Ihre Meinung zu: Wohnungsbau zieht an: Hamburg baut am meisten

26. August 2019 - 10:39 Uhr

In den größten deutschen Städten wird immer mehr gebaut. Am meisten Wohnungen entstehen in Hamburg - noch vor München, Frankfurt und Berlin. Köln habe "die Probleme eher verschlafen", ergab ein Vergleich von Statistiken.

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Kommentare

Falsche Frage

Die Frage ist nicht, in welcher Stadt am meisten Wohnungen insgesamt gebaut werden, sondern in welcher Stadt am meisten Sozialwohnungen gebaut werden. Seit der neoliberalen Privatisierungswelle in der Folge der Wiedervereinigung hat sich der Staat sukzessive aus dem Sozialen Wohnungsbau verabschiedet. Die teuren Wohnungen, die zB in Hamburg gebaut werden, können sich die reichen leisten, und es freuen sich die Immobilienspekulanten. Damit wird aber nicht die Wohnungsnot der ärmeren gelindert.

Vorschlag: recherchieren sie doch mal, in welcher Stadt in D die meisten Sozialwohnungen entstehen und in welcher Stadt die Stadt den größten Teil der Wohnungen kontrolliert, entweder indem sie selber baut oder indem sie Wohnbaugenossenschaften unterstützt, mit Auflagen für das Mietniveau. In Wien ist diese Quote zB 60%!

...Viel Bedarf, viel Zukunft...

Da kommt noch was, - auch wenn's immer heißt, unsere Metropolen sind zu voll, und nein, kein Wachstum mehr.
Grade hier bei mir in Kreuzberg (Berlin) wo die Zugezogenen von vorgestern am lautesten gegen alles neues protestieren; (ich bin damals gekommen... ihr aber heute bitte nicht mehr)
Städte wachsen und vergehen immer, historisch wie auch in Zukunft, und mit Sicherheit noch ganz viel weiter; weltweit findet grade die (mit Abstand) größte (Völker)Wanderung statt, Städte wie Mumbai (Indien) expandieren um (!) 1,1 Mio (netto) jährlich nach oben (Metropolregion 32 Mio)

Berlin "nur" um ca 35.000 dieses Jahr, Frankfurt-Offenbach (Innerer Ballungsraum, 1,6 Mio) um 25.000, wohl beständig, da eine weltweite Migration (Mittelschichtsmigration) sicherlich nicht von heut auf morgen aufhört.

Deutschland und Europa sind total angesagt, im Vergleich zu den Schwellenländern noch ganz, ganz lang.

Berlin for Megacity, ob wir wollen oder nicht :-)

www.metropolen-der-zukunft.com

Dass Köln die Entwicklung

Dass Köln die Entwicklung verschlafen hat, will ich ja nicht anzweifeln, aber warum gilt es mit 36 pro 10.000 Einwohner als verschlafen, während Düsseldorf mit 32 pro 10.000 ein Problemlöser ist? Hatte D'dorf keinen drastischen Mangel? Zieht es nicht so viele dort hin?

In Hamburg stellt sich.....

…..wie an allen anderen Standorten die Frage :
Was wird gebaut ?

Mir den Grossraum Muenchen betrachtend sehe ich Wohneinheiten fuer die gehobene Mittelschicht, die bevorzugt gebaut werden.

Was ich weniger sehe, sind bilig gebaute, ggf gefoerderte und eher guenstige Wohneinheiten fuer jene, die im riesigen deutschen Niedriglohnsektor arbeiten muessen.

Ich glaube nicht, das das in HH anders ist.

Ganz nebenher ist das bauvolumen viel zu Gering, um die von der Politik
gewuenschte Zuwanderung grosser Mengen von Arbeitskraeften auffangen zu koennen.

Anstatt das Problem zb durch Eine Umstellung der Foerderung anzugehen, ist die Politik mit Tempo dabei, das bauen in D noch teurer zu machen als es eh schon ist.

Bauen ist viel zu teuer und

Bauen ist viel zu teuer und umständlich geworden.
Die bauvorschriften kann man getrost um 50% eindampfen. Dann die exorbitanten grundstückskosten. Muss der staat/stadt/gemeinde so viel für bauland verlangen? Erst billiges ackerland kaufen und dann umwidmen. Wozu immer weiter verdichten? Baut in die breite. Und immer noch grössere industiegebiete. Warum kann man nicht mal im westen baustopp anordnen? Dann muss man im osten bauen. Da is viel platz und wohnraum.

@12:35 von Superschlau

>>Bauen ist viel zu teuer und umständlich geworden.
Die bauvorschriften kann man getrost um 50% eindampfen. Dann die exorbitanten grundstückskosten. Muss der staat/stadt/gemeinde so viel für bauland verlangen?<<

Das Problem ist wohl auch die Endlichkeit von Bauland. Wo soll das denn alles herkommen, auch wenn es für umsonst abgegeben würde?

Die Bauvorschriften sind auch alle aus verschiedenen Gründen entstanden. Ich kann Ihnen versichern, dass es dabei nicht darum ging, die Bauwilligen zu ärgern.
Aber z.B. durch das Klimaproblem oder die Zunahme der privaten PKWs ist eine Regulierung notwendig, wenn zukünftige Generationen auch noch irgendwie leben wollen.

Wohnungsbau zieht an:Hamburg baut am meisten.....

Da stellt sich aber die Frage,ob sich die neuen Wohnungen auch alle Bevölkerungsschichten leisten können.
Und bei Hamburg wären da noch zweifelhafte
"Leuchtturmprojekte" zu nennen:Das geplante Hochhaus "Elbtower" oder die Begrünung des denkmalgeschützten Hochbunkers auf St.Pauli.Für wen ?
Und in Köln stoßen Prominente und die DuMont-Presse gerade den Bau eines Gerhard-Richter-Museums an.Obwohl man anderes offensichtlich nicht zustande bringt(Wohnungbau,Hubschrauberlandestation Kalkberg).

Silverbeard

Ich hab den käse studiert. Das denke ich mir nicht nur aus. Da kann man sehr viel straffen und wieder rausschmeissen.

Hamburg baut am meisten

DAS glaube ich sofort.

Hat man früher den Michel als Erstes gesehen, sind es heute Baukräne :(.

"Meine" Stadt hat sich sehr zum Nachteil verändert.

Richtig so

Ja natürlich muss mehr gebaut werden weil die Bevölkerung weiter zunehmen wird! Hamburg macht es richtig / Berlin leider völlig falsch ... Mietdeckel bringt gar nichts. Bauen bauen bauen damit das Angebot endlich die Nachfrage übersteigt. Dann kommen auch Mieten und Preise runter. Warum schimpfen wir eigentlich immer - haben Sie schon einmal nach Frankreich, England, Niederlanden, Schweden und Italien geschaut ? Da ist Hamburg, Berlin & Co gerade ein Schnäppchen .... Man sollte immer Vergleiche ziehen, dann sieht man, das wir in Deutschland noch sehr gut dran sind !

Die Ankurbelung des

Die Ankurbelung des Wohnungsbaus zeigt, dass es den meisten Deutschen wirtschaftlich gut geht. Von den Bauaktivitäten profitieren letztlich auch die Unternehmen und damit der Arbeitsmarkt.

Es kommt doch

darauf an, was für Wohnungen zu welchen Mietpreisen gebaut werden, die geringe Zahl auf 10 000 Einwohner sagt nichts darüber aus.
Und wenn es 10 Jahre dauern soll bis sich die Mieten entspannen, wie hoch sollen die bis dahin sein.
Nur noch die Reichen in der Stadt.
Wenn der Bevölkerungszuwachs in Städten und dem ganzen Land weiter zunimmt, dann bringen die Handvoll teure Wohnungen so gut wie nichts.
Wenn das alles Sozialwohnungen wären, für 6 Euro oder sogar weniger, dann könnte man von Entspannung reden.
Aber genau diese Angaben stehen hier im Artikel nicht zur Verfügung.
Also eher Augenwischerei.

"In deutschen Städten wird immer mehr gebaut"....

.....und gleichzeitig immer mehr gejammert, wenn Grünflächen verschwinden und Flächen versiegelt werden!

Baut im Osten. Dort ist jede

Baut im Osten. Dort ist jede menge platz. In so ein kohletagebau passen ganze städte rein. Ja ne. Die saufen dann ja ab. Aber auch nebenan ist platz. Und ein dchier unerschöpfliches Arbeiterresevoir ist auch dort. Es kann und muss nicht jeder in münchen köln oder frankfurt wohnen. Mach ich ja auch nicht.

Hamburg baut am meisten

In den Medien lese ich häufig, dass Leipzig die am schnellsten wachsende Großstadt in Deutschland ist. Es wundert mich nun, dass Leipzig in dem Bericht gar keine Rolle spielt.

Am besten baustopp in den Ballungsgebieten

Alles zupflastern nur Neubauten in Ballungsgebieten
Ist nicht der richtige Weg. Ausserdem aufgrund der Nachfrage viel zu teuer. So lassen wir der Natur nicht genügend Raum um sich zu regenerieren. Wie wäre es mal das die Menschen dort hinziehen, wo Wohnraum vorhanden ist in die kleinen Städte oder Dörfer. Industrie und Handel sollten gesetzlich verpflichtet werden sich auch dort ansiedeln. Wir beschweren uns über Brasiliens Brandrodung der Urwälder, aber bei uns werden jeden Tag zig fussballfeldergrosse Areale zu Bebauung freigegeben. Es muss endlich Schluss sein mit derZersiedelung von Biotopen. Und wer es nicht glauben will, der Wald regelt das Klima, macht mal Spaziergängen oder fahradtouren durch den Wald, bei den heutigen Temperaturen sind dort sicherlich 5 bis 8 Grad niedriger Temperatur. Machen wir da nicht was falsch?

Immer noch weit unter Bedarf

und mit den unzähligen Bauvorschriften auch zu teuer und damit weiter am Bedarf vorbei, In Berlin werden vielleicht noch die begonnenen Projekte fertig gestellt werden, wo die Finanzierung bereits läuft. Dann wird's wohl düster werden bei den ganzen investitionsfeindlichen kleinen Ideen der linken GroßdenkerInnen

Pkeszler

Das ist nicht verwunderlich.
Leipzig ist kleiner, als hamburg. Wenn die 100000 wohnjngen bauen, und ihre einwohner verdoppeln, dann müsste hamburg 1mio bauen. ( zahlen nicht unbedingt 100% ig).
Aber is klar, um so grösser die Stadt, um so geringer der zuwachs, bei gleicher bautätigkeit.

Chronologie des Versagens

https://www.swr.de/swraktuell/Wohnungspolitik-in-Deutschland-
Eine-Chronologie-des-Versagens,wohnpolitik-100.html. In einer repräsentativen Demokratie sollten die Herrscher klüger sein als das Volk. Und immun gegen Lobbyisten.

@12:23 von hppiepho - da stimme ich zu

Und Wien kann auch sonst als Vorblid für deutsche Städte dienen:
- Miet-Heuschrecken fernhalten
- 220.000 Gemeindewohnungen
- weitere 200.000 in Verwaltung
- für Fördergelder muß ein Investor seine Gewinnlage transparent machen
- Lohnsteuer vom Bund (Österr. Bund :-) wird zu einem festen Teil für öffentl. Wohnungsbau verwendet
Das alles zusammen bewirkt auf ganz natürliche Art und Weise, daß die Mieten bezahlbar bleiben. So macht jeder seinen Schnitt, nicht nur die Eigentümer.

@Volkspartikel 15.10

Stimmt, Wien ist da ein positives Beispiel, hat allerdings auch als Arbeiterhochburg eine andere Tradition. Das kann man nicht in ein paar Jahren aufholen, In D war ja bis vor Kurzem die Richtung entgegengesetzt. Kommunale Wohnungen wurden verschleudert, um Finanzlöcher für andere Wünsche zu stopfen- nicht nur in B.

Die Frage ist

nicht ob man bauen will, sondern ob man bauen kann.

Sobald ein Arbeitsplatz in der nähe ist und man dann vielleicht sogar den Luxus eines Kindergarten oder einer Schule für die Kinder oder gar eine Einkaufsmöglichkeit bekommt... dann gehen Einfamilienhäuser in D derzeit bei ca. 500.000€ los.
Dass sind bei einem durchschnittsverdienst (in Deutschland ca. 3700€/m Brutto bei Vollzeit) 12 Bruttojahresgehälter ohne Zinsen. Nehmen wir ein Nettogehalt von 1900€ an dann braucht man selbst wenn man 50% seines Gehaltes jeden Monat aufbringt 43 Jahre um den Kredit abzubezahlen (bei nahezu 0 Zinsen)...

dieser Durchschnittslohn wird in naher Zukunft drastisch sinken, da viele der Teils sehr gut verdienenden Babyboomer in Rente gehen und ihre Nachfolger (sofern die Stelle überhaupt neu besetzt wird) deutlich weniger bekommen.

Daran MUSS die Politik arbeiten, denn wenn es mit der Generationenungerechtigkeit so weiter geht knallt es bald gewaltig.

@Silverbeard

sie haben recht mit der Endlichkeit des Baulandes, nur hat @Superschlau doch auch recht, muss es so teuer sein? (in Hessen 6% Grunderwerbssteuer auf die abartigen Preise oben drauf)
Muss es sein, das immer weniger Leute (und die Kirche) immer mehr Grundbesitz horten und die normalen Leute von der Möglichkeit abschneiden etwas eigenes zu besitzen?

Und Ja sie haben absolut Recht mit dem CO2 verursacht durch PKW, aber das ist eine Begleiterscheinung.

Ich würde gerne zur Arbeit laufen oder mit dem Rad fahren, nur kann ich mir das kaufen im Rhein-Main-Gebiet + 50km schlicht auch in 2 Arbeitsleben zusammen nicht leisten.
Wenn ich danach lebe wie ein Bettler geht es vielleicht eine kleine Wohnung zu mieten... und ich habe kein schlechtes Gehalt.

Bei diesen kranken Auswüchsen ist ganz klar die Politik gefragt.

@Deeskalator 16.05

Muss es sein, das immer weniger Leute (und die Kirche) immer mehr Grundbesitz horten und die normalen Leute von der Möglichkeit abschneiden etwas eigenes zu besitzen?"

Sie sprechen da ein interessantes Thema an. Die Kirchen besitzen noch viele brachliegende Grundstücke in Stadtlagen. Mein Freund ist Immobilienverkäufer, der hat erst vor kurzem Eigenheime in Erbbaupacht an junge Familien verkauft. So bleibt Eigentum einigermaßen bezahlbar

Immer noch viel zu wenig Wohnungen

In der Tat werden trotz allen vor allen viel zu wenige Wohnungen gebaut. Und wenn dann meist solche die sich die unteren 30 bis 40% der Bevölkerung schlicht und ergreifend nicht leisten kann. Imho sollten die Städte verpflichtet werden eigenen Wohnraum zu schaffen bis sie zumindest 30% der Wohnungen besitzen. Und diese 30% müssen vom Mietpreis her für die genannten unteren 30 bis 40% passen, nicht für die die sich eh schon eine Wohnung auf heutigen Mietniveau leisten können.

Die Agenda, die hinter dem

Die Agenda, die hinter dem Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) steht, ist allzu durchsichtig. Es geht darum, die Menschen zu beruhigen, bald werde es besser, es brauche doch gar keine einschneidenden Massnahmen.

In Wirklichkeit ist die Wohnbautätigkeit in etwa stabil. Zudem ist dabei der Anteil der Luxusobjekte hoch. Die Zahl der Sozialwohnungen, sprich derjenigen, die sich ein Normalverdiener im eigentlichen Wortsinn leisten kann, sinkt weiterhin rapide.

Fazit; wenn die Politik nicht dazu gebracht wird, mit drastischen Massnahmen gegenzusteuern, wird die Situation bald auch für den mittleren Mittelstand unerträglich. Nicht vergessen; eine Rezession steht vor der Tür.

Der "Schwarze Kanal"

"Dass in Berlin neue Mietwohnungen gebaut werden wundert mich. Da bezieht sich wohl auf alte Baugenehmgungen. Wer stellt schon einen Bauantrag, wenn die Enteignung droht." @collie4711
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Mietpreisregulierung= Enteignung? Das ist aber eine echt kühne Metapher! Viele Grüße von Artur Schnitzler. Könnte von mir sein.

Zu 17:47 von DeHahn "Der Schwarze Kanal"

@DeHahn, wo genau fängt für Sie Enteignung an? Nach dem Grundgesetz ist sie nur im extremen Ausnahmefall und nur gegen Entschädigung möglich.
Diese Maximalmiete ist selbstverständlich ein enteignungsgleicher Vorgang.

Der Senat müsste erst selbst Wohungen bauen und zu diesen Maximalmieten vermieten. Erst weit danach kommt vielleicht die Ausnahme im begründeten Einzelfall.

Wohnungen gibt es genug, nur nicht in Großstädten wie Berlin. Es gibt aber auch kein Grundrecht dort zu wohnen. Daran ändert auch ein Artur Schnitzler nichts.

Die Vorschlagsliste der Berliner Senatorin Katrin Lompscher (Linke) für einen Gesetzentwurf sieht vor, alle Mieten auf dem Niveau am Stichtag 18. Juni 2019 zu deckeln, auch bei Neuvermietungen.
Die Maximalmiete soll so kommen. Im Grunewald fast für dieselbe Miete wohnen wie im Plattenbau in Marzahn?

Wer wird da noch Mietwohnungen bauen? Für wie blöd hält man Investoren, die das Risiko tragen, ihr Geld einsetzen und dafür noch an den Pranger gestellt werden?

Zukünftig über 50 Prozent aller Rentner

..hier in Deutschland mit weniger als 900 Euro Rente im Monat!

Bei den rasant ansteigenden Mieten in vielen Städten heutzutage ist eine rasant ansteigende Wohnungs- bzw Obdachlosigkeit sehr vieler älterer Menschen faktisch bereits vorprogrammiert!

Noch zu 17:47 von DeHahn "Der Schwarze Kanal"

Mietpreisregulierung= Enteignung? Das ist aber eine echt kühne Metapher! Viele Grüße von Artur Schnitzler. Könnte von mir sein.

PS: Was hat Artur Schnitzler damit zu tun. Sie meinen wohl
Karl-Eduard von Schnitzler?!

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