Ihre Meinung zu: Brandenburg und Sachsen: Viele fühlen sich als Bürger zweiter Klasse

1. September 2019 - 8:09 Uhr

Wirtschaftlich geht es den Menschen in Brandenburg und Sachsen nach eigener Einschätzung gut. Trotzdem fühlen sich viele gegenüber dem Westen benachteiligt. Wie ist die Stimmung zur Wahl in den beiden Ländern? Von Holger Schwesinger.

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Kommentare

Fühlen?

Echt. So langsam reicht es mir.
Wegen der Gefühle wird in diesem Land ständig ein Fass aufgemacht.

Was tat man nicht alles wegen der "gefühlten Sicherheit". Nix was wirklich einen Ort sicherer gemacht hätte, aber Hauptsache man "fühlt" sich besser.

Dann gibt es noch welche, die haben Angst vor der Überfremdung. Auch nur ein Gefühl. Man "fühlt" sich fremd im eigenen Land etc. Und auch hier ein Tamtam.

Und jetzt noch "gefühlte Bürger 2. Klasse".

Sind das eigentlich immer die gleichen Personengruppen? Vielleicht sind das einfach besonders sensible Leute oder so. Keine Ahnung.

Aber wie wär es mal mit Denken statt fühlen?

Niemand wird sich vom Selbst-in-die-Luft-Sprengen abhalten lassen, weil da Leute mit Waffen rum laufen. Keine Angst vor Bombe aber vorm Erschossen werden oder was?

Wenn man Menschen als Menschen sieht, dann sind wir alle gleich und keiner ist fremd.

Und Bürger 2. Klasse. Ja dann - abgesehen vom oberen 10% sind wir das alle. Akzeptieren. Weitermachen!

Bitte nicht rechts wählen

Wenn wir hier in Sachsen den rechten Populisten auf den Leim gehen, dann bringt uns das nichts, die tun nämlich nachher nichts für uns. Es kostet uns aber das Vertrauen und die Solidarität der liberal und vernünftig denkenden Bürger in den westlichen Bundesländern. Rechts spaltet nur, das ist aber der falsche Weg.

Es würde schon weiterhelfen

Es würde schon weiterhelfen wenn man den Menschen einfach mal zuhört und ihre Probleme ernst nimmt. Sie als rechtes Pack zu beschimpfen, ihnen zu erklären das die Probleme alle nur gefühlt sind und sie in einer Blase leben, hilft niemanden weiter. Die Menschen im Osten sind nun mal kritischer was Medien und Politik betrifft, sie haben in 40 Jahren Sozialismus gelernt alles zu hinterfragen. Erst wenn Politik und Medien begreifen das man mit Theatervorführungen im Osten nicht weiter kommt werden sie die Menschen erreichen.

Die halbe Wahrheit ist die schlimmste Lüge...

Was fehlt in der "Reportage"...richtig: wenigstens eine angedachte Ursachenbenennung. Wie immer wird akribisch aufgerechnet wer was wählt, wenn morgen die Sonne scheint. Die Ursache für die Unzufriedenheit ist aber auch soziale Ausgrenzung und Armut. Jedes 5. Kind im Osten ist arm, die Arbeitslosigkeit ist deutlich höher als im Westen der Republik und alle relevanten Führungspositionen in Politik und Wirtschaft sind zu rd. 80 % mit "Westdeutschen" besetzt...30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Ostdeutschland ein territoriales Gebilde, wo bestenfalls Spreewaldgurken als Errungenschaft in den Westen geliefert werden. Der Laden wird den politisch Verantwortlichen und den Wirtschaftslenkern um die Ohren fliegen, wenn nicht endlich die sozialen Ungerechtigkeiten abgebaut werden, das gilt übrigens auch für den Westteil der Republik.

AfD

Ich komme aus Hessen, einem eher wohlhabenden Bundesland. Aber die bisherige Landes-bzw. Bundespolitik frustriert mich zusehends. Gerade Grüne, CDU als auch (die abgehängte ) SPD stehen für mich für Demokratie, die auf Linie gebracht wird und in der andere Meinungen schnell als rassistisch, undemokratisch und rechtslastig angesehen werden. Allein, weil ich Merkels Willkommenspolitik oder die Erhöhung des Rüstungsetats ablehne, allein das ist heute schon gefährlich zu äussern, ohne als Nazi beschimpft zu werden. Ich wünsche mir ein gutes Abschneiden der AfD. Weil ich sie zukünftig auch wählen werden. Fathaland slim, was meinst Du dazu:-)?

Wirtschaftlich mag es in Sachsen...

... Gut aussehen. Aber zu was für einen Preis? Die Löhne sind teils bedeuutend niedriger, als z. Bsp. in den alten Ländern. Die Preise im Alltag, wie Energie, viel höher. Das macht die Menschen unzufrieden. Die sächsische Politik hat die niedrigen Löhne bisher immer verteidigt. Selbst bei ihren Beamten versuchten sie verfassungswidrig zu sparen. Unter Milbradt, Tillich. Sowas treibt die Leute in solch extreme Populistengruppen, wie einer sog. Alternative, sogar in die noch extremeren "Supporter", die teils vom VS überwacht werden. Naja, Kretzschmar hat ja Veränderungen versprochen, teilweise wird ja auch schon was gemacht. Z. Bsp. Sicherheit. 1000 Polizisten mehr, die dennoch nach dem Kahlschlag unter Milbradt und Tillich, nicht reichen werden. Vor 2025 gibt's die 1000 mehr nicht, Ausbildung in mehreren Jahrgängen. Und, in Pension Gehende werden wohl immer noch nicht abgedeckt. Schnell mal backen kann man auch nicht einen Polizisten. Dennoch, ich wähle weder schwarz noch blaubraun

Was heißt "fühlen sich"?

Erinnert sich niemand mehr an den Fall von 2010?
Eine Bewerberin bekam ihre Bewerbung mit der Anmerkung "Ossi" zurück.

Sie hatte wegen Diskriminierung geklagt und verloren, weil "Ossi" keine Ethnie ist und daher die Bezeichnung als solche kein Rassismus und keine Diskriminierung.

Jetzt fragt man sich, wie viele Bewerber werden mit derselben Begründung abgelehnt, bekommen es aber nicht mit, weil es schon selten blöd ist sowas auf eine Bewerbung zu schreiben und diese zurück zu schicken.

Diskriminierung von Rechts

Wenn die Rechten die Wahl gewinnen, dann befürchte ich Diskriminierung für alle Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist doch klar, wenn man in die deutsche Geschichte guckt. Liebe Wähler, spielt nicht mit dem Feuer.

Damit habe ich kein Problem!

Zitat: " Der Aussage "bei bestimmten Themen wird man heute ausgegrenzt, wenn man seine Meinung sagt" stimmen 64 Prozent der Brandenburger und 69 Prozent der Sachsen zu. Von den AfD-Anhängern sind es fast alle."

Damit habe ich kein Problem!

Erstens, kann ich aufgrund meiner AfD-Symathie nicht gefeuert werden, da der Schaden, den meinen Geschäftspartner entsteht größer ist als mir, der ich jederzeit überall und im Ausland ein berufliches Betätigungsfeld finde.

Und das ständige "Nazi", "Rassismus", "Rechtspopulismus"-Geschrei kann sowieso kein intelligenter Mensch ernst nehmen, zeugen all diese "Nazi-Nazi"-Schreier nur ihre eigene Argumentelosigkeit und geistige Armut.

Oder um es mit dem großartigen Klonovsky zu sagen:

"Wer heutzutage in einer politischen Debatte den Begriff "Nazi" gegen wen auch immer ins Feld führt, ist aus ethischer Sicht ein Lump, aus historischer Sicht ein Verharmloser, aus intellektueller Sicht eine Null."

Großartig!

Das Sein bestimmt das Bewußtsein.

30 Jahre nach der Wende bekommen Ostdeutsche noch immer nur 75% des Gehaltes eines im Westen Deutschlands Beschäftigten. Wenn man nun noch bedenkt, das es auch Im Osten Beschäftigte gibt, die Lohn/Gehalt auf Westniveau beziehen (z.B. Beamte und Angestellte), bekommt der normale Arbeiter vielleicht noch nicht mal 70%. Bei gleichen Fixkosten und Kosten für Essen und Trinken bleibt dann häufig kaum noch etwas für Kultur, Sport, Bildung, Urlaub und den kleinen Luxus. Daher die Unzufriedenheit. Daher auch das Gefühl abgehängt zu sein. Daher das Gefühl gegenüber den Migranten benachteiligt zu werden. Daher der Frust gegenüber "denen da Oben!"
Nur wer gibt schon offen zu, das es ihm finanziell schlecht geht. Da werden halt andere Frustgründe genannt und proklamiert, wie zum Beispiel die Migration.

Ein Zitat aus Keinohrhasen

Ein Zitat aus Keinohrhasen passt da vielleicht am besten, um die Situation der Menschen zu beschreiben, die sich selber als 2. Klasse sehen.

„Kein Typ auf der Welt kann dich glücklich machen, wenn du es nicht schon vorher bist! Du musst dich selbst drum kümmern, dass du glücklich wirst. Das ist purer Egoismus, wenn du den ganzen Tag frustriert Zuhause rumsitzt und du von jemanden anders erwartest, dass der dich permanent glücklich macht“

Selbst-Bemitleidung

Wie müssen sich denn die Leute im Ruhrpott vorkommen? Auch dort gibt es nach der Kohle-Förderung Gescheiterte. Ja, stimmt, auch da gibt es viele AfD-Wähler. Aber anstatt sich aufzuraffen aus Hartz IV jammern die Leute und rennen jedem x-beliebigen Rattenfänger nach. Hatten wir doch vo 33 genauso schon mal. Ich plädiere in Sachsen mal für eine AfD-Regierung, auf dass die Unfähigkeit dieser Partei offensichtlich wird. Was werden die schaffen? Macht die Augen zu, dann seht ihr's. Ein klares Signal kommt aus dem Landtag von BW - nur päffen, nur Geplänkel und dann verbotene Parteispenden oder auch mit Gold spekulieren. Mehr und mehr entpuppt sich diese Partei als verlängerter Industrie-Zweig. Sie fordern alles, was für die Industrie profitträchtig ist: Mehr Kohle-Förderung, längere Atom-Laufzeiten, soziale Dinge Nein danke usw.

Irgendwie ist der Artikel schon schlüssig ...

Viele Bürger in den genannten Bundesländern fühlen sich ausgegrenzt und/oder als Bürger 2. Klasse ... soweit die Umfrage.

Für mich stellt sich jetzt allerdings die Frage, ob dieses Gefühl auch schon derart ausgeprägt war, BEVOR sich die Betroffenen zur AfD bekannt haben.

Bei uns auf der Arbeit ist es jedenfalls ganz offensichtlich: Wer zur AfD steht, hat es schwerer, bzw. wird auch ausgegrenzt.

Die Lösung liegt also auf der Hand ;-)

Widerspruch ist Ausgrenzung?

Bei der Aussage "bei bestimmten Themen wird man heute ausgegrenzt, wenn man seine Meinung sagt" muss man zur Einordnung natürlich berücksichtigen, dass sich der Vernetzungsgrad durch die sozialen Medien erheblich erhöht hat.

Die meisten Personen konnten früher ihre Meinung nur mit begrenzter Reichweite z.B. im Sportverein oder im Familienumfeld äußern. Bekamen sie dort Widerspruch, dann von bekannten Personen.

Damit umzugehen war einfacher, als wenn zuvor unbekannte Menschen plötzlich in großer Zahl unter die eigenen (vielleicht unabsichtlich viral gegangenen) Social-Media Beiträge kommentieren.

Dieser Widerspruch ist auch praktisch nicht mehr konstruktiv aufzulösen - seltenst entwickelt sich daraus eine Diskussion durch die Leute ihre Meinung ändern, sondern meistens geht es nur um das Abstecken und Bekräftigen der Positionen. Insofern kann ich verstehen, dass der Eindruck der Ausgrenzung entstehen kann.

Viele fühlen sich als Bürger zweiter Klasse

Die rundumsorglos Mentalität der DDR ist im Osten teilweise Kulturgut gebleiben.
Viele der Anpacker und Selbstmacher haben in den Westen "rübergemacht" (schon vor und vor allem nach der Wende). Die verbliebenen suhlen sich zum Teil in dem Gefühl zu kurz gekommen zu sein.
Kümmerer der "A"fD haben mit denen leichtes Spiel.
Es ist immer mühsam, wenn man den Hund zum Jagen tragen muss. Diesbezüglich haben die etablierten Parteien z.T. massi versagt.
Nicht beim Tragen - beim Erklären und motivieren.

Deutschland neu Denken!!!

Das sich viele Menschen in Mitteldeutschland als Bürger zweiter Klasse fühlen, ist sicherlich nur ein Aspekt. Vielmehr haben die Menschen das Gespür, dass sich in den letzten Jahren einiges in Deutschland vollkommen falsch entwickelt hat. Deshalb werden am heutigen Sonntag viele Ihr Kreuz bei der AfD machen und das nur bedingt durch Protest. Im Übrigen gibt es auch eine große Anzahl von Bürgern in den westlichen Bundesländern, die mit der Politik der Merkel Regierung nicht einverstanden sind, nur sie schweigen.

Politik wir zu stark vom Westen bestimmt..?!

Und woher bitte kommt Frau Merkel..?!?

Sie hat den Niedergang unserer Demokratie aktiv begleitet.

Zudem ist es klar, dass die alte BRD nun Mal in allen Belangen größer und besser war.

Es gibt sehr viele aus den Ostdeutschen Bundesländern, die was aus sich gemacht haben. Es gibt sogar ein paar hidden Champions. Und in Leipzig boomt es.

Es liegt also vor allem an den Menschen vor Ort selbst, wie stark man ist und wie sehr man Politik und Wirtschaft mit gestaltet.

Durch das Wählen der AfD oder der Grünen sicher nicht.

Die westliche Gesellschaft bietet weder Sinn noch Sicherheit

Der Pfarrer, Lehrer und Leiter der Sächsischen Zentrale für politische Bildung Frank Richter hat es in einem Spiegelinterview auf den Punkt gebracht.
"Die westliche Gesellschaft bietet weder Sinn noch Sicherheit. Die herrschende Ökonomie wirkt verunsichernd. Sie ist nicht nur sinnlos, sondern frisst auch die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit.“
Das ist zwar kein Grund, die AfD zu wählen. Die CDU ist aber auch kaum besser!
Richtig ist es aber trotzdem und trifft auf die gesamte Bevölkerung zu. Nicht nur auf die im Osten.
Und gegen solche Zustände bietet keine Partei irgendeine Lösung an. Eigentlich wollen es die Politiker noch schlimmer treiben mit Globalisierung und rücksichtslosem Weltausplündern.
Der einzige Lichtblick wären die Linken, die aber ohne Wagenknecht auch nur noch ein Abziehbild sind.

Trotzdem ist es kein Grund,

Trotzdem ist es kein Grund, eine so zukunftsfeindliche Partei wie die Afd zu wählen, die einfach aus Prinzip gegen alles sind und bei so entscheidenden Themen wie dem Klima schlicht die Wissenschaft leugnen.
Natürlich muss für Gleichberechtigung aller Bürger gesorgt werden.
Die Afd tut das jedenfalls nicht und unterstützt eher die Reichen.
An der Stelle der abgehängten würde ich da schon eher Links wählen.

gefühlt

wie soll man sich als Bürger 1 ter Klasse fühlen, wenn man "trotz Meinungsfreiheit"
niedergeknüppelt - mit Wasserkanonen- und Pfeffersprays daran gehindert wird.
Ich glaube, das Gelächter von Walter Ulbricht
aus der Urne zu hören.

Brandenburg und Sachsen: Viele fühlen sich als Bürger zweiter Kl

An dieser Selbsteeinschätzung wird sich vermutlich auch in den nächsten 30 Jahren nichts ändern.

Das sich AfD-Anhänger ausgegrenzt fühlen ist mir - ehrlich gesagt - gänzlich schnuppe.

Was soll man noch sagen?

Nach dem vorläufigen Ende im Tagebau Jänschwalde sieht doch jeder klar und deutlich wer das sagen hat. In dem Fall die "Deutsche Umwelthilfe" zu wieviel Prozent aus Westdeutschen bestehend?
Da darf man auf 18 Uhr gespannt sein.
Aber auch nur wenn es nicht zu viele grüne Wahlhelfer gibt die dann noch Wahlfälschung für die "besseren Menschen",im konkreten Fall für die Grünen, betreiben. So jedenfalls die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam zur Kommunalwahl 2019 in Brandenburg.

Warum ist das so?

Statt - wie in Sachsen - die Straßen mit tausenden Wahlplakaten zuzumüllen, sollten sich die um ihre Stimmenverluste bangenden Parteien einmal kritisch hinterfragen, warum das so ist;
warum es überhaupt so eine immer stärker werdende AfD gibt;
warum viele Bürger einfach nur noch aus Protest wählen; und, und,und!
Sicher spielt die verfahrene Flüchtlingspolitik eine Rolle - aber das ist es es bei Weitem nicht allein.
Die Bürger sind es einfach leid, mit beispielloser Ignoranz und Bürokratie von Denjenigen, die gewählt wurden, nach den Wahlen einfach nicht mehr ernst genommen zu werden.
Und da fragen sich die Bürger natürlich auch, ob die für Eigenwerbung verschleuderten zig Millionen Euro nicht besser in Pflege, Altenheime, Schulen, Straßen usw. zu investieren wären.
Aber diese Versprechen stehen nur bis zur Wahl auf den Plakaten - und sind dann schlagartig vergessen.
Und das z. B. sind die Hauptgründe für Protestwahlen oder Wahl-Verdrossenheit!

Handwerker aus meinem

Bekanntenkreis schäumen regelmäßig - und das zu Recht -, wenn sie hören, dass jährlich Milliardenbeträge für die Alimentierung von Asylbewerbern ausgegeben und sie gleichzeitig so geschröpft werden, dass von den Einnahmen einer Meisterstunde nur noch lächerlich wenig übrig bleibt. Wie sollte man da die Regierungsparteien wählen, die genau das zu verantworten haben?

Ostdeutsche in Führungspositionen: Frage

Vor ein paar Tagen wurde berichtet, dass nur sehr wenige DAX-Vorstände und keine Hochschulrektoren aus den neuen Bundesländern kämen und das als Beleg einer Zeitklassigkeit gesehen.

Dazu mal eine Frage an die Kommentatoren hier: Denkt ihr, dass die Identität eine Voreingenommenheit mit sich bringt und Übervorteilung der anderen Gruppen zur Folge hat?

Konkret:

- Denkt ihr, dass Angela Merkel als Ostdeutsche für Westdeutsche schlechtere Politik macht?

- Denkt ihr, das von der Leyen an der Spitze der EU eine Politik für Deutschland zu Lasten der anderen Staaten machen wird?

- Fühlt ihr euch als Mann schlechter vertreten, wenn euere Bundestagsabgeordnete eine Frau ist oder als Frau, wenn eurer Landtagsabgeordneter ein Mann ist?

usw. Ich frage deshalb, weil es in Brandenburg ja auch das Paritätsgesetz geben soll, dass in Zukunft den Landtag möglichst auf 50/50 Frauen und Männer bringen soll und das ja gewissermaßen analog zu "Ostdeutsche" und "Westdeutsche" ist.

"AFD-Wähler fühlen sich ausgegrenzt"

Meine Meinung dazu: Wer AFD wählt, grenzt sich selber aus. Wer sich zuvor ausgegrenzt fühlte und gerade deshalb AFD wählt, trennt sich endgültig von der Gesellschaft, die ihn angeblich ausgrenzt. Die (globale) Gesellschaft wird sich aber wegen ihm und den anderen AFD-Wählern nicht ändern. Es gibt keine andere.

Wer also (wieder) anerkannter Teil der Gesellschaft und nicht länger ausgegrenzt sein will, der muss für sich selbst aktiv werden und sich die notwendige Anerkennung erarbeiten. Aktiv werden (mitten) in dieser Gesellschaft. Das wird er nicht können, wenn er sich den Extremisten und Rassisten am rechten Rand andient und passiv darauf wartet, dass (ausgerechnet) diese Chaoten ein Wunder geschehen lassen.

Es gibt „schlaue“ Sprüche zu dem Ganzen. Einer lautet: „Wer Wind säht, wird Sturm ernten.“ Der andere (von einem Stimmzettel aus der Schweiz 1874): „Nur die allergrößten Kälber wählen ihre Metzger selber.“

rer Truman Welt

Na ja, was sagen solche Umfragen wirklich aus? Selbst wenn mit einer solchen Fragestellung Vergleichszahlen mit westlichen Bundesländern herangezogen würden, wüsste ich nicht, inwieweit das tatsächlich was eigentlich aussagn würde. Die 5 Neuen Bundesländer haben ein grundsätzliches gemeinsames Merkmal: ehemalige DDR und wie auch immer geführt, dennoch eigenständig - also mal so betrachtet -. Jetzt sind sie Teil eines wesentlich größeren Ganzes. Da geht Aufmerksamkeit gefühlt verloren. Dann der Nachholbedarf, der in diesen 30 Jahren auch so ein Image geprägt hat - "handycaped people". Das beeinflusst die Gefühlslage wohl signifikant - denke ich -.
Wenn ich jeweils eine Grundgesamt aller Rentner, Alleinerziehende, Single Haushalte oder Familien mit 3 und mehr Kindern in ganz Deutschland befragen würde, ob sie sich im Vergleich zu anderen Volksteilen benachteiligt fühlten, tippte ich auf einer höheren Unzufriedenheit. Deshalb werden sich diese Zahlen wohl auch kaum stark ändern.

Dass sich afd-Anhänger

Dass sich afd-Anhänger "ausgeschlossen und benachteiligt" fühlen, ist eher ein sozialpsychologisches Phänomen: Wer in der eigenen Weltsicht und beim eigenen Menschenbild völkisch-nationalistisch und fremdenfeindlich ist, braucht dafür eine möglichst scham- und schuldfreie Begründung vor sich und anderen: das Benachteiligt-und-ausgeschlossen-Syndrom ist eine sekundäre als Rechtfertigung benötigte Strategie, um sich als Opfer zu generieren, wo man eigentlich Täter ist.
Die politische Komponente ist sehr grundlegender Natur: Wir stehen mit den Entwicklungen in der Informationstechnologie, künstlichen Intelligenz und Biotechnologie global vor so großen Umwälzungen, dass die Grundstrukturen unserer bisherigen Erwerbsarbeitsgesellschaft radikal verändert werden (müssen): rückwärts- und sicherheitsorientierte Menschen reagieren mit (oder werden verführt zu) Angst und Panik: zukunfts- und kreativitätsorientierte Menschen reagieren mit Veränderungsideen; das unterscheidet auch pParteien.

@tisiphone 8.34

"Akzeptieren. Weitermachen!"
Mit genau dieser Aufforderung kann man Wahlen gleich ganz abschaffen. Klingt von einem demokratietheoretischen Standpunkt aus betrachtet eher suboptimal, meinen Sie nicht?

ausgegrenzt oder zurückgelassen?

ich hatte vor knapp drei jahren mein aha-erlebnis. zwei klassentreffen in kurzer zeit, einmal abiklasse und einmal einschulungsklasse. das war ein unterschied wie tag und nacht. beim abitreffen war kaum noch jemand in unserem ostdeutschen landkreis wohnhaft, vll ca. 15-20 prozent, beim grundschultreffen waren es weit mehr als die hälfte. und auch die themen waren unterschiedlich, beim abitreffen gute gespräche über alle möglichen themen, beim grundschultreffen hatte man das gefühl, bei ner afd-wahlveranstaltung zu sein. gut, war halt auch 2016, da hatten bei uns im heimatdorf noch alle angst vorm syrer, der mordend und vergewaltigend durch die straßen zieht. gekommen ist nie jemand. man hatte aber auch irgendwie das gefühl, dass sich viele der alten einschulungsfreunde zurückgelassen gefühlt haben, ich kann das schlecht beschreiben, so als ob sie einen 'loser'-stempel hätten. was natürlich blödsinn ist aber vll kommt daher auch eine gewisse unzufriedenheit, keine ahnung.

Wischi-Waschi...

“ich habe das Gefühl, abgehängt zu sein!“
Dieses Gefühl dürften hierzulande mindestens gleich viele Menschen haben. Was überhaupt nicht hinreichend deutlich zur Sprache kommt: Womit sind diese Unzufriedenen in Sachsen bzw. in Brandenburg denn so unzufrieden? Flüchtlinge...?
Wenn ein AfDler das sagt, kann man eh nichts drum geben - wer sollte dessen meist verqueren Ideen auch ernst nehmen: Das sind “Berufs-Unzufriedene“.
Kultur und Mentalität sind unterschiedlich. Wer könnte sich darüber wundern, nach der politischen Vergangenheit? Das an- oder auszugleichen wird nochmal mindestens 1-2 Generationen brauchen.
Unzufriedenheit, weil meist Westdeutsche in Führungspositionen sind? Ein Filmbericht über eine mittelständische Firma in Sachsen(?) offenbarte, dass sich die dortigen Mitarbeiter nicht nach einer Führungsposition sehnten... Sie fühlten sich an ihrer Position wohl. Einzelfall??

“Uns geht es gut, aber wir sind nicht zufrieden!“
Da muss man etwas drüber grübeln...

@tisiphone, 8:34

Das war ein flammendes Plädoyer für die Vernunft, das ich so gerne unterstütze. Allerdings habe ich Zweifel, ob das nur eine Frage des Willens ist. Wir alle leben doch in unserer gefühlten Realität. Und wenn es Menschen nicht gut geht, weil sie starke Gefühle von z.B. Angst oder Wut haben, kommt das vernünftige Denken manchmal nicht mehr richtig durch - ohne bösartige Absicht.

Mir leuchtet auch nicht ein, warum die Angst vor Fremden in manchen Gegenden so hoch ist, obwohl es dort so wenige ‚Fremde‘ gibt. Oder eben das Gefühl der Benachteiligung, wo die Lage von vielen für recht gut gehalten wird.

Vielleicht dringen manche Infos einfach nicht durch, weil das Misstrauen in die Quellen so groß ist und über politische Fragen schwerer offen gesprochen werden kann. Von einem Kollegen habe ich vom Großwerden in Thüringen nach 1990 gehört. Letztlich sei Misstrauen vor Bespitzelung oder Verrat bis in die Familien spürbar gewesen.
Spielen hier DDR-Diktatur-Erfahrungen noch heute eine Rolle?

um 08:42 von Sturmtief

>>Allein, weil ich Merkels Willkommenspolitik oder die Erhöhung des Rüstungsetats ablehne, allein das ist heute schon gefährlich zu äussern, ohne als Nazi beschimpft zu werden. Ich wünsche mir ein gutes Abschneiden der AfD. Weil ich sie zukünftig auch wählen werden. Fathaland slim, was meinst Du dazu:-)?<<

Tschuldigung, ich bin nicht Fathaland Slim, habe aber dennoch eine Meinung zu Ihrem Post. Wenn Ihnen statt der Willkommenskultur von Frau Merkel die "absaufen, absaufen"-skandierende AfD-Klientel näher steht, dann müssen Sie damit zurecht kommen.

@tisiphone 8:34

Viele dieser Rechtswaehler sind Protestwaehler weil sie sich von der Politik vernachlaessigt fuehlen. Sie sind anders von den normalen AFD Waehler die in einer Realitaet Leben wo Klimawandel nicht existiert und Rechtsterrorismus nicht Deutschlands groesste Terrorismusgefahr ist. Ich nehme es denen nicht uebel wenn sie von Politik uebergangen wurden. Hier und da kommen von der Ostgrenze Einbrechergangs rueber. Bus kommt nur selten an unmoeglichen Zeiten. Zug faehrt seit 10 Jahren nicht mehr. Aertzte gehen in Rente und finden keine Nachfolger. Diskriminierung von Westlichen Arbeitgeber gibt es auch noch. Viele CDU Waehler entweder sind alt oder wollen nicht AFD haben, also stirbt CDU in Sachsen langsam an Natuerlichen folgen des Alters, ebenso war es unter CDU/SPD das all die dinge verschwanden. Junge waehler die Kommunismus nicht erlebt haben und Links waehlen sind oft in den Westen oder Ausland gegangen fuer Arbeit und Studium. Der Osten ist Alt.

@Tada: "Ossi" Bewerbung

Stimmt, vielleicht werden Bewerber wegen ihrer Herkunft aus den neuen Bundesländern abgelehnt. Aber genauso ist erwiesen, dass auch Bewerber häufiger abgelehnt werden, die Kopftuch tragen, die einen "nicht-deutschen" Namen haben oder eine Frau in einem Alter sind, die vielleicht demnächt Kinder bekommen könnte.

Die Antwort darauf ist eine ganz einfache: Anonyme Bewerbungsverfahren. Bin ich sofort dafür und dabei!

Michael Kretschmer CDU, Ministerpräsident in Sachsen,

Malu Dreyer SPD, Ministerpräsidentin in Rheinland Pfalz und Winfried Kretschmann Grüne, Ministerpräsident in Baden-Württemberg gehören zu den Politikern mit einer sehr hohen Akzeptanz bei den Bürgern. Aus diesem Ergebnis der oben genannten Analyse, könnte, so meine ich, auch abgelesen werden, das sich die Politiker von der AfD in den neuen Bundesländern gut um ihre Wähler kümmern konnten.
Unbedingt an der Theorie der „abgehängten Ossis“ festzuhalten, was den Wähler per se schon als Bürger abwertet, empfinde ich für Wert neu zu überdenken. Denn die drei oben genannten Politiker zeichnen sich durch einen hohen Einsatz für Ihre Bürger und sehr emphatische Persönlichkeit aus. Authentisch und offen für die Sorgen der Bürger ist vielleicht für den Wähler viel entscheidender als z.B. diese politische Haltung nach der Wahl in Görlitz, zwar gefeiert und als Erfolg demonstriert: „ Alle gegen (AfD)Einen“ gewonnen zu haben, aber die eigene politische Agenda von links bis rechts dabei geopfert.

08:41 Wiederstand jetzt

Das sehe ich komplett anders: niemand beschimpft jemanden als"rechtes Pack", wenn er/sie sich nicht so benimmt. In den 40 Jahren DDR mag bei einigen die Kritikfähigkeit und die Fähigkeit zum Hinterfragen geschult worden sein: Bei anderen ist eher die "Fähigkeit", totalitäre Weltsicht und Sündenbockgenerierung als Strategien zu entwickeln, geschult worden. Wo ist denn die Kritikfähigkeit, wenn in den östlichen Bundesländern mit einem muslimischen Bevölkerungsanteil im untersten einstelligen Prozentbereich (2%!) Menschen mit Islamfeindlichkeit und Neonazi-Ideologie von Höcke und Co sich verführen lassen? Widerstand (ohne "e") braucht es gegen diese neuen Volksverführer, und das geht in Demokratien auch über die Wahlurne.

Umdenken notwendig

Ich persönlich freue mich darüber wenn die AfD bei den Wahlen durchstartet und erhoffe mir dadurch ein Umdenken in der meiner Meinung nach viel zu laxen Asylpolitik bei den „Etablierten“. Grüße aus UK

Viele Bürger im Osten fühlen

sich somit als Bürger zweiter Klasse, so die Feststellung der o.g. Befindlichkeit einiger Ostdeutscher. Ok.
Mit der Wahl von AfD werden sie jedoch weder auf Dauer diese Eigenwahrnehmung ihres Status los, noch werden solche Bürger in ihrem angeschlagenen Selbstbewusstsein den Respekt von ihren Mitbürgern im eigenen Bundesland erlangen noch im Rest der Republik. Im Gegenteil die Divergenz von Eigen- und Fremdbild wird eher noch wachsen. Dieses Drittel lebt in einer reaktionären, nationalistischen Echokammer, die Ihnen die Sicht auf die phantastischen Chancen, die dieses Land, die Wirtschaft, der Bildungssektor und die Technologien für sie bereit hält, komplett verbaut wie auch Ihre Teilhabe an dem Aufbruch in ein menschlicheres, ökologischeres und innovatives 21. Jahrhundert. Mit der Wahl der AfD zurück ins letzte Jahrhundert !
Na dann.... Deshalb müssen sich aber die restlichen 70 % nicht immer mit dieser lamoryanten Minorität beschäftigen. Das hängt mir offen gesagt zum Halse raus

Ach so

dann schafft man sich Menschen 3. Klasse damit man dann auch mal auf anderen rumtrampeln darf?

um 09:04 von vriegel

>>Und woher bitte kommt Frau Merkel..?!?<<

Aus Hamburg. :-)

In Sachsen

wurde schon èinmal eine politische Wende eingeleitet. Warum nicht wieder?

AfD Wähler

Sicherlich sind viele der Wähler Bürger die Protest ausdrücken wollen. Dies ist anders als an der Wahlurne auch nicht mehr akzeptiert möglich... es sei denn man möchte als nazi beschimpft werden. Und wenn ich aus tiefer Überzeugung diese sog. Flüchtlingspolitik ablehne dann wähle ich die Partei von der ich meinen Willen umgesetzt bekomme. Und da gibt es nun wirklich keine Alternative.

Jammern...

...auf hohem Niveau?
Liest man den Artikel von Herrn Schwesinger, erschließt sich mir trotz allen Bemühens die“Grundunzufriedenheit“ der Mehrheit dieser Menschen nicht so recht.
Was erwartet man konkret? So weit ich das mitbekommen habe, war Merkels Politik einer der Hauptgründe, weshalb die AfD gerade in Sachsen so stark wurde; sie hatte 2015 die Grenze geöffnet, mit allen Konsequenzen, die bekannt sind.
Davon liest man im besagten Artikel aber kein klares Wort.

@08:42 Sturmtief

Niemand bezeichnet Sie als rassistisch oder undemokratisch oder als Nazi, wenn Sie gegen Merkels Flüchtlingspolitik sind oder die Erhöhung des Rüstungsetats sind (gegen die schleichenden Verschärfungen in der Flüchtlingspolitik und gegen Rüstungsetaterhöhung bin ich übrigens auch...); aber Sie müssen ertragen, dass nicht jede*r Ihre Meinung teilt und müssen sich der Diskussion stellen wie andere auch: und genau das vermisse ich bei vielen, die so tun, als würde ihnen gleich "mit der Nazi-Keule" begegnet - das ist bei vielen schlicht der Versuch, sich argumentativen Diskursen selbst zu entziehen.
Und da, wo tatsächlich Neonazi-Gedankentum, -Weltsicht und -Rassenideologie auftauchen, ist es wichtig, das auch so zu benennen.

08:41 von Wiederstand Jezt

"Die Menschen im Osten sind nun mal kritischer was Medien und Politik betrifft, sie haben in 40 Jahren Sozialismus gelernt alles zu hinterfragen."

Ich sehe sie nicht als "kritischer" an.
In DDR-Zeiten haben sie entweder alles mitgemacht: waren in der Partei, schickten ihre Kinder zu den Jungen Pionieren und später zur FDJ, auch wenn sie selber mit dem Staat nicht einverstanden waren.

Oder sie lehnten das System ab und standen auch dazu, waren also NICHT in der Partei.
Das waren aber nur ein paar Prozent.

Gerade noch war das Dritte Reich, ein paar Jahre später war es Kommunismus, und die meisten waren sofort "Kommunisten" nach außen hin.

Als meine Familie dann im Westen war, und ich ab und zu in die DDR fuhr, herrschte die "Meckerkultur" bereits. "Deine Klamotten, die haben wir hier nicht, kannst du uns die nicht schicken?"
Wir schickten, aber der Neid auf den Westen war enorm.

Und der ist geblieben bis heute.

Gefühlte Bedrohung

@ Widerstand jetzt:
... ihnen zu erklären das die Probleme alle nur gefühlt sind und sie in einer Blase leben, hilft niemanden weiter.

Nein, natürlich hilft das nicht. Die meisten rechts-reaktionär eingestellten Leute leben aber eben tatsächlich in einer Filterblase aus gefühlter Bedrohung und Ausländerfeindlichkeit.

@08:34 von tisiphone: Gefühltes BlaBlaBla

Ich kann ihrem Kommentar nur voll und ganz zustimmen. Auch mir geht dieses ganze von den Rechten inszenierte Gefühlte Blablabla auf die Nerven.

Aber es wirkt bei den Abgehängten und schlichten Gemütern und die wählen dann die Rechtsextremisten, obwohl es ihnen unter einer rechtsextremen Regierung viel schlechter gehen würde als heute.

Meine "schönste" Erinnerung an eine Diskussion "Warum wählen Sie AfD" ist von vor der Bundestagswahl, als ich auf einer AfD-facebookseite das Wahlprogramm der AfD diskutierte. Ich fragte eine der "Nur noch AfD"-Posterinnen was sie denn von den Ideen der AfD zu Rente, Arbeitslosengeld, Alleinerziehenden usw. hielte.
Nachdem ich das dritte Mal fragte und nichts kam, wollte ich wissen, warum sie denn AfD wählt.
Antwort: "Weil das die einzige Partei ist, die gegen Ausländer ist. Was die sonst noch wollen ist mir egal."
Damit dürfte sie bis auf wenige Ausnahmen, den durch typischen AfD Wähler vertreten.

Schlimm,was hier zum Teil geschrieben wird ...!!!

Bürger zweiter Klasse, wer hat eigentlich dieses Wortkonstrukt erdacht? Vermutlich die gleiche Klientel, die Kritik an bestehenden Zuständen unreflektiert und reflexartik in die rechte Ecke rückt oder gleich mit der Nazikeule platt macht. Wie bequem, gar nicht erst nach Antworten suchen zu müssen. Man nennt das Ganze dann Wutbürger,Abgehängte, Bürger zweiter Klasse. Schon mal ansatzweise darüber nachgedacht, das es vielleicht die Bürger 1.Klasse sind, die aus ihrer Sattheit und Bequemlichkeit heraus nicht spüren, das der Boden auch unter ihren Füßen zu bröckeln beginnt? Rein wirtschaftlich geht es auch den Bürgern der 2.Klasse recht gut, doch zumindest erinnern sich viele an die Endzeitstimmung der ehemaligen DDR und sie empfinden heute Parallelen zu damals, die den Altbundesbürgern aus dem offenkundigen Desinteresse an der DDR erst bewust werden, wenn sie unübersehbar geworden sind. Der Kopf stinkt zuerst- die politische Sensibilität der Ossis ist diesbezüglich deutlich ausgeprägter !

09:09 von Hallelujah

Auch bei uns in Sachsen - Anhalt gab es in der Altmark Wahlbetrug. Ich hätte es bis zu diesem Zeitpunkt nicht für möglich gehalten, kommt aber anscheinend des öfteren vor. Habe aber selbst gesehen, daß es den Wahlhelfern sehr einfach gemacht wird.

@ WiderstandJetzt um 8.41 Uhr, Zustimmung

"Es würde schon weiterhelfen, wenn man den Menschen einfach mal zuhört und ihre Probleme ernst nimmt" - genauso ist es. Verunglimpfungen als "rückständig" oder "gefühlt fremdenfeindlich" helfen nicht weiter.

Es gab und gibt spezifische Probleme in den Gebieten an der östlichen Staatsgrenze, mit denen die Menschen dort jahrelang alleingelassen wurden. Der Staat, die Ordnungsbehörden, wurden von den Innenbehörden ausgedünnt und haben die Menschen dazu gezwungen, ihren Schutz und die Vertretung ihrer Rechte selbst in die Hand zu nehmen. Man lese einmal den Artikel im Spiegel "Zum Plündern freigegeben" aus 2012.

Nun kommt die Energiewende dazu, was für viele den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten wird. Damit droht die Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz vieler Familien.

Wer das hier im Westen nicht begreift und als Antwort nur akademische Predigten über Weltoffenheit und und grüne Ideologie anbieten kann, der hat nichts verstanden.

Schlechter Einfluss

Ich fände es extrem schlecht, wenn die AfD und extrem rechte Konsorten wie Bernd Höcke mehr Einfluss auf die Politik erhalten würden.

Warum?

Die einen sagen, man fühlt nicht nur so, sondern es sei real so. Da werden die allein erziehenden Mütter genannt. Die Mütter also, die überdurchschnittlich oft eher im Osten denn im Westen von den Männern alleine gelassen werden. Aber die Politk ist schuld? Wie genau jetzt? Oder die Migration sei ein großes Problem! Dass die Zahlen gemessen an der Gesamtbevölkerung gerade im Osten verschwindend gering sind, ja mei, wird einfach ignoriert. Aber die Politik ist schuld! Und die Medien, da sind wir im Osten wegen unserer Vergangenheit ja einfach nur kritischer als die Wessis, die dem Mainstream einfach obrigkeitshörig alles abkauft. Najo, und im gleichem Moment teilt man den nachweislichen Fakebeitrag der AfD auf Facebook. Und so geht das mit jedem Themengebiet der ach so gefühlswählenden Menschen weiter und weiter und weiter. Beim besten Willen, das passt alles nicht zusammem! Mich persönlich nervt diese Gefühlsduselei und ihr Einfluß auf die Realpolitik. Wird Zeit für mehr echte Realität

lustig, oder eher wohl doch traurig

Wozu braucht ihr bei der Tagesschau eigentlich Umfragen? Warum seht ihr euch nicht mal die Länder an? Ihr werdet feststellen, das die wirtschaftliche Lage ein Witz ist.
Besonders schön kann man das um Erfurt betrachten (Das ist zwar Thüringen, aber die gleiche Situation), ein Großlager am andern Fiege, Mediamarkt /Saturn, Red Coon, KNV, Zalando usw. Die Löhne in solchen Unternehmen liegen gerade so, dass man als Single nicht mehr aufstocken muss. Wir sind genügsam im Osten, wenn wir nicht mehr auf´s Amt latschen müssen, um unser Leben gestalten zu können, schätzen wir unsere Lage als gut ein. Das ist zwar Selbstbetrug aber nicht strafbar und Geschehnisse, wie die Insolvenz bei KNV können uns nicht mehr schrecken. Wer mehr verdienen will, fährt weiterhin zum Arbeiten in den Westen.
Meine Großmutter ist kurz nach der Wende mit 89 Jahren gestorben. Einer ihrer letzten Sätze war: "Ich bin jetzt das 5. mal enteignet worden."

Das Problem ist schon älter..

Man hat die Wiedervereinigung zu schnell durchgezogen, ohne die neuen Mitbürger in Schulungen und Arbeitskreisen darauf vorzubereiten, was auf sie zukommt und was sich für sie ändert!

Außerdem wurden wir nie gefragt, ob wir die Widervereinigung so wollten oder ob nicht Oskar Lafontaine mit seiner Kritik nicht doch recht hatte..

Irgendwie fast lustig

Sich über die Dominanz der Wessis im Osten zu beschweren und dann eine vollständig westlich dominierte Partei wählen.

Aber es geht da ja nicht um Fakten sondern immer nur um Gefühle. Darauf kann jeder beliebig spielen, der keine Skrupel hat, genau das zu seinem Vorteil zu tun.

Dass Demokratie eben nicht heißt, seinen Lieblingsdiktator zu wählen, der dann alles für einen tut, verstehen immer mehr Menschen offenbar nicht.

@Hallelujah, 09:09

„[...] Da darf man auf 18 Uhr gespannt sein.
Aber auch nur wenn es nicht zu viele grüne Wahlhelfer gibt die dann noch Wahlfälschung für die "besseren Menschen",im konkreten Fall für die Grünen, betreiben. So jedenfalls die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam zur Kommunalwahl 2019 in Brandenburg.“

Eine kühne Behauptung mit der Wahlfälschung. Ich kenne den Fall, den Sie meinen, nicht. Aber als Beleg für die Zukunft taugt er jedenfalls nicht.
Wer da Bedenken hat, sollte die Chance nutzen, bei der Auszählung dabei zu sein. Das ist öffentlich - jede(r) kann zusehen, solange der Prozess davon nicht gestört wird. So ist das demokratisch transparent - und angesehen davon aus mal interessant zu sehen.
Falls Sie dann Beanstandungen haben, können Sie ja regulär Widerspruch einlegen.

um 09:07 von Michi1110

>>“An der Stelle der abgehängten würde ich da schon eher Links wählen.“<<

Vielleicht führen Sie dann auch mal aus was unseren Bürgern „blühen“ würde wenn diese, wie Sie es Vorschlagen, Nachfolge-SED Partei wählen würden? Obwohl? Einen Teil davon haben die ja hautnah erleben dürfen (ex DDR). Grüße aus UK.

Am 01. September 2019 um 08:58 von LifeGoesOn

" Bei uns auf der Arbeit ist es jedenfalls ganz offensichtlich: Wer zur AfD steht, hat es schwerer, bzw. wird auch ausgegrenzt. "

Ihr Satz würde bestätigen was bei Umfragen herauskommt, das es um Meinungsfreiheit schlecht bestellt ist, und wer anderer Meinung ist wird benachteiligt.

Also lieber nichts sagen und sich zu nichts bekennen in der Öffentlichkeit, so wie früher im Osten ?.

Es wäre manchmal wünschenswert, das Menschen die die gesamte DDR erlebt haben, auch die Artikel schreiben würden.
Die jetzigen vollmundigen Erklärungen warum sich wie verhalten wird, sind manchmal schon ein wenig schräg.

Und wir werden ja erleben was heute dabei herauskommt, und welche Voraussagen und Prognosen nun stimmen.
Und nach der Wahl wird dann schnell wieder ruhig werden, weil sich im Prinzip nichts ändern wird, auch an der Politik nicht.

Viele Bürger sind im Osten Bürger zweiter Klasse

Viele Bürger von Ostdeutschland werden den Rückstand aus der DDR-Zeit nie aufholen, weil Westdeutschland immer einen Schritt weiter ist. Das wirkt sich sowohl beim Vermögen, als auch bei den Renten aus. Und dann kommt noch dazu, das viele Bürger ein geringeres oder kein nennenswertes Einkommen haben, weil die Wirtschaft im Osten nur sog. Billigarbeitsplätze anbietet.

Dann wählt halt AFD!

Probiert's halt aus und wählt die AFD: Sollen sie halt mal irgendwo die Regierungsverantwortung übernehmen und den Karren an die Wand fahren (Den mehr als "Ausländer raus" und "Alle Wölfe totschießen" schreien können sie nicht). Aber BITTE, liebe AFD-Wähler in Sachsen und Brandenburg: Wenn es soweit ist, gebt nicht wieder "dem Westen" die Schuld für die Misere! Und ganz nebenbei: In Westdeutschland steht man den Medien unkritischer gegenüber, weil unsere Medien seit 1945 frei und unabhängig waren und sind. Wenn ich lese, das die Bürger des Ostens hinsichtlich des kritischen Blicks auf die Medien im Vorteil sind, muss ich mir an den Kopf tippen: Weil man in einem System mit gelenkten Systemmedien aufgewachsen ist, ist man in einem System mit freier Presse und Berichterstattung kompetenter darin, die Medien dafür zu kritisieren, das sie kritisch berichten? Also, mal im Ernst...

SOLI-LÜGE

Um den Osten wirtschaftlich aufzubauen wird der SOLI erhoben. Es wäre interessant zu erfahren, wieviel von dem SOLI tatsächlich in den wirtschaftlichen Aufbau geflossen sind. Stirbt die Wirtschaft in den Orten, wandert die Bevölkerung ab. Seit fast 30 Jahren wird die Bevölkerung in diesem Punkt von der Politik belogen und betrogen, indem der SOLI als Steuer deklariert wird.

@ zefix, um 09:07

Beschreiben Sie doch einmal genauer, bei welcher Gelegenheit “man“(!) ...niedergeknüppelt wurde, und wie “man“ seiner Meinungsfreiheit Ausdruck verliehen hat.
Vielleicht verwechseln Sie Meinungsfreiheit mit etwas anderem.

Und Walter Ulbrich dürfte sich eher sein spärliches Haupthaar raufen...

AfD-Anhänger-ausgegerenzt=AfD-Anhänger

mehr muss man nicht sagen. Fühle ich mich ausgegrenzt werde ich AfD-ler, bin ich AfD-ler werde ich ausgegrenzt.
Man muss den Leuten in Ostdeutschland zugute halten, dass sie ca. 40 Jahre nicht denken mussten/durften. Das hat der DDR-Staat für sie gemacht. Nach der Wende haben die meisten sich an die neue Situation gewöhnt (Selbstinitiative), aber eben ein Teil der Bürger nicht.
Das wird auch noch einige Jahre so bleiben.

@derdickewisser

Es wäre schön, wenn in Deutschland endlich verstanden wird, dass man die Kampfbegriffe der AfD hinterfragen muss. Dann erledigen sich die Probleme mit dem Verein nämlich von selbst.

Wer bekam das Geld, das wegen der Flüchtlinge ausgegeben wird?
Und jetzt nicht irgendwelche zusammengetackerten Fälle fabulieren.

Fakt ist:
Die Flüchtlingskrise war für die deutsche Wirtschaft eine Subvention unter dem Marketingslogan: wir sind die Guten und helfen.

Beispiele:

Bauzaunvermietung: die Nachfrage explodierte - die Preise auch.

Sicherheitsfirmen, Caterer (große für Massen von Menschen) etc konnten richtig gut Geschäfte machen - und machen sie noch heute.

Menschen konnten Buden vermieten, die kein Deutscher mieten würde (Toilette 4 Etagen tiefer).

Rechtsanwälte in der Massenverwaltung verdienen sich ne goldene Nase - für 2 Standardbriefe in 6 Monaten 500 Euro.

Etc Etc!!!!!

Und all die vermeintlichen oder echten Probleme - die gab es vor 2015 auch!

Aber hey- das ist komplex!

Ich freue mich schon auf den

Ich freue mich schon auf den Katzenjammer bei den etablierten Parteien.
Geblendet von der eigenen Arroganz und Selbstherrlichkeit wird man natürlich alles richtig gemacht haben, man muss den Abgehängten lediglich die eigene und somit einzig richtige Politik zukünftig besser vermitteln....

Irgendwie will jedoch nicht passen, dass die Abgehängten und diejenigen, die noch keine Demokratie gelernt haben, laut Bildungsmonitor 2019 den ersten Platz belegen...

@09:13 von derdickewisser: Was von einer Meisterstunde übrig

Ihnen ist aber schon klar, dass, wenn kein einziger Flüchtling hier wäre, trotzdem kein Rentner, kein Hartz IV Empfänger und auch kein Handwerksmeister auch nur einen Euro mehr in der Tasche hätte.

Denn niemand in der Regierung käme auf die Idee die Sozialleistungen zu verbessern oder die Abgaben zu senken, wenn keine Flüchtlinge hier wären.

Die einzigen, die im Falle, dass sie die Regierung stellen würden, etwas ändern würden, wäre die AfD. Sie würde die Sozialleistungen und die Renten drastisch zusammenstreichen, um dann die Steuern für die Reichen zu senken. Davon hätte dann der Handwerksmeister auch etwas, denn seine Angestellten müssten sich z.B. gegen Arbeitsunfälle oder Arbeitslosigkeit selbst versichern und für ihre Rente privat vorsorgen. Der Meister wäre von den Sozialbeiträgen befreit.

@ 08:52 von berelsbub

"Ein Zitat aus Keinohrhasen passt da vielleicht am besten, um die Situation der Menschen zu beschreiben, die sich selber als 2. Klasse sehen.
„Kein Typ auf der Welt kann dich glücklich machen, wenn du es nicht schon vorher bist! Du musst dich selbst drum kümmern, dass du glücklich wirst. Das ist purer Egoismus, wenn du den ganzen Tag frustriert Zuhause rumsitzt und du von jemanden anders erwartest, dass der dich permanent glücklich macht“"

Fantastischer Spruch.
Das kann man dann allen Armen dieser Welt von Afrika bis Indien an den Kopf klatschen.
Ist doch egal, daß du am Verhungern bist, wenn du was essen willst mußt du dich selbst drum kümmern, sei doch einfach glücklich.
Man sollte vielleicht nicht Zitate aus zweitklassigen Filmen, produziert von drittklassigen Schauspielern als geistreiche Formulierung nutzen.

@derdickewisser, 09:13

„Handwerker aus meinem
Bekanntenkreis schäumen regelmäßig - und das zu Recht -, wenn sie hören, dass jährlich Milliardenbeträge für die Alimentierung von Asylbewerbern ausgegeben und sie gleichzeitig so geschröpft werden, dass von den Einnahmen einer Meisterstunde nur noch lächerlich wenig übrig bleibt. [...]“

Bei allem Respekt, ich zweifle daran, dass das Schäumen gerechtfertigt ist. Der Blick auf die deutschen Haushalte (Bund & Länder) zeigt doch, dass viel Geld in Rente und andere Sozialleistungen geht, der Anteil für Asyl aber begrenzt ist.
Abgesehen davon kommen diese Ausgaben schnell wieder im Wirtschaftskreislauf an, im Handel und z.T. auch bei Handwerkern, die z.B. Unterkünfte errichtet haben oder Instand halten.

Nun ja

Wie diskutiert man mit linken Ideologen...? es ist nämlich kaum noch zu vermitteln, was dieser politisch linke und orchestrierte Gesamtplan für Europa generell und für uns in Deutschland speziell bedeutet. Noch sind wir zwar nicht ganz so weit, aber: Würde man tatsächlich in den kommenden Jahren den Parolen der Greta Thunberg und Carola Rackete nachkommen – eigentlich die pure Grünen-Agenda – wäre Deutschland sofort ein ökonomischer Pflegefall. Von Hundert auf Null – in den Abgrund.

Warum & wobei fühlen sie sich "benachteiligt" ?

Weniger als je 20% in BRAND + SACH sehen ihre Region als solche, mit der es bergab gehe. Könnte (sollte) Zuversicht erzeugen.

Fast alle der AfD-Anhänger + ca. 50% der Grünen-Anhänger fühlen sich mit ihren Ansichten "ausgegrenzt". Von wem denn wohl? Wohl kaum ist es "Ausgrenzung", wenn den eigenen Ansichten nicht von allen anderen kritiklos gehuldigt wird. Oft ist das Übel des Problems zw. den eigenen Ohren …

Das Ruhrgebiet (bspw.) liegt auch nicht im Zentrum des Schlaraffenlands. Könnten Unzufriedenheit + "gefühlte" Ausgrenzung auch als potentiell ansteckende Krankheiten um sich greifen. Ist aber nicht so …

Genaue Prozenzsätze habe ich nicht vor Augen. Aber sie sind erstaunlich hoch in beiden Richtungen, wenn es darum geht, wie viele der Ostdeutschen nach 30 Jahren nie "im Westen" waren, wie viele Westdeutsche nie "den Osten" sahen.

Nicht "gefühlte", aber reale Selbst-Ausgrenzung. Aber jammern, anderswo sei es besser, dessen Anderswo man aus eigener Erfahrung gar nicht erst kennt …

Diese recht merkwürdigen Phänomene und Zerrüttungserscheinungen.

.heutzutage haben in Wahrheit überhaupt NIX mit der politischen Partei AfD zu tun, sondern weil eine weiterhin laufende Notstandsmassnahme ausdrücklich KEINE Politik, sondern in Wahrheit etwas vollkommen anderes ist!

Die wesentlich(!!) besser informierten Professoren für Staats- und Verfassungsrecht WISSEN schon, was ich hiermit aussagen möchte!

Mit Kommentaren wie diesen habe ich gerechnet

Die Ursachen für die Unzufriedenheit sitzen tiefer. Gesellschaftliches läuft im Westen völlig anders anders .

Beide Staaten entstammten dem Kaiser-/Nazireich. Konsequentes, seriöses, zielstrebiges Verhalten war typisch für die. Der Bürger respektiert die Regierenden.

Von der Führung wurde Bescheidenheit, ja fast Selbstlosigkeit verlangt. Jung sein wie die Grünen und trotz "keine Ahnung" haben können und Vorschläge machen wollen wäre verspottet worden.

Der Westen hatte die Amis, den Marshalplan, die erfolgreiche Wirtschaft, die viele Knete, die Spaßgesellschaft, und er hatte später die Arroganz des "Siegers", desjenigen, dessen Wirtschaftssystem überlebte.

Der Weststaat/Treuhand übergab alles den Privaten, die alles platt machten anstatt Arbeitsplätze zu schaffen, und der Staat griff nicht ein.

Was hatte Kohl gesagt? Blühende Landschaften? Wie denn? Hilfe nur für die Infrastruktur (Soli), keine Entwicklungshilfe für Normalbürger. Woher sollten die wissen, wie sowas geht

Kompensation der eigenen Unfähigkeit?

Der Mensch sucht immer nach Ausreden für die eigene Unfähigkeit. Das ist überall das Gleiche. Anstatt ein Leben lang in die Speichen zu greifen und die eigenen Chancen zu verbessern, schaut man auf die anderen und neidet. Da die Politiker diese Einstellung selbst vorleben, insbesondere die LINKE, aber auch die anderen und versuchen, politisches Kapital daraus zu schlagen, wird das nichts, es sei denn, es kommen mal Leute, die uns endlich mal den Spiegel vorhalten und sagen: sorry Leute Schluß mit der Wohlfahrt auf Kosten anderer sondern jetzt nach dem Motto: wer nix reintun will, der bekommt auch nichts raus. Betonung liegt auf Wille und Tun!

Man kann das Lamentieren einfach nicht mehr hören! Und das Befüttern dieses Narratives auch nicht mehr!

Es geht um Werte

Bei den Wahlen geht es inzwischen kaum um Wirtschaft. Diese Unterstellungen "abgehängt sein" oder "schlecht gebildet" sind einfach fürchterliche Diskriminierung und Wählerbeschimpfung.

Vielen Wählern stinkt es einfach, was die Altparteien aus unserer guten (!) Demokratie gemacht haben. Zudem sind viele weitere Werte mit Füßen getreten worden, z. B. Familie, Ehrlichkeit, Objektivität der Dinge oder Rechtsicherheit.

09:31 von harry_up

“Uns geht es gut, aber wir sind nicht zufrieden!“
Da muss man etwas drüber grübeln..

Sie sollten lieber darüber grübeln, wer sowas gesagt haben soll. Die AFD- Wähler gewiss nicht. Es wird auch viel Unsinn veröffentlicht.

Aha viele ostdeutsche Bürger fühlen

sich somit als Bürger zweiter Klasse, so die Feststellung des o.g. Artikels. Ok.
Mit der Wahl von AfD werden sie jedoch weder auf Dauer diese Eigenwahrnehmung ihres Status los, noch werden solche Bürger in ihrem angeschlagenen Selbstbewusstsein den Respekt von ihren Mitbürgern im eigenen Bundesland erlangen noch im Rest der Republik. Im Gegenteil: Die Divergenz von Eigen- und Fremdbild wird eher noch wachsen. Dieses Drittel lebt in einer reaktionären, nationalistischen Echokammer, die Ihnen die Sicht auf die phantastischen Chancen, die dieses Land, die Wirtschaft, der Bildungssektor und die Technologien für sie bereit hält, komplett verbaut und somit Ihre Teilhabe an dem Aufbruch in ein menschlicheres, ökologischeres und innovatives 21. Jahrhundert. Mit der Wahl der AfD zurück ins letzte Jahrhundert !
Na dann... Deshalb müssen sich aber die restlichen 70 % nicht immer mit dieser larmoyanten Minorität beschäftigen. Das hängt mir offen gesagt zum Halse raus.

re lifegoeson

"Bei uns auf der Arbeit ist es jedenfalls ganz offensichtlich: Wer zur AfD steht, hat es schwerer, bzw. wird auch ausgegrenzt."

Dummis haben es eben schwerer.

Das war immer so, auch lange vor der AfD.

Gefühlte Realität

Hat jemand das Gefühl ausgegrenzt oder Mensch 2. Klasse zu sein, gibt es nur zwei Möglichkeiten.
Zum Ersten könnte dieser Jemand eine verschobene Wahrnehmung haben, wie manch ein Kommentator hier von sich gibt, also im Falle des Ostens sehr viele Menschen.
Zum zweiten, könnte dieses Gefühl aus den Zahlen im direkten vergleich mit dem Westen resultieren und somit kein Gefühl mehr sein, sondern eine seit 30 Jahren herrschende Realität.

Warum, sind die Löhne und

Warum, sind die Löhne und Gehälter nicht auf Westniveau. Warum sind die Sozialleistungen und Renten nicht im Osten gleich wie im Westen. Ehrlich gesagt, nach 29 Jahren der Wiedervereinigung sollte das alles Schnee von gestern sein. Finanzielle Mittel wie der Soli Beitrag standen genügend zu Verfügung, um die Lebensverhältnisse Ost/West anzugleichen. Der Soli ist teils ungenutzt in den Bundeshaushalt versickert. Aber die Anzahl der Millionäre ist enorm gestiegen, weil Bundesregierungen und auch Gewerkschaften versagt haben. Und nun auf einmal ist der Aufschrei groß, die AFD könnte die traditionellen Parteien überholen,
aber auch im Westen brodelt es. Erinnern wir uns an die Vorschusslorbeeren die man einst Helmut Kohl gab, blühende Landschaften. Die Menschen im Ost und West sollten zufrieden leben können, was ist daraus geworden. Die Antwort darf und sollte nicht die AFD sein.

Gefühl "zweiter" Klasse

Wenn man sich gestört fühlen will, dann wird man gestört. Das ist eine regelmäßig funktionierende selbsterfüllende Prophezeiung. Und es stellt eine Möglichkeit dar, Aufmerksamkeit zu erhalten.

Aber natürlich ist dieser psychologische Effekt da. Und nicht nur von der AfD wird er instrumentalisiert.

Der ganze Effekt wird natürlich dadurch verstärkt, dass vor allem Unzufriedene lautstark auf sich aufmerksam machen, jegliche positiven Ereignisse aber die allergrößte Selbstverständlichkeit sind, die keiner weiteren Erwähnung bedürfen.

Da ich meinen

Da ich meinen Lebensmittelpunkt von West nach Ost verlegt habe, denke ich, dass ich einen ganz guten Einblick habe:
Das Grundproblem war wohl die Erwartungshaltung zur Wiedervereinigung. Im Osten sind viele davon ausgegangen, dass im Prinzip alles gleich bleiben würde, nur auf höherem Wessi-Niveau. Im Westen sind die meisten auch davon ausgegangen, dass für sie alles gleich bleiben würde und zwar auf dem bisherigen Niveau. Dass das so nicht gehen würde musste jedem klar sein, der nicht in der Vereinigungsbesinnungslosigkeit verharrt ist. Einige haben es ja auch klar ausgesprochen. Hat wirklich jemand geglaubt, dass Kombinatsleiter von heute auf morgen zu Dax-Vorständen werden ? Hat jemand geglaubt, dass ein DDR-Jurist sofort Gerichtspräsident werden könnte ?
Da gab es echte "Ossi-Kausalitäten". Die sehe ich heute nur noch in geringem Maße.

@09:31 von harry_up

"Womit sind diese Unzufriedenen in Sachsen bzw. in Brandenburg denn so unzufrieden? Flüchtlinge...?"

Tja es kommt ja auch drauf an ob an überhaupt wirklich genau fragt, ansonsten kommen solche Blüten heraus:

"“Uns geht es gut, aber wir sind nicht zufrieden!“
Da muss man etwas drüber grübeln... "

Die infratest dimap im Auftrag der ARD hat mal wieder besonders schlau gefragt (ein Schelm der böses dabei denkt):
"Zwar sagen 58 Prozent der Brandenburger und sogar 75 Prozent der Sachsen, dass die wirtschaftliche Lage im Land gut oder sehr gut ist."
Übersetzt:
Die wirtschaftliche Lage im Land ist gut - nur meine nicht, ich habe davon nichts.
Man hätte ja auch gleich die Statistik um die darauf folgende Frage erweitern können - zum Beispiel:
Wie ist ihre wirtschaftliche Lage.
Aber das wäre zu direkt und nicht ganz so schön in Wortspielen verschwurbelt...

Liebe Ossies,

..euch wurde bereits in den Jahren 1945 bis 1990 von der jeweiligen Staats- und Parteiführung IMMER vorgegeben, was gefälligst(!!) IMMER politisch alternativlos zu sein hat, und damit basta!

Zieht einfach euer eigenes Ding durch, und lasst euch bloß NIX von irgendwelchen Besserwessis vorschreiben, die mangels selbstständigen Denkens selbst nach fünf Jahren immer noch auf einen durchschaubaren Ersatzenkeltrick dauerhaft hereinfallen!

09:50 von harry_up

Mir fällt da auf Anhieb Stuttgart 21 ein. Habe zu dieser Zeit dort unten gewohnt.

Ein Fass aufmachen ....

"allein das ist heute schon gefährlich zu äussern, ohne als Nazi beschimpft zu werden." @Sturmtief
.
Mir kommen die Tränen wenn ich höre, in welch enormer Gefahr Sie leben. Das ist ja noch schlimmer als die Stasi. Da musste man nicht lange fürchten, sondern wurde eingesperrt. Das ist was reales, damit kann man umgehen. Aber diese Ungewissheit, diese dumpfe Bedrohung, das kann einen fertig machen!.
.
Da muss man mal ein Fass aufachen, das verstehe ich gut, mal ein Asylantenheim abfackeln, mal einen Migranten verprügeln, sich so Luft verschaffen. Nee, das ist einfach gemein, solche Menschen ungerechterweise als Nazis zu diffamieren, und es gibt nicht genug Therapeuten, um an diesem Trauma zu arbeiten!

Ich verstehe die Bürger in

Ich verstehe die Bürger in Brandenburg/Sachsen, dass sie sich als Bürger zweiter Klasse fühlen.

Bis heute wurde es nicht geschafft, gleiche Löhne wie im Westen des Landes zu zahlen.

Eine sehr schwache Leistung.

Geht es um die innere Sicherheit, kann es einem förmlich schlecht werden (im Westen aber auch) Der Sparwahn des Herrn Woidtke kann er bei der Bevölkerung nicht mit warmen Worten schönreden - im Westen funktioniert das ...noch!

Ich denke, viele Bürger haben es schlicht satt, den Parteien jedes Mal ein Vertrauensvorschuss zu geben, danach immer wieder enttäuscht zu werden.

um 08:41 von DerLinksliberale

>>
und alle relevanten Führungspositionen in Politik und Wirtschaft sind zu rd. 80 % mit "Westdeutschen" besetzt...
<<

So ganz genau habe ich die Einwohnerzahlen nicht drauf, aber von der Größenordnung her wäre die Verteilung dann ja ziemlich "gerecht". Wir müssen aufhören, bei solchen Dingen aus dem Bauch heraus zu argumentieren.

Wie in England

Die eigentlichen Gründe sind doch ähnlich wie in England und dem Brexit :
In den aufgrund der Bevorzugung von London und dem Südosten "abgehängten" Regionen Nordenglands und der Midlands glaubt man in der EU den Schuldigen gefunden zu haben, wo doch der Zentralismus der eigentliche Schuldige ist.
In der ehemaligen ddr macht man "den Westen" für den (wieder mal auf preußischen Ideen basierenden) Berliner und Hamburger Zentralismus verantwortlich.
Wem es in der ddr als PG gut ging, wählt die Nachfolger der sEd, wer damals unter dem Regime litt und sieht, wer heute an der Macht ist, wählt aus Protest afd.

40 Mrd für Strukturwandel ...

... werden die (anderen östlichen) Bundesländer nicht zu blühenden Landschaften machen. Im Westen wurde jahrzehntelang die Kohleförderung subventioniert und am letzten (absehbaren) Tag gingen die Leute auf die Straße und wählten NPD und REP. Das wird mit der Braunkohle nicht anders sein - es ist schon jetzt ein Fossil, aber wahr haben will's keiner. 2038 stehen die wieder auf der Matte und halten die Hand und wählen radikal. Und zum Glück sind diese Leute eben nicht "das Volk". Statt Dumpfbacken wählen vielleicht einfach mal ne Weiterbildung machen? Ich vermisse auf meinen Reisen im Osten eine tragende Vereins-Landschaft - da passiert mE zu wenig, das gibt auch wenig Wir-Gefühl. Vielleicht mal aufwachen, die DDR ist zum Glück vorbei. Änderung ist angesagt, aber nicht durch rechte Gängelung.

@ 09:13 von derdickewisser

Zitat: "Handwerker aus meinem

Bekanntenkreis schäumen regelmäßig - und das zu Recht -, wenn sie hören, dass jährlich Milliardenbeträge für die Alimentierung von Asylbewerbern ausgegeben und sie gleichzeitig so geschröpft werden, dass von den Einnahmen einer Meisterstunde nur noch lächerlich wenig übrig bleibt."

Ihrer Meinung nach also alles nur Sozialneid und Verteilungsk(r)ampf ?

"Wenn wir denen nichts, oder zumindest viel weniger geben, bleibt mehr für mich ?"

Wenn sich die unteren 99 % um die Krümel streiten, paßt das sehr gut ins Konzept des einen Prozents, das sich mit dem Kuchen davonmacht.

Na denn Wenig-Habende, verteidigt Eure Krümelchen gegen die Habenichtse, sonst kommt ihr noch auf die abstruse Idee ein gerechtes Stück vom Kuchen zu fordern.

Gruß, zopf.

Ausgegrenzt sind wohl eher

Ausgegrenzt sind wohl eher frustrierte Anhänger der Altparteien, welche in Scharen und nachvollziehbarerweise zur AfD wechseln.....

@ Wiederstand Jetz / 8:41

"Die Menschen im Osten sind nun mal kritischer was Medien und Politik betrifft, sie haben in 40 Jahren Sozialismus gelernt alles zu hinterfragen. "

... ich sehe das als Ostdeutscher völlig anders! ... Ostdeutsche haben in den 40 Jahren vor allem gelernt sich mit Systemen zu arrangieren. Das ist das Gegenteil von Kritik! ... Die Wende war erst möglich als das System schwach und einige wenige mutige begonnen sich zu organisieren. Aber nicht mit dem einen heren Ziel eine bessere Gesellschaft zu schaffen! Es gab damals allemöglichen Motive auf die Straße zu gehen - und ein sehr starkes war eben auch der so goldene Westen, der dann aber für viele nicht kam! ... "Kommt die D-Mark nicht, gehn wir zu Ihr!"

Ja, viele Menschen im Osten fühlen sich auf Grund ihrer Nachwendeerfahrungen als Menschen 2. Klasse. Witzigerweise Erfahrungen wie sie auch Migranten in unserem Lande machen.
Fatal ist dennoch, aus Frust über so vieles die Lehren der Vergangenheit zu ignorieren!

Panikmache hoch 3

Dies beflügelt die "Wahrnehmung" vieler Menschen im Osten Deutschlands. Alles Glauben was von AfD-Seite kommt und nichts, was, belegbar und meist Korrekt aus den Medien berichtet wird, lässt sich so anfühlen wie die dritte Klasse. Aber wie ist es wirklich? Jetzt, wo es mit den Flüchtlingen ruhiger geworden ist muss halt der Wolf dran glauben, gesehen haben ihn die wenigsten, woher diese Angst? Flüchtlinge werden alle über einen Kamm geschoren, kennen tun die meisten auch keinen. Höhepunkt ist meiner Meinung nach die Verharmlosung von rechts mit den Aussagen, ist doch alles nicht so schlimm gewesen, oder, wir haben das im Griff. Nichts habt ihr im Griff, seit der Gründung durch Lucke hat sich diese Partei immer weiter nach rechts orientiert und alles was danach als "Führungspersonal" kam hat alles nur noch schlimmer gemacht was die Politik betrifft. Es gibt noch viel zu tun. Niemand sollte das Denken anderen überlassen, die Mühe müsst ihr euch selber machen.

09:35 von eine_anmerkung

«Ich persönlich freue mich darüber wenn die AfD bei den Wahlen durchstartet und erhoffe mir dadurch ein Umdenken in der meiner Meinung nach viel zu laxen Asylpolitik bei den „Etablierten“.»

Es sind Landtagswahlen heute.

"Zu laxe Asylpolitik" ist・das・Mono-Thema, mit dem sich so manche nicht wenige immer wieder selbst ausgrenzen. Als ob es nix und nix und gar nix anderes mehr gäbe …

Viele Regionen im Osten, viele Städte dort sehen ganz anders aus, als vor 30, 20, 10 Jahren. Die Häuser schöner, die Straßen besser, und das Wetter ist auch gar nicht so mies.

Bööh - aber diese laxe Asylpolitik …

Bspw. Sachsen hat bzgl. des Ausländeranteils fast "japanische Verhältnisse". Dort in Japan sind es ≈ 3% Ausländeranteil. In Sachsen sind es ≈ 5%.
Aber "fremd" fühlt man sich im eigenen Land.
Fremd fühlen sich die AfD-Anhänger dort.
Selbst-Ausgrenzung + suggestive Auto-Benachteiligung.

Bööh - aber diese laxe Asylpolitik …
Diese ist gar nicht Hauptthema von Landtagswahlen …

@ 09:33 von YinYangFish

Zitat: "Mir leuchtet auch nicht ein, warum die Angst vor Fremden in manchen Gegenden so hoch ist, obwohl es dort so wenige ‚Fremde‘ gibt."

Vermutlich genau deswegen, vor dem Fremden, fürchten sich die Menschen so lange bis sie es kennenlernen und damit vertraut werden.
In meinem persönlichen Umfeld gibt es soviele "Fremde" und "Fremdes", daß mir fast nichts mehr fremd erscheint.

Gruß, zopf.

@Schwarzseher 10:11

Dies mag für Brandenburg und Sachsen stimmen und für Thüringen, Sachsen Anhalt und Mecklenburg Vorpommern, bei den restlichen Bundesländern sieht es anders aus und darum ist die AfD bundesweit auch nur zwischen 13-15%

...fühlen sich als Bürger zweiter Klasse...

Ich kann sie nicht mehr hören, diese ewigen Jammertiraden aus dem Osten.
Da drückt sich aus, was der sogenannte Realsozialismus in den Menschen angerichtet hat. Die Selbstentmündigung und passive Erwartungshaltung, in der von der Obrigkeit die Erfüllung aller Erwartungen gefordert wird und - so sie nicht erfüllt werden - in nervtötendem Opfergehabe beklagt werden.

@ 08:41 von Wiederstand Jezt

Haben sie wirklich gelernt zu hinterfragen? Sie haben vielleicht spezifisch gelernt, dass man den Parteiorganen nicht glauben kann, dass man aus Parteideutsch herauslesen muss. Aber sie haben nicht gelernt, hinter die Kulissen von Schaufenstern zu schauen. Sie glaubten und glauben, der Westen sei das Land der Seligen und Freuden. Dass es auch im Westen immer Gebiete gab, wo es den Menschen schlechter geht, als z.B. in Ost-Berlin, das haben sie nie gesehen. Sie haben im Schaufenster der West-Fernsehens nur die Schicki-Micki Gegenden von München etc. gesehen und geglaubt, das wäre überall so. Es gibt überall in Deutschland Gegenden, die z.B. aufgrund des Strukurwandels abgehängt wurden, früher z.B. Franken, heute mehr und mehr das Ruhrgebiet. Und dafür hat Deutschland etwas ganz besonderes: Den Ausgleich zwischen den Bundesländern. Der hilft nicht sofort und ganz, aber er sorgt dafür, dass niemand in Deutschland aufgrund seines Wohnortes Bürger zweiter Klasse ist.

Am 01. September 2019 um 08:40 von russische Seele

Bitte nicht rechts wählen
--------
Am Wahltag sind Wahlempfehlungen eigentlich tabu.
Ihre Hilferufe hört sowieso niemand mehr.
Die Sachsen haben es satt, von diesen Altparteien verarscht und ausgenommen zu werden.

@09:33 von YinYangFish

"Mir leuchtet auch nicht ein, warum die Angst vor Fremden in manchen Gegenden so hoch ist, obwohl es dort so wenige ‚Fremde‘ gibt. Oder eben das Gefühl der Benachteiligung, wo die Lage von vielen für recht gut gehalten wird."

Ein fiktiver (letztendlich realer) zum Mindestlohn schuftender Leiharbeiter aus z.B. Neuruppin:
Zum ersten bekommt er aus den Medien mit das Millionen nach Deutschland kommen, da nagt dann schon gleich mal die Zukunftsangst, daß der Migrant die gleiche Arbeit halt zur Hälfte erledigt.
Begründete Furcht oder nicht, sie ist halt da.
Als nächstes bekommt er aus den gleichen Medien mit, daß zweistellige Milliardenbeträge hierfür zur Verfügung stehen - "plötzlich", denn Geld war ja vorher auch nicht da, für seine Region, ihn etc., gleiches Problem wie oben.
Beim 1. Punkt wählt er Linke, nach dem 2. Punkt wahrscheinlich die AFD.
Na, 2 Mio. Kinder in Armut, 1 Mio. Leiharbeiter, 6,7 Mio. unter Mindestlohn (DIW2016), aber hey wir sind alle reich wegen den Aldis&Quandts

Na sowas aber auch!

"Bis heute wurde es nicht geschafft, gleiche Löhne wie im Westen des Landes zu zahlen. " @morgentau19
.
In der gesamten EU gibt es unterschiedlich hohe Löhne. Deutschland liegt dabei am unteren Ende der Skala. Statt nun auf eine Stärkung der EU mit einheitlichen Regeln für ALLE zu drängen, nutzt man bei uns das Prinzip "Teile und herrsche!", indem man diese Ost-West-Kluft hochstilsiert und auf die EU wettert. So kommt niemand auf die Idee mal gesamtdeutschen Rabalder zu machen, weil in den letzten 10 Jahren die Einkommen der Oberen um 35% gestiegen sind, während es unten 8% weniger geworden sind.

@ Alu

„Fantastischer Spruch.
Das kann man dann allen Armen dieser Welt von Afrika bis Indien an den Kopf klatschen.
Ist doch egal, daß du am Verhungern bist, wenn du was essen willst mußt du dich selbst drum kümmern, sei doch einfach glücklich.
Man sollte vielleicht nicht Zitate aus zweitklassigen Filmen, produziert von drittklassigen Schauspielern als geistreiche Formulierung nutzen.“

Ging es in dem Artikel tatsächlich um Landtagswahlen und Afrika und Indien? Ich glaube kaum!! In Deutschland muss niemand verhungern!
Und wenn sie das Zitat nicht verstehen, sagt es mehr über sie aus, als über den Zitatgeber.
Zu ihrer Position sei gesagt... nur getroffene Hunde bellen... sie selber sollten dann auch mehr für ihr Glück tun, als frustriert vor dem Laptop zu sitzen. Jemand anderes kümmert sich nicht um ihr Glück. Dafür sind nur sie selber verantwortlich. Ausnahmslos

@ 09:05 von nie wieder spd

"Die westliche Gesellschaft bietet weder Sinn noch Sicherheit. Die herrschende Ökonomie wirkt verunsichernd. Sie ist nicht nur sinnlos, sondern frisst auch die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit.“ Das stimmt - aber gibt es eine jemals erprobte bessere Alternative? Die DDR war noch viel weniger sinnstiftend und sicher war nur, wer jede, leider machmal gar nicht vermeidbare, weil unbewusst erfolgte Konfrontation mit der herrschenden Klasse der Funktionäre vermied. Und die natürlich Lebensgrundlagen der Menschen wurden noch viel brutaler vernichtet - Bitterfeld läßt grüßen. Das zentrale Problem ist: Wie kann man in einer Demokratie den Leuten beibringen, dass sie heute alle zusammen weitgehend ihren Lebensstandard senken müssen - und nicht erst morgen? Denn irgendeine Partei wird behaupten, dass es heute auch noch ohne geht, wenn man das oder das macht, was nur "andere" betrifft.

um 09:35 von eine_anmerkung

"Ich persönlich freue mich darüber wenn die AfD bei den Wahlen durchstartet und erhoffe mir dadurch ein Umdenken in der meiner Meinung"
Die AfD kann und wird nichts verändern. Das erkennt man doch schon bei den vielen unterschiedlichen Meinungen. Sie kann im Osten nicht in die Wirtschaft investieren und keine Arbeitsplätze schaffen und sich noch nicht mal bei den Renten einigen.
Viele Bürger von Ostdeutschland werden den Rückstand aus der DDR-Zeit nie aufholen, weil Westdeutschland immer einen Schritt weiter ist. Das wirkt sich sowohl beim Vermögen, als auch bei den Renten aus. Und dann kommt noch dazu, das viele Bürger ein geringeres oder kein nennenswertes Einkommen haben, weil die Wirtschaft im Osten nur sog. Billigarbeitsplätze anbietet.

@Allrightcom

"Der Weststaat/Treuhand übergab alles den Privaten, die alles platt machten anstatt Arbeitsplätze zu schaffen, und der Staat griff nicht ein."

Danke für die Erwähnung. Leider haben viele Westdeutsche bis heute keine Ahnung, was hier nach der Wende passiert ist. Treuhand, Deindustriealisierung, die späteren Hartz-Reformen, denen sich die meisten nicht entziehen konnten, weil hier schlichtweg alles niedergetrampelt wurde (Treuhand), sowie die ständige Bevormundung und Fremdbestimmung durch zugezogene "Wessis".
30 Jahre ist die Wende nun her, noch immer arbeiten wir-trotz guter Ausbildung- für Mindestlöhne und schauen dabei zu, wie zugezogene "West-Rentner" die schicken Neubauwohnungen beziehen.
Und ja, ich weiß, das es in einigen Regionen im Westen nicht besser aussieht. Wenn Ihr "da drüben" euch aber nicht dagegen wehrt, sondern immer diejenigen wählt, die euch seit Jahrzehnten an der Nase rumführen, kann euch auch keiner helfen.

@09:55 Sternenkind

Sie wollen diskutieren? Bittesehr! Dann müssten Sie aber ihre intellektuellen Albernheiten von "links orchestriertem Gesamtplan für Europa" und die plumpe Disqualifizierung ökologischen Zukunftsdenkens und humanitärer Seenotrettung mal durch Argumente ersetzen. Die Grünen zum Beispiel haben seit Jahren Diskussions- und Arbeitsrunden mit Wirtschaftsunternehmen und Führungskräften, um unsere Wirtschaft ökonomisch stabil, ökologisch nachhaltig und sozial orientiert zukunftsfähig zu machen. Die in mehrerer Hinsicht gefährlich rückwärts orientierte afd hat da was zu bieten? Komplett nichts außer "weiter so" bei Kohle und Diesel, "Stimmt nicht" bei wissenschaftlich erdrückend belegten Fakten zum menschengemachten Klimawandel und - nicht zu vergessen - kräftigen Kahlschlag in der Sozialpolitik.

re claudius19

"Die Sachsen haben es satt, von diesen Altparteien verarscht und ausgenommen zu werden."

Ganz schrecklich ausgenommen. Extra höhere Steuern als die Wessis müssen sie zahlen und für den Kohleausstieg ganz allein aufkommen.

@ 11:25 von zopf

Sehr richtig, Fremdenhass gibt es nur dort, wo es wenige Fremde gibt. Die SED hat die Bevölkerung unter der Käseglocke gehalten, selbst sozialistische Fremdarbeiter aus Vietnam wurden kaserniert, damit nur ja nichts das Klima der Intoleranz und Engstirnigkeit beeinträchtigen konnte, das man systematisch aufgebaut hat. Und da hat sich wenig getan. Ich habe kurz nach der Wiedervereinigung schon in der ex-DDR gearbeitet und war entsetzt, wie aggressiv selbst junge hochintelligente Akademiker auf die nunmehr nicht mehr kaserniert lebenden Vietnamesen reagierten. Wenn man keine Toleranz und Pluralität beigebracht bekommen hat, ist es schwer, sie zu lernen.

@Fenian 10:09

Bitte aufhören zu verallgemeinern. Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen und litt sehr unter dem Regime und ich werde niemals in meinem Leben AfD wählen. Wenn Sie also solche Aussagen tätigen bitte umformulieren und nicht aus jedem der unter dem Regime litt einen AfD Wähler machen! Die Leute wählen die AfD weil über Jahre der Nationalismus in den neuen Bundesländern salonfähig wurde und sich dort viel stärker breitgemacht hat als in Westdeutschland und weil seine Strukturen viel stärker in Ostdeutschland verwurzelt sind.
Nein bevor Sie und andere damit kommen, ich bezeichne ganz sicher nicht jeden AfD Wähler deswegen als Nazi, dennoch kann man nicht von er Hand weisen, dass das was die AfD propagiert Nationalismus ist und leider werden sehr viele Leute in Ostdeutschland dafür begeistert. Ich würde es diese Menschen auch eher als Mitläufer bezeichnen.

Immer wenn ich mich abgehängt fühle....

Wenn ich mich mal abgehängt fühle, dann konzentriere ich mich gerade zu stark auf diejenigen, bei denen ich einen ungerechten Vorteil vermute - anstatt mir ein Feld zu suchen, in dem ich glänzen kann. Ich laufe nicht schnell, deshalb werde ich wohl auch nie ein Rennen gegen Usain Bolt gewinnen. So lange ich mir das aber vornehme, umso ungerechter empfinde ich seinen Vorsprung, sein Training, seine Erfolge. Wenn ich mich aber auf eine Disziplin konzentriere, in der ich besser bin als andere, habe ich nicht mehr das Gefühl benachteiligt zu sein. Es ist immer eine Frage des Selbstbewusstseins, des Standpunkts und der Flexibilität. Wenn ich nach Benachteiligungen und Ungerechtigkeiten suche, werde ich sie mit Sicherheit finden: immer und überall. Wenn ich aber nach Chancen suche und bereit bin, dafür auch etwas zu leisten, werden sich auf einmal Türen öffnen und völlig neue Wege möglich sein. Die Opferrolle ist nichts anderes als der ultimative Ausdruck von Unfähigkeit, Bequemlichkeit.

08:34 von tisiphone

Gefällt mir gut ihr Bericht, zumindest besser als die Berichte des „Boten“, der hier immer auch dann seine AFD-Sympathien zum Besten gibt, wenn es nur im entferntesten um Asylsuchende geht. Wie kann man denn, eine rechtsradikale Partei wählen, vor dem Hintergrund unsere Geschichte? Mit einer Begründung einer Unzufriedenheit oder eines Abgehängtsein, was kaum noch jemand, nach 30 Jahren, näher erklären kann.

@tisiphone / 8:34

... kann es sein, daß Sie auch gerade einem Gefühlausbrunch unterlegen sind!? ...

Mit "gefühlt" sind ganz konkret wahrgenommene Erfahrungen gemeint, und das einfach als "spinnert" wegzuwischen wird diesen Erfahrungen nicht gerecht! ... Es gibt genug Bücher, Dokumentationen etc. darüber die beschreiben wie real diese Erfahrungen sind, worauf sie fußen, und wie man diesen Erfahrungen begegnen könnte. ... Noch besser wäre es aber, wenn viele Westdeutsche, die sich ein Urteil über den Osten erlauben zunächst einmal nachdenken würden worauf dieses Urteil fußt! Die sicherste Quelle wäre sicher einmal mit den Leuten vor Ort zu reden, sich mal - nicht nur als Tourist in schmuck herausgeputzten Fußgängerzonen - anzuschaun was der Ausverkauf des Ostens und das zurückgebleibensein der "Alten" für die ostdeutsche Gesellschaft bedeutet. ... Das Gefühl - der "letzte macht das Licht aus" ist nichts, was ein "Akzeptieren. Weitermachen!" einfach macht!

Na toll.

Da fühlen sich viele abgehängt oder ausgegrenzt - aber warum? Ich vermisse klare Aussagen, wo denn die Probleme liegen. Meckern ist einfach. Besser machen dagegen oft schwierig. Und allgemeine Floskeln helfen wenig bei der Problembewältigung.
Ich halte den Artikel so für wenig hilf- und sinnreich.

Re: eine_anmerkung

Nun, da sie im UK wohnen, dürften ihnen viele der Probleme der ostdeutschen Bundesländer ja bekannt sein. Auch dort war - wie man hört - die Brexit-Zustimmung besonders dort groß, wo der Strukturwandel hart zugeschlagen hat, also in Wales oder dem ehemals industriellen Herz Großbritanniens wie der Gegend um Sheffield.

Ich für meinen Teil denke, dass es ein Trugschluss ist, dass "Grenzen zu" die Lösung für diese Probleme ist und glaube, dass der Brexit genau den ärmeren Teil der Bevölkerung durch höhere Konsumpreise stärker belastet. Ein Eigentor also.

Und was die laxe Asylpolitik in Deutschland angeht: Die Regierung ist doch schon auf voller Linie umgeschwenkt. Seehofer & Co. haben sich doch längst durchgesetzt und schieben selbst gut integrierte Leute nach Jahrzehnten ab. Das löst zwar die wirklichen Probleme nicht, aber befriedigt die Neiddebatte für einen Moment.

dass

"Politik und Wirtschaft immer noch von Westdeutschen geprägt sind", wie offenbar viele Befragten meinen, hat auch damit zu tun, dass seit der Wiedervereinigung sehr viele in den Westen "rübergemacht" haben. Und dabei waren viele Leistungsträger, die eben nun im Osten fehlen. Die von diesen gerissene Lücke haben dann anschließend eben Westdeutsche gefüllt.

Nach der Wende würde gerade

Nach der Wende würde gerade in Osten mit grosser Mehrheit Helmut Kohl für seinen" Blühende Landschaften" gewählt. Oskar Lafontaine hat in seinem Wahlkampf immer wieder darauf hingewiesen, dass dies so nicht funktionieren würde, die hätte also jeder wissen, zumindest vermuten können.
Aber man glaubt ja lieber dem "Rattenfänger".

Heute wird sich darüber beklagt und die Schuldigen sind die Anderen
(Wessis?).
Mit dem gleichen Elan von damals wählt man nun die AFD mit ihren Versprechungen. Und wahrscheinlich sind dann später wieder die anderen die Schuldigen

@Dass sich afd-Anhänger 9:23 von andererseits

"rückwärts- und sicherheitsorientierte Menschen reagieren mit
(oder werden verführt zu) Angst und Panik:
zukunfts- und kreativitätsorientierte Menschen reagieren mit Veränderungsideen;
das unterscheidet auch pParteien."

Radio Eriwan würde sagen:
Im Prinzip ja,
aber doch etwas zu pauschal, denn neueste Forschungen zeigen,
dass ein zentraler Algorithmus unseres Hirns falsch gepolt ist.

Er trifft zwar auf 'einfache' Zusammenhänge zu,
- daher der scheinbare Erfolg der neuronalen Netzsoftware
führt jedoch bei komplexeren Fragen mehr zu Fehlergebnissen als 'Intuition'.

Jeder Konsumforscher wird das bestätigen.
Auch der berühmte Affe, der die Aktienkurse per Bananenweitwurf besser trifft
als mancher Börsenguru ;)

@ vriegel

Zudem ist es klar, dass die alte BRD nun Mal in allen Belangen größer und besser war.

Nicht zu vergessen, dass Westdeutschland bei weitem mehr Einwohner hat als Ostdeutschland. Ost & West sind kein 50:50, sondern 80:20 (ca. 16 Mio zu 66 Mio).

11:30 von DeHahn

Na sowas aber auch!

"Bis heute wurde es nicht geschafft, gleiche Löhne wie im Westen des Landes zu zahlen. " @morgentau19
.
In der gesamten EU gibt es unterschiedlich hohe Löhne. Deutschland liegt dabei am unteren Ende der Skala. Statt nun auf eine Stärkung der EU mit einheitlichen Regeln für ALLE zu drängen, nutzt man bei uns das Prinzip "Teile und herrsche!", indem man diese Ost-West-Kluft hochstilsiert und auf die EU wettert. So kommt niemand auf die Idee mal gesamtdeutschen Rabalder zu machen, weil in den letzten 10 Jahren die Einkommen der Oberen um 35% gestiegen sind, während es unten 8% weniger geworden sind.
///
*
*
Deutschand liegt auf Platz 7 am unteren Ende der Skala von wieviel EU-Ländern?
*
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183571/umfrage/bruttomona...

@Autograf

...Der hilft nicht sofort und ganz, aber er sorgt dafür, dass niemand in Deutschland aufgrund seines Wohnortes Bürger zweiter Klasse ist.

Ich bitte Sie! Ich als Ossi hatte schon Vorstellungsgespräche, das glauben Sie garnicht.

Erst letzten März habe ich mich bei einer Hamburger IT-Firma beworben, die hier im Osten nach Personal gesucht hat und hier auch Niederlassungen betreibt.
Der Personalverantwortliche dieser Firma war sowas von oben herab...
Der mir angebotene Lohn als Administrator/Integrator:
1785 € brutto / Monat.
Als ich nachfragte, ob das ernst gemeint war:
"Bitte bedenken Sie Ihre geographische Herkunft, das ist immer noch mehr, als viele Ihrer Landsleute bekommen."
Wie gesagt, das war erst im vorigen Jahr, nicht etwa 1995.

Ja, wir hier im Osten sind für viele Westdeutsche Bürger 2. Klasse!

Und nein, sowas ist hier keine Ausnahme, wenn es in der Regel auch nicht so direkt formuliert wird.

@08:53 Autochon

Was ist denn das für eine düstere Argumentation? In Bayern hätte die afd statt der 10% vielleicht 15-20% bekommen, gäbe es die Freien Wähler nicht... Und gäbe es Union, Sozialdemokraten, Grüne und Liberale nicht, wären es an die 100% - freie Wahlen wären das dann allerdings nicht mehr. Gruselig.
Außerdem ist Ihre Wortwahl in meinen Augen - milde ausgerückt - manipulativ, denn es gibt kein "Migrationsprojekt": Es gibt rechtlich national wie international verankerte Verpflichtungen zur Aufnahme und Unterstützung von Menschen, die Asyl brauchen oder Schutz als Kriegsflüchtlinge; es gibt politische Gestaltung der Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und auf Zuwanderung angewiesen ist, und es gibt gesellschaftspolitische Verantwortung für die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion und Weltanschauung. Das alles leistet die Politik seit Jahren; für all diese Aufgaben brauchen wir Menschen mit Verantwortung und keine neuen Demagogen alten Schlags.

@ Boter der Wahrheit / 8:48

"Und das ständige "Nazi", "Rassismus", "Rechtspopulismus"-Geschrei kann sowieso kein intelligenter Mensch ernst nehmen, zeugen all diese "Nazi-Nazi"-Schreier nur ihre eigene Argumentelosigkeit und geistige Armut."

... vielleicht täten Sie ja gut daran, sich anstadt mit dem Wort "Nazi" ansich, eher mit den Gründen für diese Vorwürfe zu befassen! Sicher gibt es Menschen die dieses Wort plakativ und unüberlegt in den Raum stellen. Aber bei den bekannten Äußerungen eines Herrn Höckes, Gaulands oder Kalbitz verwundert es schon warum AFD Wähler keinen Rassismus oder Rechtspupulismus sehen wollen und auch nicht erkennen wie sehr sich diese Leute der Rethorik der Nazis bedienen! ...

@11:28 claudius19

Am Wahltag sind Wahlempfehlungen eigentlich tabu.
Ihre Hilferufe hört sowieso niemand mehr.
Die Sachsen haben es satt, von der angeblichen Alternative mit blauem Anstrich über braunem Grundton verarscht und ausgenommen zu werden.

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