen werden. Wenn sich so Verletzungen durch das alte Testverfahren reduzieren lassen, dann ist das ein guter Weg.
Die moralische Entscheidung darf man den Eltern nicht vorschreiben. Jeder, der sein Kind liebt, macht sich das nicht leicht. Die Entscheidung den Eltern ökonomisch abzunehmen ist aber ganz bestimmt der falsche Weg.

selbstbestimmt oder bestimmt?

Wenn man nicht der Extremmeinung folgt, ist ein selbstbestimmter Schwangerschaftsabbruch zulässig.

Mein Körper, meine Entscheidung. Das ist die Kosequenz. Die Entscheidung sollte informiert fallen. Deshalb ist eine Beratung Pflicht.

Die Information, ob man sich für den Rest seines Lebens um ein behindertes Kind kümmern muss, soll nur die Person erhalten, welche es sich leisten kann?

Der Test muss Kassenleistung sein. Alles andere wäre verlogen und würde Dritten die eigene Meinung aufzwingen.

Nehmen wir andere Beispiele

Nehmen wir andere Beispiele wie trisomie 9 oder 15. Also starke Behinderungen die sogar zum Tod innerhalb weniger Tage führen kann oder starke Schmerzen in dem kurzen Leben eines Kindes. Wäre da eine Abtreibung falsch? Ist ein Test bei einer Mutter mit solch einem Risiko falsch? Diese Frau würde sich immer Gedanken und somit Stress, was schlecht für den fötus wäre. Hier geht es noch nicht einmal um eine Abtreibung, sondern um einen Test bzw Erkenntnis. Wie die Eltern sich dann entscheiden ist nur ihnen überlassen. Aber dann wissen sie zumindest worauf. Von Euthanasie kann keine Rede sein. Finanziell hat das weniger Bedeutung als vielmehr ob die Eltern damit klar kommen. Menschen mit trisomie 21 haben natürlich auch einen lebensrecht aber wir reden hier von zellhaufen ohne Nerven. Selbst Tiere behandeln wir schlimmer trotz vorhandener Nerven. Wenn sich Eltern dafür entscheiden ist das ok und diese sind nicht so schnell überfordert. Daher sollte es keine Pflicht aber kostenlos sei

@ Andreas-Hover, AfroDieter &co

"Der Trisomie-Bluttest sollte verpflichtend sein und bei positiven Ausgang eine Abtreibung angeraten werden. Der Steuerzahler und Beitragszahler kann nicht für die Kosten aufkommen. Ich pflichte AfroDieter bei."

Leute wie Sie sind der Grund dafür, dass über diese Tests so gestritten wird. Wenn Eltern tatsächlich frei entscheiden könnten, wie sie mit dem Testergebnis umgehen, dann wäre das Problem ja viel geringer. Es ist aber jetzt schon so, dass man sich mit einem Kind mit Trisomie 21 vorwerfen lassen muss, "sowas" sei doch "heutzutage nicht mehr nötig". Dieser Druck, diese Ablehnung ist das schlimmste, was Eltern passieren kann, nicht das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom.

Meine Cousine hat Trisomie 21, lebt in einer gut geführten WG, hat ihr Leben in diesen Grenzen gut im Griff, geht arbeiten, einkaufen, ins Kino und ist ein Glück für die Familie, mit ihrer fröhlichen, positiven und liebevollen Art. Wie kommen Sie dazu, ihr den Tod zu wünschen?

Alles mal wieder relativ

Die "moralische Debatte" kann man sich schenken. Die ist verlogen.

Die wenigsten haben eine Vorstellung davon, was es heißt, ein Kind mit Einschränkungen aufzuziehen.
Vor allem mit steigendem Grad der Einschränkung ist die Belastung ungeheuer groß.

Und viele, die sich liebevoll um ihre Kinder kümmern - mit zunehmendem Alter fragen sie sich: was wird aus dem Kind, wenn ich nicht mehr kann? Wenn ich nicht mehr bin?

Hier mit einer moralischen Keule zu kommen ist verlogen.

Der Schutz des Lebens wird ganz groß geschrieben - die Art des Lebens - also ein lebenswertes Leben führen zu können - das kratzt am Ende keinen.

Was nutzen Leute, die schwerbehinderte Kinder bekommen und meinen "mit Liebe geht alles", die dann überfordert die Kinder in Heime abschieben, wo sie lieblos im Standardverfahren verwahrt werden? Wie lebenswert ist das?

Nur das Image zählt

Es gibt hier schon sehr viel positives, aber auch sehr viel negatives zu lesen und auf alles Wichtige zu antworten wäre reine Zeitverschwendung..

1. "Luxusproblem"
Nicht die Behinderung ist das Problem, sondern die Einstellung der Menschen und wie damit in der Öffentlichkeit umgegangen wird.
Warum dürfen Eltern sich "aussuchen", wer und wie ihr Kind wird? Was ist mit den 5 Kindern, die bei "Harzern" als Einnahmequelle leben müssen und genau so werden wie ihre Eltern?
Was macht ein "andersartiges" Kind so gruselig, dass Leute dafür verachtet werden?

2. "Kosten"
In D gibt es 30.000 bis 50.000 Menschen (!) mit Trisomie 21. Das sind ca. 0,06%. Das hart verdiente Geld jedes Einzelnen, das "verschwendet" wird, dürfte sich hier weniger bemerkbar machen als bei die Ausgaben für andere Krankheiten wie z. B. Krebs. Müssen wir dann auch überlegen, ob wir Koma-Patienten nicht direkt den Stecker ziehen? Oder allen langwierige Reha-Maßnahmen streichen?

Vor über 30 Jahren

Stand ich selbst vor der Entscheidung ....

Das Kind hätte einen schweren Herzfehler und einen Wasserkopf gehabt. Voraussichtliche Lebenserwartung unter 1 Jahr.

Tja.

Also, ein neuer Versuch, und das war dann gesund.

Kein Hahn hat danach gekräht...meine Entscheidung, denn die Mutter und der Vater sind es, die damit leben müssen, so ein Kind ihr Leben lang oder bis zum Tod des Kindes versorgen und pflegen müssen. Und nach dem rigenem Tod muss sich die Gesellschaft kümmern. Ehen zerbrechen an der Belastung, Familien gehen kaputt.

Ich kenne Familien mit schwerst geistig behinderten Kindern....es ist kein Zuckerschlecken. Jeder, der etwas anderes behauptet, lügt oder hat keine Ahnung oder belügt sich selbst. Das ist ein bischen wie bei der Pflege eines aggressiven Demenz Patienten. Es gibt Leute, die behaupten, das einem das was gibt. Das tut es nicht. Es ist lediglich eine andauernde, nie leichter werdende Belastung.

Erst denken

"Die behindertenpolitische Sprecherin der Grünen, Corinna Rüffer, stellt klar, warum sie gegen die Tests ist: "... Trisomie ist keine Krankheit! Sondern eine genetische Abweichung.""
Was für ein Unsinn, kann Frau Rüffer sich nicht eingehend informieren, bevor sie so etwas in die Welt ruft?
Nach jetziger Definition fällt Trisomie unter den Begriff Krankheit, Erbkrankheit. Selbst wenn man nun unterstellt, dass keine Linderung durch medizinische Hilfe möglich sei, dann müsste man Trisomie unter den Begriff 'Gebrechen' einordnen. Ist das angenehmer?

@ um 09:54 von Andymania

„Die Eltern bevormunden und dann sagen: "seht zu, wie Ihr klar kommt" ist bigott.“
Genau das ist das Problem!
Jedes(!) Kind hat das Recht geboren zu werden!
Das Unmenschliche ist, dass das Recht auf ein würdiges Leben nur sehr unzureichend umgesetzt wird!
Solange das so ist, wird es Menschen geben, die ein Kind lieber abtreiben.
Egal ob das Kind behindert ist oder nicht.
Es fehlt einfach die Gewissheit, daß die existenziellen Risiken in jeder Hinsicht bestmöglich abgesichert sind.
Das ist aber nicht nur bei behinderten Menschen so.

Die Eltern entscheiden......

doch anschließend. Daher finde ich es gut wenn der Test von der Kasse bezahlt wird, nicht jeder kann vielleicht mit einem behinderten Kind so "locker" umgehen.
Der Vergleich mit der Euthanasie ist voll daneben.

... aus der Praxis ...

Obwohl ich für den Trisomie-21-Bluttest bin, hier noch eine Anekdote anderer Art: Schon vor 10 Jahren haben wir eine unserer Wohnungen an ein älteres Ehepaar (als Hauptmieter) vermietet, das aus beruflichen Grünen in Südafrika lebte, und eine Wohnung in DE für ihre erwachsene Tochter (mit Downsyndrom) suchte. Die junge Frau wurde von einem mobilen Pflegedienst täglich betreut, und hatte einen Arbeitsplatz in einer Behindertenwerkstatt. Das Mietverhältnis verlief völlig problemlos, von manchen Irritationen abgesehen... wenn die junge Frau zB. mal wieder nackt vor der Wohnungstüre stand, weil sich sich selbst ausgesperrt hatte. Insgesamt aber war die junge Frau stets freundlich und lebenslustig.
_
Vor einigen Jahren verstarben die Eltern der jungen Frau bei einem Autounfall. Weder die Pflegeeinrichtung noch die Kommune wollten den (sehr günstigen) Mietvertrag fortsetzen. Heute "lebt" die junge Frau in einem sehr dürftigen, staatlichen Pflegeheim...

2 Gründe dafür - uns 3 dagegen.

Es gibt 2 Gründe die für den Test sprechen, und 3 dagegen.

Dafür:
1. Chancengleichheit. Nicht bloß Reiche sollen sich den Test leisten können.
2. Der Test ist nicht so riskant wie eine Fruchtwasseruntersuchung.

Dagegen:
1. Eltern werden unter Druck gesetzt, kein behindertes Kind zu bekommen. Bestes Beispiel: der menschenverachtende Beitrag von "AfroDieter", in dem er moniert, dass ein behinderter Mensch einen "volkswirtschaftlichen Schaden verursacht". Und so Leute gibt es nicht wenige in unserer Gesellschaft. Eltern, die ein behindertes Kind haben, müssen sich dann wohl öfter anhören: "Das hätte man doch auch verhindern können!"
2. Einer weiteren Selektion wird damit Tür und Tor geöffnet: Auslese des Nachwuchses nach Kriterien wie Disposition für bestimmte Krankheiten oder auch nur unerwünschte Merkmale.
3. Für Menschen mit Behinderung wird es schwerer, in einer Gesellschaft zu leben, die ihresgleichen als prinzipiell unerwünscht und nicht-lebenswert betrachtet.

@ 10:38 von Grandloser

"Es ist die klassische Debatte für oder wider die Abtreibung mit dem ekligen benutzen einer Personengruppe die kaum für sich selbst sprechen kann."

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie meinen, Menschen mit Trisomie 21 könnten nicht für sich selbst sprechen? Ich kenne rund 25 Menschen mit Trisomie 21; sie alle können sehr klar artikulieren, dass sie gerne leben und ihr Leben genießen. Wieviele kennen Sie?
Das sind keine blöden, stumpfsinnigen Wesen, die vor sich hinvegetieren; das sind Menschen, die sich Gedanken machen, die Gefühle haben, und von denen bei guter Förderung etliche ein einigermaßen selbstbestimmtes Leben führen können.

Freier Wille?

Abgesehen davon, das im einleitenden Absatz: „Eigentlich ist es ganz einfach: Krankenkassen müssen die Kosten für Behandlungen übernehmen, wenn neue Verfahren oder Medikamente dem Patienten einen therapeutischen Nutzen bringen oder wenn sie risikoärmer als bereits erlaubte Verfahren sind.“ bereits alles Relevante drin steht, würde ich doch bitte selbst meine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen sowie eigenem Ermessen treffen.
Auch ist es ziemlich scheinheilig und diskriminierend, die Kassen zahlen ja die Alternativen wie eine Fruchtwasserpunktion oder Mutterkuchenbiopsie nach Nackenfaltenmessung, bloss das diese Methoden nach heutigem Stand der Technik veraltet und mit signifikanten Risiken für werdende Mutter und Kind verbunden sind. Vermögende Bürger können sich die Genanalyse leisten, und überspitzt gesagt Ärmere nur das Risiko einer Fehlgeburt oder einer behinderten Nachkommenschaft. Behinderte Menschen wird es auch mit den Tests in dieser Gesellschaft geben. Freier Wille!

Kinder...

@GCE-Melone - stimme Ihnen zu 100 % zu,
vor allem der letzte Abschnitt trifft es, worum es wirklich geht.

Ethische Frage

Ich verstehe das ethische Problem und das muss diskutiert werden. Aber ich löse das Problem nicht, indem ich den Test nicht bezahle. Damit ist er ja weiter verfügbar und wird von allen gemacht, die ihn privat bezahlen können. „Ethisch“ handeln dann nur noch die, die zu wenig Geld haben. Die machen denn ggf. wie bisher den alten, unzuverlässigen Triple-Test mit evtl. nachfolgender Fruchtwasserpunktion. Damit ist aber das ethische Dilemma nicht gelöst.

Für mich ist die Frage „Kassenleistung oder nicht“ die falsche Frage.

Wenn eine Abtreibung wegen Trisomie 21 unethisch ist - welche ist dann ethisch?

Kassenleistung muss es sein!

Es ist heute schon möglich zu erkennen, ob ein Kind nicht den natürlichen Erbgut hat. Es ist heute auch schon möglich als Eltern zu entscheiden, ob man diese Aufgabe übernehmen möchte und kann oder man das Kind nicht haben möchte. Ich Verstehe also nicht, warum eine mögliche Abtreibung und Selektieren im Vordergrund ist. Beides sind heute schon möglich. Es geht lediglich um die Möglichkeit, einen nicht invasiven Test kostenfrei für die Eltern durchzuführen, mit dem gesunden Kindern von einer unerwünschten Abort nach einer Wasserpunktion geschützt werden können. Warum erwähnt niemand DIESE Kinder. Auch sie sollen geschützt werden!!
Auch kosten die trisomie 21 Kinder mit unterstützenden Behandlungen, speziellen Therapien etc dem Staat und dadurch uns allen viel Geld. Warum muss ich dafür zahlen aber der Staat darf sich nicht an meinem persönlichen Bedürfnis beteiligen? Wir sind nicht alle Helden, auch ganz normale Leute dürfen sich gegen solche Kinder entscheiden dürfen!

Schade, Gelegenheit verpasst

Natürlich wurde in diesem Zusammenhang von der Politik vergessen, die Wirtschaft zu verpflichten, für jeden behinderten Menschen einen Arbeitsplatz anzubieten.
Mit anständigem Gehalt auch für diejenigen, die leider nichts zum Profit einer Firma beitragen können.
Denn die Löhne für behinderte Menschen in den Werkstätten für behinderte Menschen sind geradezu Menschenrechtswidrig!

Individuelle Entscheidung

Mir wurde vor 25 Jahren die Fruchtwasseruntersuchung angeraten w/angeblichem Risiko. In der Nacht vorher träumte ich von einer Fehlgeburt durch die Untersuchung.
Der Arzt fragte mich als erstes, ob ich denn überhaupt etwas an der Schwangerschaft ändern wollte, wenn ein Ergebnis Trisomie heraus käme. Das kam für mich nie in Frage.
Die Sicherheit, daß alles in Ordnung ist, kam durch 2 x Ultraschall (dafür danke ich den Ärzten noch heute, weil ich Monate w/vorzeitiger Wehen lag und die Fehlgeburt eine hohe Wahrscheinlichkeit hatte) und später durch die Geburt.

Die Minimierung des Risikos einer Fehlgeburt durch den Bluttest halte ich für gut. Die Entscheidung über eine Schwangerschaft müssen Eltern (oder auch nur die Schwangere) mE immer individuell innerhalb der gesetzlichen Regelungen treffen (können).

die grundsätzliche Frage:

09:03 von Autograf
Es geht noch viel weiter ...
Es geht nicht um die Frage, ob man ein (möglicherweise) behindertes ungeborenes Kind so ohne weiteres töten kann, sondern darum, ob eine vorhandene Möglichkeit, Behinderungen schon in vielen Fällen schon beim ungeborenen Kind erkennen zu können, für alle unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten zugänglich gemacht werden soll.

Die grundsätzliche Frage ist:

Warum Nicht- Behinderte
Menschen mit Behinderung verbieten zu leben.

08:59 von lh Selektion

08:59 von lh
Selektion menschlichen Lebens
Hier wird Selektion menschlichen Lebens vorgenommen. Es wird eingeteilt in lebenswertes und unlebenswertes Leben. Hatten wir das in D nicht schon mal?
Wie abstoßend!
Menschen mit Trisomie 21 sind das keine Menschen, die ein Leben verdient haben?

----

Woran sich die Frage anschließt:

WER Leben verdient hat.

Und WER entscheidet das ?

Menschen mit Behinderung vor

Menschen mit Behinderung vor der Geburt auszusortieren ist inakzeptabel !

Diese Einstellung Menschen gegenüber ist inakzeptabel !

09:25 von Grimm90 Behinderte

09:25 von Grimm90
Behinderte Kinder großzuziehen...
ist eine enorme Belastung für Eltern, das ist Fakt. Das bedeutet zwar nicht das behinderte Kinder weniger Wert sind als gesunde aber wenn wir Schwangerschaftsabbrüche aus anderen Gründen erlauben dann warum nicht auch in diesem Fall? Die Entscheidung sollten alle Eltern für sich selbst treffen dürfen.

---

Behinderte Kinder aus der Gesellschaft auszuschließen liegt nicht mehr im Ermessensspielraum einer Familie.

Das ist ein Verbrechen, das eine Gesellschaft nicht begehen darf.

Behinderte Kinder

Behinderte Kinder ausschließen:

das hat eine familiäre Tragweite (die ist unwesentlich)

und eine gesellschaftliche ...

Diese ist wesentlich.

Und in Bezug auf diese gesellschaftspolitische Tragweite ist dieses Verhalten ein No-Go.

ist auch richtig so

Aus: "Trisomie-Bluttest sollen in Einzelfällen Kassenleistung werden":

"Ziel sei es vielmehr, Risiken einer sonst erforderlichen invasiven Untersuchung zu vermeiden. Bei bisherigen Fruchtwasseruntersuchungen muss eine Nadel in den Bauch gestochen werden, was das Risiko einer Fehlgeburt erhöht."

Genau so ist es. Ungeborene werden mit diesem Test gerettet, nicht benachteiligt. wer einen test machen möchte, der darf und wird ihn machen und die Moralisten sollen sich zurückhalten. Sie helfen nämlich nicht jederzeit und überall.

Moralkeule

Musste das sein, im Beitrag "Trisomie-Bluttest wird Kassenleistung" gleich total glückliche lächelnde Kindergesichter von Kindern mit Trisomie anzuhängen?

Seid ehrlich und zeigt die guten und die schlechten Zeiten, die Krankenhausaufenthalte, das weinen vor Schmerzen nach einer OP gehört ebenso dazu, wie das Lachen.

Alles andere ist einfach ein auf den Arm nehmen von werdenden Eltern.

Schon mit gesunden Kindern werden manche überfordert, weil sie denken, das wäre wie im Bilderbuch, und in jeder Kinderklinik hängen Poster mit Telefonnummern, die man anrufen kann, wenn man nervlich am Ende ist und bevor dem Kind weh tun könnte. Darüber muss man reden!

09:57 von

09:57 von sosprach
Selbstbestimmung
Das Selbstbestimmungsrecht ob ein Kind gezeugt wird oder ausgetragen wird muss immer bei den Eltern/Frauen liegen.

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Richtig.

Das Thema Euthanasie ist aber ein anderes.

Das betrifft nicht nur eine Familie sondern die gesamte Gesellschaft.

@Zauberin

"Der Arzt fragte mich als erstes, ob ich denn überhaupt etwas an der Schwangerschaft ändern wollte, wenn ein Ergebnis Trisomie heraus käme" Am 19. September 2019 um 15:01 von Zauberin

Dasselbe war bei mir der Fall.
Die Frauenärztin meinte, solchen Test sollte ich erst dann durchgeführten lassen, wenn ich mir über die Konsequenzen für mich beim möglichen Ergebnis im Klaren bin.
Nach dem Motto "gucken wir mal eben" sollte man ihn nicht machen lassen.

Was ich gemacht habe schreibe ich hier absichtlich nicht, das war meine Sache und geht niemanden etwas an.

11:04 von Nörgelmir Danke,

11:04 von Nörgelmir

Danke, genau darum geht es .

Liebenswert

Danke für die Beiträge von Nörgelmir und Sophie Germain!
Einerseits sollte keiner Frau eine Fruchtwasser-Untersuchung zugemutet werden, wenn es einen Bluttest gibt.
Andererseits hatte ich selbst während meiner Schwangerschaft mit einer Gruppe von Frauen mit einer Körperbehinderung zu tun, die gegen die sog. eugenische Indikation kämpften - sie wollten leben und fanden ihr Leben lebenswert.
Menschen mit Trisomie 21, Downies, sind fast nie geistig schwerstbehindert. Sie können ein hohes Mass an Selbstständigkeit erlangen, viel wichtiger aber ist, dass sie u.A. aufgrund ihrer Freundlichkeit und ihrer Spontaneität fast immer geliebte Mitglieder ihrer Familien sind, die sie nie wieder hergeben würden. Als Erwachsene können sie gut in Wohngruppen und WGs leben und müssen nicht, wie hier beschrieben, in schrecklichen Einrichtungen vor sich hin vegetieren.
Ich würde allen Eltern, die sich die Frage nach einer Abtreibung stellen, wünschen, sich ein realistisches Bild verschaffen zu können!

Am 19. September 2019 um 11:12 von dr.bashir

Gute abschließende Frage.

Mich würde vor allem die Antwort derer darauf interessieren, die einerseits für möglichst offene Regelungen bei Abtreibung sind und gleichzeitig Bedenken gegen die Übernahme der Testkosten haben.
Ich halte beides für logisch nicht kompatibel...

Trisomie 21

Vorweg - ich kenne viele Kinder mit Trisomie 21, weil meine Frau mit ihnen arbeitet und als meine Frau schwanger war haben wir keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, weil wir auch bei einem Ergebnis "Trisomie 21" keine Abtreibung hätten durchführen lassen. Aber....

Ich möchte aber unsere persönliche Entscheidung nicht zum moralischen Maßstab für Alle erheben.

Wenn ich sage, man dürfe das nicht testen, weil niemand bestimmen darf ob Kinder mit Trisomie leben dürfen, dann gilt das für alle anderen Veränderung, die während einer Schwangerschaft untersucht werden auch.

Und wenn keiner über das Lebensrecht eines Kindes im Mutterleib bestimmen darf muss man streng genommen jede Abtreibung verbieten. Und das wollte ich auch nicht.

Am 19. September 2019 um 15:40 von StöRschall

Wenn die Abtreibungsregeln wir heute gestaltet sind, ist das im Endeffekt zu 100% Entscheidung der Frauen. Das entspricht doch in etwa Ihren Vorstellungen wenn ich mich recht erinnere.

Wenn ich das mit Ihren jetzigen Ausführungen vergleiche so gehört der Bauch nur der Frau solange sie sich moralisch "richtig" entscheidet.

Die Vereinbarkeit dieser Thesen kann wohl der versierteste Philosoph nicht herstellen.

Man könnte vielleicht eher auf die Idee kommen, daß wenn man dies tut, die gesellschaftliche Belastung deutlich kleiner ist und somit Behinderungen eher von der breiten Masse akzeptiert werden.

16:07 von

16:07 von Tada
Moralkeule
Musste das sein, im Beitrag "Trisomie-Bluttest wird Kassenleistung" gleich total glückliche lächelnde Kindergesichter von Kindern mit Trisomie anzuhängen?

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Menschenverachtend, widerlich und m.M.n. kriminell ist es, im Zusammenhang mit der gezielten Tötung von angeblich Behinderten dieses Wort zu verwenden, um die Konsequenz für behinderte Menschen zu bagatellisieren.

Down-Syndrom

Natürlich muss der Trisomie-Bluttest Kassenleistung werden. Dazu muss aber auch eine gute Beratung kommen, was ein positives Ergebnis bedeutet. Down-Syndrom ist oft mit anderen gesundheitlichen Problemen verknüpft. Herzfehler gehören häufig dazu. Die sollten so früh wie möglich überwacht werden. DS selber ist aber keine Einschränkung für ein lebenswertes Leben. Meine Tochter (26 J.) mit Down-Syndrom ist der Mensch, den ich persönlich kenne, der am öftesten formuliert "ich freu mich so, dass...". Ihr Leben zu bewerten, wie viel sie unserer Gesellschaft kostet und wie viel sie uns beiträgt steht mir und allen anderen nicht zu. Jedem von uns kann jederzeit ein Unfall oder sonstwas wiederfahren, der größere Einschränkungen bedeutet, wie sie meine Tochter vielleicht hat. Was machen wir dann mit denen? Mich bewegt das Zitat von Richard von Weizsäcker: "Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann."

Insgesamt mehr Unterstützung

Eltern brauchen insgesamt mehr Unterstützung und Bildung vor, bei und nach Schwangerschaft und der Erziehung ihrer Kinder, ob Besonders oder nicht (hä? Ist nicht jedes Kind besonders?) Sexualunterricht ja, aber Familie, Partnerschaft, Kindererziehung, was passiert wenn ... (zB die Auswirkung von Drogen auf das Ungeborene) ist meines Wissens leider kein Schulfach. Da wird mal wieder so ein Einzelthema rausgepickt und durchs Dorf getrieben, um das Gesamtbild zu verschleiern. Ob erlaubt oder nicht, es wird insgesamt nicht viel ändern.

@StöRschall

"Menschenverachtend, widerlich und m.M.n. kriminell ist es, im Zusammenhang mit der gezielten Tötung von angeblich Behinderten dieses Wort zu verwenden" Am 19. September 2019 um 16:53 von StöRschall

Wenn Sie noch so nett wären und mir verraten würden, welches Wort Sie meinen, damit ich antworten kann.

Trisomie ist es nun Mal, das Chromosom hat die Nummer 21 und Betroffene haben 3 ("tri") davon statt 2. Es ist ein Fachbegriff.

Oder meinen Sie Kindergesichter?

@Nörgelmir

"Einer weiteren Selektion wird damit Tür und Tor geöffnet: Auslese des Nachwuchses nach Kriterien wie Disposition für bestimmte Krankheiten oder auch nur unerwünschte Merkmale."Am 19. September 2019 um 11:04 von Nörgelmir

Es wird keine neue Selektion eröffnet!

Man darf das bereits testen lassen.

Und wenn Sie glauben, dass Menschen mit Trisomie heute angeraten wird eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen, dann sind Sie auf dem Holzweg.

Personen mit Trisomie 21 können selten auch Kinder bekommen. Ich habe gelesen, dass sie dann durchaus dann selbst testen lassen und es kommt vor, dass sie sich auch für eine Abtreibung entschieden, wenn das Kind ebenfalls Trisomie 21 hat.

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