Ihre Meinung zu: Extreme Regenfälle: Viele Tote durch Monsun in Südasien

15. Juli 2019 - 11:37 Uhr

Häuser stürzen ein, Wassermassen bedrohen ganze Dörfer: Der Monsun überzieht Südasien mit extremen Regenfällen. Mehr als 100 Menschen kamen bisher ums Leben.

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Kommentare

"Jedes Jahr kommen dabei Hunderte Menschen ums Leben."

Woran liegt es denn, dass jedes Jahr so viele sterben?

Wird es immer schlimmer, der Hochwasserschutz ist nicht vorhanden, oder bauen Leute illegal in Überschwemmungsgebieten?

rer Truman Welt

Ich denke, daß müssen wir realistisch sehen: die armen Menschen, die immer öfter von solchen Naturgewalten getroffen werden, werden dauerhaft nicht dort bleiben, weil sie da auch nicht bleiben können. D. H. sie werden sich pöh a pöh oder bei größeren Katastrophen auch im Massen in Bewegung setzen. Indien nun ist groß, Nepal jedoch nicht. Desto mehr Teile der Erde vom Klimawandel betroffen werden/sind, desto umfangreicher wird diese Entwicklung. Das sollte uns allen klar sein. Deshalb ist eine Klein-Klein- Diskussion über verteilte Kontingente verschwendete Zeit, die wir eh schon nicht mehr haben. Wir brauchen eine globale Initiative "Völkerwanderung wohin?". Die Welt muß das Problem lösen! Das kann weder ein einzelner Staat, noch die EU. Wir brauchen dazu alle Länder/Staaten dieser Welt und somit alle knapp 200.
Ansonsten laufen wir sehenden Auges in die humane Katastrophe in einem Umfang, von dem sich die meisten heute noch keine Vorstellung machen (können).

Dort sind einfach zu viele

Dort sind einfach zu viele Menschen auf zu kleinem Raum. Ausweichen wird unmöglich1967 noch 500 mio einwohner. 2000 waren es 1mrd. Jetzt 1.3mrd. Deshslb kommt es einem so vor, der regen würde schlimmer. Stimmt aber so nicht ganz. Er trifft nur mehr leute.

12:02 von Tada

wo sollen die denn hinbauen
bei dem Bevölkerungswachstum
gibt's eben keinen anderen Platz mehr

@Tada

Die massive Überbevölkerung zwingt die Menschen, potentielle Überflutungsgebiete zu besiedeln. Bangladesh ist nicht mal halb so groß wie Deutschland, hat aber doppelt so viele Einwohner und ist im wesentlichen ein Flussdelta, Schwemmland. Geld, um dort sicher zu bauen, ist meistens nicht da.

Über die Auswirkungen der

Über die Auswirkungen der Klimazerstörung auf den Monsun gibt es schon länger Untersuchungen: "Der indische Monsun könnte sich durch den Klimawandel stärker ändern als bisher gedacht – mit weitreichenden Folgen für Millionen Bauern und die Nahrungsmittelversorgung Indiens. Steigen die globalen Temperaturen, wird die Regenzeit unberechenbarer: Von einem Tag auf den nächsten schwankt das Wetter dann stärker als bisher. Einem Tag sintflutartigem Regen kann dann Trockenheit folgen, wie deutsche Klimaforscher im Fachmagazin Geophysical Research Letters berichten." (Geowissen 06/2013; tinyurl.com/yxthtt6b) Ein weiterer Beleg findet sich hier: (09/2017 tinyurl.com/y2vcx4eq) "Entscheidend ist nicht nur, wie viel Niederschlag insgesamt fällt. Entscheidend ist auch, wann und wie dies geschieht. Und eben dieses "Wann" und "Wie" ändert sich durch den Klimawandel.
Schon seit den 1970er Jahren lässt sich beobachten, dass die Monsunzeit kürzer wird. " Alles bekannt, man muss es nur wahrnehmen.

12:02 von Tada ........... Woran liegt es...

Natürlich liegt es am Wetter und nur am Wetter - in erster Linie allerdings an uns, wir leben halt immer mehr und immer enger an den billigen Plätzen. Es werden immer mehr Böden versiegelt, Landschaften durch Landwirtschaft verändert, Wälder abgeholzt … ok, es liegt nicht nur am Wetter, es liegt an uns und manchmal auch am Wetter.

@andererseits, 13:45

"Entscheidend ist nicht nur, wie viel Niederschlag insgesamt fällt. Entscheidend ist auch, wann und wie dies geschieht. Und eben dieses "Wann" und "Wie" ändert sich durch den Klimawandel.
Schon seit den 1970er Jahren lässt sich beobachten, dass die Monsunzeit kürzer wird. "
>>> Alles bekannt, man muss es nur wahrnehmen"

Genau das wollen viele aber nicht.

Und diejenigen, die die Folgen dieser Art von Politik nicht nur wahrnehmen, sondern mit voller Wucht am eigenen Leibe zu spüren bekommen haben oft schlicht nicht die nötigen Mittel, um selbst etwas unternehmen zu können.

Ihnen bleibt oft nur, hinterher so weit es im Bereich ihrer Möglichkeiten liegt zu retten, was noch zu retten ist.

Ist unser kollektives

Ist unser kollektives Kurzzeitgedächtnis eigentlich so löchrig? Schon 2017 kamen in Indien, Nepal und Bangladesch mehr als 1.500 Menschen ums Leben, weil der Monsun zu wesentlich heftigeren verdichteten Regenmassen un Überflutungen führte. Die Zusammenhänge werden seit Jahren dokumentiert und vor Verschärfungen durch die Klimakatastrophe wird genauso lange und oft gewarnt. Aber hier liest man dann wieder den üblichen am Thema vorbeigehenden Unsinn von "Bevölkerungsexplosion, die die Menschen in die Überschwemmungsgebiete umziehen lässt". Auch Verdrängung scheint ein Meister aus Deutschland zu sein: Noch vor 2 Tagen berichtete die Tagesschau u.a. "Experten sehen den Klimawandel als Ursache. 870000 Menschen waren im nordindischen Bundesstaat Assam von den schweren Überschwemmungen betroffen. Ein Experte des Indischen Instituts für Technologie sieht im Ausmaß des diesjährigen Monsuns einen klaren Fall von Klimawandel." - nach 2 Tagen alles schon verdrängt?

@ 15:17 von andererseits

Klimahysterie hilft da nicht weiter. Auch wenn die Experten eines indischen Instituts dem Klimawandel die Schuld zuweist, hilft nur eine sachliche Analyse der tatsächlichen Ursachen weiter.

In diesem Fall sehe ich den größeren Einfluss ähnlich wie @12:21 von Superschlau
"Es sind einfach zu viele Menschen auf zu kleinem Raum. Ausweichen wird unmöglich1967 noch 500 mio einwohner. 2000 waren es 1mrd. Jetzt 1.3mrd ..."

und wie @ 13:16 von nelumbo
"Die massive Überbevölkerung zwingt die Menschen, potentielle Überflutungsgebiete zu besiedeln. ..."

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