Ihre Meinung zu: "Schwammstadt" gegen Starkregen

3. August 2019 - 16:36 Uhr

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller: Immer wieder treten solche Fälle nach Starkregen auf. Der Grund: zu viele versiegelte Flächen. Experten fordern ein Umdenken.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Versiegelung

das ist ein altbekanntes Problem. Allerdings wird dieses Problem durch die zunehmende Verbauung unserer Städte wegen der plötzlich aufgetretenen Wohnungsnot noch veschlimmert. Selbst die Grünen fordern derzeit Neubauten und Enteignungen von Grünflächen und Kleingärten obwohl diese Flächen der Versickerung dienen (ganz abgesehen vom Erholungswert und der CO2 Aufnahme) und widersprechen dabei sogar ihrem Parteiprogramm. Und, ich habe noch keine Stellungnahme von den Grünen zu diesem Widerspruch gehört. Es scheint als ob die unsere Umwelt ziemlich aus den Augen verlieren wenn andere politische Interessen vorhanden sind.

Es wäre höchste Zeit...

diesem Zupflasterungs-, Zuplattierungs- und Zuasphaltierungswahnsinn endlich ein Ende zu bereiten. Anstatt dem Regenwasser, auch in den Städten, die Möglichkeit zu geben zum Grundwasser zu gelangen, wird diese wertvolke Ressource "Wasser", seit Jahren, in aufwendige und kostspielige Kanäle geleitet... Womöglich geschieht dies ja nur deshalb, da sonst sone Art unterhaltungspflichtige Grünanlagen entstehen würden... Himmel die Berge, was das kostet diese Grünanlagen wiederum zu unterhalten... Ohja, wir sind schon verrügt, wir Menschen.

Kellerräume mit Rückstauklappen vor Überflutung zu schützen

gute Idee ! eine ausgezeichnete Idee
dann trifft es eben den nächsten oder übernächsten Keller
der bisher nicht bedroht war

Nichts neues...

Diese (vernünftige) Idee ist vom Grundprinzip her nicht neu. Schon vor etlichen Jahren wurde immer wieder mal von den Gefahren der Flächenversiegelung gewarnt.

Wenn man die aktuell im Bau befindlichen Städtebau-Projekte ansieht, dann muss man leider feststellen, dass trotz aller Ermahnungen von Experten und wider besseren Wissens munter genau so weitergemacht wird, wie bisher.

Ich erinnere nur daran, dass in den Medien vor nicht allzu langer Zeit berichtet wurde, dass Enteignungen von ungenutzten, also brach liegenden, nicht versiegelten Baugrundstücken vorgeschlagen wurden, dass einst grüne Hinterhöfe zwecks Wohnraumschaffung zu Baugrund wurden usw.

Persönlich befürchte ich, dass das Thema in ein paar Wochen sehr schnell wieder vergessen sein wird und beim nächsten Unwetterereignis ist dann wieder die Verwunderung groß...!

Hausbesitzer können etwas tun,

indem sie Regenwasserzisternen bauen und das Wasser für die WC-Spülung und den Garten verwenden. Wir sparen so seit 20 Jahren Wasser und Awassergebühren. Außerdem entlasten wir die Kanalisation. Also jeder Bauherr und Sanierer ist gefragt. Die Politik könnte das bei Altbauten mit Zuschüssen fördern.

Neue Ideen und Konzepte müssen her!

Es muss endlich in unglaublich vielen Punkten ein Umdenken geben.

1. Es kann nicht sein, dass Städte wie HH, B oder M mittlerweile so teuer sind, dass wer dort arbeitet dort nicht mehr leben kann. Dazu muss eine neue Kommunalreform her! Umliegende Städte und Gemeinden gehören eingemeindet, schlicht und einfach, um Bauland zu schaffen. Es ist absurd und ungerecht, dass eine Metropole zwar für den ÖPNV und die Strassen bezahlen darf, mit denen die Leute zur Arbeit kommen, dann aber auf die Steuereinnahmen einiger verzichten muss.

2. Wir müssen unsere Baukonzepte überdenken. Wie können wir nachhaltig, energetisch sinnvoll sowie ökologisch und sozial verträglich bauen, um möglichst viele bezahlbare Wohneinheiten zu schaffen?
Heisst: Wir können wir hoch bauen, ohne dass es teuer und unökologisch wird und ohne dass sämtliche Naherholungsgebiete und Parks dran glauben müssen?

3. Die Natur gehört nunmal dazu! Wer Häuser mit tiefliegenden Kellerfenstern baut, ist selbst schuld! Mitdenken!

„Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller: Immer wieder treten solche Fälle nach Starkregen auf. Der Grund: zu viele versiegelte Flächen >>> Experten fordern ein Umdenken“

Viel Zeit sollte man sich dabei nicht lassen: „Neu sind diese Vorschläge keineswegs“/
„Mit dem Klimawandel steigt das Risiko für extreme Niederschläge“.

Es wird also in Zukunft bestimmt nicht besser mit dem ständigen Wechselspiel von Hitzewellen/Dürren/Überflutungen.

„Zu den wichtigsten Strategien gehöre die "Schwammstadt" (...). Hinter diesem Begriff steht das Konzept, dass eine Stadt Regen dezentral (...)“
„Es brauche lokale Initiativen, bei denen alle Akteure an einem Tisch säßen, Bund und Länder sollten die Kommunen unterstützen (...)“

Abwarten dürfte in jedem Fall die teuerste Alternative sein und zugleich die, die Mensch und Umwelt am allerwenigsten entlastet:
„Mehr Grün- und Wasserflächen in Städten könnten zugleich die Temperaturen durch Verdunstungskühle senken und erhöhten insgesamt die Lebensqualität.

Wie wäre es, die Ursachen

Wie wäre es, die Ursachen statt der Symptome zu bekämpfen?
Will sagen, bevor man in den nächsten Jahren hunderte Millionen Euro für die Auswirkungen des Klimawandels ausgibt sollte man lieber JETZT so gut wie möglich gegensteuern. ZB mit einem rascheren Kohleausstieg.
Es ist ja nicht so, dass die Auswirkungen von selbst weniger werden, das Gegenteil ist der Fall!

Schwammstadt

Immer diese Besserwisser wir sind bereits 3 x überschwemmt worden jedes mal 1,80, letztes Jahr wieder verursacht durch Fehlplanungen unserer Stadtverwaltung. Wir haben einen kleinen schmalen Graben den die Stadt als Abwassergraben und Entwässerung für ein komplettes Neubaugebiet, 2 Regenüberlaufbecken und sehr viele Wiesen benutzt. Dann wurde eine Maßnahme gemacht, vor der alle Anwohner gewarnt haben weil es nichts bringt, wurde trotzdem gemacht und wir - 12 Häuser - hatten im Juni 2018 einen Schaden von ca. 450.000 € und dies kann bei jedem Starkregen und Gewitter wieder passieren. Alle haben ihre Häuser so weit es geht hochwassersicher gemacht auf eigene Kosten, aber alles können wir nicht absichern. Die Städte und Gemeinden können ja den Hals nicht voll bekommen, ständig neue Gewerbe- und Neubaugebiete, immer mehr Boden versiegeln, Kanalisation bleibt die gleiche, so kann es nicht gehen, aber das ist den Stadtplanern egal hauptsache es kommt Geld in die Kasse.

Schwammstadt

Immer diese Besserwisser wir sind bereits 3 x überschwemmt worden jedes mal 1,80, letztes Jahr wieder verursacht durch Fehlplanungen unserer Stadtverwaltung. Wir haben einen kleinen schmalen Graben den die Stadt als Abwassergraben und Entwässerung für ein komplettes Neubaugebiet, 2 Regenüberlaufbecken und sehr viele Wiesen benutzt. Dann wurde eine Maßnahme gemacht, vor der alle Anwohner gewarnt haben weil es nichts bringt, wurde trotzdem gemacht und wir - 12 Häuser - hatten im Juni 2018 einen Schaden von ca. 450.000 € und dies kann bei jedem Starkregen und Gewitter wieder passieren. Alle haben ihre Häuser so weit es geht hochwassersicher gemacht auf eigene Kosten, aber alles können wir nicht absichern. Die Städte und Gemeinden können ja den Hals nicht voll bekommen, ständig neue Gewerbe- und Neubaugebiete, immer mehr Boden versiegeln, Kanalisation bleibt die gleiche, so kann es nicht gehen, aber das ist den Stadtplanern egal hauptsache es kommt Geld in die Kasse.

Wobei....

.....man nicht vergessen darf, dass die Kommunen mit versiegelten Flächen auch ganz gut Kasse machen. Seit einiger Zeit ziehen hier städtische Mitarbeiter um die Häuser und fahnden sprichtwörtlich nach dem letzten Vogelhäuschen, das noch nicht an den Kanal angeschlossen ist. Wir haben unsere Einfahrt, Terrasse und Garagendach, von wo das Regenwasser bisher versickerte, an den Kanal anschließen müssen. Neben den Kosten für die neuen Leitungen hat sich unsere Niederschlagswasser-Gebühr mehr als verdoppelt. Angeblich aufgrund irgend eines neuen Landesgesetzes (NRW). Den meisten unserer Nachbarn ging es genauso, einer musste sogar noch eine teure Hebeanlage einbauen lassen. Soviel zum Thema.

Pläne schön und gut. Aber

Pläne schön und gut. Aber jetzt muss Geld in die Hand genommen werden. Die Auswirkungen der Klimakrise werden laufend stärker, nicht unbedingt kontinuierlich, zuweilen eher sprunghaft, aber über die Zeit wird es mit Sicherheit schlimmer. Daher müssen die menschlichen Siedlungen nun entsprechend angepasst werden. Und das ist teuer. Je länger man wartet mit Massnahmen gegen schädliche Emissionen und Anpassungsmassnahmen, umso teurer wirds. Auch hier gilt; "Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte."

Bisher nichts gelernt, denn das kostet Geld

Die letzten großen Hochwasser an Rhein, Mosel, Donau, Isar und Elbe liegen so weit zurück und damals hatte keiner von CO2 gesprochen. Mit der Erfindung des "menschengemachten" Klimawandels durch CO2 kann man diese Chimäre nun jederzeit angstmachend aus dem Ärmel ziehen.
Menschengemacht ist: Weiter zuasphaltieren, immer neuen Baugrund erschließen und der Natur rauben, Flüsse kanalisieren, denn Städte mit Bauten direkt am Fluß sind ja der Renner.
Das sind die neuen Sünden. Aber die alten zu korrigieren? Nö, da müßte man ja Zuviel planen und in Eigentumsrechte eingreifen. Was verbaut ist, ist nun mal verbaut. So bequem macht man es sich. Aber Vorschriften und Vorwürfe an den Bürger, das geht ganz schnell, um Verantwortung abzuwehren und abzulenken. Nicht nur Städte müssen begrünt werden, es muß vor allem aufgeforstet werden und Überlaufflächen für die Flüsse eingerichtet werden. So hätte man gleichzeitig einen Stausee als Wasserreservoir für trockene Zeiten.

Experten fordern die "Schwammstadt" ...

natürlich müssen wir uns umstellen, natürlich müssen Häuser und Siedlungen neuen Anforderungen gerecht werden, aber Häuser stehen lange und Umbauten sind oft teuer oder kompliziert - eigentlich dürfte keine Ansiedlung so groß sein (werden) das sie wirklich Probleme verursacht wir müssen endlich aufhören immer mehr zu werden und immer größere Ansprüche zu produzieren, erst dann produzieren wir auch weniger Problemlagen für uns und unsere Umwelt.

Klärgruben wurden abgeschafft

Voll funktionsfähige Klärgruben wurden durch Staatliche Regelungen abgeschafft . Klär und Regenwasser nach Reinigung in die Flüsse eingeleitet .Der restliche Dreck von den Flüssen ins Meer verbracht .Das Grundwasser wird nur durch Regenwasser versorgt welches durch unversiegelten Boden in die Erde einsickert . Die Kanalisation kann bei Starkregen diese Wassermassen nicht fassen .Hier helfen Staubecken wie diese beim Autobahnbau angeordnet werden .Wir müssen beim Wasser umdenken .Wasser ist unser höchstes Gut .

@michi1110

Was würde ein "Kohleausstieg ab morgen" denn aktuell zu dem Thema bringen wenn jetzt schon gegen die Folgen des verpassten "Kohleausstiegs 1950" was unternommen werden muss? Da ist was mit langer Vorlaufszeit auf allen Ebenen versiebt worden. Der Kipp-Punkt wurde erreicht, sozusagen..

Mitigation und Adaption

Lieber Michi1110,

"Wie wäre es, die Ursachen statt der Symptome zu bekämpfen?"

Das wird ja gemacht oder zumindest versucht. Natürlich müssen wir die Emissionen reduzieren. In der Wissenschaft heißt das Mitigation, d.h. Minderung, also möglichst eine Reduktion der Erwärmung.

Eine "Schwammstadt" ist eine Form der Adaption, d.h. Anpassung an das, was nicht mehr vermeidbar ist.
Man braucht immer beides - Mitigation und Adaption - das lässt sich nicht gegeneinander ausspielen.

Und übrigens: Mehr Wohnraum bei weniger Versiegelung kann auch bedeuten, mehr in die Höhe bauen zu müssen.

RE 19:13 von Michi1110

"Will sagen, bevor man in den nächsten Jahren hunderte Millionen Euro für die Auswirkungen des Klimawandels ausgibt sollte man lieber JETZT so gut wie möglich gegensteuern. ZB mit einem rascheren Kohleausstieg."
Was hat der Kohleausstieg mit dem Starkregen zu tun? Wenn wir aussteigen verschrotten Indien,China und Pakistan ihre hunderte von Meilern die gerade im Bau sind weil die auch glauben das der Starkregen vom Klimawandel kommt?
Wir sollte z.B. das Kohlekraftwerk Datteln 4 schnellsten ans Netz bekommen damit ältere Kraftwerke ausgeschaltet werden können.

Na toll oder nicht

war es nicht erst die Politik und die Kommunen die jedes Loch ,jedes freies Stück Erde zu betonieren,so enge das der eine nachbar dem anderen den Reller rüberreichen kann.
Ich staune nur das es da kein Wort von den Grünen gibt die sich ja als Heils Armee des Klimaschutzes aufspielen,frage mich wo, denn wurde schon vor jahre gesagt wir müssen Flächen für den Luftaustausch lassen aber nein alles wird zu betoniert wir brauchen ja schnell wohnung bei über 1 Million neuer Leute .
Aber gegen alles wettern was ihnen nach Auto ,Flugzeug und sonstwas noch gibt.
Staune das sie die Kreuzfahrschiffe nicht im Blickfeld haben,denn 2 Schiffe machen soviel Abgase wie der gesamte Autoverkehr im Jahr ,achso habe vergessen die Grünen sind ja gerne unterwegs mit Fliegern und Kreuzfahrtschiffen, okay ist nicht von mir wurde vorige Woche in der zeitung veröffentlicht.

Ich glaube nicht, daß ein

Ich glaube nicht, daß ein sofortiger Kohleausstieg irgendetwas bringen würde. Außer Kosten wird da nichts produziert. Greta würde sich vermutlich freuen, aber das wäre mir nicht das wichtigste.
Die innerdeutschen Flüge sollten minimiert werden. So sollten beispielsweise Politiker per Bahn fahren müssen, oder die Flüge selber privat bezahlen müssen.

Ich werde in Zukunft meinem eigenen Strom mit PV erzeugen. Ein kleines Windrad kommt noch dazu. 10m hoch 3m Flügeldurchmesser sind frei. Dazu kommen noch LiFePo4 Akkus. Unseren eigenen Strom dafür wird es reichen incl. Elektroautos.

Darstellung: