Ihre Meinung zu: "Fridays for Future": Erste Bußgelder für streikende Schüler

18. Juli 2019 - 15:19 Uhr

Offiziell ist Schulschwänzen eine Ordnungswidrigkeit. Viele Kommunen haben bisher bei den "Fridays for Future"-Demonstrationen ein Auge zugedrückt. Erste Behörden begannen jetzt aber, Bußgeldbescheide zu versenden.

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Kommentare

Erste Bußgelder

Jetzt, wo sich die Temperaturen als Ergebnis der Streiks spürbar gesenkt haben, will man die Schüler bestrafen. Nicht o.k. Zumal sie mit ihren Eltern gerade in die Ferien geflogen sind.

Bußgeld

Vielleicht kann man ja, um das zu verhindern "Saturday for Future" oder "Sunday for Future" daraus machen?

Nicht "vorwerfen"

"...denen Kritiker Schulschwänzerei vorwerfen."
Das ist kein Vorwurf, das IST Schulschwänzerei. Schon merkwürdig, wenn man als Linker die Position der Linkspartei als lebensfremd, wenn nicht sogar als rechtswidrig, beurteilen muß, und sich sogar den Positionen von CDU und FDP anschließen muß. Das ist nun einmal das "Problem" mit dem Rechtsstaat. Wenn man ein Gesetz, hier die allgemeine Schulpflicht, als nicht mehr praxistauglich beurteilt, muß es abgeschafft werden. So lange es aber kein neues gibt, gilt das bestehende Gesetz ohne wenn und aber. Alles andere wäre Anarchie. Das einmal den jungen Leuten zu erklären, dazu wären doch Medien eigentlich auch da! Jetzt, da deren Anliegen ja deutlich ist, kann man doch auch zu Demos am Samstag übergehen. Machen übrigens die Gelbwesten auch.

streikende Schüler

Das Streikrecht ist in D nicht antastbar, jedenfalls nicht mit Bußgeldbescheiden....

Es ist zum Verzweifeln,

man/frau/divers es kann das Klima nicht schützen und gegen das Klima zu protestieren, ist auch sinnlos.
Damit sind "Klimaschutz" und "Klimaprotest" nur Unsinn.
Die Umwelt kann und muss geschützt werden.

Sprachliche Genauigkeit ist nicht gewünscht. Wer den Klimawandel, den es stets gab, aufhalten will, kann auch die Erdrotation aufhalten.

Einhaltung von Gesetzen der Beliebigkeit zu unterwerfen, führt unweigerlich in das Chaos. Ist vielleicht auch gewollt.

Am 18. Juli 2019 um 15:38 von IM-Erika

Sie vermengen Äpfel mit Birnen.
Streiken und Schwänzen sind zwei absolut verschiedene Dinge - und was die Sorge um die Zukunft der Jugendlichen mit Studienabbrechern zu tun haben soll - naja, das können sie vielleicht sich selbst am besten erklären.

Demos sind gut....

.... aber der Verdacht liegt durchaus nahe, dass der eine oder andere Schüler eher hin geht, weil man damit der ungeliebten Mathestunde entgeht.
Und zu Ferienbeginn stehen sie alle im Familien-Van mit Dieselmotor im Stau vor dem Flughafen.....

Ich unterstütze jugendliches Engagement absolut, und finde es toll, dass diese jungen Menschen dafür gesorgt haben, das Thema in den Fokus zu rücken... aber irgendwann ist der Punkt gekommen, wo die Zahl der Mitläufer größer ist, als die Zahl der ehrlichen Aktivisten.

Wobei übrigens auch der eine oder andere Nutzniesser einer naturfarbenen Partei vielleicht mal die eigene Klimabilanz überprüfen sollte... beim Blick in den heimischen Fuhrpark, oder auf der Karibik-Kreuzfahrt....

@15:32 von Hackonya2

"Vielleicht kann man ja, um das zu verhindern "Saturday for Future" oder "Sunday for Future" daraus machen?"

Klar, und wenn zukünftig Arbeitnehmer streiken machen sie das besser auch nur noch in ihrer Freizeit.

Überfällig

Demonstrieren kann man auch am WE

@15:38 von IM-Erika

"Alle Schulschwänzer müssen gleich behandelt werden.
Es wird seit Jahre am Flughafen, ein Tag vor den Schulferien Eltern mit Ihren Schulpflichtigen Kindern kontrolliert und ein Bußgeld verhängt.
Der Grund der Eltern, ein Tag vor den Ferien sind die Flüge noch billig."

Und Sie sehen zwischen billigerem Urlaub und Streik fürs Klima keinen irgendwie gearteten Unterschied?
Unsere Kinder dürfen nicht wählen; irgendwie müssen sie sich aber effektiv äußern können.

"Erst Schulschwänzer und später das Studium abbrechen."

Absurde Verbindung die Sie hier herstellen.

Ja und?

Der Streik würde doch auch zu einem Witz verkommen, würde er den Rückhalt der Schulen und Behörden erhalten. Ein Streik soll ja gerade Hindern und Verhindern. Würden die Schüler am Samstag oder Sonntag auf die Straße gehen, wäre ja nur der Verkehr betroffen. Aber jetzt protestiert die Jugend, indem sie die Schule schwänzt. Genauso protestiert der Arbeitnehmer, indem er nicht an Sonntagen vor den Werktoren steht, sondern an Arbeitstagen.

Ich halte die Bußgelder für rechtlich fragwürdig. Denn wenn, dann muss die Behörde alle streikenden Schüler im Land belangen. Nicht nur 6! Sollte es jedoch bei den 6 vorerst bleiben, dann empfehle ich allen Schülern, das Geld zu sammeln und zu zahlen! Ich möchte die Behörden sehen, wenn zig tausende Schüler für 6 x 89,00 Euro aufkommen!

@Hackonya2 15.32

"Saturday for Future" hat mein Freund seinem streikwilligen Junior vorgeschlagen- kam bei dem nicht gut an, da hat er doch Freizeit...
Ja, für Viele überraschend, dass es in D Schulpflicht gibt. Hätte man aber bei Google erfahren können, man will doch sonst so gut informiert sein. Es gibt eben Rechte und Pflichten . Und das Gejammer wegen der niedrigen Bußgelder ist ja völlig unverhältnismäßig

@ um 15:41 von Bernd39

absolut richtig erkannt.

Später kommt irgendwann mal der Vorwurf In der Schule nichts gelernt zu haben.

@15:41 von Bernd39

"Wenn man ein Gesetz, hier die allgemeine Schulpflicht, als nicht mehr praxistauglich beurteilt, muß es abgeschafft werden. So lange es aber kein neues gibt, gilt das bestehende Gesetz ohne wenn und aber. Alles andere wäre Anarchie. Das einmal den jungen Leuten zu erklären, dazu wären doch Medien eigentlich auch da!"

Die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten ist allerdings keine Pflicht; dies ist nur bei Straftaten der Fall.
Ergo: Der Staat hat hier einen Ermessensspielraum.

Denn täglich grüßt die Leistungsgesellschaft.

Mit harter Hand wird bei allen Bürgern von 6 bis knapp 70 Jahren durchgegriffen, Lernen und Arbeiten. Nur nicht die Seele baumeln lassen, nur nicht froh und glücklich werden durch Enthaltsamkeit, nur nicht abgehängt werden im ständigen Rausch des Wirtschaftswachstums, jeder soll sein Glück nur alleine schmieden, der zweite Platz ist wie Verlierer zu sein, höher, weiter, schneller, reicher, beliebter, angesehener. Folgen sind Stress, Burn-out und Depressionen.

Die Leistungsgesellschaft ist das Gegenteil vom Ideal einer gelassenen und ruhig agierenden Gesellschaft: jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen, z.B. durch das Bedingungslose Grundeinkommen.

15:25 von Barbarossa 2

"Jetzt, wo sich die Temperaturen als Ergebnis der Streiks spürbar gesenkt haben, will man die Schüler bestrafen. Nicht o.k. Zumal sie mit ihren Eltern gerade in die Ferien geflogen sind."
Abgesehen von Ihrer witzigen Formulierung im ersten Teil des Satzes:
ich wohne in einer stinkreichen Gegend, und die Schüler fahren mit ihren Eltern keineswegs per Flugzeug irgendwohin, sondern in ihr Sommerhäuschen in der Heide oder so was.
Die Stänkerer gegen die Freitags-Demonstranten unterstellen tausendfach immer dasselbe:
dass reiche Eltern Umweltsünder sind und damit automatisch ihre Kinder mit.
Nee, gerade nicht. Die sind meistens intelligent.
Und die Freitags-Streiker, die keine reichen Eltern haben, werden zu Unrecht von den Anti-Freitags-Streikern immer auf die gleiche Masche angepöbelt. Die bleiben oft sogar zu Hause oder fahren zu Oma und Opa nach Köln.
Das Stänkern gegen die Freitagsdemonstranten ist eben unintelligent.
Ein wahrheitsgemäßes Argument DAGEGEN habe ich noch nie gelesen.

Wir schaffen das?

Den Mutmacher „wir schaffen das“ hat Frau Merkel leider nicht auch für die längst überfälligen Maßnahmen zum Klimaschutz gesetzt.
Wer jetzt die Generation, die gegen die bereits begonnene Klimakatastrophe solche Maßnahmen einfordert, ausbremsen will, der handelt unverantwortlich und hat nichts verstanden. Wer sich damit herausredet, dass die Schülerbewegung bereits Wirkung gezeigt hat und deshalb wieder zur Schulordnung zurückzukehren sei, muss ein CDU-Mensch sein und hat auch nicht verstanden.
Die Schülerdemos können erst dann aufhören, wenn das Klimakabinett das längst überfällige Maßnahmenpaket verabschiedet hat und damit einigermaßen sichergestellt wird, das wenigstens die Klimaziele bis 2030, möglichst auch die darüberhinaus, eingehalten werden können. Diese Schüler, die dort demonstrieren haben nämlich verstanden, was für sie auf dem Spiel steht!!

Auge zugedrückt?

"Viele Kommunen haben bisher bei den "Fridays for Future"-Demonstrationen ein Auge zugedrückt."

Mit Auge zudrücken hat das nichts zu tun.
Man kann halt nicht bei jedem einmaligen Fehlen schon Bußgeldbescheide versenden.
Auch bei 2 oder 3 Mal ist es schwierig.
Das würde übers Ziel hinausschießen.
Man geht ja mit dem Kind oder Jugendlichen nicht wegen jedem kleinen Bauchweh oder Kopfschmerzen zum Arzt. Und da schickt man auch nicht gleich ein Bußgeldbescheid, selbst wenn keine Entschuldigung kommt. Manche Kinder verträumen es auch und geben schlicht die Entschuldigung nicht ab.

Wenn das Schulpflichtige Kind oder Jugendlicher jedoch öfter fehlt, dann macht es erst Sinn Bußgeldbescheide zu verschicken.

Gesetze werden ignoriert wenn es gerade passt

Genau deshalb wird der Staat immer schwächer, weil nur noch der Populismus regiert, statt mit den Herzchen mal Klartext zu reden.

Unser Schulrektor sagte mir damals, ich könne auch jederzeit ganz zuhause bleiben. Die Jahre der Schulpflicht seien ja bei mir erfüllt, und der Besuch der Oberstufe des Gymnasiums ein Privileg. Also hab ich lieber aufgehört, meine eigenen Entschuldigungen (ab 18) zu schreiben.

@Bernd39, 15:41

Schon merkwürdig, wenn man als Linker die Position der Linkspartei als lebensfremd, wenn nicht sogar als rechtswidrig, beurteilen muß, und sich sogar den Positionen von CDU und FDP anschließen muß.

Finde ich auch merkwürdig. Ich bin nämlich ein ausgemachter Linker und fühle mich gar nicht gezwungen, mich Positionen von CDU oder FDP anzuschließen.

Ich erinnere mich allzu gut an die damaligen Vorwürfe, denen ich beim Demonstrieren (allerdings samstags) ausgesetzt war: "die sollen lieber was arbeiten!" Und denen, die dies sagten, ging es weißgott nicht darum, ob ich arbeite oder nicht. Sondern darum, dass es ihnen nicht passte, dass ich demonstriere. Und so kommt es mir heute auch vor. Die Schüler sind nicht wegen Missachtung der Schulpflicht verhasst, sondern, weil sie etwas einfordern, was die anderen nicht hören wollen.

Ich habe mir den Sinn dafür bewahrt, legal und legitim nicht gleichzusetzen, denn nicht alles gesetzwidrige ist illegitim.

"Tausende Demonstranten

"Tausende Demonstranten werden zu der Kundgebung erwartet - trotz Schulferien."

Was für ein Opfer!

"Wir wissen vielleicht nicht, was die Welt kostet, aber nun kennen wir den Preis dafür, sich für eine bessere Welt einzusetzen: 88,50 Euro, zahlbar beim Regierungspräsidiums Karlsruhe", kritisierte Akbulut.

Himmel, ist das eine schräge Diskussion. Die Kinder und Jugendlichen haben tatsächlich viel erreicht, wenn man bedenkt, dass Politiker sich im Zusammenhang mit der drohenden Klimakatastrophe zum Zuhören genötigt sehen.
Ob die etwas Sinnvolles aus der Erkenntnis, dass es Handlungbedarf gibt, gestalten, darf bezweifelt werden.
Wenn jetzt weiter gestreikt wird, könnten die Demonstranten die Akzeptanz verlieren. Dann hört man am Ende nur noch weg. Auch nicht gut.

Das Ziel ist noch lange nicht erreicht

Das ist noch ein Stück Weg. Dank an alle fff-Demonstranten für ihre Hartnäckigkeit und ihren Mut. Macht weiter, lasst Euch nicht abbringen. Ihr habt tausendmal Recht und tut das Richtige. Wir sehen uns morgen.

Friday for freedom

Die Bescheide kann man gleich an Merkel und die vielen unterstützenden Politer senden die, ach so schön die Jugend angeriert sich, zur Fortsetzung ermuntert haben.
Brisant dabei, dass die gleichen Politiker an der Macht sitzen und Möglichkeiten hätten aktiv das Klima besser zu machen, aber wie immer nichts tun.
Die Forderungen nach mehr Umweltschutz sehe ich an sonsten berechtigt.
Wie war das noch mit der großen Vorsitzenden, trägt sie nicht auch den Beinamen "Klimakanzlerin"? Was sagen sie nun den Schülern?

Schulschwänzer wo für?

Wenn Klimaschutz, dann bitte richtig liebe Kinder. 1. alle Handys abgeben, mittlerweile wissen wir doch wie die selten Erden abgebaut werden, nicht Klimaneutral ganz zu schweigen von der Kinderarbeit der Afrikanischen Zulieferer. Das gleiche gilt natürlich für sämtliche PC‘s und Flachfernseher usw. 2. endlich aufzuhören in den billige Klamotte zu kaufen. Die man nur ein paar mal trägt und die dann entsorgt. 3. Nach der Demo nach Hause gehen und dort Mamas Kost essen und nicht fastfood Läden bevölkern. Das können wir beliebig lang so weiter führen, aber hier würdet ihr richtig fürs Klima beitragen und nicht das schule schwänzen

Unglaubwürdige Demos

Diese "Friday for Future" Bewegung ist m.E. sehr unglaubwürdig...
Gerade diese Generation ist es doch, die sich jeden Tag mit dem Elterntaxi bis zum Schul-Klo bringen lässt, dann in den neuesten online bestellten Klamotten (die aber vorher dreimal zurück geschickt wurden) mit Smartphone in der Hand in sozialen Netzwerken kommunizierend (obwohl der Gesprächspartner nur 100m entfernt ist) unsere Ressourcen verschleudert... Klassenfahrten, Urlaube und Abi-Bälle organisiert die erhebliche Emissionen verursacht...
Meine Generation (die nach Ansicht dieser Bewegung den Planeten zerstört hat) hat die Kleidung der älteren Geschwister aufgetragen, kaum Strom verbraucht (es gab keine Computer, Smartphones oder Playstations etc. und ist mit dem Fahrrad gefahren. Wir sind nicht in den Schulpausen ins nächste Eck-Cafe gerannt und haben keinen coffee to go getrunken...
Diese Liste ließe sich unendlich lang fortführen, leider...

15:50 von Sachse56

Zunächst: Ich bin ein absoluter Unterstützer der "fridays for future"-Demos. Ich bewundere die SchülerInnen für ihre Ausdauer und ihr Engagement. Aber wir leben in einem Rechtsstaat, in dem das recht für alle gleich gilt. Verstößt jemand gegen die Schulpflicht, indem er zu früh in die Ferien fliegt, bekommt er manchmal ein Bußgeld. Verstößt er gegen die Schulpflicht, indem er mehrfach unentschuldigt fehlt, bekommt er im Extremfall ein Bußgeld. "Schulstrafen" sind sehr differenziert, Bußgelder sind nicht die regel. Aber man muss eben damit rechnen, wenn man gegen das Gesetz verstößt, weil man glaubt, wichtiger Ziele erreichen zu müssen. Das nennt sich dann ziviler Ungehorsam. Das würde meine Achtung vor den jungen Menschen noch steigern, wenn sie das akzeptieren würden. Aber, Sachse56, Schüler sind keine Arbeitnehmer und meistens auch nicht volljährig und haben deshalb kein Streikrecht, deshalb kann es auch durch Bußgelder nicht angetastet werden.

@ Sachse56

"streikende Schüler Das Streikrecht ist in D nicht antastbar" Am 18. Juli 2019 um 15:50 von Sachse56

Seit wann haben Schüler Streikrecht???? Sie arbeiten nicht, sie sind Leistungsempfänger.
(Merken sie nur nicht, weil hier Schulen kostenlos sind.)

Demonstrationsrecht gibt es, aber auch die Schulpflicht.

Und was das Streikrecht angeht:
Doch! Ein Streik kann unter umständen auch untersagt werden, das wird vor Gericht geklärt.

Friday for Future

Die Bewegung sprach von einem "nicht nachvollziehbaren" Verhalten der zuständigen Behörden.
###
Die Teilnahme an den Friday for Future Demos kann man bestimmt nicht unterbinden.Sollte man auch nicht. Politisch haben die Demos jedenfalls Wirkung gezeigt. Ich wage aber zu bezweifeln, ob alle Teilnehmer auch den Sinn dieser Veranstaltung erkennen. Es bringt nichts nur fürs Klima zu Demonstrieren, man sollte es dann auch Leben. Und hier trennt sich der Streu vom Weizen... Nach einer solchen Verantstaltung in Bremen hatten die Reinigunskräfte mehr als genug Arbeit den Müll zu entsorgen...und so was kann ich nicht nachvollziehen...

Alles angestoßen durch "Fridays for Future" u. die ersten Strafe

Alles angestoßen durch "Fridays for Future" u. die ersten Strafen wurden verhängt?

Macht doch unsere Jugend nicht Mundtod, weil deren Zukunft ist voraussichtlich kein zuckerschlecken und wir müssen jetzt die Weichen stellen, daher die Flugkurzstrecken heftig verteuern...

Ich gehe mit besten Beispiel voran und fahre nur Fahrrad und ab und zu mit der Bahn, welche sicherlich günstiger sein könnte...
Da sollte man einfach nach Japan schauen...

es würde mich nun wirklich mal interessieren

Und bestimmt kann es mir wenigstens einer beantworten:

An alle, die so genau wissen, dass die demonstrierenden Schüler alle in den Urlaub fliegen und auch alle täglich mit dem SUV zur Schule kutschiert werden und überhaupt jeder von denen einen Energieverbrauch hat, denn wir uns "damals" niemals erlaubt hätten: woher habt Ihr eigentlich dieses Wissen?
Ach so, Ihr wisst es gar nicht? Ihr behauptet das einfach mal so? Weil an Vorurteilen ja immer irgendwas dran ist?

Habe ich mir schon gedacht.

@ WiPoEthik

"Klar, und wenn zukünftig Arbeitnehmer streiken machen sie das besser auch nur noch in ihrer Freizeit." Am 18. Juli 2019 um 15:58 von WiPoEthik

Schüler sind eben keine Arbeitnehmer und haben daher nicht das Streikrecht der Arbeitnehmer.
Den Arbeitnehmern kann das Streiken unter Umständen gerichtlich untersagt werden kann.

...

@ Sachse56

nein sie verwechseln etwas. Arbeiter streiken, für verbesserung der Arbeitsverhältnisse. Schüler schwätzen wenn sie dem Unterricht fern bleiben. Es gibt kein Streikrecht für Schüler und selbst wenn wird hier nicht eine Verbesserung der schulischen Verhältnissen angestrebt...

"Und zu Ferienbeginn stehen

"Und zu Ferienbeginn stehen sie alle im Familien-Van mit Dieselmotor im Stau vor dem Flughafen....."
Erinnern sie sich noch an ihre Kindheit, als ihre Eltern sie gefragt haben welches Auto mit welchem Motor gekauft wird weil das 10-jährige Kind es am besten wusste? Nein? War damals nicht so, ist Heute nicht so.
"Ich unterstütze jugendliches Engagement absolut, und finde es toll, dass diese jungen Menschen dafür gesorgt haben, das Thema in den Fokus zu rücken... aber irgendwann ist der Punkt gekommen, wo die Zahl der Mitläufer größer ist, als die Zahl der ehrlichen Aktivisten."
Nur weil es Mitläufer gibt ist das Ansinnen deren denen diese Erde am Herzen liegt nichts mehr wert?

Am 18. Juli 2019 um 15:41 von Bernd39

Was sagen Sie dazu, dass in Deutschland jährlich tausende Schulstunden ausfallen, obwohl die Schüler in dieser Zeit bestimmt gern lernen würden, sie also in die Schule gehen, nur um dort in den Ausfallstunden mehr oder weniger nichts lernen können, weil z. B. Lehrer fehlen.

Schüler dürfen gar nicht streiken...

Deswegen Schwänzen sie ja die Schule...Arbeitskämpfe dürfen nur von den Tarifparteien, also Arbeitgebern und ihren Verbänden auf der einen und den Gewerkschaften auf der anderen Seite geführt werden.

Lernen

Mal ein Jugendprotest ist gut...aber in der Schule lernt man, wie zukünftiger Klimaschutz physikalisch, technologisch etc. angepackt werden kann...mit Plakate hochhalten geht das leider nicht...wer nix darüber lernt, wird es später auch nicht bewerkstelligen können. Die Materie des Klimaschutzes ist eine hochkomplexe Herausforderung vor allem für die jetzige Jugend...später als Ingenieure, Naturwissenschaftler usw.

Unfassbar.

Da werden nun also Strafgelder verlangt, weil sich Schüler für die Anerkennung der wissenschaftlichen Erkenntnisse einsetzen, die sie vom selben Staat in der Schule (zwangsweise) beigebracht bekommen.

Ein Irrsinn, dieser Staat.

@Hackonaya2 - 15:23

Zitat:"..Vielleicht kann man ja, um das zu verhindern "Saturday for Future" oder "Sunday for Future" daraus machen?"

Gute Idee. Nur: Dann käme kaum jemand mehr hin.

Gruß rambospike

Rund 200.000 Schüler in Deutschland schwänzen täglich

https://rp-online.de/panorama/deutschland/jeder-zehnte-schwaenzt-den-unt...

Aber wenn sie für das Klima schwänzen, dann muss ein Bußgeld her!

Ich habe auch viel geschwänzt als Schülerin, habe ausgeschlafen, war beim Bäcker, bin früher gegangen, weil ich keinen Bock mehr hatte. War nie ein Problem.

Zum Glück war ich nicht auf einer Demo für Rettung der Welt, sondern war einfach nur faul.

Zum Studium hat es trotzdem gereicht. So richtig viel verpasst man nicht in der Schule ... zu Hause kann man dasselbe in einem Bruchteil der Zeit schaffen.

Schüler müssen sich mit den Lehrer arangieren...

Streiken kann doch auch eine Form von Unterricht sein und zur gelebten Demokratie beitragen...

Ist doch super wenn sich die Schüler für Politik und ihrer Zukunft interessieren...

Wohl noch nichts von Pädagogische Erziehung gehört?...

Da ist Strafe durch Falsch-Ausbildung sicherlich ein falscher Weg...

Die Schüler werden benutzt

Ich glaube ja die werden benutzt bzw instrumentalisiert... vielleicht von den Pädagogen...? ich weiß es nicht.
Fragt denn mal irgendeiner ob nur einer von denen die Demonstrieren, bei der Handyvertragsverlängerung auf ein neues Handy verzichtet? Wer hat denn von denen ein Handy länger als vier Jahre?
Die demonstrieren gegen Umweltverschmutzung, ist ja auch fast richtig, aber besitzen mit eine der größten Doppelmoralen.
Fidgedspinner, wegwerf Produkt, hatte nahezu jeder von denen. Allgemein die Unterhaltung für die Kids heute... viel mehr Plastik und Batterietechnik als damals und dazu noch kurzlebiger... Skateboard mit Akku´s usw.

Zivilcourage

Zivilcourage - inklusive ziviler Ungehorsam - ist eines der wesentlichsten Elemente einer funktionierenden Demokratie.

Die Ungehorsamen nehmen dabei oft und klaglos die "Strafen" auf sich. Das gehört dazu.

Man erinnere sich z.B. an die für 1983 angekündigte Volkszählung, gegen die zahlreich in Deutschland anboykottiert wurde.
Die Regierung drohte mit Gefängnisstrafen.
Dennoch wurde weiter boykottiert.
Am Ende gab das Bundessverfassungsgesetz den Boykottierenden Recht: die Art dieser Volkszählung war in Teilen verfassungswidrig und wurde in den folgenden Jahren überarbeitet.

Blinder Gehorsam ist zutiefst undemokratisch.

Das Bußgeld der Schüler wird

Das Bußgeld der Schüler wird sicherlich mit dem verrechnet, welches durch den Unterrichtsausfall durch Lehrermangel anfällt.
Immerhin gibt es die Schulpflicht und Unterricht kann nicht einfach ausfallen, nur weil kein Lehrer da ist. Ist doch nur fair.

Ziel erreicht?

"Die Proteste hätten ihr Ziel erreicht der Klimaschutz sei als zentrales Thema in Politik und Medien angekommen."

Wenn das nicht zynisch klingt, dann weiss ich auch nicht mehr.

Die Schueler sind wirklich optimistisch, das sie die verbleibenden Tage ueberhaupt noch zur Schuele gehen, denn die berechtigte Frage waere, wozu eigentlich noch.

Was soll das?

Die Verantwortlichen sitzen in Berlin.
Die Verantwortlichen sollen die Bescheide nach Berlin schicken. Dort sitzen die Politiker die die ganze Aktion befeuert haben.

um 16:07 von Sausevind "Besten Dank für die Richtigstellung...

>>Abgesehen von Ihrer witzigen Formulierung im ersten Teil des Satzes:
ich wohne in einer stinkreichen Gegend, und die Schüler fahren mit ihren Eltern keineswegs per Flugzeug irgendwohin, sondern in ihr Sommerhäuschen in der Heide oder so was.
Die Stänkerer gegen die Freitags-Demonstranten unterstellen tausendfach immer dasselbe:
dass reiche Eltern Umweltsünder sind und damit automatisch ihre Kinder mit.
Nee, gerade nicht. Die sind meistens intelligent.
Und die Freitags-Streiker, die keine reichen Eltern haben, werden zu Unrecht von den Anti-Freitags-Streikern immer auf die gleiche Masche angepöbelt. Die bleiben oft sogar zu Hause oder fahren zu Oma und Opa nach Köln.
Das Stänkern gegen die Freitagsdemonstranten ist eben unintelligent.
Ein wahrheitsgemäßes Argument DAGEGEN habe ich noch nie gelesen.<<

//

Besten Dank für die Richtigstellung...

Einsicht ist bekanntlich der erste weg zur Besserung und diese scheint doch bei so manchen abhanden gekommen zu sein?...

Nun heißt es zusammenhalten!

Wenn die Masse der streikenden Schüler groß genug ist (so groß wie in den letzten Monaten), kann der Staat den Schülern gar nichts!

Er kann nicht gegen die Masse Bußgelder verhängen (und durchsetzen).

Der Streik tritt nun (wie früher oder später alle Streiks) in die entscheidende Phase - die, in der es ungemütlich wird.

Nun, liebe Schüler und Schülerinnen, heißt es durch- und zusammenhalten! Ihr steht auf der richtigen Seite!

Fridays for future

Ich habe selbst Ende der 1960er (!)Jahre als Gymnasiast an zahlreichen Aktionen teilgenommen, ganze Schule wurden bestreikt; Schüler anderer Schulen zum Mitdemonstrieren animiert. Es ist
auch heute lobenswert, wenn sich Schüler intensiv für bestimmte globale Ziele einsetzen. Es ist aber sinnvoll, diese Aktionen zunächst einmal zu unterbrechen, Reaktionen der Politik abzuwarten und vielleicht auch die eigenen Pläne und Ziele neu zu ordnen, sonst werden die Streiks irgendwann Selbstläufern, bei denen Sinnleere aufkommt. Es muss hier zu Kompromissen mit den "Herrschenden", d.h. Lehrern; Schulleitern und Behörden kommen. Z.B. Keine weiteren Aktionen nach den Ferien mehr, dafür Großveranstaltungen im Herbstverlauf an den Wochenenden und ggf weitere Aktionen an Schultagen, wenn Ziele nicht erreicht...

Ich kann den streikenden

Ich kann den streikenden Schülern und deren Lehrern für die nächste Unterrichtsstunde empfehlen, sich den Beitrag "Was ist Klima, was ist Wetter?" (gleich am Anfang der Sendung) anzusehen. Ungewöhnlich unaufgeregt die Analyse von Frau Friederike Otto (Oxford-University) und deren Warnung vor Übertreibungen.
Kann ich auch den Usern hier im Forum wärmsten empfehlen.

freigestellt.
@15:41 von Bernd39
D.h. dass man dann nicht mehr davon ausgehen kann, dass es da eine strikte und eindeutige Regelung gibt.
Eine Mutter erklärte mir vor ein paar Tagen, dass an der Schule ihrer Tochter seit Neuestem "Verweise" an die Eltern geschickt werden.

Die Regelung scheint ohnehin nie so strikt gehandhabt zu werden wie es auf dem Papier steht.
Für Sport-, Musikevents werden oft "Befreiungen" ausgesprochen.
Krankmeldungen werden grundsätzlich akzeptiert.
Ich habe nur einmal mitbekommen, dass an der Schule meines Nachwuchses eine alleinerziehende Mutter tatsächlich aufgrund der Hartnäckigkeit des Schulleiters eine amtliche Geldstrafe bekommt.
Ich wurde allerdings das Gefühl nicht los, dass man bei gut situierten Eltern, die da eher mit dem Rechtsanwalt reagieren, kulanter verfahren wäre.

wenn Politiker wie dieser CDU

wenn Politiker wie dieser CDU Lorz in diesem Land nichts mehr zu sagen haben und eine Poltik gefahren die grundlagen respektiert die für das Überleben auf diesem Planeten existenzielle Bedeutung haben dann sollten die Kinder wieder in die Schule gehen.
Der jetzige Kaptalismus wird zur größten Bedrohung für das Leben. Das ist ein größeres Problem wie der Nationalsozialismus.
Glaube zum entmachten der Regierung gibt es entsprechende Passagen im Grundgesetz. Das ist bereits absolut gegeben. Der Kapitalismus ist schon vor langer Zeit gescheitert.
Ich empfehle die Streike auszuweiten und auf keinen Fall lockerlassen.

Is' denn heute schon wieder der 1. April?

...soviel zum Thema Meinungsfreiheit (GG)!

---

Schulpflicht vs. Demonstrationsrecht

Wehe man wird den da oben zu unbequem, dann hagelt es Bußgeldbescheide.

Wäre ich noch Schüler würde ich auch demonstrieren.
Und nein, ich bin kein Grünen Wähler.
Ich sehe aber die Gefahr für diesen Planeten, den viele meist konservative Politiker nicht sehen können.

Vor allen Politiker aus der AfD.
Ein nettes Beispiel dazu der Youtube Channel von Corinna Miazga (AfD).
Die Videos erleuchten die AfD Wähler ja geradezu.

Und wenn ich bzw. meine Eltern so einen Bescheid bekommen würde,
würde ich jedes Rechtsmittel was ich finden kann dagegen einlegen.

Soll es doch zu einer Gerichtsverhandlung kommen.
Notfalls würde ich die 88,50 € auch im Knast absitzen.

P.S.:
Es könnte aber auch sein, daß die Klimaanlage im Büro der Beamten ausgefallen ist und deshalb der "gesunde Menschenverstand" versagt hat.

Bitte Spendenkonto einrichten!

Ich bin gerne bereit mit einer Spende die Zahlung der Bußgelder zu unterstützen. Schon allein weil "fridays for future" bereits mehr gebracht hat als alles andere.

Allerdings hat Mannheim die Bußgelder wieder zurückgenommen, nachdem sie wohl mit Protestbriefen zugeschüttet worden sind.

Macht weiter so Kids und lasst euch nicht aufhalten: Es geht um eure Zukunft! Lasst euch nicht von Leuten aufhalten, die sowieso nicht mehr lange haben und denen die Zukunft deshalb anscheinend egal ist und nur auf ihren eigenen Profit sehen.

Eigentlich sollten wir von selbst so handeln, dass wir alles dafür tun, unseren Nachfahren ein bestmögliches Erbe zu hinterlassen, aber das verstehen einige anscheinend nicht. Und es muss deshalb Regularien geben, siehe Beispiel FCKW oder Glühbirnen - auch da wollte man uns verkaufen, dass das nicht gehe, oder die Kosten nicht tragbar wären. Heute würde kein Mensch mehr eine 100W Glühbirne kaufen.

einerseits wird begrüsst, dass sich die Jugend

kritisch mit der Problematik Klima auseinandersetzt, andererseits wurde vor nicht allzulanger Zeit der Ausfall von Schulstunden durch z.B. Lehrermangel zu Recht angeprangert....also, wie jetzt?

Für die Schüler*innen, die

Für die Schüler*innen, die das selbst nicht zahlen können, habe ich - wie viele andere auch - Wege der Unterstützung gefunden.

@16:15 von Anna-Elisabeth

"Wenn jetzt weiter gestreikt wird, könnten die Demonstranten die Akzeptanz verlieren. Dann hört man am Ende nur noch weg."

Warum sollten die jetzt aufhören? Wurde bereits irgendetwas konkretes erreicht? Ein Streik wird beendet, wenn man das Ziel erreicht hat, aber keinesfalls vorher. Solange es keinen früheren Termin zum Kohleausstieg gibt, solange CO2 nicht einen konkreten Preis hat und solange sich nicht die Regierung zu den Klimazielen bekennt und wirklich alles dafür macht, dass diese erreicht werden, solange muss weiter gestreikt werden.

Die demonstrierenden Jugendlichen sind nur ein Teil der heutigen Jugend. Jeder Mieter der in einer Straße wohnt, die zwischen Schule und Dönnerladen liegt, weis wie Umweltbewusst die Masse unserer Jugendlichen ist.
Das Anliegen der protestierenden Schüler ist durchaus gerechtfertigt und überaus wichtig. Eventuell hilft es ja auch das Lehrerproblem und die ausfallenden Stunden in den Griff zu bekommen indem man den Freitag allgemein frei gibt.
Indem dass die Schüler hauptsächlich "nur" Freitags demonstrieren, sagt mir dies nur, dass dieses Anliegen den Schülern wichtiger als Schule ist und weit weniger wichtig als die eigene Freizeit.
Sicherlich gibt es viele Schüler, die auch in ihrer Freizeit um eine saubere Umwelt bemühen, jedoch für das Gros der Demonstrierenden ist die eigene Freizeit natürlich wichtiger.

Die gleichen Leute, die die

Die gleichen Leute, die die drohende Klimakatastrophe bagatellisieren oder gleich ganz leugnen, sind genau die, sagen: "Für's Klima streiken kann man auch samstags und sonntags." Das haben die cleveren jungen Leute längst durchschaut.

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Die Moderation

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