Ihre Meinung zu: Frankfurter Bahnhof: Erschütterung und eine schwere Debatte

30. Juli 2019 - 8:11 Uhr

Haftrichter-Termin, Beratungen der Sicherheitsbehörden und eine Debatte um Vorkehrungen an Bahnhöfen. Die tödliche Attacke auf einen Achtjährigen in Frankfurt sorgt weiter für Fassungslosigkeit. Unklar ist das Tatmotiv.

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Kommentare

Egal was sich an Bahnhöfen ereignet,

man findet keinen einzigen für Sicherheit und Ordnung zuständigen Ansprechpartner. Hoffentlich kümmert man sich in diesem traurigen Fall einmal mehr um die bedauernswerten Opfer, als um den Täter.

Man könnte vielleicht doch etwas tun

Das mag nun nicht die Lösung aller Probleme sein, jedoch frage ich mich doch ab und zu schon, ob es wirklich notwendig ist, dass Züge und S-/U-Bahnen mit einem irren Tempo in Bahnhöfe und Haltestellen einfahren müssen. Muss jetzt wirklich jeden Sekunde ausgenutzt werden? Mal ganz abgesehen davon, dass man solche radikalen Wahnsinnigen nie ganz verhindern kann, so könnte man ihnen zumindestens im Fall von solchen Schubsern an Bahnsteigen die Gelegenheit nehmen zuzuschlagen.

Neue "Qualität"

Dass Menschen auf Bahngleise geschubst werden, ist nichts neues. Sowas passiert seit Jahrzehnten.
Dass Menschen, aus welchen Gründen auch immer, vor fahrende Züge geworfen werden, ist dagegen eine neue Entwicklung, bei welcher mir absolut nicht bewusst ist, wie man es verhindern sollte.

Irre ich mich...

oder gibt es nicht in Japan Absperrgitter an Bahnsteigen, die sich erst öffnen, wenn der Zug steht? Dass also keine Maßnahme vor solch einer Tat schützen kann, klingt nach einer faden Ausrede. Oder Unkenntnis.

Bahnsteigkantenhöhe

Diese Gefahr wird sich nicht durch Worte dämmen lassen. Durch die hohen Bahnsteigkanten ist ein schnelles herausklettern aus dem Gleisbereich für bestimmte Personengruppen (Gehbehindert z.B.) nur sehr schwer möglich. Aufgrund des Personalnotstandes wird sich auch die Überschreitung der Linie am Bahnsteig nicht kontrollieren lassen. Einzige Möglichkeit wäre eine antiegoistische Haltung und gegenseitiges freundliches Ermahnen der Bahnreisenden

Eine Idioten sollte man auch so nennen

Es ist eine grausige, unfassbare Tat. Nicht ein "Mann" hat diesen Mord verübt, sondern ein Vollidiot. Vielleicht schreckt das die Nachahmer ab, denn ein Fanal, bei dem der Täter übel aussieht, "lohnt" weniger.
---
Was sollte jeder von uns daraus lernen? Ich finde es hoch riskant, direkt an der Bahnsteigkante (oder im Straßenverkehr direkt am Randstein) zu stehen. Nicht nur wg o.g. Vollidioten, sondern auch wegen Fahrfehler der Autofahrer bis hin zu spritzenden Pfützen. Ein Meter Sicherheits-Abstand bewirkt da schon viel.

Vorbild Spanien AVE

In Spanien ist ein Zugang zum Gleisbereich der Schnellzüge nur nach Gepäckkontrolle und mit gültigem Fahrschein möglich. Ein solches Vorgehen würde deutlich mehr Sicherheit bringen.

Sicherheit

Bessere Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen wie Herr Amthor (CDU) fordert oder bessere Aufsicht an Bahnhöfen und mehr Bundespolizei an Bahnhöfen wie Herr Burkert (SPD) fordert verhindern doch kein solches Verbrechen. Wände mit Türen an allen Bahnsteigen Deutschland aufzubauen wird teuer werden und viele Jahre dauern.
In dieser immer verrückter werdenden Welt kann man an Bahnsteigen vielleicht selbst das Risiko etwas mindern indem man sich in der Bahnsteigmitte aufhält.
Mir fällt immer wieder auf, daß viele sich bei Einfahrt des Zuges an der Bahnsteigkante drängeln, wohl aus Angst keinen freien Platz zu erwischen. Da reicht doch schon ein Stolperer um über die Bahnsteigkante zu fallen, womöglich andere mitzureißen. Aber auch mit mehr Abstand wird man eine solche Tat wohl kaum verhindern, vielleicht werschweren können.

Später auf das Gleis lassen

Die Gleise müssen abgesperrt werden und die Passagiere dürfen erst auf das Gleis, wenn der Zug steht. Dann könnten solche Anschläge nicht mehr geschehen.

mörderischer Wahnsinn

Es ist mörderischer Wahnsinn, denn es gibt keine rationale Erklärung. Der Täter hat auch bei so einer Tat keine Chance zu entkommen.

Es gibt keinen Schutz vor mörderischen Wahnsinn. Alternativ kann ein Täter einen Menschen vor einen Bus stoßen oder von einer Brücke stoßen.
Selbst wenn 10 Meter entfernt ein Polizist stände, könnte er ein solche Tat nicht verhindern.
Allein die psychologische Wirkung eines Polizisten in Sichtweise hätte eine Wirkung.

Eine SPD-typische Einlassung von Frau Rehlinger.

Bevor Frau Rehlinger sich darüber äußert, was geht und was nicht, sollte Sie vielleicht einmal den ein oder anderen Bahnhof in Singapur oder St. Petersburg besuchen. Dort hat man durchaus technische Lösungen gefunden, um derartiges zu verhindern.
Zumindest an Bahnhöfen mit hohem Fahrgastaufkommen und entsprechend unübersichlichen Situationen an Bahnsteigen, wären transparente Schutzwände (siehe z.B. Singapur Downtown-Line), die sich erst nach Halt des Zuges öffnen, durchaus des Nachdenkens wert.

@ um 09:34 von Davian

"Irre ich mich...
oder gibt es nicht in Japan Absperrgitter an Bahnsteigen, die sich erst öffnen, wenn der Zug steht? Dass also keine Maßnahme vor solch einer Tat schützen kann, klingt nach einer faden Ausrede. Oder Unkenntnis."
.
Nein, Sie irren sich nicht. Aber um solche Maßnahmen umsetzen zu können, ist es erforderlich, dass die Züge auf wenige Zentimeter genau anhalten. Völliges Neuland in Deutschland.

Man kann immer etwas machen!

"Seine Parteikollegin Anke Rehlinger widersprach: Taten wie in Frankfurt seien durch Sicherheitsmaßnahmen nicht zu verhindern,"

Worte von jemandem,oder vermutlich nur noch herumkutschiert wird.

Einige User hatten bereits Ideen genannt.

Meine wäre noch an den weiße Streifen zu erinnern, den man nicht übersteigen sollte. Wird auf überfüllten Bahnhöfen immer gemacht.

Man kann sehr wohl Menschenmengen so Steuern und verteilen, dass der Sicherheitsabstand zu Kante dauerhaft eingehalten wird und Menschen vorbeikommen können ohne den weißen Streifen übertreten zu müssen.

Dieser Durchgang ist mittlerweile so wichtig, wie die Rettungsgasse.

(Erst letztes Wochenende habe ich meine Kinder ermahnt, niemals die weiße Linie zu übertreten, wenn sie nicht gerade in den Zug einsteigen. Weil eben nicht alle Menschen nett sind.)

keine Frage der Geschwindigkeit, @DB_EMD

Auch ein langsam einfahrender Zug stoppt nicht auf ein paar Zentimeter. Wenn ich jemanden vor den Zug schubsen will, warte ich so lange, bis ich sicher bin, dass der Lokführer nicht mehr anhalten kann. Größere Abstände der Wartenden zum Gleisbett würden da eher helfen.

Aber wie verrückt ist die Welt, wenn wir uns schon Maßnahmen überlegen müssen, die verhindern, dass Menschen spontan und ohne jeden Grund andere umbringen?

Mehr Sicherheit durch Personal

Es ist entsetzlich was da passiert ist. Mein Mitgefühl für die Mutter und weitere Angehörige.

Alles Absichern?

Es ist ein dramatische Ereignis und das Kind sowie die Mutter tun mir unendlich leid.
Aber die Diskussion zur Absicherung der Gleise ist lächerlich, als nächstes müssen dann Bundesstraßen, Fußgängerübergänge usw. ebenfalls abgesichert werden.

Vorbild Spanien und England

In ganz Frankfurt sind allenSbahn- und U-Bahn höfe ohne Fahrschein Kontrolle zugänglich auch der Hauptbahnhof. Dementsprechend sieht es dort aus, dementsprechend ist dort das Klientel. Wie schon kommentiert würde ist die in Spanien nicht möglich, auch nicht in England. Zugang nur mit Fahrscheinen wäre schonmal ein erster Schritt in ein umsetzbares Sicherheitskonzept

...

Die arme Mutter, ich kann mir nicht vorstellen, wie schrecklich sie sich fühlen muss, dass sie sich selber retten konnte aber ihren Jungen nicht.

@ Davian

"Irre ich mich... oder gibt es nicht in Japan Absperrgitter an Bahnsteigen, die sich erst öffnen, wenn der Zug steht?" Am 30. Juli 2019 um 09:34 von Davian

Ich glaube, das gibt es auch hier bei den meisten Karussellen und bei allen Achterbahnen.

Es ist aber nicht realistisch das mal eben schnell auf den Bahnhöfen umzusetzen.

Absperrgitter

@Damian
In Hongkong gab es an den Bahngleisen Glaswände mit Schiebetüren, die sich erst bei Halt eines Zuges öffneten, ja. Aber diese Türen mussten genau deckungsgleich mit den Wagentüren sein. Bei der Vielzahl an verschiedenen Zugtypen hierzulande dürfte das aber keine praktikable Lösung sein.

09:36 von A. Gabriel - Zugangskontrollen zum Bahnsteig

Sie haben es auf den Punkt gebracht. Viele Bahngesellschaften kontrollieren vor dem Einstieg die Fahrkarten. Denkbar ist eben auch die Zugangskontrolle zum Bahnsteig. Nur wer eine Fahrkarte vorweisen kann, kommt auf den Bahnsteig. Eine schnelle Flucht wäre erschwert.
.
Wer als perfider Mörder und gestörte Person durchs Leben geht, findet natürlich immer Möglichkeiten andere zu schädigen, zu ermorden usw. Leider. Eine 100% - Sicherheit gibt es nirgends, dennoch sollte die Prämisse sein, das bei großen Menschenansammlungen die Sicherheitslage erhöht werden muss. Taten, die früher so undenkbar gewesen wären und für uns alle auch heute undenkbar sind, werden von perfiden Mördern leider gedacht.
.
Also ist auch die "Vorsorge" wichtig. Und die beginnt in den Schulen aller Bundesländer: soziale Kompetenzen erlernen oder stärken, Empathie-Fähigkeiten entwickeln usw. sind heute in weiter Flur schon beim Nachwuchs Fehlanzeige.
.

Also erstmal macht so eine Tatnachricht fassungslos, ja...

...man findet auch keinerlei Erklärung zum Warum.

---

Und je jünger ein Opfer ist desto tragischer empfinde ich so etwas.
Nicht etwa weil ich ein Kind als mehr wert erachte als einen Erwachsenen
sondern nur weil ein Kind noch soviel im Leben erleben kann.

Aber, man kann nie einen Totschläger oder Mörder von seiner Tat abbringen.
Wie sollte das auch gehen. Und wenn so eine Tat spontan passiert,
weil im Gehirn eines Menschen plötzlich ein Sicherung durchbrennt, ist es erst recht nicht möglich.

Zum dem Täter kann ich mich noch nicht äußern, da ich noch zu wenig Infos habe.
Aber ich denke, daß eine bestimmte Gruppe von Menschen, die politisch eine Richtung angehören, die ich nicht gut heißen kann, hat ihr Urteil schon gefällt.
Und das alleine mit dem Hintergrund der Herkunft des Täters.

Man kann nur hoffen, daß die Mutter und die anderen Angehörigen das alles irgendwie einmal
verarbeiten können um ein halbwegs "normales Leben" führen zu können.

Sinnlos ueber Pseudoschutzmassnahmen zu diskutieren

Es wird keinen Schutz gegen solche Attacken geben . Vielleicht hilft die volle Haerte des Gesetzes : Lebenslange Verurteilung wegen heimtueckisch vorsaetzlichen Mordes. Bereits beginnende Diskussionen , die eine Relativierung solcher Gewalttaten durch verstaendnisvolle Kriminologen oder Richter verfolgen halte ich fuer wenig hilfreich... Das gilt fuer jeden auch jugendlichen Gewalttaeter.

@Ritchi, 09:42

Sie irren sich. Zwar gibt es in Japan durchaus Absperrungen an Bahnsteigen, jedoch sind die Mehrheit der Bahnhoefe an der Bahnsteigkante ungesichert.

Ich fahre regelmaessig nach Japan und habe dort viele Bahnhoefe benutzt, sowohl in den Grossstaedten als auch auf dem Land, daher kann ich das relativ gut einschaetzen.

In Osaka, wo ich mich die meiste Zeit aufhalte, wurde vor ein paar am Hauptbahnhof ein Schutz in Form von quergespannten Seilen installiert, welche erst hochgefahren werden, nachdem der Zug eingefahren ist. Ob diese verhindern koennten, Personen aufs Gleisbett zu stossen, wage ich jedoch zu bezweifeln.

Ursachen mit der

Ursachen mit der wissenschaftlichen Methode erforschen und versuchen die meist wahrscheinlichen Probleme zu lösen wäre ein sinnvollerer Weg. Sich nur mit Symptomen zu beschäftigen hilft wenig, ärgert und schränkt die Mehrheit und bring die Gesellschaft nur weiter nach hinten. Als Reaktion wird es mehr Attacken und Morde wie vor Kurzem auf ausländisch aussehende Menschen geben. Diese Gesellschaft schafft es aber nicht mit der Selbstreflektion. Daher sind Menschen, die aus welchen auch immer Gründen auf solche Weise ausrasten, eben weiterhin mit ihrer problematischen Misentwicklung alleine gelassen. Schade, aber wichtiger ist es sich auf Wirtschaftswachstum zu konzentrieren. Man kann schlecht Gewinne aus dieser Sache schlagen außer vielleicht aus neuen vorgetäuschten Sicherheitsgefühlen.

09:42 von Ritchi

"Aber um solche Maßnahmen umsetzen zu können, ist es erforderlich, dass die Züge auf wenige Zentimeter genau anhalten. Völliges Neuland in Deutschland."

Das ist weniger das Problem. Verschiedene Zugtypen haben unterschiedliche Abstände zwischen den Türen.

Debatte ?

Als erstes sollte man klären, was den seit Jahren in der Schweiz wohnenden Eriträer bewogen hat sowas zu machen.

Durchgeknallte psychisch gestörte hat es schon immer gegeben und wird es auch weiterhin geben.

So traurig das Ereignes ist, man sollte es auch nicht überbewerten.

Gestern beim Heute-Journal

war schön zu sehen, wie der Moderator Kleber dem Interviewgast, einem renommierten Kriminologen, mehrfach suggestiv Aussagen in den Mund legen wollte à la "Es hat doch bestimmt nichts damit zu tun, dass der Täter Eritreer ist". Leider hat er nicht das erwartete Ergebnis erhalten, sondern die (einzig sinnvolle) Aussage: Natürlich hat das damit zu tun. Jedes Verbrechen hat eine Motivation, und die hat immer auch mit der Biographie des Täters zu tun. Und dazu gehört nun mal auch seine soziokulturelle Prägung.
Dass man über so was überhaupt noch sprechen muss.

Leute müssen aufhören alles überzubewerten

Jeden Tag sterben hunderte Menschen in Deutschland, auch 8 Jährige. So tragisch dieses Unglück auch ist, in der Statistik der Unfälle, Verbrechen und Krankheiten fällt es nicht auf.

Der einzige unterschied ist, dass der Täter hier aufgrund seiner Grausamkeit besondere Aufmerksamkeit bekommt, sodass es bald schon weitere Nachahmungstäter gibt.

Die Wahrheit ist, dass sich solche Dinge eben nicht 100% verhindern lassen und die Medien sollten mal einen Gang runterschalten bzgl der Berichterstattung, dann gibt's auch weniger Probleme.

Eine Änderung des Sicherheitskonzepts ist definitiv vollkommen voreilig und überzogen, genauso wie die Debatte jetzt millionen von nicht-urdeutschen Menschen in den Tod zu schicken.

Eine Gesellschaft muss damit fertig werden, dass eben nicht jeder perfekt ist. Ansonsten hilft nur, besser Therapeutische Betreuung und ein besseres Miteinander insgesamt, aber das ist wohl utopisch wie man sieht.

@ frosthorn - keine Frage der Geschwindigkeit

Doch in San Francisco stoppen die ZÜGE Zentimeter genau.

Ich habe mich das erste Mal einfach irgendwo am Bahnsteig hingestellt und dann kam auch ein Fahrgast auf mich zu und sagte mir, daß ich mich an die Aufzeichnungen am Bahnhof anstellen solle zum Einsteigen und tatsächlich funktionierte dies auch immer.

Schockierend

das ein Mensch zu so einer Tat in der Lage ist - und auch kein Einzellfall.

Die Tat ist durch nichts zu Entschuldigen und macht mich Fassungslos.
Mein Beileid an die Hinterbliebenen. Der Taeter muss die volle Haerte unserer Gesetze erfahren.

Bei meiner Recherche, "Wieviele Menschen werden auf Bahngleise in Deutschland geschubst" (G**gl*), stelle ich ausserdem mit Schrecken fest, wie dieser Vorfall vom extrem Rechten Lager ausgenutzt wird, um Hass und Angst zu schuerren.
Was will man bezwecken?- das potentiell gewaltbereite Menschen damit anfangen, wahllos anders aussehnde Menschen ebenfalls auf die Gleise zu schubsen? Das ist doch pervers!
Die "Junge Freiheit"(Es gibt noch einige mehr dieser einschlaegigen Seiten) hat eine AFD Presseerklaerung auf youtube gepostet.

Die AFD heizt bereits wieder potentielle Gewalttaeter an:
"Wie viele deutsche Staatsbürger sollen eigentlich noch auf dem Altar dieser grenzenlosen Willkommenskultur geopfert werden?" - Gottfried Curio AFD Fraktion

@JamesMoriarty, 9:52

Zugang nur mit Fahrscheinen wäre schonmal ein erster Schritt in ein umsetzbares Sicherheitskonzept

Es ist zwar sprichwörtlich, dass deutsche Revolutionäre sich vor der Erstürmung eines Bahnhofs eine Bahnsteigkarte kaufen würden. Aber dass ein Mörder von seinem Plan ablässt, nur weil er dazu einen Fahrschein bräuchte? "Heute könnte ich mal ein Kind vor den Zug stoßen. Aber nee, dazu müsste ich ja ein Ticket besorgen. Dann doch nicht …"

Es wird letztendlich nichts passieren

Ein paar Sitzungen (von Leuten, die nie öffentlich unterwegs sind), auf dem Silbertablett vorgezeigtes Entsetzen, dann die Erkenntnis dass man machtlos ist.
Weil, das nicht geht und jenes nicht....und dann gibt es vielleicht ein paar Flyer über Verhalten am Bahnsteig.
Die Armlänge Abstand hilft da auch nicht....

Vielleicht hilft ein Blick nach China?

Dort kommt man in den Bahnhof ausschließlich mit Ticket (auf dem auch der Sitzplatz ausgewiesen ist) und Pass. Am Eingang wird kontrolliert wie beim Handgepäck auf dem Flughafen. Es geht tatsächlich sehr schnell. Auf dem Bahnsteig kommt man durch eine weitere Kontrolle....an die Stelle, wo man seinen Wagen vorfindet.

Uns wurde erzählt, dass man mit den größten Bf angefangen und sich peu a peu vorgearbeitet hat.

Das Ganze hat den netten Nebeneffekt, dass es keine Bettler, keine Diebe, keine Dealer gibt.

Aber natürlich ist in Deutschland so etwas nicht möglich, dafür ist kein Geld da, wird dringend gebraucht um die Welt zu retten.

Tatverdächtige Personen

'Tatverdächtig ist ein Eritreer...'

'... ein Mann eine Frau vor...'

Ich empfinde diese Berichterstattung als voreingenommen. Entweder spricht man im Fall Frankfurt von einem tatverdächtigen Mann, oder man offenbart die Nationalität des Mannes aus Voerde.

Gesellschaftsproblem

Wenn man eine Helmpflicht für Radfahrer einführen würde, sterben trotzdem Radfahrer durch rücksichtslose Verkehrsteilnehmer.
Die Frage ist, wer schädigt da wem?
Auch der Täter aus Voerde hatte eine Vorgeschichte. Manche Leute gehören eher und auch länger weggesperrt, wenn sie eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Die 100 prozentige Sicherheit gibts aber trotzdem nicht.

Eigentlich gibt's da nicht

Eigentlich gibt's da nicht viel zu überlegen. Die möglichen und praktikablen Lösungen liegen auf der Hand:
a) mehr Abstand zur Kante halten, das kann jeder. Der Sicherheitsbereich ist nur, um nicht vom Sog eines Zuges erfasst zu werden, nicht um nicht zu stolpern oder geschubst zu werden (man kann ruhig später in den Zug einsteigen als andere ...)
b) andere Länder machen Lösungen vor:
- genormte Züge und zusätzlich öffnende Türen am Bahnsteig (hilft auch der Pünktlichkeit)
- Zugang zum Gleis nur mit entsprechender Fahrkarte und wenn der Zug eingefahren ist

Klar kostet das alles Geld, aber man kann nicht immer jammern und dann wieder "kein Geld" sagen. Straßennetz & Co. wurden auch gebaut und gut.

Und weiterhin: es sind immer noch weit weniger Unfälle als im Straßenverkehr (und auch wenn Mord im Verkehr nicht wirklich passiert, gab es immerhin schon den Rechtspruch und Straßenrennen mit Todesfolge sind ein sehr guter Vergleich und passieren oft)

Bahnhof !

Was im Frankfurter HBF passiert ist, ist einfach nur furchtbar und erschütternd. Aber was DB_EMD schreibt mit dem irren Tempo, stimmt in Frankfurt am HBF nicht ganz. Da gibt es etliche andere Bahnhöfe, wo es wesentlich eher zu trifft. Der HBF Frankfurt ist ein Kopfbahnhof wie auch Stuttgart und München, da fahren die Züge nicht so schnell rein, weil sie sonst in den Rambock fahren würden.
Eine eher bessere Möglichkeit wäre tatsächlich, die Menschen nur an die Gleise zu lassen, wenn sie eine Fahrkarte haben und sie mit dieser am jeweiligen Gleis durch eine Schranke müssen.
So wie es jetzt überall ist, kann sich doch jeder aufhalten, ob Reisende, Taschendiebe, Bettler oder Menschen mit ganz üblen Absichten. Da gibt es keine Gewähr für keine Person, ohne einen Schaden den Tag zu überstehen.

Bahnsteigkarte

Früher gab es doch mal eine Bahnsteigkarte für Leute, welche nicht mit dem Zug fahren wollten, aber sich von Reisenden zum Beispiel verabschieden wollten. Diese Karte kostete auch Geld.
Meines Erachtens müsste der Zugang zu den Bahnsteigen wieder reglementiert werden. Nur wer ein Ticket oder eine Bahnsteigkarte hat, darf überhaupt in die Nähe eines Zuges kommen.
Einen absoluten Schutz vor Chaoten, Psychopathen und potentiellen Mördern bietet so etwas natürlich nicht. Aber die Installation von elektronischen Glassperren wie in Japan dürfte zu aufwendig und teuer werden.

Bessere Sicherheitsvorkehrungen wichtig

Ich finde es sehr sinnvoll wenn man wegen dieser Tat bessere Sicherheitsvorkehrungen trifft und die Bahnhöfe besser schützt um solche Taten zu verhindern.
Mindestens so schlimm wie die Tat fand ich jedoch, dass gestern kaum als die Tat Publik gemacht wurde von der Polizei Frankfurt die typische Klientel zur Stelle war und meinte die Bundeskanzlerin verantwortlich zu machen und eine Flüchtlingsdebatte loszutreten. Nun stellt sich heraus dieser durchgeknallte Täter seit Jahren in der Schweiz wohnt und aus Eritrea stammt. Dieser Mord ist fürchterlich und der Täter muss weggesperrt werden. Eine Debatte muss man aber auch darüber führen, dass man gegen diese Mutmaßungen während Ermittlungen vorgeht und die Leute belangt die Versuchen politisch aus so einer Mordtat kapital zu schlagen.

um 09:34 von Davian

>>Irre ich mich...

oder gibt es nicht in Japan Absperrgitter an Bahnsteigen, die sich erst öffnen, wenn der Zug steht? Dass also keine Maßnahme vor solch einer Tat schützen kann, klingt nach einer faden Ausrede. Oder Unkenntnis.<<

//

Sie haben vollkommen Recht...

Es dürfte wohl eher an den Kosten liegen alle Bahngleise nach zurüsten...

Die Bahn wurde doch "in der Vergangenheit" kaputt gespart...

@derdickewisser, 10:07

Jedes Verbrechen hat eine Motivation, und die hat immer auch mit der Biographie des Täters zu tun. Und dazu gehört nun mal auch seine soziokulturelle Prägung.

Und wenn Sie mir jetzt noch erklären, warum ausgerechnet bei Eritreern die soziokulturelle Prägung so aussieht, dass sie gerne Kinder vor den Zug stoßen (und die Prägung anderer Ethnien genau so was verhindert), dann haben Sie mich völlig überzeugt.

09:36 von A. Gabriel

"In Spanien ist ein Zugang zum Gleisbereich der Schnellzüge nur nach Gepäckkontrolle und mit gültigem Fahrschein möglich."

Dieser Vorschlag hat mir erst eingeleuchtet, aber am Ende dann doch nicht mehr:
a. Man kann Menschen, die ankommende Fahrgäste abholen wollen, nicht verbieten, dies schon auf dem Gleis zu tun.
b. Früher irgendwann musste man Bahnsteigkarten lösen, wenn man eben nur jd. abholen wollte:
und die kann auch ein potentieller Mörder lösen.

Stattdessen leuchten mir eigentlich nur die Vorschläge ein, wo die Menschen selber lernen, an den Zug erst heranzutreten, wenn der Zug gehalten hat.
Dazu nützlich ist, was auf S-Bahn-Gleisen schon geschieht:
1. breite weiß-leuchtende Streifen vor der Bahnsteig-Kante zu malen, die man vor Halt der Bahn nicht betreten darf.
2. Zusätzlich empfehle ich - was es früher auch einmal so ähnlich gab -, dass vor Einlaufen des Zuges eine Durchsage kommt:
'Bitte den weißen Streifen erst nach Halt des Zuges überschreiten'.

@Davian 09:34

"...gibt es nicht in Japan Absperrgitter an Bahnsteigen, die sich erst öffnen, wenn der Zug steht? Dass also keine Maßnahme vor solch einer Tat schützen kann, klingt nach einer faden Ausrede. Oder Unkenntnis...."
.
Im Bahnhof meiner Stadt bekommt die Bahn nicht mal eine funktionierende Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer gebacken. Ein Rollstuhlfahrer muss sich vorab anmelden. Dann kommen zwei Bahnmitarbeiter die ihn in den Zug hieven.
.
Und da sollen auf Bahnhöfen in der ganzen Republik Absperrgitter installiert werden?
.
Halte ich für naiv anzunehmen dass das in diesem Jahrhundert noch klappen könnte.

Sicherheitstüren

Zu Sicherheitstüren:

1. In Japan gibt es Sicherheitstüren in den modernen Bahnhöfen für den Shinkansen aber nicht für die langsameren Züge, die eigene Bahnhöfe oder eigene Bahnsteige haben. In den U-Bahnstationen ist dies je nach U-Bahnlinie unterschiedlich. Diese Sicherheitstüren sind aber sicher nicht gebaut worden, um vor Kriminellen zu schützen, die Personen vor einen einfahrenden Zug schubsen.
Japanische Bahnhöfe kann man meist auch nur betreten, wenn man eine Fahrkarte oder eine Bahnsteigkarte hat. Dies war in Deutschland auch mal bis ca. 1970 so geregelt.

2. Die Debatte mit den Sicherheitstüren geht meiner Ansicht nach aber in die falsche Richtung. Man verteilte auch nicht an die gesamte Bevölkerung Schutzwesten, um sich so vor kriminellen Schützen oder Messerstechern zu schützen.

Gestern am Kölner Hauptbahnhof

Die Bahnsteige völlig überfüllt. Keine Abgrenzung, kein Service, ein Zug der (für mein Verständnis) zu schnell einfährt usw.
Dazu kommt die Hitze und unregelmäßig Verspätung, Ausfälle, Baustellen medizinische Notfälle usw. Es ist zum Haare raufen. Und on top diese unbeschreiblich und herzerweichend traurige Nachricht, das diesmal ein 8 jährigem Kind Opfer dieser sinnlosen und menschenunwürdigen Attacke geworden ist. Wenn jetzt Zugfahrten günstiger werden sollen, dann sehe ich, wenn die Infrastruktur der Bahnhöfe sich noch bessert nicht positiv auf die Bahn der Zukunft. Bahnhöfe sollten ein Ort der sicheren Reise werden und dazu gehören geordnete Zugänge zu Bahnsteigen und Abgrenzungen an den Gleisen mit Ein u. Aussteig Bereichen. Dann wird es wieder, wie in früheren Zeiten, einfach der Reihe nach einzusteigen und nicht wie jetzt inzwischen üblich der stärkste drückt die anderen zur Seite. M.M.n.

Danke, liebe Medien!

Prof. Correll (Verhaltensforscher) berichtete schon vor Zig Jahren, dass Berichte über schlimme Verbrechen zwei Wirkungen haben:
1. normale Menschen werden abgeschreckt
2. Menschen mit latenten "Gelüsten" werden "motiviert.
.
Folgerichtig sollte man gut überlegen, was man in den Medien verbreitet, denn es ist gewiss kein Zufall, dass nach dem ersten tödlichen Schubser sofort ein zweiter folgte.

Nicht zu verhindern - Ursachen reduzieren

In einer vorherigen Version des Artikels wurde ein nachvollziehbares Szenario beschrieben, wie Menschen derart austicken können: "...Oft aber entwickelten sie sich aus Frust, Wut, Angst oder dem Gefühl, alles verloren zu haben. ... Durch die Gewaltausübung verwandelt sich diese Ohnmacht in ein Gefühl der Allmacht. Im Bruchteil einer Sekunde könne die Stimmung kippen und so eine Attacke auslösen..."
Im Bruchteil einer Sekunde wird also aus dem beherrschten, unauffälligen Menschen ein Amokläufer. Das gibt es regelmäßig! In anderen Ländern läuft jemand mit Waffen amok, hier mit Schubsen oder mit dem Auto. Dagegen helfen keine staatlichen Sicherheitsmaßnahmen, sondern nur eine soziale Stabilisierung der Gesellschaft. Derzeit findet aber vorwiegend Spaltung, Polarisierung und Destabilisierung statt, teils mit politischem Kalkül.
Mitgefühl mit den betroffenen Menschen ist für mich nun der erste Schritt. Dann: Frust, Angst, Wut und Ohnmacht verringern.

Kein politisches Problem

So schrecklich das Geschehene auch ist: Eine Diskussion über Sicherheitsmaßnahmen ist m.E. überflüssig. Es gab leider schon immer und überall Verrückten die furchtbare Dinge getan haben, wenn nicht am Zuggleis, dann eben bei Autobahnbrücken. Wir als Gesellschaft müssen nunmal mit einem gewissen Restrisiko leben. Der Versuch alle potenziellen Gefahrenzonen durch bauliche oder sicherheitspolitische Maßnahmen aus dem Weg zu räumen - das sollte doch jedem klar sein - ist uferlos. Und er führt leider nur dazu, das dieses Unglück für Stimmungs- und Angstmache instrumentalisiert wird.
Die Politik kann uns nicht alle Risiken abnehmen und sollte sich hier raushalten.

@dasmanuel 10.22

Die Nationalität des Manns aus Voerde wurde veröffentlicht. Es handelt sich um einen in Deutschland geborenen Serben.

Sicherheitswände... überall?

Die von einigen Kommentatoren hier als Beispiel angeführten Schutzwände mit eingelassenen Türen, in ihrer Anordnung den Zügen angepaßt, kenne ich aus der St. Petersburger Metro auch.

Nur, wie soll so etwas im großen Stil umgesetzt werden? ALLE Bahnhöfe und Haltestellen damit ausrüsten? Und was ist mit den unterschiedlichen Zügen die an ein und dem selben Bahnsteig nacheinander einfahren - mit unterschiedlichen Türabständen...?

@ um 10:01 von dito

"@Ritchi, 09:42
Sie irren sich. Zwar gibt es in Japan durchaus Absperrungen an Bahnsteigen, jedoch sind die Mehrheit der Bahnhoefe an der Bahnsteigkante ungesichert."
.
Ich war auch viel in Japan und ganz sicher irre ich mich nicht. Weder User Davian, noch ich sprechen davon, dass in Japan sämtliche Bahnsteigkanten abgesichert wären. Wir sprechen beide davon, dass es falsch ist zu behaupten, man könne nichts tun. Die abgesperrten Bahnsteigkanten in Japan und anderswo zeigen, dass man etwas tun kann. Es ist auch nicht notwendig, jeden Bahnhof so auszustatten. Es reicht, wenn Bahnhöfe mit hohem Passagieraufkommen ausgerüstet werden. Auf anderen Bahnhöfen steht man entspannt in der Mitte des Bahnsteigs.

Diese schreckliche Tat wird -

Diese schreckliche Tat wird - wie leider nicht anders zu erwarten - vornehmlich von afd-Seite für flüchtlingsfeindliche Ressentiments instrumentalisiert; die Frankfurter Rundschau benennt es klar und drastisch: "Hetzer, haltet mal den Mund." (https://tinyurl.com/y227davo): „Gewalt gibt es, weil es Arschlöcher gibt und nicht Ausländer“, schrieb ein kluger Mensch am Montag.
Frau Weidel bildet die unrühmliche Speerspitze dieser Hetze; als in Wächtersbach ein eritreeischer Landsmann des mutmaßlichen Täters zum Opfer eines offensichtlichen Mordversuchs wurde, hat Alice Weidel was getwittert? Nichts.
Die Diskussion um Schutzgitter an den Gleisen und andere Maßnahmen sind das eine; die Instrumentalisierung für fremdenfeindliche Haltungen ist das andere; dagegen brauchen wir mentale Schutzgitter.

@dasmanuel

"Ich empfinde diese Berichterstattung als voreingenommen. Entweder spricht man im Fall Frankfurt von einem tatverdächtigen Mann, oder man offenbart die Nationalität des Mannes aus Voerde."

Gestern wurde es in einem Artikel hier bei Tageschau.de geschieben, der Täter (oder muß es korrekt mutmaßlicher Täter heißen?) aus Voerde ist ein in deutschland geborener Serbe.

Hinweis

Die andere Tat, vor kurzem, fand an einem kleineren Bahnhof, wäre der dann auch mit Schutzwänden ausgestattet?

@ um 10:04 von dermulla

"09:42 von Ritchi
"Aber um solche Maßnahmen umsetzen zu können, ist es erforderlich, dass die Züge auf wenige Zentimeter genau anhalten. Völliges Neuland in Deutschland."

Das ist weniger das Problem. Verschiedene Zugtypen haben unterschiedliche Abstände zwischen den Türen."
.
In eine solche Absperrung lassen sich problemlos in entsprechenden Abständen mehrere Türen einbauen, (von denen entsprechend dem eingefahrenen Zug nur einige öffnen,) so dass unterschiedliche Züge dort halten können. Ist in Japan auch so.

@DeHahn 10.46

"Folgerichtig sollte man gut überlegen, was man in den Medien verbreitet, denn es ist gewiss kein Zufall, dass nach dem ersten tödlichen Schubser sofort ein zweiter folgte."

Entnehme ich Ihrem Beitrag, dass es besser wäre, einfach nicht mehr zu berichten? Nach dem Motto: wenn's keiner merkt, wird's auch keiner nachmachen?
Und mehr noch: entnehme ich ihm, dass Sie "den Medien", weil und sofern sie berichtet haben, an dem Mord und zweifachen Mordversuch (nach meiner unprofessionellen juristischen Einschätzung) eine Mitschuld geben?
Dann fordern Sie bestimmt auch bald, Unglücksboten zu köpfen. Ich hatte gehofft, dass wir diese Phase überwunden hätten.

@derdickewisser 10:55

Schlimm genug, dass ein gewisser Ansatz Menschen in Deutschland als aller erstes direkt einen Nordafrikaner oder Syrer als Täter vermutet und meint Polizei zu spielen. In Voerde war es ein Serbe und in Frankfurt ein Eriträer (der aber jahrelang in der Schweiz wohnt). Keiner von beiden kam 2015 nach Europa und keiner von beiden hat auch nur irgendeine Verbindung zum Terrorismus.

Bahnhof !

Da schließe ich mich an, der Mutter und den Angehörigen mein ganzes Mitgefühl !!!
Die DB sollte mehr gut geschultes Sicherheitspersonal und deutlich mehr Kontrollen einsetzen und ein führen. Im Grunde kann sich doch jeder am Bahnhof sich auf halten, wie er / sie will.
Das sollte deutlich ein geschränkt werden, durch elektronische Schranken, durch diverse Tickets und Überwachungs und Kontrolldruck.
So manche Person ist doch nur da, um zu stehlen oder betteln.
Hoffentlich bekommt alle nur erdenkliche Unterstützung, um mit grausamen und unmenschlichen Verlust irgendwie klar zu kommen .

Absperrung

Guten Morgen,
ja, es gibt z.B. in Japan an einigen Bahnsteigen Absperrungen. Auch dass die Züge dabei auf einge wenige Zentimeter genau zum Stehen kommen müssen ist richtig. In Japan ist das seit Jahrzehnten üblich. Auf jedem Bahnsteig in Tokyo gibt es Markierungen, innerhalb der sich die wartenden Menschen anstellen. Übertritt dort jemand ständig diese Markierungen oder die dicke Begrenzungslinie zum Gleisbett gibt es strafende Blicke von den Mitreisenden.
Damit weden solche Angriffe auch nicht verhindert, aber wenigstens vermindert.

@Kommentator_123, 10.47

Wenn ich Ihren Beitrag richtig verstehe, dann besagt er, auf den kürzesten Nenner gebracht: Die AfD ist schuld?

AVE Spanien -aus Anschlägen gelernt

Zugang zu Schnellzügen nur nach Sicherheitskontrolle, Für Abholer gibt es spezielle Wartebereiche wie am Flughafen, die AVE-Bahnhöfe sind sehr sauber und sehr sicher, wenn wir es in Deutschland als Mehrheit so wollen dann ist es in 3 Monaten umsetzbar!

@frosthorn

" Jedes Verbrechen hat eine Motivation, und die hat immer auch mit der Biographie des Täters zu tun. Und dazu gehört nun mal auch seine soziokulturelle Prägung.

Und wenn Sie mir jetzt noch erklären, warum ausgerechnet bei Eritreern die soziokulturelle Prägung so aussieht, dass sie gerne Kinder vor den Zug stoßen (und die Prägung anderer Ethnien genau so was verhindert), dann haben Sie mich völlig überzeugt."

Letzendlich könnte man so etwas nur statistisch angehen. Wie viele Eriteer gibt es in DE und wie viele Verbrechen werden durch sie begangen. Und wie viele Japaner gibt es und wie viele Verbrechen begehen sie, usw... . Deutsche auch. Das wäre eine neutrale Analyse.

Über Bahnsicherheit sollte hier nicht diskutiert werden

Es ist einfach furchtbar, was sich gestern im Frankfurter Bahnhof ereignete. Die schreckliche Tat eines Einzelnen. Die nun begonnene Diskussion über ‚Wenn's und Dann's‘ – nach schrecklichen Ereignissen ist eine typische Reaktion, macht aber den Jungen nicht wieder lebendig, die Tat nicht ungeschehen und vermindert nicht im Geringsten das unsagbare Leid der betroffenen Mutter nebst Familie.
Mein herzliches Beileid an die Familie verbunden mit dem Wunsch, dass für sie irgendwann einmal ein Leben wieder möglich ist. Viel Kraft und viele gute Menschen, die sie begleiten mögen.
Auf einer ganz anderen Ebene sollte daher über mögliche Maßnahmen, die Bahnsicherheit betreffend, diskutiert werden. Z. B. unter einer Meldung, die sich auf Klima und CO2 und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln bezieht. Beispielsweise hier: https://www.tagesschau.de/inland/soeder-klima-grundgesetz-103.html

Zugangskontrolle

Also was sollen Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen bringen. Wer so was vor hat, der hat dann eine Fahrkarte. Vielleicht wollte ja auch der Täter von Frankfurt mit dem Zug fahren. Aber Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen führen zu massiven Staus vor den Bahnsteigen. Zumindest die großen Bahnhöfe wie z.B. Frankfurt als Kopfbahnhof müssten großflächig umgebaut werden. Bei Bahnsteigen mit mehreren Zugängen ist es hoher Personalaufwand.
Wir werden nicht alles in den Griff bekommen, 100% Sicherheit wird es nicht geben.

Sicherheit an Bahnhöfen

Diese Taten sind schrecklich und mein Mitgefühl gilt allen Opfern dieser Mörder! Dem Kind, der Mutter, den Angehörigen, aber auch allen Helfern, dem Zugführer, den Augenzeugen, ...
Was ich den Mördern wünsche, tue ich hier lieber nicht kund.

Es wird nie eine absolute Sicherheit geben. Aber unsere Bahnhöfe sind in Sachen Sicherheit hoffnungslos veraltet! Viele Bahnhöfe mit Umfeld sind zu sozialen Brennpunkten verkommen. Nachts schließt die DB Schalterhallen und Aufenthaltsräume, damit dort nicht randaliert und übernachtet wird! Sicherheitspersonal ist rar und oft überfordert.
Statt über Helmpflicht auf E-Scootern zu diskutieren, wäre es Zeit an Konzepten zu arbeiten, um die Sicherheit an Bahnhöfen generell zu erhöhen. Zutrittskontrolle/-beschränkung wäre ein Anfang.
Am Geld kann es nicht liegen, wenn man sieht, wieviele Milliarden alleine für den Bau eines Bahnhofes in Stuttgart verblasen werden. Wahrscheinlich mehr für Marmor, Chrom und Edelstahl, als für Sicherheit!

Eine unmenschliche und schreckliche Tat!

Aber - so tragisch das ist - ähnliche Taten von "nur kriminellen," verwirrten oder irregeleiteten Einzeltätern lassen sich nicht verhindern; nicht einmal in einer Diktatur.
---
Zitat: SPD-Verkehrsexperte Martin Burkert bemängelte in der "Bild"-Zeitung...
Nach erschütterden Taten immer das selbe Ritual: Politiker spreizen ihre Pfauenfedern angesichts der am Boden zerstörten Angehöriger.
Oberpeinlich, dass ein "Experte" der SPD nun in der mittlerweile ziemlich speziellen Zeitung - mit dem großen "B" - sein Halbwissen zum besten gibt.

10:21 von Lyn

Um es freundlich zu formulieren:

Die Maßnahmen in China haben auch den „(Neben-) Effekt"
Menschen, die für Demokratie und Menschenrechte eintreten, an Reisen zu hindern.

Ein System wie in China ist mit dem Grundgesetz in Deutschland nicht vereinbar.

@frosthorn 10.41

Da meine Antwort leider mal wieder gelöscht wurde:
die Frage sollte man an den Kriminologen weiterleiten, den ich, wie Sie sicher bemerkt haben, zitiert habe. Leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt.
Im übrigen halte ich es für legitim nachzufragen, inwieweit Sie die von Ihnen formulierte Aussage in meinem Beitrag gefunden haben.

Sicherheitsvorkehrungen

Es gibt solche Absperrungen, die sich erst öffnen, wenn der Zug eingefahren ist. Also die Sicherheit kann man schon erhöhen. Aber Deutschland, als das viertwirtschaftlichstärkste Land der Welt, wird sich das nicht leisten können..

re db-emd

"Das mag nun nicht die Lösung aller Probleme sein, jedoch frage ich mich doch ab und zu schon, ob es wirklich notwendig ist, dass Züge und S-/U-Bahnen mit einem irren Tempo in Bahnhöfe und Haltestellen einfahren müssen. Muss jetzt wirklich jeden Sekunde ausgenutzt werden? Mal ganz abgesehen davon, dass man solche radikalen Wahnsinnigen nie ganz verhindern kann, so könnte man ihnen zumindestens im Fall von solchen Schubsern an Bahnsteigen die Gelegenheit nehmen zuzuschlagen."

So ein Unfug. Wie langsam soll denn ein Zug fahren, dass er noch anhalten kann, wenn unmittelbar davor einer auf die Gleise geschubst wird?

@A. Gabriel

"AVE Spanien -aus Anschlägen gelernt
Zugang zu Schnellzügen nur nach Sicherheitskontrolle" Am 30. Juli 2019 um 11:11 von A. Gabriel

Und wie kann das helfen solche Fälle zu verhindern?

Soll etwa geprüft werden, ob einer zwei Hände dabei hat, mit denen er jemanden vor den Zug stossen kann?
Oder soll ein Medium hinzugezogen werden, um jedem die Zukunft vorherzusagen???

Ich habe eher so eine Ahnung, dass der Täter bereits mehrfach aufgefallen ist. Das ist so eine Sache, die tatsächlich unabhängig von der Nationalität auffällt.

Und Polizei und Justiz sind immer noch überlastet.

Schaut euch das hier von Radek im ZDF mal an - recht hat er

Zusätzlich kann ich nur alle auffordern, sich mal dass hier von Jörg Radek (GdP) bei den ZDF-Nachrichten anzuschauen der alle zurueckpfeift die jetzt auf die Schnelle neue Sicherheitsmaßnahmen fordern:

https://tinyurl.com/y3goathm
ZDF-Nachrichten: Polizei: "Besonnenheit" nach Attacke (4min | 30.07.2019)

Man dürfe mit der Diskussion um Sicherheit an Bahnsteigen keine "Nachahmungstäter provozieren", so Polizeihauptkommissar Jörg Radek nach der tödlichen Attacke in Frankfurt am Main.

Danke Herr Radek, sage ich dazu nur!!

frosthorn, 10:16

Auf jeden Fall würde die Fahrschein-/Bahnsteigkartenpflicht die Zahl der Personen reduzieren, die sich auf den Bahnsteigen aufhalten. Zumindest in großen Bahnhöfen dürfte sich die Sicherheit erhöhen.

@derdickewisser 10:07 Uhr

Die Eritreer sind also weltweit dafür bekannt, Menschen vor Züge zu schubsen. Oder wie muss ich Sie verstehen?

Die Folgen dieser unfassbaren

Die Folgen dieser unfassbaren Tat für alle Betroffenen wurden in allen Medien angemessen gewürdigt.
Es wird aber auch kollaterale Probleme geben, z. B. gerade jetzt, wo umfangreiche Versuche unternommen werden, Autofahrer vom Zugfahren zu überzeugen.

11:11 von derdickewisser

Kommentator123 hat die AfD mit keinem Wort erwähnt, er hat bestimmte gesellschaftliche Veränderungen angesprochen. Dass SIE daraus auf die Afd schließen, ist Ihnen unbenommen.

re moas

" Zugang zum Gleis nur mit entsprechender Fahrkarte und wenn der Zug eingefahren ist"

So, der Zug ist eingefahren und steht. Jetzt öffnet sich die Sperre und 200 Leute rennen auf den Bahnsteig. Wer stürzt wird totgetrampelt von der Stampede.

Das soll eine Lösung sein?

@ LaLyra

"Über Bahnsicherheit sollte hier nicht diskutiert werden" Am 30. Juli 2019 um 11:13 von LaLyra

Wie bitte?
Es wurden immer wieder Erwachsene ermordet, jetzt ein Kind, und wir sollen nicht darüber diskutieren, wie man das in Zukunft möglichst verhindern oder zumindest minimieren kann?

Mein Mann pendelt mit einem ICE täglich zur Arbeit.

Ich will, dass darüber diskutiert wird!
Ich fordere eine Diskussion!

Und wo...???

Und wo sollen die Fahrgäste bitte warten? Das mag an einem Haltepunkt durchführbar sein aber an zentralen Bahnhöfen nicht.
Die haben eine enormes Fahrgastaufkommen. Wo sollen die Leute bitteschön warten??? Und dann: Zugfährt ein Fahrgäste steigen ein und gleichzeitig komme ihnen die entgegen die jetzt erst auf den Bahnsteig dürfen, Ihren Wagen suchen müssen.... Besonders auf Kopfbahnhöfen richtet man da das feinste Chaos an.

Der Beginn eines Bürgerkriegs?

Innerhalb eines Jahres hat es nun schon 2 Tote (Lübke, 8 jähriges Kind in Frankfurt) und einen Schwerverletzten in Wächtersbach gegeben. Wie viele Menschen noch Opfer des mittlerweile gegenseitigen Fremdenhasses geworden sind oder noch Opfer werden wissen wir nicht.

Nur eines steht fest! Der Rechtsstaat, die Kirchen und die Demokratie sind hier MASSIV gefordert!

Alle demokratischen Kräfte in diesem Land sollten sich zu einer gemeinsamen Demonstration für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzen und den Facebook Brandstiftern damit Paroli bieten.

Denn wir dürfen nicht zulassen, dass der gegenseitige Hass immer mehr Menschen zerstört und evtl. eines nicht mehr fernen Tages zum Bürgerkrieg führt.

Schon einmal, 1933 haben es Politiker meisterhaft verstanden, den Hass gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen zu kanalisieren und damit eine wilde Jagd auf eben diese Menschen zu eröffnen.

Soweit darf es in Deutschland NIE WIEDER KOMMEN!

Daher fordere ich alle auf: Lasst das nicht zu!

@Kühn 11.29

Siehe meine Antwort an Frosthorn oben.

Solche Taten schwer gestörter

Solche Taten schwer gestörter Menschen kommen sehr selten vor und erhöhen das statistische vorzeitige Todesrisiko praktisch nicht. Kein Grund irgendwelche zusätzlichen Maßnahmen zu ergreifen.

@ 11:11 derdickewisser

Die afd kommt im Beitrag des Users Kommentator_123 gar nicht vor; er bezieht sich auf einen sozialpsychologischen Fachkommentar, wie es zu solchen schrecklichen Gewalttaten kommen kann - das ist übrigens weder eine Rechtfertigung noch eine Verharmlosung noch eine Schuldzuweisung.
Andererseits kennt man das Muster der afd tatsächlich als eines, das gerne mit Schuld in dreifacher Hinsicht arbeitet:
afd-Weidel meint ja gleich schon posaunen zu müssen, dass die Kanzlerin schuld ist mit ihrer "grenzenlosen Willkommenskultur".
Und natürlich sind die Flüchtlinge generell schuld - eine bei Rechtspopulist*innen besonders beliebte und international zu findende Sündenbock-Ideologie;
und drittens natürlich der perfide allseits bekannte Versuch, sich dann selber als Opfer darzustellen, wenn man Rassismus als angeblich unbequeme Wahrheiten ausgibt und dafür logischerweise politisch konfrontiert wird.

Gut,

dass überhaupt über diese sinnlose Tat berichtet wird. Gestern verstieg sich der Kriminalpsychologe Egg doch tatsächlich zu der These der "Nachahmungstäter" ! Wie kann Jemand Taten nachahmen, über die nicht oder kaum berichtet wird? Aber so einfach kann man sich Erklärungen basteln. Nachdem es aber ein Trend zu sein scheint, Menschen vor Züge, S-Bahnen oder einfach Treppen runterzustoßen heißt es einfach, vorsichtig zu sein und drauf zu achten, wer hinter Einem geht oder steht. Mit oder ohne Fahrschein. Die Idee , nur mit Tickets an den Bahnsteig zu kommen kann nicht funktionieren. Da müssten zig Kontrolleure eingestellt werden und an S-Bahnhaltestellen klappt es auch nicht

@ 09:38 von John Becker MD

Dafür müssen sie nicht nach Singapur fahren - die Jubilee Line in London hat auch solche Wände. Das setzt aber voraus, dass die Züge punktgenau anhalten. Der Technik entsprechen unsere deutschen Fernverkehrszüge nicht - auch ist dies ein unglaublicher, viele Jahrzehnte umfassender Aufwand, alle Bahnhöfe so auszurüsten. Zudem müssen die Enden, wenn nicht abgeschlossen, überwacht werden. Denn wer einmal hinter der Wand ist, hat kaum eine Chance wieder auf den Bahnsteig zu kommen. Da gibt es doch, wie hier schon erwähnt, eine viel einfachere Lösung: Einfach mehrere Meter von der Bahnsteigkante entfernt stehen, bis der Zug angehalten hat. Abgesehen davon besteht das Problem schon an jeder Ampel - auch da kann man vor die vorbeifahrenden Autos geschuppst werden. 100%-Sicherheit gibt es im Leben nun mal nicht.

@Magfrad 11.10, 3. Versuch

Ich habe selbst oben in einem Beitrag darauf hingewiesen, dass der Täter von Voerde ein in Deutschland geborener Serbe ist.
Dennoch wüsste ich gern, was unter "ein gewisser Ansatz Menschen in Deutschland" zu verstehen ist und ob Sie mich diesem zurechnen und wenn ja wieso.

@Peter Meffert 11.32

In der Tat, mit beidem haben Sie Recht.

@R. Kühn um 11:29

"Die Eritreer sind also weltweit dafür bekannt, Menschen vor Züge zu schubsen."

Könnte stimmen, wahrscheinlich gibt es deshalb in Eritrea keinen Bahnverkehr (mehr) außer "ein[em] Ausflugszug mit einer Dampflokomotive" (Wikipedia), da wurde zuviel geschubst. Diese "soziokulturelle Prägung" sollte man mal untersuchen :-)

@ derdickewisser

Der AfD ist der tote Junge egal. Genau so egal sind ihr die anderen Menschen, die den Vorfall mit erleben mussten.

Für die AfD ist wichtig, dass der Täter einen Migrationshintergrund hat und dass sie wieder gegen Flüchtlinge hetzen können.

Dass der Täter jahrelang in der Schweiz lebte und gar nichts mit der Flüchtlingsthematik 2015 zu tun hatte, dürfte die AfD erfahrungsgemäß auch nicht interessieren

@die_kleine_feder 11.37

Ich gebe Ihnen vollständig Recht damit, dass wir alle dazu beitragen sollten, derartige Gewalttaten zu verhindern. Ich halte sie aber nicht für das Anzeichen eines drohenden Bürgerkriegs o.ä., sondern für das Symptom der zunehmenden Verrohung unserer Gesellschaft. Die erstens sicherlich eine Menge hoch komplexer Ursachen hat, und die mich zweitens beängstigend an die aufgeheizte Stimmung in Europa vor dem 1. Weltkrieg erinnert, wie beispielsweise Th. Mann sie schildert.
Vor allem hoffe ich aber, dass die Opfer bzw. deren Familien auf irgend eine Weise Hilfe erhalten. Und dass es ihnen gelingt, diese ungeheuerlichen Taten irgendwie zu überstehen.

Frankfurter Bahnhof...

Ich verlinke mal auf einen interessanten Hintergrundartikel der NZZ im Zusammenhang mit der traurigen Geschichte. (Wenn das denn erlaubt ist und mein Kommentar + Verlinkung nicht wegmoderiert werden!)
Ansonsten kann ich nicht viel mehr schreiben, was andere nicht schon klugerweise in ihren Kommentaren geschrieben haben. Auf die unklugen und reflexhaften Kommentare möchte ich nicht eingehen.
https://www.nzz.ch/schweiz/fluechtlinge-
aus-eritrea-verloren-in-der-schweiz-ld.142705

Sicherheitswahn

"Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren."

Wer jemanden töten will, tut das. Das ist im allgemeinen kaum zu verhindern. Wenn jemand mit dem Messer erstochen wird (soll schon vorgekommen sein...), wollen Sie dann wirklich, dass Sie sich erst jeden Griff zum Küchenmesser genehmigen lassen müssen?

Solche Einzeltaten kann man nicht verhindern, nur ahnden.

Und man sollte selber so leben, dass man jeden Tag in Frieden sterben könnte.

@ die_kleine_Feder (11:37): vollumfänglichste Zustimmung

hallo die_kleine_Feder

ich kann Ihrem Kommentar nur vollumfänglichst zustimmen. Exakt genauso ist es.

Nur eines steht fest! Der Rechtsstaat, die Kirchen und die Demokratie sind hier MASSIV gefordert!

Alle demokratischen Kräfte in diesem Land sollten sich zu einer gemeinsamen Demonstration für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzen und den Facebook Brandstiftern damit Paroli bieten.

Denn wir dürfen nicht zulassen, dass der gegenseitige Hass immer mehr Menschen zerstört und evtl. eines nicht mehr fernen Tages zum Bürgerkrieg führt.

Schon einmal, 1933 haben es Politiker meisterhaft verstanden, den Hass gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen zu kanalisieren und damit eine wilde Jagd auf eben diese Menschen zu eröffnen.

Soweit darf es in Deutschland NIE WIEDER KOMMEN!

Daher fordere ich alle auf: Lasst das nicht zu!

Deswegen gehören solche geistigen Brandstifter dauergesperrt in den Netzwerken.

@Werner40

völlig richtig ! Wir verstehen genau den Unterschied zwischen was sie sagen wollen und was sie sagen können

@ Werner40 (11:39): auch fuer Sie vollumfänglichste Zustimmung

hi Werner40

Auch fuer Sie vollumfänglichste Zustimmung:

Solche Taten schwer gestörter Menschen kommen sehr selten vor und erhöhen das statistische vorzeitige Todesrisiko praktisch nicht. Kein Grund irgendwelche zusätzlichen Maßnahmen zu ergreifen.

Was man aber machen kann, ist Wachsamkeit bei allen Mitfahrenden (also Augen aufhalten). Zusätzlich kann man solche Hetzer gegen Ausländer, Fluechtlinge und Migranten und solche die solche Todesdrohungen und solche Luegen und Fake-News wie Trump verbreiten, bei den sozialen Netzwerken dauersperren. Und da sind eben auch viele AfDler dabei. Aber mehr brauchen wir wirklich nicht. Denn sowas kann ja nicht nur an Bahnhöfen passieren sondern auch irgendwo auf freier Strecke.

Außerdem muss es darum gehen, Nachahmungstäter zu verhindern.

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