Kommentare

Gut: Im Inland gehen wir gegen NS-Auswüchse vor.

Schlecht: Im Ausland dulden wir sie.
Historisch war das sogar bei Mercedes der Fall, als es um NS-Verbindungen in Argentinien ging.

Heute akzeptieren wir Nazi-Symbole, wenn sie weit genug weg in der Ukraine Verwendung finden, wie kürzlich eine Hakenkreuz an der ostukrainischen Grenze.

Da haben sich wohl welche verirrt!

Der Kübelwagen wurde doch von VW gebaut!

14:31, krittkritt

>>Gut: Im Inland gehen wir gegen NS-Auswüchse vor.
Schlecht: Im Ausland dulden wir sie.
Historisch war das sogar bei Mercedes der Fall, als es um NS-Verbindungen in Argentinien ging.

Heute akzeptieren wir Nazi-Symbole, wenn sie weit genug weg in der Ukraine Verwendung finden, wie kürzlich eine Hakenkreuz an der ostukrainischen Grenze.<<

Klasse, wie Sie immer die Kurve zum Thema Ukraine/Russland kriegen.

Welche Möglichkeiten haben "wir" eigentlich, Nazisymbole im Rest der Welt nicht zu akzeptieren?

Die gewiss kein Alleinstellungsmerkmal der Ukraine sind.

Es gibt in Putins Russland ja auch immer wieder Demonstrationen Rechtsradikaler, bei denen Hakenkreuze mitgeführt werden. In der hiesigen Presse liest man darüber nicht viel, da diese Demonstrationen nicht verboten und zusammengeknüppelt werden.

Sie glauben mir nicht?

Dann geben Sie doch mal "Hakenkreuze Russland" ein.

So, und jetzt kehren wir zum Thema "Daimler Nazi Postings" zurück.

Einverstanden?

14:31 von krittkritt

Zitat:"Heute akzeptieren wir Nazi-Symbole, wenn sie weit genug weg in der Ukraine Verwendung finden, wie kürzlich eine Hakenkreuz an der ostukrainischen Grenze."

Was hat denn das mit dem Artikel zu tun? Im Übrigen endet die deutsche Gesetzgebung und Rechtsprechung an der Staatsgrenze, ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, dass "wir" so etwas in der Ukraine akzeptieren.

Linke oder rechte Gewerkschaften ....

... sind ja schon ein Unding an sich.

Gewerkschaften haben politisch neutral zu sein und die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten - sonst nichts. So wie es GDL und Cockpit auch erfolgreich tun.

Niemand hat den Gewerkschaften ein allgemeinpolitisches Mandat gegeben. Da hilft es auch nicht, dass sich die DGB Gewerkschaften als SPD Anhängsel fühlen und die neoliberale Agenda 2010 gegen die Interessen ihrer Mitglieder und aller Arbeitnehmer mitgetragen haben.

Durch solch ein Verhalten wenden sich die Menschen von diesen Gruppierungen ab und wenden sich anderen zu, die Ihnen die Wahrnehmung ihrer Interessen versprechen.

Die Grenze überschritten

Mit dem Eindringen von Neo-Nazis in die Automobilindustrie ist eine, ja die Grenze überschritten worden, der Rubikon.
Die eher pragmatisch-liberalen Kräfte der dortigen Arbeitnehmer, die vorher dominierten und dies zum Wohle der Betriebe und des Landes, werden zunehmend von rechten Kräften bedrängt. Mit dem Einbruch in die technologisch führenden Schlüsselzweige der Deutschen Industrie bedroht zum erstenmal der Rechtsextremismus die Wirtschaft dieses Landes. Durch Verschwörungstheorien gegen Muslimische Anteilseigner, Juden und andere sickert auf gefährliche und üble Weise der Haß in die Unternehmen ein.
Hier sollten die Arbeitsgerichte das Wohl des Volkes im Blick haben und bei fristlosen und außerordentlichen Kündigungen wegen Störung des Betriebsfriedens auf Seiten der Arbeitgeber stehen. Nie wieder eine KdF-Mentalität in der Deutschen Automobilindustrie, nie wieder! Die Kollegen in der Autoindustrie sollten einig sein: Niemals wieder!

Widersprüchlich

Der Antwortspot der Gewerkschaft, in dem die Gewerkschaft/Gekündigten die Vorwürfe abstreiten ist Hass- und Nazipropaganda? Im Artikel steht doch, dass eben jene Sachen gerade abgestritten werden. Was stimmt denn nun?

Nur weil die Rechtsextremen ihr Feindbild so sehr pflegen müssen es alle anderen nicht auch noch tun!

Achja, Peter Meffert, nur weil der Staatsbereich an den Grenzen aufhört heißt es ja nicht, sich nicht gegen eine Verwendung von Nazisymbolik auch im Ausland einzusetzen. Nur weil es in Deutschland vor allem das Hakenkreuz ist, dass verboten ist, müssen die Befindlichkeiten in anderen Ländern nicht gleich sein. Schlimmer zum Beispiel ist die Schutzstaffel-Symbolik, die gerade in Mittel-und Osteuropa für viel Gräuel und Leid steht. Für die Amis ist nicht die SS oder die Nazi-Symbolik so schlimm sondern die deutschen U-Boote, weil die so viele Zivilisten abgeschossen haben. Geschichtsbewusstsein heißt, die Unterschiede zu kennen und zu würdigen.

@krittkritt

"Heute akzeptieren wir Nazi-Symbole, wenn sie weit genug weg in der Ukraine Verwendung finden, wie kürzlich eine Hakenkreuz an der ostukrainischen Grenze."

'Wir' akzeptieren Nazisymbole?
Abgesehen davon dass es mit Daimler nichts zu tun hat, sie beziehen sich auf ein ZDF Sendung von 2014. Was soll daran 'kürzlich' sein?
Weil in der Sendung ukrainische Milizen mit Nazi-Symbolen gezeigt wurden, wurde das ZDF angezeigt wegen Verbreitung von verbotenen Symbolen. (tagesspiegel.de)
Weil ein Journalist die Wirklichkeit zeigt machen sie in Fortführung der Anzeige gleich noch die Zuschauer zu Nazi unterstützenden Tätern?

Es wird in der Ukraine und anderswo nicht geschätzt werden, wenn aus Deutschland dort die Anwendung deutscher Gesetze eingefordert wird.
Erinnert fatal an Vorgaben von arischen Herrenmenschen gegenüber östlichen Untermenschen.

Wenn Sie nicht "akzeptieren" wollen? Was dann? Sanktionen gegen Ukraine? Demos?Reiseverbote? Bundeswehr Auslandseinsatz?

16:03, Einfach Unglaublich

>>Gewerkschaften haben politisch neutral zu sein und die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten - sonst nichts.<<

Sie erkennen den eingebauten Widerspruch in Ihrer Forderung gar nicht?

>>Niemand hat den Gewerkschaften ein allgemeinpolitisches Mandat gegeben.<<

Dieses Mandat musste ihnen niemand geben, das nahmen sie sich frecherweise einfach. Hätten die Gewerkschaften nur das genommen, was man ihnen gnädigerweise geben wollte, dann wären sie wirkungslos geblieben.

>>Da hilft es auch nicht, dass sich die DGB Gewerkschaften als SPD Anhängsel fühlen und die neoliberale Agenda 2010 gegen die Interessen ihrer Mitglieder und aller Arbeitnehmer mitgetragen haben.<<

Die Gewerkschaften waren immer ein Teil der Arbeiterbewegung und damit allgemeinpolitisch. Daß sie in der Bundesrepublik unter Ludwig Erhard in die sogenannte Sozialpartnerschaft eingebunden wurden, woraus ihr durchaus kritikwürdiges Verhalten, das sie ansprechen, resultierte, ist eine anderes Thema.

@ 14:31 von krittkritt

"Gut: Im Inland gehen wir gegen NS-Auswüchse vor.
Schlecht: Im Ausland dulden wir sie."
.
Und?
Sollen wir uns jetzt bei Putin beschweren, weil wir da ein Copyright drauf haben?
Weder das Hakenkreuz noch der Hitlergruß ist in Russland strafbar. Orden, Symbole, etc. können Sie dort frei kaufen. Man hat mich mal gefragt, ob ich ein Original von "Mein Kampf" hätte. Wahlweise 400€ oder eine Kalaschnikov.
In den USA sind Symbole aus dem Nationalsozialismus von der in der Verfassung festgeschriebenen Rede- und Meinungsfreiheit gedeckt.
Was sollen wir jetzt machen?
Vor der UN verklagen?

Unterschied, ob in der offiziellen Armee Hakenkreuze, Wolfsangel

etc. verwendet werden oder ob eine Nazigruppierung, die es wohl tatsächlich in fast allen Ländern gibt, eine Demo veranstaltet.

In der Ukraine ist ja ein zeitweise mit den Nazis verbundener Massenmörder rehabilitiert worden.

Und ich glaube, dass die Bundesregierung glaubwürdiger wäre, wenn sie, in welcher Form auch immer, sich als Anwalt der NS-Gegner zeigen würde.
Die langjährige Kungelei mit den südamerikanischen Nazis fiel uns auch später auf die Füße. Die Prozesse mit evtl. Schadenersatzansprüchen gegen Mercedes sind noch nicht abgeschlossen.

16:03 von Einfach Unglaublich ..Niemand hat den

Solche eine völlig realitätsabstinente Wahrnehmung gewerkschaftlicher Arbeit ist ja lange nicht mehr unters Volk getragen worden - rechte-, linke-, christliche Gewerkschaften hat es (nein, vermutlich hat es selten etwas so blödsinniges, wie eine rechte Gewerkschaft gegeben, das bleibt auch jetzt noch eine krude verquere Gedankenkonstruktion.) Eine Gewerkschaft hat Arbeitnehmerinteressen wahrzunehmen, wie man das abseits jeglichen Klasseninteresses tun wollen könnte bleibt schleierhaft.
Ich benutze den Hinweis ungern, aber das mit dem Klassenkampf von oben ist eine bekannte Größe, wer einer klassenorientierten Arbeiterorganisation also die Berechtigung abspricht, der will entweder die Zementierung der Unterdrückung durch das Kapital oder er hat einfach gar nichts verstanden.

Schweigende Mehrheit...?

Der ts-Beitrag benennt doch die Realitäten...
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"In dieser Massivität hat es mich definitiv überrascht. Ich meine, dass es diese Aussagen, diese Bilder, diese ganzen Inszenierungen gibt, das wissen wir. So realistisch sind wir alle miteinander. Aber dass es so massiv hier im Betrieb zugeht, das war schon extrem überraschend", sagte Roland Schäfer, stellvertretender IG Metall-Betriebsratsvorsitzender von Untertürkheim."
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Konnte / durfte er erwas anderes sagen..? Fakt ist, daß es sich bei der erwähnten Minigewerkschaft um eine laute Minderheit handelt... Aber - wie mag das bei der schweigenden Mehrheit sein...?

@ um 15:56 von fathaland slim

Wir haben keine Möglichkeit Hackenkreuze im Ausland zu verhindern. Das ist richtig.
Aber wir hätten die Möglichkeit, die Träger solcher Nazisymbole im Ausland nicht zu unterstützen, wie es in der Ukraine passiert.
Es ist ja schon schlimm genug, dass solche Menschen in der BRD jahrelang vom Verfassungsschutz finanziell gefördert wurden, wie eine ZDF - Doku gezeigt hat.
Wenn man weiß, woher der Verfassungsschutz kommt, ist das kein Wunder. Beschämend aber ist beides allemal für jeden anständigen Menschen. Vor allem in der BRD!

Rechte Gewerkschaften...

...das es so etwas einmal geben würde!?!

Auch wenn es von manchen Mitforisten hier in Frage gestellt wird: Selbstverständlich stehen die traditionellen Gewerkschaften als Arbeitnehmervertretungen überwiegend tendenziell eher links, man könnte auch sagen: der vor-Schröder-SPD nahe.

Das Hauptproblem dieser im TS-Artikel behandelten Thematik aber ist: "Das Netzwerk der Neuen Rechten" infiltriert mittlerweile fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens, von Politik (AfD), Gewerkschaften (wie die im Artikel genannte) bis hin zu Vereinen (neben den ohnehin meist 'rechten' Burschenschaften' auch Heimat-/Schützenvereine) und Internetforen (Stichwort 'Shitstorm').

Au Backe Deutschland, wenn wir nicht ganz doll aufpassen, färbt sich unsere Demokratie von der Basis her immer brauner ein!

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