Ihre Meinung zu: Frankfurt: Mordermittlungen nach Gleis-Attacke

30. Juli 2019 - 11:52 Uhr

Nach der Gewalttat vom Frankfurter Hauptbahnhof ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes. Der Tatverdächtige aus Eritrea sei 40 Jahre alt und lebe in der Schweiz. Ihm droht lebenslange Haft.

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Kommentare

Einen kompletten Schutz wird

Einen kompletten Schutz wird es nie geben!
Auch nicht durch Fahrscheinkontrollen, das ist Blödsinn! Das verhindert vielleicht, dass Irre mit einer Axt in einen Zug einsteigen können.
Was soll alles kontrolliert werden? Jede S-Bahn-Haltestelle, jeder Bahnhof, jede U-Bahn, Straßenbahn......
Überall Schranken, Glaswände, Kontrollpunkte bauen?
Noch ein Grund weniger Bahn zu fahren!
Ich halte auf Bahnsteigen grundsätzlich Abstand zum Gleis (rafft meine Frau nicht, die ist die Drängelei und den Kampf beim Einsteigen aus Russland gewohnt und würde am liebsten an der Kante stehen).
Ich halte Abstand zu mir verdächtigen Personen. Mindestens die berühmte Armlänge, eher mehr. Und hab nicht gerne irgendwelche Jugendbanden hinter mir stehen.
Mehr geht nicht!

Sofort kam rechte Hetze...

gegen Frau Dr.Merkels Asylpolitik in den sogenannten sozialen Medien. Tatsächlich lebt der Mann schon über einem Jahrzehnt in der Schweiz und hat nicht das geringste damit zu tun.

Das Motiv bleibt ein Mysterium, könnte aber im Zusamenhang mit den Schüssen eines rechten Attentäters auf einen Eritreer stehen.

Wieso fehlt die Stellungnahme der AfD im Artikel?

CSU, CDU und SPD Politiker werden im Artikel zitiert.
Warum wird keine Stellungnahme der AfD zu der Gleis Attacke veröffentlicht?

Presse trägt Mitschuld

Teile der Presse tragen durch ihre reißerische Berichterstattung bei nur bestimmten Todesarten eine Mitschuld. In allen Details und stets an erster Stelle wird über diese gute Quoten bringenden Toten „berichtet“. Nachahmungstäter werden geradezu eingeladen. Leider ist die Tagesschau immer ganz vorne dabei, wenn es spektakuläre Tote geht. Ich habe es noch nie erlebt, dass das Kind, dass bei Grün überrollt wird, die erste Stelle kommt. Dabei gibt es alleine 3500 Verkehrstote pro Jahr, also 9 pro Tag. Was wird über diese Opfer berichtet ?
Nichts, der Unterhaltungswert wird als zu gering betrachtet. So bleiben z.B. Maßnahmen gegen verfunfallte Kinder einfach undiskutiert, obwohl es hier um hunderte geht.

Sicherheitsvorkehrungen

sind schon prinzipiell möglich, wenn man sich Nahverkehrsbahnhöfe in asiatischen Metropolen ansieht (zB Taipei oder Singapore). Die Geleise sind vom Bahnsteig durch etwa mannshohe Glaswände getrennt und haben Türen, welche sich erst öffnen, nachdem der Zug eingefahren ist und (punktgenau) steht.

Ob das bei der Vielzahl von Zugtypen in Deutschland und der notwendigen Umrüstung auf zentimetergenaues Anhalten der Züge realisierbar ist, wage ich jedoch zu bezweifeln.

@ 12:18 von Schlaubär

"CSU, CDU und SPD Politiker werden im Artikel zitiert.
Warum wird keine Stellungnahme der AfD zu der Gleis Attacke veröffentlicht?"
.
Weil die Stellungnahme von Linken und Grünen auch fehlt......

re herd

" Leider ist die Tagesschau immer ganz vorne dabei, wenn es spektakuläre Tote geht. Ich habe es noch nie erlebt, dass das Kind, dass bei Grün überrollt wird, die erste Stelle kommt."

Ein Unfall ist eben weniger spektakulär als ein Verbrechen. Entsprechend das öffentliche Interesse.

Was solen die Medien denn machen? Totschweigen, was die Menschen wissen wollen?

... aber für W-LAN im RE ist Geld da

Vor ein paar Wochen ging die Meldung durch die Nachrichten, dass die Bahn in allen RE-Zügen für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag W-Lan einbauen will. Was für ein Schwachsinn, wo doch jeder bald ein 5G-Handy haben wird. Warum gibt die Bahn für sinnlosen Luxus Geld aus, hat aber kein Geld, Bahnhöfe sicherer zu machen? Geld wäre also schon da, man müsste es nur sinnvoller einsetzen. Nur leider lässt sich eben mit Sicherheit nicht so gut Geld verdienen, wie mit sinnlosem Luxus. Das ist unser Problem.

@um 12:20 von Herd

Naja, wenn die Tagesschau nicht darüber berichtet schreien alle (vor allem die Afd, wenn der Täter dunkle Hautfarbe hatte), dass "die Staatsmedien" wieder alles verschweigen.

Kontrollen durch die Bahn

Leider lassen sich solche Vorfälle auch durch mehr Kontrollen kaum vermeiden. Es müssten dann auch alle Straßenbahn- und S-Bahnhaltestellen kontrolliert werden. Die Bahn ist ja noch nicht einmal in der Lage, das Rauchverbot auf den Bahnhöfen durchzusetzen (selbt wenn der Verstößler direkt vor Bahn-Mitarbeitern steht, wird fast immer nichts gemacht). Aber es wäre sinnvoll, den Abstandsbereich zu erweitern, verdächtige Personen auf Bahnhöfen zu kontrollieren, die Identität zu erfassen, in einer zentralen Datenbank zu speichern. In Frankreich können Bahnsteige für bestimmte Züge nur mit Berechtigung betreten werden. Und früher gabe es auch in Deutschland Zutrittskarten für Bahnsteige für Personen ohne Fahrschein (für 10 Pfennig). Das könnte man wieder einführen und müsste dann natürlich auch "saftige" Strafen gegen Verstößler verpassen, einschließlich des Erteilens von Hausverboten.

@12:17 von sasch Das glauben Sie wohl selber nicht

Sie kritisieren sofort "rechte Hetze", so als wenn es Hetze ist eine unkontrollierte Migration und die Sicherheit der Bürger zu thematisieren.

Und dann behaupten allen Ernstes die Gleisattacke "könnte aber im Zusammenhang mit den Schüssen eines rechten Attentäters auf einen Eritreer stehen".

Und wenn es tatsächlich so wäre "Sasch", dann rechtfertigt das etwa eine Gleisattacke auf eine Mutter und ihr Kind?

@ 12:20 von imalipusram

"Sicherheitsvorkehrungen sind schon prinzipiell möglich, wenn man sich Nahverkehrsbahnhöfe in asiatischen Metropolen ansieht (zB Taipei oder Singapore). Die Geleise sind vom Bahnsteig durch etwa mannshohe Glaswände getrennt und haben Türen, welche sich erst öffnen, nachdem der Zug eingefahren ist und (punktgenau) steht.

Ob das bei der Vielzahl von Zugtypen in Deutschland und der notwendigen Umrüstung auf zentimetergenaues Anhalten der Züge realisierbar ist, wage ich jedoch zu bezweifeln."
.
Eben. Ist es nicht!
Hier tummeln sich alle möglichen Hersteller und Baureihen. ICE1 - X, Siemens, Bombardier, Alstom, Pesa, Stadler, plus noch die diversen Hersteller von Straßenbahnen und Metros, Doppelstockzüge, S-Bahnen, elektrifiziert, Diesel,........
Das geht wenn Sie ein Gleis für einen bestimmten Zug haben. Oder das Gleis vor jeder Zugeinfahrt sperren und dann erst die Reisenden auf den Bahnsteig lassen.
Das Chaos können Sie sich vorstellen.....

Am 30. Juli 2019 um 12:20 von imalipusram

" Sicherheitsvorkehrungen

sind schon prinzipiell möglich, wenn man sich Nahverkehrsbahnhöfe in asiatischen Metropolen ansieht (zB Taipei oder Singapore). Die Geleise sind vom Bahnsteig durch etwa mannshohe Glaswände getrennt und haben Türen, welche sich erst öffnen, nachdem der Zug eingefahren ist und (punktgenau) steht. "

Das war die erste Idee die mir gestern sofort einfiel, wo ich die ersten Meldungen gelesen habe.
Da wusste ich nicht das in Asien das so gemacht wird.

Eine einfache und gute Lösung, damit die Menschen nicht immer ganz vorn an der Bahnsteigkante stehen, jeder will ja immer der Erste sein beim einsteigen.

Das ist der Zweite traurige Fall, und es ist Vorsicht geboten vor Nachahmern, einige scheinen Geistig völlig am Rad zu drehen.

re koala150

"... aber für W-LAN im RE ist Geld da ...
Nur leider lässt sich eben mit Sicherheit nicht so gut Geld verdienen, wie mit sinnlosem Luxus."

Erstens ist das für die meisten kein sinnloser Luxus, sondern selbstverständlicher Alltagsbestandteil.

Zweitens verdient die Bahn daran nichts. Oder wer fährt nur deshalb Bahn, weil er dabei online ist?

Der Schrei nach Sicherheit

Es ist verständlich und nachvollziehbar, dass ein so schreckliches Ereignis schockiert und verunsichert. Allerdings dürfen viele hier nicht den Fehler Nummer Eins begehen: sich selbst zum Opfer zu machen. Viele fordern nun stärkere Sicherheitsmaßnahmen und massive Veränderungen. Das ist ein Doppelfehler. Erstens: keiner von den jetzt beunruhigten Leuten ist das Opfer in diesem Fall. Zweitens: die Wahrscheinlichkeit, einem ähnlichen Ereignis zum Opfer zu fallen liegt im Bereich Null. Das Verlangen nach mehr Sicherheit ist in Wirklichkeit nur das Verlangen nach mehr Sicherheitsgefühl. Totale Sicherheit wird es nicht geben. Niemals. Egal wie viele Maßnahmen getroffen werden und wie viele Milliarden ausgegeben werden. Es gibt aber die Möglichkeit, vernünftig und realistisch zu sein und zu erkennen, dass jeder von uns in relativ hoher Sicherheit lebt und wahrscheinlich weder von Meteoriten erschlagen, noch vor einen Zug gestoßen, noch im Lotto den Jackpot gewinnen wird.

@ Herd

"Teile der Presse tragen durch ihre reißerische Berichterstattung bei nur bestimmten Todesarten eine Mitschuld" Am 30. Juli 2019 um 12:20 von Herd

Genau solche Einstellung hilft nicht weiter.

Zwar hat keiner die Polizeiarbeit zu behindern und zu erschweren, auch nicht die Presse, aber an der Tat ist der Täter schuld.

Ich habe habe keine Lust mehr zu hören, dass irgendeiner wegen Traumata, Presse oder vielleicht noch der Sternenkonstellation zum Morden gezwungen wurde.
Das ist einfach Mist.

@um 12:18 von Schlaubär

Weil die Afd Stellungsnahmen immer gleich sind.
Ist der Täter Schwarz oder Araber schreien sie die Wilkommenskultur ist schuld (Alice Weidel 29.07 Twitter)
Ist der Täter Weiß sagt man nix dazu oder das die Linken eine rechtsextreme Tat Instrumentalisieren (Afd Hessen 25.07 Twitter)

Und da soll noch mal einer sagen, die Afd ist nicht rassistisch.

Heinrich Lübke

Was sollen Bahnsteigkarten nützen? Ein potentieller Täter kann sich in ja auch eine Fahrkarte von Frankfurt nach Hamburg oder so kaufen.

Mehr Abstand zum Gleis

Tatsächlich habe ich mich schon oft gewundert, daß man ungehindert an den Bahnsteig herantreten kann, obwohl durchfahrende Züge bei voller Fahrt vorbeirauschen. Ich kann mich erinnern daß es früher Absperrgitter gab, die der Zugschaffner öffnete. Heute wohl nicht mehr realisierbar. Trotzdem sollte man über mehr Abstand zum Gleis nachdenken. Menschen sollten nicht Angst vor dem Zugfahren haben. Wir sollen ja in Zukunft mehr fahren um weniger zu fliegen.

12:33 von warumnichtgleichso

Wie recht sie haben.
War auch genau mein erster Gedanke. Aber das passiert hier ja des öfteren.

Die Mutter

Es wird so intensiv über den Täter geschrieben. Selbstverständlich soll die betroffene Mutter, deren Leid kein Mensch ermessen kann, geschützt bleiben. Hoffe, ihr und den Angehörigen und Passanten kommt die Hilfe zu, die sie brauchen, auch wenn es diesen Schmerz nicht annährend lindert und dass die Mutter nicht alleine gelassen wird.

Politisieren von Ereignissen

Es war nie und ist nie hilfreich, Ereignisse zu politisieren. Wir müssen lernen, tragische Ereignisse als das zu erkennen und als das zu akzeptieren, was sie sind: tragische Ereignisse. Es gibt dabei Täter, Opfer und ein beide verbindendes Ereignis. So lange wir weder zu der einen, noch zu der anderen Gruppe gehören, müssen wir damit aufhören so zu tun, als wäre es so. Keiner von uns ist hier zum Opfer geworden und keiner von uns wird im Laufe des ganzen Lebens zu dem Opfer dieser Tat. Wenn wir uns mit dem Opfer solidarisieren, kommt das für das Opfer zu spät und führt bei uns lediglich zu völliger Verunsicherung. Bei einem tragischen Ereignis sollten wir immer wissen, dass es tatsächlich Opfer gibt und echte Angehörige, wirklich betroffene Menschen. Denen sollte unsere Empathie gelten, unsere Sorge um sie und ihren Verlust. Nicht aber uns - denn wir haben nichts verloren. Das Leben in diesem Land ist bereits das sicherste auf der Welt. Was wir brauchen ist Vernunft, nicht Sicherheit.

Sasch, 12:17

"(...) könnten aber im Zusammenhang mit den Schüssen eines rechten Attentäters auf einen Eritreer stehen."

Und ich dachte schon, neben Herrn Kleber vom HeuteJournal der einzige zu sein, der eine Verbindung beider Taten für möglich hält. Stattdessen wird hier im Vorläuferartikel seitenlang über Sinn oder Unsinn von baulichen oder anderen Sicherheitsmaßnahmen schwadroniert, die AfD darf auch nicht fehlen und hobby-psychologische Gutachten kommen im Dutzend billiger.

Wo war denn der Aufschrei, der Sturm der Entrüstung, wo der entsetzte Hype in den sogenannten Sozialen Medien (die alles mögliche, nur nicht "sozial" sind, aber gute Übersetzungen kosten halt) des deutschen Biedermanns bzw der deutschen Biederfrau, als jener - deutsche? - Durchgeknallte grundlos in Wächtersbach auf diesen Eritreer gefeuert hat?

Vielleicht sollten wir mit dem Sicherheitsdenken nicht erst am Bahnsteig anfangen.

@NeutraleWelt um 12:12

Bin ganz Ihrer Meinung. Hier in Madrid wird immer mal wieder jemand bei Einfahrt der Metro an den Bahnhöfen auf die Gleise geschubst. Daher haben wir uns längst angewöhnt, genügend Abstand zum einfahrenden Zug einzunehmen.

Am 30. Juli 2019 um 12:38 von karwandler

" Erstens ist das für die meisten kein sinnloser Luxus, sondern selbstverständlicher Alltagsbestandteil. "

Im Prinzip haben sie ja recht, aber ich hab nicht mal zu Hause W-LAN, und frage mich gerade wie es möglich ist, das vor 10-15 Jahren die Menschen einfach so Bahnfahren konnten.
Wie ging das denn ;-).

Sperrwände oder Gitter wären in heutigen Zeiten wohl Sinnvoller, zumindest scheint die Welt nicht besser zu werden.

12:12 von NeutraleWelt

“Einen kompletten Schutz wird es nie geben!“
Sicher nicht. Wie bei allem im Leben.
Bei einem Städtebesuch im Ausland (leider weiß ich nicht mehr wo) gab es an der Bahnsteigkante Abtrennungen aus Glas/Kunststoff (?). Schiebetüren waren an Stellen angebracht; der Zug hielt mit den Türen exakt davor. Zugtüren und Schiebetüren wurden zentral geöffnet. Ich fand das eine sehr gute Idee.
Ich habe vor vielen Jahren in München selbst erlebt: ein paar junge Burschen hatten auf dem Bahnsteig ihre “Gaudi“. Zwei fielen ins Gleisbett, die S-Bahn fuhr ein. Einer konnte sich in die Nische pressen, der andere. Diese Schreie höre ich und das Bild sehe ich heute noch.

@12:28 von koala150

Weder ist W-LAN Luxus, noch ist die Sicherheit das dringlichste Problem der deutschen Bahn. Im Vergleich dazu sterben auf deutschen Strassen deutlich mehr Menschen als an Bahnhöfen. Aber dem deutschen Autofahrer ist ja nicht einmal ein Tempolimit beizubiegen - und das wäre sogar kostenlos.

12:36, Schlaubär

>>@12:17 von sasch Das glauben Sie wohl selber nicht
Sie kritisieren sofort "rechte Hetze", so als wenn es Hetze ist eine unkontrollierte Migration und die Sicherheit der Bürger zu thematisieren.<<

Was hat die Tat mit unkontrollierter Migration zu tun?

@ Schlaubär

Erklärung ist noch lange keine Rechtfertigung. Nichts rechtfertigt Gewaltakte aber auch keine Hetze! Ganz übel finde ich pauschale Vorverurteilungen.

Beispiel: Weil ein Deutscher auf einen Eritreer schießt, sind nicht alle Deutschen gewaltbereite Schlechtmenschen. Das trifft für den Täter aus Eritrea/Schweiz genauso zu!

@fathaland slim, 13:42 re @schlaubär

Was hat die Tat mit unkontrollierter Migration zu tun?

Nix, aber auch gar nix. Außer vielleicht den paar Trittbrettfahrern wie A. Weidel, für die das getötete Kind nach eigener Aussage ein "Opfer der merkelschen Migrationspolitik" war. Und dass man das ja wohl noch wird sagen dürfen ...

sasch

Unglaublich, daß hier versucht wird, nach Entschuldigungen oder Gegenargumenten zu suchen.

Vielleicht könnte man sich darauf verständigen

Das man solch eine Tat verurteilt und nicht die Nationalität die der Täter hatte.

Ein Lehrstück darüber...

... wie ein, sicherlich schockierender und trauriger, Einzelfall zu einer Diskussion führt, die die Dimension der Tat völlig übersteigt.
Das Risiko auf dem Weg zum Bahnhof Opfer eines Verkehsunfalls zu werden dürfte um etliche Größenordnungen über dem einer solchen Tat liegen. Jede Maßnahme gegen solche Taten wäre, selbst wenn sie wirksam wäre, eine Verschwendun von Ressourcen, weil sich mit eben jeden Resosurcen an anderer Stelle viel mehr für unser aller Sichereit erreichen liesse. Man kann nicht jede Eventualität abdecken, jede noch so unwahrscheinliche Form eines Verbrechens zu verindern suchen, wenn am Ende noch etwas freie und offene Gesellschaft übrig bleiben soll.
Dass ab und an irgendwer, warum auch immer, solche und ähnliche Taten begeht wird sich nicht verhindern lassen, das ist, so bitter das im Allgemeinen und insbesondere für die Angehörigen der Opfer solcher Taten auch immer klingen mag, schlicht Teil des Lebens.

Sobald etwas so schreckliches

Sobald etwas so schreckliches passiert wie jetzt in Frankfurt ruft man nach mehr Sicherheitspersonal und unrealistische Schleusen und Kontrollen.Leider lässt sich so etwas nie gänzlich ausschließen, was immer man auch vorsieht. Es hilft nur selbst zu versuchen Abstand von der Bordsteinkante einzuhalten und erst näher zu treten wenn der Zug gehalten hat.Kameras sind OK um auffällige Personen zu orten.
Alles andere ist dummes Gerede und nur Wichtigtuerei.

... längst überlegen müssen, wie man die Menschenmengen besser führen kann.

Der gute alte weiße Streifen, den man nicht überqueren sollte, nützt nichts, wenn Leute im Weg stehen.

Mann muss Wartebereiche abzeichnen (Farbe der Linie: ? Egal) und neben der weißen Linie hat auf der sicheren Seite genug Platz zu sein, damit Menschen noch ungehindert laufen können.

Mitte geht ja nicht, da stehen Bänke, Automaten, Infotafeln usw.

UND:
Rücksicht nehmen!
Besonders auf Kinder, die noch nicht einmal ihre Reflexe ausgebildet haben!
Soweit ich weiß ist jederman erst mit 16 soweit, dass er sich beim Verlust von Gleichgewicht gut abfangen kann.

Zum Glück scheint Zivilcourage auch immer öfter vorzukommen, da auch hier der Täter von Passanten gehalten wurde und keiner sonst ausfällig geworden ist.
Vor Kurzem habe ich gelesen, dass sogar Kinder einen Täter verfolgt haben bis ihn die Polizei festnehmen konnte.

@Quanta Costa 12.51

Und ich dachte schon, neben Herrn Kleber vom HeuteJournal der einzige zu sein, der eine Verbindung beider Taten für möglich hält."
und dass ein Durchgeknallter auf einen Eritreer schießt ist also der Grund, einen kleinen Jungen und seine Mutter vor einen Zug zu stoßen? Wer da einen Zusammenhang herstellt läuft nicht ganz rund, ob er Klaus Kleber oder wievielkoscht heißt. Offenbar hat der Täter in Frankfurt einen unbändigen Hass und die Gelegenheit genutzt, ihn auszuleben

@Baghira

Natürlich unglaublich, da das niemand versucht. Es geht lediglich darum, daß jemand, der seit 2006 in der Schweiz lebt, absolut nichts mit deutscher Asylpolitik zu tun hat.

Seine Tat ist durch nichts zu rechtfertigen, aber die Suche nach dem Motiv ist mehr als legitim.

Die Mutter tut mir leid.

Die Mutter tut mir leid. Der Täter nicht, sollte er lebenslänglich bekommen

12:41, Tada

>>Ich habe habe keine Lust mehr zu hören, dass irgendeiner wegen Traumata, Presse oder vielleicht noch der Sternenkonstellation zum Morden gezwungen wurde.
Das ist einfach Mist.<<

Es gibt in jeder Gesellschaft einen gewissen Prozentsatz von schwerst gestörten Menschen, die als tickende Zeitbombe durch die Gegend laufen und zu einer solchen Tat fähig sind. Unabhängig davon, wie ihre schwere Störung zu erklären ist. Und Erklärungen dafür gibt es, denn kein Mensch, der auch nur halbwegs beieinander ist, würde so etwas tun.

Selbst wenn dies nur 0, 001 Promille der Bevölkerung sein sollten, wären das in Deutschland 83 Menschen.

Und wenn sich auch nur drei dieser dreiundachtzig Menschen durch den Aufruhr, den eine solche Tat auslöst, zur Nachahmung inspirieren ließen, dann wären das mindestens drei Tote mehr.

Nachahmertaten sind leider die Regel und nicht die Ausnahme.

Deswegen sollten die Presse und die Politik sich ihrer Verantwortung schon bewusst sein.

Unvorstellbare Tat

Ich halte den Umbau mit Gittern oder Wänden, automatischen Türen und/oder Zutrittsmechanismen leider aufgrund der Kosten und der "german Gründlichkeit" für nicht realisierbar. Da wäre es wohl einfacher, alle Züge so langsam in einen Bahnhof fahren zu lassen, dass dieser innerhalb von 10 / 15 m zum Stehen kommen.

Letztendlich war die Tat so grausam, dass nur ein abgrundtief böser Mensch ohne jegliche Moral sie begehen kann. Wenn wir nach so einer Tat jetzt Deutschland "Monster oder Mörder-sicher" machen wollten, dann würde sich gar nichts mehr bewegen. Demokratie braucht auch Moral und Anstand, beides hatte dieser Täter nicht. Ich kann mir den Schmerz der Mutter, Eltern, Großeltern oder Mitschüler gar nicht ausmalen.

Mein aufrichtiges Beileid, als Vater und Mensch mit Moral und Anstand!

Sobald etwas so schreckliches

Sobald etwas so schreckliches passiert wie jetzt in Frankfurt ruft man nach mehr Sicherheitspersonal und unrealistische Schleusen und Kontrollen.Leider lässt sich so etwas nie gänzlich ausschließen, was immer man auch vorsieht. Es hilft nur selbst zu versuchen Abstand von der Bordsteinkante einzuhalten und erst näher zu treten wenn der Zug gehalten hat.Kameras sind OK um auffällige Personen zu orten.
Alles andere ist dummes Gerede und nur Wichtigtuerei.

@Herd - So sehr mir reißerische und manipulative

Berichterstattung zuwider ist:
An so einer Tat trägt nur der Täter Schuld.
Er hat das Leben des Kindes brutal zerstört und damit auch das seiner Mutter, die dabei war, seines Vaters, und er hat der ganzen Familie des Kindes Unerträgliches aufgezwungen.

Und auch seine eigene Familie, seine Kinder müssen mit diesem Grauen fertigwerden.
Er war offensichtlich kein Terrorist, und lebte mit unbefristetem Aufenthaltsrecht gesichert in der Schweiz. Natürlich wird er trotzdem die Probleme eines Einwanderers gehabt haben.

Dennoch ist die Frage, was lässt einen Menschen so etwas tun und nicht, wie viel häufiger Kinder in D durch andere Ursachen zu Tode kommen.

Allerdings bin ich der Meinung, dass es schon lange Zeit ist für mehr Präsenz der Polizei in der Öffentlichkeit (hier Bahnpolizei), damit würden auch vergleichsweise kleine Delikte und rücksichtsloses Benehmen weniger, deren Kontrolle/Bestrafung das insgesamt ansteigende aggressive Verhalten in Großstädten eindämmen würde.

So eine Tat lässt sich durchaus verhindern

Zumindest was die Eigenrettung betrifft und wenn man nur über genügend Vorstellungskraft verfügt, seinen Mitmenschen solche Taten prinzipiell zuzutrauen. Seien wir doch mal ganz ehrlich: ist es nicht ein Wunder das dergleichen vorher nicht schon passiert ist ? Menschen tun solche Dinge, weil sie es können. Es besteht die große Gefahr, dass es zu „Trittbrettfahrern“ kommen kann.

Immer mehr Wahnisnnstaten

Vielleicht sollten wir offener darüber diskutieren, warum immer mehr Menschen in diesem Land derart irrationale und grausame Taten begehen.
Die Anzahl psychisch kranker Menschen steigt unaufhörlich und dafür gibt es - sehr verschiedene - Gründe. Wenn wir solche Verbrechen in Zukunft verhindern oder zumindest begrenzen wollen, brauchen wir offene Diskussionen ohne ideologische Restriktionen und unabhängig von der Frage, wem solche Diskussionen nützen oder schaden könnten.
Alles andere ist unverantwortliche Passivität, die mehr vermeidbares Leid fordern wird.
Fakt ist, dass es im Prinzip keine technische Lösungen geben kann, weil eine präventive Maßnahme auf einem Gebiet - egal wie kostenintensiv sie ist - nur zu einer Verlagerung der Problematik in einen anderen Bereich führen wird. Denn die Ursache liegt im ,,kranken Mensch" und da muss die eigentliche Prävention ansetzen.

14:12, deutlich

>>und dass ein Durchgeknallter auf einen Eritreer schießt ist also der Grund, einen kleinen Jungen und seine Mutter vor einen Zug zu stoßen? Wer da einen Zusammenhang herstellt läuft nicht ganz rund, ob er Klaus Kleber oder wievielkoscht heißt.<<

Einen Zusammenhang zu erkennen heißt nicht, etwas zu rechtfertigen.

Ich weiß, ich stoße auf taube Ohren, macht aber nichts.

Die persönliche Biographie des Täters spielt keine Rolle

Vielleicht nicht mal die Ethnie. Schließlich haben auch Deutsche (!) in einer bestimmten Zeit vor mehr als 75 Jahren u.a. auch Menschen aus Mordlust (!) getötet. Der Firnis der Zivilsation ist halt dünn. Der mutmaßliche Täter muss nicht einmal psychisch krank gewesen sein. Er hat es evtl. nur deshalb getan, weil er es tun konnte. Niemand ist gegen diese Teufel in der Seele gefeit. Deshalb sollte man vorsichtig sein, wenn man sein Leben von anderen Menschen abhängig macht. Denn es könnte die letzte Entscheidung sein, die man getroffen hat. Der Junge hatte so viel Chancen wie die Passagiere des German Wings Flugs, den der Pilot hat zerschellen lassen.

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