Ihre Meinung zu: Gesundheit: "Wir haben da einen Termin - in fünf Wochen"

16. August 2019 - 10:19 Uhr

Wartezeiten von drei Wochen und mehr - insbesondere bei Fachärzten müssen Patienten für Termine viel Geduld mitbringen. Das zeigt eine Umfrage. Der Versicherungsstatus ist dabei nicht entscheidend. Von Judith Pape.

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Kommentare

Das kommt davon, wenn man

Das kommt davon, wenn man unterschiedliche klassen einführt und gleichzeitig die ärzte nicht machen lässt, was sie wollen. Aus angst vor Konkurrenz werden ärzte hofiert und es darf sich kein anderer ansiedeln.
Weg mit dem mist. Konkurrenz muss sein. Dann fallen schnarcher raus. Qualität setzt sich durch. Dann loht es sich auch, auf dem land zu arbeiten., wenn ich massenweise Städter von dort abziehen kann

3 Wochen? Wo ist das Problem?

Das mit den kurzen wartezeigen beim HNO glaube ich nicht.

Ich selber habe ein Schlapapnoe und musste in ein Schlaflabor.

Wartezeit 8 Monate! Jemand der am gleichen Tag dort war hat erzählt das er 1.5 Jahre auf den Termin gewartet hat.

Der Versicherungsstatus ist sehr wohl relevant

Ich habe vor vier Jahren meine Krankenversicherung von privat auf gesetzlich gewechselt und weiß es daher aus eigener Erfahrung:
Der Versicherungsstatus ist bei der schnellen Terminvergabe das entscheidende Kriterium. Zumindest in der Hauptstadt.
Ein Blick auf Jameda mit den Online-Termin-Buchungsmöglichkeiten bestätigt das. Hier können gerade bei Fachärzt*innen Privatversicherte oft für den selben Tag eine Behandlung bekommen, gesetzlich Versicherte hingegen müssen wochen- oder gar monatelang warten.

Das ist noch gar nichts

Für Routineuntersuchungen vergibt sowohl mein Zahnarzt als auch mein Augenarzt Termine nur in einem Jahr (!).

Bei meinem Augenarzt bin ich immer eine Stunde vor meinem Termin anwesend, da man typischerweise in der Schlange ab der Eingangstür bis zur Anmeldung eine Stunde steht. Dennoch kann es vorkommen, dass man im Wartezimmer vier Stunden hockt.

Bei meinem Hausarzt habe ich, trotz Termins morgens um 8 Uhr, wenn die Praxis offiziell öffnet, eine Wartezeit von größer einer halben Stunde.

Ich nehme das aber mittlerweile mit Humor.

wer will mir da einen vom Pferd erzählen

Selbst erlebt: die Mitarbeiterin des Neurologen am Telefon "wir haben einen Termin in 6 Monaten. Oder übermorgen, wenn sie 100 Euro in bar mitbringen."
Und Pustekuchen von wegen, "Privatpatienten warten so lange wie gesetzlich Versicherte auch". Warum ist das denn wohl die allererste Frage, die mir am Telefon gestellt wird?

Vor der Idee mit der Telemedizin kann ich nur eindringlich warnen. Das bedeutet die endgültige Kommerzialisierung des Gesundheitswesens.

Noch schlimmer als lange Wartezeiten

... empfinde ich, wenn Menschen umziehen und sich vor Ort einen neuen Arzt suchen wollen. Die Standardbegrüßung ist dort nicht etwa: ... "Guten Tag und herzlich willkommen!", sondern ... "Wir nehmen keine neuen Patienten!" ... Das führt dann schlimmstenfalls dazu, daß Leute gar keinen Hausarzt mehr haben, sich nicht mehr trauen frühzeitig genug oder überhaupt zum Arzt zu gehen. ... Nur leider scheint darüber niemand mehr zu reden. Man empfindet sowas inzwischen vermutlich als normal! .. Ich nicht!

Ich bin Gärtner...

Heckeschneiden? Ja, hab ich in 4 Wochen noch nen Termin frei...

Der Versicherungsstatus ist dabei nicht entscheidend

Irgendwie ist das schwer zu glauben, wenn die erste Frage der Arzthelferin 'gesetzlich oder privat versichert' ist.

Wie sind Sie versichert?

Immer häufiger werde ich bei dem Versuch einen Facharzttermin zu bekommen mit der ersten Frage konfrontiert: " Wie sind Sie versichert?". Dann kommt meist die Ernüchterung.

Eines der Probleme ist, daß

Eines der Probleme ist, daß viele Patienten einen vereinbarten Termin nicht einhalten, bzw. gar nicht erst kommen, oder zu viel spät und den Termin nicht absagen.
Das trifft besonders auf reine Terminpraxen, wie Röngten, MRT, CT zu. Da gibt es am Tag nur eine feste Anzahl von möglichen Terminen, da diese Untersuchungen einen gewissen Zeitrahmen benötigen. Röngten, MRT etc geht halt nicht in einer Minute.
Da nehmen Patienten, die nicht absagen, anderen den Platz weg, ca 25% lt. Auskunft meines Arztes.
Und meine Hausärztin klagte, daß von 70 Patienten je Tag, ca 60 wegen Peanuts kommen und den wirklich Kranken den Platz wegnehmen.
In D gehen die Leute ca 18mal je Jahr zum Arzt. In Dänemark/NL ca 6-7 mal.
Es wird Zeit, daß jeder Arzbesuch Geld kostet, z.B. in Belgien 40 €. Dann hat der Arzt wieder mehr Zeit.
Natürlich fehlen teilweise auch Fachärzte. In der Stadt Im Rheinland, gibt es nur einen Urologen. Da nützt mir meine private Versicherung auch nichts.

Virtuelle Sprechstunde

Was soll denn das bringen? Seriöse Ärzte haben es schon schwer genug, treffende Diagnosen zu stellen und inkubierende Krankheiten auch aufzudecken. Der Diagnose-Erfolg, also das Erkennen von Krankheiten, ist einfach noch viel zu schlecht als das die Ärzte es sich jetzt leisten können würden auf die Atmung, die Reflexe, den Blutdruck usw. verzichten zu können!!! "Stecken Sie sich mal die Web-Cam in den Po, vielleicht sehn wir dann, warum sie Bauchschmerzen haben..." XD

Das Virtuelle Arztzimmer ist voll umfänglich nur als ein Beratungs- und Informationsmedium überhaupt nutzbar. Sinnvoll aber nur, um den Patienten in Speziallfällen aufzuklären. Beim Otto-Normal reicht eine schriftliche Erklärung.

Ganz im Gegenteil, eigentlich müsste man die Virtuelle Sprechstunde verbieten! Nicht nur wegen den einfachen Betrug. Viel mehr wird dem Patienten eine Sicherheit vermittelt, die es für ihn durch die Ferndiagnose überhaupt nicht geben kann!

Aber daran denkt natürlich Spahn nicht im geringsten!

immer erst wenn's brennt

Der Ärztemangel ist doch schon lange bekannt. Auch in Krankenhäuser/Notaufnahmen, mit Arbeitsbedingungen die zum Himmel schreien. Weitsicht bei den Regierenden mal wieder Fehlanzeige, gibt es denn überhaupt ein Thema das man im Griff hat?

"Wenig Unterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten" Naja, wer es glaubt, ich zumindest habe andere Erfahrungen gemacht, als Privatpatient werde ich teilweise, direkt am Wartezimmer vorbei, in ein Behandlungsraum geführt.
Diese Zweiklassenmedizin muss aufhören, besonders bei der Terminvergabe.

"Der Erfolg der Terminservicestellen ist jedoch nur mäßig" und oft mit sehr langen Wegen verbunden.

Und wenn man

dann endlich einen Termin hat, zickt der Arbeitgeber rum und will (obwohl der Tarifvertrag bezahlte Freistellung vorsieht) nicht mal Urlaub gewähren.

Unterschiede ...

Man sollte bei den Terminen unterscheiden.
Vorsorgeuntersuchungen haben wohl 3 Monate Zeit.
Bei Zahnschmerzen oder akuten Rückenschmerzen
möchte man dann doch sehr zeitnah einen Termin bekommen.

Bei Herzinfarkt und Schlaganfall werden hoffentlich noch
keine Termine vergeben.

Es gibt immer noch zu lange Wartezeiten,

sogar dann, wenn es ein etwas dringender "Fall" ist.
Sicherlich gibt es Einzelfälle, bei denen man sich ob der Wartezeit an den Kopf fassen muss, wie eben z.B. 2 oder 3 Monate. Das ist nicht tragbar.
Mein Hausarzt hat noch 2 Kolleginnen in der Gemeinschaftspraxis, man kann da schneller dran kommen, muss aber evtl. mit einer Kollegin "vorlieb" nehmen.
Ist nicht ganz so gut, weil man doch mehr Vertrauen zum "Stammarzt" hat.
Kasse oder Privat: da gibt es bei meinem Hausarzt keine Unterschiede.

Wartezeit von 3 Wochen auf

Wartezeit von 3 Wochen auf Termin beim Facharzt? Das wäre zu schön. Beim Hausarzt fluppt das noch innerhalb eines Tages, aber dann...
Die letzte Wartezeit auf einen Termin beim Neurologen betrug 5 Monate. Und es gab keinen Anruf beim Facharzt wo ich nicht am Telefon gefragt wurde : "Sind Sie Kassenpatient oder privat versichert? "
Auf die Antwort Kassenpatient folgte meistens der Satz, "dann haben wir erstmal nichts mehr frei für Sie, tut mir leid ".

Nur 5 Wochen?

In fünf Wochen ein Termin? Schön wäre es. Ich habe hier in Nürnberg (Großstadt!) im Mai bei einem Hautarzt angefragt. Auskunft: Der nächste freie Termin wäre im Oktober! Immerhin 2019 ...

Von wegen 5 Wochen

Eine gute Freundin hat derzeit massive Herz- und Blutdruckprobleme und hat jetzt einen Termin beim Kardiologen im März angeboten bekommen.
Da das absurd (und evtl. gefährlich) ist, musste sie einen Termin nehmen, den sie aus eigener Tasche selbst bezahlt. Und da ist dann sonderbarer Weise in 2 Wochen einer frei...

Es liegt nicht an den Ärzten

Die vielen Gesundheits"reformen" haben eine überbordende Bürokratie erzeugt, bei der ein Arzt bis zu 30% seiner Zeit für vorgeschriebene Dokumentation und für das Kodieren seiner erbrachten Leistungen aufwenden muss.
Durch die vielen, teilweise nicht nachvollziehbaren Ausnahmen und Ausnahmen von den Ausnahmen, kann das auch nicht anderen überlassen werden, weil bei Fehlern der Arzt haftet, auch finanziell.
Deshalb stimmen auch die Schlüssel nicht mehr, nach denen Kassensitze ausgeschrieben werden.

Außerdem ist ein Abweichen von den Leitlinien, auch in notwendigen und begründbaren Fällen, ein finanzielles Risiko für den Arzt. Das bedeutet auch zusätzlich Mehraufwand wegen der Begründung.

Früher war die Arztpraxis die Lizenz zum Gelddrucken, heute ist von diesem Traumjob nicht mehr viel übriggeblieben.

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Bei sich wiederholenden Routineterminen vereinbare ich meine Termine teilweise schon 12 Monate im Voraus.

Na ist doch klasse!

Unsere Politiker denken natürlich an das Volk, aber ein bisserl natürlich auch an sich. Deshalb haben sie ja das Zweiklassenmodell nie ernsthaft angegangen, denn da Ärzte bei Privatpatienten das 2,4fache verdienen, haben die Vorrang bei der Terminvergabe. Nein, es wird ja vom Ärztebund gar verkündet, dass ein Arzt ohne Privatpatienten gar nicht überleben könnte. Danke liebe Politiker, dass ihr das Volk warten lasst und mit euren Privatversicherungen auch denen Behandlungen zukommen lasst, wo sich´s einfach nicht lohnt.
.
Andersherum: wenn ALLE in der gesetzlichen KK wären, und die Kassen nicht so knapsen würden (Fallpauschalen), dann hätten alle was davon, aber ihr wäret nicht mehr 1. Klasse im Gesundheitszug!

Es geht auch anders

Als ich einen telefonisch vereinbarten Termin bei meinem Stamm-Urologen wahrnehmen wollte, war das Wartezimmer übervoll, obwohl er inzwischen 2 Kollegen im Hause hat. Ich verabschiedete mich kurz und sachlich. Als ich merkte, dass es besser sein würde, nicht beleidigt zu sein und doch zum Arzt zu gehen, rief ich bei einem Kollegen in der Kreisstadt an und wurde direkt zum Arzt durchgestellt.

Der stellte ein paar spezifische Fragen und seine Damen gaben mir einen Termin, 3 Tage entfernt, gleich früh um 08:30 h.

Sein Wartezimmer war leer. Ich kam sofort dran, und erst als ich ging, wartete ein weiterer Mann.

Den Bluttest, der sonst eine Igel-Leistung ist, bekam ich kostenlos. Die Kapseln, von denen ich schon hunderte hatte kaufen müssen, bekam ich umsonst von einem anderen Hersteller.

Der Arzt ist Mitglied im Vorstand des DRK KV und nimmt nur ausgewählte Patienten, die er direkt herbestellt. Wie er das finanziell hinkriegt, weiß ich nicht. Aber okay, ganz wie er will und kann.

Das stimmt einfach nicht

Sorry liebes Tagesschau-Team aber ich bin enttäuscht und auch ein wenig entsetzt was Sie hier schreiben. Das Erste was bei einem Termingespräch abgefragt wird ist der Versicherungsstatus. Telefonische Beratungen für "normalos" von 10 bis 12 Uhr, für "private" von 8 bis 13 Uhr. Freitags nur Behandlungen für "private"...usw..usw.. Wir haben eine 100%ige 2 Klassenmedizin.

...wir haben zwar...

Wir haben zwar das (vielleicht) beste Gesundheitssystem, aber was die Wartezeiten und das Abkassieren betrifft, liegt vieles im argen.
Untersuchungen dauern viel zu lange und werden nicht gebündelt. Das bedeutet, ich muss mehrmals zum Arzt oder zu mehreren Ärzten.
Eine sinnlose Geldverschwendung.

Patienten vergessen Termine aber auch oft

Der Vollständigkeit halber sollte man aber auch erwähnen, dass auch viele Patienten nicht zu ihren Terminen erscheinen.

Befreundete Ärzte sagen mir, dass mittlerweile ein nennenswerter Teil der Termine nicht eingehalten werde und gefühlt nähme die Unzuverlässigkeit zu.

Man mag (zurecht) sagen, dass man einen Termin, der erst in einigen Wochen liegt, auch mal vergessen kann, aber trotzdem ist das für die Praxen ärgerlich.

Insofern wäre es vielleicht sinnvoll, wenn z.B. mit der digitalen Patientenakte auch ein automatisches Terminerinnerungssystem geschaffen würde, sodass alle Patienten z.B. zwei Tage vor ihren Terminen eine automatische Erinnerungs-SMS oder E-Mail bekommen könnten.

Sorry, falsche Aussagen !

"21 Prozent mussten bis zu drei Wochen auf Untersuchungen warten. Sofort einen Termin bekamen nur 16 Prozent der Befragten.
"
Mit Verlaub,Frau Pape,diese Aussage ist sachlicher Unsinn und dient offensichtlich lediglich zur Dramatisierung des Themas ! Aus der angegebenen Statistik ist zweifelsfrei zu erkennen, dass nicht 21 % sondern 59 % der Befragten eine Wartezeit von bis zu 3 Wochen beim Facharzt hatten, dazu gehören schließlich auch alle ohne bzw. mit kürzeren Wartezeiten !
Im Sinne einer sauberen Berichterstattung wäre wohl eine Richtigstellung angesagt !

Der Versicherungsstatus ist dabei nicht entscheidend.

Diese Aussage widerspricht sich wohl mit den Erfahrungen der meisten Menschen. Ich bin privat versichert. Ich habe noch nie länger als einen Tag auf einen Termin gewartet, i.d.R. heißt es: "Kommen sie doch gleich vorbei." Das gilt sowohl für Allgemeinmediziner, für Fachärzte wie auch für andere Einrichtungen (z.B. Radiologie).

Meine Freundin bekommt bei den gleichen Ärzten keine kurzfristigen Termine oder bei Ärzten wo sie noch nie war direkt eine Komplettabsage.

5 Wochen, is' doch harmlos bei meinem Kardiologen,...

...Angiologin und Urologen sind es in der Regel > 6 Mon. Wartezeit.

---

Wobei ich sagen muß, daß mein Urologe durchaus Patienten auch oh. Termin am selben Tag dran nimmt,
wenn es um ein akutes Problem geht.

Bei meinem Hausarzt sind es max. 7 Tage.
Aber er hat tägl. von 11-12 Uhr eine Notfallsprechstunde, die man oh. Termin und auch oh. stundenlanges Warten
nutzen kann.
Inkl. Hausbesuche in schweren Fällen.

Mein Hausarzt gehört schon nicht mehr zu der alten Generation Hausärzte.
Er ist jünger wie ich ('68) u. darüber hinaus ein sehr guter Internist.
Da habe ich echt Glück gehabt.

Auch meine Fachärzte sind alles kompetente und gewissenhafte Ärzte/in.
Das tröstet über den langen Wartetermin hinweg.
Die Untersuchungen bei meiner Angiologin dauern brutto ca. 2,5h u. sind netto ca. 1,5h lang.
Dafür aber sehr gründlich.

Trotzdem glaube ich, daß es viele Leute gibt, die Probleme bei der Terminvergabe haben.
Und das trotz akuter Beschwerden.

Das darf so nicht sein!

@JUKUK, 10:48

Es wird Zeit, daß jeder Arzbesuch Geld kostet, z.B. in Belgien 40 €. Dann hat der Arzt wieder mehr Zeit.

Richtig so! Zum Arzt sollen nur noch die, die es sich leisten können, ne? Wenn die ganze "arme" Klientel erst mal wegfällt, hat der Herr Doktor für die "Leistungsträger" auch mehr Zeit.

Ärzte an den Strand

Die Ärzte sollten nur dann bezahlt werden, wenn ihre Patienten n i c h t in die Praxis kommen (weil der Dr. sie gesund gemacht hat). Dann gibt´s auch wieder gute Beratung, weniger Medikamente und Operationen; dank alter Hausmittel und optimaler Behandlung durch den Mediziner. Das Ergebnis wären Praxen ohne Patienten (oder erheblich weniger) und Ärzte, die am Strand liegen (verdientermaßen). Mir ist ein Dr. mit mehr Freizeit und gutem Einkommen lieber, als ein Arzt die mir vorwurfsvoll entgegenhält "Sie waren ja schon 3 Jahre nicht mehr bei mir!" (so real geschehen). Denn, man bedenke des Dichters Zeilen: "Damit der Doktor leide keine Not, hält er uns krankhaft zwischen Leben und dem Tod."

Meine Erfahrungen sind völlig anders

Als ich wegen akuter Probleme einen Facharzt kontaktiert hatte, war die erste Frage nach der Krankenkasse. Als Kassenpatient wurde mir ein Termin in 6 Monaten angeboten. Bei anderen Ärzten gab es die gleiche Auskunft, manche Ärzte nehmen nur Privatpatienten. Mein Hausarzt meinte nur lapidar, wenn ich in der Stadt keinen Termin bekomme, dann muss ich eben ins Umland fahren. Mein Bruder als Privatpatient muss nie länger als eine Woche warten. Was die Krankenversorgung betrifft, leben wir längst in einer 3-Klassengesellschaft. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, wer bei einer Organtransplantation zuerst versorgt wird.

Man muss auch eine andere Seite betrachten

Es liegt auch daran, dass man wegen jeder Kleinigkeit einen Krankenschein braucht (man verlangt es), statt die Arbeitszeit von Natur aus flexibler zu halten und vor allem ein völlig anderes Gesellschaftskonzept zu entwerfen, wo der Arbeitnehmer mehr Rechte über seine einzusetzende Arbeitszeit hat, als der Arbeitgeber. Nicht der Arbeitnehmer muss sich anpassen, sondern der Arbeitgeber.

Das ist für mich nicht der wesentlichste Grund, aber er sorgt angesichts der Lage dafür, dass viele nicht zum Arzt gehen, obwohl sie krank sind.

Dabei leben wir in einem Land, wo man wegen jeder Kleinigkeit belangt wird, aber man soll sich im wahrsten Sinne gefälligst kaputt arbeiten-. Übrigens ist diese lange Arbeitszeit auch ein Mitgrund für viele Krankheiten. Sind wir denn noch im Mittelalter?

Facharzttermin

Hier bei uns in Schweden ist die Wartezeit auf einen Facharzttermin momentan bis zu 12 Monate. Unter 4 Monaten geht eigentlich garnichts

Zahnarzt Termin

Wartezeit 2 Monate.
Da fragte ich nach, wie das ist, wenn die Schmerzen überhand nehmen...
Antwort:
Dann rufen Sie an, vielleicht bekommen Sie dann einen Termin in 2 oder 3-4 Tagen.
Hallo?
Ich sagte dann, wenn es arg wird, setze ich mich in die Praxis und warte bis ich dran bin. Auch wenn es 4 Std dauert egal....
Da bekam ich was zu hören....das wollen sie gar nicht.

Ich kann es durchaus verstehen.
Ein Zahnarzt hier ist in Rente gegangen, irgendwo muss man hin.....und Frau Dr kann auch nur arbeiten.... aber...
Bäh.....

Erlebe ich grade selbst!

Auf meinen Termin beim Ortophäden warte ich seit drei Wochen mit starken Rückenschmerzen! (Nächste Woche ist es endlich soweit!)
Bei der Suche nach einem Ortophäden war das der nächstmögliche Termin! Bei anderen war vor Mitte September nichts mehr zu haben (welches Jahr habe ich mich nicht getraut zu fragen!)
Manche Orthopäden nehmen nur noch Privatpatienten und einige sind telefonisch überhaupt nicht zu erreichen. (Dauerbesetzt, Ansage vom Band).

@frosthorn:

Wenn ein Arzt für einen früheren Termin 100,00€ in bar vorab verlangt, ist das m.M.
eine Art Erpressung. Diesen Arzt würde ich der Ärztekammer melden. Denn das geht gar nicht.

Absicht?

Wahrscheinlich ist das Absicht. Die Privatversicherten sind in der Regel finanziell besser gestellt. Die armen Kassenpatienten dürfen dagegen länger auf einen Termin warten. Vielleicht löst sich dann das eine oder andere Problem von selbst und die Rentenkasse spart auch Geld. ;-)

Wie lange wird man das noch

wegdiskutieren und ignorieren können? Die gute Nachricht: Lösen werden die aktuell verantwortlichen das nicht mehr, weil hoffentlich nicht mehr im Amt u Würden.

Der Facharzt Witz

Frau Müller zur Arzthelferin: "Ich brauche dringend einen Termin bei Herrn Doktor".
Die Arzthelferin: "Der früheste Termin, den ich ihnen geben kann, ist in 8 Wochen".

Frau Müller wird nach 8 Wochen beim Facharzt vorstellig. Nach der Untersuchung sagt er zu ihr: "Das hätte viel früher behandelt werden müssen - wieso kommen sie damit erst jetzt?"

Drei Wochen und mehr

Nur mal so, für eine Psychotherapie sind Wartezeiten von 8 bis 12 Monate nicht unüblich!

Ich lach mich schlapp

"unabhängig vom Versicherungsstatus" Mann ist das ein Klopper. Ich bekomm kaum noch Luft vor Lachen. Da ruft man an und sagt man ist privat versichert bekommt man einen Termin innerhalb drei Tagen und als Gesetzlich versicherter in fünf Monaten.

In Dänemark

Kann jeder 3 Leute Anrufen, Arzt für Termin, Krankenhaus und eine Nummer für dinge die nicht wirklich ein Notfall sind aber so dazwischen. In 5 Wochen hat man eine Krankheit oft nicht mehr, oder man leidet an Schmerzen die nicht Lebensgefährlich sind. Die 3te Nummer fragt nach Symptome und dann macht ein Termin bei einem normalen Arzt im Krankenhaus wo man ab und zu erst 4 Uhr morgens dran kommt. So muss man nicht 5 Wochen mit Schmerzen warten.

private Versicherung sehr wohl relevant

Wo auch immer diese Daten herkommen, ich sage ganz klar, dass es Unsinn ist, dass der Versicherungsstatus keine Rolle spielt.
Jeder darf gern mal die Probe machen: Nach Termin fragen, und wenn man eine Antwort hat, anmerken, dass man privat versichert ist - siehe da, der Termin verschiebt sich durch Zauberhand Richtung Gegenwart - wetten das?
War immer so, wird auch immer so bleiben, so lange es hier eine Zwei-Klassen-Medizin gibt. Der Arzt möchte (muss) Geld verdienen - Ende.

@10:39 von Sharky_ffm - Also bitte keine Äpfle mit Birnen...

...vergleichen.
Einen Termin zur Untersuchung im Schlaflabor dauert eben so lange, weil ein Schlaflabor etwas spezielles ist und somit nicht in jedem KH verfügbar ist.

---

Darüber hinaus, war bei mir jedenfalls so, ist diese Krankheit
eine Erkrankung die vom Lungenfacharzt unrersucht und auch behandelt wird und nicht vom HNO.

Aber das nur nebenbei... .

Das Problem ist die Politik! Nicht die Ärzte!

Natürlich gibt es eine 2-Klassen-Medizin: Wer als Privatpatient mehr bezahlt, hat dafür auch gewisse Vorteile. Man kann nicht für den Preis eines Volkswagens einen Porsche erwarten! Trotzdem garantiert das deutsche Gesundheitswesen, dass Notfälle und dringliche Erkrankungen zügig behandelt werden: egal wie man versichert ist! Das Problem ist generell: Es gibt nicht genügend Ärzte! Studienplätze sind rar! Junge Ärzte werden in der Klinik für geringes Gehalt ausgebeutet. Die Niederlassung in die Praxis durch Vorschriften massiv erschwert! Wer als niedergelassener Arzt mehr arbeitet als ihm die KV erlaubt bekommt seine Vergütung reduziert! Warum also mehr Kassenpatienten behandelt als erlaubt! Privatversicherte sind unbegrenzt behandelbar! Was würde ein Maler sagen, dem man erlaubt nur 10 Häuser pro Jahr zu streichen und ab dem 11. gibt es deutlich weniger Lohn?!

@10:41 von mokky - Das Problem liegt aber nicht beim Arzt...

...sondern bei der Politik.

---

Wenn die Sätze, die ein Arzt der Kasse in Rechnung stellen kann eben so hohe Unterschiede aufweist und viele Ärzte,
die eine eigene teure Praxis unterhalten nur so kostendeckend abbeiten können, ja dann dürfen wir uns nicht wundern.

Da gibt es aber eine einfache Lösung.
Die Grundversorgung aller wichtigen Erkrankungen und deren Sätze bei den privaten und auch GKVs einfach auf
dasselbe Nieveau anpassen und schon haben wir ein Problem weniger.

Wenn aber mein Hausarzt für mich als Kassenpatient im Quartal ca. 45 € erhält und der Privatpatient
schon beim "Guten Tag Herr Doktor" diese Summe abdrücken muß, dürfen wir uns nicht wundern.
Höchstens äergen...
...über die, die es verbockt haben.
Unsere Politiker.

Also Sätze entweder angleichen oder eine Bürgerversicherung für alle (inkl. Politiker).

P.S.:
Mein Hausarzt bekommt auch nicht mehr, wenn ich im Quartal wegen derselben Krankheit mehrere Male dort auftauche.

Grundproblem weder erkannt noch behandelt

Die ambulante und stationäre Vergütung sinkt inflationsbereinigt seit Jahrzehnten!! Alles ist budgetiert.
Leistungen sind massiv gestrichen worden (notwendig, wirtschaftlich,ausreichend) nicht menschlich, nicht hochwertig oder modern!!
Die Beitragseinnahmen steigen massiv, wo landen meine Beitragsmilliarden?
Nicht in der Versorgung!!
Nachfrage bei der Pharma& Versicherungsm...?
ach nein, bloss nicht. die schreiben ja Gesetze und stellen die Staatssekretäre...
Und haben gestohlene Milliardenrücklagen,Paläste und gigantische Personalüberhänge..

Wenn mein Arzt trotzdem drannimmt, obwohl längst über dem Budget gearbeitet oder verordnet hat freue ich mich, denn ich weis er muss für diesen Fleiß bluten sprich er wird bestrafft - so ist das Gesetz!

angeblich wird jetzt alles besser denn fürs schnell behandeln bekommen Ärzte jetzt mehr Geld und muessen 5h mehr arbeiten....
wurde gesagt,ist aber gelogen.
Alles da wird im Gesamtbudget bereinigt heisst es!!!!!
TS bitte recherchieren.

@JUKUK

Leider hat diese 'Praxisgebühr' in der Vergangenheit nix gebracht und die 10 Euro wurden wieder abgeschafft!
Das Problem ist der Mangel an Ärzten und solchen, die sich niederlassen wollen: Bürokratie, finanzielles Risiko, Arbeitsbelastung...

Ein Kuchen aus der Kammer ist kein Auto vom Fließband

Die Lieferzeit für ein Viel-PS-Auto mit allen extras ist, wenn man will, sofort lieferbar.
Wir hier in Deuschland müssen wissen, wie wir die Prioritäten setzen.
Numerus Clausus für die Autoproduzenten? Häh? Das wäre das Ende! Aber Ärzte müssen natürlich knapp gehalten werden und freies Niederlassungs- und Berufsrecht für Ärzte? Kann doch nicht einfach jeder kommen und sagen, er hätte gerne Patienten und wolle helfen!
Nein, dieser Kuchen kommt nicht vom Fließband, und aufgeteilt wird er in der Kammerküche - vom Chef.
Und wer zahlt hat Priorität, nicht wer bestellt. Andererseits, einen Kleinwagen ohne Klima und ohne allem, darauf können wir auch ganz schön lange warten. Das Geschäft will keiner haben.
Wenn es aber um verfassungsgemäß gleiche Menschen geht... Könnte eine Verfassungsänderung den Auserwählten helfen? Könnten wir "Gleichheit" doch auch durch Gleichartigkeit" ersetzen. Das wäre ehrlich und wahr.

Na dann.....

Na dann halt einfach die Frage der freundlichen Helfer mit „privat“
beantworten. Den Termin gibt es dann spätestens Uebermorgen :-))).
Klappt immer .

Wartezeiten ?

man wundert sich
meine Frau hat Problem mit der Schilddrüse
gab mal nen Verdacht auf Tumor ....
dann hatte sie wieder Schmerzen (und Angst)
sie bekam einen Termin nach 5 Monaten (!!)
es gäbe keinen schnelleren Termin die Arzthelferin
ok
3 Wochen davor viel mir auf, ausgerechnet an dem Tag ging es nicht
- blöd - gebe ich zu wollte ne Verschiebung
- das ginge nicht, der nächste freie Termin (nach) 5 Monaten
... dann machte ich was das ich nicht leiden kann (Beziehungen ausnutzen),
ging zu meinem Freund, einem Arzt 30 km weiter
der "bügelte" mich als erstes, warum ich nicht gleich kam, nahm den Hörer
(es war Freitag) und am darauffolgenden Dienstag hatte meine Frau einen Termin

5 Wochen...

du meine güte... und da wundert sich jemand warum die notaufnahmen der krankenhäuser überlaufen sind.

Mein letzter termin beim orthopäden war nach ca. 5 tagen. mrt dann 7 tage später...
hab mich ziemlich über die warterei geärgert.
geholfen hat mit der arzt übrigends auch nicht.
helfe mir nun selbst bei bandscheibenproblemen da ich ja viel zeit hatte mich zu informieren.

zu dem arzt gehe ich nun nicht mehr, hausarzt reicht, der ortophäde verdient nichts mehr an mir...

Seltsame Statistik

Wenn ich in einer Arztpraxis anrufe erhalte ich in der Regel sofort einen Termin mitgeteilt. Der Termin selbst kann allerdings auch erst in 3 Monaten sein. Was bedeutet denn nun "Wartezeit für Termin"?

Terminvergabe beim Facharzt - wenn es denn nur 5 Wochen wäre

wohne in der Region Hannover. 2 - 3 Monate sind die Regel. Mein (ehemaliger) Kardiologe ist nicht mal in der Lage, Termine ab Folgequartal zu vereinbaren, weil die Mitarbeiterin sich ansonsten überfordert sieht. Habe jetzt den Arzt gewechselt und fahre lieber zum weit entfernten Arzt.

Terminvergabe

Meine Frau ist gesetzlich, ich bin privat versichert.
Wir wohnen in einer rheinischen Großstadt und haben verschiedene Hausärzte. Mein Hausarzt behandelt nur Privatkunden, weil er keine Zulassung für gesetzlich Versicherte bekommt! Die Wartezeit für uns beide beträgt etwa 1 Tag! Beim HNO 1-2 Tage, beim Dermatologen 2 Tage, beim Urologen 3-5 Tage. Der Unterschied zwischen meiner Frau und mir liegt bei maximal 1-3 Tagen. Das ganze Gerede von der Zweiklassen-Gesellschaft trifft bei uns und auch unseren Freunden einfach nicht zu !

Privat oder kasse

Mein alter Orthopäde in Duisburg muss erst gar nicht fragen ob kasse oder privat, der hat für kassen- und privatpatienten sogar separate telefonummer, wer böses dabei denkt...

Ca. 6000 deutsche Ärzte ...

arbeiten in der Schweiz und es werden in den nächsten Jahren voraussichtlich noch mehr werden!
Mehr Ärzte in Deutschland auszubilden bringt gar nichts, solange die schlechten Arbeitsbedingungen in den deutschen Krankenhäusern weiterbestehen!

Zitat aus dem Artikel

Zitat aus dem Artikel "Während bei den Privatversicherten zwölf Prozent der Befragten mehr als drei Wochen auf einen Termin warteten, waren es bei den Angehörigen einer gesetzlichen Krankenversicherung 15 Prozent".

Ja, nach dieser Aussage gab es bei meiner MRT-Untersuchung auch so gut wie keinen Unterschied: nur 15 Wochen Wartezeit als Kassenpatient, und ganze 4 Wochen als Selbstzahler. Bei einem und dem gleichen Arzt.
Ich habe mich für die private Leistung entschieden, selbst bezahlt, und habe unser soziales Kassensystem wesentlich entlastet. Ach, übrigens, eine Erstattung des Betrags, dass die Krankenkasse bei einer Kassenleistung nach 15 Wochen Wartezeit an den Arzt gezahlt hätte, hat es natürlich nicht gegeben.

@ Frank_Furter / 11:12

"Es liegt nicht an den Ärzten
Die vielen Gesundheits"reformen" haben ... "

... in Teilen stimmt das. Aber letztendlich hat der Konsens zwischen Politik (viele Ärzte) der ärztlichen Selbstverwaltung und den Krankenkassen darüber ein WIRTSCHAFTLICHES Gesundheitssystem zu schaffen zu den von Ihnen angeführten Punkten geführt. Nicht Patientenwille! ... Und die Realität zeigt ja schließlich auch, daß sich das System ganz schnell auf dem WIRTSCHAFTLICH optimalen Punkt (Abwägung Kosten/Nutzen) eingependelt hat. Anders sind die allen bekannten Defizite in unserem Gesundheitssystem (Terminknappheit, Patientenkontingente, etc.) nicht zu erklären. Besonders nicht bei der Höhe an Ausgaben!

Im Osten gab es mal nen ganz andren Ansatz! Der hieß, man möchte nicht das wirtschaftlichste, sondern das EFFIZIENTESTE Gesundheitssystem der Welt haben. Und Erfindungen wie Polikliniken haben es am Ende dazu gemacht! Das WIRTSCHAFTLICH nicht automatisch EFFIZIENT ist nicht Jedem offensichtlich!

@Kamminer

Transplantation werden von Eurotransplant in Leiden organisiert. Von dort werden die Spenderorgane nach gemeldeter Dringlichkeit vergeben.
Sie wollen doch nicht ernsthaft glauben machen, dass sich in den Niederlanden jemand für den Versicherungsstatus des Empfängers in Deutschland interssiert!

@nomo45

"Wenn ich in einer Arztpraxis anrufe erhalte ich in der Regel sofort einen Termin mitgeteilt. Der Termin selbst kann allerdings auch erst in 3 Monaten sein. Was bedeutet denn nun "Wartezeit für Termin"?"

Ihre Wartezeit auf den Termin ist dann 3 Monate.
Die Wartezeit auf die Terminvergabe war 0 Tage.

tja so geht es

Ein paar Monate Wartezeit bis zum Termin, ein paar Stunden bis man dran kommt, aber dafür nur ein paar Minuten bis man wieder draußen ist.

@ 10:56 von Giselbert

Und was ist die Konsequenz, wenn diese Zweiklassenmedizin aufhört? Dann warten auch die Privatpatienten genauso lange wie die Kassenpatienten und keiner kommt früher dran, im Gegenteil: Z.B. mein Orthopäde kommt morgends extra früh, um die Privatpatienten zu behandeln, weil er dafür tatsächlich Geld entsprechend seinem Aufwand bekommt - für die Kassenpatienten gibt es halt nur Pauschalen. Bekommt er das Geld nicht mehr, kommt er auch nicht mehr früher und die früheren Privatpatienten verlängern dann noch die Termine für alle. Was wir brauchen, ist ein System, wo sich für Ärzte wieder Leistung und Einsatz für die Patienten lohnt. Eigentlich sollten alle in die Privatversicherung mit Steuerzuschüssen für die Ärmeren.

Leider nur bedingt richtig

Ja, es gibt einzelne Ärzte, bei denen ich als "Privat"patient recht offensichtlich schneller einen Termin bekomme. Bei der großen Masse meiner Ärtze - vielleicht besuche ich die falschen Ärzte - warte ich exakt gleich lang, übrigens auch im Wartezimmer. Und gerade jüngst bot mir ein Facharzt (Lungenarzt) einen Termin in fünf Monaten an - gesetzlich Versicherte haben da seit neuestem einen Anspruch ...

Wartrzeit zum Neurologen

über Terminstelle der Krankenkasse 3 Monate. Ca. 12 Wochen.

Da sind doch 3 Wochen ein Witz!

@ 12:08 von Biocreature

Wem hilft denn diese ominöse Bürgerversicherung weiter? Wir warten dann nicht mehr 5 Wochen sondern 6 Wochen, weil Privatversicherte und Politiker dann mitwarten. Das deutsche Gesundheitssystem ist grundsätzlich, bedenkt man Freiheiten wie freie Arztwahl (gibt es z.B. im NHS im UK nicht) und vor allem das Recht, jederzeit einen Arzt auch wegen einer laufenden Nase aufsuchen zu dürfen (in vielen Ländern schickt einen da schon die Schwester nach hause), sehr gut und auch noch finanzierbar (gegenüber dem miesen in den USA). Wir können es aber noch verbessern, nicht durch noch mehr bürokratische gesetzliche Kassen (warum gibt es davon eigentlich so viele?) sondern durch mehr Anreize, für Ärzte, Patienten und auch die Kassen (z.B. sich zusammenzuschließen, auch wenn dann hochbezahlte Vorstandsposten für Gewerkschaftsfunktionäre verloren gehen).

es gibt da noch ein anderes problem

Wartezeiten auf einen Arzttermin sind natürlich ärgerlich, keine Frage! Diese elenden Weißkittel halten sich wohl für etwas Besseres? Eher nicht, neben den bereits mehrfach genannten Lösungsansätzen und Problembeschreibungen bleibt das, meines Erachtens nach bedeutenste Manko unkommentiert, nämlich die Unzuverlässigkeit der Patienten. Da Zeiten, zu welchen ein Patient zu seinem Facharzttermin pünktlich und verlässlich erscheint, sind vorbei! In meiner Praxis und in denen mehrerer Kollegen gibt es, je nach Jahreszeit, mehr oder weniger entschuldigte Absagen von bis zu 25% und mehr. Jetzt muss man sich noch vor Augen halten, dass diese Terminverweigerer natürlich auch wieder einen neuen Termin brauchen, die Zeit dafür aber endlich ist. Somit sammeln sich die Stunden an verlorener Zeit. Meiner Meinung nach muss die Politik auch hier ansetzten und unentschuldigte Terminversäumnisse den Krankenversicherten in Rechnung stellen, dann wäre die Motivationsschwelle sicher höher

Meine Tochter ist umgezogen, andere

Arbeitsstelle, andere Stadt. Nach etwa 6 Monaten bemüht sie sich um einen Termin bei einem Frauenarzt. 8 Anrufe....waren sie schon mal bei uns? nein?....sorry, wir nehmen keine neuen Patienten mehr an....gutgemeinter Rat einer Arzthelferin: „gehen sie doch einfach zu ihrem früheren Arzt“.....naja, 380 Km für einen Arztbesuch?
übrigens, keine der Arztsekretärinnen hat sie nach ihrem Versicherungsstatus gefragt !

@Oliver_0601

"Wartrzeit zum Neurologen

über Terminstelle der Krankenkasse 3 Monate. Ca. 12 Wochen.

Da sind doch 3 Wochen ein Witz!"

Bitte zuerst den Artikel lesen und VERSTEHEN!

Darin steht, dass innerhalb von drei Wochen keineswegs 100% der Patienten einen Termin bekommen!

Was soll also Ihr Ausfall?

mehr ausbilden ist eine Milchmädchenrechnung

Warum?
FAkt1:
die Honorare für Leistungen ob in Kliniken und Praxen steigen seit Seehofers Reform in den 90ern nicht mehr (inflationsbereinigt) .
Fakt2:
keiner der rechnen kann( Abitur 1,0 ist heute Pflicht zur Zulassung zum Studium) lässt sich nieder...
d.h. es werden fast nur noch MVZs von Kliniken gegründet die Aerzte anstellen, diese MVZs rechnen sich aber auch nicht direkt sondern nur indirekt weil sie Patienten in die Kliniken schicken. Welche Aerzte arbeiten da? Teilzeit,, ständig wechselnd... Qualität.....
Fakt3: in den Kliniken werden Fachaerzte mit deutscher Muttersprache zu Goldstaub.
Wer was kann geht nach Norwegen in die Schweiz etc...

Fakt4: Stipendien fürs Studium mit der Verpflichtung dann als Landarzt da oder dort zu arbeiten sind(Die Sklaverei ist doch abgeschafft) real wirkungslos (sie fakt 1,2) aber schön für eine Pressemitteilung geeignet.

Lösung:

Unser Beitragsgeld (auf dem absoluten Höchststand)
erstmals seit Seehofer wieder zu 95% in die Versorgung!!!!

@se2013

"Meiner Meinung nach muss die Politik auch hier ansetzten und unentschuldigte Terminversäumnisse den Krankenversicherten in Rechnung stellen, dann wäre die Motivationsschwelle sicher höher"

Da haben Sie auf jeden Fall recht. Da wir beim Rausgehen aus der Praxis nichts bezahlen müssen, kostet es nichts. Und was nichts kostet, ist nichts wert ...

Bei meinem Physiotherapeuten und meiner Hundephysiotherapeutin ist es so, dass man den Termin in Rechnung gestellt bekommt, wenn man nicht 24 h vorher absagt.

Versicherungsstatus nicht entscheidend?

Bei meinem Orthopäden wird jeder Anrufer von einem Telefoncomputer begrüßt und muss seinen Versicherungsstatus per Telefontastatur ausweisen.
Ist bestimmt nur systembedingt zwecks gezielterer Beratung der Patienten.

Eigeninitiaive statt Warten

Als ich plötzlich Gelenk- und Muskelschmerzen bekam, erlebte ich zum ersten mal, dass es besonders bei Fachärzten Terminprobleme gibt mit zeitnahen Terminen. Da ich nicht nur leiden wollte bis dahin, sondern auch selbst zur Gesundung beitragen wollte, nutzte ich die Warte-Wochen für eigene Recherchen und probierte einiges aus. Am Ende half mir eine Ernährung ohne Lebensmittel von Tieren und ohne Zucker. Sehr rasch gingen die Schmerzen zurück und als ich nach dem Röntgen-Termin endlich den Facharzttermin hatte, hatte ich kaum noch Schmerzen. Wir verzichteten dann auf Medikamente etc und setzten unter ärztlicher Begleitung die Ernährung so fort und es geht mir gut!
Ich schreibe dies, um zur Eigeninitiative zur Genesung zu ermuntern. Auf diese Weise spare ich mir das Ärzte-Gerenne und Termin-Warten.
Auch wenn dadurch sicher nicht jede Krankheit wie bei mir durch Ernährungsumstellung in den Griff bekommen werden kann, so könnte es bei einigen Zivilisationserkrankungen evtl helfen/mildern.

@ se2013 (13:26)

Wenn Patienten absagen, hilft ein einfacher Terminkalender (eine schnelle Software gibt es auch). Es melden sich, wie wir hier mal wieder erfahren, mehr als genug Patienten; Oder ruft bei Ihnen (aus welchen Gründen?) keine mehr an?
Sie nennen das "unzuverlässigkeit der Patienten": Ich nenne das "Inkompetenz" und die liegt ganz woanders. Wenn ich Ihnen sage wo, bekommen Sie es nicht zu lesen, also lasse ich es dabei bewenden.

Auto und Gesundheit

Viele Bundesbürger geben mehr Geld für Ihr Auto aus als für ihre Gesundheit: Natürlich kostet der Ledersitz im Auto mehr als der Stoffsitz. Wer mehr möchte, zahlt auch mehr! Das wird kritiklos akzeptiert. Für die Gesundheit sieht das anders aus: Hier bezahlt man ja schon vermeintlich viel für die Versicherung, also kann man auch alles einfordern! Das ist ein Fehlglauben! Der Arzt bekommt je nach Fachrichtung ca. 30-60 Euro pro Patient und Quartal! Da ist dann meistens alles drin an Leistung. Was würde die Autowerkstatt sagen, wenn man für eine umfangreiche Reparatur nur die Kosten für einen Ölwechsel bezahlen möchte? Warum sollte es in der Medizin anders sein?!

@ 13:00 von Super-Brain

In dieser Welt gilt nun mal, dass Geld alle Türen öffnet. Und wer wenig Geld in der Tasche hat, der muss sich in der Schlange ganz hinten anstellen. Ich halte die Annahme für recht naiv, dass ausgerechnet bei dem Milliardengeschäft der Organtransplantationen dem armen Mitbürger die gleichen Chancen eingeräumt werden wie den Bessergestellten. Das klappt ja noch nicht einmal bei "banalen" Angelegenheiten wie einem Arzttermin.

@se2013

Da haben Sie recht, Termine einhalte bzw. rechtzeitig absagen gehört heute bei einigen scheinbar nicht mehr zum guten Ton. Nur über Geld bekommt man dies wahrscheinlich ausgemerzt.

Es ist ja i.O. einen Arzttermin zu machen u. weiterhin zu versuchen bei anderen Ärzten einen früheren Termin zu bekommen, nur absagen bei Ersteren muss man schon.

Klar, dass dann manche Ärzte (wie bei Airlines üblich) überbuchen.

Dennoch, bei vielen Ärzten könnte man durch besseres Terminmanagement die Wartezeiten erheblich verkürzen

@Ist Wahr

Leider fehlt Ihnen der Praxisbezug!
Wenn ein Patient einfach nicht zum Termin erscheint, dann hat man auch keine Möglichkeit den Termin kurzfristig an einen anderen Patienten zu vergeben! Da hilft Ihnen auch kein Terminkalender oder eine entsprechende Software!
Also unterlassen Sie bitte Kommentare bzgl. 'Inkompetenz' wenn man selber keine Ahnung vom Praxis-Ablauf hat!

@Ist Wahr

"Sie nennen das "unzuverlässigkeit der Patienten": Ich nenne das "Inkompetenz" und die liegt ganz woanders. Wenn ich Ihnen sage wo, bekommen Sie es nicht zu lesen, also lasse ich es dabei bewenden."

Wenn ich Ihren letzten Satz richtig verstehe, scheinen Sie öfter mal Beiträge zu verfassen, die unterhalb der Gürtellinie liegen. Denn in diesem Fall liegt die "Inkompetenz" keinesfalls bei dem von Ihnen angegangenen User, sondern bei Ihnen. Es handelt sich um Ihre Lesekompetenz. Der User hat geschrieben -ich zitiere -
"Die Zeiten, zu welchen ein Patient zu seinem Facharzttermin pünktlich und verlässlich erscheint, sind vorbei! In meiner Praxis und in denen mehrerer Kollegen gibt es, je nach Jahreszeit, mehr oder weniger entschuldigte Absagen von bis zu 25% und mehr."

Können Sie mir sagen, wie man es kompetent managen soll, wenn pro Tag drei Patienten einfach so nicht erscheinen und drei weitere entweder fünf Minuten vor oder 15 Minuten nach deren Termin "entschuldigend" anrufen?

Von meiner Frau weiß ich das anders

Sie ist privatversichert und wenn der Termin in weiter Ferne ist, sagt sie mittlerweile: Ich bin übrigens privat versichert. Meist gibt es dann spontan doch noch einen Termin zeitnah - nur in Ausnahmen nicht.

Ueberweisung

Solange ich für eine Überweisung zur Untersuchung im Krankenhaus einen Termin beim Chirurgen machen muss, damit ich nach ca. 14 Tagen eine Überweisung ausgestellt bekomme , bleibt es wohl chaotisch. Der Chirurg lehnt es mittlerweile ab, solche Überweisungen auszustellen. Also den nächsten Chirurgen belästigen und wieder Termin für eine Überweisung machen. Ist das nicht alles vom Hausarzt zu machen. (Telefonisch noch am selben abzuholen.

11:44 von Old Lästervogel

das war sicher nur als beispiel von ihm genannt

Die Situation ist ernst!

Also - bis auf einige glückliche Ausnahmen - sind sich doch alle Foristen hier einig: Die Wartezeiten sind zu lang. Egal, ob nun die Minderheit der "Privaten" schneller dran kommt oder es nun 3 Wochen oder 3 Monate dauert. Selbst wenn man einmal alle Privatpatienten wirklich länger warten läßt - für die große Mehrheit ändert sich praktisch nichts - reine Mathematik!
Aber: wo liegen die Ursachen? Jahrelange Fehlanreize, überbordende Bürokratie, Strukturkrisen in vielen Regionen, Ärztebashing, grobe Fehler bei der universitären Ausbildung, Patienten, die ihre Termine sanktionslos nicht einhalten (ein wirkliches Problem!) und und und.
Die Wartezeiten für den "Routinetermin" sind bei mir noch wesentlich länger als hier angegeben - und das bedaure ich wirklich sehr! Aber: der medizinisch dringende Fall kommt auch sofort oder in kürzester Zeit dran (das aber alles in meiner und der Schwestern Freizeit - alle regulären Termine sind ja dicht!
Es muss etwas passieren! So geht´s nicht weiter.

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