Ihre Meinung zu: Afghanistan: Was der US-Truppenabzug für die Bundeswehr bedeutet

30. August 2019 - 19:22 Uhr

Die USA erwägen, ihre Truppen in Afghanistan deutlich zu reduzieren. Doch was heißt das für die Bundeswehr - bleiben oder dem Beispiel folgen? Von Kai Küstner und Christoph Heinzle.

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Kommentare

Bringt sie Heim

Bringt sie Heim, unsere Soldaten. Es sind schon zu viel gestorben und verwundet. Es ist nicht unser Krieg, wir sind keine Weltmacht, wir haben mehr als genügend zu tun in und um Europa und es wird täglich mehr. Wir sind ja nicht mal willens und fähig hierfür die Kosten zu tragen.

Man kann keinen zum Friegen zwingen!

Diese Mandate sind Unsinn. Sie ändern rein gar nichts. Es starben dort vorher Menschen, es sterben jetzt Menschen.
Wenn die Menschen sich dort nicht selber helfen wollen kann man sie auch nicht dazu zwingen, und sie wollen sich nicht selber helfen.
Dort gibt es nichts zu gewinnen, dort gab es nie etwas zu gewinnen. Jeder mit einem Funken Verstand wusste genau was in Afghanistan bewirkt werden kann. Exakt gar nichts.
Der arrogante Westen muss es endlich mal einsehen das sein Weltbild eben nicht von allen Völkern geteilt wird.
Jeder tote Bundeswehrsoldat ist einen völlig sinnlosen Tod gestorben. Jeder Soldat der dort physisch oder psychisch Schaden nahm, erleidet die Folgen völlig sinnlos.
All das nur für politische Eitelkeiten.

Fremde Erde

Fremde Erde , wie es aussieht wollen die Afghanen die von Deutschland importierte parlamentarische Demokratie nicht haben .

Raus da - aber schnell!

Ich habe mich schon immer gefragt was die Bundeswehr dort eigentlich zu suchen hat? Das gilt auch für Einsatzgebiete wie im Irak, Libanon, Somalia oder Mali. Meist folgt man einfach amerikanischen Anfragen (Forderungen?). Und das obwohl die überwältigende Mehrheit der Deutschen diese Einsätze kategorisch ablehnt.

Man hilft dabei mit, die Machtinteressen der USA (Märkte, Rohstoffe, Handelswege) auf militärische Weise durchzusetzen. Offiziell geht es aber immer um "Terrorismusbekämpfung". Gibt es überhaupt noch Leute die das glauben?

Da ein Strategiewechsel der

Da ein Strategiewechsel der offensichtlich erfolglosen derzeitigen Strategie nicht geplant ist, ist ein weiteres verbleiben der Bundeswehr schon seit Jahren sinnlos.

Die Bundeswehr sollte dem Beispiel der USA folgen

Sie hat nicht die Ausstattung, um die Amerikaner zu ersetzen.

13:25 von Shuusui

Ein Teilabzug ist für das

Ein Teilabzug ist für das US-Militär üblich, aus Deutschland und Japan ist es auch nur teilweise abgezogen.
Ob Afghanistan auch für die im Land stationierten US-Soldaten zahlen muss?
///
*
*
Hat Afghanistan je einen Krieg gegen die USA verloren?
*
Eventuell erklärt sich daraus Ihre Frage.
*
Andersherum wird Deutschland sicher nicht mehr Geld bekommen, nach dem Abbzug der Amerikaner.

@collie4711

"Am 30. August 2019 um 21:17 von collie4711
Die Bundeswehr sollte dem Beispiel der USA folgen
Sie hat nicht die Ausstattung, um die Amerikaner zu ersetzen."

.

Sehe ich genauso. Die hat ja nicht ein Mal genügend Stiefel! Also raus dort in meinen Augen.
https://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-stiefel-101.html

?

"So mancher Afghanistan-Veteran der Bundeswehr kritisiert, man habe damit zu früh den Taliban das Feld überlassen. "

Wie denn? Was denn?
Ich dachte, "wir" hätten gesiegt?

Dass die Buddha-Statuen zerstört wurden tut mir immer noch weh. Perlen vor die Säue.

Aber was genau soll sich nun mit dem Abzug ändern? Was hat der Einsatz dort geändert?
Wir hatten hier nie so viele Flüchtlinge aus Afghanistan, bevor wir mit dem ganzen Helfen vor Ort angefangen haben. Irgendwie führten wirtschaftliche Verbesserungen dazu, dass die Flüchtlinge einfach längere Wege auf sich nahmen.

Mission failed

und Jede(r) mit einem Funken Ehrlichkeit kann nicht widersprechen. Warum sollen junge Soldatinnen und Soldaten dort Leben und Gesundheit riskieren, wenn die Taliban überall im Land Verbündete finden, selbst in der afghanischen Armee? Die Bundeswehr kann sich noch nicht mal selbst schützen. Ohne Unterstützung der US-Boys wird das ein sinnloses Himmelfahrtskommando

Grundkonsens ?

Ein "echtes Problem", weil es keinen Grundkonsens gibt??
So kann man es auch nennen, wenn die allermeisten Auslandseinsätze von der deutschen Bevölkerung abgelehnt werden.

"Wir werden wahrscheinlich beim nächsten Einsatz wieder in dieselben Diskussionen geraten, in denen wir in der Vergangenheit auch immer wieder verhaftet waren."

Das war bisher nie ein Hinderungsgrund, irgendwo auf der Welt die Demokratie oder gar unsere Freiheit zu verteidigen.

Und zum Soldaten Pordzik: "Wir hätten den Menschen in Afghanistan mehr Zeit geben müssen, sich zu verwirklichen und dafür hätten wir da sein müssen."
Bitte daran denken, dass auch die Taliban und ihre Symphatisanten zu diesen "Menschen in Afghanistan" gehören.

Man kann es sich noch so sehr schönreden: wir sind zuallererst dort, weil die USA einen Rachefeldzug wegen 9/11 gestartet haben.
Um ein paar zu bestrafen, kommt nun seit 18 Jahren ein ganzes Land nicht zur Ruhe.
Das liegt auch ein wenig an uns ...

Unsere Truppen haben dort

Unsere Truppen haben dort nichts zu suchen.
Schon die Russen haben nichts erreicht, die USA-Armee konnte das Land nicht befrieden und unsere Bundeswehr....Wir wissen ja zur
Genüge was erreicht wurde. So gut wie nichts.

In Afghanistan wird seit rund

In Afghanistan wird seit rund 40 Jahren gekämpft, bis auf wenige kurze ruhigere Phasen. Mudschaheddin-Gruppen kämpften nach dem sowjetischen Einmarsch gegen die Invasoren. Es gibt nur wenige afghanische Familien, die nicht mindestens zeitweilig als Binnenvertriebene Haus und Hof verlassen mussten, nicht selten mehrfach. Millionen afghanische Flüchtlinge im Iran und in Pakistan werden nach Jahrzehnten des Exils aus dem Lande gedrängt werden in eine Heimat, die sie nicht wiedererkennen, die fast so arm ist wie zu Zeiten der Taliban-Herrschaft bis 2001. Bisher verhandeln die USA mit den Taliban nahezu unter Ausschuss der afghanischen Regierung. Wer jetzt das Land den Taliban überlässt, tut nichts für einen Frieden, gefährdet Selbstbestimmung und Bildung für Mädchen und Frauen etc. Wir haben eine Verantwortung, ob wir wollen oder nicht, denn dieser Krieg ist in weiten Teilen auch ein Stellvertreterkrieg. Deutschland wird sicher nicht am Hindukusch verteidigt, manche Menschenrechte schon.

In dieser Sache sollte man sich an der Einschätzung erfahrener, zuverlässiger Leute, die sich mit der Lage und den Bedürfnissen der Bevölkerung vor Ort auskennen orientieren:

„So mancher Afghanistan-Veteran der Bundeswehr kritisiert, man habe damit zu früh den Taliban das Feld überlassen. Ungefähr zehn Jahre "hätte man noch dranhängen müssen", schätzt Fallschirmjäger Philipp Pordzik, der mehrere Afghanistan-Einsätze hinter sich hat, im Interview für die NDR-Info-[Serie] "Killed in Action".
(Pordzik:) Dann hätte die Mission "zu einem viel größeren Erfolg geführt und Kundus wäre nicht zerfallen, so wie jetzt". "Wir hätten den Menschen in Afghanistan mehr Zeit geben müssen, sich zu verwirklichen und dafür hätten wir da sein müssen"

Halbherzigkeit rächt sich immer.

„Nur treibt viele Afghanen aber gleichzeitig die Sorge um, die USA könnten den Taliban zu viele Zugeständnisse machen und (...)“

Dazu dürften sie bei einem Verhandlungspartner wie der US-Regierung leider allen Grund haben.

Geht heim

Geht heim und lasst euch in zwei bis drei Jahren endlich neue Stiefel anziehen!!

Raus da, aber schnell!

Dieser Auslandseinsatz sollte ebenso wie alle anderen faktisch mit dem Prinzip der Bundes“Wehr“ nicht konformen Auslandseinsätze gestoppt werden.
Für meinen Konsum sollen keine Kriege geführt werden. Auch nicht unter dem Deckmantel der Menschenerechte und schon gar nicht im Zusammenhang mit den USA und der NATO, um die Ausbeutungen insbesondere des nahen Ostens abzusichern.

@andererseits

"Am 30. August 2019 um 22:25 von andererseits
In Afghanistan wird seit rund"

In einem Punkt haben Sie Recht. Das ist der Punkt das Afghanistan seit Jahrzehnten vom Krieg heimgesucht wird. Nur Ihre Ursachenanalyse ist in meinen Augen falsch, denn die USA haben die Taliban gegen die Sowjetunion im kalten Krieg gezüchtet und damit dafür gesorgt dass Afghanistan ein gescheiterter Staat ist.

der Sprecher des Verteidigungsministeriums

Herr Fähnrich (Nomen est omen) bringt in Bezug auf Afgh die Nato in die Diskussion?
Hallo Herr Fähnrich, wurde ein Nato-Mitglied von Afgh militärisch angegriffen und damit ein Bündnisfall ausgelöst? ...
Das Erzwingen demokratischer Strukturen in islamischen Ländern steht nicht im Aufgabenheft der Nato.....

@Zundelheiner

"Das Erzwingen demokratischer Strukturen in islamischen Ländern steht nicht im Aufgabenheft der Nato...."

Dem kann ich nur zustimmen. Denn das hier steht offiziell im Aufgabenheft der NATO und irgendwie damit auch im Aufgabenheft der Bundeswehr. Nach dem Selbstverständnis der NATO ist sie ein "Verteidigungsbündnis" und kein "Angriffsverein".
https://de.wikipedia.org/wiki/NATO

Verkürzungen und Verdrehungen

Zu: 22:40 Uhr von laurisch._karsten

Sie verkürzen in Ihrem Beitrag in wenigen Worten eine komplexe Entwicklung, welche sich über drei Jahrzehnte hinweg vor wechselnden Kulissen vollzog so lange, bis dass die Ihnen genehme These herauskommt.

1) Die Taliban kamen erst in der Schlussphase des afghanischen Aufstands gegen die sowjetische Invasion und sozialistische Ursupation in's Spiel.

2) Die Taliban wurden auch nicht von den USA "herangezüchtet". Die USA und weitere westliche Staaten unterstützen tatsächlich eine ganze Reihe anderer Gruppierungen des Widerstands bzw. der Mujaheddin als Teil des "kalten Kriegs".

3) bis 1978 hatte Afghanistan eine stabile Regierung. Dass seitdem keine Stabilität und kein Frieden in Gesamtafghanistan einkehrte, liegt ganz allein an ausländischer Einflussnahme, natürlich die USA und ihre westlichen Verbündeten, Saudi Arabien und sunnitische Emirate, Iran und shiitische Länder, Pakistan als Nachbarland, sowie durchaus auch das Nachbarland VR China.

Thematische Ausrichtung

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P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Zähne ausgebissen

Schon die Russen waren mehr als 10 Jahre in A. Und mussten erkennen, dass sie GARNICHTS erreicht haben. Weitere 10 Jahre Stationierung bringen nichts in diesem Filz. Wenn die Leute den Talibans die Stange halten - und danach sieht es nach all den Jahren aus - dann brauchen wir ihnen unsere Freiheit nicht aufzuzwingen. Man muss auch mal ohne Hausaufgaben heimgehen können. Die Amerikaner gestehen mit dem Abzug ihre Niederlage ein und wir sollten ebenfalls resignieren. RAUS aus Afghanistan - nach weiteren 20 Jahren ist vielleicht die Not und die Bereitschaft der Bevölkerung groß genug.

@wie-

"1) Die Taliban kamen erst in der Schlussphase des afghanischen Aufstands gegen die sowjetische Invasion und sozialistische Ursupation in's Spiel."

.

Danke für Ihre Antwort die wieder ein Mal an allen Realitäten vorbei geht. Einfach nur die Geschichte von Afghanistan lesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan#Afghanistan_nach_der_Unabhängigkeit

Wissen und Würdigen anstatt Verunglimpfen

Zu: 22:39 Uhr von umdenkend

Sie schreiben von "nicht konformen Auslandseinsätzen".

Nun, die Bundeswehr ist während der letzten gut 15 Jahre transformiert worden. Die Rudimente der Bundeswehr des Szenarios "3. Weltkrieg, bitte atomar geführt" finden sich in der Streitkräftebasis. Der überwiegende Teil der Bundeswehr ist jedoch "Armee im Einsatz". Die Abschaffung der Wehrpflicht steht symbolisch für die notwendige Professionalisierung.

Vor allem der Afghanistaneinsatz hat die Bundeswehr in Struktur, Ausbildung, Ausrüstung sowie Operation und Taktik stark gewandelt.

Trotz aller Rückschläge, Beschränkungen, Anfeindungen und Belastungen leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Gebirgen, Wüsten, Savannen, Ozeanen hervorragendes. Gerade die gebrachten Opfer in Toten, Verwundeten und Traumatisierten sind von der Gesellschaft uneingeschränkt positiv zu würdigen.

Denn die "Bürger in Uniform" setzten sich aktiv für die Werte der Verfassung und den parlamentarischen Auftrag ein.

@wie-

"Neu
Am 30. August 2019 um 23:05 von wie-
Wissen und Würdigen anstatt Verunglimpfen
Zu: 22:39 Uhr von umdenkend
Sie schreiben von "nicht konformen Auslandseinsätzen".
Nun, die Bundeswehr ist während der letzten gut 15 Jahre transformiert worden. Die Rudimente der Bundeswehr des Szenarios "3. Weltkrieg, bitte atomar geführt" finden sich in der Streitkräftebasis. Der überwiegende Teil der Bundeswehr ist jedoch "Armee im Einsatz". Die Abschaffung der Wehrpflicht steht symbolisch für die notwendige Professionalisierung."

.

Nun Sie haben Recht. Allerdings unterliegt die Bundeswehr nach wie vor dem Bundesdeutschen Grundgesetz. Das untersagt jeden Völkerrechtswidrigen Einsatz der Bundeswehr.

Belege bitte

Zu: 21:02 Uhr von pxslo

Soso. Die "überwältigende Mehrheit der Deutschen lehnt die aktuellen Einsätze der Bundeswehr kategorisch ab", stellen Sie fest.

Dann können Sie doch sicherlich aktuelle repräsentative Umfragen nennen, die Ihre Behauptung stützen.

Denn die Mandate, welche Sie nennen, werden von der demokratischen Mehrheit im Bundestag befürwortet, was ojektiv nachprüfbar ist.

Mali: Einsatz gegen Räubermilizen "Boko Haram", Schutz der Zivilbevölkerung (Männer, Frauen, Kinder)
Somalia / Horn von Afrika: Einsatz gegen Piratenunwesen, Schutz ziviler Seefahrt
Irak: Einsatz gegen die Räubermilizen des "Daesh", Schutz der Zivilbevölkerung
Afghanistan: Einsatz gegen verbrecherische Milizen und Warlords, Schutz der Zivilbevölkerung, Ermöglichen von Wiederaufbau.

Alle Einsätze im internationalen Verbund mit anderen Nationen. Gerne aber kritisiert von konkurrierenden autokratischen Staaten mit partikularen geostrategischen Interessen, man blicke jetzt einmal nach Moskau und Peking.

Wir können doch nicht den Afghanen

unsere Vorstellung von Demokratie aufzwingen. Das müssen die doch nach ihrer Art regeln. Insofern sollten wir unsere Soldaten nach Hause holen.Es sind schon Viele gestorben oder verletzt worden.

23:05 von wie-

"Gerade die gebrachten Opfer in Toten, Verwundeten und Traumatisierten sind von der Gesellschaft uneingeschränkt positiv zu würdigen."

Was für ein grauenvolles Plädoyer für uralte Opfertheorien bezüglich Kriegstoten.

Indirekt richtet sich ihr Plädoyer also genau GEGEN den Sinn von Krieg.
Mit dem Begriff "sich opfern" für das Vaterland hat man schon immer Menschen ins Unheil gelockt.

"Denn die "Bürger in Uniform" setzten sich aktiv für die Werte der Verfassung und den parlamentarischen Auftrag ein."

Nein! Sie zerstören die Werte der Verfassung.
Sie suggerieren, dass Krieg und Kriegstote einen Sinn machen.

Kronzeuge Wikipedia

Zu: 23:03 Uhr von laurisch._karsten

Wikipedia ist verführerisch als Kronzeuge, das ist mir bekannt. Nun, der Abschnitt in dem Wikipedia Lemma, auf das Sie verweisen, ist ein typisches Beispiel, weshalb Wikipedia keine seriöse Quelle ist sondern höchsten einen Einstieg in ein Thema und ein gewisses Überblickswissen bieten kann. So lernen es auch die Schulkinder in Deutschland.

Der Abschnitt, auf den Sie verweisen, ist daher auch ein wenig wirr, schwierig zu fassen. Ich emfpehle Ihnen die Diskussionsseiten zu diesem Lemma. Dass meine Beschreibungen "an allen Realitäen vorbei gehen" soll, wie Sie konstatieren, ist jedenfalls aus der Belegstelle, die Sie angeführt haben, nicht zu entnehmen.

Aber bitte: starten Sie einen Neuversuch. Bringen Sie Ihre Quellen an.

um 22:55 von wie-: " Die USA

um 22:55 von wie-:
"
Die USA und weitere westliche Staaten unterstützen tatsächlich eine ganze Reihe anderer Gruppierungen des Widerstands bzw. der Mujaheddin als Teil des "kalten Kriegs".
"

Unter anderem Osama Bin Laden himself !
Und die wurden von den USA & co. schon unterstützt,BEVOR auch nur ein sowjetischer Soldat in Afghanistan war.

Deutsche waren zu jener Zeit auch vor Ort & kämpften (Operation Sommerregen).

Und folgt man den Informationen,die seit dem USA & co. Einmarsch veröffentlich worden sind,steht wieder mal Deutschland in keinem guten Licht da...

Buch:
Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen - eine deutsche Familie kämpft für Afghanistan. (Hoffmann & Campe Verlag;2008)

Taliban wollten Osama Bin Laden an Deutschland ausliefern - damalige Bundesregierung sagte "nein Danke" - was eindeutig als
"wir wollen lieber, das die USA den Krieg nach Afghanistan bringt & wir dabei mitmachen,finden wir besser" interpretiert werden darf.

@wie-

"Am 30. August 2019 um 23:14 von wie-
Belege bitte
Zu: 21:02 Uhr von pxslo
Soso. Die "überwältigende Mehrheit der Deutschen lehnt die aktuellen Einsätze der Bundeswehr kategorisch ab", stellen Sie fest."

.

Einfach nur mal lesen.

https://www.gruene-bundestag.de/themen/sicherheitspolitik/auslandseinsae...

http://tinyurl.com/y5r38hx9

@23:05 von wie-

sorry....ich habe 18 Monate meines Lebens als wehrpflichtiger der BRD gedient und habe mich als Bürger in Uniform gefühlt. Für 90 bis 160 DM/Monat. Ich habe mich mit meinen Kameraden belügen lassen, dass wir unseren Einsatz fürs Vaterland gegen den bösen WP leisten. Später habe ich erkannt, dass wir einer Lüge auf den Leim gingen, nämlich spätestens als sich der WP auflöste....aber die Nato immer noch das Feindbild pflegt.
Die Soldaten der BW sind heute keine Bürger in Uniform mehr, das sind Söldner in Diensten des Staates, die werden jeden Auftrag erfüllen der ihnen vorgegeben wird...glauben sie, mit Wehrpflichtigen könnten sie in allen Ecken der Welt Kriegsspiele (getarnt als Ausbildungshilfen) durchführen?

Frau Sausevind 23.17

Ich bin da fast ganz Ihrer Meinung!
Allerdings zerstören nicht die Soldaten die Werte der Verfassung sondern die Parlamentarier in ihren klimatisierten Räumen und gepanzerten Limousinen, die sie in solche sinnlosen Missionen schicken und noch nicht mal einsehen, wenn die auf ganzer Linie scheitern.

Fehlender Grundkonsens?

Aus dem Artikel:
Auslandseinsätze sind in der Bevölkerung weiterhin unbeliebt. Dass es in Deutschland keinen Grundkonsens dafür gibt, ob und unter welchen Umständen man bewaffnet in Konflikte eingreift, hält der ehemalige Chef des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Rainer Glatz, für ein echtes Problem: "Wir werden wahrscheinlich beim nächsten Einsatz wieder in dieselben Diskussionen geraten, in denen wir in der Vergangenheit auch immer wieder verhaftet waren."

Vielleicht sollte sich Rainer Glatz mal selbst fragen, wie Beteiligungsgrund - Ziele - und Ergebnisse aus dem Afghanistaneinsatz dazu angetan sind, für den gewünschten Grundkonsens zu werben.

Wenn man einen Partner hat der bestimmt, dass der Einsatz erforderlich ist und sich nun wieder zurückzieht, ohne die angestrebten Ziele erreicht zu haben, dann dürfte dies das eigentliche Problem sein und nicht der fehlende Grundkonsens.

Die Taliban werden den Teilabzug der USA doch als Erfolg für sich verbuchen.

Parlamentsarmee

Zu: 23:17 Uhr von Sausevind

Tja, warum rennen Feuerwehrleute in ein brennendes Haus? Warum fährt das Boot der Seenotretter vom DGzRS hinaus in die Sturmnacht? Warum wagen sich Polizeibeamte undercover in den kriminellen Untergrund? Warum stellen sich die Polizeibeamten der GSG9 bewaffneten Terroristen entgegen?

Alle diese mutigen Mitmenschen wissen, dass es um höhere Ziele und Werte geht: Schutzbedürftigen und Schwachen solidarisch beizustehen. Genauso wie die Soldatinnen und Soldaten erfüllen sie ihre Mission freiwillig, professionell, wissend um gute Führung und Logistik sowie vertrauend auf die Wertschätzung der breiten Bevölkerung.

Die demokratischen Parteien im Bundestag, welche keineswegs lapidar über eine gefahrenreiche Auslandsmission der Bundeswehr entscheiden, machen dies verantwortungsvoll und nach Abwägung aller Argumente. Der Bundestag weiß, welche Opfer von den Soldatinnen und Soldaten gefordert werden. Daher ist ein Minimum von Respekt und Ehrbezeugung angebracht.

@23:14 von wie-

"Dann können Sie doch sicherlich aktuelle repräsentative Umfragen nennen, die Ihre Behauptung stützen."

Wer suchet der findet. Einfach mal die Suchmaschine anwerfen. Ich bleibe dabei: die überwältigende Mehrheit der Deutschen lehnt die Ausland-Einsätze der Bundeswehr ab.

Und seltsamerweise treiben die bösen Terroristen häufig dort ihr Unwesen, wo auch reiche Bodenschätze zu finden sind. Ist doch seltsam oder? Jedenfalls werden Militäreinsätze immer mit "Terrorbekämpfung" legitimiert, niemals aber mit Handelspolitik. Das würde die Bevölkerung (egal welche) niemals akzeptieren.

@wie-

"Am 30. August 2019 um 23:22 von wie-
Kronzeuge Wikipedia
Zu: 23:03 Uhr von laurisch._karsten
Wikipedia ist verführerisch als Kronzeuge, das ist mir bekannt. Nun, der Abschnitt in dem Wikipedia Lemma, auf das Sie verweisen, ist ein typisches Beispiel, weshalb Wikipedia keine seriöse Quelle ist sondern höchsten einen Einstieg in ein Thema und ein gewisses Überblickswissen bieten kann. So lernen es auch die Schulkinder in Deutschland."

.

Sie haben wieder ein Mal Recht. Deshalb gehe ich nun ins Grundgesetzt. Ich hoffe die Seite von der Bundestagsverwaltung ist für Sie nicht auch "Fake News".
https://www.bundestag.de/grundgesetz
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_25.html
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_26.html

Falsche Quelle?

Zu: 23:22 Uhr von laurisch._karsten

Die Quelle auf die Sie verweisen (www.gruene-bundestag.de) bezieht sich allein auf eine Umfrage und den Abgeordneten der Fraktion Büdnis90/Grüne zu den aktuellen Auslandsmissionen der Bundeswehr. Die Zahlen sind daher weder repräsentativ noch ein Beleg für Ihre Behauptung.

Immerhin stellt die Fraktion fest: "Auch die Bundeswehr kann einen wirksamen Beitrag zur Gewalteindämmung und kollektiven Friedenssicherung leisten."

Weshalb waren wir nochmal in Afghanistan?

Verzeihung - möglicherweise leide entweder ich unter verschärfter Demenz, oder aber unsere Presse - aber irgendwie meine ich mich doch dunkel erinnern zu können, der ursprüngliche Grund des deutschen Auslandseinsatzes in Afghanistan sei der erste Bündnisfall in der Geschichte der Nato gewesen. Und den hätten die USA ausgerufen. Wegen diesem Osama Bin Laden und dem 11. September 2001.

Und wenn dieser Umstand noch so peinlich ist, dass man den Einsatz inzwischen mehrfach umgewidmet hat, so meine ich doch: Wenn schon die Amis ihren eigenen Bündnisfall nicht mehr verfolgen, dann sollten die Deutschen vielleicht auch endlich mal nach Hause gehen. Bevor noch irgendjemand meint, das sei nur eine Verschwörungstheorie ...

@ laurisch._karsten

Zum Thema Afghanistan haben die Grünen im Bundestag die vernünftigste und am ehesten authentische und ehrliche Position. Das merken die Wähler natürlich.

Erklärungsbedürftige Argumentation

Zu: 23:33 Uhr von laurisch._karsten

Ich denke nicht, dass im 1948 verfassten Grundgesetz bereits irgendein Passus oder Verweis auf die afghanischen Taliban 4 Jahrzehnte später zu finden ist. Wir hatten uns doch über die Taliban und Ihre Theorie, dass die USA diese militaristischen Fundamentalisten herangezüchtet haben soll, ausgetausch, oder?

Mir ist völlig schleierhaft, was Sie nun begründen wollen, also wofür das arg gebeutelte Grundgesetz herhalten soll.

Vor US-Engagement: Mädchen in Schulen, z.T. Miniröcke

@23:14 von wie-
... zumindest in Kabul. Alles noch unter Nadschibullah.
Die USA haben - um die Sowjets nach Afghanistan zu "locken" - für Milliardenbeträge Islamisten bis aus Marokko und den Golfstaaten als "Widerstandskämpfer" nach Afghanistan geholt.
Vgl. die entsprechenden Aussagen des langjährigen Präsidentenberaters Brzezinskis.
Damit gewannen auch die Warlords wie Hekmatyar an Bedeutung.

Was die Umfragen betrifft, entscheiden unsere "Vertreter" des Öfteren überhaupt nicht im Sinne ihrer Auftraggeber.
Das ging bei der Wiederbewaffnung los, und endet heute mit Auslandseinsätzen.
Leider wählen viele dann doch diejenigen, die sie vorher betrogen hatten.

@wie-

"Immerhin stellt die Fraktion fest: "Auch die Bundeswehr kann einen wirksamen Beitrag zur Gewalteindämmung und kollektiven Friedenssicherung leisten."

.

Hier kann ich sogar noch mitgehen. Solange es im Rahmen des Deutschen Grundgesetz und des Völkerrechtes geschieht.

Eine andere Kultur

Die Führer in diesem Land ziehen nicht an einem Strang...zu verschieden sind die Ansichten, wohin sich Afghanistan entwickeln soll...die Russen haben sich schon dort eine blutige Nase geholt...auf die Dauer können die amerikanischen und deutschen Soldaten keinen Frieden bewirken, wenn er nicht von allen Bevölkerungsteilen gewollt wird....die Steinzeit-Taliban werden nicht aufgeben und dieses Land nicht in die Moderne führen...vielleicht wäre es doch besser, dass die Afghanen ihren eigenen Weg ohne militärische Unterstützung gehen sollten.

Konstruierte Wahrheiten

Zu: 23:33 Uhr von pxslo

Dann nennen Sie doch einige Ihrer Belege. Sie brachten das Argument "Mehrheit", was ich bezweifle.

Übrigens: "reiche Bodenschätze" gibt es überall. Mir wäre aber neu, dass die Pioniertruppe der Bundeswehr im Schutz der Einsatzkontingente mit dem Rohstoffabbau beschäftigt ist.

Und, "niemals aber mit Handelspolitik", stellen Sie fest? Schon einmal von der Atalanta-Mission gehört? Und was ist mit den aktuellen Missionen im Mittelmeer?

Zudem: den Nebeneffekt der Missionen, Reduzierung von Fluchtgründen, Ermöglichung der Rückkehr von Geflüchteten, Schutz von Entwicklungszusammenarbeit, das werden Sie begrüßen, oder?

Ich empfehle Ihnen das Nachlesen der Parlamentsprotokolle, wenn es um die Abstimmung zu den diversen Mandaten geht. Pro Mandat in mehreren Lesungen.

@ laurisch._karsten

Nun Sie haben Recht. Allerdings unterliegt die Bundeswehr nach wie vor dem Bundesdeutschen Grundgesetz. Das untersagt jeden Völkerrechtswidrigen Einsatz der Bundeswehr.

Die Bundeswehr wurde allerdings niemals völkerrechtswidrig eingesetzt. Anders als die NVA, die zur Bewachung der innerdeutschen Grenze abkommandiert war.

Marvin 23:23

Wenn es nur um Osama Laden und seine ehemalige Terrortruppe gehen würde, wäre dieser Bündnisseinsatz mit dessen Tod spätestens beendet worden.
Doch was würde denn in Afghanistan passieren, wenn alle einfach nachhause gingen?

23.29 von wie-

ja, die Feuerwehrleute und alle anderen genannten Helfer riskieren ihr Leben/Gesundheit für uns, dafür sollten wir alle dankbar sein.
Aber ich habe noch keinen Soldaten gebeten im Auftrag von wem und für welchen Zweck sein Leben in fernen Ländern für mich zu riskieren.....

22:25 von andererseits

"In Afghanistan wird seit rund 40 Jahren gekämpft, bis auf wenige kurze ruhigere Phasen. "

Russland ist nach 19 Hilfersuchen in 1979 in Afghanistan einmarschiert .
Die Islamischen Unruhen wurden damals von den USA initiiert und später offen unterstützt ( Brzezinski - Die Russland Falle) .
Russland sollte das eigene Vietnam bekommen , es gelang - 1979 nach 10 Jahren mussten die abziehen.
George Bush jr. wollte nach dem WTC - Attentat den islamistischen Terror , sein eigenes Baby , in Afghanistan vernichten und der Welt seine Stärke demonstrieren .
Mit all seinen Getreuen versuchen die USA dieses , trotz massiver Opfer nun seit 2001 erfolglos .
Nicht auszudenken , bekämen die Taliban von politischen Gegenspielern militärische Unterstützung , moderne Waffen .
Informieren sie sich unter Afghanistan - Damals und heute.
Beschämend die Aussagen von Afghanen : "Verglichen mit den Amerikanern", sagt Ahmad, "waren die Russen immer noch besser". (evangelisch.de 22.12.2009 )

@ marvin

Weshalb waren wir nochmal in Afghanistan? Verzeihung - möglicherweise leide entweder ich unter verschärfter Demenz, oder aber unsere Presse

Nein, die Presse nicht.

Terrorbekämpfung oder Handelsinteressen

Imperiale Kriege zur Bereicherung von Investoren werden niemals als solche bezeichnet. Häufig geschieht dies unter dem Deckmantel der "Terrorbekämpfung" oder auch "Drogenkriege". Kein Soldat würde sein Leben dafür riskieren wollen, damit ein milliardenschwerer Investor seine Kassen um weitere Milliarden füllen kann. Deshalb diese Verschleierungen.

Der Irak- wie auch der Libyen-Krieg waren in erster Linie Rohstoffkriege. Dort ging es ums Erdöl (Petrodollar). In Afghanistan geht es in erster Linie um die Kontrolle von Handelswegen (Seidenstraßen-Projekt, Pipelines), obwohl auch dort viele Bodenschätze vorhanden sind.

Eins ist jedenfalls klar: die Amerikaner werden Afghanistan nicht wie damals die Russen verlassen. Bei denen ging es um Politik, bei den Amerikanern geht es ums Geschäft.

Rolle in der Welt

Zu: 23:23 Uhr von Zundelheiner

Nun, Ihre "Lüge" bzw. hunderttausende junger Männer haben mit einen Beitrag geleistet, dass seit sieben Jahrzehnten Frieden herrscht in der Mitte Europas.

1989, 1991, 1998, 2001 und in den Folgejahren hat sich diese Welt gewandelt. Sie sind Zeitzeuge. Neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind entstanden. Hier hat auch die Bundesrepublik Deutschland, eines der fünf reichsten und einflussmächtigsten Länder dieses Planeten zu handeln. Isolationismus hilft niemanden, schon gar nicht, wenn 82 Mio. Deutsche ihre Ressourcen aus der ganz Welt beziehen und in die globalisierte Welt ihre Erzeugnisse exportieren.

23:17 von Sausevind

' "Denn die "Bürger in Uniform" setzten sich aktiv für die Werte der Verfassung und den parlamentarischen Auftrag ein."

Nein! Sie zerstören die Werte der Verfassung.
Sie suggerieren, dass Krieg und Kriegstote einen Sinn machen.'

Volle Zustimmung . In den 60er bis 80er Jahren ging die Jugend am Wochenende und insbesondere Ostern für Frieden und Abrüstung auf die Straße .
Heute wird Freitags ,mit vielerlei Segen, für das Klima die Schule geschwänzt.

Darstellung: