Ihre Meinung zu: Die AfD und der Wunsch nach Bürgerlichkeit

3. September 2019 - 13:47 Uhr

Neben anderen Parteien reklamiert auch die AfD für sich, eine bürgerliche Partei zu sein. Aber was soll das eigentlich genau bedeuten? Und steht die AfD tatsächlich für bürgerliche Werte? Von Patrick Gensing.

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Kommentare

Björn Höcke

und sein "Flügel" werden nicht dafür sorgen, dass die AFD-Wähler alle zu Faschisten werden.
Wenn er wirklich an die Macht will, muss er einfach öfter mal die Klappe halten, sonst verprellt er die große Mehrheit der Mitglieder und Wähler.
Mit seinen extrem rechts stehenden Anhängern kommt er nicht weit, denn dafür sind und bleiben es zu wenige.
Entsprechend wird er in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, oder eine liberalere Strategie fahren.

Wunsch nach Bürgerlichkeit ...das kann man so...

vielleicht für sich proklamieren, aber unter den gegebenen Bedingungen und bei dem Klientel um das es hier geht ist dieser Anspruch doch nur allzu vermessen.

Solange der völkische Einfluss eines

engstirnigen Neonationalismus nicht ganz klar raus ist, ist nix mit bürgerlich, allenfalls spießbürgerlich und biedermeierlich.

Die AfD ist eindeutig

Die AfD ist eindeutig neoliberal. Da sich gleich zu gleich gern gesellt, ist es nur eine Frage der Zeit, wann eine Koalition mit der CDU/CSU ins Haus steht (Sachsen ?). Der Citoyen dürfte in den " bürgerlichen" Parteien schwer zu finden sein.
Der Bourgois dagegen ist hier vorherrschend: Hauptsache der Rubel rollt.

Alles andere als bürgerlich

Die AFD ist alles Andere als Bürgerlich. Alles was einen Bürger ausmacht geht diese Partei ab: Mitmenschlichkeit, Verantwortungsbewustsein, Aktive Teilnahme am/für das Algemeinwohl, Bekenntniss zum Grundgesetz....die Liste ist lang, sehr lang.

Es ist eine Schande und ein

Es ist eine Schande und ein Schreckgespenst, dass eine Pseudopartei achtzig Jahre nach den schwersten Menschenrechtsverbrechen dieses Jahrhunderts, die diese schwersten Menschenrechtsverbrechen bagatellisiert und sogar verleugnet, überhaupt wählbar ist und ... als Schlimmstes ... in Bund und Ländern sitzt.

Mir zeigt das eines ganz deutlich:

Um politische Bildung hat sich die Politik am allerwenigsten gekümmert.

Wählerbeschimpfung

Es ist nicht sachdienlich, nach dem Wahlkampf in den Medien weiter selbsternannte Experten eine Wählerbeschimpfung vortragen zu lassen.

Fakt ist: jeder vierte Wähler hat in Brandenburg und Sachsen die AfD gewählt. Als Anhänger anderer Parteien kann man das enttäuschend finden. Aber dann sollte man zur Einsicht kommen, dass die eigene Politik nicht attraktiv für diese Wähler ist.

Wahlen zeichnen sich durch Wettbewerb aus. Wenig attraktive Inhalte werden nicht gewählt. Und weder Medien noch Parteifunktionäre haben die Deutungshoheit, was für Wähler attraktiv ist. Das entscheiden diese ganz für sich.

Die inflationäre Verwendung von "populistisch", "rechtsextrem", "Pack" oder "Nazi" führt dabei zu einer Abstumpfung. Wenn ein Viertel der Wähler so tituliert wird, dann erfüllt sich, was Björn Höcke gesagt hat: "Das interessiert [...] keinen Menschen."

Die afd ist eine

Die afd ist eine bürgerfeindliche Partei.

Sie diffamiert offen unsere Demokratie, verleumdet unseren Rechtsstaat und lehnt unser System mitsamt seiner Infrastruktur ab.

Sie möchte unsere bügerliche Freiheit umbauen und durch die Umbauprozesse abschaffen.

Das ist das Gegenteil von bürgerlich.

Das ist monströs.

Wenn bürgerlich, dann wohl eher kleinbürgerlich

Kleine Leute, die mit ihren Problemen alleine gelassen wurden und einfach einen Partei suchen, die sich ihrer Probleme annimmt. Oder so tut.

Das Personal der AfD im Osten ist alles andere als klassisches Bürgertum. Bei dem Spitzenpesonal der AfD haben wir den Kleinbürger, der zu wenig Intellekt besitzt, um sich eine vielschichte Ideologie zu zimmern. Er, der Ost-Funktionär, vermute ich mal als These, will auch seine Ideologie. Sie darf aber nicht zu viele Gedanken, zu viele Ebenen haben.

Wenn in Milos Formas Film "Amadeus" der wenig Musikverständige Kaiser Mozart lobt, aber von "zu vielen Noten"sprach; so braucht der Funktionär es ebenfalls einfach.

Und da bietet sich das völkische an

Dabei wollen AfD Wähler anderes: Schutz vor einer neuen Kultur, die aus dem Nahen Osten und Nordafrika scheinbar unaufhaltsam in ihr Land strömt. Und selber Perspektive.

Das völkische nimmt er notgedrungen in kauf.

NIcht harsche Kritik an etablierten Politikern führt zur AfD, sondern deren Ignoranz!

in keinster Weise

ist die AfD eine bürgerliche Partei.
Erstens nicht in ihren gesellschaftstheoretischen Grundlagen: die Gewaltenteilung in der Demokratie wird kaum akzeptiert, sondern verzerrt zu einem "Rechtsstaats"-Begriff, in dem das Wesen dieses Rechtsstaats eine ungehindert agierende Exekutive ist, Legislative und Judikative werden als eher hinderlich wahrgenommen. Law-and-Order-Gesellschaft anstatt staatsbürgerlicher Grundsätze.
Und zweitens schon gar nicht in ihrem Auftreten. Schmähung, Beleidigung und Verächtlichmachung von ganzen Gesellschaftsgruppen, nationalistischer und eben auch offen rassistischer Wortschatz, die Nicht-Anerkennung der Menschenwürde für jeden einzelnen Menschen, die Missachtung des Diskriminierungsverbots - wie soll das denn mit dem Label "bürgerlich" in Einklang zu bringen sein?
Nur weil man ständig behauptet, eine demokratische Partei zu sein, wird man es noch lange nicht.

ich kann es nicht mehr hören,

dass sich viele hinstellen und was erzählen von "ich habe die AfD aus protest gewählt, weil ich den etablierten mal zeigen wollte, dass es so nicht geht." ultrarechte parteien, deren spitzenkandidaten einen teufel tun und sich von ihren früheren nazi-umtrieben distanzieren, wählt man nicht aus "protest", sondern aus purer (rechtsnationaler) überzeugung.

wie sehr die propaganda der rechten schon verfangen hat, sieht man an der wählerwanderung, hin zum übel. zeit aufzuwachen, bevor es zu spät ist.

Was ist für die AFD bitte

Was ist für die AFD bitte "konservativ"? Die AFD Wähler, wie ich sie einschätze, mögen den Wert heimatlicher Kultur sicher vertreten sehen, aber sie sind vor allem gegen das System althergebrachter Politik. Wenn die AFD Regierungsbeteiligung will, würde das genau wie bei den Linken bedeuten, dass sie irgendwann etabliert sind, d.h. systemtreu.

Die momentane Politik - mitsamt verfassungsgemäßer Treue gegenüber dem kapitalismus - ist für mich eine Diktaktur und zwar der Reproduktion unzulänglicher, seit der Aufklärung überholter Anschauungen über zB die Bedeutung der Arbeit (die ja nur sein soll, damit Geld gemacht wird). Nun will ich euch nicht übermässig strapazieren, aber wer nach Alternativen fragt, die habe ich und Kommunismus ist es sicher nicht. Weil das auch eine Diktaktur gewesen ist.

Bürgerliche Grundwerte

Die in dem Artikel beschworenen Werte Liberalität, Toleranz und die Individualrechte sind nicht grenzenlos. Auch die verfassungsmäßig garantierten Grundrechte können aufgrund von Gesetzen eingeschränkt werden und sind regelmäßig auch gegen die Grundrechte anderer abzuwägen. Darüber, wo genau die Grenzen zu ziehen sind, sollte eine politische und juristische Debatte möglich sein, ohne daß man denjenigen, die diese Debatte wünschen, die Bürgerlichkeit abspricht, nachdem man sich endlich gegen die Einsicht nicht mehr sträuben kann, nicht alle AfD-Wähler pauschal als Nazis diffamieren zu können.
Ich bin der Auffasung, daß weder Liberalität noch Toleranz zu einem Ausarten in wahllose Beliebigkeit führen dürfen. Und es gibt kein individuelles Recht darauf, in einen ganz bestimmten Staat einwandern zu dürfen.

Ach, macht doch noch mehr Werbung für die AfD

Und dann wundert man sich über den Zulauf.

Rechts, sogar Rechtsradikal ist für etliche nichts Schlechtes, für manche etwas Gutes.

Das ist nicht anders, als bei Links und Linksradikal oder Islamismus und IS. Manche finden es toll und ergötzen sich an solchen Analysen.

Was soll das?

"Der Soziologe Heinz Bude sagte im Deutschlandfunk, die Grünen seien heute die wahre bürgerliche Partei. Sie zögen ein gebildetes Publikum an, darunter auch viele Frauen. Wer grün wähle, befinde sich oft in einer guten beruflichen Position und habe nicht selten Familie. Auch eher klassische Indikatoren der Bürgerlichkeit, etwa Abitur und ein gewisses Bildungsniveau, fänden sich bei den Wählern der Grünen wieder. "
Bin ich also nicht gebildet, bin keine Frau, wähle nicht grün, habe keine gute berufliche Position und habe keine Familie, so bin ich also mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bürgerlich - welch ein Unsinn!!!

Bürgerlich oder nicht,

die Rechtspopulisten und Faschisten der afD sind die letzten, welche die asoziale Politik von cdU/csU und sPD zum Positiven hin ändern würden. Im Gegenteil.

Nicht Demokratisch

Die AFD ist keine bürgerliche oder konservative Partei. Sie ist eine rechtsnationalistische Partei, mit viele Verbindungen in Rechtsradikalen Lagern. Die Wähler der AFD wissen darum, deshalb empfinde ich sie nicht als besorgte oder Protestwähler, sondern sie wählen genau das was die AFD täglich uns vorführt. Eine feindlich demokratische Partei, mit bizarrer Persönlichkeiten. Die Politik und die Gesellschaft sollte nicht die Augen davor verschließen, die Wähler als rechtsnationalistisch zu sehen.

Belege bitte einfügen!

Zitat: ""Das beinhaltet auch Toleranz gegenüber anderen Meinungen und Lebensweisen", betonte Brodocz im MDR. Das sei bei der AfD nicht so ausgeprägt."

Und wo genau soll die "Toleranz" der AfD "gegenüber anderen Meinungen und Lebensweisen" nicht "so ausgeprägt" sein?

Kann das Hr. Brodocz auch einmal begründen/belegen?

Richtig ist, dass die AfD als einzige konservativ-liberal und patriotische Partei die wesentlichen Positionen der grünlinken Altparteien von CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke und FDP im Wesentlichen als groben Unfug und als irre ansieht.

Zu meinem Toleranz-Begriff gehört es aber nicht, jeden Unfug gutzuheißen. Die Altparteien können gerne so viel Unfug von sich geben, wie sie sollen. Goutieren werde ich diesen Unfug noch lange nicht!

A propos ... Toleranz ggü. Andersdenkenden: die AfD ist bekanntlich die Partei, die am häufigsten vom politischen Gegner physisch angegriffen wird. Wo bleibt da die "Toleranz"?

Die afd vertritt keine

Die afd vertritt keine politischen Themen.

Die interessiert die gar nicht.

Die afd ist nur an der Zersetzung unseres demokratischen Gesellschaftsrahmens interessiert.

Und der steht nicht zu Debatte.

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