Ihre Meinung zu: Kritik an härteren Strafen für Seenotretter

6. August 2019 - 16:50 Uhr

Seenotretter können in Italien künftig noch härter bestraft werden - wenn sie unerlaubt in Hoheitsgewässer einlaufen. Dafür hagelt es Kritik vom Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der evangelischen Kirche in Italien.

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Kommentare

Höhere Strafen schienen auch notwendig ...

... zu schnell ging das beim letzten mal mit der Kapitänin Rackete: Im Nu waren Unsummen an Spendengeldern zusammen für Rechtskosten und sogar ein neues Schiff.
.
Will man diesem Treiben, das beinahe täglich Leben kostet tatsächlich Einhalt gebieten muss man auch die Strafen für gesetzwidriges Verhalten so ansetzen dass sie spürbar sind.

Die ganzen Seenotretter könnten mal selbst was machen...

... und schon vor dem Auslaufen erfragen, wohin sie mit den Leuten zurück fahren sollen und mehr, als nur die Überfahrt organisieren.

Ich finde diese Strafen richtig

Ich finde diese Strafen richtig und hoffe das die Schlepper künftig von Ihren illegalen Zutritt zur EU abgehalten werden?

Wenn die Schlepper Zutritt zu Italien bekommen

In der Presse wird immer reißerisch erwähnt das Schwangere, Kinder und Frauen vereinzelt an Bord wären. Bei den bisher in Italien angelegten Schlepperschiffen gingen dann aber zum weitaus überwiegenden Teil junge kräftige Männer von Bord die nicht in der deutschen Presse erwähnt werden. Diese wurden dann bisher innerhalb der EU aus aufnahmebereiten Länder "verteilt" und ich persönlich ärgerte mich jedesmal das Deutschland das jeweils größte Kontigent sich zuteilen ließ. Wir wissen doch mittlerweile das der überwiegende Teil kein Anspruch auf Asyl hat, wir diese Menschen aber dann so gut wie nicht abgeschoben bekommen. Ich finde das nicht richtig.

Die NGO-Schiffe ermöglichen erst das Schleppergeschäft!

Das Geschäft der Schlepper ist ohne die NGO-Schiffe gar nicht möglich.

Für viel Geld schicken Schlepper die Migranten mit seeuntauglichen (Schlauch)Booten an die libysche Küste, sobald sie ein NGO Schiff entdecken. Wenn es keine NGO Schiffe mehr vor libyens Küste mehr gibt, begeben sich dort auch keine Migranten mehr in Seenot, da in solchen Nussschalen keine Überfahrt nach Europa möglich ist.

Insofern verhindern diese Gesetze die NGO-Präsens vor Libyen und damit viele weitere Tote!

Der falsche Weg.

"Aus Seenot retten" ist so positiv besetzt, dass nachfragen nicht gut ankommt. Mir scheinen die Retter in einer Linie mit den Schleppern. Erst sie machen das Geschäft der Schlepper zum Erfolgsmodell. Der Weg vieler Flüchtenden beginnt in einem armen Land, weiter in ein Land in dem Bürgerkrieg herrscht und dann begibt man sich in Seenot.

um 17:53 von geselliger misa...

>>"Höhere Strafen schienen auch notwendig ...
... zu schnell ging das beim letzten mal mit der Kapitänin Rackete: Im Nu waren Unsummen an Spendengeldern zusammen für Rechtskosten und sogar ein neues Schiff.
.
Will man diesem Treiben, das beinahe täglich Leben kostet tatsächlich Einhalt gebieten muss man auch die Strafen für gesetzwidriges Verhalten so ansetzen dass sie spürbar sind."<<
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.
Es wäre nur gerecht gewesen wenn man diese Unsummen an Spendengeldern für die Folgekosten der betreffenden Migranten verwendet hätte, aber nein, dafür hat gefälligst die Allgemeinheit aufzukommen. Welch falsches Spiel.

Italien ähnelt immer mehr dem DDR-Regime

Da dürfte auch keiner an den Grenzseen und Flüsse Menschenleben retten.

18:10 von eine_anmerkung

Ja,ja, die bösen Schlepper. Dazu zählt offensichtlich auch die italienische Küstenwache. Es dürfte weltweit einmalig sein, dass ein durchgeknallter Innenminister einem eigenen Marineschiff verbietet, seinen Heimathafen anzulaufen, weil die Besatzung -böse,böse - Menschen aus Seenot gerettet hat. Das Verhalten der derzeitigen italienischen Regierung ist eine Schande!

17:53 von geselliger misa...

Zitat:"Im Nu waren Unsummen an Spendengeldern zusammen für Rechtskosten und sogar ein neues Schiff."
Das gibt mir Hoffnung! Nächstes Mal werde ich auch spenden.

Mordgeselle

Lebensretter zu bestrafen ist so gut wie Mord.
Die Blutgier hier im Forum ist widerlich.

Warum geht man nicht besser

Warum geht man nicht besser gegen die Schlepper vor?
Italien macht es richtig. Solange die "Hilfsschiffe" da sind werden die Menschen auf die seeuntüchtigen Boote gehen und hohe Summen an die Schlepper zahlen. In Küstennähe aufgegriffene sollte man direkt an die Küste zurückbringen. Vielleicht spricht es sich rum und keiner geht mehr für viel Geld auf ein Boot.

die evangelische Kirche in Italien

muss sich natürlich auch ins Gespräch bringen, sonst könnte man sie glatt vergessen;-)
Was spricht eigentlich dagegen, dass ein souveräner Staat seine Souveränität schützt? Und warum versuchen die NGO ständig wider besseren Wissens das zu unterlaufen? Provokation oder nur Demenz?

Das ist keine Seenotrettung,

und das sieht auch der größte Teil der Bürger so. Und genau deshalb ändert sich deren Wahlverhalten.

Widerwärtig!

Zur Zeit der Nürnberger Prozesse galt es noch als Kriegsverbrechen, Menschen in Seenot einfach ersaufen zu lassen; in Italien wird es jetzt zum Gesetz! Vielleicht sollte der Rest der Welt dann zukünftig auch einfach allen italienischen Seeleuten die Hilfe versagen, wenn sie welche brauchen! Aber offenbar fällt es ja auch genug Deutschen leicht zu sagen "Recht so!", solange die Leichen im Mittelmeer landen und nicht da, wo man sich mit ihnen auseinandersetzen muss!

re eine_anmerkung: Schlepper?

>>Ich finde diese Strafen richtig und hoffe das die Schlepper künftig von Ihren illegalen Zutritt zur EU abgehalten werden?<<

Sie finden es also richtig, dass das Aufnehmen und Retten von Menschen (!) auf hoher See als „Schlepperei“ bestraft werden soll?

Wirklich? Sind Sie sicher, dass Sie nicht selber Menschenschleppern auf den Leim gehen?

RE: eine_anmerkung

Und was ist ihre Lösung des Problems, die Menschen in ihren Nussschalen auf dem Mittelmeer umkommmen lassen ???

Gruß Hador

@ 17:56 Tada

Sie scheinen mit dem internationalen Seerecht noch weniger vertraut zu sein als Salvini. SeaWatch u. a. Schiffe retten Menschen aus Seenot (danke für die klaren Worte, UNHCR) - das muss man anscheinend immer wieder betonen gegen die Stimmungssmache, sie würden eine "Überfahrt organisieren". Nach internationalem Seerecht bringt ein Schiff aus Seenot gerettete Menschen in den nächstliegenden sicheren (!) Hafen. Für die europäischen Länder ist es eine Schande, dass sie einerseits keine koordinierte Flüchtlingspolitik organisiert bekommen wegen der Bremserstaaten Italien, Ungarn, Polen etc., und dass sie andererseits statt Menschenleben zu retten auf Abschottung setzen. Wer sich mit den Fluchtgeschichten von Menschen aus Afrika ein wenig befasst hat, der weiß, dass hier Menschen sich in windige hochseeuntaugliche Boote begeben, weil sie keine andere Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben haben. Salvini setzt aus fadenschenigen innenpolitischen Gründen auf das "Kriminalisierungsdekret".

Frage

Ich frage: werden diese Menschen gerettet oder werden diese Menschen geholfen Europa zu erreichen?
Es ist schon absurd um mit 100 Personen in einem Boot einzusteigen welche für nur 50 Personen geeignet ist.
Dies ist fragen um Schwierigkeiten.

Deutschlandtrend?

In einer representativen Studie vor einigen Wochen (ich glaube es war Focus, bin mir aber nicht mehr ganz sicher) wurde erhoben das zweidrittel aller Deutschen diese Migrationsweise (Schlepperschiffe) verurteilen und ablehnen. In einer Studie einer SPD-nahen Organisation vor so einem Dreiviertel Jahr wurde ermittelt das 54% der Deutschen eine negative Einstellung gegenüber Flüchtlinge haben. In meinem weiten Bekanntenkreis ist nicht ein einziger der dieses Schleppergeschäft gutheißt und das sind bei weitem nicht alles "Rechte", sondern konservative Bürger. Letzte Aussage (Bekanntenkreis) ist sicherlich nicht representativ, jedoch wie passen die beiden erstgenannten Erhebungen zum Deutschlandtrend?

Ich finde die neue Regelung auch richtig

Ein Land muß freie Entscheidung darüber haben, wer sein Land betritt und wer nicht. Das war immer so und ich sehe keinen Grund, dies zu ändern.
Wenn das nicht mehr gewährleistet ist, kann jeder in das Land seiner Wahl reisen und niemand kann ihn aufhalten.
Diese Vorstellung macht vielen Menschen Sorgen. Mit Recht, wie ich finde.

Für alle, die die notwenig

Für alle, die die notwenig auszubauende Seenotrettung leugnen, hier nur 3 Beispiele der letzten Wochen, dass Menschen ertrinken: tinyurl.com/y2fv2sud (ZEIT, 26.7.19); tinyurl.com/y4prq6ej (SZ, 5.7.19); tinyurl.com/y4on74yq (Tagesspiegel, 8.7.19), mit Informationen dazu, was die Fluchthintergründe sind und warum dringend mehr für Seenotrettung getan werden muss. Nicht nur Luxemburgs Außenminister Asselborn fordert darin eine neue EU-Seerettungsmission: „Es ist in der derzeitigen Kriegslage in Libyen unausweichlich, dass Menschen versuchen, über das Mittelmeer aus dem Land zu fliehen“. Aber natürlich ist es bequem, vom sicheren trockenen deutschen PC oder Laptop aus, all diese Hintergründe zu leugnen oder zu verdrängen.

eine_anmerkung

Genau meine Meinung - danke"

Stumpfe Ignoranz

Interessant wie sich so gut wie jeder Kommentar noch immer auf Thesen stützt die längst widerlegt sind. Kurze Zusammenfassung:
Es kommen unwesentlich weniger Menschen über die zentrale Mittelmeer Route wenn keine ngos vor Ort sind. Es sterben einfach mehr Menschen.
Schlepper verdienen Geld mit dem verbringen von Menschen von A nach B. Die ngos verdienen keinen Cent daran. Sie sind gemeinnützig.
Gesetzeswiedrig wäre es die Menschen nach Nordafrika zu bringen. (Wieso wird das eigentlich nur von den ngos gefordert nicht von den behördenschiffen? Ach ja. Wurde ein mal gemacht, hat großen Ärger wegen Bruch des Völkerrechts gegeben)
Wenn Sie hier Menschen das Recht auf körperliche Unversehrtheit durch Verhinderung von Rettung verweigern, kann ich Ihnen nicht mehr weiterhelfen außer Ihnen zu raten dann auch auf jegliche Menschenrechte zu verzichten. Das wäre wenigstens konsequent.

re 17:53 von geselliger misa..: Treiben?!

>>Will man diesem Treiben, das beinahe täglich Leben kostet tatsächlich Einhalt gebieten muss man auch die Strafen für gesetzwidriges Verhalten so ansetzen dass sie spürbar sind.<<

Das „Treiben“ im offenen Meer kostet täglich Hunderten von Menschen das Leben. Meinen Sie dieses „Treiben“?

Wegen diesem Treiben versuchen wenige Menschen, sehr wenige, zu wenige, diese Menschen unter großen Risiken zu retten.

Die Schlepper fahren übrigens wieder zurück, die wollen gar nicht nach Italien.

finde ich gut ...

Bisher tanzten doch die NGO's Italien auf der Nase herum und hielten sich nicht an die Gesetze. Von daher scheinen die höheren Strafen angebracht.

Die, die am lautesten kritisieren (UNHCR und evangelischen Kirche) sind Institutionen die letztlich nicht die finanzielle Last der Migranten tragen müssen. Obwohl die Kirche die finanziellen Mittel hätte. Die Kirchen helfen nur sehr punktuell, in Einzelfällen u. sehr befristet.

Tada

Ich erinnere nur daran, daß Häfen in Marokko und Libyen Hilfe angeboten hatten - das aber z.b. von Frau Rackete abgelehnt wurde!!

Es.gibt bestimmt auch viel Lob für diese Maßnahme

Wenn diese selbsternannten Retter niemals einen afrikanischen Hafen anfahren, dann ist der Verdacht gegeben, dass Flüchtlinge aus ideologischen Gründen nach Europa gebracht werden.

Wenn die privaten Retter ...

... ihr Schiff in Norwegen registriert haben, könnten sie die Flüchtlinge auch dorthin bringen.

Den nächstgelegenen sicheren Hafen laufen sie ja auch nicht an.

Evangelische Kirche in Italien

Die große Mehrheit der Italiener sind Katholiken. Demnach wäre es doch viel wichtiger zu erfahren, was die Katholische Kirche zu dem ganzen sagt.

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