Ihre Meinung zu: Abkehr vom Atomabkommen: Iran geht weiteren Schritt

7. September 2019 - 14:15 Uhr

Erst die höhere Urananreicherung, dann das Überschreiten von zulässigen Mengengrenzen und jetzt schnellere Zentrifugen: Der Iran distanziert sich weiter vom Atomabkommen - und lässt doch noch Türen offen. Von Katrin Kleinbrahm.

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Kommentare

Wir haben's verstanden...

Dass der Iran nun auch keine Lust mehr auf das Abkommen hat, muss uns natürlich gleich doppelt dargelegt werden.

Sonst kämen Leser am Ende noch auf die Idee, dass der Ami der Bösewicht ist.

Atomabkommen

Das muss nicht sein und die Welt sollte froh sein ,für jedes Land was atomare Bewaffnung und atomare Stromerzeugung ablehnt ! Die atomaren Reste in Deutschland liegen in einem Salzstock da dringt seit Jahren schon Wasser ein ! Frankreich und England haben die Fässer mit atomarem Müll einfach im Ärmelkanal versenkt wo sie nicht nur rosten sondern durch die Strömung weltweit verteilt werden solange sie noch heil sind. Und wenn nicht,dann strahlen sie lustig vor sich hin. So wie die 5 U-Boot-Wracks aus Russland.Das Ganze ist einfach nur leichtfertig und hirnlos gemacht worden. Die Politik in allen Ländern , die mit Schuld daran trägt , macht wie immer nichts.

Wer hat denn den Vertrag gebrochen?

Anzuklagen sind die USA! Die EU-Staaten wären gut beraten, die USA mit Druck und Zielgeraden auffordern, den Vertrag wieder beizutreten! Erst danach könnte über Erweiterungen diskutiert werden! Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder tun und lassen kann, was er will? Den USA ist endlich die Stirn zu bieten, besonders von den Beteiligten der EU! Einfach beschämend für die Union!

Hat nicht die USA...

... die bestehenden Vereinbarungen zuerst gekündigt? Welchen Grund gibt es dann noch für den Iran, sich an - inzwischen nicht mehr existente - Vereinbarungen zu halten? Warum wird der Iran häufig als der Bumann dargestellt, obwohl es eben nicht der Iran war, der das Abkommen gebrochen hat?
Im Übrigen: Warum dürfen Länder wie USA, Russland, Frankreich und weitere Atombomben besitzen, andere Länder aber nicht?

Auf faire Behandlung zu bestehen ist nicht zuviel verlangt

„Erst die höhere Urananreicherung, dann das Überschreiten von zulässigen Mengengrenzen und jetzt schnellere Zentrifugen: Der Iran distanziert sich weiter vom Atomabkommen - und lässt doch noch Türen offen“

Nämlich die zur Rückkehr zu einem Abkommen, an das der Iran sich nachweislich gehalten hat, bevor es von den USA einseitig aufgekündigt wurde. Natürlich unter der Voraussetzung, dass sich dann alle Beteiligten daran halten:

„Bei alledem war es dem Iran aber wichtig zu betonen, dass man sich weiterhin von der IAEA kontrollieren lasse - auch das ist ein zentraler Punkt des Abkommens. "Die IAEA hat über die ersten beiden Maßnahmen berichtet und sie wird auch über diesen dritten Schritt im Bereich Forschung und Entwicklung berichten"/
„Überhaupt macht die iranische Führung immer wieder deutlich: Sämtliche Schritte ließen sich schnell wieder rückgängig machen, man könne jederzeit zu den Vereinbarungen des Atomabkommens zurückkehren. Voraussetzung allerdings sei, dass die Europäer (...)“

Vertragsverletzung?

Zitat aus dem Artikel:"Damit habe er den Atomvertrag verletzt, in dem nur 3,67 Prozent vereinbart seien."

Wie kann ein Vertrag verletzt werden, der aufgekündigt wurde? Etwas nicht existierendes kann nicht verletzt werden...

Iran aufhalten

Mal sehen, wie lange die USA und Israel sich die negative Entwicklung des Irans anschauen. Sie lassen sich nicht so leicht austricksen wie Europa.

Zynisch dem Iran vorzuwerfen, dass man sich nicht an das Abkomme

n hält:
"Außerdem habe der Iran die maximal zulässige Menge an Vorrat angereicherten Materials von 300 Kilogramm überschritten. "
In dem Abkommen ist geregelt, dass dem Iran dieses Material abgenommen wird.
Das ist nicht mehr der Fall. Also überschreitet der Iran zwangsläufig die vertraglich festgelegte Grenze.

Beunruhigend ist, dass wohl ohne eine Rückkehr der USA zu den Vertragsbedingungen oder wenigstens eigenständiges Handeln der übrigen Länder die Gefährdung des Friedens in der Region zunimmt.

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