Ihre Meinung zu: Kontrastmittel: Krankenkassen verschwenden Millionen

13. September 2019 - 16:37 Uhr

Mehrere AOK verschwenden offenbar Millionenbeträge bei Kontrastmitteln. Laut internen Unterlagen zahlen die Kassen in Sachsen und Thüringen vier Mal so viel für die Präparate wie andere Krankenkassen. Von Markus Grill.

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Kommentare

"Geschäftsgeheimnisse"?

"Die Kasse selbst will die hohen Preise auf Anfrage nicht kommentieren. Die "vereinbarten Konditionen unterliegen unseren Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen", teilt die AOK Plus auf Anfrage mit. Nicht einmal die Frage, wieviel Geld sie insgesamt im Jahr für Kontrastmittel ausgegeben habe, will die Kasse beantworten"

Ein Unding. Träger der gesetzlichen Krankenversicherung sind keine profitorientierten Privatunternehmen, sondern verwalten das Geld ihrer Mitglieder*. Und da weigern sie sich, die darüber zu informieren, was sie damit machen?

*Siehe auch krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/system-gesetzliche-krankenversicherung/Krankenkassen/ - Auszug: "Im Gegensatz zu den gewinnorientierten Versicherungsgesellschaften der privaten Krankenversicherung (PKV) sind gesetzliche Krankenkassen zur Kostendeckung verpflichtet. Sie finanzieren sich über die Beiträge ihrer Mitglieder".

5580 Euro für einen Materialwert

von 650 Euro für 157 Gramm Gadolinium pro Liter plus ein wenig Chemie...ganz schön teures Wasser zum Verdünnen genommen (Ironie)

Die Kassen verschwenden auch

Die Kassen verschwenden auch Millionen, um die Fließband-Bearbeitung in den Praxen statt individuelle Behandlungen zu fördern.
Also wen juckt's.

Faktenfinder

Ich würde mir wünschen das der Faktenfinder mal die von deutschen KKs gezahlten Summen pro Medikament mit dem anderer Länder vergleicht. Und wenn dabei herauskommt das in Deutschland viel mehr gezahlt wird wäre es nett herauszufinden warum das so ist.
Ich denke was hier gerade aufgedeckt wurde ist nur die Spitze des Eisbergs.

die kassen schmeissen auch viel geld raus

um abgehalfterte politiker/innen/diverse in ihren vorständen durchzuschleppen

Die Lobbyisten der Pharmaindustrie

Auch Vorstände der Krankenkassen erliegen der Aussicht auf lukrative Anschlussverwendungen.

Es wird hõchste Zeit,

dass Krankenkassen (notfalls haftet die Geschäftsleitung) für derartige Veruntreuungen belangt werden. Warum brauchen wir übrigens so viele Krankenkassen? 10 -20 würden vollkommen genügen.

Verschwenden?

Oder aber haben eine Abmachung und teilen sich den Gewinn nachher.

@22:19 von peter Schäfer

"Warum brauchen wir übrigens so viele Krankenkassen? 10 -20 würden vollkommen genügen."

Immer noch zu viele.

Und die Prachtbauten, die sich die Kassen leisten, könnte man in bezahlbaren Wohnraum umwandeln.

Spahns Reformgesetz

Es wird höchste Zeit, dass das von Jens Spahn geplante faire Kassenwahlgesetz kommt und die Ungerechtigkeit beim Risikostrukturausgleich ein Ende hat. Dann kehrt endlich Gerechtigkeit ein und die AOK Plus kann nicht weiter das Geld, das insbesondere von den Ersatzkassen kommt, verpulvern.
Viel Erfolg dabei Jens Spahn. Ziehen Sie es durch!!!!

Frage gibt es dort relavante Qualitätsunterschiede

Nur mal so aus Interesse würde glaube ich da gehöhren um dass Abschliessend bewerten zu können.
Soweit ich lese sind ja meist schwere Nierenschäden Folge von Komplikatinen mit Kontrastmitteln "Epidemiology and Prognostic Implications of Contrast-Induced Nephropathy" Nierenschäden bei bis zu 11% der Behandelten schwere Schäden aber selten.
Was mich also eher irritiert ist die Häufigkeit des Einsatzes von Kontrastmitteln. Soweit ich das aus Studien kenne ist der Erkenntnisgwinn bei Einsatz von Kontrastmitteln nur bei CT wirklich relevant, bei den meisten MRT sollte man davon absehen diese zu verwenden.
Wen ich hier die Zahlen sehe ist der eigendliche Skandal also, dass viel zu häufig Kontrastmittel eingesetzt werden. Weil das wäre eine ermeidbare Belastung der Gesundheit der Untersuchten!

Tranzperenz

Eigentlich sollte auch jeder Patient sofort mitgeteilt bekommen, wieviel die Krankenkasse für jegliches bezahlt hat.Vielleicht per Onlineaccount für jeden Kunden was ersichtliches anlegen?Von der Rentenkasse bekommt man ja auch jährlich eine Mitteilung und die wissen genauestens was eine eingezahlt wurde bzw. den Verlauf.

@22:54 von Hackonya2

"Eigentlich sollte auch jeder Patient sofort mitgeteilt bekommen, wieviel die Krankenkasse für jegliches bezahlt hat."

Das wurde schon öfters thematisiert und wäre auch richtig. Ist aber nicht gewollt, denn dann kann man ja z.B. Gespräche, die gar nicht stattgefunden haben (weil der Patient nur ein Rezept abgeholt hat), nicht mehr abrechnen. Deshalb haben auch einige Ärzte schon behauptet, dass Kassenpatienten mit den Abrechnungen überfordert seien.

Was ja auch zu klären wäre:

Was ja auch zu klären wäre: Sind die Kontrastmittel für 800€ genauso gut (z.B. in Bezug auf Verträglichkeit, Nebenwirkungen, Ergebnisse, etc.)? Weil gehen wir mal zu öffentlichen Ausschreibungen: Die billigste Tiefbaugesellschaft baut nicht unbedingt die besten Straßen etc. und man muss stetig nach bessern. Für mich wäre die einfachste Lösung: Die Ärtze kaufen das Mittel bei den Firmen ein, legen diesen Einkaufsgutschein vor und erhalten den Betrag erstattet + einen Bonus von 100€ wenn sie unter einer Summe X eingekauft haben. Wenn Sie dann mit den Firmen gefakte Einkaufsprotokolle erstellen sollten, sehen wir sie auf alle Fälle vor dem Kadi wieder, weil es Betrug ist. Sehe ich ja heute schon so: Ich kaufe etwas für 800€ ein was der Gesundheit der Bevölkerung dient und ziehe einen Gewinn von bis zu 3500€ aus der Abrechnung/ Weiterverkauf. Das ist Betrug am Sozialsystem.

Oh ha.......

In Deutschland sind Medikamente im Vergleich zu Europa am teuersten das hat aber rechtliche Gründe. Im ersten Jahr darf die Pharmaindustrie verlangen was sie will, erst danach gibt es Verhandlungen. Also alles klar.
Das wir zu viele Kassen haben, ist ja klar. Jede macht ihr Ding.

@23:38 von FreidenkerAD1

"Was ja auch zu klären wäre: Sind die Kontrastmittel für 800€ genauso gut (z.B. in Bezug auf Verträglichkeit, Nebenwirkungen, Ergebnisse, etc.)?"

Ja, sind sie.
Alle durchlaufen die gleichen Prüf- und Genehmigungsverfahren.

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