Ihre Meinung zu: Hongkonger Demokratie-Aktivisten auf Kaution wieder frei

30. August 2019 - 13:27 Uhr

Zwei prominente Aktivisten der Hongkonger Protestbewegung, Wong und Chow, sind kurz nach ihrer Festnahme auf Kaution freigelassen worden. Die beiden sollen andere zu einer illegalen Versammlung animiert haben.

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Kommentare

Na also... Die Aktivisten sind frei - Demos muessen weitergehen

Na also.. geht doch.

https://www.tagesschau.de/ausland/joshua-wong-hongkong-festnahme-103.html

Zwei prominente Aktivisten der Hongkonger Protestbewegung, Wong und Chow, sind kurz nach ihrer Festnahme auf Kaution freigelassen worden. Die beiden sollen andere zu einer illegalen Versammlung animiert haben.

hoffentlich gehen die Demos weiter. Dieses chinesische Regime muss weg. Das sind Despoten und China ist eine Totalueberwachungs-Diktatur und nichts weiter.

Und Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht:

https://www.tagesschau.de/ausland/joshua-wong-hongkong-festnahme-103.html

Großdemo für Samstag abgesagt
Eine für Samstag geplante Großdemonstration der Demokratiebewegung gegen die pekingtreue Führung Hongkongs wurde verboten.

https://www.zivilpakt.de/versammlungsfreiheit-3373/

Daher kann die chinesische Regierung das gar nicht verbieten.

Es wird Zeit dass Honkong sich von China losmacht

Es wird Zeit, dass Hongkong sich von China losmacht und eventuell machen noch mehr Städte in China mit, dieses Regime in China loszuwerden. Und Hongkong tut gut daran, die Grenzen zu schließen und diese chineischen Truppen auf Hongkons Boden in Abschiebehaft zu nehmen und sie nach China abzuschieben mit der nächsten Maschine.

Allerdings geht Gewalt bei den Demos nicht:

https://www.tagesschau.de/ausland/joshua-wong-hongkong-festnahme-103.html

Demonstrierende hätten zuletzt "nicht nur Feuer gelegt und Straßensperren errichtet, sondern auch Brandbomben, Stahlkugeln, Steine, lange Speere und verschiedene selbst gefertigte Waffen" eingesetzt.

Gewalt ist keine Lösung. Aber ich kann schon verstehen, wenn die Stimmung in Hongkong durch diese Erpressung und diesen illegalen Annexionsversuch durch China gereizt ist.

Animierung zu illegaler

Animierung zu illegaler Versammlung ?
.
Gibt es keine Versammlungsfreiheit in Hongkong. ?

13:50 von berelsbub (Vorgängerthread)

Der Nachweis ist längst geliefert, dass die HK-Polizei als Demoteilnehmer getarnte Undercoverprovokateure mit schwarzer Kluft, Rucksack, Bauhelm getarnt in die vorderen Reihen geschleust hat. Genau diese Figuren haben dann auf Befehl einige Protestierer brutalst angegriffen und festgenommen.

Das vom Guardian dokumentierte Video ist nur ein Beispiel:

https://is.gd/VbzrKZ

Zum anderen belegen die Schlägermobs am Beispiel Yuen Long die Kooperation mit der Polizei und mit chinatreuen Politikern (wie Junios Ho). Dabei hatten weißgekleidete mit Knüppeln und anderem bewaffnete, chinatreue Gangs Hetzjagden auf friedlich abziehende Demoteilnehmer gemacht und viele Menschen blutig geschlagen (Video).

Sehr aufschlussreich wird es besonders, wenn hier Foristen aus dem demokratiefeindlichen Rechtsaußenspektrum die autoritäre Strategie Chinas o. der HK-Polizei gut heißen. Hier scheint es offenkundige Sympathien zu geben. Nicht überraschend ... ist doch China alles andere als "kommunistisch".

rer Truman Welt

Na ja, wer da denkt oder gar fordert, die Hongkonger sollten sich von China lösen, der glaubt vielleicht auch daran, daß Donald Trump davon überzeugt werden kann, daß er Länder oder Teile von Ländern nicht kaufen kann.
Nein, Hongkong gehört zu China, steht bis 2047 lediglich unter einer selbstbestimmten Verwaltung und - mehr oder weniger - bisherigen Bedingungen. China wird Hongkong nicht einfach mal ebenso ziehen lassen. Vielleicht verkaufen sie Trump Hongkong, aber ich befürchte, der hat daran kein Interesse -> kein Platz für einen Golfplatz - und club. Nein, die Hongkong Chinesen müssen mit dieser Perspektive leben (lernen). Interessanter erscheint mir doch die Frage, weshalb die Chinesen den früheren Einfluss unbedingt jetzt schon erreichen wollen?
Was ist Ihr Motiv. 2047 ist mit der Selbständigkeit eh Schluss. Das ist so vereinbart. Was treibt die Chinesen an? Wenn man das gesichert wüsste, könnte man vielleicht gezielter von Aussen intervenieren - denke ich.

Chapeau

Erstmal Danke an die Tagesschau, ausführlich und stets aktuell zu den Geschehnissen in Hong Kong zu berichten.
Chapeau an Joshua Wong und Agnes Chow, die zu wahren Helden als Wächter der Demokratie in Hong Kong aufsteigen. Vielleicht sehen wir eines Tages die beiden auf einer Briefmarke oder sogar Münze.

meine Antwort zu:

zu 13:56 von realitychecker
"seriöse Portale" - "lt. Veranstalter 1,7 Mio."
-----------------------------------------------
Ich gehe mal davon aus, das ich die Webseiten anders als Sie in seriös einordne. Wieviele Demonstranten hatte denn die von Ihnen angesprochene Demonstration nach Angaben der Polizei? Antwort: Hongkongs Polizei erklärte, im Park seien 128.000 Menschen gewesen, nur dort war diese Demo genehmigt worden.

Erneut forderten einige Demonstranten neben dem endgültigen Verzicht auf das Auslieferungsgesetz und dem Rücktritt der Regierung die Abspaltung Hongkongs von der Volksrepublik China (»Free Hong Kong«). Nach Einbruch der Dunkelheit begann ein Teil der Demonstranten, Polizisten mit Laserpointern zu attackieren und einzelne Festlandchinesen anzugreifen.

Und das geht beides nicht. Hongkong wurde mit Gewalt brtische Kolonie, dieses Unrecht gehört der Vergangenheit an.

Ich hoffe sehr, die hier wiedergegeben...

...Kommentare spiegeln nicht die
offensichtliche Ohnmacht des
Westens! Es wäre sehr zu hoffen,
dass man hinter den Kulissen auf
diplomatischem Weg die Chinesen
zu vernünftigem Handeln animiert!
Hier nur medial und undiplomatisch
ständig Feuer ins Öl zu gießen, bringt
GAR NICHTS! Im Gegenteil, die
Chinesen fürchten nichts so sehr
wie Gesichtsverlust, deswegen
wäre auch der Westen mal gut
beraten, vernunftbetontere Töne
anzuschlagen, anstatt den Verdacht
zu nähren, diese Proteste würden
von Außerhalb mit Geld und Tat
unterstützt!!
DAS, wär jetzt DIE Gelegenheit
für Deutschland sich gegenüber
China Klug zu verhalten und auch
in Zukunft als Gesprächspartner
im heiklen Angelegenheiten
akzeptiert zu werden!!
Die jungen Menschen in HONGKONG
in dem illusorischen Glauben zu
bestärken, man würde sich für
sie mit der Regierung in Peking
anlegen, ist unehrlich und auch
brandgefährlich!!
Ich hoffe NIEMAND will ein zweites
Tian'anmen!

Das war's mit Hong Kong, wie wir es kennen

Wenn man den Agenturmeldungen glauben schenken kann, rollen bereits die ersten chinesischen Panzerfahrzeuge durch Hong Kong. Xi Jinping bringt seine Militärmaschinerie in Stellung.

Die Hong Konger Bürger sind - anders als die Festland-Chinesen - dank ihres (noch ) freien Internets und der (noch) freien Presse bestens darüber informiert, was 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking geschehen ist. Sie wissen, dass jeglicher weitere öffentliche Protest von nun an lebensgefährlich für sie sein wird, da sie davon ausgehen, dass Xi Jinping, wie seine Vorgänger damals in Peking, auch ein blutiges Massaker in Kauf nehmen wird, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen und folglich notfalls den Schießbefehl erteilt.

Mit diesem Wissen werden die Hong Konger sich zurück ziehen und die militärische Besetzung ihrer Stadt widerstandslos hinnehmen. Xi Jinping wird Hong Kong endgültig einnehmen, ohne auch nur einen einzigen Schuss abzugeben. Der Kampf um die Stadt ist entschieden;(

14:27 von Mitdenker2019

hoffentlich nicht als Märtyrer

Zustimmung

Ich kann Ihnen nur zustimmen: Gewalt in Hong Kong geht gar nicht und finde auch Ihre Zustimmung zur Unabhängigkeit der Uiguren und Tibet in treffend beschrieben.

@realitychecker

der nachweis ist laengst geliefert, dass agent provocateurs der "sicherheitsorgane" beim g20 gipfel in hamburg massiv im einsatz waren, um ausschreitungen und gewaltexzesse anzuzetteln und/oder zu begehen, um eine begruendung fuer harte polizeieinsaetze zu liefern.

genauso war es auch schon beim gipfel von heiligendamm.

dennoch berichtete auch die tagesschau (ein blick in die archive der tagesschau genuegen) ueber angebliche gewaltexzesse von gegendemonstranten. bis heute fehlt eine entsprechende richtigstellung auf diesen seiten oder gar eine entschuldigung.

es wurde bekanntlich auch ein demonstrant angeklagt, dem konkret keine straftat nachgewiesen werden konnte. einzig seine identifizierung in einem sogenannten schwarzen block reichte fuer eine anklage.

nun stelle man sich vor, die chinesischen behoerden wuerden so vorgehen. sie duerfen dreimal raten, wie die entsprechende berichterstattung hier waere, inklusive der kommentare empoerter nutzer.

@pistolenpete1

sind sie vor ort?
oder erleben wir hier gerade ihre antichinesischen hasstiraden?

@Demokratieschülerin 13.49

Es nützt nichts, wenn Sie deutsche Bestimmungen hier rein kopieren, ob zur Versammlungsfreiheit oder was auch immer. Für HK und China gilt das GG nicht, die sind keine Kolonien von D. Und HK gehört zu China, wenn auch mit zeitlich befristeten Sonderrechten. Wenn die Hk- Chinesinnen und Chinesen diese _Rechte behalten können, wäre schon Einiges erreicht. Das bedingt aber den Bogen nicht zu überspannen

Das sind die (gar nicht)

Das sind die (gar nicht) feinen Nadelstiche, die China setzen lässt: verhaften, kurz darauf auf Kaution hin freilassen - auch eine Art psychischer Terror, durchgeführt von Staats wegen. Rechtswillkür zur Einschüchterung ist das; mit der Freilassung aufgrund von Kaution in westlichen Demokratien hat das nur scheinbar zu tun.

kein regionales Phänomen

"Der Nachweis ist längst geliefert, dass die (...)Polizei als Demoteilnehmer getarnte Undercoverprovokateure ... getarnt in die vorderen Reihen geschleust hat......"

Leider weiß ich aus erster Hand (nämlich von jemandem, der zeitweilig in ähnlicher Funktion als Steine-Werfer tätig war), daß so etwas auch in Deutschland schon vor Jahrzehnten gängige Praxis war und hochwahrscheinlich immer noch ist.

@mitdenker2019

sie meinen so wie deng xiaoping, der hier im westen solange als reformer galt, wie er die wuensche des westens erfuellte und vor allem gegen die sowjetunion stellung bezog?
sobald er aber auf die eigenstaendigkeit chinas pochte und sich an vorderster front an der niederschlagung der proteste 1989 auf dem tiananmenplatz beteiligte, weil er weniger die studenten als die eigentliche gefahr erkannte, sondern die spin-doktoren hinter ihnen, da war deng dann auf einmal in ungnade gefallen.

gleiches gilt ja auch fuer viktor orban oder andere "reformer". wenn sie sich als klassische zauberlehrlinge entpuppen, dann weiss man auch einmal, nach welcher pfeife sie tanzten, als noch "reformer" waren. oder eben "demokratie-aktivisten".

14:42 von andreas0068

Ihre das ultranationalistische China und dessen Subversionsstrategie verteidigende Aussage ist natürlich eine Diffamierung Millionen friedlicher Demokraten.

Die Zahlen vom Juni sind realistisch. Rechnen Sie übrigens mal nach was 2 Mio TN auf 7,5 Mio Einwohner bedeuten würde für eine Demo in Deutschland bei 82 Mio. Einwohnern. Die von vor zwei Wochen lagen, wenn nicht bei 1.7 wie von den Veranstaltern geschätzt, mit Sicherheit bei 1 Mio. Wenn Sie sich mit den Straßenzügen, durch die gezogen wurde auskennen würden, wären Sie etwas vorsichtiger mit solchen Abwertungen.

Das Ablenken auf die Gewaltaktionen ist alte Strategie der herrschenden Autokraten o. von nationalistischen, rechtsautoritären (und sich "kommunistisch" nennenden) Regimen. Wie "schön", wenn man sich dann nicht mit den Forderungen nach Einhaltung des Autonomiestatus beschäftigen muss.

Jeder aufrechte, überzeugte Demokrat hier und anderswo wird das Anliegen der HK-Demokratiebewegung inhaltlich voll unterstützen.

@Mitdenker

„Brot ist Freiheit - Freiheit Brot!“ so sagt es ein deutsches Volkslied.
Brot ist in China Reis.
China ist das Land, das den größten historischen Erfolg des letzten und auch dieses Jahrhunderts zu verzeichnen hat.
Das ärmste Land der Erde wurde unter kommunistischer Führung zum Land an der Spitze der Welt.
Hongkong produzierte 1997 noch 15 % des chinesischen Sozialprodukts, heute produziert es nur noch 3% des chinesischen Sozialprodukts, nicht weil es weniger, sondern weil China inzwischen so viel mehr produziert. Damit verliert Hongkong eklatant an Bedeutung und genau darum geht es: es sind die oberen Zehntausend Hongkongs, die ihren Bedeutungsverlust in einem Gesamtchina nicht akzeptieren können. Ihren Status können sie nur in einem „unabhängigen“ Hongkong halten. Deshalb diese Wut auf die Festlandschinesen.
Es ist eben nicht die Arbeiterklasse, die in Hongkong aufbegehrt, sondern nur die Bourgeoisie, die jetzt in einer Loserposition steckt.

dann andere Wege

ein Demo-Verbot sollte doch kein Problem sein: nehmt Eure Einkaufstaschen und geht bitte einfach vor die Tür ! Kauft nichts, aber besetzt die Straßen !

"Aktivist" was soll das sein?

"Aktivist" was soll das sein?

Hoffentlich nicht nur "vorläufige" Beendigung eines Unrechts

"Demokratie-Aktivisten wieder frei"

Wie und warum auch immer: Gott sei Dank.

@NEU

Da können Sie ganz beruhigt sein, von anti-chinesischen Hasstiraden bin ich weit, weit entfernt. Aber ich betrachte mich als Chinakenner und ich war tatsächlich kürzlich vor Ort, ja.

Wer jemals geglaubt hat, daß

Wer jemals geglaubt hat, daß China sich an die Verträge bezüglich Hong Kong hält, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Statt zu demonstrieren, wäre ich längst ausgewandert.

@deutlich 14:59h

Naja, bevor man einen nach hier kopierten Link als irrelevant ablehnt wäre es vielleicht angebracht, ihn sich vorher mal anzusehen :-) ... @demokratieschülerin hat - m.E. recht blauäugig - auf den Artikel 21 des Zivilpaktes der Vereinten Nationen Bezug genommen, der grundsätzlich das Versammlungsrecht für Jedermann gewährleistet, also auch für Deutsche und auch für Chinesen.

Gleichwohl habe ich ähnliche Bedenken wie Sie auch: Wie wir alle wissen, bleibt auch der eindeutigste und brutalste Rechtsbruch durch Regierungen heutzutage folgenlos. Und das ist der eigentliche Skandal. Denn dieser Umstand ermutigt regelrecht dazu, internationales (Menschen-)Recht einfach zu ignorieren.

@demokratieschülerin 13:49h

Nun, tatsächlich ist es so, dass die chinesische Regierung verbieten kann, was ihr beliebt. Wer sollte sie daran hindern? Es wird ihr problemlos möglich sein, mit entsprechendem Videomaterial auf die Gefährdung der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit abzustellen.

Freiheit

Der Drang nach Freiheit lässt sich nicht auf Dauer einsperren !
Es sei der Führungsriege Chinas empfohlen, dies rechtzeitig zu erkennen.
Man kann auf Dauer einem Volk nicht mit Wohlstand das Maul stopfen, um zur Freiheit zu gelangen.
Es möge den Verantwortlichen gelingen, dies rechtzeitig zu erkennen !

@Meinung zu

" weshalb die Chinesen den früheren Einfluss unbedingt jetzt schon erreichen wollen?
Was ist Ihr Motiv. 2047 ist mit der Selbständigkeit eh Schluss. Das ist so vereinbart. Was treibt die Chinesen an?"

So einfach ist es nicht. Sie können nicht von einem Tag auf den anderen Millionen Menschen eine Gesetzgebung verpassen, welche diese massiv ablehnen. Das würde am "Tag X" Szenen provozieren wo die Bilder vom Rückzug der Amerikaner aus Saigon wie ein Picknick aussehen würden und HK wirtschaftlich und politisch ruinieren werden.

Die halbe Zeit ist aber leider schon rum. Deswegen muss China langsam aber stetig die Gesetze in HK zu denen von Festland China transformieren - oder sich damit abfinden das die Sonderrechte der Stadt für immer gelten.

Für die Freiheit in HK eine letzte Chance. Wenn auch eine sehr kleine. Bis auf Worte wird es keine Hilfe von außen geben.

@ 15:11 von Bigbirl

China ist das Land, das den größten historischen Erfolg des letzten und auch dieses Jahrhunderts zu verzeichnen hat.
Das ärmste Land der Erde wurde unter kommunistischer Führung zum Land an der Spitze der Welt.

China hat in den letzten 40 Jahren tatsächlich Erstaunliches geleistet, aber erst nachdem die Kommunistische Partei unter der Führung von Deng Xiaoping einen Staatskapitalismus (statt Kommunismus) eingeführt hat. In den 30 Jahren davor war China ein kommunistisches Blutmeer. Dutzende Millionen Menschen fielen Maos Regime zum Opfer.

Es ist eben nicht die Arbeiterklasse, die in Hongkong aufbegehrt, sondern nur die Bourgeoisie, die jetzt in einer Loserposition steckt.

Falsch. Die große Mehrheit in allen (Marxismus Alarm) "Klassen" Hongkongs will Freiheit und Demokratie.

Wir haben auch

Die reichsbürger verhaftet, Hass Prediger in Deutschland Razzien durch geführt. Ich weiß nicht, warum wir uns immer Empören, wenn es um Chinesen geht. Fakt ist doch China hat in letzten 40jahren 800millionen Menschen aus Armut gezogen, die Menschen können frei in Land bewegen und sprechen was sie wollen, sie dürfen nur nicht Wut und Hass schüren, das ist in bereiten Bevölkerung auch recht so. Sie wollen keine Unruhen, sie wollen nicht Regierung stürzen. In China ist überall Kameras installiert wie in England, die Bevölkerung stört es nicht, die dürfen nur keinen Verbrechen begehen. Der Staat hat Verpflichtung gegenüber das Volk zu stellen, ein grosses Land mit 1.3milliarden Menschen gibt es auch sehr viele Verbrecher, die die anderen leid zufügen. Vor Jahren sind sehr viele Eltern besorgt, das deren Kinder entführt werden können, weil eben viele Kinder entführt werden. Ich glaube, jedes Land hat seine Sitten und Probleme, sogar in Europa denken die Staaten anders wie die anderen.

Vielfalt oder Einfalt

Für China geht es schlicht darum, mit Hongkong nicht weiter ein politisches und kulturelles Modell der Vielfalt in seinem Reich der Einfalt zuzulassen. Laut der chinesischen Staatsdoktrin müsste ja HK an seinen eigenen politischen Freiheiten zugrunde gehen und möglicherweise gibt es in China und sogar auch hier Anhänger des Glaubens, dass Demokratie und Freiheit und damit verbunden Vielfalt zu immer größerem Chaos mit anschließender Verelendung der „Massen“ führen.

Tut es aber nicht und damit wird erwächst dem chinesischen Einheitsmodell quasi im eigenen Land ein Gegenmodell.

Genau dies scheinen die Anhänger beider Seiten zu spüren und die Bedingungen scheinen klar: Für China spricht die z.Zt. noch vorhandene schiere Staatsmacht, für HK schlicht die Zeit: Freiheitswillen lässt sich zwar unterdrücken, aber nicht beseitigen. Unterdrückung führt immer und zwangsläufig zu steigendem statt abnehmendem Druck.

Das chinesische Dilemma!

Warum nur Aktivisten

Die Rede ist vom Aktivisten, dem Universal Soldier des globalen Protestes.
Die Welt: Aktivisten sind Regierungsgegner und Unterstützer des Präsidenten Maduro in Venezuela, rechte Populisten von Pro NRW und linke Tierrechtler in Deutschland, französische Gegner der Homoehe und amerikanische Transsexuelle, die sich endlich ordnungsgemäß bei Facebook registrieren wollen. Aktivisten sind in der Mediensprache Pussy Riot genauso wie der Journalist Glenn Greenwald, dem die Welt die Snowden-Enthüllungen verdankt.
In der ehemaligen DDR wurden besonders herausragende Leistungen mit dem Titel "Aktivist der sozialistischen Arbeit" geehrt.

Auf Kommentar antworten

Der Drang nach Freiheit wird China in mindestens ein Dutzend Kleinstaaten zerfallen lassen wenn die Regierung ihm freien Lauf lässt. Das würde man natürlich in den Industrieländern gerne sehen, da gerade ein gewaltiger Konkurrent heranwächst und schon lange seine Krakenarme ausstreckt.
Vielleicht täten wir auch mal gut daran, manche (vermeintliche) Freiheiten zugunsten des eigenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Überlebens zu opfern.

Auf Ihre und die Belehrungen der eher überheblichen als überlegenen Demokratien dieser Welt ist China nicht angewiesen. Man sollte sich hier eher mal genau ansehen wie China mit renitenten Störenfrieden umgeht und daraus lernen.

Das erhöht dann auch das allgemeine Wohlbefinden und fördert die Gemeinschaft.

15:34, Thomas D

>>Wie wir alle wissen, bleibt auch der eindeutigste und brutalste Rechtsbruch durch Regierungen heutzutage folgenlos.<<

War das denn jemals anders?

Es ist langsam Zeit

Es ist langsam Zeit Sanktionen zu ziehen. Boris könnte sich als ehemalige Regierung hier beweisen. China driftet immer weiter in etwas was die Weltgemeinschaft nicht tolerieren darf. Der einzige Punkt in dem ich leichte Sympathie für Trumps Provokationen habe. Die unseren sind viel zu sehr an der Industrie orientiert. Was scheren uns da die Chinesischen Menschenrechte.

@von Axtos

unter der Knute der Briten war Hongkong eine totalitäre Diktatur.
Seltsamerweise hat man damals nichts von Forderungen nach Freiheit für Hongkong seitens des Westens gehört.
Da ich viel reise, kann ich selber nur feststellen: überall treffe ich auf Chinesen. Die scheinen mir zur Zeit das reisefreudigste Volk auf Erden zu sein. Sie kehren aber auch seltsamerweise alle nach China zurück. So unterdrückt scheinen die alle nicht zu sein!

14:27 von Meinung zu unse...

"""Nein, die Hongkong Chinesen müssen mit dieser Perspektive leben (lernen)"""

Nein, müssen sie nicht. China muss wohl eher mit der Perspektive der dritten Option leben müssen, dass ihre eigene Verfassung und die unterschriebenen völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge Gültigkeit bekommen.

Das chinesische Regime ist per Definition und zwar chinesischer Definition, illegitim und besitzt keinerlei Legalität. China ist de Facto ein Land ohne Administration. Anstelle einer legale Administration gibt es lediglich Gewalt einschließlich eklatanten Menschenrechtsbruch sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die einzige legitime und legale chinesische Führung sitzt in Taiwan.

Zusammenhalt und äußerste Vor- und Umsicht sind fundamental

"Nach dem Verbot sagten die Organisatoren der Demonstration ihre geplante Kundgebung ab. Man sehe keine andere Möglichkeit, (...). Es gebe Sorgen um die Rechtssicherheit und die körperliche Unversehrtheit der Teilnehmer. Unklar war, ob es dennoch nicht genehmigte Demonstrationen geben würde"

Die Gefahr, dass Schlägertrupps auf Anweisung der Regierung(en) für die "nötige" Gewalt sorgen, falls die Demonstranten "zu friedlich" sein sollten, ist nicht von der Hand zu weisen; siehe die zahlreichen Veröffentlichungen dazu, u.a. diese hier: tagesschau.de/ausland/hongkong-proteste-gewalt-103.html/
tagesschau.de/ausland/hongkong-demonstration-105.html, Auszug:
„... ein weiterer Hinweis darauf, dass die Regierung für den Angriff verantwortlich ist oder ihn zumindest geduldet hat. Tatsächlich sei es kein Geheimnis, dass Chinas Staats- und Parteiführung in Hongkong mit Gruppen aus dem Umfeld des Organisierten Verbrechens zusammenarbeite (...) "Diese Verbindungen und Netzwerke bestehen seit (...).

rer Truman Welt

@ Am 30. August 2019 um 15:46 von Axtos

Ja, das könnte das Motiv der Chinesen durchaus sein und wäre sehr gut denkbar. Auf der anderen Seite bleiben noch 27 Jahre. Will ich mich 27 Jahre laufend auseinandersetzen oder mache ich einige Jahre 5 oder so - letzte Wahl, letzte "frei" agierende Regierung, etc. p. p. , kündige ich immer wieder an, schaffe aber erst Fakten, wenn es denn soweit ist--> wie angekündigt, keine freie Wahl mehr etc. Den Aufstand wird es sowieso geben, aber es wäre dann legitimer kurzen Prozess zu machen. Jetzt agiert China ausserhalb jedweder Legitimation. Deshalb kommt für mich eher eine andere Motivation in den Sinn, wenn sie jetzt quasi einmarschieren würden ->
frühzeitig die faktische Kontrolle zu übernehmen und gleichzeitig der Welt auch damit zu zeigen, daß ab jetzt auch ein chinesisches Weltgesetz existiert -> der Wille Chinas und die Welt hat das zur Kenntnis und hinzunehmen. Die Demonstration ihrer Macht.
Das ist meine persönliche Befürchtung.

wulfmusik

Hat etwa Josef Fischer aus dem Nähkästchen geplaudert ?! Der hat anschließend doch gut Karriere gemacht. Welche Agentur für Arbeit vermittelt heute noch solche anspruchsvollen Aufträge ?

Axtos

Dank für den Kommentar, wobei Sie aber m.E. Ursache und Wirkung verwechseln. 2047 ist nicht mehr weit und China könnte warten, bis Ihnen HK völlig problemlos ganz zufällt . Auch auf dem Festland werden m.M.n. die politischen Verhältnisse sich ändern und der noch dort existierende Kommunismus ebenso. Die Heißsporne in HK w o l l e n nur nicht warten und hoffen vermutlich auf eine richtige Karriere nach einem Umsturz. Ich nehme an, daß von den USA nachgeholfen wird, die in der Destabilisierung von Ländern bereits eine Menge Erfahrung haben. Das soll keine üble Nachrede sein, doch ist es leider Tatsache und hat bisher gut geklappt. Bei weiteren Unruhen werden die Rädelsführer ganz einfach verschwinden, was zwar bedauerlich wäre, doch immerhin besser als tausende Tote in einer stümperhaften Revolte, die keinerlei Aussicht auf Erfolg hat.

16:23 von Diaomeiqiantu

"""Fakt ist doch China hat in letzten 40jahren 800millionen Menschen aus Armut gezogen"""

Freiheit lässt sich nicht verkaufen, schon gar nicht einseitig ohne Einwilligung der Betroffenen. Dieses immer wieder vorgebrachte Argument ist vollkommen inhaltsleer.

"""sprechen was sie wollen, sie dürfen nur nicht Wut und Hass schüren"""

Falsch. Man dürfte noch nicht einmal sagen:
"Das Vorgehen der Regierung beim Tian'anmen-Massaker war richtig."

re Thomas D.: Nachkriegsordnung

„Nun, tatsächlich ist es so, dass die chinesische Regierung verbieten kann, was ihr beliebt.“

Pardon, aber „tatsächlich“ ist es so, dass keine Regierung dieser Welt „verbieten kann, was ihr beliebt“. Wie kommen Sie darauf? Ist Ihnen entgangen, dass es aus gutem Grund eine Nachkriegsordnung mit die Gründung der UN und der Ratifizierung der Charta der VN gegeben hat, denen sich selbstverständlich alle Regierungen unterworfen haben. Oder ist China aus den UN ausgetreten?

Und selbst dann würden allgemeine Menschenrechte auch von Chinesen eingefordert werden können. Und genau davor hat die chinesische Staatsmacht so viel Angst, Und genau deshalb agiert sie derart aggressiv.

Nein, etwas zu „können“ ist nicht das Gleiche wie etwas zu dürfen. Bitter für jeden Diktator.

„Es wird ihr problemlos möglich sein, mit entsprechendem Videomaterial auf die Gefährdung der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit abzustellen.“
Es geht im Leben immer um Glaubwürdigkeit. Sehen Sie diese?

16:20 von Gelenkte-Dem-DE @ 15:11 von Bigbirl

100 % Zustimmung.

Bewundernswert demokratisch

Ich bewundere die Aktivisten in Hongkong, die gegen die mächtige Staatsmacht und den perfekten Überwachungsstaat die Freiheit, die Würde und die Demokratie einfordern. Selbstbewusst und kompromisslos demokratisch.
Solche Leute bräuchen wir in Russland auch in größerer Zahl, aber es wird schon.

Hongkong ist nicht

Hongkong ist nicht lebensfähig. Woher kommt die Nahrung.
Wo werden die Produkte hergestellt mit denen Hong Kong handelt.
Wo der Müll hingebracht.
Von was wollen die Hogkonger leben, wenn China den Schiffahrtsverkehr nach H. einstellt.
Die sogenannten Anführer, wie stellen die sich die Zukunft Ihrer Millionen Mitbürger vor. Unverantwortlich was der Westen (USA Brit.) dort auf Kosten der Studenten veranstaltet.
China braucht nur dicht zu machen, Affe Tot.

@ Bigbirl - Unfreiheit sollte man nicht rechtfertigen

@ Bigbirl:
China ist das Land, das den größten historischen Erfolg des letzten und auch dieses Jahrhunderts zu verzeichnen hat.

Nein, das ist natürlich Russland. Aber einmal davon abgesehen, finde ich es unmöglich, dass Sie den Repressionen gegen das Volk auf diese Weise einen legalen Anstrich zu geben versuchen.
Zur Demokratie und zur Freiheit kann es keine Alternative geben.

Geschichtsklitterung

Zu: 17:11 Uhr, Bigbirl

Tja, den Hinweis, dass die Kronkolonie Hongkong eine Diktatur gewesen sei, die Behauptung haben Sie nun zu jedem, wirklich jedem Bericht über das Einschreiten der KPC gegen die Demokratiebewegung in Hongkong geäußert. Immer wollen Sie insinuieren, dass Freiheit und Menschenrechte in Hongkong seit 1997 gesichert sind, während die Situation zuvor eine Farce darstellte. Jetzt versteigen Sie sich sogar zur Behauptung, dass das britische Regime "totalitär" gewesen sei.

Ihr offensichtliche Schwärmerei für das menschenverachtende Regime der KP der VR China müssen Sie mit sich selbst ausmachen. Fakt ist, dass während der Zeit des "British Rule" in Hongkong stets rechtsstaatliche Prinzipien angewendet wurden. Die Bewohner konnten frei die Regierung kritiseren und sie konnten ihre Rechte vor unabhängigen Gerichten einklagen. Weshalb sonst hatte die britische Regierung auf Drängen der Bevölkerung Hongkongs einen Schutz der Sonderrechte Hongkongs auf 50 Jahre eingesetzt?!

@ Gelenkte-Dem-DE

Da spricht zunächst nichts dagegen. In Deutschland ist die Demokratie vom Volk gelenkt. Anderswo sieht das leider auch anders aus.

um 14:56 von Mitdenker2019

finde auch Ihre Zustimmung zur Unabhängigkeit der Uiguren 

RE Wissen sie wer die Uiguren sind und was sie wollen und mit welchen Mitteln? Denke nicht, googeln sie mal und überlegen sie ob sie sie immer noch als Nachbarn wollen .Sie können sie nicht vergleichen zeigt nur ihre Unwissenheit.

Man muss hier allerdings

Man muss hier allerdings anmerken, dass es auch im Westen zu Verhaftungen kommt, wenn nicht genehmigte oder angemeldete Demonstrationen durchgeführt werden. Da wird jedoch weniger kritisch berichtet. Das ist interessant.
Im Gegensatz zu anderen Ländern sind die beiden auch direkt wieder freigelassen worden. In sofern hält sich China noch an gewisse Standards, die selbst die USA oder Frankreich (wurde groß berichtet, als Gelbwestenführer mehrfach verhaftet wurden?) oft nicht erfüllen.

Wie viele Leser wissen eigentlich, worum es genau geht? Ich finde die Berichterstattung hier relativ lückenhaft. Ja, es werden Demonstranten erwähnt. Nur was ist z.B. Chinas Intention bzw. was haben sie gemacht, das auf Widerstand stößt und warum? Das tritt ziemlich in den Hintergrund bei unseren Artikeln.

Nicht dass ich solche Maßnahmen befürworte. China tut sich damit auch selbst keinen gefallen und verschärft die Situation nur. Besser wäre Zurückhaltung und Kompromissbereitschaft

@ Senator

Im Gegenteil, die
Chinesen fürchten nichts so sehr
wie Gesichtsverlust, deswegen
wäre auch der Westen mal gut
beraten, vernunftbetontere Töne
anzuschlagen

Aber das tut der Westen doch, indem er beharrlich Demokratie und Freiheit einfordert. Die chinesische Führung kann durch Demokratisierung am besten und am respektvollsten ihr Gesicht wahren.

re Bigbirl: Seltsam!?

„unter der Knute der Briten war Hongkong eine totalitäre Diktatur.
Seltsamerweise hat man damals nichts von Forderungen nach Freiheit für Hongkong seitens des Westens gehört.“

Ja, wirklich seltsam! Vielleicht könnte es daran liegen, dass das britische Hongkong so ziemlich das genaue Gegenteil einer totalitären Diktatur war? Ich denke, nicht einmal das damalige China hätte so etwas behauptet, geschweige denn das heutige China. Am allerwenigsten aber die Hongkongchinesen selbst. Die trieb eher die Angst um, von China in eine totalitäre Diktatur „eingemeindet“ zu werden. Und wie man sieht, war und ist diese Angst nicht unbegründet.

Oder sehen Sie in China etwas anderes als eine „totalitäre Diktatur“?

Verschrobene Gedankenwelt!

Es ist schon bizarr, mit welcher Inbrust hier die Unabhängigkeit für Teile Chinas gefordert wird. Kann mich nicht erinnern, hier die selben Forderungen für das Gebiet der EU und Südosteuropa gehört zu haben. Niemand findet doch etwas dabei, daß Spanien Menschen, die die Unabhängigkeit Kataloniens fordern, für 30 Jahre in Haft bringen will. Niemand, das aber schon etwas anspruchsvoller, bemerkt, daß KEIN Land der westlichen Wertegemeinschaft eine gerichtliche Überprüfung das Status von Kosovo und der Krim anstrebt! Wozu haben wir denn den IGH in Den Haag? Gilt der auch wieder nur für Nicht-EU-Staaten? Ach so, nicht ganz. Hatte er doch GB in diesem Jahr zur Rückgabe von Diego Garcia verurteilt. Ein Urteil, daß seltsamerweise in hiesigen Medien total unterging. Ich finde, wer sich, wie hier über HK und China äußert, sollte zumindest rudimentär das gesamte Völkerrecht im Hinterhopf haben. Zumindest aber den deutschen Rechtsspruch: Gleiches ist gleich zu behandeln!

Zustimmungswerte ?

Eine "illegale", d.h. wohl nicht genehmigte Demonstration als Organisator durchgeführt zu haben ist auch in anderen Ländern kein Kavaliersdelikt. Man informiere sich bitte über das spanische "Gesetz zur Sicherheit der Bürger", das selbst bei genehmigten Demos bei Kleinigkeiten wie zB. "Respektlosigkeit" gegenüber Polizeibeamten drastische Strafen vorsieht.
Insofern verwundert mich die Gelassenheit, mit der Polizei und Regierung nahezu jede Woche dem Chaos begegnen.

Mich würde mal interessieren, wie hoch die Unterstützungswerte für all die wunderbaren Forderungen in der Bevölkerung tatsächlich sind.
Denn so langsam ist ja für jeden was dabei, zB. die Aufarbeitung der Polizeieinsätze, was durchaus legitim wäre.
Aber ob wirklich "Millionen" für den Rücktritt der Regierungschefin sind oder gar für die Unabhängigkeit von China?
Das müsste doch rauszukriegen sein.

rer Truman Welt

@ Am 30. August 2019 um 17:14 von teenriot

Ja, da lese ich doch Wunschträume eines Idealisten aber leider Realitätsfernen.
China ist die größte, stärkste und bevölkerungsreichste Weltmacht mit einer Wirtschaftskraft, die, wenn diese leicht hüstelt, die restliche Welt in den Abgrund der Rezession starren lässt. Bitte nicht annehmen, daß ich ein Fan dieses Polit-Systems bin. Jedoch ist dieses System wirtschaftlich seit einiger Zeit, aktuell und wohl auch in Zukunft jedem anderen System auf der Welt überlegen. Sicher mit Menschrechtsverletzungen, Unterdrückung und auf Basis der Gewaltherrschaft, aber es funktioniert wie es funktioniert. Ob uns das nun passt oder nicht. Wir in der westlichen Welt werfen uns opportun und devot den Chinesen an den Hals, den sie uns dann einmal umdrehen werden, keine Frage, aber so funktioniert unser Wettbewerbssystem nach dem Motto: jeder für sich und Gott für uns alle! Das trixen die Chinesen exzellent aus. Das . . . . das ist die Realität!

Belege bitte

Zu: 19:27 Uhr von Bernd39

Bitte nennen Sie doch ein paar Beispiele, die Ihre These eindeutig belegen, dass hier im Forum "mit Inbrunst die Unabhängigkeit für Teile Chinas (welches China eigentlich?) gefordert wird".

Das einzige, für das sich hier die wahren Demokratinnen und Demokraten hier im Forum - sowie die Millionen auf den Straßen von Hongkong übrigens - einsetzen, ist doch, dass die allmächtige Regierung der KPC unter Führung des Herrn Xi die Verträge einhält, zu denen sich die VR China 1997 gegenüber Großbritannien, dem Volk von Hongkong sowie nicht zuletzt der Weltgemeinschaft verpflichtet hat. 50 Jahre Sonderstatus für das Gebiet von Hongkong mit Wahrung von Pressefreiheit, demokratischer Mitsprache, rechtsstaatlicher Fairness, Schutz von Menschenrechten.

Ich denke nicht, dass Sie zu den Parteigängern gehören, welche die autoritären Nationalisten, die in Peking und anderswo alle Macht in Händen halten, bejubeln. Oder?

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