Ihre Meinung zu: Familienministerin: Giffey stellt Rücktritt in Aussicht

15. August 2019 - 15:11 Uhr

SPD-Politikerin Giffey will laut ARD-Informationen als Familienministerin zurücktreten, sollte die Freie Universität Berlin ihr den Doktortitel aberkennen. Zugleich erteilte sie Ambitionen auf den Parteivorsitz eine Absage.

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Kommentare

Es ist wirklich eine Schande

Ich halte Franziska Giffey für eins der größten Talente, die die SPD aufzuweisen hat.

Über Fehler in Doktorarbeiten werden sich Viele zu Fall bringen lassen. Man muss nur genügend suchen.

Giffey stellt Rücktritt in Aussicht

Der Begriff: "in Aussicht stellen" ist bei mir rein emotional positiv belegt.
Man stellt ja z.B. eine Gehaltserhöhung in Aussicht.

Ich hoffe nur mit Frau Griffey ist es nicht so wie mit meiner Gehaltserhöhung :-)

Das wäre doch mal eine gute

Das wäre doch mal eine gute Nachricht.
Und Merkel gleich mitnehmen!

bitte nicht

Frau Giffey, Sie sind eine der wenigen, die ihre Arbeit erledigen. Vernünftig und ohne ständig laut darauf hinzuweisen. Die SPD bräuchte mehr Menschen wie Sie.

Was heisst denn in Aussicht gestellt?

Entweder Sie weiß das sie etwas unkorrektes getan hat, dann sollte Sie proaktiv die Initiative ergreifen. Sie weiß doch genau wie das läuft.

Muss die Universität jetzt die Basis sein ob man als Politiker ein Unrechtsverständnis hat oder nicht?
Was für eine Moral.

Das war schon bei v.z. Guttenberg so ein Drama.

was für ein Land

ist man nur noch von "Betrügern" umgeben
ist es wirklich zu viel verlangt, wenn man hinschreibt was man sich selber ausgedacht hat, was man von anderen benutzte
das sollte doch die Mindestanforderung sein, das zu unterscheiden wenn man sich schon mit ner akademischen "Auszeichnung" hervortut

@15:23 von fathaland slim

Sollten die Vorwürfe bzgl. ihrer Doktorarbeit der Realität entsprechen, hätte Frau Giffey zumindest EIN Talent schon hinreichend bewiesen.

Wer betrügt,der scheint charakterlich für gew. Posten nicht die

die charakterliche Eignung zu haben.
Wenn diese Frau ihren Doktorgrad nicht rechtmäßig erworben hat, dann sollte sie nicht nur, dann muss sie zurücktreten. Wer betrügt,der fliegt. Dies sollte auch für Politiker(innen ) gelten.

@15:23 von fathaland slim

Eine fehlerhafte Doktorarbeit sollte einen Rücktritt nicht notwendig machen. Bei Fehlverhalten eines Ausmaßes das die eigene Integrität in Frage stellt sieht das allerdings anders aus.

Wss ist denn so ein titel

Wss ist denn so ein titel hrute noch wert? So vielen wurde schmu nachgewiesen. Die dunkelziffer ist bestimmt beträchtlich. Bleiben nicht mehr viele würdige Doktoren übrig. Und die müssen damit keben, schuef angeschaut zu werden. Was ist mit Merkel? Is bei der alles io gelaufen? Schade.

@15. August 2019 um 15:40 von weise und klug

Kritisieren Sie nun das Sympathiebekenntnis unseres brillanten Mitkommentators für Frau Giffey oder betrauern Sie den politischen Niedergang Gutenbergs?
Prinzipiell hat Frau Giffey alle nötigen Konsequenzen angekündigt und verhält sich meiner Meinung nach korrekt. So lange dieser Politikerin kein unlauteres Verhalten nachgewiesen werden kann, sind auch Sympathiebekundungen legitim und Vergleiche mit Herrn Gutenberg illegitim.
Bislang jedenfalls.

rer Truman Welt

Ich meine, so eine Haltung sowohl von der Klarheit der Aussagen sowie auch ihren Rücktritt betreffend im Kontext der Prüfung ihrer Doktorarbeit erscheint auf den ersten Blick aufrichtig und ehrwürdig. Auf einen zweiten Blick allerdings dennoch etwas seltsam.
Wenn ich in meiner Promotion weiß, wissentlich keine Plagiate vorgenommen zu haben, stelle ich mich hin und sage, daß ich nicht zurücktreten werden brauche, weil es nichts zu finden gibt. Ich meine, der ein oder andere Fehler kann unwissentlich durchaus passieren, daraus entsteht kein Vorwurf. Weshalb tut sie das denn nicht? Ich meine, es tun sonst fast alle, und alle sind der bewussten Lüge überführt worden, weshalb sie auch nicht nach ein paar Jahren in der Versenkung wieder tragbar sind. Aber so stellt sie sich für mich selbst in Verdacht.
Und eine generelle Frage, die sich mir bei all diesen Fällen in der Vergangenheit stelle ist: was spielen denn die Hochschulen dabei eigentlich für eine Rolle. Qualitätssicherung ?

@Sisyphos3

"ist man nur noch von "Betrügern" umgeben
ist es wirklich zu viel verlangt, wenn man hinschreibt was man sich selber ausgedacht hat, was man von anderen benutzte"

Die meisten von den Plagiatsjägern gefundenen Passagen die ich in den letzten Jahren gesehen hatte waren minderschwere Formfehler und kein Betrug (z.B. kein exaktes Kennzeichnen einer genau übernommenen Passage, sondern nur die Angabe der Quelle dahinter. Wenn ich eigene Leistung vortäuschen will, dann formuliere ich etwas um und schreibe NICHT die Quelle dahinter.)

Ich bin während meiner Dissertation nie unterrichtet worden wie zu zitieren wäre. Ich habe es halt so gemacht, wie die Kollegen vor mir und wie es der Doktorvater haben wollte. Der kannte die Literatur ja auch und wusste es einzuordnen. Die oben genannten Fehler gibt es bei uns im AK in jeder Arbeit- nur ist es kein großes Problem, weil als Naturwissenschaftler der Kern ja eigene praktische Experimente sind und die Zitate ja nur den Stand der Technik zeigen.

Doktortitel

Wir sollten vielleicht mal das ganze Konzept der Doktortitel überdenken. Der wurde einst geschaffen um zu zeigen, dass man sich in der "Forschung" bewähren kann. Was die heutigen Doktoren damit noch zu tun haben erschließt sich mir häufig nicht. Es wird als Argument für Beförderungen genutzt. Dazu ist es meiner Meinung nach jedoch nicht belastbar. Und so wurden teils miserable Doktorarbeiten erstellt um nur ja das für die Karriere wichtige Dr. zu erhalten. Vom Dr. med. möchte ich fast gar nicht reden. Hier ist es sogar Usus sich zu mehreren eine Arbeit zu teilen. Mit Forschung haben diese dann auch nichts mehr zu tun. Holt der Dr. Titel aus der Karriere heraus und gebt ihn zurück in die Forschung!

Und was sagt uns das?

Ich würde eine "nicht Akademiker" Quote, analog zur Frauenquote, für den BT vorschlagen. Etwas mehr Praxisbezug würde dem hohen Haus ganz gut tun, und beim Gesellenbrief oder Meistertitel zu flunkern ist zwar möglich, aber das Nichtvermögen wird in der Praxis schnell bestraft.

@Trampelchen

"Wenn diese Frau ihren Doktorgrad nicht rechtmäßig erworben hat, dann sollte sie nicht nur, dann muss sie zurücktreten. Wer betrügt,der fliegt. Dies sollte auch für Politiker(innen ) gelten."

Nur wenn man bewusst betrogen hat. Wer aber Fehler macht und trotzdem den Doktorgrad erhält kann selbst nichts dafür- hier wären das Prüfungsamt und die Prüfer die Schuldigen!

Es wäre schade um Franziska Giffey

die eine Hoffnungsträgerin in der SPD ist und durch ihre solide Arbeit ein Aktivposten in dieser Regierung! Schade, wenn sich ein solches Talent selbst ins Aus schießt

Eine der fähigeren SPD Politikerin

Schade, dass es nun ausgerechnet Frau Giffey trifft.

Ihr nehme ich es noch am meisten ab, dass sie die nötige Bodenständigkeit besitzt und die Sorgen und Nöte der normalen Bürger versteht und versucht hat deren Status zu verbessern.

Da ich aber für die SPD generell keine Zukunft mehr sehe, würde m.E. auch ein Verbleib von Frau Giffey in den oberen Parteistrukturen nicht viel bringen. Der große Rest der Truppe ist m.M.n. einfach nur schlecht und völlig entkoppelt von den Wählerschichten.

Egal ob mit oder ohne akademischem Grad...

Was waren das für Zeiten, als in der traditionsreichsten deutschen "Arbeiterpartei" namens SPD noch Führungskräfte ohne akademischen Grad Karrieren machten und "führten" ... einzig "geadelt" durch ihre Herkunft aus einfachen Bürgerkreisen und versehen mit dem Talent, praktische Fertigkeiten in Glaubwürdigkeit umzusetzen, gelegentlich bis hinein in weltpolitische Belange.
_
Hingegen empfinde ich die heutige "Doktoritis" - nicht nur in der Politik - als erbärmliches Lametta-Gehabe mit noch dazu fragwürdigen Hintergründen...
_
Speziell zu Frau Giffey: Ihr würde ich wünschen, daß sie der deutschen Politik erhalten bleibt ... egal ob mit oder ohne akademischem Grad.

na und

wenn sie massiv abgekupfert haben, dann nehmen sie ihren Hut!
Haben sie nur gegen irgendwelche Normen verstoßen, was in Deutschland ja leicht passieren kann, ja mein Gott, dann geben sie den Doktortitel halt ab und machen ihren Job weiter.
Oder verlieren sie ihr Können und Wissen ohne den Titel?

wer unter euch ohne Sünde ist . . .

. . . der werfe den ersten Stein!
Alle die hier glauben richten zu dürfen,
mögen das bedenken.
Wenn wir so weitermachen wird sich keine seriöse Persönlichkeit mehr finden welche ein öffentliches Amt bekleiden möchte.
Nein, auch unsere Volksvertreter haben ein Recht auf kleine Sünden. Basta.
b.k.

Gero Gerber 15:48

Sollte Fr. Giffey in ihrer Doktorarbeit wirklich betrogen haben, ist ein Rücktritt in der Tat unumgänglich. Nur ein Vergleich zu Herrn von Guttenberg ist gewagt. Fr. Giffey scheint zumindest bis jetzt bereit zu sein die Konsequenzen zu ziehen. Bei Herrn zu Guttenberg war dies in der Tat ein Drama. Der erinnerte einen oft genug an ein kleines trotziges Kind. Da macht Frau Giffey einen deutlich erwachseneren Eindruck

Ich glaube ich werd diese

Ich glaube ich werd diese Frau nicht vermissen.

Geradlinig

Sie tut ihrer Partei einen Dienst, wenn sie geht, wenn ihr der Titel aberkannt wird.

Das ist ein formales Kriterium, das die Demokratie schützt.

Leider steht auf einem anderen Papier, dass sie als Ministerin eine deutlich bessere Rolle spielt, als zB Frau Schulze, Frau Karlicek, Herr Scheuer, also als viele ihrer Kolleginnen und Kollegen.

"Wie die Freie Universität Berlin am Dienstag mitteilte, wird die Prüfung der Doktorarbeit der Bundesfamilineministerin wegen Plagiatsverdachts wahrscheinlich nicht bis Ende August abgeschlossen sein. Bis zum 1. September müssen jedoch alle Kandidaten ihre Bewerbung einreichen, die sich um das Amt des SPD-Vorsitzenden bewerben"

Schade, dass vielversprechende Ansätze (nicht nur was "Personalien" angeht) immer wieder an bürokratischen Formalitäten scheitern: "Franziska Giffey hat erklärt, dass sie nicht für den Vorsitz der SPD kandidieren werde. Sie hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, weil sie eine Sozialdemokratin durch und durch ist. Sie hat erklärt, dass sie nicht zulassen wolle, dass das anhängige Verfahren zur Überprüfung ihrer Doktorarbeit den Prozess der personellen Neuaufstellung der SPD überschattet", sagte Dreyer dem ARD-Hauptstadtstudio"/"Dreyer begrüßte die Entscheidung: "Ich schätze Franziska Giffey sehr. Ihre Geradlinigkeit zeigt sich auch in diesem Schritt".

um 16:00 von Meinung zu unse...

>>
Wenn ich in meiner Promotion weiß, wissentlich keine Plagiate vorgenommen zu haben, stelle ich mich hin und sage, daß ich nicht zurücktreten werden brauche, weil es nichts zu finden gibt.
<<

Das ist (zumindest in den Sozialwissenschaften) nicht so eindeutig, wie Sie glauben. Wenn Sie in bestem Glauben etwas schreiben, was irgendwo anders ähnlich steht, ohne dass Sie jenes überhaupt gelesen hätten, dann haben Sie plötzlich den Ärger am Hals. Das sind manchmal Formulierungen, die man kaum anders schreiben kann und die dadurch zwangsläufig ähnlich sind. Wenn die Römer von links angegriffen haben und Sie schreiben "Die Römer griffen von links an" dann laufen Sie große Gefahr, dass das woanders auch schon geschrieben wurde.

16:03 von Skywalker

ein Doktor Titel ist doch - denke ich - was außergewöhnliches
entsprechend dürften doch auch die Anforderungen den zu kriegen
etwas ambitionierter sein

wenn Bauleiter . . .

. . . auf öffentlichen Projekten (s. BER) Millionen versenken gibt es kaum öffentlichen Aufschrei. Schon gar keine Anklage der Schuldigen.
Hier wird ein Maß der Unverhältnismäßigkeit angelegt.
b.k.

Wenn es so einfach wäre .....

Wenn ich in einer Haus- oder Doktorarbeit den schönen Satz "Der Staat ist ein Volk, das sich selbst beherrscht." verwende und nicht ausdrücklich dazu sage, dass das schon Kant gewusst hat, weil ich dachte, wer Kant kennt, der kennt auch diesen Satz von ihm, ist das schon ein Plagiat und macht die Arbeit unwert? Es kommt sicher auf die Menge von Fremdgedanken im Vergleich zu eigenen Ideen an. Bei Guttenberg waren es fast nur fremde Passagen, die er mit copy&paste eingebaut hat.

@15:23 von fathaland slim

„Über Fehler in Doktorarbeiten werden sich Viele zu Fall bringen lassen. Man muss nur genügend suchen.“

Es lassen sich nur diejenigen zu Fall bringen, die betrogen haben. Zu Recht! Von meinen Doktoranden wird das mit Sicherheit niemandem passieren (wobei ich natürlich gut Reden habe: in MINT-Fächern sind Doktorarbeiten wesentlich leichter zu überprüfen).

Wer ein offenbar so hohes Geltungsbedürfnis (oder alternativ auch so hohe Minderwertigkeitskomplexe) hat, dass er/sie unbedingt einen Doktortitel braucht, auch wenn dazu jegliche Eignung fehlt, ist sicherlich eine mehr als fragwürdige Persönlichkeit. Der Gedanke, dass solche Menschen über mein Geschick entscheiden, verursacht mir Bauchschmerzen.

Frau Giffey gehört in der Tat

Frau Giffey gehört in der Tat zu den gradlinigen, zupackenden und kompetenten Bundespolitiker*innen. Auch dass Sie jetzt in die Offensive geht, spricht für Sie. Die ganzen Vorverurteilungen hier im Forum, z. T. mit übler Häme gespickt, waren zu erwarten. Ich hoffe, dass die Prüfung durch die Uni fair, transparent und unabhängig vonstatten geht.

@16:07 von Zwicke

Mit Recht verweisen Sie auf Glaubwürdigkeit als wichtiges Rüstzeug für Politiker. Wenn nun ein Politiker dieses Merkmal nicht (mehr) aufweist, egal ob durch eine gefälschte Doktorarbeit oder irgendein anderes Verhalten, täte er sich und den Wählern den größten Gefallen, wenn er sich einem anderen Berufszweig zuwenden würde.

Sehr schade

Frau Giffey wirkt authentisch, verfolgt hartnäckig wichtige und richtige politische Anliegen und ist außerordentlich sympathisch. Ich schätze sie sehr und bedaure es, wenn sie zurücktritt.
Vielleicht sollten wir mal den ganzen Unfug mit den Doktortiteln auf den Prüfstand stellen. Wozu braucht die Gesellschaft so etwas? Damit sich einige in der gesellschaftlichen Hackordnung über die anderen stellen können? Und wieviel Prozent der Doktorarbeiten sind wirklich und hauptsächlich Eigenverdienst?

Donum (lat.) = Geschenk

Wie wäre es mit dem Titel Dr. do für jeden, der es bis in den Bundestag geschafft hat? Wir würden uns viel Ärger sparen.

Charakterlich für Staatsämter ungeeignet!

Schon interessant welche Einstellungen unsere Politiker zum Recht und Anstand haben. Es sind ja schließlich keine "Plagiatsunfälle", sondern es ist in vollem Bewusstsein betrogen worden!

@ Egleichhmalf um 16:17

"Wer ein offenbar so hohes Geltungsbedürfnis (oder alternativ auch so hohe Minderwertigkeitskomplexe) hat, dass er/sie unbedingt einen Doktortitel braucht, auch wenn dazu jegliche Eignung fehlt, ist sicherlich eine mehr als fragwürdige Persönlichkeit."

Sie haben sicher nicht ganz unrecht wenn Sie die möglichen Fehler in einer Doktorarbeit kritisieren oder vielleicht sogar das betrügen. Aber zum betrügen um eine Doktorarbeit zu erhalten, brauch es auch jemanden der die Arbeiten überprüft. Und jetzt nach Jahren einzugestehen, dass die Prüfer geschlamppt haben, zeugt nicht gerade von hoher wissenschaftlicher Genauigkeit in den Hochschulen. Frau Giffey ist ja nicht die einzige.

"Der Gedanke, dass solche Menschen über mein Geschick entscheiden, verursacht mir Bauchschmerzen."

Wir hatten einen Grünen Taxi Fahrer als Außenminister, der heute DAX-Unternehmen für sehr viel Geld berät. Auch das ist keine Seltenheit und bereitet mir Bauchschmerzen.

schade

Sie ist eine der wenigen Politikerinnen die weiss wovon sie redet und das was sie sagt ist nachvollziehbar und glaubwürdig.
Schade, wenn eine solche Politikerin wegen des Plagiatsvorwurfes zurücktreten will.

Auch bin ich mir sicher, so wie ich sie einschätze, das bestimmt nicht mit Vorsatz gehandelt hat. Und wenn man alle Doktorarbeiten überprüft wird man bei einem grossen Prozentsatz was finden wenn man sucht.

Respekt

Das nenne ich gradlinig und konsequent. Man hätte es sich von anderen genauso gewünscht, insbesondere wenn die Mängel offensichtlich auf Täuschungsabsicht beruhten. Das ist in diesem Fall wohl nicht der Fall, wenn die Universität so lange braucht, um die Frage zu beantworten. Bei einem Herrn Verteidigungsminister war das sonnenklar. Das ist eine durchaus andere Liga. Mit Fahrlässigkeit hatte das damals nichts zu tun. Dazwischen gibt es manchen Grauton.

Widerspruch (teilweise / ausnahmsweise)

"Ich halte Franziska Giffey für eins der größten Talente, die die SPD aufzuweisen hat.

Über Fehler in Doktorarbeiten werden sich Viele zu Fall bringen lassen. Man muss nur genügend suchen."

Ihre Einschätzung von F. Giffeys politischem Talent teile ich.

Ihren letzten Satz kann ich nicht teilen. Denn auch die sorgfältigste Suche kann nur finden, was da ist. Wohlgemerkt geht es auch nicht darum, ob irgend eine Schlussfolgerung später widerlegt wurde.

Inhaltliche Fehler suchen die Plagiatsprüfer ja auch gar nicht. Falsche Berechnungen würden sie i.d.R. auch nicht merken. Die sollten allerdings den Gutachtern bei der Überprüfung der Arbeit aufgefallen sind.

Nein, bei der Prüfung auf Plagiate kommt es nur auf Einhaltung der Zitierregeln an. Kleine Ungenauigkeiten würden dabei nicht zur Aberkennung des Doktortitels führen. Wenn es aber so durchgehend und massiv geschieht, wie bei Guttenberg, dann geht es gar nicht anders.

Warten wir's ab. VroniPlag lag schon oft falsch.

Abwarten

Die Entscheidung der Untersuchungskommission bleibt abzuwarten.

Bitte beachten, mit welchen Samthandschuhen Giffey im Artikel angefasst wird. Ist halt jemand der eigenen Klientel. Wenn das jemand der bösen Partei wäre, was für Kübel an Schmutz wäre über die Person bereits ausgekippt worden.

@16:01 von weise und klug

"Einen (1) Fehler kann man heilen.

Aber so wie viele Köche den Brei verderben, verderben viele Fehler einen Doktortitel."

Das ist absolut richtig. Ich meinte nicht, dass ein Titel bei einer unterirdisch schlechten Doktorarbeit bestehen bleiben sollte. Allerdings ist ein Doktortitel keine Voraussetzung für das Amt. Sie kann eine schlechte Wissenschaftlerin, aber dennoch eine zuverlässige und gute Politikerin sein.

Wer allerdings massenhaft und bewusst plagiiert oder sogar einen 'Ghostwriter' beauftragt und dessen Arbeit für die eigene ausgibt zeigt, dass charakterliche Eigenschaften die nicht mit einer verantwortungsbewussten Position vereinbar sind.

Lediglich beim Ministerium für Forschung und Wissenschaft halte ich einen Doktortitel für erforderlich - allerdings ist er es formal nicht einmal dort.

Da schummelt - mit hoher Wahrscheinlichkeit

eine deutsche Politikerin und Ministerin bei ihrer Doktorarbeit.
Und eine Ministerpräsidentin und Parteigenossin bescheinigt ihr "Gradlinigkeit".
So sieht also Gradlinigkeit aus.
Na bravo.

Anstand ist selten

Anstand ist selten geworden...immerhin die Frau scheint ihn zu haben

@16:19 von Wolfgang E S

"Vielleicht sollten wir mal den ganzen Unfug mit den Doktortiteln auf den Prüfstand stellen. Wozu braucht die Gesellschaft so etwas? Damit sich einige in der gesellschaftlichen Hackordnung über die anderen stellen können? Und wieviel Prozent der Doktorarbeiten sind wirklich und hauptsächlich Eigenverdienst?"

Da schütten Sie aber das Kind mit dem Bade aus.
Wer eine akademische Laufbahn einschlägt für den ist ein Doktortitel elementar - und das ist auch in Ordnung.

Zur Zuverlässigkeit von VroniPlag

Vor ein paar Jahren habe ich mal selbst in eine von VroniPlag angemoserte Doktorarbeit geschaut. Damals konnte man das noch, inzwischen geht das bei VroniPlag nicht mehr.

Es mir dabei gar nicht um den mir unbekannten Politiker (anderes Bundesland), sondern um die betr. Universität.

Ich muss aus beruflichen Gründen die Zitierregeln kennen und habe mir bei VroniPlag absichtlich die als am schlimmsten betroffenen Seiten angeschaut.

Und dabei was entdeckt? Dass die damaligen Plagiatsjäger keine Ahnung hatten. Auf den o.g. Seiten wurde nämlich in indirekter Rede zitiert. Das geschieht selbstverständlich ohne Anführungszeichen. Anfang und Ende der Zitate waren allerdings deutlich zu erkennen, die genaue Quelle war auch angegeben.

Der Plagiatsjäger von VroniPlag hat anscheinend nur auf die fehlenden Anführungszeichen geachtet.

Sieht so Qualität aus?

Die Überprüfung durch die Universität ergab damals übrigens, dass der Doktortitel nicht aberkannt wurde.

Hat mich nicht gewundert.

@15. August 2019 um 16:21 von weise und klug

Meine Kritik war in diesem Fall sinnstiftend, denn wie Sie richtig feststellten fehlt der Nachweis für ein Fehlverhalten Giffeys. Solange das so ist, hinkt der Vergleich mit zu Gutenberg und Kritik auf meine Kritik erfüllt dann die Banalität und zwar die Ihre.
Grundsätzlich habe ich allerdings auch etwas gegen Erschleichung von Titeln. Ich sehe so etwas als Hochstaplertum an.

zeitliche Koordination der Überprüfung

Die Freie Universität Berlin überprüft Giffeys Dissertation "seit Monaten". Die Prüfer nehmen billigend in
Kauf, dass Frau Giffey sich bis Ende August nicht als SPD- Vorsitzende bewerben kann, sollte ihr
der Doktortitel später nicht aberkannt werden. Daraus würden ihr gravierende berufliche Nachteile entstehen. Kann die Uni Berlin dies aus arbeitsrechtlichen Gründen verantworten?
Die zeitliche Koordination
der Überprüfung wirft
Fragen auf!

Kann es sein das Frau Giffey

im Vorweg Schaden für die SPD vermeiden will ?
#
Sie hat erklärt, dass sie nicht zulassen wolle, dass das anhängige Verfahren zur Überprüfung ihrer Doktorarbeit den Prozess der personellen Neuaufstellung der SPD überschattet",
#
Wenn das so ist,dann ist es ein gutes Verhalten von ihr.M.M.

Das hätte man vorher wissen können.

Dieser SPD bleibt auch nichts erspart. Wer den Parteivorsitz will und damit die Partei vertritt muss sich im Klaren sein das sie-er durch und durch gescreent wird. Und zwar von der gesamte Öffentlichkeit. So manche Bewerbung wirkt schon jetzt sehr fraglich . Nicht nur bei der SPD. Nur bei der SPD kommt dies jetzt zur Unzeit.

hohes Geltungsbedürfnis

warum muss man einen Doktortitel haben.. verstehe ich nicht.
Dann fällt den Leuten der Titel auf die Füße weil man ein bisschen betrogen hat. Kein Auszubildender
kann sich so etwas leisten. Die fallen schlicht durch die Prüfung. Sofort und nicht erst nach Jahren.

rer Truman Welt

Na ja, Plagiat inhaltlich klauen und lediglich etwas umformulieren ist auch nicht! Mein Prof. sagte bereits bei der Diplomarbeit, im Grunde muß hinter jedem Satz eine Quelle angegeben sein - wissenschaftliches Arbeiten bedeutet in erster Linie Aussagen machen. Wenn ich etwas selbst nicht erforscht habe, kann ich deshalb - mehr oder weniger jedenfalls - nichts sagen, sondern nur zitieren was wissenschaftlich belegt ist. Also ein bisschen herumplappern wäre dann eh gleich ein "Durchgefallen" bzw. "abgelehnt". Das funktioniert also an Uni's mit Qualität nicht.
Das Problem mit den Plagiaten besteht primär darin, daß es diejenigen wissen, die duese Arbeiten geschrieben haben, und das sind bei den weitaus meist aufgedeckten Fällen nicht diejenigen, die dafür den Doktortitel erhalten. Es werden in Mengen Dissertationen bestellt und gekauft. Deshalb wissen es die Inhaber der Titel tatsächlich nicht.
That's the way it is!

Schadensbegrenzung

Wenn eine Dissertation
zuvor ohne vorherige ausreichende Überprüfung durch den
zuständigen Doktorvater
anerkannt wurde, liegt
das Fehlverhalten nicht
unbedingt bei der
Doktorandin. Somit ist
die Uni Berlin verpflichtet,
jeglichen weiteren Schaden durch
zeitgerechte Maßnahmen
abzuwenden. Eine Bewerbung zur SPD-
Vorsitzenden darf nicht
ggf. an Urlaubszeiten der
Überprüfer scheitern! Das
könnte dann ein juristisches Nachspiel
haben.

Koeln 2019

Was hat die Uni Berlin mit der Wahl der SPD Vorsitzenden zu tun. Es gibt für eine Uni noch andere Aufgaben als die Dissertationen von Politikern zu überprüfen. Und es sind Semesterferien in Berlin. Nein die zeitliche Koordinatin wirft keine Fragen auf.

@15. August 2019 um 16:14 von nach-denken

Ihren Vorwurf halte ich für gerechtfertigt. Verhältnismäßig ist die Empörung im Vergleich zum Schaden sicherlich nicht.
Das liegt meiner Meinung nach daran, dass viele Menschen die Erfahrung gemacht haben, dass sich manche mit Abgucken durch die Schule gemogelt haben und womöglich noch den besser bezahlten Job ergaunert haben, während sie selbst mit Ehrlichkeit subjektiv auf der Stelle getreten sind.

Die Sache mit den öffentlichen Bauprojekten ist die, das sich Handwerker dort gern mal die Hände reiben, ein Kontrolling fehlt und ein offenes Geheimnis: sich Firmen für die öffentliche Auftragslage gern mal abstimmen. Eu-weite Ausschreibungen hin oder her.
Glauben Sie nicht?
Ich glaube für Sie mit!

Kurzum, beim ergaunerten Titel ist die Empörung im Vergleich zum Schaden deutlich überdimensioniert.

@ fathaland slim um 15:23

"Ich halte Franziska Giffey für eins der größten Talente, die die SPD aufzuweisen hat."

Welche großen Talente weißt denn Frau Giffey Ihrer Meinung nach auf?

Giffey mit Gutenberg vergleichen?

Wer ein wenig Menschenkenntnis hat und Gespür für Authentizität, der kann den Unterschied erkennen, und selbst als bloßer TV-Zuschauer vor dem heimischen Schirm:

Frau Giffey ist authentisch, keine Fake-Personality mit geskriptetem und übercoachtem Medienauftritt wie es beim Freiherrn sichtbar war, dem die Opel-Mitarbeiter in seiner Zeit als Kurzzeit-Wirtschaftsminister herzlich egal waren.

Also ich kann nur hoffen, dass der Fall Giffey, wenn er denn einer ist, der Anlass sein wird das Herumschnüffeln in alten Unipapieren für alle zu beenden.

Wie andere schon feststellten, es wird in jeder Doktorarbeit irgendwo ein Zitatfehler auffindbar sein. In jeder.

@fathaland slim um 15:23Uhr

Ich hoffe, Sie sehen es mir nach, wenn ich nicht Ihre Begeisterung für eine ehemalige Bezirksbürgermeisterin teile, aber anscheinend wissen Sie wie immer, zumindest angeblich, mehr über die sozialistische Einstellung von Frau Giffey. Besonders Ihr letzter Satz liest sich so, als wenn "wie immer" , Jagd auf linke oder sozialdemokratische Akademiker gemacht würde. Ich kann mich nicht erinnern, daß in Ihren Kommentaren zu Karl-Theodor zu Guttenberg soviel Verständnis für Fehler zu lesen gewesen wäre. Recht haben Sie aber in jedem Fall mit der wertmäßigen Überschätzung von akademischen Titeln aus bestimmten Gebieten. Für mich als Laien ist ein akademischer Titel aus den naturwissenschaftlichen/mathematischen Fächern immer noch mehr "wert", als einer in Jura oder wirtschaft- und politischen Wissenschaften..Ich bin auch sicher, daß, wenn man alle Dissertationen seit 1900 prüfen würde, vermutlich hunderte von Plagiaten feststellen könnte. Absicht oder nicht spielt dann keine Rolle!

15:23 von fathaland slim

eine Dissertation soll doch die Fähigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens zeigen
was zeigt es in diesem speziellen Fall ?
entweder der Wille zu betrügen
was ich der jetzt nicht unterstelle !!!
in jedem Fall aber hat sie Probleme mit der Dokumentation von Arbeitsergebnissen die doch eigentlich die Grundlage des wie man so schön sagt "wissenschaftlichen Arbeitens" voraussetzt

nach-denken 16,08

auch wenn ich es schade finde, dass ausgerechnet Franziska Giffey es womöglich tat: Zitate ohne Kennzeichnung verwenden ist im Grunde Diebstahl geistigen Eigentums und sich mit fremden Federn schmücken. Für Akademiker ist das keine "kleine Sünde", sondern ein massiver Verstoß gegen die Regeln und Akademikerehre .Ich habe auch eine Diplomarbeit geschrieben- so schwer ist das nicht, die Regeln einzuhalten.

Rücktritt in Aussicht gestellt

Frau Giffey ist nicht die Erste und auch die Letzte sondern eine von Vielen. Alle die schon ertappt wurden ,haben sich noch nicht einmal geschämt dafür ! Bekamen einen neuen Job und fertig ist es ! Dafür haben wir ja genügend Beweise das der Ablauf so ist. Die SPD hat ja ohnehin genug Personalprobleme da passt diese Giffey-Geschichte im Moment schlecht.
Hoffentlich verlieren sie wenigstens Anhänger die es einfach leid sind sich diese Geschichten anhören zu müssen ! Den Leuten passiert ja nichts, und das ist das Schlimme daran. Und deshalb muss das geändert werden und dann sollen die sich in der freien Wirtschaft um Arbeit kümmern ..... das wird lustig !

Ich glaube sie schleppt den

Ich glaube sie schleppt den Vorwurf aber schon länger mit sich rum als Guttenberg. Wenn sie die Konsequenzen aus ihrer TAT ziehen würde, wäre sie schon lange zurück getreten. Erstmal zu warten, ob sie wirklich erwischt wird, zeugt nicht von Bedauern über die Tat, sondern nur darüber, erwischt worden zu sein.

@KLausewitz 16:44 ;@Superschlau 15:55;@Pilepale 16:31

>>Die Frau hat Anstand>>
Hä?
Was hat das bitte mit Anstand zu tun, wenn man des Plagiats überführt wird und deswegen als Politiker zurücktritt?
Sorry für mich ist diese Aussage absolut unverständlich.
Ich kann hier aus Erfahrung sagen, daß man beim Veröffentlichen von Ergebnissen seiner Arbeit sehr sorgsam agieren muß. Man muß immer geprüft haben, ob das tatsächlich noch keiner vor einem selbst veröffentlicht hat.
Daher ist es für mich absolut unverständlich, daß soetwas tatsächlich passiert außer man hat es mit VOLLSTER ABSICHT! getan, um seine eigene Arbeit zu pimpen. Und dann ist es Betrug! Und wenn man überführt wird und deswegen Konsequenzen zieht, ist das nur richtig und nicht "anständig".
@Superschlau:das ist eine harte Unterstellung. Ich kenne bei den Ingieurswissenschaften an meiner Uni keinen einzigen Fall.
@Pilepale:Die Prüfungskommision prüft nicht auf Plagiate
@Frau Giffey:Natürlich gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung

Verhältnismäßigkeit wäre angebracht ...

Z.B. Scheurer setzt wie viele Millionen Steuergelder bei der Verkehrsmaut in den Sand? In dieser Art gibt es viele Beispiele die i.d.R. ohne Konsequenz bleiben.

Der entstandene Schaden ist doch in solchen Fällen wesentlich schlimmer, als wenn jemand einige Zitate in der Doktorarbeit nicht ordnungsgemäß kennzeichnet.

Auch wenn ich kein SPD-Fan bin, wird Giffey für mich nicht weniger vertrauenswürdig (so wie es sich mir darstellt ist ja kein vorsätzlicher Betrug zu erkennen).

Ist eben Pech!

@ Koeln 2019: "Die Prüfer nehmen billigend in Kauf, dass Frau Giffey sich bis Ende August nicht als SPD- Vorsitzende bewerben kann, sollte ihr der Doktortitel später nicht aberkannt werden. Daraus würden ihr gravierende berufliche Nachteile entstehen. Kann die Uni Berlin dies aus arbeitsrechtlichen Gründen verantworten? Die zeitliche Koordination der Überprüfung wirft Fragen auf!"

Was für arbeitsrechtliche Gründe? Frau Giffey ist Bundesfamilienministerin und vorher war sie Bezirksbürgermeisterin von Neukölln. Ein Arbeitsverhältnis zur Uni besteht gar nicht.

Die Überprüfung dauert so lange, wie sie dauert. Da sind vermutlich Semesterferien bzw. Urlaubszeiten einkalkuliert.

Frau Giffey hat die Überprüfung selbst beantragt - gut, dass sie das getan hat, aber Extrawürste, damit die Überprüfung rechtzeitig für irgendwas fertig wird, sind unangemessen.

Frau Giffey ist eine talentierte Politikerin; wenn sie die Überprüfung übersteht, wird sie andere Chancen bekommen.

Selbstverständlich Rücktritt

Ich würde es für eine Selbstverständlichkeit halten, das Frau Giffey zurücktritt, wenn ihr die freie Universität Berlin den Doktortitel aberkennt. Denn das Vertrauensverhältnis zum Bürger wäre damit so sehr gestört, das ein Verbleiben im Amt unmöglich wäre. Für die GroKo wäre es allerdings ein weiterer herber Schlag.

@ Aurina um 17:48

Danke für Ihren Kommentar.

"@Pilepale:Die Prüfungskommision prüft nicht auf Plagiate"

Danke für den Hinweis. Das weiß ich. Hätte mich besser ausdrücken sollen.

"@Frau Giffey:Natürlich gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung"

Absolute Zustimmung. 100%!!!

Was ist Plagiat?

Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass eine Plagiatssoftware zunächst praktisch bei jeder Doktorarbeit anschlägt. Letztlich ist es die Frage, in welchem Umfang nicht korrekt zitierte Textpassagen da sind und wie groß das sachliche Gewicht ist. Am Ende ist das eine Abwägung der Hochschule, also ein Gremium von Professoren muss per Mehrheit eine Entscheidung fällen.

Päpstlicher als der Papst?

@ Thomas Wohlzufrieden:
Ich würde es für eine Selbstverständlichkeit halten, das Frau Giffey zurücktritt, wenn ihr die freie Universität Berlin den Doktortitel aberkennt.

Ich nicht. Mir wäre eine gute Ministerin ohne Titel lieber als eine schlechte mit.
Und diese Frau ist gut, sehr gut sogar.

Ist das aber nobel!

Sollte ich beim Schwarzfahren erwischt werden, werde ich der Extragebühr natürlich zustimmen. Sonst geht´s ja vor Gericht, und das wird teurer.

Bitte nicht vorschnell urteilen

@ Gerhard Raden:
Wenn sie die Konsequenzen aus ihrer TAT ziehen würde, wäre sie schon lange zurück getreten.

Gab es denn eine TAT? Das wissen wir ja gar nicht. Die Entscheidung der Uni ist abzuwarten. Was Sie betreiben, ist eine Vorverurteilung.

Plagiat heisst abgeschrieben..

>>
Am 15. August 2019 um 15:23 von fathaland slim
Es ist wirklich eine Schande

Ich halte Franziska Giffey für eins der größten Talente, die die SPD aufzuweisen hat.

Über Fehler in Doktorarbeiten werden sich Viele zu Fall bringen lassen. Man muss nur genügend suchen.<<

Plagiat heisst abgeschrieben und absichtliche Täuschung.. da gibt es nichts zu verharmlosen..

https://de.wikipedia.org/wiki/Plagiat

Kein Verlust für die Menschheit...

wenn die Dame zurücktritt. Wenn ihr der Betrug nachgewiesen werden kann, soll sie sich schnellstens von der politischen Bühne entfernen, wie es auch Guttenberg damals musste. Da waren die Sozen ganz vor dabei, den Rücktritt zu fordern.

Allgemein ist es so, wer braucht solche Leute.

re realitychecker

"Wie andere schon feststellten, es wird in jeder Doktorarbeit irgendwo ein Zitatfehler auffindbar sein. In jeder."

Erstens wird kein Doktortitel aberkannt, wenn "irgendwo ein Zitatfehler" vorkommt.
Zweitens geht es um die Menge, und drittens um die Qualität der Fehler.

Von mir aus muss Sie deswegen nicht gehen.

Aber die Frage ist schon, wenn man so viel Arbeit und Zeit in einen akademischen Grad investiert hat, warum bleibt der Schuster dann nicht bei seinen Leisten und führt die Arbeit aus, die er wirklich gut kann? Frau Merkel ist z.B. Physikerin, wollte ich nur anmerken. Bei Frau Giffey sieht das natürlich schon ganz anders aus. Sie hat immerhin eine politische Dissertation abgeliefert. Wenn hier betrogen wurde, dann darf sie diesen Beruf natürlich nicht mehr ausüben. Oder wer will schon von einem Chirurgen operiert werden, der Ähnliches begangen hat?

Leichtfertiges Verurteilen

Ergänzend zu meinem Beitrag von 17:59:

Es ist nicht nur möglich, dass man irgendwann schon mal das gelesen hat - aber vergessen hat -, was als eigene grandiose Idee in einem hochgeblubbert ist:

Es ist sogar möglich - und nicht selten -, dass man das Buch oder den Aufsatz einfach nicht kennt, indem die eigene Idee schon mal von einem anderen formuliert war.

Das ist eine der größten Ängste eines Doktoranden im geisteswissenschaftlichen Bereich:
dass jemand ein Buch in Schweden oder Japan findet, wo die Idee des Doktoranden schon einmal formuliert ist.

Wenn der Doktorvater dieses Buch aus Schweden oder Japan auch nicht kennt - dann segnet er die Doktorarbeit ab.

Aber wehe, jemand aus Japan oder Schweden kennt das Buch und diese Doktorarbeit.
Schon ist die Doktorarbeit ungültig.

In sich schon widersprüchlich.

>>
Am 15. August 2019 um 15:55 von WiPoEthik
@15:23 von fathaland slim

Eine fehlerhafte Doktorarbeit sollte einen Rücktritt nicht notwendig machen. Bei Fehlverhalten eines Ausmaßes das die eigene Integrität in Frage stellt sieht das allerdings anders aus.<<

Es tut mir sehr leid, aber ihr Kommentar ist in sich selbst schon widersprüchllich.

Integrität = Makellosigkeit, Unbescholtenheit, Unbestechlichkeit

@ Marita D.

Natürlich besteht kein
Arbeitsverhältnis zwischen Frau Giffey und der Uni Berlin. Ich sehe es jedoch so, dass die Vergabe eines Doktortitels
auch im Vorfeld durch die zuständigen Verantwortlichen der Uni ausreichend überprüft werden muss. Somit sind nicht nur der Doktorandin ggf. Fehler anzulasten.
Noch besteht die Unschuldsvermutung gegenüber Frau Giffey.
Ihr dürfen durch Verzögerung keine Nachteile entstehen.
Ich hielte sie für eine sehr gute Bewerberin zur SPD-Vorsitzenden.

um 15:48 von Sisyphos3

Was denkt man sich schon wirklich selber aus. Das was wir denken und wie wir sind ist einmalig geprägt durch unsere Einstellung und den Informationen im Laufe unseres Leben und wie wir sie in unser Leben einbauen.
Leider sind viele Foristen, ich hoffe sie nicht, nur ein Echo derjenigen, die ihnen anscheinend nach dem Munde reden. Das heißt in ihrer Kommunikation geben sie ihre Einmaligkeit auf und werden nur Teil einer Masse (die leider meist auch noch unrecht hat).
Eigene Denkleistung im Sinne einer Neuverknüpfung der individuellen Informationen und Erfahrungen - leider Fehlanzeige.

Es gibt aber feste Regeln in Wissenschaftlichen Arbeiten, was statthaft ist und was nicht. Und die Bewertung steht in diesem Fall nur der Universität zu.
Warten wir es also ab.
Ich finde es allen Ehren wert, schon jetzt klarzustellen, das Fr. Giffey auch für Ihre Position als Ministerin Konsequenzen ziehen wird . Das hat man auch schon anders erlebt.

@Egleichhmalf

>in MINT-Fächern sind Doktorarbeiten wesentlich leichter zu überprüfen

Ach, überprüfen Sie mal eben die experimentellen Daten aufwändiger Versuche. Bei meiner Dissertation hätte ich mir die Ergebnisse auch komplett künstlich erstellen können, es hätte niemand bemerkt/herausgefunden.
Fälschungen in NaWi-Arbeiten gehen zwar methodisch anders als bei anderen Fächern, aber gefälscht wird überall.
Und: Tatsächlich ist korrektes zitieren ziemlich kompliziert, von Fach zu Fach, von Uni zu Uni, von Sprache zu Sprache unterschiedlich und ein jeder schreibt letztendlich Rezipienten-orientiert.

Wer aber wissentlich betrügt, ist schlicht und ergreifend ein Betrüger. Desweiteren bin ich dafür Dr.-Titel _nur_ im wiss. Umfeld zu führen.

@Sausevind 18.36

Wenn der Doktorvater dieses Buch aus Schweden oder Japan auch nicht kennt - dann segnet er die Doktorarbeit ab."
So einen Fall kenne ich als Diplomarbeit eines Kommilitonen- der hat ein deutsches Buch quasi übersetzt ohne eigenen Gedanken und kam damit durch. Nix fahrlässig!

Dagegen schützt zuverlässig, sich ein neues Thema zu wählen, das in die Zukunft geht. Da wird man nicht schon Dutzende Bücher finden und es bleibt Raum für eigene Gedanken und Folgerungen. Anspruchsvoller, funktioniert aber

Unsinn

Fr, Giffey macht in ihrem möglichen Rahmen eine gute Politik, was interessiert mich ihr Doktortitel! Mittlerweile wird ein Hype darum getrieben, was soll dieses an den Prangerstellen? Sie soll weiter ihren Job machen

Ich...

finde es konsequent wenn die Universität einen Fehler findet das Frau Giffey zurücktritt. Sie macht klar ich klebe nicht am Amt der Bundesministerin.

20:48 von deutlich

<< @Sausevind 18.36

"Wenn der Doktorvater dieses Buch aus Schweden oder Japan auch nicht kennt - dann segnet er die Doktorarbeit ab."
"Dagegen schützt zuverlässig, sich ein neues Thema zu wählen, das in die Zukunft geht. Da wird man nicht schon Dutzende Bücher finden und es bleibt Raum für eigene Gedanken und Folgerungen. Anspruchsvoller, funktioniert aber"<<

Unterschreibe ich sofort.

Kritik an Doktorarbeiten auffällig vieler Politiker.

@15:55 von Superschlau
Da hatte einmal ein aufgeflogener Ghostwriter einmal die Arbeiten einiger Prominente seiner Zeit untersucht. Titel war in etwa "Geistige Dünnbrettbohrer".
Als Beispiele wurden u.a. die Arbeiten Kohls und Zimmermanns (Innenminister) herangezogen.

Das fällt halt heute ähnlich aus, nur ist es dank Digitalisierung leichter nachvollziehbar.
Bei Merkels Arbeit ist der in der DDR übliche "kommunistische" Teil nicht mehr auffindbar.
Britische Wissenschaftler haben vor eine paar Wochen auch erhebliche inhaltliche Kritik angebracht (Arbeit mit einem auch damals veralteten Atommodell).
V.d.Leyens Arbeit musste von Haus aus als medizinische Zulassungsarbeit nicht so strenge Kriterien erfüllen. Es gab auch innerhalb der Uni erhebliche Kritik an dieser Arbeit.

Schavan, Guttenberg, Giffey

Alle sollten gleich behandelt werden.
Es darf keinen Partei Bonus geben.
Die Liste ist viel länger.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Dissertationen_mit_Plagiaten

18:37 von mr.quick

laut Wikipedia -

"Persönliche Integrität ist die fortwährend aufrechterhaltene Übereinstimmung des persönlichen Wertesystems und der persönlichen Ideale mit dem eigenen Reden und Handeln."

Merken sie, das ihre Definition weicht davon ab und ich gehe davon aus, das der von ihnen kritisierte Kommentator diese Definition genau in dem Sinne meinte.

Und nochmal - die gemachte Aussage spricht eher für Fr. Giffey als gegen sie auch im Hinblick auf ihre persönliche Integrität.

Zustimmung...

>>
Am 15. August 2019 um 20:44 von Hinterdiefichte
Plagiat
Akkurates wissenschaftliches Arbeiten kostet natürlich mehr Zeit und Nerven als irgendwas hinzuschlunzen!<<

Da stimme ich Ihnen zu. Allerdings, wer sich auf VroniPlag die beanstandeten Stellen anschaut, wird feststellen das ist nicht hingeschlunzt, sondern teilweise 1:1 abgeschrieben.

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