Ihre Meinung zu: Zehntausende demonstrieren trotz Verbots in Hongkong

15. September 2019 - 15:31 Uhr

Zehntausende Menschen in Hongkong haben sich nicht davon abhalten lassen, für Demokratie und gegen die Regierung auf die Straße zu gehen. Wieder kam es zu Gewalt. Auch vor dem britischen Konsulat versammelten sich Aktivisten.

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Kommentare

Durchhaltevermögen gefragt

„Die Polizei warnte in einer Mitteilung, dass der Marsch illegal sei. Sie forderte die Teilnehmer auf, "ihre illegalen Akte zu stoppen"“ / „Zehntausende Menschen in Hongkong haben sich nicht davon abhalten lassen, für Demokratie und gegen die Regierung auf die Straße zu gehen“

„Illegal“? Das wäre ja noch schöner, wenn die sich ihre Rechte „verbieten“ ließen.

„Zahlreiche Teilnehmer forderten Gewährung einer Staatsbürgerschaft in Großbritannien oder einer Commonwealth-Nation“

Besser noch wär‘s, wenn die Bürger (überall auf der Welt!) dafür sorgen würden, dass Staatsbürgerschaften in Zukunft keinen Einfluss mehr auf die Chancen im Leben haben.

Weil diese Chancen dann - besser früher als später - überall die gleichen sein werden.

So sehr man mit den

So sehr man mit den Freiheitskämpfern sympathisiert - die zunehmende Gewalt, wie sie auch auf Seiten der Demonstranten zu beobachten ist, schadet der Sache. Die britische Regierung sollte zudem nicht länger schweigen und sich ihrer Verantwortung stellen.

Zehntausende demonstrieren trotz Ve....

Und unter anderem vor der britischen Vertretung.Dort fordern sie Hilfe von der ehemaligen Kolonialmacht.
Welche "Hilfe" die in der Kolonialzeit geleistet hat,daß sehen die Fahnenschwenker(US-Flagge) offensichtlich nicht.Nein,damals wurde nicht wie heute Tränengas eingesetzt,es wurde auch mal scharf geschossen(1967).

"Ein Land, zwei Systeme" kann ja auch gar nicht funktionieren

Entweder wird in Hongkong und ganz China (inklusive Peking) für Demokratie demonstriert, oder überhaupt nicht.
1989 gab es ja auch nicht nur in Leipzig die friedliche Revolution, sondern in der ganzen DDR (inklusive Ostberlin), vom Erzgebirge bis zur Ostsee.

15:45 von Adeo60

"So sehr man mit den Freiheitskämpfern sympathisiert - die zunehmende Gewalt, wie sie auch auf Seiten der Demonstranten zu beobachten ist, schadet der Sache."

Ja, sie schadet der Sache.
Nichtsdestotrotz muss eine Lösung von seiten der REGIERUNG angeboten werden, da solche Freiheitsforderungen IMMER auch Gewalttätige auf den Plan rufen.

Musterbeispiel:
Klaus von Dohnanyi in der Hafenstraße Hamburg im November 1989.
Die Hafenstraße hat jahrelang Krawall gemacht und war gewalttätig.
Und dann hat Dohnanyi den Frieden zwischen beiden Parteien hingekriegt:
https://www.n-tv.de/panorama/Klaus-von-Dohnanyi-wird-80-article276329.html

Vielleicht tritt so ein "Friedensstifter" mit Fingerspitzengefühl und dem Risiko, sein eigenes Amt zu verlieren, plötzlich auch in Hongkong auf den Plan.

Was kann man tun?

Klar ist, weder friedliche noch gewalttätige Proteste werden etwas bewirken, noch höflich vorgetragene Protestbekundungen westlicher Politiker.

Wäre die Gewährung der britischen Staatsbürgerschaft für alle Hongkonger vielleicht ein Druckmittel gegen China?

Jetzt ist anscheinend doch der Groschen gefallen,

wenn auch spät. Zahlreiche Teilnehmer fordern die britische Staatsbürgerschaft. Die Fahnen schwenken sie ha schon. Damit ist ja auch von Seiten der Aktivisten klar, dass D hier mal nicht zuständig ist. Das muss sich jetzt nur noch bis ins AM rumsprechen

Krakatoa-isch

Gewalt von der Strasse ist das Resultat einer nicht einlenkenden ungerechten Regierungsform (ob Demokratie, Diktatur, Monarchie etc.). War schon immer so, und wird immer so bleiben. Die Macht und Politik der unsaeglichen KPcH ist mehr als nur ein Damoklesschwert am Horizont. Inzwischen hat man das in HK kapiert. Die aussergewoehnliche Aussichtslosigkeit befeuert den Aufruhr - jeder weiss eigentlich, oder muesste wissen: HK ist verdammt dazu, unter der KPcH bis in alle Ewigkeit zu dienen. Die Ordnungskraefte Chinas, und dazu zaehlt auch die HK Polizei, haben die Wahl zwischen Ordnung stetig eskalierend aufrechterhalten oder die Schrauben weiter anzuziehen und Millitaer einmarschieren zu lassen. Die, die HK nicht zu China werden lassen werden wollen, haben so oder so verloren. Logisch gesehen kann man sich dort alle Demos sparen. Es gibt keine Aussicht auf einen Status Quo, oder eine Kontinuitaet des bisherigen HKs - mNn. Wir sind Augenzeugen einer Art Untergang des Krakatoa.

Respekt vor dem Mut der Hongkonger Bürger gegen eine Diktatur.

Es gehört viel Mut dazu, sich einer so aggressiven Diktatur wie China zu widersetzen.

Schön, daß es noch Menschen gibt, die für ihre Rechte gegen eine brutale Staatsmacht kämpfen.

Wenn ich mir ...

die Typen auf dem Foto über der Meldung anschaue, weiß ich doch, wo der Hase hinhoppelt.

Wie hieß es bei Bert Brecht im "Anachronistischen Marsch": Für Freiheit und Democracy!

Geh doch mal uns einer so auf 'ne Demo, mit Sturzhelm und Gasmaske.
Schwupp ist der einkassiert.

Das ist überall auf der Welt so.

Die friedlichen Demonstranten kriegen es wieder mal ab.

Schafft endlich Ordnung

Wer Molotow-Cocktails gegen Polizisten anwendet ist kein Aktivist, sondern nur ein gemeiner Krimineller. Und wie die Polizei dagegen vorzugehen hat, muss ich ihr nicht raten! Das wissen sie hoffentlich selber und setzen es endlich mal um.

"...demonstrieren trotz Verbots ..."

Niemand beschwört, dass nicht Provokateure unter den Tätern sind - man muss sich nicht wundern, wenn die Dinge unübersichtlich sind, das ist das Kredo der schönen neuen Welt.

Demonstrationen für

Demonstrationen für demokratische Grundrechte verdienen jede Unterstützung.

Randale im Namen der Demokratie?

"Zehntausende Menschen in Hongkong haben sich nicht davon abhalten lassen, für Demokratie und gegen die Regierung auf die Straße zu gehen."

Ein Verfechter der Demokratie würde seine Ziele nicht mit Gewalt, sondern mit Demonstrationen durchsetzen wollen.

Den Vermummten auf dem Titelfoto einen Bezug zur Demokratie anzudichten, ist die typische westliche Berichterstattung, aber kein Journalismus.

Icke 1 schrieb;

"Wer Molotow-Cocktails gegen Polizisten anwendet ist kein Aktivist, sondern nur ein gemeiner Krimineller."

Und darüber hinaus, sie schaden massiv dem massiv Ziel, für das sie meinen oder vorgeben einzutreten.

Wenn die Situation weiter eskaliert, wird der Zentralregierung - auf Bitten der Regierung von Hongkong oder nicht - früher oder später nichts anderes übrig bleiben, als einzuschreiten und Molotow-Cocktails werfenden "Demokratie-Aktivisten" (die offenbar das Leben anderer, in dem Fall beliebiger Polizisten, oder auch von Personen, die sie dafür halten) nicht kümmert, das Handwerk zu legen.
Um weitere, flächendeckende Randale mit Schwerverletzten und vielleicht sogar Toten zu vermeiden, vielleicht besser früher.

"Randale im Namen der Demokratie?"

Es hat etwas gedauert, aber so ganz ohne Randale ist das auch nichts geworden - das Morgenrot einer guten neuen Zeit, kommt nicht wie das Morgenrot kommt... das wissen auch die Chinesen!

@Nachfragerin um 18.12 Uhr

"Den Vermummten ...eine Bezug zur Demokratie anzudichten, ist die typisch westliche Berichterstattung ..." Das mag stimmen, aber woher wissen Sie das? Oder vermuten Sie nur, dass man in Hongkong gefahrlos gegen China demonstrieren kann? Ohne Vermummung lebenslänglich in einem chinesischen Straflager zu landen, und das ganz ohne Berichterstattung und journalistische Begleitung, das ist sicherlich der Grund für dieses Auftreten. Können Sie sich nicht vorstellen, dass die Vermummung aus Angst geschieht?

17:51 von Icke 1

Die Polizisten koennten sich ja da raushalten oder einfach mit demonstrieren - und damit ein Zeichen gegen den zukueftigen und totalen Einfluss der KPcH setzen. Sind doch Menschen mit Denkfaehigkeit, oder nicht?

Die Demokranten

sollten tatsächlich überlegen, ob sie nicht nach GB auswandern. Nur: wahrscheinlich wird es ihnen nicht gelingen, denn bereits 1997 lehnte es GB ab, Menschen ausHongkong auf zunehmen, obwohl sie über einen britischen Pass verfügten, also britsche Staatsbürger waren. Außerdem ein Land, das 1967 an Massaker an streikenden Hongkonger Arbeitern beging und sich als totalitäre Diktatur gegenüber den Hongkongern gebärdete.
Oder vielleicht in die USA?
Ein Land, das 5 % der Weltbevölkerung aber 25% aller auf dieser Erde inhaftierten Menschen stellt.
Gott sei Dank wehren sich die chinesischen Patrioten Hongkongs.
Das sind die mit den roten Fahnen!

Wie ich bereits vor wenigen Tagen schrieb...

Nehmt doch Hongkong als neues Mitglied in die EU auf!

Und gebt den Chinesen das EU-satte GB als Kolonie!

Ich bin sicher, alle Seiten wären hochzufrieden.

Joshua Wong ist ein Berufs "Aktivist"

Ja dieser Joshua Wong ist ein Berufs Aktivist und seit 2012 als Leuchtfeuer für China aufgebaut.
Finanzielle Mittel waren und sind für diesen Joshua Wong kein Problem.

Wer sich über seinen Werdegang/ Background informieren will:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=54741

@ rossundreiter, 19:42

einerseits ganz gut und witzig. Die Katalanen dürften allerdings ob der unterschiedlichen Behandlung von Separatisten etwas düpiert sein. Dort drohen Separatisten immerhin bis 25 Jahre Gefängnis.

Polizeibrutalität in Hongkong

Die Gelbwesten würden eine Polizeibrutalität wie in Hongkong
begrüßen.
Dann hätten zwanzig Gelbwesten noch ihr Augenlicht und Tote hätte es auch nicht gegeben.

Nichtmal ein allgemeines Wahlrecht?

Was zur Hölle hat das VK bloß 97 mit China vereinbart? Klar war damals China am Drücker. Im Gegensatz zu heute wo das VK am Drücker ist. China will nicht das bisschen Land. China will die Leute aus Hongkong. Deshalb ist auch noch nicht die Armee einmarschiert obwohl die Hongkonger weiterhin ihre Souveränität behaupten. Noch eine seelenlose Megametropole braucht Peking nicht. Die brauchen die Beziehungen der Hongkonger. Deren Verträge und Vertrauen. Deshalb könnte das VK jetzt deutlich mehr Druck machen, in dem es alles Hongkonger die britische Staatsbürgerschaft öffentlichkeitswirksam gibt und allen ein sicheres Heim im Commonwealth garantiert.

20:02 von hippojim

https://www.nachdenkseiten.de/?p=54741

Viel arrogant sueffisant formuliertes "Vielleicht" mit der Darstellung der populistisch-politischen "Kriegs"gewinnlerattituede der sogenannten Weltenlenker, passende Leute zu instrumentaliseren. Heutzutage kann keiner mehr was Richtiges tun, ohne "genutzt" zu werden; und dann "mit dem Finger auf ihn zeigen", das ist kolateral gewollt. Ideologen und Vsionaere, Aktivisten werden zu Produkten mit einer Halbwertszeit und in der Zwischenzeit gewinnt der Hehler was. Nur die Sache - die verschwindet.

Zehntausende demonstrieren trotz Verbots in Hongkong

Ich finde es immer erstaunlich wie schnell wir (die Deutschen) mit Blick auf den Nachbarn, hier Hongkong bzw. China, genau wissen wie "die" sich zu verhalten haben. Ich meine die Staatsgewalt.
Jeder in Deutschland oder anderen Ländern sollte sich einmal fragen, wie das Land reagiert wenn sogenannte friedliche Demos in Gewalt umschlagen.
Ich frage mich auch wie es kommt das wir hier in Deutschland mit ca. 80 Mill. Einwohner genaus wissen wie sich ein Land mit mehr als 1000 Mill. Einwohnern verhalten soll. Ganz Europa hat nicht soviel Einwohner wie China.
Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es in China/Hongkong wäre, wenn Sie z.B. US amerikanische Verhältnisse hätten inklusive Waffenrecht.

Wie sich die Bilder gleichen

Gleichgültig in welchem Land und welcher Stadt, jeder sollte sich genau die Bilder dieser so genannten Friedens- und Demokratieaktivisten anschauen.

So viele uniformierte Studenten kommen mir seltsam vor. Wo haben die nur alle die gleichen Gasmasken und Helme her? Oder gibt es einen Zentraleinkauf für aktivistische Studenten?

Ins Abseits geschossen..

Jetzt haben sie's wirklich geschaft, diese "pro-democracy" Randalierer..

Allein die Forderung, dass alle 5 Bedingungen erfüllt sein sollen.. Ausgemachter Blödsinn. Warum? Nun, #2 der Forderungen ist, dass "die Protestierenden nicht als Randalierer/Aufrührer betitelt werden sollen" - Bei dem was die so treiben dürfte das schwer werden. Und dann #3, alle gefangen genommenen Protestierenden sollen freigelassen werden und begnadigt werden - Jungs und Mädels, ihr wollt nach all den Angriffen auf Polizei, Bevölkerung, und Einrichtungen einen Freifahrtsschein haben? Wo lebt ihr denn??

Also wenn die.. sagen wir mal, Idioten, nicht endlich an den Tisch kommen, wird das nix. Können Sie jetzt vermutlich aber nicht mehr, sie können ja nicht die ganze Meute enttäuschen, die ständig ruft, dass alle 5 Forderungen und nicht eine weniger erfüllt sein müssen.

Traurig. Verblendet.

Wie genau stellen sich die "Aktivisten"

eigentlich die von Ihnen geforderte Unterstützung der USA vor? Strafzölle? Handelskrieg? Einmarsch? Und was sagt der andere Teil der Bevölkerung dazu? Da geht's schließlich um mehr als ein paar tausend Demonstranten. Auch wenn die andern keine Flughafen oder S-Bahnen lahm legen und keine Molotowcocktails werfen- aber es gibt sie doch

20:46 von Kein Einstein

"So viele uniformierte Studenten kommen mir seltsam vor. Wo haben die nur alle die gleichen Gasmasken und Helme her?"

Möglicherweise ein Archivfoto.

18:12 von Nachfragerin

Ein Verfechter der Demokratie würde seine Ziele nicht mit Gewalt, sondern mit Demonstrationen durchsetzen wollen.
Den Vermummten auf dem Titelfoto einen Bezug zur Demokratie anzudichten, ist die typische westliche Berichterstattung, aber kein Journalismus.

Und ein Verfechter autoritärer und undemokratischer Regime, Fan von Putin und Konsorten, würde Demonstrationen verbieten und jedem, der sich gegen die Brutalität der Organe jener Regime schützt und wehrt, den Bezug zur Demokratie, die er selbst nur vom Hörensagen kennt und verachtet, absprechen.
Und hat von provozierter oder gerechtfertigter `Gewalt´ sicher noch nie was gehört.

Gegen das Völkerrecht

@ Jayray:
China will die Leute aus Hongkong. Deshalb ist auch noch nicht die Armee einmarschiert obwohl die Hongkonger weiterhin ihre Souveränität behaupten.

Nein, ein Einmarsch ist gegen das Völkerrecht und hat nichts damit zu tun, was China eventuell will.
Es ist außerdem das Menschenrecht der Bewohner von Hongkong, ihre Souveränität zu behalten.

Chinexit - zurück zu GB

Was ist, wenn sich die Bevölkerung von Hongkong in einer freien Volksabstimmung für einen Anschluss an Großbritannien auspricht? So zu sagen für einen "Chinexit"

@ hippojim

Dann hätten zwanzig Gelbwesten noch ihr Augenlicht und Tote hätte es auch nicht gegeben.

Hat es ja auch nicht. Oder können Sie Ihre Aussage belegen?

@ hippojim

Wer sich über seinen Werdegang/ Background informieren will:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=54741

Die Macher dieser Seite lassen sich von den staatlichen chinesischen Medienmachern am Nasenring durch die Manege ziehen.

hippojim schrieb (20:11)

"Die Gelbwesten würden eine Polizeibrutalität wie in Hongkong
begrüßen."

Wohl wahr!

Die Seite der Demokraten

Warum stellen sich die Polizisten nicht einfach auf die Seite der demokratischen Demonstranten? Wozu sollte man Erfüllungsgehilfe einer undemokratischen Obrigkeit bleiben?

@ 20:18 von Jayray

Die Volksbefreiungsarmee ist da schon seit 97 stationiert

Stellen wir uns vor....

..... in Deutschland würde die Tagesschau verboten, weil sie über Demonstrationen berichtet, obwohl laut Grundgesetz Pressefreiheit garantiert ist. Würden wir auf die Strasse gehen? Und wenn unsere Regierung aus russischen Marionetten bestünde, würden wir.....? Wenn oppositionelle Parteien verboten würden, könnten wir überhaupt noch unbehelligt demonstrieren? Wenn wir zu Fünft auf zwanzig Quadratmetern leben müssten, wenn unser Lohn für ärztliche Behandlung nicht reichte, wenn wir vor Smog nicht ohne Atemmasken auf die Strasse treten könnten..... was würden wir tun?
Ich habe beim Lesen der obigen Kommentare das Gefühl gewonnen, einige Trolle hier im Forum bräuchten dringend mal Kurzurlaub in Hongkong, um chinesische Gewaltherrschaft am eigenen Leibe zu erfahren.

@Sausevind 21.03

die Tage kam ein Bericht, dass die "Aktivisten" eine eigene Hymne komponiert haben, mit Video. Da saßen sie vermummt und mit Gasmasken im Orchestergraben. Die werden ja wohl keine Angst gaben, dass die Polizei mit Tränengas das Orchester stürmt. Gasmasken scheinen das must-have zu sein, wie ein modisches Accessoire. Sonst wärs wahrscheinlich nicht apokalyptisch genug?

19:12 von draufguckerin

Selbst in Deutschland vermummen sich Anti-KP-Demonstranten aus Angst und die deutschen Behörden dulden es, zurecht.

Da Kriminalisierungsargumentation ist vollkommen ausgelutscht. Nimmt man von den Demonstranten alle chinesischen Agent Provocateurs weg, alle sonstigen Gewalttäter, dann bleibt eine kritische Masse friedlicher Demonstranten übrig, die übertragen auf Deutschland ZIGmillionen wären. Die sollen jetzt ihre berechtigten Forderungen aufgeben und nach Hause gehen, wegen einer kleinen Minderheit und eingeschleusten Tätern?

Die Demonstranten fordern nichts anderes als die Einhaltung der chinesischen Verfassung, der Menschenrechte und der für China völkerrechtlichen bindenden Verträge. Da wird um nichts gebeten, da gibt es nichts zu verhandeln, da gibt es nichts nachzugeben.

Im übrigen, die Demonstrationen wurden genau ab dem Punkt radikaler, als die Polizisten zuschauten wie ein chinesischer Mob Demonstranten schwerverletzt ins Krankenhaus prügelten.

@21:41 von r0lt0

Stellen Sie sich vor..
... es gibt die propagierte "chinesische Gewaltherrschaft" nicht.
China ist sicher nicht perfekt, aber es macht doch mit den gegebenen Ressourcen und Problemen das beste daraus. Und, das werden Sie nicht glauben, das Leben auch für die ärmsten wird sogar immer besser. Nicht wie bei uns und unseren überschaubaren Problemen.

Ich möchte gar nicht wieder nach HK.. Ich verbringe meine Zeit in China gerne in Beijing, Hebei, Tianjin, Shandong, Jiangxi und Guangdong. Auch keinen Kurzurlaub, sondern mit meiner (chinesischen) Familie und Freunden. Ja, so aus dem echten Leben, nicht über 4 Ecken oder mal was von gehört. China ist mitnichten so, wie die Opportunisten es gerne darstellen.

21:41 von r0lt0

einige Trolle hier im Forum bräuchten dringend mal Kurzurlaub in Hongkong, um chinesische Gewaltherrschaft am eigenen Leibe zu erfahren.
.
sie leben in HGK ? waren wenigstens einige male dort ?
zugegeben, in China herrschen keine Freiheiten wie hierzulande
wobei es noch die Frage ist, ob das von den dortigen Bürgern gefordert !
Denke wenn die Bürger dort so unzufrieden mit ihrem Regierungssystem wären,
wie sie es hier darzustellen versuchen, dann gäbe es auch Demos in ganz China
nicht nur in der ehemaligen Kronkolonie der Briten

21:40 von Peter Goge

Warum stellen sich die Polizisten nicht einfach auf die Seite der demokratischen Demonstranten
.
warum ?
vielleicht empfinden die ihre "Obrigkeit" gar nicht so schlecht
wie man sie mit unseren westlichen Augen sieht ?

@draufguckerin - Die wenigsten Demonstranten sind vermummt.

19:12 von draufguckerin:
"Können Sie sich nicht vorstellen, dass die Vermummung aus Angst geschieht?"

Es ist wie bei jeder Demonstration: Von den zehntausenden Teilnehmern protestiert der Großteil völlig friedlich, während eine kleine Randgruppe Vermummter den Konflikt mit der Polizei sucht und natürlich auch findet.

Wer sich bewusst strafbar macht, vermummt sich natürlich aus Angst vor der Strafverfolgung. Umso trauriger ist es, dass die Berichterstattung genau dieser kriminellen Randgruppe ein Forum bietet.

Herrscht in Frankreich eine "ungerechte Regierungsform"?

@17:02 von das ding
Ich vermute, dass Sie da doch differenzieren wollen.

China könnte überdies durchaus ein Interesse an den "Zwei Systemen in einem Staat" haben.
Das gibt im Welthandel einige Vorteile. Vorbild, allerdings ein durchaus negatives, könnte zum Beispiel die City of London sein, die sich bekanntlich auch jeglicher "normaler" Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit entzieht. Damit aber im Welthandel eine Menge Vorteile für Spekulanten etc. bietet.

@Silverfuxx - Krawalltouristen

21:15 von Silverfuxx:
"Und ein Verfechter autoritärer und undemokratischer Regime, Fan von Putin und Konsorten, würde Demonstrationen verbieten [...]"
> Das Recht auf Demonstrationen beinhaltet kein Recht auf Gewaltanwendung und Vandalismus.

"[...] Und hat von provozierter oder gerechtfertigter `Gewalt´ sicher noch nie was gehört."
> Jede größere Demo zieht Krawalltouristen, die keine politischen Ziele verfolgen. So etwas ist weder provoziert, noch gerechtfertigt.

@22:00 von teenriot

Name ist Programm?

Selbst in Deutschland vermummen sich Anti-KP-Demonstranten aus Angst und die deutschen Behörden dulden es, zurecht.

Nein, es wurde nicht geduldet, denn bei uns gilt (wie HK) das Vermummungsverbot. Die Demonstranten _wurden_ aufgefordert die Vermummung zu entfernen.

Sie vermuten "Agent Provocateurs", weil es ihnen passt, das es sie gibt ist a) nicht bewiesen und b) warum distanzieren sich denn die anderen nicht davon? Nein, diese Chaoten _wollen_ Gewalt.. selbst der selbstherrliche Wong sagt das.

Die Krawallmacher wurden schon "radikaler" nachdem Lam nicht auf die absurden Forderungen einging. Die Polizei in HK hat alle Hände voll mit den Chaoten und _können_ nicht mehr überall sein. Inzwischen wurden auch schon mehrere Geschäfte überfallen (Juweliere). Alles völlig harmlos und total pro Demokratie.. sicher.

22:03 von LaoTuo

China ist mitnichten so, wie die Opportunisten es gerne darstellen.
.
ich denke man sollte ein Land und seine Lebensweise immer aus dem Blickwinkel
seiner Bewohner betrachten und nicht mit den Augen eines Außenstehenden
nicht der muß sich dort wohlfühlen, sondern der Bürger dort

Reisen bildet ...

Nur zu diesem Punkt. rOTTO schrieb (21:41)
".... in Deutschland würde die Tagesschau verboten, weil sie über Demonstrationen berichtet, obwohl laut Grundgesetz Pressefreiheit garantiert ist."

"... Gefühl gewonnen, einige Trolle hier im Forum bräuchten dringend mal Kurzurlaub in Hongkong, um chinesische Gewaltherrschaft am eigenen Leibe zu erfahren."

Wenn Sie Ihrer eigenen Reiseempfehlung folgten, könnten Sie feststellen, dass Sie die verbreitete, nicht gerade regierungsfreundliche South China Morning Post an jeden Kiosk unbehelligt kaufen können.

Man sollte der Polizei in Hongkong danken

Wenn die westlichen Medien die Demonstrationen in Hongkong so ignorieren würden, wie sie die Demonstrationen der Gelbwesten in Frankreich seit Monaten ignorieren, fänden die Demonstrationen in Hongkong wahrscheinlich schon gar nicht mehr statt.
Würden sich die Gelbwesten nur halb so Gewalttätig benehmen wie die Demonstranten in Hongkong, hätte die französische Polizei schon längst scharf geschossen. Die erschiessen ja sogar Menschen mit Gummigeschossen aus wesentlich harmloseren Gründen. Die deutsche Polizei hätte bei einem Sturm auf Kanzleramt oder Parlament, wie in Hongkong, mit Sicherheit ebenfalls scharfe Waffen eingesetzt.
Die Rücksichtnahme der Verantwortlichen in Hongkong ist vorbildlich!
Und in Europa undenkbar!

18:12 von Werner40

Demonstrationen für demokratische Grundrechte verdienen jede Unterstützung.
.
wer will da widersprechen ?
nur stellt sich für mich die Frage, wie hätten bei uns die Menschen reagiert
(nicht nur die Mächtigen)
hätte eine andere Kultur das vor 200 Jahren bei uns einführen wollen ?
und wer legt eigentlich die "menschlichen" Werte fest, die gelten sollen ?
ändert sich diese Wertewelt nicht über die Jahre ?

22:07 von Sisyphos3

<< 21:40 von Peter Goge
"Warum stellen sich die Polizisten nicht einfach auf die Seite der demokratischen Demonstranten"
.
warum ?
vielleicht empfinden die ihre "Obrigkeit" gar nicht so schlecht
wie man sie mit unseren westlichen Augen sieht ? <<

Ihr Lieblingsthema:
Die Gequälten wollen es doch so, fühlen sich doch wohl damit. In China hätten sie doch längst gegen die Unfreiheit und die Folter demonstriert, wenn sie sich nicht pudelwohl dabei fühlen würden.

Das haben Sie schon so an die hundert Mal geschrieben.

Aber auch in China tut ein Schlag weh.
Wenn Sie deren Passivität bezüglich Demonstrationen so deuten, dass die Chinesen einen anderen Körper, eine andere Psyche haben, dann ist das verbale Unterstützung der Menschenrechtsverletzung.

Sie wissen doch genau, was auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 passiert ist. Da WURDE demonstriert. Und es WAREN Studenten. Und es gab danach ein Massaker.

Offenbar haben Chinesen dann doch Körper und Geist, die wie du und ich fühlen.

21:52 von deutlich

"@Sausevind 21.03

die Tage kam ein Bericht, dass die "Aktivisten" eine eigene Hymne komponiert haben, mit Video. Da saßen sie vermummt und mit Gasmasken im Orchestergraben. Die werden ja wohl keine Angst gaben, dass die Polizei mit Tränengas das Orchester stürmt. Gasmasken scheinen das must-have zu sein, wie ein modisches Accessoire. Sonst wärs wahrscheinlich nicht apokalyptisch genug?"

An die Hymne kann ich mich erinnern, das mit dem Orchestergraben ist mir unbekannt.
Danke für den Tipp. Ich werd mal recherchieren.

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