Ihre Meinung zu: Angriffe in Hongkong: Schlägertrupp attackiert Demonstranten

22. Juli 2019 - 12:05 Uhr

In Hongkong haben Maskierte regierungskritische Demonstranten in einem U-Bahnhof mit Metallstangen angegriffen und mehrere Menschen schwer verletzt. Aktivisten vermuten chinesische Triaden hinter den Attacken.

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Kommentare

Ein Merkmal

Es ist ein Merkmal aller autoritären Staaten, dass auch inoffizielle, regierungstreue Schlägertrupps gegen Regierungskritiker eingesetzt werden. Als besonders autoritärer Staat, macht es China eben besonders brutal.

rer Truman Welt

Ja, das darf wohl schwer angenommen werden, daß die Chinesische Regierung dies beauftragt! Es wäre gut welche dieser Maskierten dingfest zu machen und zu verhören, am besten gleich auf neutralem Boden. Es ist einfach zum Verzweifeln wenn ich mir anschaue, wo alles vor mehr als 50 Jahren begann und wo die Welt heute steht. Sehr, sehr traurig!

Eskalation

Ich bin mir sicher das diese Kämpfer der Zentralregierung ich CHN nahe stehen.
Ihre Angriffe sind eventuell eine Reaktion auf die Angriffe von der Gegenseite auf die Botschaft CHN in Hongkong
Aktion-Reaktion

Das war doch zu

Das war doch zu erwarten.
Oder hat irgendwer gedacht, hongkong bliebe ein westliches Land, nachdem die Briten abziehen?

Tagesschau hat wichtge Rolle

Bitte, bitte weiter so liebe Tagesschau. Eure Berichterstattung (und die der deutschen Welle) sind ungemein wichtig für die Demokratiebewegung in Hong Kong.

Das wahre Gesicht

Unglaublich...wenn maskierte Schlägertrupps im Sold der chinesischen Regierung friedliche Demonstranten in Hongkong attackieren...der Machthunger Chinas ist das Treibmittel, um auf jedwede Weise das Freiheits-und Demokratiestreben der Hongkonger abzuschaffen...und das noch vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

So so...

"Viele der Demonstranten hatten sich für Konfrontationen mit der Polizei mit Atemschutzmasken, selbst gemachten Schilden und Helmen ausgerüstet."
Mmh..., das klingt nicht nach friedlicher Demonstration. Mich erinnert dies stark an die Maidan-"Proteste" 2014. Man stelle sich den Aufschrei vor, Demonstrationen würden bei uns so ablaufen!
"Auslöser der Proteste waren Pläne der Regionalregierung für ein umstrittenes Auslieferungsgesetz, durch das Bewohner von Hongkong auf dem chinesischen Festland vor Gericht hätten gestellt werden können.
Dieses wurde mittlerweile von der Regierungschefin von Hongkong, Carrie Lam, auf Eis gelegt."
Ziel erreicht, oder doch nicht...?!?

11:33 von lovechina

Da haben Sie ja die gesamte Palette der Propaganda der PR China & der undemokratischen Lam-Regierung abgespult.

Der Versuch Millionen friedlicher Hongkonger Bürger allesamt zu "Riot-Makern" abzustempeln schlägt fehl.

Über zwei Millionen Demokratieanhänger sind bei den Demos im Mai/Juni auf die Straßen gegangen. Die unverhältnismäßige Gewalt ging seinerzeit von der Polizei aus. Die Aufklärung hierzu ist eine der Hauptforderungen.

Jetzt hat sich eine sehr kleine Gruppe von gewaltbereiten Akteuren radikalisiert. Lam hätte durch weniger arrogantes Auftreten diese Radikalisierung verhindern können.

Das war offenbar nicht erwünscht. Lam und Xi benutzen eine Gruppe von einigen Hundert Leuten, um Millionen zu diffamieren zu können.

Wenn Lam sagt, das Auslieferungsgesetz "ist tot", soll sie es offiziell als Gesetzesvorhaben streichen. Sie macht es nicht. Das ruft weiteres Misstrauen hervor.

Außerdem, heißt "Stability, Prosperity" Zusammenarbeit mit Triadengangstern und Schlägern?

@Meinung zu ......

Alles begann vor mehr als 50 Jahren?
Definitiv nein, der Urknall liegt weiter zurück.

Und die Verteilung von Vermögen in der Bevölkerung hat sich seit der Bronzezeit nicht wesentlich verändert, Wenige haben sehr viel und herrschen über sehr viele, die sehr wenig haben.

Das chinesische Kaiserreich und das britische Imperium sind auch älter als 50 Jahre.

Alles begann vor 50 Jahren kann man nur beantworten mit: Nichts begann vor 50 Jahren.

meine Meinung:

Es gibt unter den regierungskritischen Demonstranten ebenfalls gewaltbereite vermummte Personen. Das ist auch in Deutschland nicht erlaubt, siehe Hamburg. Wie soll da eine unvoreingenommene Beurteilung der einzelenen Akteure möglich sein?

Gibt es in Deutschland auch ...

Zitat: "Ein Internet-Video, dass die Zeitung "Apple Daily" veröffentlichte, zeigte, wie weißgekleidete, maskierte Angreifer in einer U-Bahnstation und einem Waggon schwarzgekleidete Protestierende schlugen."

Gibt es in Deutschland auch ... nur dass diese Schläger schwarzgekleidet sind und der Antifa angehören.

Nichts Neues.

Schlaegertrupps? Das waren

Schlaegertrupps? Das waren Aktivisten, die Gesicht gezeigt haben und sich den westlichen Kapitalisten in den Weg gestellt haben.

Bogen überspannen...

Die Aktivisten in Hongkong waren erfolgreich. Bisher. Sie sollten den Bogen aber nicht überspannen. Hongkong ist formal ein Teil der VR China und wenn es der Zentralregierung zu bunt wird, ist das "freie" Hongkong schneller Geschichte als die Aktivisten twittern können. Die KP Chinas hat das Problem, 55 Völker zusammen zu halten. Wenn heute Hongkong von der Stange geht, haben wir übermorgen viele neue Probleme in Fernost. Die VR China ist im Gegensatz zu manch anderer Diktatur auf der Welt noch - relativ!- "gemäßigt". Das muss man denjenigen die ständig auf die Diktatur VR China schimpfen auch mal entgegnen. Bitte bei China NICHT eine westliche Bauchnabelschau des kontinental gewachsenen Humanismus betreiben. Dort braucht man längeren Atem. Hongkong ist ein Pulverfass. Egal wer da die Leute in der U-Bahn angriff, es zeigt dass es kurz vor 12 ist. Die selbst ernannten Führer der Proteste sollten jetzt mal Reife zeigen und runter fahren. 1989 2.0 will niemand, nicht mal die KP Chinas.

12:40 von zöpfchen

Kleine Info zur Ergänzung.

Bislang hatten die chinesischen Netz-Zensurbehörden deutschsprachige Onlinemedien nicht ausgefiltert.

Wahrscheinlich wurde die Gefahr nicht als allzu hoch eingesuft. Wer von der breiten Masse kann schon Zeitungstexte auf deutsch lesen in China? Eine kleine Gruppe von Priviligierten nur.

Seit einigen Wochen ist das Angebot der Tagesschau, Spiegel u.a. in der Volksrepublik gesperrt oder stark eingeschränkt aufrufbar.

Offenbar gehen den Kontrollbehörden die Nerven durch.

https://www.deutschlandfunk.de/internetzensur-china-blockiert-deutsche-m...

@zöpfchen

...sie meinen die patreinahme für eine Seite und die damit verbundene Einmischung in die Angelegenheiten anderer-stimmts?

China kann nicht direkt eingreifen .... aber indirekt

Ich lebe mit meiner Familie seit 8 Jahren in China, habe zahlreiche Freunde in HK und bekomme die Dinge hautnah mit.

Bislang hat China eher ungläubig und hilflos die Proteste der letzten Wochen verfolgt, weil es die Proteste deutlich unterschätzt hatte.

Um das Auslieferungsgesetz geht es dort schon lange nicht mehr. Zentrale Forderungen sind direktes Wahlrecht, Auflösung des Legislativrates, Rücktritt von Lam.

China kann dort nicht militärisch eingreifen ohne weltweit sein Gesicht zu verlieren.

Und Peking hat Angst, dass all dies auf das Festland übergreift.

Ich kenne China recht gut und kann nur mutmaßen, dass da ein paar sehr alte Falken immer noch genügend Einfluss haben, um solche Aktionen der Einschüchterung zu initiieren.

Helfen wird es nichts ... China wird akzeptieren müssen, dass Hong Kong sich massiv gegen Peking wehrt und auf die Einhaltung der Verträge und der Verfassung insistiert.

Am Ende wird man HK für ein paar Jahre in Ruhe lassen.

Berichterstattung ist wichtig

Das stimmt.
Je internationaler das Geschehen verfolgt wird, desto stärker ist die Position der Demonstranten.

In diesen Minuten werden

In diesen Minuten werden Arbeitnehmer in Hong Kong gebeten ihre Arbeitsplätze unverzüglich zu verlassen und nach Hause zu gehen. Es drohe Gefahr auf dem Heimweg von Schlägerbanden attackiert zu werden.

Nicht ganz neue Taktik

Diese Taktik (Schlägertrupps) erinnert ein Wenig an Ägypten oder auch die Ukraine.
Daß die Täter wie Chinesen aussahen, überrascht aber eigentlich nicht. – Welche Ethnie sollte man den sonst erwarten?
Keine Fragen gibt es aber nach diesem glasklaren Beweis:
"Später wurden Männer gesehen, die den Ort in Autos mit Kennzeichen von Festland-China verließen."

Schlägertrupp attackiert Demonstranten

Es ist ein Merkmal aller autoritären Staaten, dass auch inoffizielle, regierungstreue Schlägertrupps gegen Regierungskritiker eingesetzt werden. Als besonders autoritärer Staat, macht es China eben besonders brutal.

In Deutschland nimmt es mittlerweile "ähnliche" Züge an; sie werden ironischerweise als antifaschistische Gruppierung bezeichnet.

Erschreckende Entwicklung in Hong Kong

Die VR China will offensichtlich mit allen Mitteln Hong Kong entdemokratisieren, hoffentlich endet dies nicht wie in der sogenannten "Kulturrevolution", wo es lt. Wiki zwischen 1958 und 1962 45 Millionen Tote gab, oder wie am Tian-an-men-Platz in Peking 1989, wo es ebenfalls Tausende Tote gab. Es wird Zeit, das wir China auffordern, die Menschenrechte lt. UN-Charta einzuhalten, schließlich ist China sogar ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat !

Das muss endlich aufhören

„Bei den Angriffen wurden 45 Menschen verletzt. Sechs Menschen erlitten schwere Verletzungen, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr“

Ich wünsche allen schnelle und vollständige Genesung. Und dass die Ursache des Irrsinns, der diesem Verbrechen zugrunde liegt, endlich mit vereinten Kräften schnellstmöglich beseitigt werden kann.

„Kritiker werfen der Polizei vor, trotz dramatischer Hilferufe erst nach mehr als einer Stunde in der U-Bahnstation eingetroffen zu sein. Wütende Passagiere sagten (...), die Polizei sei nicht eingeschritten / Der bei der Attacke verletzte Abgeordnete (...) kritisierte die Polizei ebenfalls. Er machte für den Angriff Mitglieder krimineller chinesischer Banden, der sogenannten Triaden, verantwortlich / Der Demokratie-Aktivist (...) schrieb (...), wenn "chinesische Mobs" Bürger attackieren würden, greife die Polizei nicht ein“

Diese Tatsachen sprechen für sich. Danke für die Titulierung dieser offensichtlich staatlich gesteuerten Akteure als „Schlägertrupp“.

@12:26 von skydiver-sr

"Ich bin mir sicher das diese Kämpfer der Zentralregierung ich CHN nahe stehen.
Ihre Angriffe sind eventuell eine Reaktion auf die Angriffe von der Gegenseite auf die Botschaft CHN in Hongkong
Aktion-Reaktion"

Ich hoffe, dass Ihr Kommentar nicht als Rechtfertigung der Gewalt zu verstehen ist - denn leider klingt er so. Gewalt an Gegenständen mag nicht in Ordnung sein - Gewalt an Menschen ist es aber noch viel weniger.

@12:40 von zöpfchen

"Bitte, bitte weiter so liebe Tagesschau. Eure Berichterstattung (und die der deutschen Welle) sind ungemein wichtig für die Demokratiebewegung in Hong Kong."

Beide Medien sind allerdings in Festlandchina gesperrt.

@Shuusui um 12:55Uhr

Da haben Sie völlig Recht! Wer der Vergangenheit von 50 oder mehr Jahren nachhängt, glaubt eben auch heute noch, in der damaligen Kronkolonie wäre alles in bester Ordnung gewesen!

@12:48 von agri.cult.Jah135

""Auslöser der Proteste waren Pläne der Regionalregierung für ein umstrittenes Auslieferungsgesetz, durch das Bewohner von Hongkong auf dem chinesischen Festland vor Gericht hätten gestellt werden können.
Dieses wurde mittlerweile von der Regierungschefin von Hongkong, Carrie Lam, auf Eis gelegt."
Ziel erreicht, oder doch nicht...?!?"

Nur weil Sie den Tropfen entfernen, der das Fass zum Überlaufen brachte, heißt es nicht, dass das Fass anschließend leer ist.
Der Auslöser der Proteste ist nicht der komplette Hintergrund der Proteste. Das Ziel ist damit noch nicht erreicht.

In französischen Medien gehören die bewaffneten Banden

zu den Demostranten.
Dort steht die Polizei Radikalen gegenüber.
Wer schreibt die Wahrheit?
Tandis que des bandes armées se déchaînaient à Yuen Long, la police faisait face à des manifestants radicaux au coeur de l'île de Hong Kong.

Westlich?

Was ist an Hongkong denn westlich??
Östlicher als Hongkong geht es kaum.
Die Stadt war bis 1997 eine britische Diktatur.
Hongkong ist auch heute noch - als böses Erbe Großbritanniens - eine der ärmsten Städte Chinas., mit einer extremen Klassenspaltung zwischen sehr reich und extrem arm.
Daß China 1997 der Stadt Sonderregelungen gewährte, ist dazu kein Widerspruch.
Fakt ist, daß die „Peking - nahen“ Parteien die demokratische Mehrheit haben. Das passt aber kaum zu der Aussage, es handele sich bei den Randalierern um die Bevölkerungsmehrheit. Im Gegenteil: die Gegendemonstrationen werden zahlreicher.
Die Randalierer - die die reiche Oberschicht repräsentieren - sollten sich einmal fragen, warum das von ihnen geliebte Großbritannien sie 1997 nicht in GB einwandern ließ, obwohl viele von ihnen britische Pässe hatten?!
Klar, die Hälfte der Zeit der Sonderregelung ist vorbei. Jetzt fürchtet die Hongkonger Bourgeoisie um ihre Privilegien.
Jetzt versuchen sie es mit Randale.

@ Gelenkte-Dem-DE

Ich möchte es nicht ausschließen, dass diese weißen Schlägertrupps im Auftrage Pekings agiert haben, aber es ist andererseits nicht erwiesen, dass Peking dahinter steckt. Daher sollte man mit Tatsachenbehauptungen wie Ihren etwas umsichtiger sein.

Eigentlich hat es Peking auch nicht notwendig, die Triaden aufzuhetzen, denn a) vermasseln die fortgesetzten Blockaden der Infrastruktur den Triaden ihr Geschäft und b) wird vergessen, dass es wohl die HKer Triaden selbst sind, die um ihre Geschäfte mit dem Festland bangen, die hier aktiv geworden sind. Also ein hausgemachtes Problem der HKer selbst.

@ Meinung zu unse...

"Ja, das darf wohl schwer angenommen werden, daß die Chinesische Regierung dies beauftragt!"

Auf welcher Basis treffen Sie Ihre Aussage?

@Am 22. Juli 2019 um 12:48 von agri.cult.Jah135

Bevor man einen solchen Post absetzt, sollte man noch mal nachdenken.

Wenn Sie die Nachrichten der letzten Jahre aus Hong Kong verfolgt hätten, wären Sie verblüfft, wie friedlich dort demonstriert wird angesichts dessen, was für die Demonstranten auf dem Spiel steht.

Durch Ihre Vermutung, Ihr Bauchgefühl, fallen Sie Menschen in den Rücken, die verzweifelt um die Rechte kämpfen, auf denen auch unser Land gründet.

Kann natürlich sein, Sie bevorzugen Totalitarismus und Despotie. Das wäre heutzutage nicht mehr undenkbar.

Aber traurig.

@ realitychecker

"Die unverhältnismäßige Gewalt ging seinerzeit von der Polizei aus" Am 22. Juli 2019 um 12:55 von realitychecker

Na dann checken Sie bitte die Realität:

Dasselbe sagt man über die Gelbwesten und die französische Polizei.

Dasselbe sagt man über Proteste in der Türkei und die türkische Polizei.

Dasselbe sagt man über die Proteste zu Stuttgart-21 und die deutsche Polizei.

(Nur 3 Beispiele, die mir als erstes eingefallen sind. Für alle reicht der Platz nicht aus.)

@ skydiver-sr

"Ich bin mir sicher das diese Kämpfer der Zentralregierung ich CHN nahe stehen."

Das mag sein. Ich aber vermute das es die HKer Triaden selber sind, die mit eingeschmuggelten Festlandchinesen den Demonstranten Angst einjagen wollen, weil die HKer Triaden infolge der fortgesetzten Proteste um ihre Geschäfte mit dem Festland bangen (erhöhte Polizeipräsenz an der innerchinesischen Grenze erschwert z.B. das Schmuggeln von Drogen, Menschen und Waffen usw.)

Ich bin immer wieder perplex, wie schnell wir immer dabei sind, alles Schlechte immer sofort der chinesischen Regierung zuzudichten. Warum eigentlich?

Wer übrigens glaubt, dass die KPCh in China wirklich so allmächtig ist, wie man hier denkt, ist ziemlich naiv und hat das Land nicht verstanden.

12:48 von agri.cult.Jah135

"So so...
"Viele der Demonstranten hatten sich für Konfrontationen mit der Polizei mit Atemschutzmasken, selbst gemachten Schilden und Helmen ausgerüstet."
Mmh..., das klingt nicht nach friedlicher Demonstration."

Ist ja auch noch schöner, dass die Demonstranten Helme tragen, um sich zu schützen.

@ landart

"Unglaublich...wenn maskierte Schlägertrupps im Sold der chinesischen Regierung friedliche Demonstranten in Hongkong attackieren..."

Beweise? Belege?

Ach egal! Es geht gegen China und die kommunistische Partei, da muss die Schuld feststehen.

1997!!!

Verhinderte Honkongs Regierung die Änderung des Wahlrechtes! Konzerne haben einen größeren Einfluß in der dortigen Politik als die Bürger!(Überbleibsel aus britischer Kolonialzeit)Schaut man sich das mal aus dieser Richtung an, bekommt das Wort Demokratie häßliche Flecken! Chinesische Triaden?Schlachten die ihre Kuh,wenn diese so schön Milch gibt und bequem ist ?Klingt eher danach das Kapital dort die Fäden zieht, damit China keine Wirtschaftsmetropole für lau erhält.

Schlägertruppen !

Es gibt auf dieser Erde einige solcher Schurken- Staaten, die Schlägertruppen gegen
das eigene Volk einsetze. Es geht darum, das
Volk ein zu schüchtern, nieder zu schlagen und Macht zu demonstrieren, ohne angeblich selbst dafür verantwortlich zu sein. Dies trifft auf China immens zu, denn die Führer der Partei sehen ihre Macht in Gefahr, das gilt es zu verhindern.
Mich macht es aber sehr wütend, dass unsere Regierung mit den Verantwortlichen in China auch noch Geschäfte machen will und sie hofiert, als seien die Despoten "Könige"!
Egal, wer von unseren Politiker dort hin reist,
keiner kriegt den Mund auf und redet mal
Klartext und lässt alle Wirtschaftsbosse zu
Hause.
Leider zählen weder bei den Chinesen noch
bei der Bundesregierung irgend welche Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit.
Schon bald wird China Hongkong ganz über nehmen und dann wird es sehr blutig und
noch brutaler. Und alle werden schweigen, weil Geld wichtiger ist wie ein Menschenleben.

@agri.cult.Jah135

"das klingt nicht nach friedlicher Demonstration."
Was haben Sie gegen passive Mittel zur Verteidigung des eigenen Lebens gegen staatliche Repression? Bei uns wurden während der Kohl-Ära im Zuge der Kriminalisierung der Anti-AKW-Bewegung in den 80er Jahren die Gehirne gewaschen. Hätte Benno Ohnesorg über solche Mittel verfügt, er könnte heute vielleicht noch am Leben sein, die politische Radikalisierung der Endsechziger, die unter anderem in den Terror der RAF mündete, wäre vermutlich ausgeblieben.

Wieso glauben die autokratisch bis faschistoid sozialisierten Mitmenschen eigentlich so oft, als progressiver Mensch sei man, nur schon um "seine edlen Absichten" zu beweisen, quasi gezwungen, den Weg des bedingungslosen Märtyrers zu gehen und sich schutz- und willenlos jeglichem Zynismus eines skrupellosen und bis an die Zähne bewaffneten Gegners auszuliefern?

"Ich war moralisch im Recht" als letzter Gruß auf tausenden von Gräbern ist nicht zielführend im Sinne einer besseren Welt.

@Bote_der_Wahrheit (13:00)

weißgekleidete versus schwarzgekleidete

Soweit ich weiß haben die Farben schwarz und weiß in Europa schlicht andere Bedeutung, als in Asien.
Zum Beispiel ist die Trauerkleidung in Europa schwarz, in Asien weiß.

Pinkerton auf chinesisch

"Machen doch alle so!"

Mob als Streikbrecher, Krawallvorleistung für dieses und jenes, nicht
immer findet die entsprechende Absprache vorher statt.

Auch unser Verfassungschutz ist nicht entgleisungssicher.

Bernd Ohnesorge wie Benno Ohnesorg bestätigen uns, es hat nie nie nie
einen operativen Vorgang "Sancoussi" gegeben. Wir sind beunruhigt,
denn: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.

@ 13:34 von Henoch

Ist es in Deutschland nicht so, dass wer schreit oder beleidigt hat Unrecht?
Und die schreien und mehr.
Ergo: Unrecht!
...und die Brandstifter...
Aktueller denn je!

@RoyalTramp@WiPoEthik

Ich mißbilige Gewalt-wäre aber auch bereit für mich und die meinen diese zur Verteidigung einzusetzen.Soviel dazu.
Ich wollte mit meinem Kommentar nur darstellen,daß der Angriff auf die Botschaft nicht unbeantwortet bleibt.
Das hätte klar sein sollen.
Und @RoyalTramp-genau wie sie sehe ich das auch.
Ich mag CHN und deren Kultur sehr

@ 13:27 von Bigbirl

An ihrem Kommentar ist wirklich alles falsch. Besonders hier das:

Hongkong ist auch heute noch - als böses Erbe Großbritanniens - eine der ärmsten Städte Chinas., mit einer extremen Klassenspaltung zwischen sehr reich und extrem arm.

Komplett falsch. Hongkong ist immer noch die reichste Stadt Chinas.

12:55 von Shuusui

vollkommen richtig, es begann nichts vor 50 Jahren, denn der Anfang begann 1841 unbd wurde mit Vertrag von 1843 besiegelt. HongKong gehörte bis dahin eindeutig zu China und nicht zu England, das sich dieses Gebiet als Kronkolonie vereinnahmte. Nur damals galt noch kein Völkerrecht, so daß viele Staaten Europas sich zu den Herrenmenschen aufspielten und Kolonien gründeten, um alle Bodenschätze auszubeuten und die Menschen zu versklaven. Das größte Elend dieser Erde ging bis 1945 von Europa aus, heute von Nordamerika. Aber dort siedelten ja 1492 Europäer an und mordeten die meisten indigenen Bevölkerungen dieses Kontinentes, der verbliebene Rest wird in Reservate gequetscht. So sind sie, die Europäer. Kein Wunder wenn nach mehr Geld für die Kriegswaffen gerufen wird, wie von AKK.

haben unsere hiesigen Linken nicht noch

vor ein paar Tagen appeliert, Deutschland solle sich mehr an china und Russland orientieren, um den bösen Amis Parolli bieten zu können?

13:27 von Bigbirl

"Hongkong ist auch heute noch - als böses Erbe Großbritanniens - eine der ärmsten Städte Chinas (...)"

Waren Sie ueberhaupt mal in HK? und wenn ja, mit offenen Augen und weniger "kommunistischer" Propaganda im Hinterkopf?

HK hat eine fuer die Oeffentlichkeit vorbildliche Infrastruktur. Eine nahezu perfekte Stadt mit Freiheit, vernueftiger Planung, Verwaltung und offenen Ohren fuer die Buerger - wobei Stadt schon rein visuell voellig falsch ist, es hat Siedlungen/Doerfer zuhauf, und Landschaftschutzgebiete (ein Schutz, der z.B. von China ausgehend nun "aufgeweicht" wird.)

@ RoyalTrump

Reichen die Beweise von 45 Millionen Toten während der Kulturrevolution 1958-62 nicht aus, Tausende Tote auf dem Tian-An-Men Platz in Peking 1989, aktuell Millionen von Uiguren in "Umerziehungslagern" in Westchina, Aggressive Aufrüstung, Besetzung von Korallen-Inseln vor Vietnam, Millardenvermögen von "kommunistischen" Parteifunktionären auf den Cayman Inseln nicht aus, "alles schlechte der chinesischen Regierung zuzudichten" ? Gott Sei Dank leben wir in einer Demokratie, die die Tagesschau verteidigt ! Es soll in China übrigens einige sogenannte 5 Cent Schreiber geben, die auf Foren pro Post 5 Cent erhalten...

@ realitychecker

"Die unverhältnismäßige Gewalt ging seinerzeit von der Polizei aus. Die Aufklärung hierzu ist eine der Hauptforderungen."

Ich habe noch einmal auf DW nachgeschaut, die eine sehr umfangreiche Berichterstattung zu den Protesten in HK bietet. Da lese ich nichts davon, dass die Gewalt seinerzeit von der Polizei ausging.

Was ich da lese, ist, dass am 9.6. die friedliche Kundgebung am Abend mit Gewalt endete. Dabei kam es zu Zusammenstößen von Teilen der Demonstranten, darunter vor allem Studenten, einerseits sowie Bereitschaftspolizisten, die das Parlamentsgebäude abriegelten, also auf neudeutsch nur "rumstanden", andererseits. Der Grund, warum das eskalierte war, dass aus Reihen der Demonstranten Flaschen in Richtung der Polizisten geworfen, sowie Absperrgitter benutzt wurden, um die Polizisten gewaltsam zur Seite zu drängen & sich so Zugang zum Parlament zu verschaffen.

Was glauben Sie, was in D passieren würde, würde ein gewaltbereiter Mob versuchen, den Bundestag zu stürmen?

@ 13:16 von Weg der Mitte

"Es wird Zeit, das wir China auffordern, die Menschenrechte lt. UN-Charta einzuhalten, schließlich ist China sogar ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat !"

Wozu? Machen wir doch bei den USA auch nicht, oder haben sie Guantánamo vergessen? Ich nicht auch wenn man seit Jahren nichts mehr hört darüber in unseren Medien.

13:38 von RoyalTramp

"Ach egal! Es geht gegen China und die kommunistische Partei, da muss die Schuld feststehen."

Die chinesische KP hat nichts mit Kommunismus zu tun. K steht fuer korrupt, in jeder Hinsicht, finanziell, menschlich, humanistisch. Oder Katastrophe. Marx rotiert im Grab, wenn er den Haufen sieht. Marx war ein Humanist. Die KPC ist ein seelenloser Apperat, und selbst die reine Vernuft hat dort keinen guten Einfluss, da sie unterdrueckt und toetet, ohne mit der Wimper zu zucken, wenn was nicht ins System passt. Was also kann man nach menschlichen Ermessen von da erwarten? Wer in HK geboren ist, jung ist und zu Lebzeiten zu erwarten hat, das HK an China faellt - das war es mit der Zukunft.

um 13:59 von Tada

>>
Soweit ich weiß haben die Farben schwarz und weiß in Europa schlicht andere Bedeutung, als in Asien.
Zum Beispiel ist die Trauerkleidung in Europa schwarz, in Asien weiß.
<<

Das ist auch in Europa nicht einheitlich. Griechisch-Orthodox trauert in weiß

@Bigbirl

Sie betreiben eine schon sehr widerliche Art des "White-washings" der Übergriffe der chinesischen Diktatur.
Ihre Behauptung, Hongkong sei "auch heute noch (...) eine der ärmsten Städte Chinas", was angesichts der Tatsache, dass es nirgendwo auf der Welt eine höhere Dichte an Millionären und Milliardären gibt und die durchschnittliche Lebenserwartung eine höchsten in ganz Asien ist, ist einfach nur Humbug.

Fakt ist, dass es in Hongkong kein gleiches Wahlrecht für alle gibt und Banken und Konzerne sogar eine Stimmenmehrheit gegenüber der Bevölkerung haben. Pekings Versuch, das Parlament durch eine eigene "Wahlkommission" selbst zu besetzen, konnte durch mutige Proteste 2014 gerade noch verhindert werden. Mithilfe der aktuellen Gesetzesinitiative versucht man, Oppositioneller habhaft zu werden und in Chinas Umerziehungslagern verschwinden zu lassen. Die "Gegendemonstrationen" sind von Peking bezahlte Alibi-Veranstaltungen.

@ Nettie

Woher nehmen Sie Ihr Wissen, dass es "offensichtlich staatlich gesteuerte Schlägertrupps waren? Schon vergessen? Am 13. Juni (TS berichtete) haben HKer Mobs chinesische Händler vom Festland gewaltsam attackiert. Das die HKer Triaden und die Triaden vom Festland, die übrigens gute geschäftliche Beziehungen unterhalten, sich das nicht mehr anschauen werden, wenn Demonstranten ihnen ihre Geschäfte versauen, war eigentlich jedem klar! Nur Ihnen scheinbar nicht.

Fazit: Es werden wohl keine von Peking instrumentierten Schlägertrupps sein, denn Peking weiß, dass es mit solchen Aktionen international der Verdächtige Nr. 1 sein würde & sich diese Blöße daher nicht geben kann. Indes passt es Peking natürlich sehr gut in den Kram, wenn die Triaden das Problem selbst in die Hand nehmen, damit die Geschäfte wieder reibungslos laufen.

Daher dann auch die Order an die Polizei, nicht sofort einzugreifen.

@ Sprutz

Hier geht es um grundlegende Menschenrechte, die die VR China missachtet. Selbst einen Rechtsanwalt, der Menschenrechte versucht zu verteidigen, wird weggesperrt. Millionen Uiguren ohne Grundlage weggesperrt. Man sollte also nicht versuchen, die VR China gut zu reden, in dem man andere Länder schlecht redet - außer man hat das selbst schon verinnerlicht, das Menschenrechte nichts Wert sind. In China gibt es die sogenannten 5 Cent Schreiber, hab ich gehört, die pro Post 5 Cent verdienen ?

Maskiert

@13:01 von Tarek
Im Beitrag der TS wird von maskierten Schlägern mit Baseballschlägern berichtet...warum sprechen sie von Aktivisten, die ihr Gesicht gezeigt haben? Und was haben diese Schlägertrupps mit "westlichen Kapitalisten" zu tun? Eher verteidigen diese bezahlten Schläger doch die chinesischen Kapitalisten a la Peking...einfach mal so was raushauen in der Hoffnung, dass da was hängenbleibt. Aber was soll da hängenbleiben? Erläutern sie doch mal ihren Beitrag...

@ Gelenkte-Dem-DE

Ein Blick auf Statista belegt, dass Ihr Kenntnisstand noch auf der Situation in den 00er Jahren des zweiten Jahrtausends beruht, denn seit 2014 hat Shanghai Hongkong hinsichtlich der Wirtschaftskraft überholt und mittlerweile auch deutlich hinter sich gelassen.

Für leichteres Verständnis empfehle ich auch WIKIpedia "Liste der Städte nach Bruttosozialprodukt". Dort findet sich Hongkong nach Shanghai und Peking auf dem 3. Platz aller chinesischen Städte, dicht gefolgt von Tianjin, Guangzhou und Shenzhen, die wesentlich höhere Wachstumsraten verzeichnen und daher spätestens ab 2022 Hongkong hinsichtlich der Wirtschaftsleistung überholt haben werden.

Hongkong ist zwar eine sehr "reiche" Stadt (wobei ich mir beim besten Willen nicht erklären kann, wie man bei Standardwohnungen von 20 m² für umgerechnet 900 € von "reich" reden kann), aber sie ist nicht die reichste Stadt CNs.

Damit dürften Sie hier wohl für alle sichtbar Fakenews verbreiten. Ich hoffe, Sie sind sich darüber im Klaren!

Gibt es...

...einen Grund warum die Tagesschau über Honkong
berichtet, aber über die Hilferufe der hiesigen
Bürgermeister über Gewalt, bis hin zur Gefahr für Leib und
Leben der Beamten nicht?

Siehe gerne hier:
https://www.pfaelzischer-merkur.de/region/saarlous-ob-demmer-fordert-dri...

Liegt es mal wieder daran, das man Täter benennen müsste,
die im ARD-Framing nicht erwähnt werden "sollen"...dürfen
wäre natürlich das falsche Wort, dann wäre es Zensur.

Als GEZ Zahler erwarte ich eigentlich neutral informiert zu
werden, also bitte...tun sie das.
Informieren sie neutral und sachlich über die Geschehen
im Inland.
Wenn da gerade nichts los sein sollte, dann können wir
uns gerne danach um die Geschehnisse in Hongkong
und Co kümmern.

Meine Kritik.
MfG.

Claro

@von RoyalTrump
Natürlich passt ihnen die Kritik an diese makierten Schlägerbanden nicht...Beweise und Belege sind die internationalen Berichte...welche Beweise und Belege würden sie denn überzeugen? Selbst die Festnahme eines solchen Maskierten und seine Aussage, dass er vom Festland gegen Sold gedungen wurde, wäre wohl immer noch kein Beweis für sie...mancher ist halt nicht überzeugbar.

@ das Ding

"HK hat eine fuer die Oeffentlichkeit vorbildliche Infrastruktur. Eine nahezu perfekte Stadt mit Freiheit, vernueftiger Planung, Verwaltung und offenen Ohren fuer die Buerger - wobei Stadt schon rein visuell voellig falsch ist, es hat Siedlungen/Doerfer zuhauf, und Landschaftschutzgebiete (ein Schutz, der z.B. von China ausgehend nun "aufgeweicht" wird.)"

Ich konstatiere: Regierungschefin Lam hat also offensichtlich nicht alles falsch gemacht. Und auch wenn sie nicht die Initiativen dazu auf den Weg gebracht hat, sondern vorherige Regierungen, so hat sie wenigstens die Weitsicht gehabt, das nicht im Nachhinein zu zerstören.

Insofern kann und sollte man Lam durchaus auch mal loben. Die Frau macht da einen Höllenjob und ist permanent um einen Ausgleich zwischen den HKern und Peking bemüht. Die HKer selbst machen es ihr dabei, obwohl begründet, eben nicht gerade leicht.

"Die Stadt war bis 1997 eine

"Die Stadt war bis 1997 eine britische Diktatur.
Hongkong ist auch heute noch - als böses Erbe Großbritanniens - eine der ärmsten Städte Chinas., mit einer extremen Klassenspaltung zwischen sehr reich und extrem arm.
Daß China 1997 der Stadt Sonderregelungen gewährte, ist dazu kein Widerspruch.
Fakt ist, daß die „Peking - nahen“ Parteien die demokratische Mehrheit haben. Das passt aber kaum zu der Aussage, es handele sich bei den Randalierern um die Bevölkerungsmehrheit. Im Gegenteil: die Gegendemonstrationen werden zahlreicher."

Sie sollten sich - mit Verlaub - besser informieren, bevor Sie hier Dinge schreiben, die genau nicht "Fakt" sind.

Und machen Sie sich bitte keine so großen Sorgen um eine Stadt, deren Einwohner gut 20% mehr Kaufkraft und damit Einkommen haben als deutsche Bundesbürger.

@Dilbert

.... sie schreiben es ja selber, daß in Hongkong die Milliardärsdichte extrem hoch ist.
Dafür ist leider die Masse extrem arm - weil es sehr, sehr viele sehr, sehr arme Menschen in Hongkong gibt.
Deshalb ist Hongkong eben eine arme Stadt und nicht eine reiche, gerade weil ein internationales Finanzzentrum mit einer kleinen superreichen Oberschicht ist.
Reich ist eine Stadt dann, wenn es allen gleich gut geht.
Die Hongkonger Oligarchie interessiert mich absolut nicht, außer, daß diese ein Interesse am Weiterbestehen der asozialen Zustände in Hongkong hat und wohl hinter den „Protesten“ steckt. Sollen sie doch mal ihre britischen Freunde fragen, ob sie nicht einwandern dürfen statt ihre Mitbürger zu drangsalieren.

RoyalTramp

"Wer übrigens glaubt, dass die KPCh in China wirklich so allmächtig ist, wie man hier denkt, ist ziemlich naiv und hat das Land nicht verstanden."

Man merkt an jeder Zeile, die Sie verfassen, dass Sie ein intimer Kenner der Situation in China und Hong Kong sind.

Beste Grüße aus Xi'an, China

Alles zusammenrühren

@13:40 von Traumfahrer
Den ersten Teil ihres Beitrag beschreiben sie vollkommen richtig...China tritt die Menschenrechte mit Füßen...aber im letzten Abschnitt schreiben sie dann Absurdes: "das auch die Bundesregierung die Menschenrechte mit Füßen tritt und es bei uns keine Meinungsfreiheit und Pressefreiheit gibt"...das würden selbst glühende Putin-oder Xi-Verehrer nicht schreiben. Wo haben sie das wohl her? Ihr Schlußsatz kommt sogar eine Horrovision gleich...

@ 14:56 von RoyalTramp

Für leichteres Verständnis empfehle ich auch WIKIpedia "Liste der Städte nach Bruttosozialprodukt".

Reichtum ist das pro Kopf einkommen. Ansonsten könnte man sagen China wäre reicher als Deutschland.

Für leichteres Verständnis empfehle ich WIKIpedia: "List_of_prefecture-level_cities_by_GDP_per_capita"

Allerdings muss ich zugeben, da steht Hongkong an 2. Stelle. Ganz oben ist Macau.

@collie4711, 13:27

"Wer schreibt die Wahrheit?"

Abgesehen davon, dass es "die" Wahrheit nicht gibt, bitte ich zu bedenken, dass der Begriff "radikal" - vermutlich aufgrund falscher Bedeutungszumessung - oft mit "Staatsfeind" gleichgesetzt wird. Das ist nicht richtig. Radikal ist jemand, der bspw die in unserer Verfassung verankerte Zuständigkeit der Länder für den Kultusbereich in Frage stellt und stattdessen eine zentrale Schulbehörde für ganz Deutschland fordert. Diese Forderung ist nicht staatsgefährdend, darf daher diskutiert werden. Sie würde es erst, würde auch eine der tragenden Säulen der Verfassung in Frage gestellt, etwa die Gewaltenteilung, das Mehrparteienprinzip u.a. Dann ist man extrem. Sollte in Frankreich nicht anders sein.

Es gibt also durchaus die Möglichkeit, dass ein Demonstrant radikal ist. Die Demonstranten fordern ja auch keine neue Staatsform, keine neue Verfassung, sondern pochen auf die Einhaltung der bestehenden.

@ Weg der Mitte

Das ist ziemlich billig. Mich wundert, dass derart polemische Unterstellungen auf TS überhaupt zugelassen werden. Aber ich will Sie beruhigen: ich bekomme keine 5 Cent von der chin. Regierung, habe aber trotzdem mehr Ahnung von dem Land & seiner Geschichte als Sie. Beispiel?

"Reichen die Beweise von 45 Mio. Toten während der Kulturrevolution 1958-62 nicht aus."

Die Kulturrevolution nennt man die Zeit von 1966 bis 1976 & nach offiziellen Schätzungen sind hierbei um die 700.000 Menschen ums Leben gekommen, ein großer Teil davon durch ideologisch fanatisierte jugendliche Mobs (den "Roten Garden").

Sie beziehen sich vermutl. auf den "Großen Sprung" (1958 bis 1961), unterschlagen aber dabei, dass der mit Abstand größte Teil der bis zu 40 Mio. Opfer einer Hungerkatastrophe zum Opfer gefallen ist & nicht von der KPCh "umgebracht", wie Sie insinuieren.

Kurz: Sie haben null Ahnung! Meinen aber hier im Schutze der Anonymität jeden Unsinn von sich geben zu dürfen. Mir tun Sie leid.

14:56 von JanRos

Zitat:"Gibt es einen Grund warum die Tagesschau über Honkong berichtet, aber über die Hilferufe der hiesigen
Bürgermeister über Gewalt, bis hin zur Gefahr für Leib und
Leben der Beamten nicht?"

Haben Sie die letzten Wochen im Tiefschlaf verbracht oder schauen Sie nur einmal im Jahr auf diese Seite? Gerade über dieses Thema wurde in den letzten Wochen immer wieder berichtet, einigen Kommentatoren ging das sogar zu weit. Im Übrigen berichtet die TS über das Inland und das Ausland (können Sie schon in der Menu-Zeile sehen!) und das ist gut so.

13:35 von Tada

Die Polizeiübergriffe, die im Raum stehen fanden nach den beiden ersten großen friedlichen Massendemonstrationen im Mai (ca. eine Million) und im Juni (ca. 2 Millionen Teilnehmer) statt. Seither wird eine Untersuchungskommission verlangt von den Demokratieanhängern.

Sie müssen sich schon etwas mit den Details und den Zeitabläufen der letzen Monate beschäftigen, um hier nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, sie wollten hier das autoritäre, polizeistaatliche Handeln einer von Beijing installierten Hongkonger Stadtregierung reinwaschen oder verherrlichen. Übrigens, ein Vorgehen, dass häufig von Anhängern autoritärer, rechtsnationaler Autokraten wie Putin, Trump oder Orban betrieben wird.

Carrie Lam wurde von der Führung des Machtapparats der Volksrepublik ernannt. Das LegCo (das HK-Parlament) ist nicht durch freie Wahlen zusammengesetzt. Für die lokalen HK-Anhänger des korrupten, staatskapitalistischen Systems in Beijing ist stets die Mehrheit reserviert.

14:17 von Karl Maria Jose...

Lieber Karl Maria Napf, was hat das mit dem Thema zu tun?

@ das Ding

"Die chinesische KP hat nichts mit Kommunismus zu tun."

Absolut! Ich frage mich eh immer wieder, warum so getan würde, als wäre wirtschaftlich China ein total anderes System. Es ist im Prinzip die Steigerung des asozialen Kapitalismus und hat mit Kommunismus nicht viel gemein.

"K steht fuer korrupt, in jeder Hinsicht, finanziell, menschlich, humanistisch."

Die gesamte chinesische Gesellschaft ist korrupt. Das ist kein exkulsives Phänomen der regierenden KPCh. Die Chinesen haben sich in den ca. 4000 Jahren ihrer Kulturgeschichte ein sehr ausgeklügeltes System von sozialen Abhängigkeiten erschaffen. Korruption ist denen sozusagen klischeehaft in die DNA übergegangen. Sie ist endemisch! Korruption ist in China nachweisbar phänotypisch (man berücksichtige diverse wissenschaftl. Publikationen)! Ohne Korruption würde in China alles zusammenbrechen. Das fängt schon im Kindergarten an, wo die Eltern den Erziehern Geschenke machen, damit diese ihre Kinder gezielter "fördern".

Umfassend informieren

@14:46 von JanRos
Natürlich dürfen sie als GEZ Zahler Kritik üben...sie haben aber überzogen, wenn sie eine Selektion der Berichterstattung nach ihren persönlichen Vorstellungen verlangen...Journalisten und Redakteure müssen frei berichten...die Presse und Medien in Deutschland stehen im Weltmaßstab der Qualität ganz ganz oben...
warum loben sie das nicht...oder passt ihnen die Berichterstattung über die Geschehnisse in Hongkong nicht? Über Gewalt gegen Bürgermeister bei uns wurde und wird laufend berichtet...

@ landart

"Natürlich passt ihnen die Kritik an diese makierten Schlägerbanden nicht..."

Ziemlich gewagte Unterstellung. Ich wüsste nicht, wo und an welcher Stelle ich die maskierten Schlägerbanden "begrüßt" hätte. Die Gewalt durch die Schlägerbanden verurteile ich, da Menschen auch lebensgefährlich verletzt worden sind.

"Beweise und Belege sind die internationalen Berichte..."

Ich habe noch keinen Bericht in den internationalen Medien gelesen, der nachweislich die Regierung in Peking für die Schlägertrupps verantwortlich macht. Ich lese aber viele Kommentare, die der Regierung in Peking unterstellen, der Drahtzieher hinter diesen Schlägerbanden zu sein. Und wo sind da jetzt die von Ihnen behaupteten Beweise?

Ich habe es hier breit und ausführlich dargelegt, warum es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (in Worten: zu 90%) um heimische Triaden handeln wird. Indes profitiert die Regierung in Peking davon, dass die Triaden die Sache selbst in die Hand nehmen. Keine Frage!

China

Die Volksrepublik China hat die historisch größte
wirtschaftliche Leistung des 20. Jahrhunderts erbracht:
- 1949 das ärmste Land der Erde mit 420 Millionen Einwohnern wurde es durch die Führung der Kommunisten zum heute führenden der Erde mit der dreifachen Bevölkerung wie 1949.
Dem hat der Westen vergleichsweise nichts entgegenzusetzen.
Klar, China hat eben eine Planwirtschaft!
30 Jahre nach dem - angeblichen - Untergang des Kommunismus übernimmt also ein Land, dessen Ziel der Aufbau einer kommunistischen Gesellschaft ist, die Führung der Welt.
Klar, daß der Westen greint! Klar, daß man sich jetzt an jeden Strohhalm klammert, auch wenn er Hongkong heißt!

@ agri.cult.Jah

soso. Hmmm. Klingt so, als wären Sie noch nie Polizeiknüppeln ausgesetzt worden. Na dann vielleicht Tränengas? Wasserwerfern?Gummigeschossen? Baseballschlägern? Mal im Ernst, bitte ersparen Sie uns ihre oberschlauen Kommentare. Lesen hilft.

@Am 22. Juli 2019 um 14:09 von M. Nordheim

Die von Ihnen benutzte Grammatik lässt mich zweifeln, ob ich Ihren Post richtig verstehe.

Aber selbstverständlich ist Demonstrieren ein von der Verfassung geschütztes Rechtsgut. Das gilt natürlich auch für PEGIDA etc., falls Die darauf anspielen wollten. Aber natürlich auch für die Gegendemonstranten.

Die Demokratie lebt vom Diskurs. Vom sachlich geführten im Optimalfall, sicher. Aber am Laut sein ist per se nichts falsch, sofern das Grundgesetz beachtet wird.

@Royal Trump

Sie glauben, Peking sorgt sich um die internationale Presse?

Ist das Ihr Ernst?

@ Weg der Mitte

Es ist zwar ermüdend, immer & immer wieder zur polit. Bildung beizutragen, aber wenn die ÖR Medien in D diesem Auftrag nicht nachkommen (sorry, für den kleinen Seitenhieb, liebe TS), dann stelle ich mich hierfür gerne zur Verfügung:

Seit 1966 gibt es ein Abkommen der UN zu den Internationalen Pakten. Darin haben die UN als Kompromissformel die Menschenrechte unter Berücksichtigung zweier unterschiedlicher Ansätze definiert, um den Ost-West-Konflikt (oder auch entwickelte Länder vs. nicht-entwickelte Länder) zu entschärfen:

1) die individuellen Freiheitsrechte
2) die sozialen, wirtschaftlichen & kulturellen Rechte.

Problem: Während für uns die indiv. Freiheitsrechte quasi sakrosankt sind, sind es für CN die soz., wirt. & kult. Rechte. Hiernach definiert China, dass die indiv. Freiheitsrechte dort temporär eingeschränkt werden können, wo sie den soz., wirt. & kult. Rechten entgegenstehen. Damit bewegt sich CN offiziell im Rahmen der geltenden UN-Statuten.

@Am 22. Juli 2019 um 14:57 von landart

Lassen Sie es gut sein.

Manche sind hier auch für die rationalsten Argumente nicht zugänglich. So stark, dass man deren Motivation hinterfragen möchte (5 Cent?).

Manche hassen vielleicht auch nur unser System, weil sie, wenn Selbstverantwortung ins Spiel kommt, zu Verlieren werden.

Demokratie ist leider nichts für alle.

Alles Gute für euch in Hong Kong!

@ Bigbirl

"Die Stadt war bis 1997 eine britische Diktatur.
Hongkong ist auch heute noch - als böses Erbe Großbritanniens - eine der ärmsten Städte Chinas., mit einer extremen Klassenspaltung zwischen sehr reich und extrem arm."
"Britische Diktatur" "Eine der ärmsten Städte Chinas" ? Sowas lernt man nur in der VR China im Rahmen des Brain-Wash.
Realität ist Hong Kong ist ein relativ reiche Stadt mit gewissen Freiheiten. In der VR China dagegen wollen lt. Umfrage 60% der reichen Chinesen auswandern...
Danke an Tageschau für den Bericht !

14:44 von RoyalTramp

Die Schlägertruppe wird mit einiger Sicherheit nicht von irgend jemandem aus Beijing per Knopfdruck losgeschickt worden sein.

Das Zusammenspiel von Unterwelt mit den lokalen Hongkonger Behörden, die von China abhängig sind und wie die oberste Verantwortliche von China bestimmt werden, läuft auf ganz anderer Ebene ab.

Es gibt eine lange Tradition des stillschweigenden Zusammenspiels von Organisierter Kriminalität mit den (Polizei-)Behörden in HK. Im Endstadium der 2014er Proteste in HK hat genau diese Konstellation eine Rolle gespielt, als die Polizei bewaffnete Gangs toleriert hat gegen die jungen Regenschirm-Aktivisten brutal vorzugehen.

Die aktuelle Situation in Sha Tin, der Gegend an der Grenze zu China wird zunehmend von bestimmt von chin. Einwanderern. Seit 1997 sind über eine Millionen Festlandschin. legal in HK eingewandert. Dort herrscht ein reger Schmuggel von in HK in Massen aufgekauften Waren, die hinter der Grenze zu überhöhten Preisen an Chinesen verhökert werden.

Sonst wird ja keine Gelegenheit ausgelassen, um Demokratie und westliche Werte in Diktaturen zu exportieren.

Venezuela, Libyen, Irak, Iran, ... die Liste ist lang.

So entlarvt sich nur die Heuchelei unserer Politiker. Leider sehr deutlich.

15:39 von Henoch

@Royal Trump
.
Sie glauben, Peking sorgt sich um die internationale Presse?
.
Ist das Ihr Ernst?

So wie sich ein Wolf etwas um eine Ameise sorgt.

Lobhudel

@ Bigbirl:
Die Volksrepublik China hat die historisch größte wirtschaftliche Leistung des 20. Jahrhunderts erbracht

... mal von Deutschland abgesehen.
Wenn wir hier schon am Lobhudeln sind. Sorry,es geht im Artikel um den Abbau von Demokratie und Freiheit.

@ Geschenkte Demokratie

Da gebe ich Ihnen ausnahmsweise Recht.

Gewalt war ein Fehler

Ich lebe seit 15 Jahren in der Nähe von Hongkong und muss sagen, dass die Gewalt der Demonstranten mit der Verwüstung des Parlaments und nun den Angriffen auf das Pekinger Liasonoffices ein schwerer Fehler war. Die chinesische Presse tut sich nun leicht, die Demonstration in China als auf dem Ausland gesteuerte gezielte Agression zu betreiben. Das hier behauptet wird, Hk wäre früher eine britische Diktatur gewesen ist natürlich auch Unsinn, den niemand dort hat dies so empfunden, vor der Rückgabe Hks an China haben auch viele Bürger die Stadt in Richtung Ausland verlassen. Obwohl China bislang seine Verpflichtungen eingehalten hat und wie man sieht ja auch große Demonstration gestattet werden, besteht in Hk ein großes Misstrauen gegenüber Peking. Zur Deeskalation sollte zunächst Formal das Auslieferungsgesetz zurückgezogen werden und nicht nur auf Eis gelegt. Auch Frau Lam trägt mit Ihrer unterkühlten Art und ihrern Worthülsen nicht zur Entspannung bei.

Neoliberal

@ das Ding:
Die chinesische KP hat nichts mit Kommunismus zu tun.

Stimmt. Neoliberaler geht's ja schon nimmer.

15:28 von Bigbirl

Zitat:"Die Volksrepublik China hat die historisch größte
wirtschaftliche Leistung des 20. Jahrhunderts erbracht"

Das lassen wir mal so stehen. Leider haben Sie "vergessen" zu erwähnen, welchen Preis die Menschen dafür bezahlt haben: einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg, den "Großen Sprung nach vorn", der mit einem ökonomischen Desaster endete, die "Große Kulturrevolution" des Genossen Mao, die Millionen Menschen das Leben kostete usw. Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas begann erst, nachdem die KPCh von der Planwirtschaft abrückte und kapitalistische Unternehmensformen zuließ. China heute als kommunistisch zu bezeichnen, ist schon gewagt, eher würde ich von Staatskapitalismus sprechen. Das einzig kommunistische am heutigen China ist die vollständige Unterdrückung der Meinungsfreiheit und aller denkbaren Konkurrenten der Staatspartei KPCh. Wie schon ein anderer Forist schrieb: Marx würde im Grabe rotieren...

@Bigbirl

Die erste offizielle Volkszählung in China fand erst 1953 statt und ermittelte eine Bevölkerung von 580 Mio, was etwa 70 Mio über der zuvor geschätzten Zahl lag. Diese unerwartet hohe Bevölkerung und das schnelle weitere Wachstum aufgrund einer abnehmenden Säuglingssterblichkeit von ca. 20% auf unter 6% der Neugeborenen bei steigender durchschnittlicher Lebenserwartung von 28 Jahre Anfang der 50er auf etwa 68 Jahre zur Jahrtausendwende führte zur "Zwei-Kind"-Politik ab 1973 und schließlich zur "Ein-Kind"-Politik ab 1979. Gerade letztere erwies sich jedoch als sehr kontraproduktiv, da Eltern sich in der Regel Jungen wünschten und Schwangerschaften häufig abgebrochen wurden, wenn der Fötus weiblich war. Unter den Folgen dieses halben Genozids leidet die Bevölkerungsentwicklung allerdings zunehmend, in den Geburtsjahrgängen 1980 bis 2010 fehlen etwa 27 Mio Frauen und Mädchen. Daher ist man mittlerweile wieder zur "Zwei-Kind-Politik" zurückgekehrt, die Geburtenzahlen sinken dennoch weiter.

@bigbirl 15:28 Uhr - Kommunistenromantik....

.... kenne ich. Die Kollegen aus dem Osten, ich meine jene "Hundertprozentigen", ah sie wissen schon wen ich meine..... die fuhren nach Zusammenbruch der DDR gerne zu Besuch nach China. Jenen kommunistischen Block, wo das totalitäre Regime in all seiner Pracht nicht davor zurückschreckte, Demonstranten mit Panzern zu bedrohen oder Minoritäten (Uiguren) millionenfach in die Umerziehungslager zu verknasten. Und warum sollte da der Westen greinen? Aus Neid vor dem bürgerrechtlichen Jammertal, den menschenverachtenden Arbeitsbedingungen die sich uns tagtäglich in den News offenbaren? Kürzlich mit einem Chinesen diskutiert. Wir im Westen erfahren nur Lügen über Hongkong. Da war ich baff erstaunt.

13:13 von morgentau19

Zitat:"Es ist ein Merkmal aller autoritären Staaten, dass auch inoffizielle, regierungstreue Schlägertrupps gegen Regierungskritiker eingesetzt werden. Als besonders autoritärer Staat, macht es China eben besonders brutal.
In Deutschland nimmt es mittlerweile "ähnliche" Züge an; sie werden ironischerweise als antifaschistische Gruppierung bezeichnet."

Gehts noch? Sie vergleichen allen Ernstes die Parteidiktatur China mit der Bundesrepublik? Und insinuieren, die Bundesregierung setze "antifaschistische Gruppierung(en)" als Schlägertrupps ein? In welcher Blase leben Sie?

@ Henoch

"Sie glauben, Peking sorgt sich um die internationale Presse?"

Ähm... ja, einigermaßen? Hat mit "mian(zi)", also "Gesicht wahren" im weiteren Sinne zu tun.

Selbstverständlich ist China darauf bedacht, dass die ausländische Presse möglichst positiv über das Land berichtet, so wie die chinesische Presse nahezu immer nur positiv über andere Länder berichtet (wenn Sie mal die Nachrichten auf CCTV verfolgen, müsste man annehmen, dass Deutschland das tollste Land der Welt wäre, in dem es nie Probleme gibt...). Das Problem ist: Dieser (negativ betrachtet) "Geltungsdrang" Chinas treibt mitunter die seltsamsten Blüten bei der Berichterstattung. Unliebsame Berichterstattung seitens ausländischer Nachrichtenagenturen wird überdies beeinflusst oder verhindert. Und trotzdem: wenn es mal wieder negative Publicity gibt, ist man in China sehr schnell betroffen.

Indes... wenn Sie meinen, ob China sich wegen fortgesetzt negativer Berichterstattung vielleicht ändern würde, dann ist das zu negieren.

@ Henoch

"Manche sind hier auch für die rationalsten Argumente nicht zugänglich. So stark, dass man deren Motivation hinterfragen möchte (5 Cent?)."

Da sich diese "5 Cent" auf meinen Beitrag bezogen, unterstelle ich, dass Sie mir vorwerfen, für rationale Argumente nicht zugänglich zu sein. Ein Witz, wenn man bedenkt, mit welch sachlich, stoischer Gelassenheit ich jeder Erwiderung entgegne, ohne jemanden zu beleidigen oder sonstwie Dinge zu unterstellen, die sich mit meinem Verständnis von Leumund & guter Kinderstube nicht vereinbaren lassen.

"Manche hassen vielleicht auch nur unser System, weil sie, wenn Selbstverantwortung ins Spiel kommt, zu Verlieren werden."

Bezogen auf mich, habe ich nirgendwo zu erkennen gegeben, dass ich unser System hassen würde. Frage umgekehrt: Warum hassen Sie eigtl. das chinesische System, das an die 1 Mrd. Menschen aus absoluter Armut geführt hat? Man könnte mit böser Zunge behaupten, Sie hätten was dagegen, wenn es Menschen besser ginge. Ist es das?

von Mannemer Bub 16.09

Sie sind gegen Neoliberalismus ? Kaum zu glauben.

Eher ist doch so,daß hier Transatlantiker davon träumen entweder China als Konkurrenten möglichst runter zu drücken,
Oder-ganz illusorisch von einer bunten "Revolution".

@ realitychecker

"Die aktuelle Situation in Sha Tin, der Gegend an der Grenze zu China wird zunehmend von bestimmt von chin. Einwanderern. Seit 1997 sind über eine Millionen Festlandschin. legal in HK eingewandert."

Und damit sprechen Sie den Kern des Problems an: HK wird von Festlandchinesen geradezu kolonisiert. Die Chinesen aus Shenzhen, dem Perlflussdelta u.a.O. reißen sich im Prinzip die ganze Stadt m² für m² an sich.

Die HKer drohen, durch diese Art von Kolonisation sozial marginalisiert zu werden.

Vorallem dagegen richtet sich nun der Widerstand. Daher auch die Angriffe auf festländische Händler vor ein paar Wochen. Das Auslieferungsabkommen war nur der Anlass... es geht nur vordergründig um Demokratie als Wert an sich (...die hatten die HKer unter GB auch nicht). Es geht vielmehr um zunehmende Perspektivlosigkeit der einwohnenden Bevölkerung angesichts der kollektiven "Macht" der Festlandchinesen & dem Wunsch der HKer, ein Parlament zu bestimmen, dass dieser Kolonisation ein Ende bereitet!

18:28 von RoyalTramp @ realitychecker

vermute mit dieser Einschätzung liegen sie richtig
mein Eindruck als "Weltreisender" die Festlandchinesen unterscheiden sich erheblich von den Hongkong Chinesen
was jetzt aber nur meinem begrenzten Eindruck entspricht

Naja.......

Ich denke, es ist Vorsicht angebracht. Lange schaut sich China das nicht mehr an und dann wird Hongkong schlagartig einverleibt und die Demos finden ihr Ende. Und wer will dagegen etwas tun? Niemand.

@ Gelenkte-Dem-DE

Sie sprachen von "reichster" Stadt nicht von "reichster Stadt gemessen am BIP/Kopf." & wo wir schonmal dabei sind, warum werfen wir nicht einen Blick auf die Kaufkraft? Denn die ist noch ein besseres Kriterium dafür, was "reich" ist oder nicht. & hierzu hatte ich schon geschrieben: für knapp 900 € bekommt man in HK ein 20 m² Appartment in einem abgewrackten Zustand (Typ: Sardinenbüchse). Zeitgleich bekommen Sie in Shanghai für das gleiche Geld eine annehmlich modernisierte Wohnung von 80 m². Wie man daher in HK von "reich" reden kann, ist mir schleierhaft. Das BIP/Kopf ist zwar mit am höchsten, aber kaufen können sich die HKer dafür nicht sehr viel.

& da finden wir auch die Ursachen für die Heftigkeit der aktuellen Proteste: es geht nicht so sehr um die "Demokratie", sondern vielmehr darum, dass die HKer Angst davor haben, von den Festlandchinesen, die die Stadt zunehmend kolonisieren, sozial marginalisiert zu werden.

Diese Angst ist tatsächlich berechtigt!

@ Peter Meffert

"Leider haben Sie "vergessen" zu erwähnen, welchen Preis die Menschen dafür bezahlt haben: einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg..."

... den die national. GMD von den ehemaligen westl. Kolonialmächten finanziell & logistisch gefördert & unterstützt völlig unnötig vom Zaun brach. & zwar ausgerechnet in einer Phase als sich JP anschickte, CN zu "vergewaltigen". Den Schuh müssen wir uns wohl anziehen...

"...den "Großen Sprung nach vorn", der mit einem ökonomischen Desaster endete..."

Das stimmt! Übrigens ein Desaster mit einem natürl. Ursprung: einer 2-jährigen Dürrephase, die das Land in einer sensiblen Phase der wirtschaftl. Umstrukturierung von einer Agrar- hin zu einer Industriegesellschaft schwer traf. Was man der KPCh hierbei vorwerfen kann, ist maximale Dummheit, die Umstände nicht erkannt & int. Hilfe abgelehnt zu haben. Trotzdem: Gestorben sind um die 40 Mio. an einem Wetterextrem und nicht so sehr Mao wegen.

@ r0lt0

"Kürzlich mit einem Chinesen diskutiert. Wir im Westen erfahren nur Lügen über Hongkong. Da war ich baff erstaunt."

Mal Hand auf's Herz: Glauben Sie, dass unsere Medien jederzeit unvoreingenommen, neutral und völlig objektiv aus allen Winkeln der Welt berichten? Wenn ja, dann sind Sie ziemlich naiv.

Indes, ob unsere Medien jetzt im Falle HKs und den dortigen Protesten "lügen", kann ich nicht nachhalten. Fakt ist jedoch, dass die Hintergründe für die Entwicklung in HK gefiltert werden.

Beispiel: Den meisten westlichen Medien nach geht es in HK vordergründig um "Demokratie". Ignoriert wird jedoch, dass es hauptsächlich um die sozialen Abstiegsängste der HKer geht, durch Festlandchinesen zunehmend von den Finanzströmen in der eigenen Stadt abgeschnitten zu werden. Zu diesen - übrigens begründeten, kein Witz! - Ängsten findet sich jedoch in den westlichen Medien kaum etwas.

Warum? Grund: Verkauft sich schlechter als ein "Kampf für Demokratie und Freiheit"...

@ Robert Klammer

"Ich denke, es ist Vorsicht angebracht. Lange schaut sich China das nicht mehr an und dann wird Hongkong schlagartig einverleibt und die Demos finden ihr Ende. Und wer will dagegen etwas tun? Niemand."

Ich denke auch.

Die Demonstranten wären angeraten, vorerst den Etappensieg zu genießen und die weiteren Entwicklung erst einmal abzuwarten, als jetzt alles auf eine Karte zu setzen. Dafür ist es noch viel zu früh. Die Sache wird so keinen Erfolg haben. Der Westen wird es nur bei Lippenbekenntnisse belassen können und damit werden die HKer auf sich alleine gestellt ohne Chance sein. Sinnloses Leiden muss von beiden Seiten vermieden werden! Seitens Pekings, aber auch seitens der Demonstranten.

Ich würde den HKern aktuell ein wenig mehr strategische Weitsicht wünschen. Derzeit lassen sie sich von einer Welle der Euphorie tragen, der Regierung Lams erfolgreich Grenzen aufgezeigt zu haben. Mit Peking hätten sie aber ein ganz anderes Kaliber als Gegenüber...

18:28 von RoyalTramp

Danke für diesen Beitrag, der das übergreifende Problem anspricht.

Von meinen vielfachen Besuchen in HK (ich muss dazu sagen, dass meine dortigen Freunde ausschließlich aus einheimischen Familien stammen) kann ich diese Beschreibungen größten Teils bestätigen.

Zuwanderung aus China ist allerdings kein neues Phänomen. Bereits zu Kolonialzeiten (vor allem während dem katastrophalen Auswirkungen der chin. "Kulturrevolution") gab es Flucht- & Einwanderungswellen.

Es gibt so etwas wie eine kulturelle Spaltung zwischen HK- & Festlandchinesen. So unvollkommen die letzten Jahre unter der wenig sichtbaren Herrschaft GBs waren, HK war eine vergleichsweise freie Gesellschaft.

Zu diesen kolonialen Zeiten will trotzdem kein vernünftiger Hongkonger zurück. Die Alteingesessenen bestehen aber darauf das Maximum an möglicher liberaler Demokratie aus dem 'One Country - Two Systems'-Prinzip einzuklagen. Die Erfahrungen zeigen, dass China dieses Prinzip permanent zu seinen Gunsten verändern will.

14:28 von RoyalTramp, Thema Polizeigewalt

Hier sind noch einige Ergänzungen zum Thema Polizeiübergriffe in Juni.

Vorneweg, dass die gewaltbereite Demonstranten, maximal einige Hundert in Zahlen, dem Anliegen der millionenfachen friedlichen Protestierer nicht dienen, ist klar. Hirnlose Gewalt & Angriffe auf Polizisten sind abzulehnen. Protestierergewalt als auch staatliche bzw. gedultete Gewalt von Gangs aus dem Umfeld 'Organisierter Kriminalität' sind kontraproduktiv für die Interessen beiden Seiten. Dass muss auch die HK-Polizei einsehen. Eskalation führt zu Toten.

Die Empörung der Demokratieanhänger bezieht sich nicht auf den 9.6. sondern auf die Vorfälle am 12. Juni . Hierzu werden Untersuchungsausschüsse zur Aufklärung der Polizeiattacken auf gewaltfreie Demoteilnehmer gefordert.

Bei einem Übergriff wäre es fast zu einer Massenpanik gekommen.

Die New York Times hat die Vorfälle recherchiert. Wikipedia dokumentiert ebenfalls detailliert (in engl.)

NYT: https://is.gd/KRNZgV
Wiki: https://is.gd/yXjUU0

Darstellung: