Ihre Meinung zu: Moschee-Angriff: Norwegische Ermittler erhielten "vagen Tipp"

12. August 2019 - 17:13 Uhr

Nach dem Angriff auf eine Moschee bei Oslo verdächtigt die Polizei den mutmaßlichen Täter nun offiziell des Terrorismus. Ermittler hatten bereits vor einem Jahr einen "vagen Tipp" über seine Pläne erhalten.

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Kommentare

Es ist schwierig, die Szene

Es ist schwierig, die Szene ganz zu erfassen. Die Mischung aus rechtsextremer Ideologie, Verschwörungstheorien und psychischer Labilität gehört zu den hochbrisanten Kombinationen, gegen die dringend alles getan werden muss, von juristischer Ebene über die politische bis zu medizinisch-psychiatrischen Ebene. Und dafür braucht es den größtmöglichen gesellschaftlichen Konsens, auch wenn nicht alle im Parlament vertretenen Parteien, vor allem am rechten Rand, sich dem anschließen. Das gilt für Norwegen, für Deutschland und manch andere Länder.

@ Dennis K. um 16:06 (Vorgängerstrang)

Sie schrieben:
"Kanada will nur Fachkräfte und keine "Asylanten", die dem Land nicht helfen. Das Motiv der kanadischen Einwanderungspolitik ist daher strikter Eigennutz.

Um ausländische Fachkräfte schlagen sich dabei alle Industrienationen - es gibt nahezu keine Industrienation, die ihre Grenzen vor Fachkräften aus anderen Kulturkreisen schließt.

Das Problem mit der Massen-Migration ist aber eben, dass ein großer Teil davon keine "benötigten Fachkräfte" sind - und die nun alle zurück nach Syrien oder in den Iran zu schicken ist keine Lösung..."
Ach, das sind gar nicht alles gut ausgebildete Fachkräfte? Warum hat man uns das von Seiten der Migrationsbefürworter dann aber jahrelang via MSM einzureden versucht? Da hieß es doch immer, dass diese "Flüchtlinge" später unsere Rente zahlen!
Im Übrigen bin ich persönlich auch dagegen hier einen syrischen Spitzenarzt aufzunehmen. Im Gegensatz zu den angeblichen "Menschenfreunden" weiß ich nämlich, dass der in Syrien dringender gebracht wird!

Freiheit und Pflicht aller

Schwer ertragbar dieser immer wiederkehrende Hass gegen das vermeintlich Andere.
Wie sieht der Weg aus, extremistische Tendenzen in den Gesellschaften einzuhegen, trotz globaler Vernetzung, sozialen Medien und Filterblasen und ja auch den ganzen Populisten.
Einer schier grenzenlosen Radikalisierung einzelner kann und darf eine Zivilgesellschaft nicht staunend gegenüberstehen. Der Ruf nach Politik, Behörden und Ordnungskräfte ist schnell getan und geht aber oft am Ziel vorbei.
Die Zivilbevölkerung ist gefragt unsere freiheitlichen Gesellschaften zu erhalten und zu fördern.
Ethik-Räte könnten die Aufgabe übernehmen, offiziell in Foren/Plattformen mitzulesen ohne von Schreibenden oder Betreibern ausgeschlossen/eingeschränkt werden zu können, siehe die Ohnmacht der Betreiber von Facebook.
Wie sowas aussähe? Eine breite Debatte in Bevölkerung und Politik könnte Hinweise liefern.

re spirit of 1492

"Im Übrigen bin ich persönlich auch dagegen hier einen syrischen Spitzenarzt aufzunehmen. Im Gegensatz zu den angeblichen "Menschenfreunden" weiß ich nämlich, dass der in Syrien dringender gebracht wird!"

Wenn Rechtsradikale aus reiner Humanität natürlich Flüchtlinge in ihre Heimatländer schicken wollen, weil sie da "dringender gebraucht" werden und überhaupt viel sinnvoller sich einsetzen können ...

.. dann weiß man, was davon zu halten ist.

@Spirit of 1492: Sie übersehen die feinen Nuancen...

... wie das leider im Bereich ihrer politischen Ideologie üblich ist.

Der Großteil der Zuwanderer ist jung und arbeitsfähig - und das ist etwas, dass unser Land tatsächlich braucht, wenn man sich unsere Bevölkerungsentwicklung anschaut (Stichwort: Baum statt Pyramide).

Irgendwann werden Sie möglicherweise an dem Punkt sein, an dem Sie sich entscheiden müssen, ob sie lieber einen Syrer als Pflegekraft haben möchten oder sich schlicht wundliegen. Aber hey, während Sie heute vermutlich noch letzteres bevorzugen bin ich sehr zuversichtlich, dass sich das ändern wird ;-)

Kurzum: Die Wirtschaft ist nicht für die Massenmigration, weil der Anteil der Fachkräfte besondern groß sei, sondern weil der Anteil junger, arbeitsfähiger und ausbildungsfähiger Menschen besonders hoch ist... was auch nachvollziehbar ist.

Einzig im letzten Satz gebe Ich Ihnen Recht: Syrische Fachkräfte werden - NACH dem Konflikt - in Syrien dringend benötigt (Stichwort: Brain-Drain). Aben eben erst NACH dem Konflikt.

@karwandler 20.08

Sie kennen den Begriff "brain- drain" sicher auch. Und bevor Sie wieder Prädikate und Beurteilungen verteilen könnten Sie ja mal drüber nachdenken, ob nicht was Wahres dran ist?

@deutlich, 20:33 re @karwandler

Sie kennen den Begriff "brain- drain" sicher auch. Und bevor Sie wieder Prädikate und Beurteilungen verteilen könnten Sie ja mal drüber nachdenken, ob nicht was Wahres dran ist?

Ich wette, der Forist @karwandler kennt den Begriff genau so gut wie ich. Es spricht auch nichts in seinem Kommentar für das Gegenteil. Er hat lediglich seiner Überzeugung Ausdruck verliehen, dass sich in den angesprochenen Kreisen niemand ernsthaft für das Schicksal der Herkunftsländer interessiert. Beziehungsweise die Anwesenheit der Geflohenen ausgerechnet deshalb so bedauert, weil sie in ihrer Heimat so dringend gebraucht würden.
Diese Fassade durchschaut jeder, der die übrigen Ergüsse über die Flüchtlinge selbst regelmäßig lesen muss. Denn darin ist ja immer nur von Kriminellen und Sozialschmarotzern die Rede, die für jede zivilisierte Gesellschaft eine immense Bedrohung darstellen. Warum sollten die in ihrer Heimat gebraucht werden?

@ frosthorn, karwandler

Tja, jetzt sind Sie wohl in einem Dilemma!
Erklären Sie einem Rechtsradikalen wie mir mal Folgendes:
Wie rechtfertigen Sie es moralisch, dass der gut ausgebildete syrische Arzt, dessen Ausbildung wohl zu einem großen Teil von syrischen Steuerzahlern bezahlt wurde, nun in der BRD "Luxusprobleme" behandelt, statt in seiner Heimat Leben zu retten?
Und fangen Sie jetzt nicht wieder mit "der Nazi meint es ja gar nicht gut mit den Syrern blablabla" an! Gehen Sie einfach auf die Frage ein, denn Sie sind es doch, die uns "Rechte" argumentativ stellen wollen!

@ 21:31 von Spirit of 1492

Zitat: "Erklären Sie einem Rechtsradikalen wie mir mal Folgendes:
Wie rechtfertigen Sie es moralisch, dass der gut ausgebildete syrische Arzt, dessen Ausbildung wohl zu einem großen Teil von syrischen Steuerzahlern bezahlt wurde, nun in der BRD "Luxusprobleme" behandelt, statt in seiner Heimat Leben zu retten?"

Wenn der Arzt, sein Leben in Syrien bedroht sieht, ist es wohl eher seine Entscheidung ob er vorerst lieber in der BRD Menschen von Krankheiten heilt, oder in seiner Heimat niemandem nutzt weil er tot ist.

Gruß, zopf.

21:31 von Spirit of 1492

Wie rechtfertigen Sie es moralisch,
.
interessante Frage
Gemeinwohl geht vor Eigenwohl - in unserer Gesellschaft
klar die letzten Jahrzehnte sehr verwässert, da sind Individualismus Egoismus
das Maß aller Dinge geworden
wie wird das übrigens in der syrischen Gesellschaft gesehen
die Wertigkeit des Individuums grundsätzlich und speziell im Vergleich zur Familie/Sippe/Klan

@andererseits

"
Am 12. August 2019 um 19:07 von andererseits
"Es ist schwierig, die Szene

Es ist schwierig, die Szene ganz zu erfassen. Die Mischung aus rechtsextremer Ideologie, Verschwörungstheorien und psychischer Labilität gehört zu den hochbrisanten Kombinationen, gegen die dringend alles getan werden muss, [...]"

Mischung aus Ideologie und Verschwörung, volle Zustimmung. Psychisch labil? Abwarten. Wenn man die Kommentarspalten rechter Hetzportale durchgeht, müßten danach 100 Prozent der Kommentierer auch psychisch labil sein.

Nein, ich bin kein Psychologe und kann auch nur spekulieren, aber eines fällt mir auf: Rassismus und Fremdenhass ist immer gepaart mit Egoismus und dem Glauben, ein Volk sei besser als das andere.

Ob der mutmaßliche Täter psychisch labil ist, darüber kann und will ich nicht urteilen. Aber um solche Taten zu begehen muß man das auch nicht sein. Lesen Sie mal das Buch "Irre, wir behandeln die Falschen". Darin beschreibt Manfred Lütz wozu "normale" Menschen fähig sind.

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