Ihre Meinung zu: Vor Wahlen im Osten: Wie die AfD sich die Wende aneignet

10. August 2019 - 9:21 Uhr

Um in den neuen Bundesländern Stimmen zu sammeln, vergleicht die AfD die Bundesrepublik immer öfter mit der DDR. Bürgerrechtler aus der Wendezeit sind empört - doch die Botschaft kommt an. Von Kilian Pfeffer.

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Kommentare

Wenn man dem Volk die

Wenn man dem Volk die richtige Bildung zukommen lässt, braucht es keine Medien, die ihm sagen was gut und böse ist. Wie sie die Welt zu sehen haben.
MfG

Die Freiheit aller Bürger

Die Freiheit aller Bürger Deutschlands ist grenzenlos und mauerlos. Und die Geschichte der DDR und der neuen Bundesländer zeigt, dass aus linken Problemen dann rechte Probleme entstehen und andersherum.
Daher muss man auch aus Verantwortung immer wieder vor beiden Rändern unserer Gesellschaft warnen, denn es geht, wie die DDR und die neuen Bundesländer zeigen, schnell von einem Extrem ins nächste Extrem

Man könnte wirklich meinen

Man könnte wirklich meinen das es sich bei Höcke und Co um ein Hoax eines verdammt guten Satirikers handelt. Das ist ja so absurd, was die veranstalten.
Und natürlich traurig, dass sie damit auch noch teilweise bei Leuten den gewünschten Effekt erzielen.

Ja ja Höcke der große DDR Widerstandskämpfer.

absurde Vergleiche, je nach Gesinnung

Der Versuch der AfD die heutige BRD mit der DDR zu vergleichen ist ebenso absurd und verharmlosend, wie die pauschale Unterstellung, dass Kritiker der derzeitigen Migration Nazis und Rassisten sind.

Das sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Legitim

Jede Partei versucht die Basis ihrer möglichen Wähler zu vergrößern. Die SPD widmet sich dem Umweltschutz und versucht Stimmen von den GRÜNEN abzuwerben. Die CDU erweitert ihr Spektrum nach rechts. Das sind Versuche, den Wähler auf seine Seite zu ziehen. Klagen über die böse AfD sind nicht angebracht. Argumente zählen. Wenn die Botschaft der AfD ankommt, hat sie alles richtig gemacht oder die Anderen vieles falsch.

Daran, und daran das diese Botschaft ankommt, sind

die anderen Parteien nicht unschuldig. Denn, nach meiner Beobachtung (nur zur Klarstellung: ich selber wähle konservativ, bin aber nicht AfD) wird die Ausgrenzung der AfD von Mitgliedern und Wählern so empfunden, so wie man früher die Ausgrenzung in der ehemaligen DDR empfunden hat. Meiner Beobachtung nach, auch wieder die Attacke mit Fäkalien mit Antifa Ansage die ohne Konsequenzen bleibt und das gezielte Ausschließen und Abkanzeln, einer guten Demokratie unwürdig bleibt da nicht ohne Wirkung. Der öffentlichen Druck auf Veranstalter und eben auch Mitglieder, erweckt und manifestiert diesen Eindruck. Für mein politisches Verständnis haben die anderen Parteien diese politische Spielart überdreht, und sich, anstatt mit besseren Kompetenzen zu präsentieren, so zum Antagonisten der Alternative gemacht. Und damit den momentanen Zustand unterfüttert. M.M.n.

"Die Afd ist die einzige

"Die Afd ist die einzige Hoffnung im Irrenhaus Deutschland" Das sagt doch alles über das Mistrauen der Bevölkerung über die Regierenden und teilen der Opposition aus. Es wird von der Bevölkerung nicht verstanden wieviel steuerliche Belastungen immer neu erfunden werden Beispiel Fleischabgaben 19%, Geldausgaben für Berater in utopischer Höhe vorhanden sind, wie Urteile Überstraftäter ausfallen und die Idealisten in der Opposition zusagen machen die niemals eingehalten werden können. Deshalb zweifeln viele Menschen in Deutschland an dem ganzen "demokratischen System" Die regierenden Politiker sollen die Karten auf den Tisch legen und im Sinne der hier lebenden Bevölkerung handeln und nicht dauernd bei den mächtigen Potentaten anderer Länder zu Kreuze kriechen.

Interessant find ich ja

Interessant find ich ja übrigens, was oft ein bisschen untergeht, dass die Afd eigentlich ausschließlich ältere Leute anspricht, bei der Generation U30, herrscht da eher Kopfschütteln.

Das ist natürlich auch für die neuen Bundesländer eine gute Strategie, da dort ja junge Menschen einen schweren Stand hatten und haben seit der Wende, und viele davon jetzt in den alten Bundesländern wohnen. Da ist natürlich damals einiges von der Kohl Regierung in den Sand gesetzt worden.

Man sollte einige Details anschauen.

Es ist nicht gerade karrierefördernd, wenn ein Politiker ein Interview bei RT gibt.
Das Niveau kann es nicht sein. Wegen eines Bild-Interviews wird niemand angepflaumt.

Besorgniserregend erscheint es mir schon, dass Einige das Gefühl haben, dass sie ihre Meinung besser nicht offen äußern können, ohne dass evtl. Nachteile entstehen.

Schokoschnauzer

Das mit der Ausgrenzung ist ja auch zum Teil ein Punkt, der den eigenen Wählern und Mitgliedern von der Afd auch gut eingeredet wird.

Ob sich faktisch auch so darstellt lässt sich schwer sagen, aber wenn in bestimmten Regionen in den neuen Bundesländern an die 30 % Afd wählen, von Ausgrenzung zu reden Hm.

Wer auf diesen Blödsinn

hereinfällt, kann mir eigentlich nur noch Leid tun.
Höcke, Kalbitz,Gauland und alle anderen, die aus dem Westen kommen und die DDR nur vom Hörensagen kennen, haben nichts zur friedlichen Revolution beigetragen.
Eine Schande, wie sie die Menschen in der ehemaligen DDR belügen.

re treualp1

" Deshalb zweifeln viele Menschen in Deutschland an dem ganzen "demokratischen System" "

Und welches System hätten die am liebsten?

Mehr Bildung, statt Thierse

Die Ostdeutschen sollten mehr kostenlosen staatlichen Geschichtsunterricht bekommen, statt Belehrungen von Thierse. Thierse wurde schon früher nur von einem kleinen Kreis an Menschen verstanden.

Immer heißt es die Herkunft darf keine Rolle spielen. Und was haben wir hier!

Wenn man dem Volk von kleinermuck2012

Gut, dass es eine frei Presse gibt. Jeder kann sich umfassend informieren. Unsere Medien sind ein hohes Gut, die Freiheit und Demokratie sichern. Und: Wer sich nicht informieren will, braucht sich nicht informieren.

Die DDR wurde durch Helmut Kohl von der BRD annektiert. In den ersten freien Wahlen der DDR wurde die Ost-CDU so stark gewählt, dass darin die Legalität dieser Annektion darin "interpretiert" wurde. Das Volk der DDR wurde aber nie direkt gefragt, ob die DDR dauerhaft behalten werden soll oder wielange der Übergang dauern soll, um z.B. wichtige Vermögens und Wirtschaftsfragen auch gut auszuverhandeln. Wir sehen, wie lange alleine EU-Beitrittsverhandlungen und Austrittsverhandlungen dauern, statt ebend Aufträge an sich zu reißen. Im Ergebnis sind viele ostdeutsche Städte im privaten Bereich im Eigentum außerhalb der Bevölkerung von Westdeutschen & reichen Ausländern. Damit wird die Bevölkerung in ihrer Gestaltungsmacht erniedrigt. Beispiel Sachsen: In der Pisa-Studie auf Platz 1, wirtschaftlich kommt das nicht in die Tasche der Leute. AMD und Infineon kommen trotz der Ansiedlung in DD eher von außen. Cyberport als eigene Erfindung macht sich noch ganz gut, aber das ist nicht die Masse...

auch die Medien...

Nicht nur Politiker, auch die Medien befeuern ungewollt das Bild der armen, unterdrückten AFD: Zu oft ist die Berichterstattung unausgewogen, werden AFD-Sympathisanten anständige Motive oder schlicht die Intelligenz abgesprochen... von einigen Foristen hier ganz zu schweigen. Das Ergebnis der Polarisierung ist: Jeder sieht sich noch mehr im Recht und den anderen im Unrecht. Notfalls halt auch den Staat als "Unrechtsstaat". (Wie oft wird hier im Forum auf Politikern herumgehackt, als könnten's die Autoren besser...)

Natürlich gibt es Jammerlappen, die sich immer auf den Schlips getreten fühlen. Aber im Falle der AFD wurden zu oft Politiker und damit die ihnen treuen Wähler heruntergemacht. Das schürt halt Opfer- und Ungerechtigkeitsgefühle.

Respekt für politisch Andersdenkende! Respektvolle Diskussionen! Anerkennen, daß auch andere sehr oft recht oder wenigstens gute Ideen haben! (!) ... Dann (!) und nur dann bringt Kritik - z.B. an der AFD - uns weiter...

Was die AfD treibt, ist einfach nur ekelhaft

Ich sage dazu nur:

was die AfD hier treibt, ist einfach nur ekelhaft. Die Wende damals gehört allen Menschen in den neuen Bundesländern und nicht der AfD alleine. Und Höcke war kein Widerstandskämpfer gegen das damalige DDR-Regime.

Zusätzlich sollte die AfD es sich nicht anmaßen, sich als "das Volk" zu bezeichnen. Pfui, AfD!!

https://www.tagesschau.de/inland/afd-brandenburg-sachsen-101.html

"Werde Bürgerrechtler. Hol Dir Dein Land zurück - vollende die Wende." Das plakatiert die AfD in Brandenburg vor der anstehenden Landtagswahl. Und verteilt Aufkleber, auf denen steht: "Es werden schon wieder Dissidenten bespitzelt" oder "Wir sind das Volk, damals wie heute".

Aber wo Dissidenten bespitzelt werden ist in China oder in Taiwan. Aber nicht in Deutschland!!

RE: Schaefer um 10:44

***Klagen über die böse AfD sind nicht angebracht. Argumente zählen.***

"Argumente zählen", sprechen sie der AfD zu ???
Keine Partei verfälscht/verzerrt die Wahrheit, lügt offen und streitet belegte Fakten ab wie die AfD !
Offensichtlich haben sie den Artikel nicht gelesen, da in diesem das Bestreben der AfD Emotionen zu wecken beschrieben wird. Von Fakten war da keine Rede.

Gruß Hador

Schön ist

wenn Menschen über etwas reden, was sie weder erlebt haben, noch dort Bodenständig waren. Das in Deutschland nicht alles ganz rund läuft, ist ja auch nicht ganz neu. Das jeder der etwas dagegen sagt, gleich in die Linke oder Rechte gestellt wird, ist auch keine neue Tatsache.
Und Sachsen hat nur noch 4 Millionen Einwohner, mal als Beispiel, waren mal deutlich mehr.

Es hat also keine Auswirkung auf die Bundespolitik, sieht man ja im Bundestag, da gibt es zwar eine AfD, bewirken kann sie aber nichts.

Das die CDU sich ärgert, das Ihr die Wähler weglaufen kann ich ja verstehen, also sollte sie mal nachdenken, was sie falsch gemacht hat.

Der Dauerwahlkampfmodus aller Parteien mit Hilfe der Medien, wird nichts helfen, manchmal sogar das Gegenteil bewirken.
Vielleicht sollte man einfach mal mit den Bürgern reden, damit meine ich nicht die Ausgesuchten im TV oder sonst wo.
Das würde vielleicht helfen zu verstehen um was es geht.

Es kommt halt darauf an...

Es kommt halt darauf an, wo und wie man das ddr Leben erlebt hat: Als privilegiertes Parteimitglied, vorzugsweise in Berlin ,versorgt mit allem importierbarem, oder als jemand, der als einfacher "Bürger ", vor allem in Sachsen, nur schuften musste um dann beim H-Null zu hören : "Hammer nich,hammer noch nie gehabt,kriegmer auch nich rein".
Und wehe, man machte mal den Mund auf (außer zum Nachbeten der Parteiparolen) oder war einem PM oder gar IM missliebig: man bezahlte es mit Sanktionen, Freiheitsentzug oder, im Falle eines Mitglieds meiner Familie, mit dem Leben.

Peinliche Altparteien

Wie die AfD sich die Wende aneignet? Da kenne ich aber eine andere Partei, die dies tat, obwohl sie den Wegbereiter der Wiedervereinigung Bundeskanzler Brandt im Bundestag einen Komunisten beschimpften. Ohne Brandt und seine Annäherung an den Osten hätte Kohl nur den berühmten Griff ins Klo gemacht und außer der CDU-Spenenaffäre wäre nichts von seiner Kanzlerschft geschichtlich geblieben. Hetzer gab es damals und heute. Also schön den Ball flach halten!

Was leistet die AFD?

Bisher ist die AFD über eine rechte Protestpartei nicht hinausgekommen. Sie sammelt die Rechten und Unzufriedenen ein. Das an der Spitze meist Leute aus dem Westen sind verwundert doch nicht. Dort leben mehr und viele Ostdeutsche sind in den Westen gezogen.

Große Schwierigkeiten haben sie mit öffentlichen Auftritten. Ein Abgeordnetenbüro oder einen Infostand sehe ich jedenfalls in meiner Stadt nie. Stattdessen wollen sie die besten Räume der Stadt mieten, aber sie kriegen keine. Es ist auch zu gefährlich für die Anwohner.

Höcke und die Psychologie des gewöhnlichen Pyromanen

Höcke & Co. lassen sich, auch wenn das erstmal verblüffend klingt, mit der Psychologie des gewöhnlichen Pyromanen erklären:

Einen verheerenden, realen Brand zu entfachen, eine sich weiterfressende, verschlingende Zerstörung ausgelöst zu haben, ist eine perverse, aber sehr starke Form der Selbstwirksamkeitserfahrung. Der gewöhnliche Pyromane fühlt sich im Widerschein der Flammen zutiefst befriedigt,es ist die Lust, die Büchse der Pandora geöffnet zu haben.Bei den historischen Nazis ging es um die Omnipotenz-Fantasie,den Weltenbrand entfacht zu haben, das Böse freigesetzt zu haben, von dem sie fasziniert waren,weil es mit dem Guten in ihrem persönlichen Leben nicht so geklappt hatte.

Geistige Brandstiftung folgt offenbar nun aber ähnlichen Pathomechanismen wie reale.

Auch wenn z.B. Herr Meuthen und auch Herr Gauland den Biedermann geben, so wird spätestens bei einem Herrn Höcke überdeutlich, dass es sich bei der AfD um ...

Brandstifter handelt, pyromanische.

Am 10. August 2019 um 10:47 von schokoschnauzer

Ich gehe sogar noch weiter: die AfD konnte nur entstehen, weil die Union und die SPD ihren Job nicht richtig gemacht hatten und es meiner Meinung nach immer noch nicht tun. Dass viele Menschen frustriert sind und sich nach einer Alternative umschauen, kann ich verstehen. Allerdings ist in meinen Augen diejenige Partei, die das Wort "Alternative" im Namen trägt, keine echte Alternative sondern eine Mogelpackung. Gerade daran, dass sich deren aus dem Westen stammende Mitglieder versuchen, sich das Image der Bürgerrechtler der Wendezeit zu geben, kann man das erkennen.

@Ziggy Vincent

„Das mit der Ausgrenzung.......eingeredet wird.“
Ob es sich faktisch genau so darstellen lässt, kann ich hier aus dem Westen schwer beurteilen. (Eher beobachten und meine Schlüsse ziehen) deshalb denke ich, wenn jeder dritte Wähler in den neuen Bundesländern mit der AfD sympathisiert, wird ihm das schwerlich eingeredet werden können wenn eine andere Partei kompetenter wäre oder ist. Drohungen helfen sogar bei kleinen Kindern nicht. Das Argument in den neuen Bundesländern wählen nur alte Wähler die AfD halte ich auch für gewagt. Denn hier im Westen kenne ich inzwischen einige sehr junge Leute die „eben nur unter vorgehaltener Hand“ zugeben AfD wählen zu wollen. Und das kann nicht ignoriert werden in einer modernen Demokratie. M.M.n.

Wenn immer mehr Frauen wegziehen, erstarkt die AfD

Welche Merkmal haben die Bezirke mit Wahlergebnissen von über 30 % für die AfD noch außer "abgehängt" ?
"Der Frauenmangel durch Abwanderung aus der Region - europaweit einmalig. In einigen Dörfern der sächsischen Lausitz wird diese Landflucht besonders deutlich: in Kreba-Neudorf kommen in der Altersgruppe der 18 – 30-Jährigen auf 100 Männer mitunter kaum mehr als 50 Frauen."

Bei der Wahl 2017 immerhin 36,9% für die AfD
27% für die CDU und 1% für die Grünen.

Woher das kommt?

Zuerst: Ich bin kein AFD-Wähler, ich bevorzuge eher die andere Seite. Aber meiner Meinung ist deren Stärke ein Ergebnis der gegenwärtig in Deutschland existierenden Diskussionskultur (bzw. das komplette Fehlen derselben). Wenn alle Meinungen, welche nicht dem gegenwärtigen herrschenden Trend entsprechen (multigeschlechtlich bzw. geschlechtsneutral, grün um jeden Preis ohne wissenschaftliche Nachfrage, russlandfeindlich, um jeden Preis multikulturell bis hin zur kompletten nationalen Selbstaufgabe, natürlich globalisierungsfreundlich sowie bedingungslos EU-konform) sofort in irgendeine publizistische Ecke gestellt werden, nun, dann muß man sich nicht wundern, wenn derlei Dinge dabei rauskommen. Ich mit meinen zahlreichen Russlandaufenthalten sowie meiner Kenntnis der russischen Sprache würde übrigens zur schlimmsten Gruppe von allen gehören, den sogenannten "Putinverstehern"...
Übrigens, schon mal aufmerksam Talkshows geschaut? Die populistischste Partei sind die Grünen...

Da ist viel schiefgelaufen

In Ostdeutschland. Aber die Wende kam nicht vom Westen . Die Leute im Land sollten aufpassen , das die Bernd Höcke Partei - oder hieß er wirklich Björn ? - , nicht so stark wird, dass es im Osten dann heist, das konnten wir ja nicht wissen , dass er uns verblendete ? Letztlich wird diese Partei noch weniger umsetzen können , als andere demokratische Parteien .

Legitim?????

Klar versucht jede Partei ihre Basis zu vergrößern, aber man muss ja nicht alles glauben was einem so erzählt wird, wenn dann noch ganz bewußt eine Halbwahrheit an die andere gehängt wird, entsteht dadfurch noch keine Wahrheit. Und die neue Masche, daß Leute aus dem Westen den Leuten im Osten erzählen wie es früher war ist schon schräg. Den Wählern kann man nur empfehlen, redet mit denen die es erlebt haben und zwar mit denen, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, genauso wie mit jenen die gute Erfahrungen gemacht haben. Und dann überlegt mal genau wer was verspricht und wie er es umsetzen will. Der mensch blendet beim Blick in die Vergangenheit gerne die schlechten Dinge aus.

re krittkritt: Niveau

„Es ist nicht gerade karrierefördernd, wenn ein Politiker ein Interview bei RT gibt.
Das Niveau kann es nicht sein. Wegen eines Bild-Interviews wird niemand angepflaumt.“

Nein, das Niveau ist es nicht. Es ist schlicht die politische Ausrichtung. RT hat den klaren politischen Auftrag, die parlamentarische Demokratie in D und der EU als durch und durch korruptes, undemokratisches und moralisch dekadentes Regime darzustellen, das keinesfalls eine Alternative zu dem humanistischen und werteorientierten und natürlich rechtsstaatlichen Russland darstellen kann und darf.

Und genau mit dieser Agenda liegt RT mit der AfD auf einer Wellenlänge. Und genau deshalb ist ein Interview bei RT zwar innerhalb der AfD karriereförderlich, passt aber nicht zu dem Bild, welches die Westspitze der AfD nach außen abgeben will.

„Besorgniserregend erscheint es mir schon, dass Einige das Gefühl haben, dass sie ihre Meinung besser nicht offen äußern können,“...

ohne dafür kritisiert zu werden. Pardon!

Parolenverbreitung

"Wie die AfD sich die Wende aneignet"

Da fehlt mindestens das Wort "versucht" in der Überschrift. Denn dass die AfD das schafft, ist noch völlig offen.
Klar stößt sie in die offene Flanke der unterdrückten Einheitsaufarbeitung, deren sich CDU und SPD verweigern. Und leider hat dieLinke das Thema größtenteils ad acta gelegt. Sich nach 30 Jahren aber wieder von "Wessis" (Höcke, Gauland) die Wende erklären lassen zu müssen, ist schon ein absurder Akt und gleicht schon wieder den Erlebnissen von damals.

warum dieser Vergleich so wirkmächtig ist

Ich glaube das werden die ganzen Wendegewinnler nie verstehen und zwar egal ob es sich um welche aus Ost oder West handelt. Wolfgang Thierse ist schon gar nicht in der Lage das zu verstehen, wo er selbst zu den wenigen Gewinnern aus dem Osten zählt. Hier wird über Westfunktionäre gesprochen, aber das selbst im tiefsten Osten sogut wie alles im Besitz von Leuten aus dem Westen ist wird nicht angesprochen. Und dann wäre da noch die Linke, die wo immer sie (mit)regiert das Gegenteil von dem macht, was sie in Sonntagsreden sagen. Im Grunde können die alle froh sein, dass bei den LTW sowieso nur die Hälfte wählen geht. Schon mal daran gedacht wenn die andere Hälfte auch noch wählen geht?

Wahltechnisch halte ich es da mit Martin Sonneborn der dazu sagte:
"Ich glaube tatsächlich, dass wir die Protestwähler im Land aufgeteilt haben: Die Dummen wählen die AfD, die Intelligenteren "Die Partei".

RE: blume um 11:00

***Die DDR wurde durch Helmut Kohl von der BRD annektiert. In den ersten freien Wahlen der DDR wurde die Ost-CDU so stark gewählt, dass darin die Legalität dieser Annektion darin "interpretiert" wurde. Das Volk der DDR wurde aber nie direkt gefragt, ob die DDR dauerhaft behalten werden soll ...***

Sie haben Wissen bzgl. der Deutschen Geschichte, welches ausbaufähig ist, oder versuchen sie die Deutsche Wiedervereinigung in ein schlechtes Licht zu rücken?

Es war die Allianz für Deutschland (bestehend aus Ost-CDU, DSU und Demokratischer Aufbruch), die 1990 für die Wiedervereinigung Deutschland zu Wahl stand. Da die Abgeordneten der Volkskammer in der parlamentarischen Demokratie für ihre Bürger entscheiden, hat dies nicht ansatzweise etwas mit Annexion zu tun.
Zudem müssen die Bürger nicht befragt werden !

Gruß Hador

@Hador Goldscheitel, 10:58

„Und nun, 76 Jahr später, versucht nun ein "Joseph für Arme" wieder Emotionen zu schüren, um sein unseliges Süpplein zu kochen“

Sie liefern das Stichwort: „Arme“.

Dabei sind die Bürger des sogenannten „Ostens“ höchstens an Geld ärmer als die des Westens. Und an sonst gar nichts. Sie wurden allerdings allzuoft für dumm „verkauft“.

Und es ist wohl kein Zufall, dass all die AfD-Demagogen im ehemaligen Osten, die gerade versuchen, die Enttäuschung und Wut der dortigen Bürger für ihre eigenen Zwecke bzw. Machtinteressen auszuschlachten (und sie so ein weiteres Mal für dumm zu verkaufen) ausgerechnet aus dem „reichen“ Westen kommen.

@ krittkritt um 10:54

„... Besorgniserregend erscheint es mir schon, dass Einige das Gefühl haben, dass sie ihre Meinung besser nicht offen äußern können, ohne dass evtl. Nachteile entstehen.“

Spontan fällt mir dazu Ulrich Vosgerau ein. Jener hat als Staatsrechtler 2015 in einem Buch Kritik an einigen nicht gesetzmäßigen Vorgängen geübt. Daraufhin wurde ihm ein bereits zugesagter Lehrstuhl an der Deutschen Hochschule der Polizei abgesagt. Ich kenne das Buch nicht, gehe aber davon aus, dass er darin alle kritisierten Punkte an Paragraphen belegt und nicht nur tumb die Entscheidungen pauschal bemängelt hat.

Dieser Nachteil aufgrund seiner Meinungsäußerung war für ihn sicher nicht nur ein Gefühl.

Meinungsäußerung

Abweichende Meinungen kann man gefahrlos äußern, wenn man über 70 Jahre alt ist. Das sind dann Ex-Generäle, Ex-Professoren, Ex-Politiker etc. Das ist schon ein qualitativer Unterschied zur DDR.

Ich bin gewiss kein AfDler,

aber ich lebe seit zig Jahren im Osten. Ich denke, dass die AfD geschickt die gegenseitigen Fehlinterpretationen nutzt.

Es geht um völlig andere Dinge als den Wert der Verfassung en und die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Wenn ich ein Wahlplakat der AfD (s. oben) sehe und darunter eins der Grünen, auf dem steht: "Tschüss Braunkohle, hallo Klima", dann weiß ich, wieviel % der Passanten eher die AfD wählen werden. Wenn jemand sozial abstieg, weil der neue Besitzer seines ehem. VEB den Betrieb zerschlug und verscherbelte, dann beschwert sich derjenige mit dem Argument, dass die Regierung schließlich dazu da sein, solche Entwicklungen zu verhindern. Da zählt das Argument "Marktwirtschaft" nicht.

Kurz: die Werte, die der Westen als Werte erkennt (Demokratie, Menschenwerte usw.) zählen bspw. für den pleite gegangenen Handwerksmeister im Osten nicht, wenn er die vielen bürokratischen Stolperfallen nicht kannte und vermeidbare Fehler machte, weil ihm niemand bei der Planung half.

10:54, krittkritt

>>Man sollte einige Details anschauen.
Es ist nicht gerade karrierefördernd, wenn ein Politiker ein Interview bei RT gibt.
Das Niveau kann es nicht sein. Wegen eines Bild-Interviews wird niemand angepflaumt.<<

Ja, RT.

In Deutschland ein Werbemedium für die AfD. Vorwiegend Politiker dieser Partei geben dort Interviews. Deren Karriere schadet das nicht.

>>Besorgniserregend erscheint es mir schon, dass Einige das Gefühl haben, dass sie ihre Meinung besser nicht offen äußern können, ohne dass evtl. Nachteile entstehen.<<

Ein Narrativ, das die AfD-Funktionäre pflegen. Und die wissen es besser. Sie erreichen damit diejenigen, die glauben, Meinungsfreiheit müsse heißen, daß man seine Meinung widerspruchslos äußern dürfe. Ein Mißverständnis.

AFD war mal eine Alternative

Als die AFD noch zu Lucke Zeiten gegen den EURO war, hatten sie viele verschiedene Interessenten bei sich. Leider haben sich die Rechten aus dem Osten durchgesetzt. Deutschland hilft das gar nicht.

Deren Wähler haben mit der AFD etwas in den Händen, um ihren Unmut gegen ihre eigene Regierung zu äußern. Gleichzeitig zeigen sie ihre Ablehnung gegen qualitativen Journalismus, dem befreundeten Ausland und allen anderen Andersdenkenden.

Es ist ist gut, dass wir Alle bereits wissen, was weiter aus der AFD werden kann.

Wenn derartige Argumente ...

... (Wende, Dissidenten, Bürgerrechtler) im Osten noch Gehör finden, dann zeigt das aus meiner Sicht nur, dass die Mitbürger dort mit Ihrer Freiheit einfach nicht umgehen können ... so traurig das auch ist.

Ich erinnere mich noch an die Zeit kurz nach der Maueröffnung. Verwandte meiner Großeltern kamen aus dem Osten das erste Mal zu Besuch. Sie wollten sofort in die Stadt und Shoppen gehen ... und zwar all die Dinge, die sie vorher nie gesehen hatten. "Natürlich" wollten sie das aber nicht selber zahlen, sondern meine Großeltern sollten das tun, weil es ihnen im Westen ja "so gut" ginge.

Ich glaube, genau diese Einstellung ist auch heute noch ein großes Problem ... dieser Neid.

Natürlich gibt es noch Unterschiede zwischen Ost und West, aber dafür muss man als "Osten" auch selber etwas tun ... und nicht nur meckern und jammern.

Der vorgeschlagene Weg der AfD ist dafür jedenfalls keine Lösung ... wobei "Lösung" und "AfD" in einem Satz passt eh nicht zusammen, wie wir ja wissen ;-)

Schokoschnauzer

Ich wollte in meinem Post gar keine Aussagen über Kompetenzen der einzelnen Parteien treffen.
Ich kann mir halt schwer vorstellen, dass wie sie ja auch sagen bei einem Drittel die Afd wählen, dann auch wirklich von Ausgrenzung zu reden. Gerade auf kommunaler Eben dürfte das ja schwer werden, denn in den Kommunen müssen die Parteien ja sowieso in irgend einer Form zusammen arbeiten.

Ich würde auch nicht sagen, dass junge Menschen grundsätzlich nicht Afd wählen, aber ich denke es ist nicht deren hauptsächliche Zielgruppe. Bestimmt gibt es auch einige junge Menschen die Afd wählen. Vielleicht habe ich mich da ein wenig ungenau ausgedrückt.

Mut zur Wahrheit

Zu: 10:47 von Treualp1

Also Ihrer Meinung gemäß sollen Politker ihre Karten auf den Tisch legen und nicht dauernd bei den mächtigen Potentaten anderer Länder zu Kreuze kriechen.

Ihre Meinung unterstütze ich. Und ich hoffe sehnsüchtig darauf, dass die AfD gemäß selbst versprochenem "Mut zur Wahrheit" endlich die Hintergründe ihrer diversen Parteispendenaffären aufdeckt. Vollständig. Denn die mannigfaltigen Kontakte der AfD-Granden zum aktuellen Potentaten im Kreml ("Putins Puppen") sind ja hinreichend bekannt.

Ach ja, auch die Oppositionspartei AfD holt permanent Zusagen aus der Retorte, welche niemals Realität werden können, u.a. weil diese Zusagen mit geltendem Verfassungsrecht kollidieren. Also: weshalb dann ausgerechnet die Politiklehrlinge von der AfD wählen?

Einen Rekord hat die AfD: keine andere Partei schaffte in den ersten 6 Jahren ihres Bestehens so viele Skandale. Aber Empörung und Opfermythos machen sich gut in den Sozialen Medien.

11:20, Sachse64

>>Zuerst: Ich bin kein AFD-Wähler, ich bevorzuge eher die andere Seite. Aber meiner Meinung ist deren Stärke ein Ergebnis der gegenwärtig in Deutschland existierenden Diskussionskultur (bzw. das komplette Fehlen derselben). Wenn alle Meinungen, welche nicht dem gegenwärtigen herrschenden Trend entsprechen (multigeschlechtlich bzw. geschlechtsneutral, grün um jeden Preis ohne wissenschaftliche Nachfrage, russlandfeindlich, um jeden Preis multikulturell bis hin zur kompletten nationalen Selbstaufgabe, natürlich globalisierungsfreundlich sowie bedingungslos EU-konform) sofort in irgendeine publizistische Ecke gestellt werden, nun, dann muß man sich nicht wundern, wenn derlei Dinge dabei rauskommen. Ich mit meinen zahlreichen Russlandaufenthalten sowie meiner Kenntnis der russischen Sprache würde übrigens zur schlimmsten Gruppe von allen gehören, den sogenannten "Putinverstehern"...<<

Sie sind wirklich kein AfD-Wähler?

Sind Sie da wirklich sicher?

Das klingt aber anders.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Eine neue Wende soll her? Das hatte Hitler dem Volk anno 30 auch versprochen, doch konnten die Menschen mangels Medienvergleich damals nicht annähernd die Wahrheit so gut beurteilen wie heute. Wer heute diese Partei wählt ist entweder verzweifelt, weil keine der etablierten Parteien die allein gelassenen Ost-Rentner unterstützt oder weil er sich - als eher jüngerer, insbesondere männlicher- Mitbürger im Osten - abgehängt fühlt. Und womit verdient man sich die Wende? Ganz einfach: Man blendet aus, dass man den Zug nach Westen verschlafen hat (den andere, vorwiegend weibliche genommen haben), dass man in der Schule wenig geleistet hat, dass man auch jetzt nicht arbeiten will, weil Hartz IV ja viel bequemer ist, dass alle anderen schuld sind, weil ich es im Leben zu nichts gebracht habe. Alkohol saufen und auf Flüchlinge schimpfen, ist ja auch einfacher. Insg. ca. 10% macht die AFD in Gesamt-Brd aus. Mehr nicht. Welche Wende soll das sein? Die Wende der Ewig Gestrigen ? Mehr nicht!

Unsere Kanzlerin als Beispiel.

@11:05 von Fenian
Man konnte in der DDR offensichtlich auch als Pfarrerstochter Karriere machen.
Es kam eben darauf an.
Frau Wagenknecht konnte wegen ihrer aufmüpfigen Haltung zunächst nicht studieren.
Freunde unserer Familie mit engem Bezug zur evangelischen Kirche durften nach dem Abitur zunächst auch nicht studieren.

Aber Karrieren verlaufen im Westen ja auch viel zu oft über Herkunft, Beziehungen, jedenfalls leistungsfremde Kriterien.

Ursache der Zustimmung für AfD

Der Hauptgrund, warum die Thesen der AfD so gut in den neuen Bundesländern (und im Westen nicht) verfangen, ist die Schulbildung und frühe Prägung durch Kinder- und Jugendorganisationen der DDR. Im Westen wurde den Schülern häufiger quellenkritische Geschichte beigebracht, also der Umgang mit Quellen, die in ihrem eigenen Interesse einseitig oder unwahr berichten. Nicht zuletzt die demokratischen Revolutionen in Frankreich und Deutschland und die Emanzipation der Bürgerschaft spielen eine große Rolle im Lehrplan. Eigenständiges und hintergründiges Bewerten politischer Aussagen oder Beschlüsse dürfte die SED in ihren Lehrplänen aus offensichtlichen Gründen ausgespart haben. Gab es überhaupt Politik als Schulfach, das diesen Namen verdient?
Kinder und Jugendliche sind nachhaltig formbar durch das, was Schule und Jugendorganisationen ihnen vermitteln. Das würde auch erklären, dass die Zustimmung für die AfD stark abnimmt bei den Leuten, die nach der Wende erst ihre Schulzeit hatten.

@blume, 11.00h

Soso, die DDR wurde von der BRD annektiert.
Darf ich daran erinnern?

"Wenn die D-Mark nicht zu uns kommt, kommen wir zu ihr".
Viele ostdeutsche Städte sind im Privateigentum von Westdeutschen und reichen Ausländern?

Welche Städte wurden da gekauft?

Wenn sie den Zustand zu DDR-Zeiten vermissen, geben Sie in einer Suchmaschine den Begriff "Wohnruinen in der DDR" ein und Sie werden sehen, wozu private Investitionen geführt haben.

Jammern ist nicht hilfreich.

Stimmt

Wenn hier geschrieben wird: "Die BRD mit der DDR zu vergleichen ist genauso Quatsch, wie jeden der auf Probleme durch Migration aufkommen hinweist als Nazi abzustempeln" und "Man muss vor beiden Extremen der Gesellschaft warnen, da das eine auch in das andere umschlagen kann" dann kann ich dem nur zustimmen.

Dazu sei gesagt, dass natürlich Probleme durch die Zuwanderung auftreten werden. Die Menschen landen eben oft erst in den ärmeren gesellschaftlichen Schichten. Da muss man Perspektiven schaffen.

Es hilft nicht, pauschal Probleme auf die Herkunft von Flüchtlingen oder auf den kulturellen Hintergrund zu schieben. Es sollte mehr Verständnis für die Menschen geben, klare Grenzen gezeigt werden und signalisiert werden, dass sie Teil unserer Gesellschaft werden können, genauso wie es die hier lebenden Türken, Griechen, Polen, Russen etc. auch geworden sind.

Momentan ist der Rechtsextremismus im Aufschwung und viele akzeptieren ihn. Da müssen wir als deutsche Kante zeigen.

Na und?Westpolitiker der AfD solidarisieren sich mit dem Volk

Besser kann es doch gar nicht sein, die Sehnsucht der damaligen DDR-ler zu erfüllen. Und gerade weil sie aus dem Westen sind, sehen sie von Anbeginn beide Seiten der Medaille. Die im Osten mußten erst die falschen Hoffnungen und Westdirigismus erleben und durchmachen, um die jetzige BRD zu kennen und zu erkennen.
Die Altparteien haben doch die Vereinigung vermasselt. Die im Osten wollten die DM, ihnen wurde einfach ein viel wertloserer Euro ohne sie zu fragen angedreht.
So gingen die Westpolitiker durch Kohl mit dem gesamten(!) Volk um!
Herr Thierse, immer in linker vorderster Front, verachtet durch sein Nichterkennen der Fehler sein ehemaliges Volksteil.

Sonnenmeer@12:12

Das, was sie in ihrem Beitrag „herauf-beschwören“ und nun, ja auch unterstellen und versuchen diese Visionen als Gegenargument aufzubauen, genau das ist es, was ich in meinem Beitrag angesprochen habe. Der Vergleich des Brandstifters soll abschrecken - was aber fehlschlägt, weil in der Realität (nicht nur) ein ostdeutscher Wähler einen Politiker sieht, der mit Fäkalien aus dem Westen beworfen wird. Und das ist nach meiner Meinung einer der Gründe, warum das Argument mit der Wende ankommt. Denn eine moderne Demokratie lebt davon respektvoll miteinander umzugehen und die Meinung des anderen im Diskurs zu widerlegen.

Die AfD...

...ist auch ein Resultat von Kohl's absurden Versprechen für "blühende Landschaften". In der DDR hatten sich viele mit folgendem Deal ziemlich gut arrangiert: der Staat sorgt für Arbeit, Gesundheitsversorgung, Kitas, ect...ich muss mich um nichts kümmern. Dafür beanspruchte der Staat die absolute Kontrolle für sich inklusive der Verweigerung von Reisefreiheit und einer ineffizienten Staatswirtschaft, die einen deutlich niedrigeren Lebensstandard als im Westen zur Folge hatte. Nach der Wende waren viele in der DDR so naiv zu glauben, man könnte einseitig nur den zweiten Teil dieses Deals loswerden und den ersteren (Vollversorgung durch den Staat) behalten. Leider wurden sie von Kohl&Co in diesem Glauben noch bestärkt. Dann kam das böse Erwachen. Jetzt fühlen sich viele "betrogen" und schreien danach, dass "der Staat" etwas für sie tun müsste. Enttäuschte Versprechungen gepaart mit Dummheit und einer satten Portion Naivität...so hat die AfD leichtes Spiel.

Wer holt was?

Die einzigen, die etwas holen, sind die AfD-ler: Wahlgelder Spendengelder, windige Gold-Geschäfte und Macht. Der Preis dafür ist zu hoch - besonders für die, die nachdenken können und hinter die Dumpfbacken-Sprüche gucken können. Aber die Sachsen mögen jetzt ruhig mal einen dt. Salvini wählen: 1 Plakat-Überschrift und dahinter nur gääähnende Leere. Wirtschaft, Umwelt, Soziales, Rentenpolitik außenpolitik? Habe dazu nur Abstruses von denen gehört - unrealisierbar.

Stimmt

Wenn hier geschrieben wird: "Die BRD mit der DDR zu vergleichen ist genauso Quatsch, wie jeden der auf Probleme durch Migration aufkommen hinweist als Nazi abzustempeln" und "Man muss vor beiden Extremen der Gesellschaft warnen, da das eine auch in das andere umschlagen kann" dann kann ich dem nur zustimmen.

Dazu sei gesagt, dass natürlich Probleme durch die Zuwanderung auftreten werden. Die Menschen landen eben oft erst in den ärmeren gesellschaftlichen Schichten. Da muss man Perspektiven schaffen.

Es hilft nicht, pauschal Probleme auf die Herkunft von Flüchtlingen oder auf den kulturellen Hintergrund zu schieben. Es sollte mehr Verständnis für die Menschen geben, klare Grenzen gezeigt werden und signalisiert werden, dass sie Teil unserer Gesellschaft werden können, genauso wie es die hier lebenden Türken, Griechen, Polen, Russen etc. auch geworden sind.

Momentan ist der Rechtsextremismus im Aufschwung und viele akzeptieren ihn. Da müssen wir als Deutsche klare Kante zeigen.

Merkwürdiges Ungleichgewicht

Fast annähern jeden Tag wird hier über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, z. B. tagesschau.de über die AfD geschrieben. In den öffentlich rechtlichen Fernsehtalkshows sind deren Parteimitglieder aber im Verhältnis zu allen anderen Parteien an deren Wahlergebnis immer unterrepräsentiert im Vergleich zu allen anderen. Wieso wird nicht mehr miteinander gesprochen anstatt über diese??? In in wie vielen Fällen wird positiv über die AfD berichtet und in wie vielen Fällen negativ?

Ich bin 1992 geboren, also

Ich bin 1992 geboren, also hab ich weder die Wendezeit erlebt, noch konnte ich bewusst nachvollziehen, wie nach der Wende Stimmung, Zusammenleben, und auch das Zusammenführen der beiden Teilen des Landes für die Menschen abgelaufen ist.

Das die Kohl Regierung meiner Meinung nach viele Fehler gemacht hat in dieser Zeit, glaube ich schon.

Was mir gar nicht gefällt, ist dass diese Ost West Thematik teils immer noch auf dieser Ossi Wessi Schiene gefahren wird.
Natürlich gibt es immer noch erhebliche strukturelle Unterschiede, die ja auch auf die Gestaltung von Kohl zum Teil zurück zuführen sind, aber ist das wirklich verwunderlich. Es sind immerhin erst 30 Jahre.

Und ich bin sehr froh, dass es damals zur Wiedervereinigung gekommen ist, allein schon der lieben Menschen halber, die ich aus den neuen Bundesländern kennen lernen durfte mittlerweile, oder die Eltern aus der ehemaligen DDR haben, in den alten Bundesländern aber geboren sind und in diesen ja auch schon eine Weile wohnen.

Großerzählung der AfD

Die Vereinnahmung, Besetzung, der positiv konnotierten Bürgerrechtsbewegung von 1989, welche entscheident zu Wiedervereinigung der deutschen Nation beitrug (der andere Faktor war die Legitimitätskrise der DDR aufgrund sichtbarem wirtschaftlichen Zusammenbruch), ist ein wichtiger Baustein in der aktuellen Großerzählung der AfD: wer die AfD unterstützt, ist Widerstandskämpfer gegen ein allmächtiges, dem "Volke" feindliches weil fremdgesteuertes Regime. Notwendig hierfür ist die Kultivierung von Helden- wie Opfermythen.
Beispiel: Im Juni versuchte die AfD im Landtag NRW, die Männer (nicht Frauen!) des Widerstands vom 20. Juli für ihre Erzählung zu vereinnahmen. Die Aussage: wieder ist Widerstand gegen ein Regime notwendig und gerecht.
Die AfD-Propaganda wird derweil nicht müde, Bundesregierung und "Block der Altparteien" als sozialistisches Regime, eine DDR 2.0, zu verunglimpfen.
Damit stimmt das Narrativ, der Frame: gerechter Widerstand, Helden, Opfer, Avantgarde Auserwählter. Das passt.

Mehr Geschichsklitterung geht nicht...

Die Geschichtsklitterung der AfD in Bezug auf die Ereignisse in der DDR 1989 ist grenzenlos und an Unverschämtheit und Unanständigkeit nicht zu überbieten.

Die AfD verkörpert vollständig den autoritären Geist der SED, und ihre Haltung steht exakt am anderen Ende derer, die damals zu Recht riefen: "Wir sind das Volk!".

Das freche Kapern dieses Slogans zeigt nur einmal mehr: Schamgefühl hat diese Partei nicht. Donald Trump würde gut in diese Partei passen.

An alle AfD'ler, die sich "Wende 2.0" zu eigen machen, kann ich nur sagen: Ihr seid NICHT "das" Volk! Und zwar exakt genau so wenig, wie es damals die SED war!

Die AfD...

...ist auch ein Resultat von Kohl's absurden Versprechen für "blühende Landschaften". In der DDR hatten sich viele mit folgendem Deal ziemlich gut arrangiert: der Staat sorgt für Arbeit, Gesundheitsversorgung, Kitas, ect...ich muss mich um nichts kümmern. Dafür beanspruchte der Staat die absolute Kontrolle für sich inklusive der Verweigerung von Reisefreiheit und einer ineffizienten Staatswirtschaft, die einen deutlich niedrigeren Lebensstandard als im Westen zur Folge hatte. Nach der Wende waren viele in der DDR so naiv zu glauben, man könnte einseitig nur den zweiten Teil dieses Deals loswerden und den ersteren (Vollversorgung durch den Staat) behalten. Leider wurden sie von Kohl&Co in diesem Glauben noch bestärkt. Dann kam das böse Erwachen. Jetzt fühlen sich viele "betrogen" und schreien danach, dass "der Staat" etwas für sie tun müsste. Enttäuschte Versprechungen gepaart mit Dummheit und einer satten Portion Naivität...so hat die AfD leichtes Spiel.

Nix verstanden

Diese AfD-Spitzenpolitiker haben nichts verstanden, absolut nichts verstanden. Besserwessis in Reinkultur. In der DDR gab es die sogenannten Gleicheren unter den Gleichen wie es heute in Deutschland ganz offensichtlich auch so ist. Die daraus resultierenden Beziehungsvorteile innerhalb der Gesellschaft wirken wie eine Diktatur. Noch steiler wird dieses Gefühl der Beherrschtheit, da es immer noch keine Verfassung gibt. Das Deutsche Volk als Gesamtheit hat sich immer noch nicht konstituieren können. Einfache Auswirkung: gegen das Grundgesetz wird öfters verstoßen als gegen jedes Andere. Solche simplen Wahrheiten verstehen die Politiker einfach nicht. Aber anscheinend die AfD noch weniger! Daraus opportunistisch Wählerpotential zu erhaschen ist verwerflich! Hoffentlich fallen nicht zu viele Ossis darauf herein. AfD=Altes feindliches Deutschland...:XD

RE: Nettie um 11:25

***Sie wurden allerdings allzuoft für dumm „verkauft“.***

Stimmt !

***Dabei sind die Bürger des sogenannten „Ostens“ höchstens an Geld ärmer als die des Westens.***

Da kann ich ihnen nur bedingt zustimmen, wenn ich die Arbeitslosigkeit in Brandenburg, Sachsen und Thüringen anschaue. Die stehen alle deutlich besser da, als das Flächenland NRW, welches ähnliche Umbrüche (Niedergang der Schwerindustrie) zu vollziehen hatte, wie ehemalige DDR.
Gerade auch in diesen Bundesländern sind viele mit gutem Einkommen aufgrund Sympatie für SOS bereit, die AfD zu wählen.

Und die Enttäuscheten und Wütenden fängt man halt mit Emotionen !

Beste Grüße Hador

10:38 von berelsbub Die

10:38 von berelsbub
Die Freiheit aller Bürger
Die Freiheit aller Bürger Deutschlands ist grenzenlos und mauerlos. Und die Geschichte der DDR und der neuen Bundesländer zeigt, dass aus linken Problemen dann rechte Probleme entstehen und andersherum.
Daher muss man auch aus Verantwortung immer wieder vor beiden Rändern unserer Gesellschaft warnen, denn es geht, wie die DDR und die neuen Bundesländer zeigen, schnell von einem Extrem ins nächste Extrem

---

Korrekt.

Dass Sozialisation eine

Dass Sozialisation eine enorme Prägung verursacht hat die Politik nicht begriffen.

Aber sie hat etwas mehr verschlafen als nur das.

Und die schwarze Null stand ja immer für DAS erstrebenswerte Ziel.
Alles andere war dem untergeordnet.

Westdeutsche im Osten

Ich finde es schon interresant, das viele Westdeutsche im Osten Karriere gemacht haben, umgekehrt aber kaum. Höcke stammt aus Lünen (NRW), Kalbitz aus München.

Aber nicht nur in der AfD, auch in den anderen Parteien gibt es dieses Phänomen, siehe Kurt Biedenkopf (erster MP Sachsens - geboren in Ludwigshafen), Berhard Vogel (zweiter MP Thüringens - aus Göttingen) oder auch Bodo Ramelow (jetziger MP Thüringen - aus Osterholz-Scharmbek/Niedersachsen)

@kleinermuck2012 10:33, "Rechts" ist nicht "richtig"...

"Wenn man dem Volk die richtige Bildung zukommen lässt, braucht es keine Medien, die ihm sagen was gut und böse ist. Wie sie die Welt zu sehen haben..."

Der obige Satz macht nur dann "Sinn", wenn man "richtig" durch "rechts" ersetzt.
Zudem zeugt es von Grössenwahn, wenn die AfD meint, sie sei "das Volk".

re schokoschnautzer: Unter der Hand!?

„Denn hier im Westen kenne ich inzwischen einige sehr junge Leute die „eben nur unter vorgehaltener Hand“ zugeben AfD wählen zu wollen.“

Eine Partei wählen wollen, aber nicht für diese Partei eintreten wollen? Ja, sicher, solche Leute gibt es „hier im Westen“ auch. Hat es auch schon immer gegeben.

„Und das kann nicht ignoriert werden in einer modernen Demokratie.“

Nein, das wird auch nicht ignoriert! Dafür gibt es nämlich in unserer parlamentarischen „modernen Demokratie“ die sehr altmodische Institution „Freie, gleiche, allgemeine und geheime Wahlen“. Auf Bundes- und Landesebene alle 4 Jahre. Und dort darf man auch die AfD ganz „heimlich“ wählen.

Und je nachdem wie viele diese Partei wählen, könnte es dann auch so weit kommen, dass die vielen „unterdrückten Meinungen der besorgten Bürger“ den - wie man heute sagt - Mainstream darstellen und man diese dann nicht mehr kritisieren darf.

Und dann werden einige endlich verstehen, was Demokratie und Freiheit bedeutet.

@ 10:59 Siesiehtsaus News

Wolfgang Thierse wurde und wird von der überwältigenden Mehrheit der Menschen verstanden. Er gehört zu den Männern und Frauen, die sich für Bürgerrechte, Demokratie, Pressefreiheit etc. eingesetzt haben. Die Masche der afd, die Bundesrepublik mit der DDR zu vergleichen, sich aufzuspielen, als würden sie irgendetwas retten und so zu versuchen, ihr übles völkisch-nationales Spiel zu vertuschen, wird nicht aufgehen, auch wenn 8-13% darauf hereinfallen.

Bildung ohne Medien

Na da bin ich ja mal gespannt, wie Bildung ohne Medien so funktionieren soll. Geschichten am Lagerfeuer, Stille Post und Hörensagen?

@11:26 von fathaland slim

"...Sie erreichen damit diejenigen, die glauben, Meinungsfreiheit müsse heißen, daß man seine Meinung widerspruchslos äußern dürfe. Ein Mißverständnis.."

Ganz genau. Vieles wird einfach unterschiedlich interpretiert. Der Faktenfinder weiter unten bemüht sich, klein-klein die Qualität der Systeme Bundesrepublik ./. DDR aufzuschlüsseln. Das geht einfach am Thema vorbei. Der DDR-Bürger hatte seine Vorstellungen von seinem Leben, und vieles von dem hatte er auch ohne viel Besitz und Luxus längst erreicht.

Genau diese Dinge gingen dann den Bach runter.

Ich habe ein Schlagwort: Wenn sich der Westen schon als Sieger im Wettbewerb der Systeme fühlte und die DDR "eingemeinden" wollte, hätte er sich ein wenig sachkundiger machen sollen. In Unkenntnis der Hintergründe jedes Einzelnen; bei der Meinung, jeder Ex-DDR Bürger besäße die gleichen Impulse und Ziele wie der gelernte West-Bürger, konnte die Sache nur schief gehen.

Ich schüttele nur noch den Kopf. Und das als Neuling im Osten

@ 11:25 von grottenolm

Zitat: "Ich kenne das Buch nicht, gehe aber davon aus, ..."

Eine bestechende Argumentation, chappeau.

Dieser Satz macht deutlich, daß Sie das vollkomene Fehlen von Sachinformationen einfach durch ideologisch motiviertes Bauchgefühl ersetzen.

Besser kann man sich wohl kaum selbst diskreditieren.

Gruß, zopf.

@Am 10. August 2019 um 10:58 von Hador Goldscheitel

Scharenweise? Sie wissen schon, dass es diese sogenannten Scharen in Ostdeutschland garnicht gibt!
Nimmt man die absoluten Zahlen, so ist die AfD dort nicht viel stärker als im Westen. Witzig wa?^^ Nur die Relation ist dort beeindruckend. Aber auch relativ ist der politische Einfluss. Aber das wird ja gern vergessen. Das hat das relative leider so an sich.

Erklärung des Phänomens "AfD"

Theodor W. Adorno hatte 1967 völlig Recht. Die AfD ist ein Phänomen, welches ein typisches Ergebnis schwerer wirtschaftlicher Krisen ist. Ähnlich wie die Faschisten in Italien 1923, die NSDAP in Deutschland 1932, so haben aktuell die rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien Zulauf in Europa, da die Folgen der letzten Weltwirtschaftskrisen (2001, 2008) immer noch den Alltag prägen: Zinsen auf 0, zu viel freies Kapital verzweifelt auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten. Man erinnere sich: die AfD begann als Anti-Euro/Anti-EU-Partei, nur die Flüchtlingskrise mit vermeindlicher Verteilungskrise 2015 gab der Partei die entscheidende Chance in Deutschland. Und dabei sind die Methoden der Wählergewinnung des rechten Rands so einfach wie vorhersagbar.

Zum Nachlesen:
Theodor W. Adorno: "Aspekte des neuen Rechtsradikalismus" (Danke für den Hinweis, Frau Stokowski)
sowie dazu aktuell:
Steven Levitsky / Daniel Ziblatt: "Wie Demokratien sterben"

es gibt Parallelen...leider...

auch wenn es manchen Klugschwätzern mißfallen dürfte, fühlen sich viele Ossis an die "Endzeit-Stimmung" in der damaligen DDR erinnert. Die Diskrepanz zwischen eigener Wahrnehmung und dem,was man dann Allabendlich von den Medien serviert bekommt, bringt nicht Wenige auf die berühmte Palme. Das Gefühl, "die da Oben" sind derart weit von der Realität entfernt,wie eine Biene vom Mond. Die Tatsachen, ab einer gewissen Ebene kann man Mist bauen,wie man will, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen (BER,Bundeswehr-Beraterverträge,PKW-Maut,...usw!) All dies frustriert vor allem die Menschen, die trotz täglich harter Arbeit das Gefühl nicht los werden, es bleibt immer weniger Übrig, um den durchaus vorhandenen kleinen "Wohlstand" halten zu können, verbunden mit der Sorge,wie es im Rentenalter weiter geht, wenn der Akku bereits soweit leer ist, das an ein weiter "schuften" kaum noch zu denken ist. Nur, ob ausgerechnet die AfD das passende Konzept hieraus besitzt...? Ihr nützt lediglich der Protest

Wie die AfD sich die Wende aneignet - wer soll das glauben?

"Die meisten AfD-Funktionäre stammen aus dem Westen" wie Höcke, Gauland, Weidel usw. Aber sie machen Wahlwerbung mit uns, den Bürgern, die die Wende erst ermöglicht haben und plakatieren jetzt: "Werde Bürgerrechtler. Hol Dir Dein Land zurück - vollende die Wende."
Das ist empörend für die, die die Wende möglich machten. Hat die AfD keinen anderen Slogan mehr aufzuweißen?

Steigende Unzufriedenheit

Mein Eindruck ist, dass viele Menschen in Deutschland (Ost wie West) nicht mehr wertschätzen können, wie gut es uns hier geht. Viele sind nur noch am nörgeln. Dabei hat sich die „Nörgelschwelle“ deutlich nach unten verlagert. Immer die Politikerschimpfe. In unserem System kann sich jeder engagieren und es besser machen. Aber das ist ja Arbeit. Und man muss dann feststellen, dass man es allen 80 Millionen eben nicht recht machen kann. Welches System möchten die Herrschaften denn haben? USA? Da müssten die „abgehängten“ im Osten erst mal 3 Jobs annehmen, weil sie dort keiner ernährt. RUS? Dann könnten sie nicht AfD wählen, müssten mit viel weniger Komfort auskommen. Diese AfD-Wähler spielen mit dem Feuer. Sollte sich der Rechtsruck wirklich stabilisieren, dann verändert sich das politische System hin zum Faschismus. Na ja, es soll ja Schafe geben, die freiwillig zum Metzger laufen. Wegen meines Alters werde ich aber den Big Bang in Europa hoffentlich nicht mehr erleben.

11:42, Torsten Seel

>>In in wie vielen Fällen wird positiv über die AfD berichtet und in wie vielen Fällen negativ?<<

Über die AfD wird wahrheitsgetreu berichtet. Ob man das jetzt als positiv oder negativ empfindet, das hängt vom eigenen Standpunkt ab.

@Schaefer 10:44, Botschaft ist kein Argument...

"...Klagen über die böse AfD sind nicht angebracht. Argumente zählen. Wenn die Botschaft der AfD ankommt, hat sie alles richtig gemacht ..."

Sie haben ein berühmtes Vorbild, das ebenfalls Botschaft und Argument gleichsetzt: Donald Trump.

Letzterer wirft täglich mit Botschaften herum wie mit Konfetti. Wahrheit und Argumente haben für ihn tatsächlich keinen Wert. Wer soweit ist, hat die Tür zum Nihilismus weit aufgestossen.

@ 11:27 von LifeGoesOn

"...Ich glaube, genau diese Einstellung ist auch heute noch ein großes Problem ... dieser Neid..."

Ähm, ich schätze, die letzten mit dieser Einstellung sind etwa 1992 ausgeschieden. So oder so.

Am besten, Sie erkundigen sich erst ein wenig, ehe Sie solche Aussagen treffen.

@fathaland slim um 11:26Uhr

Da sprechen Sie ein wahres Wort aus! Meinungsfreiheit sollte eigentlich heißen, daß auch Widerspruch erlaubt und möglich ist. Daran happert es aber häufig! Viel zu oft wird dann Widerspruch als "Majestätsbeleidigung" oder persönliche Beleidigung aufgefasst, auch wenn das, um Sie zu zitieren "unter aller Sau" ist. Dabei ist es zugegebenermaßen leichter einem AfD-Anhänger zu widersprechen, während es bei einem Linken deutlich schwieriger ist. Gemeinsam haben sie, wenn auch aus verschiedenen Gründen, die Uneinsichtigkeit! Wenn also jetzt besonders die Mitbürger in den neuen Bundesländern auf die verschiedenen Strömungen der AfD hereinfallen, dann muß man auch ehrlichweise gestehen, daß es an der durchschnittlichen Bildung mangelt.

Na klar doch!

"Die DDR wurde durch Helmut Kohl von der BRD annektiert. In den ersten freien Wahlen der DDR wurde die Ost-CDU so stark gewählt, dass darin die Legalität dieser Annektion darin "interpretiert" wurde. Das Volk der DDR wurde aber nie direkt gefragt, ob die DDR dauerhaft behalten werden soll ..." @blume
.
Logisch! Hatten doch die DDR-Bürger jahrzehntelang die SED wählen müssen. Und da dachten sie nach der Wende, sie müssten nun in gleicher Weise die CDU des Vorsitzenden Kohl wählen. Gut, dass das nun 20 Jahre später klar geworden ist!
.
Übrigens: mit Eheschließungen soll es vielen auch so gehen, dass sie später nicht mehr verstehen, wie es dazu kommen konnte. Aber da gibt´s ne Scheidung. Wie soll man nun den Menschen ihre geliebte DDR zurückgeben? Das ist nicht so einfach! Die ganzen Trabbis sind doch schon verschrottet.

re paule2: Noch Fragen?

„Herr Thierse, immer in linker vorderster Front, verachtet durch sein Nichterkennen der Fehler sein ehemaliges Volksteil.“

Entschuldigung, aber Ihre Sprache zeigt eindeutig, in welche Richtung es gehen soll.

Ich hätte nie geglaubt, dass solch ein Ton in größeren Teilen der Gesellschaft wieder salonfähig werden könnte.

Noch ein Aspekt: „Wir im Westen“ haben uns in für mich prägender und vorbildlicher Weise mit den Ursachen und Gräueln des Nationalsozialismus beschäftigt, Mit dem Ergebnis, dass sogar ich wieder „stolz“ auf diese „neue“ Deutschland werden konnte.

Könnte es nicht sein, dass genau die in der DDR nahezu komplett fehlende Aufarbeitung eine wesentliche Ursache für diese Geschichtsklitterungen und -verirrungen sein kann. Auf irgendwas muss ja jeder „stolz“ sein können.

@schokoschnauzer 10:47, Die DDR hat sich selbst ausgegrenzt

"...die Ausgrenzung der AfD [wird] von Mitgliedern und Wählern so empfunden, so wie man früher die Ausgrenzung in der ehemaligen DDR empfunden hat..."

Zum geschichtlichen Verständnis sollte man schon klarstellen, dass die DDR sich selbst früher aus- bzw. eingegrenzt hat. Verantwortlich waren dafür exakt solche autoritären Charaktere, wie sie heute in der AfD sitzen. Damals hatte diese Geisteshaltung ihre Heimat in der SED.

Zusatz

@ Werner Hartmann "Ich finde es schon interresant, das viele Westdeutsche im Osten Karriere gemacht haben, umgekehrt aber kaum. Höcke stammt aus Lünen (NRW), Kalbitz aus München."

Schonmal festgestellt, kann kein einziger Hochschulrektor (das betrifft auch die Unis im Osten) aus den neuen Bundesländern kommt? Ein Schlem, wer böses dabei denkt. Wer die Bildung kontrolliert, hat auch gleich den ganzen Rest...

@kleinermuck2012 - 10:33

"Wenn man dem Volk die richtige Bildung zukommen lässt, braucht es keine Medien, die ihm sagen was gut und böse ist."

Deshalb werden diese auch als erstes gleichgeschaltet, wenn die vermeintlich "richtigen" an der Macht sind.

Das heutige Deutschland als "DDR 2.0" wahrzunehmen ist schon nicht mehr mit mangelnder Bildung zu entschuldigen.

Ziggy Vincent

Danke für Ihren Beitrag.

Ich bin in den 50 er Jahren im Westen geboren und muss immer noch vor innerer Rührung weinen wenn ich die Bilder und Berichte von der Wende 1989 sehe, mit welcher freudigen Erwartung wir alle mitgefiebert haben und dann das unmögliche wahr wurde. Berlin wurde für mich zum Inbegriff dessen, was das unmögliche in der Welt möglich macht. Und das ist bei mir so geblieben. Für so manche Kommentare in den letzten Jahren die die neuen Bundesländer pauschal verachtend abgetan haben, habe ich mich fremd geschämt.

Rects-Links-Verständnis und die DDR

Rechts-Links-Symmetrie war schon immer die Erklärung der einfach Denkenden. Eher gilt: Wer über Jahrzehnte ein verzerrtes Bild einer vergangenen Gesellschaft aufbaut und pflegt, darf sich nicht wundern, dass die Falschen das Falsche zu ihrem Instrument machen.

Lichtbringer AfD

Die Leute tun mir ein wenig leid. Die AfD ist geschickt mir ihrem Schüren von Ängsten, immer mal wieder eine Überschreitung des Sagbaren, ein wenig die Geschichte verdrehen,
Höcke, als Wesi, die Wiedervereinigung mit erkämpft, Weidel und Meuthen als edle Wahlkämpfer-leider so edel wie die CDU damals-vor der BTW, mit Neonazis „trauernd“ marschieren:
Wenn‘s dann nicht passt, hat die „Lügenpresse“ es falsch interpretiert, übertrieben und es wird eh vom Staat (Altparteien) gesteuert.
Was dann letztlich nicht verwundert ist, dass die angebotenen Programme, landes- wie auch bundesweit, extreme Einschnitte im sozialen Bereich geraden für den überwiegenden Wähler dieser Partei beinhaltet.
Die Flüchtlinge können nicht länger herhalten, weil die Krise nunmehr vorbei ist. Da helfen irgendwann auch keine Falschdarstellung von „Migrationstätern“ mehr.
Bevor jetzt jemand Quellen fordert, im Parteiprogramm der AfD ist alles zu finden.

Und das was Herr Thierse sagt, ist einfach nur logisch

".. da die Folgen der letzten

".. da die Folgen der letzten Weltwirtschaftskrisen (2001, 2008) immer noch den Alltag prägen: Zinsen auf 0.."
.
Höhere Zinsen gibt es nur bei höherer Inflation. Da wollen viele die D-Mark wieder haben. Die hatte zu "besten" Zeiten 5% Zinsen bei 6% Inflation. Was daran besser ist, erschließt sich nur dem berühmten Milchmädchen ..

RE: Jayray um 11:53

***Scharenweise?***

Lt. Duden: "in großer Zahl"

Die Demoskopen sprechen von rund 20 % für die AfD in ihren Umfragen.

Gruß Hador

@ 10:38 berelsbub

Auf den Punkt gebracht.

11:55 von wie-

Theodor W. Adorno hatte 1967 völlig Recht.
.
auch mit der Äußerung Zitat :
"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten."

Zitat: Am 10. August 2019 um

Zitat:
Am 10. August 2019 um 10:59 von karwandler
re treualp1

" Deshalb zweifeln viele Menschen in Deutschland an dem ganzen "demokratischen System"

Und welches System hätten die am liebsten?

Zitat Ende
Genau das habe ich vor einigen Jahren mal einen Ex - DDR - Bürger gefragt. Gebildeter Mann Akademiker im Rentenalter.

Als Antwort bekam ich: "Am liebsten wäre mir ein guter König."

@krittkritt 10:54, Bestimmte Tabus haben ihren Sinn...

"...Besorgniserregend erscheint es mir schon, dass Einige das Gefühl haben, dass sie ihre Meinung besser nicht offen äußern können, ohne dass evtl. Nachteile entstehen..."

Insoweit es sich um Rechtsextremisten handelt, die sich Sorgen machen, wenn öffentlich formulierte Menschenverachtung auf zivile Gegenwehr stösst, kann ich die Funktionen bestimmter Tabus nur als gesellschaftlichen Fortschritt interpretieren.

Von diesen Fällen abgesehen erscheint mir die Behauptung, dass Menschen in gesellschaftlich relevanter Anzahl Angst davor haben, ihre eigene Meinung zu äussern, eher Selbstmitleid erheischendes Lamento denn reale Gefühlslage zu sein.

Am 10. August 2019 um 11:37 von paule2

"Na und?Westpolitiker der AfD solidarisieren sich mit dem Volk

Besser kann es doch gar nicht sein, die Sehnsucht der damaligen DDR-ler zu erfüllen. Und gerade weil sie aus dem Westen sind, sehen sie von Anbeginn beide Seiten der Medaille."

Nein, sehen sie nicht, da sie die DDR nicht wirklich erlebt haben sondern erst nach der Wende den Osten kennenlernten

"Die im Osten wollten die DM, ihnen wurde einfach ein viel wertloserer Euro ohne sie zu fragen angedreht."

"Die im Osten" haben die DM auch bekommen. Der EUR kam erst viel später.

Gruß von einem Ossi

AFD bekämpft nur die Freiheit und die Freiheit siegt

Wie groß wird der Beitrag von AFD und ihrer Wähler für die Entwicklung von Demokratie und Freiheit in Deutschland wohl werden?
Einfach minimal, sie bekunden es selber.
Also bitte keine falsche Furcht vor den Freiheitsbekämfern. Freiheit läßt sich auch von denen nicht einsperren - Schauspiellehrer hin oder her.

DDR Vergleiche

Natürlich ist die Bundesrepublik keine Diktatur. Sie ist aber auch keine freiheitliche Demokratie, sondern
eine Gelenkte. Björn Höcke hat aber zum Teil Recht. Ich würde behaupten die heutige Bundesrepublik ist eine Mischung aus 2/3 freiheitliche Demokratie und 1/3 DDR.

Am 10. August 2019 um 10:51

Am 10. August 2019 um 10:51 von Ziggy Vincent
Interessant find ich ja

Interessant find ich ja übrigens, was oft ein bisschen untergeht, dass die Afd eigentlich ausschließlich ältere Leute anspricht, bei der Generation U30, herrscht da eher Kopfschütteln.

nnnn

Ich weiß jetzt nicht warum sich junge Leute als Gewinner der Zukunft sehen sollten.
Die werden doch aufwachen, wenn sich die z.B Grünen mit ihren aberwitzigen Forderungen abgeschossen haben. Die AfD, das kann man hier wohl sagen, ist an dem aktuellen Niedergang Deutschlands und seines Systems nicht schuldig zu sprechen, mangels Machtposition.
Im Moment mag manche Partei für Hipp gehalten werden, wie das wird, wenn alle Lebens-Aussichten immer schlechter werden, steht auf einem amderen Blatt.

@blume 11:00, Die DDR hat sich für den Westen entschieden...

"Die DDR wurde durch Helmut Kohl von der BRD annektiert..."

Das ist nicht richtig. Die Menschen in der DDR haben in übergrosser Zahl im Rahmen freier Wahlen 1990 die Parteien gewählt, die eine westliche Lebensweise versprachen. Das "Volk der DDR" wurde also direkt gefragt! Schliesslich gab es bei den Wahlen sehr wohl Alternativen, die einen anderen Weg wünschten. Sie wurden schlicht nicht gewählt bzw. abgewählt, und zwar von den Menschen selbst. Diese Wahrheit sollten Sie zur Kenntnis nehmen.

PS: Verstehen Sie mich nicht falsch. Sowohl im Osten wie auch im Westen gibt es Regionen mit Strukturproblemen. Es liegt mir fern, diese klein zu reden. Das ist aber ein anderes Thema. Und zwar in Ost...UND West!

Analysen notwendig

Eine Studie des Allensbacher Instituts vom Mai (Welt Onlie 22.05.2019) fand heraus "Unter Freunden äußern sich lediglich 34 Prozent vorsichtig, in der Öffentlichkeit jedoch 58 Prozent." Das sollte zu denken geben, wenn sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr traut, sich öffentlich zu äußern. Aber anscheinend stört es keinen außer der AfD.

@Torsten Seel - 11:42

"Fast annähern jeden Tag wird hier über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, z. B. tagesschau.de über die AfD geschrieben. In den öffentlich rechtlichen Fernsehtalkshows sind deren Parteimitglieder aber im Verhältnis zu allen anderen Parteien an deren Wahlergebnis immer unterrepräsentiert im Vergleich zu allen anderen."

Wie hätten Sie es denn gerne?
Hier zu viel - in den Talkshows zu wenig.

Dass AfD-Politiker angefragt werden, aber dann wegen der Thematik nicht in einer Sendungen erscheinen wollen, ist doch nicht auszuschließen. Wenn es argumentativ eng wird kann es passieren, dass sie einfach aufstehen und die Sendung verlassen - so viel, zum sachlichen Dialog.

Und kein Sender der freien Medien ist verpflichtet, Höcke und Konsorten im Rahmen einer Sendung eine Plattform für ihre demagogischen Unwahrheiten zu bieten.

11:14 von Barthelmus Wenn

11:14 von Barthelmus
Wenn immer mehr Frauen wegziehen, erstarkt die AfD

---

Was lernen afdler daraus.

Frauen in der Politik müssen vermieden werden.

Denn Rassismus hat in einer dominierenden Männergruppe Chancen zu herrschen.

Unter Frauen ist Rassismus nicht ausgeprägt.

12:29 von tagtest

Das "Volk der DDR" wurde also direkt gefragt!
.
wo wurde das Volk gefragt ?
gab es ne Volksabstimmung ?
das war so direkt wie die Frage EU ja / nein
von verschiedenen Varianten ganz zu schweigen

Nachdenkenswert

Wenn u. a. Herr Höcke und Herr Gauland dieses Problem aufgreifen, auch wenn sie nicht aus den neuen Bundesländern stammen und die Wende nicht mit gestaltet haben, liegt es wohl auch an der Stimmung der Wähler im Osten. Wenn die AfD viel Wählerpotenzial im Osten bei älteren Menschen hat, dann doch wohl auch, weil diese in der DDR gelebt haben und sie jetzt authentisch diesen Vergleich anstellen.
Im Übrigen kann ich mich nicht erinnern, dass die Kritik hinsichtlich des "Abstammens" aus den alten Bundesländern und der Äußerungen zur Wende jemals z. B. bei Herrn Ramelow oder Herrn Riexinger eine Rolle gespielt hätten.

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