Ihre Meinung zu: Weichen Handelsschiffe Flüchtlingsbooten aus?

20. August 2019 - 11:55 Uhr

Der Vorwurf wiegt schwer: Handelsschiffe sollen auf dem Mittelmeer bewusst ihren Kurs ändern, um Flüchtlingsbooten auszuweichen. Belastbare Beweise gibt es dafür jedoch nicht - aber Indizien. Von F. Wülle und K. Bensch.

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Kommentare

wer

will es den Handelsschiffen verdenken? Rettungsaktionen kosten Zeit und Geld; beides haben kommerzielle Schiffsbetreiber nicht zu verschenken, und Spendengelder wird ihnen auch niemand zukommen lassen.

Wenns so ist

dann ist es verständlich.

Das liegt auch an den Regierungen, die die Schiffe nicht in die Häfen lassen. Da ist ein Frachter auf Dauer sicherlich auch seine Auftraggeber los, wenn die Verzögerung zu groß wird.

Angekommen im neuen Jahrtausend gilt aber Stück für Stück immer stärker:
Geld > Menschenleben

Wenn so ein Containerschiff

Wenn so ein Containerschiff kommt, mit Ziel "nicht EU", wieviele Flüchtlinge würden denn von dem Schlauchboot auf den Frachter umsteigen?

Neue Art von Rettungsschiffen?

„Handelsschiffe sollen auf dem Mittelmeer bewusst ihren Kurs ändern, um Flüchtlingsbooten auszuweichen.“ Solange es keine Beweise gibt, sollte man evtl. Vorsicht mit Vermutungen walten lassen.

Im Kern bedeutet der Vorwurf aber wohl, weil ja alle Schiffe verpflichtet sind, in Seenot geratenen Booten und Schiffen Hilfe zu leisten, dass jetzt auch Handelsschiffe Flüchtlinge und Migranten retten und nach Europa bringen sollen. (?) Oder in einen nahen Hafen? Dies würde den Kreis der Rettungsschiffe doch deutlich erweitern, wobei ich mich frage, ob private Handelsschiffe die Voraussetzung bieten, unerwartet, 50 oder 100 zum Teil traumatisierte, ggf. kranke Leute an Bord zu versorgen und betreuen.

Es muss hier wahrlich gefragt werden hier

um Himmelswillen die "Schuld" trägt für das Drama im Mittelmeer !
Ist es nich die politische Linie der westeuropäischen Staaten gewesen, in die afrikanischen Staaten mit Entwicklungsgeldern zuzuschütten, was die dortigen Diktatoren für ihre Cliquen zweckentfremdet haben. Das Geld ist nicht Projekte geflossen, welches der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen hätte sollen, sondern auf Bannkonten in den Steueroasen. Da sollen doch nicht hier die Handelsschiffe herangezogen werden, weil diese keine "Flüchtlinge" aufnehmen, kritisiert werden. Es müssten die Politiker kritisiert werden die die Entwicklungshilfe in Form von Geld leichtsinnig an Personen zur Selbstbedienung überwiesen haben.
Es ist zu einfach, nun diese Gruppe von Schiffstransporte verantwortlich zu machen, nur weil diese nicht die Ausrüstung für die Aufnahme von Flüchtlingen erfüllen können.
Es ist schizophren !!!!

"Weichen Handelsschiffe Flüchtlingsbooten aus?"

Hier sprechen die Berichte der privaten Seenotretter für diese Annahme:

"Mittlerweile seien [vor der libyschen Küste] deutlich weniger Handelsschiffe unterwegs. Und: Viele fahren nicht mehr auf direktem Weg zum Beispiel von Tunesien über Libyen nach Ägypten, sagt Ruben Neugebauer von Seawatch. "Allerdings stellen wir eben fest, dass sie so entsprechenden Bogen um die Seegebiete vor Libyen machen" (...)"

Außerdem: "Flüchtlinge (...) erzählten (...) "Dass eben mehrere Schiffe an ihnen vorbei gefahren sind, die Hilfe aktiv verweigert haben. Darunter wohl auch Handelsschiffe"

Auch wenn sie selbstverständlich helfen müssen, können Handelsschiffe grundsätzlich nicht "Ausputzer" einer verfehlten globalen Politik sein. Nicht nur deswegen: "(...) hatten einige Handelsschiffe versucht Flüchtlinge aufzunehmen (…) Einige Flüchtlinge hatten keine Kraft mehr, die rund 25 Meter hohen Schiffswände hochzuklettern. Seemänner mussten zusehen, wie (...)"

16:04 von Vollgas

"Ist es nich die politische Linie der westeuropäischen Staaten gewesen, in die afrikanischen Staaten mit Entwicklungsgeldern zuzuschütten, was die dortigen Diktatoren für ihre Cliquen zweckentfremdet haben. Das Geld ist nicht Projekte geflossen, welches der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen hätte sollen, sondern auf Bannkonten in den Steueroasen."

Das wurde doch auch hauptsächlich zur Sicherung von Rohstoffen und Handelsplätzen genutzt, sonst hätte man sich nicht mit den Diktatoren beschäftigt.
Generell wird doch nur in Himmelsrichtungen gespendet bei denen unsere Wirtschaftsvertreter Ware gegen Geld anbieten können und so einen erweiterten Markt erschließen können (und nebenbei die Firmenfinanzen indirekt über Spenden aufbessern) oder wir gesamtgesellschaftlich an Rohstoffe kommen, die sonst schwieriger bzw teurer zu erreichen sind.

Wer Sachen behauptet möge auch gleich den Beweis erbringen

Die von einigen NGOs vorgebrachten Gegenstände stehen nun einmal im medialen Raum. Der mediale Raum um das gesamte Thema Seenotrettung/Überfahrten im Mittelmeer ist ohnehin schon unübersichtlich geworden, was die verfügbare Faktenlage und die Einschätzung der Situation betrifft. Ich denke dass man dieses komplexe Thema nicht noch mehr in seiner Komplexität aufweiten sollte, da es zunehmend Leute (Leser) überfordert, hohe Ansprüche in die Welt setzt (die sich staatlicherseits wohl nicht erfüllen lassen) und zu einer thematischen und institutionellen Blockbildung führt.

MarineTraffic ist für jeden

zugänglich und zeigt analog zu Flighttracking Apps weltweit den momentanen Schiffsverkehr vom Öltanker bis zur einfachen Segelyacht. Unschwer zu erkennen ist, dass Libyen heutzutage abseits der Schiffsrouten liegt, Ägypten und Tunesien nicht. Für Open Arms wäre eine sinnvolle und nahe Option Djerba in Tunesien gewesen. Liegt auf der Kreuzfahrtschiffroute und soll landschaftlich sehr schön sein, ist aber aus politischen Gründen nicht in Betracht gezogen worden, wie man von Leuten an Bord von Open Arms gehört hat.

Bitte Ihr Kapitäne der

Handelsschiffe, fahrt doch mal vor der libyschen Küste vorbei und packt doch mal eure Schiffe voll mit Flüchtlingen, damit Helden die sich solch einen Stuß einfallen lassen sehen, wie arg begrenzt ihr Horizont doch ist.
Wie schon im Bericht beschrieben, ist es nicht so einfach mit einem Ozeandampfer teilweise entkräftete Leute von Nußschalen zu retten, da könnte doch der ein oder andere bei der Rettung ertrinken. Schon alleine die Boote anzufahren ohne sie zum kentern zu bringen ist eine Herausforderung.
Zweitens, wenn so ein Handelsschiff die Leute auflädt, wird es die Reise fortsetzen und dann die Flüchtlinge an einem in Fahrtrichtung günstig gelegenen Ziel z.B. Alexandria wieder abladen. Dann ist ja eigentlich das Ziel Seenotrettung und sicherer Hafen erreicht. Ich weiß aber schon wer dann wieder schreit...
Mal wieder ein gigantisch produktiver an den Haaren herbeigezogener Vorwurf der dankenswerterweise auch mal gleich im Bericht (zumindest teilweise) entkräftet wird.

@sparer, 15:49

Sie "verdenken" es den Handelsschiffen also nicht, dass diese "Zeit und Geld" höher gewichten als Menschenleben?

Wie sind Sie denn drauf?

Die bleiben ...

..natuerlich mit absicht Lampendusa und der lybischen Kueste fern.

Was sonst sollen sie tuen ?
In Sichtweite der lybischen Kueste auf ein schlauchboot warten und dann wochenlang herumirren mit Leuten, die kaum einer aufnehmen will und die vielleicht rabiat werden, wenn es nicht zum Wunschziel Lampedusa geht ?

Die Reederei wird kaum Verstaendnis haben dafuer und den Kapitaen, der das mit Vorsatz macht, entlassen.

Also bleibt man besser auf Sicherheitsabstand - und ist so kaum verpflichtet, anzuhalten.

Mittelmeer

Die eigentlichen Verbrecher sind die Leute, die Rettungsbooten den Zugang zu ihren Häfen verbieten, ja sogar unterbinden. Bei allem Verständnis für die Wut gegen das Dublin-Abkommen möchte man die Herren Salvini & Co. (nicht nur aus Italien, auch aus anderen Ländern Europas) auf einer Luftmatratze festbinden und sie spüren lassen, was tausende von Fliehenden über sich ergehen lassen müssen, um sich dann wie Vieh behandeln zu lassen. Deutschland lässt sich zur Verteidigung von Handlesrouten durch den Kopf gehen, ob man die Strasse von Hormus via Bundeswehr "schützt", hat aber keinen Mut, dem verbrecherischen Umgang mit Menschen vor der eigenen Haustür Paroli zu bieten. Pfui Teufel.

Dann ist die Sache ja geklärt!

Zitat: "Weder zwischen Sizilien und Malta noch vor der libyschen Küste gibt es festgelegte Routen, die Schiffskapitäne einhalten müssen. Sie können ihren Kurs selbst bestimmen. Die meisten wählen die kürzeste Strecke."

Dann ist die Sache ja geklärt!

Man kann von Handelsschiffen nicht verlangen, dass sie nur auf Basis von Verdachtsmomenten 24/7 im Mittelmeer auf der Suche nach möglichen Schiffbrüchigen begeben.

Dies schreibt das internationale Seerecht auch nicht vor!

16:30 von Komplex einfach

100% Zustimmung.

Wie stellt man sich das vor?

Zitat: "Darüber hinaus liegt die Hauptroute der Handelsschifffahrt, von Gibraltar zum Suezkanal, in einem Gebiet, in dem kaum Flüchtlinge unterwegs sind. Denn diese Hauptroute verläuft nördlich von Malta und Lampedusa. Für Kursänderungen gibt es also keine Notwendigkeit, erklärt Denso: "Denn dort oben sind, zumindest bei dem Transitverkehr, einfach auch wenige Flüchtlingsschiffe unterwegs."

Wie stellt man sich das vor?

Dass jetzt jeder und alles sein Hauptverkehrsstraßen dergestalt ändert, nur auf die Eventualität hin, dass schiffbrüchige Personen sich vor der libyschen Küsten befinden könnten ("könnten"; Potentialis-Form).

zu IckeDette um 16:23

"Das wurde doch hauptsächlich zur Sicherung von Rohstoffen und Handelsplätzen genutzt, sonst hätte man sich nicht mit den Diktatoren beschäftigt."
Den Zusammenhang kann ich nicht erschliesssen. Was haben die Diktatoren zur Sicherung von Handelsplätzen gemein, wenn die zwar Rohstoffe aus dem Land verkaufen, und das Geld auf Bankkonten der Steueroasen landet. Die inländische Wirtschaft - welche strukturell am Boden liegt und lag - konnte keine Wirtschaftsgüter aufnehmen, die europäischen Standard entspreche. Dazu komme, es fehlte an ausgebildeten Personal, was zum Teil, nur zum Teil in Europa angelernt worden ist. Ersatzteile fürwesteuropäischen Geräte nicht amZielort ankamen, sondern wieder woanders "versickerten". Warum werden heute alte Autos per Schiff von Hamburg etc. nach Afrika verschifft, dort als Ersatzteillager oder weiter benutzt. Statt dort eine Infrastruktur zur Selbstversorgung aufzubauen, wie China es praktiziert, da sieht kein "Diktator" das Geld, oder er wurde bestoc

16:53 von Vollgas

"Was haben die Diktatoren zur Sicherung von Handelsplätzen gemein, wenn die zwar Rohstoffe aus dem Land verkaufen, und das Geld auf Bankkonten der Steueroasen landet."

Diktatoren kaufen Waffen, Fahrzeuge und viele andere Luxusgüter. Die oberen xTausend gibt es in nahezu überall, sonst könnte man den Staat nicht unter seiner Kontrolle halten. Um die Macht zu erhalten muss man ebendiese bei Laune halten. Mit Bedrohung der Macht durch die kleine Bevölkerung kann man super ablenken und sich langfristig Konkurrenten vom Hals halten. Produkte, die dort zum Teil verkauft werden entsprechen keinem europäischem Standard. Warum auch? Sie müssen nur den lokalen Gesetzen genügen, die man wiederum mit den passenden Kontakten (z.B. Diktatoren) beeinflussen kann.
Es gab vor (gar nicht so) langer Zeit mal einen Skandal, bei dem ein deutsches Medikamentenunternehmen Arzneien in Afrika verkaufte, die keinem EU Medizinstandard genügten.
(ironie)Zum Glück war die Versorgung Spendenfinanziert. (/ironie)

Weichen Handelsschiffe Flüchtlingsbooten aus

Der Artikel ist seriös, bedarf eigentlich keiner, auch wie gearteten Kommentierung !

Nicht zu verdenken

Wer will es den Handelsschiffen verdenken? Rettungsaktionen kosten Zeit und Geld; beides haben kommerzielle Schiffsbetreiber nicht zu verschenken, und Spendengelder wird ihnen auch niemand zukommen lassen. So kann man es ihnen nicht verdenken.

Politische Seenotfälle

Die Probleme der Flüchtlingskrise sind politische Probleme und können weder von privaten Organisationen und erst recht nicht von der Handelsschifffahrt gelöst werden.
Es sind leider auch sehr komplexe Probleme, die kein Land alleine lösen kann und für die es mit Sicherheit keine einfache, keine schnelle und umfassende Lösung geben wird.
Auch wenn Populisten uns etwas anderes vorgaukeln.

Krieg und Frieden, Armut und Reichtum, Freiheit und Unterdrückung, Diktatur und Demokratie sind Themen, die gesellschaftliche Verwerfungen hervorrufen, unter denen viele Menschen leiden oder sogar existenziell bedroht sind. Und die zu Flüchtlingsströmen führen.

Wir werden uns alle daran gewöhnen müssen, mit diesen Herausforderungen leben zu müssen. Wir können nur mit Geduld und Ausdauer an internationalen Lösungen arbeiten und auf Kompromisse setzen.

Überfüllte und zu kleine Flüchtlingsboote sind keine "echten" Seenotfälle.... sie sind politische Seenotfälle.

Quidquid id est - Wie auch immer es sei

See-Not-Rettung ist Menschenrecht, ungeschrieben schon seit T/tausenden von Jahren! Obgleich mit einer weltweiten Völkerwanderung konfrontiert, muss, muss, unabhängig von unterschiedlichen politischen Bewertungen, dieses Menschenrecht gewährleistet bleiben !

warum sollten handelsschiffe

direkt an der küste im flachen gewässer fahren? frau bensch?

und wieder ein Vorschlag zur Güte :

Auf dem Mittelmeer sind m.W. zahlreiche "Musikdampfer" mit ihren gut zahlenden Passagieren unterwegs. Kreuzfahrten sind seit Jahren sehr gefragt. Man könnte den Erlebniswert einer solchen "Seereise" ganz einfach per UN-Gesetz um ein Mehrfaches steigern, indem eine Reiseroute bei gaaanz langsamer Fahrt und etwa 20 sm Abstand zur nordafrikanischen Küste zwingend vorgeschrieben ist. Dann ist jedes kleinere Wasserfahrzeug mit mehr als zehn Besatzungsmitgliedern aufzubringen und die darauf befindlichen Menschen zu "retten". Die Passagiere dürfen dann ihre Kabinen und die Speisesäle mit den Neuzugängen teilen, die sicherlich diesen Service sofort per Handy an die Heimat melden werden. Das Resultat dürfte überwältigend sein.

Flüchtlingsboote

Europa, Welt hat es noch nicht begriffen, dass Flüchtlingsboote der sichtbare Ausdruck einer Völkerwanderung sind.
Welt hat es nicht begriffen, dass junge Männer viel Geld bezahlen, den Tod in Kauf nehmen, um ihre Familien vor dem Hungertod, vor leeren Brunnen, vor Verdorrung zu bewahren, ihnen das Leben in Angst und Trümmern wenigstens etwas erträglicher zu machen. Sie versuchen bei denen, die dieses Leiden verursacht haben, wenigstens einen kleinen Teil dessen, was man ihnen ausbeuterisch genommen hat, wieder zurück zu erhalten !

Handelsschiffe - Seenotrettung

Wie im Artikel klar erläutert liegt die Route der Handelsschiffe Gibraltar - Suez Kanal nördlich Lampedusa und Malta. Ergo weit entfernt von den Routen der Flüchtlingsboote. Warum sollten diese an Lampedusa und Malta, falls sie mit ihren seeuntüchtigen Gefährten überhaupt diese Distanz zurücklegen könnten, vorbei in Richtung Norden fahren? Außerdem, wie ein Forist bereits korrekt erwähnt: Als Kapitän eines Handelsschiffes setze ich nach Aufnahme von Personen meine Fahrt fort, d.h. z.B. Richtung Suez Kanal. Übergebe die Personen den dortigen Behörden. Laufe auf keinen Fall einen Ausweichhafen an der den geretteten Personen genehm ist. Muss ja den Fahrplan einhalten. Dies ist kein Verstoß gegen nach SOLAS (Seerecht)! Bezweifle aber, dass dies den Intentionen der Flüchtlingen entspricht.

MfG,
Karlpeter Ahrens
Kapitän i.R.

Also vermutlich hat

Also vermutlich hat ,aber........ Mal ehrlich so ein Schlauchboot hinterlässt auf dem Radar kaum eine Signatur!!Ich möchte als Führer so eines Fracht oder Containerschiffes nicht in so ein Gummiboot rasseln,wenn also die Routen dieser Boote bekannt sind, würde ich diese Strecken bei schlechter Sicht meiden.An die Richter hier !Ihr nehmt dem Kapitän nicht den Gewissenskonflikt wenn er mal eben Hunderte Menschen ertränkt und zerstückelt weil sie seinen Weg kreuzten.Eine ganz Miese Masche hier.Und ganz nebenbei! Wer sagt das es keine Piraten sind?Wurde letztens nicht ein Deutsches Handelsschiff gekapert?Ok andere Ecke aber wer gibt mir die Gewissheit das Sie es nicht sind? Man sollte Lybiens Küste mit Drohnen überwachen. Ich wette damit erwischt man 90% dieser "Flüchtlinge"

SailingHH, 18:00

Überfüllte und zu kleine Flüchtlingsboote sind keine "echten" Seenotfälle.... sie sind politische Seenotfälle.

Und die politischen darf man ersaufen lassen, oder was wollen Sie uns mit der Unterscheidung sagen?

@18:03 von hambacherschloss

"Obgleich mit einer weltweiten Völkerwanderung konfrontiert, muss, muss, unabhängig von unterschiedlichen politischen Bewertungen, dieses Menschenrecht gewährleistet bleiben !"

Wird nirgendwo bestritten. Das bedeutet aber nicht, dass Handelsschiffe so fahren müssen, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Flüchtlingsboote treffen. Was man von anderen erwartet, muss man im Zweifel auch selber bereit sein zu tun. Schließen Sie sich den NGOs an.
Und nicht vergessen: Mit dem Retten aus Seenot allein kann man die Verantwortung für die Geflüchteten nicht einfach weiterreichen.

@17:49 von hambacherschloss

"Der Artikel ist seriös, bedarf eigentlich keiner, auch wie gearteten Kommentierung !"

Ein Scherz - oder wie darf man Ihren Kommentar verstehen?

Ihr Kommentar verleitet außerdem zu dem Umkehrschluss, dass man nur unseriöse Artikel kommentieren darf.

@18:20 von Kapt. Ahrens AFNI

Danke für die Klarstellung.

XXX99, 18:26

Man sollte Lybiens Küste mit Drohnen überwachen.

Wer ist "man"? Die libysche Küste ist Staatsgebiet Libyens*, dort Überwachungsdrohnen fliegen zu lassen wäre ein kriegerischer Akt.

Ich wette damit erwischt man 90% dieser "Flüchtlinge"

"Erwischen"? Wie Pubertierende beim Masturbieren, oder Ingenieure beim Manipulieren von KFZ-Software?

* Die korrekte Schreibweise ist Libyen.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Libyen

Ein Beispiel für schlechten Journalismus

Leider hat dieser Artikel Bildzeitungs-Niveau. Im Kopf steht die Behauptung, es gäbe Indizien dafür, dass Schiffe ihre Kurse ändern. Im ganzen Artikel wird nicht ein einziges Indiz, das der juristischen Definition standhalten könnte, geliefert. Und am Ende steht "Vermuten könnte man es für das Seegebiet vor der libyschen Küste". Eine Vermutung ist auch kein Indiz. Der Satz ist also eher eine Unterstellung.

Diese Art Journalismus macht den echten Seenotrettern, denen ich hier ausdrücklich Respekt zollen möchte, das Leben unnötig schwer.

18:32 von kommentator_02 SailingHH, 18:00

//"Überfüllte und zu kleine Flüchtlingsboote sind keine "echten" Seenotfälle.... sie sind politische Seenotfälle."

Und die politischen darf man ersaufen lassen, oder was wollen Sie uns mit der Unterscheidung sagen?//

Ziemlich boshafte Unterstellung. Ich kann dem Kommentar, auf den Sie hier reagieren, keine derartiges Denkmuster entnehmen - selbst wenn ich wollte nicht.

@ um 16:34 von sooncome

"Mittelmeer
Die eigentlichen Verbrecher sind die Leute, die Rettungsbooten den Zugang zu ihren Häfen verbieten, ja sogar unterbinden. Bei allem Verständnis für die Wut gegen das Dublin-Abkommen möchte man die Herren Salvini & Co. (nicht nur aus Italien, auch aus anderen Ländern Europas) auf einer Luftmatratze festbinden und sie spüren lassen, was tausende von Fliehenden über sich ergehen lassen müssen, um sich dann wie Vieh behandeln zu lassen. ..."
.
Wer ist 'man'? Meinen Sie sich selbst? Jemanden Folter zu wünschen ist abscheulich. Falls Sie sich selbst meinen, ist ihre Gedankengut schlimmer als das, das oft von Befürwortern der AfD kommuniziert wird.

Kapt. Ahrens AFNI

danke für den Kommentar, der aus der wirklichen Welt eines Kapitäns kommt. Das wird aber bei den Ideologen kein Nachdenken auslösen, wie immer.

Die Forderung

dass Handelsschiffe die Route und Zweckbestimmung aendern sollten um gegebenenfalls Leute aufnehmen zu koennen ist absurd.

@19:06 von Denkdochmalandersrum

"Diese Art Journalismus macht den echten Seenotrettern, denen ich hier ausdrücklich Respekt zollen möchte, das Leben unnötig schwer."

Wenn Sie diesen Teil:

>>Vor der libyschen Küste sieht die Situation anders aus, berichten private Seenotretter. Mittlerweile seien dort deutlich weniger Handelsschiffe unterwegs. Und: Viele fahren nicht mehr auf direktem Weg zum Beispiel von Tunesien über Libyen nach Ägypten, sagt Ruben Neugebauer von Seawatch. "Allerdings stellen wir eben fest, dass sie so entsprechenden Bogen um die Seegebiete vor Libyen machen", sagt er.<<

noch einmal unter die Lupe nehmen, müssten Sie erkennen, dass Ihre Kritik falsch adressiert ist. Seawatch stellt die Behauptungen auf und die TS berichtet.

"Eine Vermutung ist auch kein Indiz. Der Satz ist also eher eine Unterstellung."
Noch einmal: Wer unterstellt hier wem was?

@20. August 2019 um 16:00 von Superschlau

Keine Ahnung, schwimmen Sie doch einfach mal hin und fragen nach. Wir sind im Forum alle ganz Ohr was Ihren Bericht angeht!

Treffender kann man das nicht formulieren

@20. August 2019 um 19:06 von Denkdochmalandersrum
Ein Beispiel für schlechten Journalismus
Leider hat dieser Artikel Bildzeitungs-Niveau. Im Kopf steht die Behauptung, es gäbe Indizien dafür, dass Schiffe ihre Kurse ändern. Im ganzen Artikel wird nicht ein einziges Indiz, das der juristischen Definition standhalten könnte, geliefert. Und am Ende steht "Vermuten könnte man es für das Seegebiet vor der libyschen Küste". Eine Vermutung ist auch kein Indiz. Der Satz ist also eher eine Unterstellung."

Volle Zustimmung.

18:20 von Kapt. Ahrens AFNI

Vielen Dank für die kompetente Antwort. Könnte lehreich für Journalsten, Aktivisten, Migranten und allen Helferleine sein. Die Realität ist weit weg vom Ponyhof!

um 18:19 von hambacherschloss

Sie versuchen bei denen, die dieses Leiden verursacht haben, wenigstens einen kleinen Teil dessen, was man ihnen ausbeuterisch genommen hat, wieder zurück zu erhalten !

RE
wenig daneben ihre Darstellung, würde Realität helfen. Wir haben Ihnen etwas weggenommen ok letztes Jahrhundert und ihnen dieses Jahrhundert es mehrfach über Entwicklungshilfe wieder zugeführt.Die Ursache ist die Überbevölkerung und dafür können wir nichts auch wenn es nicht in ihr Weltbild passt ist es so.

20:01 von Icke 1 18:20 von Kapt. Ahrens AFNI

100% Zustimmung.

@20. August 2019 um 16:43 von Bote_der_Wahrheit

Stimmt, deshalb gibt es Seenotrettungsorganisationen, die das in Hand genommen haben!
Schön das wir uns darauf verständigen können, das alles andere unsozial und menschenverachtend ist.
Deshalb von uns allen ein Hoch auf Seawatch und all die anderen fleissigen Helfer die wir hier nicht nennen können!
;)

Einfache Lösung

Gerettete Migranten (und solche, die es in einen EU Hafen geschafft haben) werden nach Heimatländern getrennt und dann umgehend dorthin zurückgeflogen. Kostet wohl etwas Geld (billiger mit Charterflügen, die sicher ausgelastet werden) aber bestimmt weniger als das ganze Theater heute kostet. Es wird sich sicherlich schnell rumsprechen dort, dass, wenn man Schleppern viel Geld bezahlt, dass man genau dort ankommt, wo man abgereist ist.

@XXX99

Nur so zum allgemeinen Verständnis: Laut Seerecht hat die kommerzielle Schifffahrt immer Vorrang. Demnach müssen diese Flüchtlingsboote ausweichen. Tun sie es nicht und kommt es zu do me Unfall, haben die Schlauchbootfahrer Schuld. Auch das sollte man bitte schön mal erwähnen statt nun mit reinen Vermutungen über die Handelssvhiffahrt herzuziehen.

Wo sind die Grenzen für Menschlichkeit?

Der Kapitän des Handelsschiffs will seinen Job nicht verlieren.
Für den nächsten wäre es Zuviel seine Wohnung mit 2 Obdachlosen Alkoholikern zu teilen.
Der dritte will lieber mit Familie seinen Wanderurlaub machen anstatt mit dem Geld
einen Afrikaner vor dem Verhungern zu retten.

Ich denke nur wenige der Kritiker an den
Kapitänen der Handelsschiffe sind selbst
zum deutlichen, schmerzhaften Verzicht für die Notleidenden der Welt in der Lage.

Ich bewundere eine Mutter Theresa, kann aber in keiner Weise mithalten.

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