Ihre Meinung zu: Brasilien: Roden, um am Amazonas zu überleben

28. August 2019 - 11:06 Uhr

Die Kleinbauern am Amazonas leben von der Viehzucht. Es ist gängige Praxis, Brände zu legen und Bäume zu roden, um anzubauen und zu säen. Doch die Feuer geraten leicht außer Kontrolle. Von Anne Herrberg.

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Kommentare

Dann darf man nichts mehr aus

Dann darf man nichts mehr aus südamerika importieren. Wozu braucht man brasilianisches rumpsteak oder komische tropenfrüchte.
Wir haben doch selber rinder und erdbeeren.

Brasilien:Roden,um am Amazonas zu überleben....

Jetzt wird es spannend,ob die EU wegen der umweltfeindlichen Politik von Präsident Bolsonaro den Freihandelsvertrag aussetzt.
Aber eher wird das nicht geschehen.Die Exportwirtschaft(Auto,Pharma,Chemie,Maschinenbau) ist erpicht auf den Mercosur.Und wird sich wohl durchsetzen.

Es ist nie der Einzelne, es sind immer die Vielen...

der Einzelne ist auch nicht Herr seiner Lebensbedingungen zumindest wenn er auch noch ein armes Schwein ist. Wenn sich also etwas bessern soll, dann muss Vadder Staat, helfend zur Hand gehen, mit Verboten, mit neuen Chancen, mit geänderten Strukturen... alles wozu ein Staat eben in der Lage ist, das ist seine Aufgabe.

Freihandelsabkommen

der EU mit Südamerika in Bezug auf z.B. Rindfleisch hat sicher nichts damit zu tun, dass die Bauern brachial ihre Herden vergrößern wollen.

Handelsabkommen

Durch das erst kürzlich mit Südamerika verhandelte Freihandelsabkommen sind diese Staaten doch gezwungen mehr zu prduzieren um exportieren zu können. Will man Autos und Maschinen aus Europa und Asien kaufen, dann muss ja ein Gegenwert erwirtschaftet werden. Was hat man anzubieten : Rindfleisch, Soja,Südfrüchte eben ldw. Produkte.
Dazu braucht man Fläche! Hier entsteht der gleiche Effekt, der, wie in Südostasien zur großflächigen Rodung des Dschungels geführt hat weil die Nachfrage nach Palmöl stieg.

Ich bin fassungslos,

dass Merkel sich schon wieder gegen Umweltpolitik stellt und das Freihandelsabkommen unterstützt. Sie wird schon die Quittung kriegen vom Wähler!

Deutschland mit Brasilien vergleichen ?

zur Geldgier kommt das Unvermögen des Einzelnen dazu
die roden den Urwald und wenn er ausgelaugt ist das nächste Stück
vielleicht sollte man berücksichtigen
daß die absolut keinen Bezug zur Natur haben
wie die Indios

Da sieht mal wieder, daß die

Da sieht mal wieder, daß die Erde bereits überbevölkert ist. Deutschland könnte mit gutem Beispiel vorrangehen und die Familenförderung endlich beenden. Sie ist sowieso ungerecht, da sie nur denen dient, die eine Familie haben. Wer allein durch's Leben gehen muß, weil sein Traumpartner nicht zu bekommen ist, muß für den Wahnsinn auch noch zahlen. Dabei würde ein Bevölkerungsrückgang helfen, die Resourcen der Erde zu schonen. Denn die Ursache für das Feuer ist der Wachstumswahn. Ihn zu beenden muß also zuerst kommen. Und wenn Menschen ohne Geld keine Kinder mehr in die Welt setzen würden, dann wären auch die Brandrodungen nicht notwending.

Dann darf man nichts mehr aus

...dann darf man eben auch keinen Bio-Sprit mehr tanken & keine Sojaprodukte essen usw. - denn dafür werden ja diese Flächen gerodet! Weil es eben Nachfrage - insbesondere aus Europa gibt für Bio-Sprit-Sojaprodukte usw.!

Die Südamerikaner haben ein andere Einstellung zur Natur!

Die Waldbrände beziehen sich ja NICHT nur auf Brasilien-sondern auch auf Bolivien & Paraguay! Auch Morales (Bolivien) hat seinen Bauern empfohlen, sich Land vom Amazonas-Gebiet nutzbar zu machen!
Die Südamerikaner haben eben noch eine andere Einstellung zur Natur- die heisst NIMM alles was Dir die Natur gibt. Auch sind die südamerikanischen Länder noch weitgehend agrarökonomisch strukturiert - das Agrarland ist häufig ihre einzige & wichtigste Einnahme& Existenzquelle (!!) & auch Südamerika möchte eben zu Wohlstand kommen & seine Einnahmen verbessern! Die Europäer haben als Haupteinnahmequelle ihre hochentwickelte Industrie & können insofern auf die (noch) "agrarabhängigen" Südamerikaner noch "herabblicken"! Europa wird notfalls den SA "Stilllegeprämien" für die NICHT-Rodung von Wald zahlen müssen, um zu vermeiden, dass NICHT gerodet wird. Oder die EU kauft Amazonas-Waldgebiete als (geschützte) Reservate und unterhält diese!?? Ansonsten wird man kaum eine Waldrodung vermeiden können!

@ 15:43 b_m

Es gibt generell zwei falsche Schlussfolgerungen bei diesem Themenkomplex: Die minimale Brandrodung eines Amazons-Kleinbauern hat nichts mit der organisierten großflächigen Brandrodung der Großgrundbesitzer zu tun. Und die weltweite Bevölkerungsentwicklung hat nichts mit der weltweiten Ressourcenverschwendung in den reichen Ländern zu tun.

Wir müssen zahlen

Wenn der Erhalt der Regenwälder für das Weltklima so wichtig ist - und davon bin ich überzeugt - dann werden wir schnellstens die dort lebenden Menschen dafür bezahlen müssen, dass sie den Wald erhalten.

Die Menschen dort wollen von etwas leben. Wir alle brauchen den Wald zum Leben. Noch können wir uns die Menschen als Ranger eines Naturparks leisten. Unabhängig von den dort gerade "rumpfuschenden" Regierungen.

Wir müssen handeln. Jetzt.

Bolsonaro hat vollkommen

Bolsonaro hat vollkommen recht: Wo sind unsere Urwälder? Da wo unsere Urwälder standen, haben wir jetzt Plantagen mit denen wir Wohlstand generien. Das möchten viel Brasilianer auch. Ca. 95% unseres Waldbestandes sind Plantagenpflanzen mit denen Geld verdient wird.
Der ganze Mittelmeerraum wurde schon vor tausenden Jahren von Griechen, Phöniziern, Perser, Römern und co. für die Kriegsflotten oder zur Erzgewinnung abgeholzt und nie gab es ernsthafte Versuche dort wieder Urwälder anzupflanzen.
Klar wäre es schön, wenn es den Regenwald weiterhin geben würde. Aber die Natur hat uns so geschaffen, dass wir die alles bestimmende Spezies des Planeten sind außerhalb des Mikrokosmos. In unseren deutschen Wald z.B. leben nur die Tiere und Pflanzen, die wir bestimmt haben. Wir können mit unserer schieren Zahl an Menschen nicht mehr im Einklang mit der Natur leben. So schade wie es ist. Damit muss ich mich leider auch abfinden.

@Superschlau

Kakao und Bananen haben wir auch? Ich glaube spätestens bei Kaffee würden welche durchdrehen. Gut es gibt ja auch sowas wie Fairtrade mit nachhaltigem Anbau, sowas sollte mehr gefördert werden. Wir brauchen den Sauerstoff der Wälder? Dann müssen wir wohl dafür zahlen, da wird mal wohl nicht drumrum kommen.

16:19 von Hackonya2

wie meinen sie das ? Bezahlen
wir zahlen 10 ... 20 Jahre .. der Wald bleibt erhalten
und wird dann im 21. Jahr komplett gefällt,
bei einer neuen Regierung

Am 28. August 2019 um 15:43 von Welcomerefugees

" Dann darf man nichts mehr aus

...dann darf man eben auch keinen Bio-Sprit mehr tanken "

Also beim Biosprit ist der Kunde aber nicht Schuld, das Flächen dafür vergeudet werden, die eigentlich der Ernährung dienen sollte.
Die Biobrühe wurde dem Kunden aufgezwungen, lesen sie mal wo überall ein Anteil davon drin, der Kunde wollte das nicht, der ist mit dem alten Kraftstoff Bleifei gut zurecht gekommen.
Und auch Palmöl hat die Industrie eingeführt, kann auch Kunde nichts dafür, das überall drin ist.
Beim einkaufen schwer was zu finden wo man lesen kann, Palmölfrei.

Industrie und Politik, nicht immer der Kunde ist die treibende Kraft, ich nehme auch gerne Kraftstoff ohne Bio.

16:12 von Wiederda

"Wir können mit unserer schieren Zahl an Menschen nicht mehr im Einklang mit der Natur leben. So schade wie es ist. Damit muss ich mich leider auch abfinden."

Wenn Sie sich damit abfinden, kann es passieren, dass Sie bald nichts mehr finden werden, dass Ihnen oder Ihren Nachkommen ein Auskommen ermöglicht.

Erst dann aufzuwachen, könnte zu spät gewesen sein.

Ich behaupte keinesweg, dass es einfach ist und ohne Verzicht und Umverteilung ginge.

16:50 von Sisyphos3 ./. Hackonya2

"wie meinen sie das ? Bezahlen
wir zahlen 10 ... 20 Jahre .. der Wald bleibt erhalten
und wird dann im 21. Jahr komplett gefällt,
bei einer neuen Regierung"

Entschuldigung wenn ich mich da einmische.

Wenn die Weltgemeinschaft diese Wälder als Bestand braucht, sollte diese Weltgemeinschaft mit den Staaten, auf denen sich diese Wälder befinden, Verträge zum Erhalt der Wälder abschließen, die lukrativer sind, als deren Vernichtung und Arbeit und Auskommen für die dort lebenden Menschen bietet. Unbefristet.

Zahlen müssten die, die sichs leisten können. Dazu gehören im Moment wir. Und ja, es wäre eine Umverteilung hin zu ärmeren Regionen und würde Verzicht für uns bedeuten.

Aber was wäre die Alternative?

Entweder der Staat als "Geldverwalter" verschwindet oder alle

"Wer Macron oder die G7 sind, weiß Aurelio Andrade nicht. Und vom politischen Streit um die Waldbrände am Amazonas bekommt er nichts mit"

Dafür aber von der Politik, die die machen. Und da ist er nicht der Einzige.

Andrade: "Niemand hier hat Unterstützung von der Bundesregierung oder von irgendjemandem, nur von Gott. Deshalb fällen wir mit meinen Freunden Bäume, um Gras für unsere Kühe zu pflanzen, um zu überleben"

Was sollen sie dann sonst auch machen? Aber:
"Es ist eine weit verbreitete Praxis, öffentliches Land zu besetzen, zu roden und darauf zu hoffen, irgendwann von den Behörden einen Besitztitel zugesprochen zu bekommen. Das führt immer wieder zu Konflikten zwischen indigenen Gemeinschaften und den "Eindringlingen"/
"Das Feuer, das Bauern wie Andrade legen, um zu roden, gerät gerade jetzt in der Trockenzeit leicht außer Kontrolle"/
Der Staat selbst hält sich meist raus, die Gesetze werden von den Landbesitzern (...) gemacht"

Also alles alternativ-, ausweg- und hoffnungslos?

Ich bin....

der TS-Redaktion für den Artikel sehr dankbar und auch für eine Meldung in der Tagesschau, daß auch in Bolivien verschiedene Umwelt-NGO Herrn Morales massiv kritisieren! Bei manchen Usern könnte man sonst den Eindruck haben, nur Bolsonaro wäre korrumpierbar!

15:54 von andererseits

Das die weltweite Bevölkerungsentwicklung nichts damit zu tun hat das immer mehr Land für Ackerbau, Tierhaltung oder Wohnraum benötigt wird ist ja wohl nur mit ihrer realitätsfernen Einstellung zu rechtfertigen. Immer mehr Menschen benötigen immer mehr Essen, trinken Wohnraum auch wenn sie das nicht glauben.

westeuropa hat keine natur mehr

umso mehr schreien und kritisieren sie andere.
frage? warum habt ihr europäer alles natürliche jahundertlang abgerodet und nur auf bauholz hin wälder gepflanzt? immer ienseitige kiefernbäume, wachsen schnell und sind gut fürs geschäft.
jetzt erstickt europa unter hitze,dürre und vor allem betonierten städten und auf einmal, welch wunder, muss die grüne lunge von brasilien uns schützten damit wir atmen können aber weiter wie die made im speck leben können.
ich bin wirklich sehr erstaunt wie hier die meisten kritiker auch noch die grössten konsumenten sind die auf biegen und brechen hin, alles nur billig haben wollen.
so ihr wollt kein fleisch für 200euro das kilo kaufen, well dann muss es halt brasilien liefern indem er den regenwald rodet für agrarwirtschaft und viehzucht.
der endverbraucher ist der schuldige und nicht immer auf die erzeuger oder fabrikanten schimpfen.

15:43, Welcomerefugees

>>...dann darf man eben auch keinen Bio-Sprit mehr tanken & keine Sojaprodukte essen usw. - denn dafür werden ja diese Flächen gerodet! Weil es eben Nachfrage - insbesondere aus Europa gibt für Bio-Sprit-Sojaprodukte usw.!<<

Das in Brasilien angebaute Soja geht zu fast 100% als Kraftfutter in die Massentierhaltung.

15:52, Welcomerefugees

>> Auch Morales (Bolivien) hat seinen Bauern empfohlen, sich Land vom Amazonas-Gebiet nutzbar zu machen!<<

Bitte eine Quelle hierzu.

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