Ihre Meinung zu: Hongkong: Anklage wegen Aufruhrs - und neue Gewalt

31. Juli 2019 - 9:00 Uhr

In Hongkong sind erstmals mehr als 40 Demonstranten wegen Aufruhrs angeklagt worden. Dies sorgte für neue Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten. Mehrere Menschen wurden zudem mit Feuerwerk beschossen und verletzt.

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Kommentare

Es ist dosch schön, dass in

Es ist dosch schön, dass in der heutigen Zeit diese ganzen Dinge gemeldet werden und so für ein internationales Echo sorgen. Das wäre vor 20 Jahren noch nicht in dem Ausmaß möglich gewesen.
Ich persönlich bin der Überzeugung, dass sich die Demokratie auch in China durchsetzen wird. Vielleicht erst in 30 oder 50 Jahren.
Aber irgendwann wird keine Regierung mehr der eigenen Bevölkerung Rechte und Privilegien entziehen können, die es sonst in immer mehr anderen Ländern gibt.. dem Informationsaustausch sei Dank.

Und der Westen schweigt.

Zunehmend entwickelt sich dieser Streit von Studenten und Jüngeren gegen ein undemokratisches Hong Kong Regime in einem Kampf um Recht und Freiheit gegen Peking. Erstaunlich wie schweigend und abwartend der Westen auch Amerika, Wegbereiter der Demokratie, diesen ungleichen Kampf hinnimmt.

Bewunderung

Bewunderung habe ich für die Hartnäckigkeit der Demonstranten.
Die Hoffnung besteht, daß Bildung und vernetztes Agieren doch einiges bewirken könnte .
Und wenn auch nur zukünftige Entscheidungen in Hong Kong seinem Volk oder Bewohnern dienen sollten .

09:20 von friedrich peter...

.. und der Westen schweigt
.
ist das nicht immer so gewesen ?
man reißt die Klappe dort auf, wo einem nichts passiert

meine Meinung:

Es gab Gewalt und Vandalismus. Die verurachten Schäden waren erheblich und völlig unsinnig für die Durchsetzung der Rücknahme des bestreikten Gesetzentwurfes. Dem nachzugehen ist sogar die Pflicht eines Staates, der für die Sicherheit Verantwortung trägt.
In Deutschland werden solche Straftaten auch verfolgt.

Bericht aus Hongkong

Aus der South China Morning Post ("freie Presse" aus Hongkong):

A 22-year-old university graduate who called himself MC Chan said: "Charging 44 people with rioting will not make me protest less.
“But I think it's reasonable to reduce the intensity of actions ... We have caught the whole world's attention and demonstrated our resolve. It's unnecessary to stage more violent acts for this purpose.”

Was der junge Mann also sagt, ist, dass gewalttägige Aktionen absichtlich ausgeführt wurden, um die Aufmerksamkeit der Welt zu ergattern. Und genau so ist es ja, wenn man das Ganze unvoreingenommen beobachtet. Es geht vordergründig um ein Gesetz, das durchaus sinnvoll ist. Ein nichtiger Anlass, aber eben ein Anlass. Der "National Endowment for Democracy" aus den USA, extra für solche Dinge gegründet (damit die Regierung nicht direkt eingreifen muss) ist hier definitiv involviert. Und es geht nicht um Inhalte, sondern um eine Destabilisierung Chinas.

Hongkong wird nur an Bedeutung verlieren!

10.14 Sisyphos3 - Der Westen schweigt.

Danke für ihren Kommentar. Wenn der Dollar rollt werden aus Kapitalisten sogar Kommunisten.

Wie lange dauert es wohl noch,

...bis die Stadtregierung "eine befreundete Macht" zur Hilfe gegen einen "von außen inszenierten konterrevolutionären Putschversuch (Zitat vom 17.Juni 1953, DDR)" herbeirufen wird?
Morgen Hongkong, übermorgen wird Taiwan fällig. Und der Westen schaut zu, um die billigen Produktionsstätten nicht zu gefähren.

10:43 von Corax

"Was der junge Mann also sagt, ist, dass gewalttägige Aktionen absichtlich ausgeführt wurden, um die Aufmerksamkeit der Welt zu ergattern."

Nein, das sagt er nicht. Er grenzt sich lediglich gegen andere ab, die der Ansicht sein mögen, dass unter Gewaltanwendung zusätztliche Aufmerksamkeit generiert werden kann.

" Es geht vordergründig um ein Gesetz, das durchaus sinnvoll ist. "

Sie meinen das Auslieferungsgesetz? China ist, wie Sie wissen dürften, kein Rechtsstaat nach unseren Maßstäben. Die Befürchtung, dass manche Einwohner von Hongkong ihrer Freiheit nicht mehr sicher sind, wenn sie ausgeliefert und in der Volksrepublik verurteilt werden können, ist plausibel.

"Und es geht nicht um Inhalte, sondern um eine Destabilisierung Chinas."

Es ist nichts Neues, dass China sich zunehmend in Hongkonger Verhältnisse einmischt. Und das wollen Sie jetzt in einen Angriff auf China umdeuten? Ein eindrucksvoller Taschenspielertrick. Alles sehr unvoreingenommen.

Claudia Bauer meint ....

China wird sich das Chaos in Honkong nicht mehr lange tatenlos anschauen. Die Unruhestfter haben wohl vergessen das Honkong in nicht allzuferner Zeit sich den Gesetzen Chinas unterordnen muß. Die derzeitige Situation in Hokong könnte diesen Prozess imens beschleunigen. Aber scheinbar möchten das die Krawallmacher in Honkong.

@Corax

Richtig. Fragwürdig ist auch wo das ganze "Material" (gleiche Helme, Gasmasken echt.) plötzlich herkommt und wer das finanziert! Vermummte Gewalttäter werden weltweit wesentlich härter angegangen als man dort sieht. I D wäre das Landfriedensbruch. Versucht Mal in USA oder F das Parlament zu stürmen! Aber hier geht's ja nur um China. HK ist Teil Chinas und heute bei weitem demokratischer als unter GBs Herrschaft. Einfach Mal kundig machen. Straftäter können gar nicht deportiert werden im eigenen Land. Alles big Propaganda. Das HK langsam China angeglichen wird dürfte klar sein. Es gehört ja dazu. Also Ball flach halten. Was sind schon ein paar zehntausend gegen 7 Mio. Einwohner. Nichts!

Zur Schau gestelltes Unrecht

„Den Demonstranten wird vorgeworfen, randaliert und sich an einem "Aufruhr" beteiligt zu haben. Es ist das erste Mal, dass die Justiz diesen Straftatbestand anwendet“

Wenn auch wohl aller Voraussicht nach leider nicht das letzte, dann hoffentlich wenigstens eins der letzten.

Aber das hängt von uns allen - der zivilisierten (d.h. friedliebenden) globalen Bürgergesellschaft - selbst ab.

Erstens

gehört Hongkong zu China - auch mit Sonderregelungen, die 2047 auslaufen
2.ist die angestrebte gesetzliche Regelung durchaus sinnvoll. Sonst würde sich Hongkong zum Sammelpunkt von Kriminellen entwickeln. 3.
war Hongkong unter britischer Herrschaft eine Diktatur.
4.entscheidet jedes Land über seine Regierungsform selbst. So auch China. Kein Land ist verpflichtet, eine parlamentarische Demokratie als Regierungsform einzuführen. So auch nicht China und damit auch nicht Hongkong.

Am 31. Juli 2019 um 10:43 von Corax

Zitat:
"...Hongkong wird nur an Bedeutung verlieren!..."

Ihr aussagekräftiger Beitrag bringt es auf dem Punkt und sollte zum Nachdenken anregen.

Ich schließe mich ebenfalls an

Ich möchte mich ebenfalls dem sehr intelligenten Beitrag von Corax anschließen.

Am 31. Juli 2019 um 09:20 von friedrich peter...

Zitat:
"...Zunehmend entwickelt sich dieser Streit von Studenten und Jüngeren gegen ein undemokratisches Hong Kong Regime in einem Kampf um Recht und Freiheit gegen Peking..."

Erst ein kleiner Anstoß für Demos und dann wird es ein Kampf gegen die Staatsordnung, woher ich wohl eine solche Taktik kenne?

Wer ernsthaft glaubt,

daß China Honkong einen Sonderstatus gewährt, ist einfach nur naiv. Wie soll das riesige Kern- China dies seinen 2 Milliarden Einwohnern erklären. Honkong ist jetzt China, ohne wenn und aber.

Puppentheater

Die Marionette, die Hongkong regiert, ist doch angewiesen worden, das Gesetz nicht zurückzunehmen, oder? Die Gewaltproteste helfen China nur, geben ihnen einen schönen Anlass. Nur wird die Zeit zeigen, daß sich Peking täuscht. Man glaubt dort, schlau vorzugehen und kennt dort nur ein Prinzip, das der Erpressung. So glaubt man die Macht zu retten. Aber Druck erzeugt Gegendruck und hier bereitet sich die nächste große Weltwirtschaftskrise vor. Eines Tages wird der Vielvölkerstaat China genauso zerbrechen wie andere zuvor, Persien, Rom, Spanien, das Commonwealth, Habsburg, Jugoslawien, die Sowjetunion. Das Chinesische ist das größte existierende Unrechtregime der Welt und die Uhr tickt. Sie tickt in Richtung Taiwan...

@alsowasjetzt

Der Vielvölkerstaat China wird zerbrechen?
Den gibt es doch schon über 4000 Jahre!
Also, vom Zusammenbruch keine Spur.
China rückt wieder in das Zentrum der Welt und wird diese maßgeblich bestimmen. Das Zeitalter Europas und der USA als bestimmende Mächte ist - Gott sei Dank - vorbei.

Honkong:Anklage wegen Aufruhr-und neue Gewalt...

Dazu gehören auch die Ausschreitungen gegen Händler vom chinesischen Festland.
Und inzwischen traf sich Außenminister Pompeo(8.Juli) mit dem Hongkonger Medienmogul Jimmy Lai.
Was soll da laufen ?

Am 31. Juli 2019 um 12:50 von alsowasjetzt

Zitat:
"... Eines Tages wird der Vielvölkerstaat China genauso zerbrechen wie andere zuvor, Persien, Rom, Spanien, das Commonwealth, Habsburg, Jugoslawien, die Sowjetunion..."

Je gründlicher ich mich mit Geschichte beschäftige, umso klarer wird mir, wie wenig die Menschheit sich verändert hat. Es gibt keine neuen Skripte, nur andere Schauspieler.

Hongkong gehört nunmal zu China

Nein, China wird auch nicht an Hongkong zerbrechen. Im übrigen genießen chinesische Staatsbürger die gleiche Freiheit ihr Land zu verlassen, wie Deutsche, wenn ihnen die Politik im eigenen Land nicht zusagt, oder?!
Viele Chinesen arbeiten, studieren, leben fast überall auf der Welt, auch in demokratischen "Systemen". Mir ist nicht bekannt, dass die Regierung in Beijing darin je eine Gefahr für ihr Land gesehen hätte.
Wer auf Chinesen im Ausland oder in China selbst trifft, erlebt einen angenehmen Patriotismus. Nicht getrieben von Großmacht-Sucht durch militärische Expansion. Die meisten Chinesen teilen die Politik ihrer Regierung des zunehmenden Wohlstands und des Fortschritts. Dem Ausbau von Handel und wirtschaftlicher Zusammenarbeit.
Hier in Deutschland sind wir doch sonst immer so tolerant gegenüber jedweder Kultur, Religion, sexuellen Ausrichtungen allermöglichen Minderheiten.
Aber anderen Nationen vorschreiben wollen wo hier der "demokratische Hammer" hängt!

Am 31. Juli 2019 um 13:07 von Bigbirl

Zitat:
"...@alsowasjetzt
Der Vielvölkerstaat China wird zerbrechen?
Den gibt es doch schon über 4000 Jahre!..."
Fazit ist, vom Zusammenbruch keine Spur, ob man es wahrhaben will oder auch nicht.

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