Ihre Meinung zu: Studie rät: Zahl der Kliniken deutlich reduzieren

15. Juli 2019 - 8:12 Uhr

600 statt 1750 Krankenhäuser würden einer Studie zufolge in Deutschland ausreichen. Denn im OP zähle vor allem Erfahrung. Und die wäre in wenigen großen Kliniken besser gebündelt als in vielen kleinen. Von Jens Eberl.

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Kommentare

es ist toll wenn man in der Nähe

eine Klinik hat ...
aber noch toller ist es wenn dort Provis arbeiten
und wenn die (Beispiel im Beitrag etwas überspitzt)
2 mal im Jahr ne Hüft OP machen und bei der einen oder anderen Sache
im Lehrbuch nachschauen müssen, weil sie das zum
Letzten mal vor 10 Jahren machten, ist das nicht prickelnd
Auch wäre es nicht schlecht mal den Blicl über die Landesgrenzen zu machen,
wie machen es andere
vorallem funktioniert es dort besser oder schlechter als bei uns
qualitäts - ebenso wie kostenmäßig
Selbstverständlich kann ich verstehen, dass ein Bürgermeister oder Landrat
sich ein Denkmal setzen möchte, aber dazu gibt es ja andere Möglichkeiten, Regionalflughäfen oder überdimensionierte Verwaltungsbauten .....

Qualität wichtiger als Entfernung !!!

Leichter gesagt als getan, eine Klinik zu finden, in der die Ärzte/Pflegepersonal gute Leistungen abliefern.
Selbst an einem UNI-Komplex gibt es hervorragend geführte Kliniken neben Kliniken, die von Ärzten geführt werden, die von Vorgestern zu sein scheinen. Habe ich selber erlebt !
Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich an jene Spezialisten gekommen bin, die mir mehrfach schon das Leben gerettet haben, aus fast aussichtsloser Situation. War ein äußerst steiniger Weg !
Da auf die Entfernung zur Klinik zu achten, ist mehr als töricht !
Ich scheue jedenfalls die Entfernung nicht, und fahre halt die rund 200 km bis zur Klinik. Und dass zwei bis vier mal im Jahr.

Gruß Hador

Blödeste Studie seit der Wende

Herr Eberl, versuchen Sie bitte in Charité Berlin einen Termin zu bekommen. OP, Untersuchung oder auch in der Notaunahme mal auf einen Arzt zu warten. Wenn die anderen Kliniken in oder um Berlin schlißen würden, mag ich mir gar nicht vorstellen was dann ich Charité los sein würde.
Diese Studie soll mal gründlich von einer Kommision überprüft werden.

Artikel unklar oder Studie unklar?

"...dass viele Krankenhäuser in Deutschland zu klein sind und oftmals nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung verfügen, um lebensbedrohliche Notfälle wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall angemessen zu behandeln"

Was bedeutet denn "angemessen"? Das sind doch Ärzte die für Notfälle ausgebildet sind, oder? Oder steht da nur der Hausmeister?

"dass die Region mit 14 statt den aktuell 38 Akutkrankenhäusern eine bessere Versorgung bieten könnte, ohne dass die Patienten im Durchschnitt viel längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssten"

Auch hier: Die Worte "besser" und "viel länger" sind völlig unklar. Der Rest der Meldung ist dann eine Einzelfallschilderung. Was soll man davon halten?

So wie diese Nachricht klingt, wirkts auf mich nicht seriös. Liegt das jetzt an der Studie oder dem Artikel?

Da spinnt mal wieder jemand.

Da spinnt mal wieder jemand. Alle Kliniken die ich kenne haben immer wieder Aufnahmestop ind sind während der Erkältungszeit und bei großer Hitze völlig überfüllt. Als Kassenpatient wartet man mehrere Monate auf eine OP. Sollen wir künftig ein Jahr warten?
Bauen die Krankenhäuser künftig gleich ein Hotel daneben für die Besucher der Kranken? Fördert es den Umweltschutz wenn Hunderte von Autos mehrere 100 Km fahren zu ihren Verwandten im Krankenhaus?
Wieviel 100 Km sollen die Krankenwagen künftig die Herzinfakte und Schlaganfälle auf verstopften Autobahnen fahren? Oder ersetzen wir die mit Helikopter?
Diese Studie ist weltfremd ind unlogisch!
Typisch für Privatpatienten und Politiker.

Studie: Zahl der Kliniken deutlich reduzieren

Höchsten dann, wenn Leerstand besteht, können Kliniken geschlossen werden. Ich habe schon erlebt, dass die Patienten auf dem Flur standen, weil keine freien Zimmer zur Verfügung standen.
Und wie sieht die flächendeckende Notfallversorgung aus ? - gerade bei Schlaganfällen oder Herzinfarkten, wo Eile geboten ist ! Da habe ich schon meine Zweifel an der Bertelsmann-Studie.
In Deutschland wird zudem viel zu häufig operiert, im Vergleich zu den Niederlanden. Dass hat auch mit dem Vergütungssystem in Deutschland zu tun. Um die vielen Operationen abzuarbeiten, werden sicherlich auch weniger erfahrene Ärzte das Skalpell schwingen.

Gruß Hador

Modellrechnung?

Zum einen habe ich das Gefühl, dass hier kleinere Krankenhäuser schlecht geredet werden und das Beispiel mit den Hüft-OP's suggeriert hier Falsches.

"Modellrechnungen ... ohne dass die Patienten im Durchschnitt viel längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssten."
Dies hört sich sehr relativ an, und in der Stadt kann sich dies je nach Verkehrssituation/Staus schnell vervielfachen.

Und wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass diese Entscheidung schlecht war? Wenn weg dann weg, Hauptsache Geld gespart. Bevor man Krankenhäuser endgültig schließt, sollte man die angestrebte Situation auf jeden Fall eine Weile in der Praxis testen, ob sich die Modellrechnungen bestätigen!

Bertelsmann Stiftung?

Bevor man den Inhalt der Studie für bare Münze nimmt, muss man sich über die Hintergründe der Bertelsmann Stiftung (Ziele, Zweck, "Gemeinnützigkeit") informieren.

Schon wieder die ertrunkene Kuh!!

Die ertrunken ist, obwohl der Fluß im Durchschnitt(!) nur einen Meter tief war.
"Die Bertelsmann Stiftung hat Köln, Leverkusen und Umgebung als Modellregion untersucht. Die Simulation zeigt, dass die Region mit 14 statt den aktuell 38 Akutkrankenhäusern eine bessere Versorgung bieten könnte, ohne dass die Patienten im Durchschnitt viel längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssten." Und diesen ganzen Unfug, medizinische Versorgung in Statistiken zu erfassen, möchte ich einfachst hinterfragen. Würden von den ja in Köln u.a. überflüssigen Kliniken 7, samt Technik und Personal(!) nach Perleberg oder Görlitz umziehen? Oder haben die dort lebenden Menschen KEIN Anrecht? Als Randberliner auch die Frage (wenn man den Rand auf 50km erweitert, und da ja ein Hüftgelenk als Negativbeispiel herhalten muß) Kommt jetzt die Berliner Charite mit Technik und Personal in unsere Fachklinik, wo sie jetzt schon die Nachtstunden für ihre OP's gemietet haben? Nicht die Anzahl, die Verortung ist das Problem!

Profitoptimierung

Den entscheidenden Punkt der Studie hat man noch nicht erwähnt. Die Profite der Klinkbetreiber lassen sich so deutlich optimieren.
Ich für meinen Teil gehöre zu den Patienten, denen Wohnortnähe und Besuche durch Angehörige sehr wichtig sind. Zur Genesung eines Menschen gehört mehr, als eine Industrialiserung des Gesundheitswesens.

Kliniken

Nun besteht die Medizn nicht nur aus Chirurgi und vor allem nicht aus komplizierten Eingriffen - die sicher in spesziellen Zenter mit ausreichent erfahrung besser behandelt werden kann.
Die 90% anderen Hinwendungen wuerden dann laenge Fahrtzeiten auf sich nehmen. Ich halte daher den Vorschlag fuer nicht richtig. Ich neheme an die Herren sind gesund und sitzen auf ihrem angewaermten Stuhl die so etwas sich ausdenken. Die Eingriffe dieser Spezialisten haben schon viel Unheil angerichtet, z.B. Fallpauschalen, haben sich bisher auch nicht besonders ueber die Personaausstattung der Krankenhaeuser geaeusster. Sie sehen nur Einsparpotenzial.
Wo belieben also die versprochenen zusaetzlichen Aerzte, Krankenpfleger?

Der falsche Weg

Diese Vorschläge kommen immer wieder insbesondere von Sozialdemokratischer Seite. Lieber weniger, dafür größer....

Das mag für Spezialop's ok sein, die man planen kann. Aber für die Grundversorgung auf dem Land und kleinstädtischen Raum ist diese Richtung der Konzentrierung fatal und fast unumkehrbar.

Wir brauchen eine ausreichende dichte Versorgung mit Kliniken. Und dabei denke ich nicht nur an mögliche Katastrophen Szenarien, an die heute in Zeiten des Überflusses kaum noch jemand denkt.
Vielleicht kann man ja die Kliniken umstrukturieren....: Hier Spezialkliniken, und in der Fläche bessere Analyse und Behandlungsorte für Alltägliches, die dann ggf. weitervermitteln.

Worum geht es ?

Geht es wieder ums sparen? Was nützt es, wenn man die top ausgestattete Klinik nicht mehr erreichen kann bei einem akuten Notfall? Es muss flächendeckend in Deutschland eine adäquate Krankenversorgung sichergestellt werden können. Notfalls eben mit staatlichen Krankenhäusern. Davon zu unterscheiden ist die Gewährleistung einer hohen Qualität bei bestimmten Operationen und Behandlungen, bei denen ein Krankentransport zu einer Spezialklinik vertretbar ist. Das kostet natürlich alles Geld. Für viele andere Dinge wird es ja auch ausgegeben und als alternativlos dargestellt. Bei der Versorgung der deutschen Bevölkerung sollten wir darüber nicht diskutieren müssen.

Falsche Herangehensweise

Sicher ist ein Klinikum für Ärzte in gewisser Weise attraktiver als eine eigene Praxis auf dem Land. Aber durch das auflösen von Kliniken entstehen viel mehr Probleme als man durch die Freisetzung der Ärzte behebt.

Kliniken, obwohl sie keine Spezialkliniken sind, bilden Ärzte weiter aus und dort können sie Erfahrung sammeln. Wichtig dabei ist auch die gegenseitige Fehlerkontrolle. Dort könnte man noch etwas tun, in dem ein Stundensatz dafür auch bezahlt würde!

Operationen sind ja schön und gut und bei knapp der Hälfte auch wichtig aber wenn ein Notfall passiert zählt jeder Meter! Da kann es gar nicht genug Krankenhäuser geben!

Ballungszentren führen immer zu fallenden Leistungen, weil das Einsparungspotential erhöht wird und die Verwaltung unmöglich ist. Und die Spirale der Kürzungen sollte mittlerweile fast jeder kennen. Volkswirtschaftlicher Unsinn, seine Infrastruktur für einzelne Betriebswirtschaftliche Vorteile aufzugeben.

Eine Bettenburg hilft nicht bei der Genesung!

Sparwahn!

Bei allem Respekt, aber ein Krankenhaus besteht aus mehr als nur dem OP! Benötigt ein Patient z.B. bei einem Herzinfarkt eine Behandlung im Herzkatheterlabor muss diese zeitnah erfolgen; erst ein weit entferntes spezialisiertes Zentrum anfahren zu müssen kann ihn das Leben kosten, und so viel "besser" wird diese Untersuchung in "irgendeiner Uniklinik" auch nicht durchgeführt. Darüber hinaus wird eine Vielzahl an Betten benötigt, um bereits behandelte Patienten "zwischenzulagern": Das vermaledeite DRG-System führt dazu, das bereits frisch-operierte Patienten "halbtot" in die Reha abgeschoben werden; es gibt aber wiederum nicht ausreichend spezialisierte Frührehaplätze, um diese alle aufzunehmen. Will man also die frisch-trepanierte intracerebrale Blutung nicht auf die Straße schieben oder zur Kurzzeitpflege ins Altenheim stecken (was ihr Tod wäre) bleibt nur das Krankenhaus als Zwischenlösung. Aber Hauptsache, die Krankenkassen "Spahnen", ähm, sparen!

@Am 15. Juli 2019 um 08:27 von Sisyphos3

Alles kann eingespart werden aber nicht die Gesundheit. Regionalflughäfen, Verwaltungsbauten und andere Monumente sind völlig unwichtig im Vergleich zu Krankenhäusern.

Und mit der Qualität ist das so wie bei der Arbeitslosigkeit. Es gibt leider weniger Arbeitsplätze als Arbeitslose. Nur indem man die Arbeitslosen an einem Ort zentriert schafft noch nicht mehr Arbeitsplätze (also Qualität).

Der Ort macht nicht die Personen, die Personen machen den Ort. Die Qualität kann man nicht bauen, die muss man bilden. :D

Kleines Krankenhaus schlechter?

Meine Erfahrungen im großen Uniklinikum und in verschiedenen kleinen Häusern lässt mich eindeutig die kleinen Krankenhäuser bevorzugen. Sehr gute Behandlungsergebnisse mit menschlicher Atmosphäre. Die fachliche sehr gute Leistung verbunden mit persönlicher Ansprache überzeugte mich im Gegensatz zum mechanistischen nummerierten Behandlungsansatz mit abgehobenen Chefärzten in den 2 Großkliniken die ich besuchen "durfte".

Mehr Hausärzte am Wochenende

Vielen Akutfällen bleibt nichts anderes übrig als am Wochenende in die Ambulanz der Kliniken zu gehen. Werden Kliniken in dem Maße reduziert, haben auch die Notärzte mehr Einsätze, und denen bleibt oft nichts anderes übrig, als die Patienten einzuweisen. Eins hängt vom anderen ab.

und jetzt: die ganze Studie bitte nochmal auf dem Land

wer als Modellregion "Köln-Leverkusen" auswählt, verkennt die Bedürfnisse in ländlicheren Gebieten völlig. Wenn man in der hintersten Eifel irgendwo Krankenhäuser reduziert ( zuwenig Menge) dann verlängert sich die Fahrzeit zur einsatzbereiten Klinik dort nicht "um ein paar Minuten" sondern eher um 30-60 Minuten. wenn man das macht dann geht das nur einher mit einer völligen Umstrukturierung des Rettungsdienstes und viel häufigeren Hubschraubereinsätzen weil nur diese Akutnotfälle in adäquater Zeit in eine gut ausgestattete Klinik bringen können. Ich bin gespannt wer die Kosten einer solchen Systemänderung tragen soll ;) oder ob man dann auch auf die Idee kommt, das Notfallversorgung nie Kostendeckend sein kann, und es nicht ernsthaft von der Häufigkeit der Nutzung eines bestimmten lebensrettenden Gerätes abhängen darf, ob es eine Klinik vorhält oder nicht. Wo ich mit der Studie einhergehe sind die erstgenannten planbaren OPs. Diese sollten wirklich bei Spezialisten konzentriert werden

Liegt das Problem nicht schon

Liegt das Problem nicht schon bei der Diagnose und dann der zugewiesenen Abteilung?
Je nach dem bei welchem Arzt man landet fokusiert sich die Diangnose auf bekannte Gebiete. Anderes fällt auch mal unter den Tisch. Folgebehandlich werden nötig.
Neue und dann leerstehende Krankenhäuser kosten ja auch n haufen Geld.
Wohin evakuiert man Patienten von einer großen Klinik im Brand-/Fiegerbombenfund Fall?

Ja, und aus den

Ja, und aus den leerstehenden kleinen Kliniken machen wir dann Altenpflegeheime, die wir in steigendem Maße benötigen. Das ist auch schon vielfach so geschehen. In den vergangenen Jahren wurden bereits viele kleinere Häuser aufgegeben, um die großen zu begünstigen, in denen die Qualität aber nicht unbedingt zugenommen hat, dafür jedoch die Unübersichtlichkeit der oft riesigen Gebäude, bedingt durch ständige Um- und Anbauten. Ein "Blinddarm" muß nun wirklich nicht an einer Universitätsklinik entfernt werden, während eine Organtransplantation wohl doch besondere Voraussetzungen erfordert. Das z.Zt. bestehende Nebeneinander sollte gepflegt - und nicht schlechtgeredet werden. Warum Frau Mohn nun dieses Feld beackert ist mir nicht bekannt - sie wird sich im Bedarfsfall vermutlich in einer Privatklinik behandeln lassen - und die sind meist recht übersichtlich.

Reduzierung

So hat es in UK auch angefangen, unter dem Vorwand Qualität zu verbessern wurden Krankenhäuser geschlossen, das Ergebnis ist eine katastrophale Versorgung. Wer profitiert Am Ende bei einer schlechten Versorgung? Die Antwort müsste ja sein mehr Krankenhäuser mit Spezialausrichtung, nicht weniger Krankenhäuser. Hoffentlich bekommt UK die Situation mit dem EU Austritt wieder in den Griff wenn Geld da ist für NHS.

Während in 1750 Krankenhäusern verstreutes Wissen in 600 Krankenhäuser gebündelt werden soll, sollten ebenfalls privat arbeitende Ärzte in Gemeinschaftspraxen gebündelt werden. Wichtig wäre aber auch die Anwesenheit des Chefarztes bei einer OP abzuschaffen. Andernfalls "könnte" bei einer Zusammenlegegung von Krankenhäusern eine Übermüdung des Personals eintreten, weil noch mehr Ärzte erst auf den Chefarzt warten müssen, bis die OP los geht. Ein übermüdeter Qualifizierter gleicht aber einem Unstudierten - das würde zu einem Umkehreffekt der Qualität führen.

Die Effekte: Die Krankenkassen werden durch niedrigere Krankenhausbetriebskosten belastet. Eine Entlastung gäbe es auch bei den Arztkosten. Eine Zusammenlegung von Privatärzten gewährleistet trotzdem kurze Wege der Bevölkerung inklusive einer kurzwegigen Notfallversorgung bis zur Umverlegung in das dann evtl. 50 km weite Krankenhaus.

In unserer Kleinstadt wurde das Krankenhaus geschlossen.

Jetzt hat dort ein Chriurg seine Praxis.
Sogar die Leute aus der nächsten Stadt mit Krankenhaus kommen lieber zu ihm.
Wir sind dankbar, dass wenigtens er geblieben ist.
Vier Kilometer zu fahren ist besser als 30 Kilometer.

Hochrechnungen

Man fragt sich ernsthaft, wie man mit einer aus einem Modellgebiet, das eines der dichtest besiedeltsten in Deuschland ist ein Hochrechnung erstellt, die dann eine Aussage für das ganz Bundesgebiet macht. Hier riecht es doch schon ganz gehörig nach Manipulation. Man nehme eine geeignete Basis mit hoher Klinikdichte und übertrage das dann auf eine relativ inhomogene Landesfläche. Entweder ist der Artikel nicht detailliert genug, oder das Modell wirklich ungeeignet. Am Rande noch die Frage an den Autor: Wer gab denn die Studie in Auftrag?

Krankenhäuser schließen

Da kann ich mich gut daran erinnern als es noch wenige Krankenhäuser gab. Die Menschen waren zu 8 oder 10 in einem Zimmer !Teilweise auf den Fluren. Jetzt bitte daran denken wie viele Leute bei den Ärzten im Wartezimmer stundenlang warten müssen. Das scheint eher ein Systemfehler zu sein,und das will nur keiner von den Verantwortlichen zugeben.

Zwei Seiten

...an der Studie ist ja sicherlich was dran, und das Problem ist ja auch schon länger bekannt. Aber wie so oft, hat die Medaille zwei Seiten, die in diesem Artikel allenfalls dürftig beleuchtet werden.

Im Artikel steht:
"In der Hamburger Klinik werden jährlich rund 2400 Hüftgelenke eingebaut. Was auf den ersten Blick wie Massenabfertigung wirkt, garantiert den Patienten viel Erfahrung."

Und als Beteiligter in einer mittelgroßen Klinik habe ich die Erfahrung gemacht, dass es eben doch teilweise in Richtung Massenabfertigung geht...und das ist kein Vorwurf, es geht halt bei übervollem OP-Programm gar nicht anders. Soll es so wie in England werden? Halbes Jahr Temin-Zeit bis zur Krebs-OP? Und warum wechselt die Hamburger Klinik so viele Hüften? Doch so viele Komplikationen?

Weiterhin bleiben die Frage zu den Fällen, in denen es eben doch um Minuten und Sekunden geht...z.B. schwere Bauch-Traumata mit Blutung. Was ist mit denen?

Und und und...

So einfach ist das nicht.

Theorie und Praxis - Da liegen Welten zwischen!

Ich stimme sofort zu, dass Erfahrung und Professionalität gerade im Bereich der Behandlungen ,,Leben" wert sein wird.

Aber was bringt mir die Erfahrung wenn ich das Krankenhaus nicht mehr lebend erreiche?
Da ich im Gesundheitsbereich arbeite und mich dadurch regelmäßig in Krankenhäusern (Rheinland) bewege, sehe ich regelmäßig Notfallambulanzen die bis auf den Flur überfüllt sind, Personal das am Limit oder drüber läuft...
Ein Ausweichen auf den ärztlichen Notdienst ist dank Streichungen der Notfallärzte schon die letzten 2 Jahre nicht mehr möglich...

In mir wächst der Verdacht, dass hier eine Klassengesellschaft aufgebaut, mit klarem Gefälle zum Nachteil der bevölkerungsarmen Gebiete.

Ist es nicht so, dass aufgrund der aktuellen Gesundheitspolitik die Ärzte (gerade die mit Erfahrung) schnellst möglich in andere Länder abwandern, Inverstoren Kliniken usw. aufkaufen und wirtschaftlich optimieren und dadurch das Personal und der Klient darunter leiden?

Vor der Krankheit

Wir müssen wohnortnah gute ärztliche Versorgung sichern, up to date, und gleichzeitig Krankheiten vorbeugen. Herzinfarkt und Schlaganfälle müssen nicht sein, hier ist aufzuklären gegen Raumluftgase, die die Gesundheit der Menschen schädigen. Kliniken, die nicht erforderlich sind können in Hotels, Wellnesshotels umfunktioniert werden. Dann ist auch die Erholung der einheimischen Bevölkerung gesichert und für Touristen werden deutsche Städte attraktiver.

Idiotische Studie

So was kann nur vo völlig weltfremden Politikern und Lobbyisten kommen. In der Stadt in der ich arbeite, sind 5 Krankenhäuser und es jeden Tag aufs Neue ein Krampf, gerade Patienten mit internistischen Erkrankungen ein Bett im Krankenhaus zu besorgen...Was die Krankenhäuser und vor allem das Personal wirklich entlasten würde, wäre
1. Mehr Personal
2. Das Menschen, die mit seit 6 Wochen persistierenden Schmerzen im kleinen Finger (leider keine Übertreibung) 100€ Praxisgebühr bezahlen müssten, weil sie die Notaufnahmen blockieren...

@ evhie

Sie haben mir die Worte aus dem Mund genommen. Vielen Dank.
Für mich fällt dieser Vorschlag auch unter Spinnerei.

Am 15. Juli 2019 um 08:29 von Hador Goldscheitel

"Da auf die Entfernung zur Klinik zu achten, ist mehr als töricht !
Ich scheue jedenfalls die Entfernung nicht, und fahre halt die rund 200 km bis zur Klinik. Und dass zwei bis vier mal im Jahr."

Ich wäre nicht bereit, für jede Behandlung so eine Entfernung zu fahren. Was machen Sie, wenn es ein akuter Fall ist, und die Behandlung sofort eingeleitet werden muss, um ein Leben zu retten? Ach ja, Sie warten dann lieber sechs Monate auf einen Termin, dann erübrigt sich auch der Rest. Wenn eine medizinische Grundversorgung, auch mit Notfallchirurgie, nicht mehr gewährleistet ist, ist dies keine Verbesserung. Vielleicht sollte man die Verbindung dieser "Stiftung" zu bestimmten Politikern und Interessengruppen unter die Lupe nehmen. Dies wäre eine gute Aufgabe für Journalisten.

Toll auf Gewinn gerechnet

Wenn man Köln und Leverkusen für die Modellrechnungen heranzieht, kann man auch gleich Düsseldorf, Essen, Bochum und Dortmund mit heranziehen. Ein solcher Ballungsraum, wie man ihn sonst in keiner anderen Region in Deutschland vorfindet, ist für solche Modellrechnungen nicht repräsentativ! Fahrzeit von Dortmund nach Köln ist mit Bahn oder Auto eine gute Stunde. In solch einem Ballungsraum lässt sich die Anzahl der Krankenhaus-Reduzierungen um mehr als die Hälfte sehr gut rechnen. Übrigens ist die zugrundegelegte Gesamtzahl der Krankenhäuser von 1500 die bereits seit einigen Jahren reduzierte. Vor einigen Jahren lag die Zahl der Krankenhäuser in D noch bei 2500!
Offensichtlich soll hier Gewinnmaximierung praktiziert werden (Bertelsmann!), Krankenhäuser eignen sich nicht dafür- sie müssen dem Gemeinwohl dienen.

Ach ja, .......

die sich bei jeder Gelegenheit zu Wort meldende Bertelsmann-Stiftung! Ärztliche "Kunstfehler" kommen leider bei chirurgischen Eingriffen immer wieder mal vor, auch bei großen Krankenhäusern oder Uni-Kliniken. Man erfährt nur nicht jeden Fall, weil man sich auch außergerichtlich einigen kann. Abgesehen davon, daß eine Einsetzung einer Hüftprothese immer mit dem Risiko verbunden ist, zu keiner Besserung oder Linderung der Beschwerden beizutragen, handelt es sich hier wohl eindeutig um nicht nur einen ärztlichen Fehler! Würde die Endo-Klinik in Hamburg tatsächlich eine Garantie abgeben, daß bei ihr niemals Fehler passieren? Würde die Bertelsmann-Stiftung die Verantwortung übernehmen, wenn in Folge der Reduzierung bzw. Ausdünnung von Krankenhäusern es zu Todesfällen kommt? Ichmöchte wetten NEIN ! Damit hat diese Studie letztlich nur eine rein theoretische oder betriebswirtschaftliche Aussagekraft und mehr schon auch nicht! Dann sind halt auch Ärzte arbeitslos!

Vor allem...

... würde Deutschland von zwei Drittel weniger Bertelsmann "Studien" profitieren...

Der Tenor ist immer der selbe. Privatisieren und Abbauen.

@warmduscher, 8:36

Sie beschreiben das völlig richtig. Mit Begriffen wie "viel länger" oder "besser" kann man schlecht argumentieren, wenn gleichzeitig auf lauter Einzelfälle verwiesen wird.
Dass ich für ein neues Hüftgelenk ein paar hundert Kilometer in eine besser ausgestattete Klinik fahren kann, ist ja klar. So einen Termin habe ich aber auch lange genug im Voraus. Warum es besser sein soll, mit einem Schlaganfall oder Herzinfarkt länger unterwegs zu sein, bevor ich erstversorgt werde, erschließt sich mir nicht.

Das Chaos scheint in meinen

Das Chaos scheint in meinen Augen wieder mal vorprogrammiert. Genau dasselbe wie heutzutage bei den hiesigen Fachärzten : das Hoffen auf den nächsten Termin wird in weite Ferne rücken, etc... Und dazu kommt das nächste große Problem : das Fahren mit Autos soll der Umwelt zuliebe so kurz gehalten werden wie möglich, aber dann wird man ja doch wieder gezwungen, sich einen Pkw zu halten ...

Klingt durchaus sinnvoll

Wenn man den Bericht zunächst hört, muss man schlucken. Schließlich möchte jeder ein Krankenhaus in erreichbarer Nähe haben.

Aber in Deutschland gibt es in Relation deutlich mehr Krankenhausbetten, als in anderen Ländern und es fällt schwer die auch zu füllen. In vielen Fällen handelt es sich um Fälle, die in einem medizinischen Zentrum ambulant behandelt werden könnten und dann zu Hause bleiben könnten.

In den Ballungsräumen, wo Krankenhäuser wenige Kilometer von einander entfernt liegen, ist eine Reduktion sinnvoll. Besser jedenfalls als die Privatisierungen und das ständige Schrammen entlang der Pleite.

@15. Juli 2019 um 08:57 von sosprach

Das stimmt natürlich. Leider stimmt es aber auch, dass wenn "schwere Fälle" in die kleinen Häuser gebracht werden, diese dann meist auch viel zu lange dort bleiben. Zum Wohle der Statistik, aber zum Leidwesen des Patienten. Ich arbeite im Rettungsdienst und sehe das leider täglich. Oftmals kommt es leider vor, dass der Patient schon einen Flügel auf dem Rücken und die Harfe in der Hand hat, bevor nach Tagen des aktiven Zuwarten eine Verlegung in ein geeignetes Haus erfolgt, das dem Patienten dann meistens auch nicht mehr helfen kann, weil der Patient schon lange aus jedem Zeitfenster heraus ist.
Ich bin auch nicht dafür, alle kleinen Häuser zu schließen, allein schon, weil ich nicht eine Platzwunde oder einen glatten Bruch, der nur gegipst wird, ne Stunde durch die Gegend zu fahren. Aber es braucht klare Regeln, was welches Haus darf (wie in "dürfen", nicht wir in "zu können glauben") und wann eine sofortige Verlegung zu erfolgen HAT. Mit entsprechenden Sanktionen bei Verstoß.

Dies ist eine seit

Dies ist eine seit Jahrzehnten bekannte "Binsen Weisheit". Ich war 36 Jahre als Chirurg in einem kleinen Kreiskrankenhaus tätig. Gerade bei technisch aufwendigen Operationen ist eine "Mindestzahl" für den Operateur zwingend geboten. Dies ist in kleinen Abteilungen nicht zu erreichen. Ich selbst war im Nacht-Bereitschaftsdienst gezwungen Operationen aus zu führen aus einem Fachbereich, in dem ich seit 10 Jahren nicht mehr tätig war!

zweidrittel

Weniger Krankenhäuser? Dann gehe ich mal davon aus, das Personal wird dann nicht entlassen sondern aufgeteilt?
Irgendeine Stiftung macht nach gut dünken eine Simulation, irgendein Ruheständler lasst einen Spruch ab, eine erdachte Patientengeschichte zu Anfang........
Immer wenn ich in Krankenhäusern war, waren die immer alle voll, sei es in der Notaufnahme, oder bei den Betten. Es ist doch wohl eher so, das es zu wenig Krankenhäuser gibt. Für spezielle Operationen oder Krankheitsbilder, ist sicher nicht jedes KH geeignet oder ausgerüstet, aber das ist nicht der Punkt. Es geht um die notwendige Versorgung in der Breite der Bevölkerung und die steigt ja bekannermaßen an. Viel wichtiger wäre es, Ärzte und Personal aufzustocken, die Regeln der freine Marktwirtschaft ala HELOS usw. rauszunehmen. Es kann nicht sein, das eine soziale, humanitäre Einrichtung kostenoptimiert arbeiten muß und Patienten zu Nummern degradiert werden.

...die komplizierte Operationen durchfuehren

Nur dann wird ein Schuh draus. Viele Kliniken stoehnen, es wuerden zu viele ambulante Faelle angenommen. Also: ersteinmal die Zahl der Kliniken und Betten beibehalten und ausreichend vorhalten. Oder sollen die Betten im Kathastrophenfall in den Gaengen oder im Bierzelt im Garten stehen? Diese leichten Faelle und Standardoperationen incl. ambulante Versorgung wird von den kleineren Kliniken uebernommen und entlasten die groesseren K. mit den teuren Geraeten und Versorgung. Ich behaupte sogar, dass wir wegen dieses Spar-Irrsinns zugunsten der boersennotierten Finanzgesellschaften, die wie Blutegegel an den Kliniken haften, bereits heute zu wenig Betten haben bzw. vorgehalten werden. Im Katastrophenfall werden wir dann auf dem Schlauch stehen.
Diese Berechnungspraxis muss also dann komplett umgebaut werden, weil dann die kleineren Kliniken nach der heutigen Praxis nicht bestehen koennten.
W. Labuhn

Studie:Zahl der Kliniken deutlich reduzieren....

Das ist eine Studie der neoliberalen Bertelsmann-Stiftung.Warum wird ihr so ein großer Raum gegeben ?
Wenn die Zahl der Kliniken reduziert wird,werden sich die Anfahrtszeiten erhöhen.Nicht nur für Patienten,auch für daß Personal.Eine bessere Versorgung ?
Und an der vielfach zu beobachtenden Praxis Patienten zu früh zu entlassen wird sich ja nichts ändern.

Typisch Deutsch....

Hier im Forum wird von vielen mal wieder alles in einen Topf geschmissen.... warum kann man eigentlich nie hier vernünftig ohne Polemik diskutieren? Jeder will die 100% Lösung für alles und jeden, aber keiner will es bezahlen.
1. es geht um Kliniken und nicht um das Problem der Landärzte
2. Unfälle sind die Ausnahme und nicht die Regel
3. ob man die Versorgung über private (profitorientierte) Kliniken oder nicht-private anbietet hat mit dem Artikel erst mal gar nichts zu tun
4. super viele Vermutungen über die Studie. Würde mich mal interessieren, ob alle die hier Vermutungen (natürlich negative, weil das postet sich ja einfacher) äußern sich wirklich mal mit der Studie im Detail befassen????
Ich für meinen Teil (wohne in einer sehr ländlichen Gegend mit vielen kl. Kliniken), kenne aus dem Bekanntenkreis weitaus mehr Fälle von Pfusch als Positives. Ich würde demzufolge auf jeden Fall lieber eine Spezialklinik bevorzugen.

Jeder Landrat will schließlich SEIN KH

Diese Ineffizienz ist mir schon lange aufgefallen. Jeder Landkreis will sein KH, manche sogar 2 davon, weil in BW z.B. durch die Kreis-Reform das klein städtische noch weiterbetrieben wird. Es wäre einfach, zwischen 2-3 Landkreisen ein einziges, leistungsfähiges Zentrum aufzubauen. So haben aber etliche Kreise neue Bauten hingestellt: Teuer, ineffizient, wenig ökonomisch und wie im Artikel beschrieben unter der kritischen Masse - und dann wird's mangels Erfahrung Pfusch.
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Mein Vorschlag: Große Kliniken, im Abstand von rd 50Km. Dazwischen Durchgangs-Krankenhäuser zur Erstversorgung oder auch zur Entbindung. Davon aber deutlich MEHR, sodass sie in 5-10min erreichbar sind: Notfälle. Ein besseres ambulantes Zentrum könnte es auch werden, weil die Ärzte dort gemeinsam arbeiten könnten - was ja heute allenfalls holprig als Überweisungs-Medizin funktioniert. Aber die Götter in weiß bringen Reputation und immer rote Zahlen für Stadt und Landkreis.

Alle Studien ,

die von der Bertelsmann-Stiftung verfasst werden, sind mit größter Vorsicht zu betrachten , weil sie stets einseitig im Sinne des Neoliberalismus ausgelegt sind .

Bertelsmann hat auch unsere Universitäten durch den unsäglichen Bologna_Prozess "reformiert" !

Ja auch so wird die Meinung

beeinflusst... wenn die ganzen Krankenhäuser überflüssig sind, warum hat man sie einst gebaut? Wenn unser Kreiskrankenhaus weg kommt wo dann hin wenn das Kind sich den Arm bricht? Die Oma einen Zuckerschock erleidet? Der Chef einen Herzinfarkt bekommt? Die Notazfnahmen sind heute schon hoffnungslos überlaufen und der Warzebereich platzt aus allen Nähten. Liegt das nur an unseren zugezogenen Einwohnern die in Mannschaftsstärke erscheinen wenn einer in die Notaufnahme kommt oder auf Station liegt? Nein. An dem Malocher der Nachts ins Krankenhaus geht weil der Chef ihn tagsüber nicht zum Arzt gehen lässt. Was ist mit den tausenden alten Menschen die nicht mehr selber fahren können? Den Diabetiker oder den Dialyse Patienten? Oder will man die nicht mehr gebrauchten Ärzte aufs Land schicken? Wo werden die jungen Ärzte ausgebildet? Nur Geld sparen ist der falsche Weg. Schon heute haben gerade ländliche Bevölkerungen sehr weite Wege ins Krankenhaus, noch weitere Wege kosten Leben.

Jein, soviel möchte ich zum Thema sagen.

...Die Medaillie hat doch 2 Seiten.
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Ja ich möchte im Notfall od. bei geplanten OP's von Fachpersonal, daß den Namen Fachpersonal auch verdient hat, behandelt u. operiert werden.
Es nützt einem Patienten nichts, wenn er zwar ortsnah behandelt wird dadurch aber einen schweren Schaden od. gar Tod das Ergebnis ist.

Und umgekehrt ist es schön in einer Fachklinik sehr gut behandelt zu werden.
Nur muß dann aber die Wartezeit massiv verkürtzt werden.
Es kann dann nicht angehen Monate auf dringend durchzuführende OP Termine warten zu müssen.
Dafür müssen dann diese Kliniken aber massiv mit Fachärzten aufgestockt werden.

Bei Notfallerkrankungen wie Herzinfakt, Schlaganfall etc., bei den es um Sekunden u. Minuten geht, ist eine Erstversorgung in einer ortsnahen Klinik mit anschließender Überbringung per Helikopter in eine Spezialklinik der bessere Weg.

Denn auch ein Notarzt vor Ort hat nur begrenzte Möglichkeiten.

So sehe ich das jedenfalls.
in einer ortsnahen Klinik

Die Konzentration von Kliniken dient primär der

Profitmaximierung, insbesondere dann, wenn eine Bertelsmann-Studie das vorschlägt.
Seit in Deutschland die Kliniken primär nicht mehr der Gesundheit der Bevölkerung sondern dem Profit der Betreiber verpflichtet sind, haben wir aus Kostengründen auch das Problem der resistenten Krankenhauskeime, der je nach Schätzung -bei großer Dunkelziffer- 20.000 bis 40.000 Patienten jährlich zum Opfer fallen.
Das heißt anderseits auch, dass so Zentren für resistene Keime geschaffen werden, da die Gewinnmaximierung ja nach wie vor oberste Priorität haben wird.

Also irgendwie ist dieser

Also irgendwie ist dieser Artikel Stuss.
Zunächst mal finanziert sich ein Krankenhaus nicht durch Almosen und Spendengelder, sondern ist ein wirtschaftlich arbeitender Betrieb. Und anscheinend gibt es daher einen Bedarf, sonst wären viele Krankenhäuser pleite!
Es ist vollkommen klar, dass nicht jedes Krankenhaus Herztransplantationen oder Gehirnchirurgie betreibt.
Dafür gibt es Fachkliniken, und im Falle des Falles gehe ich dann auch in so eine, und nicht zum Handaufleger, nur weil der um die Ecke ist.
Aber es braucht eine flächendeckende Versorgung für den medizinischen Alltag. Soll ich 300km für eine Geburt oder einen gebrochenen Zeh fahren? Das ist Unsinn!

Fazit

Wenn wir angeblich zu wenig Fachkräfte haben, sanieren wir die Arbeitsplätze weg.
Das ist auch eine Möglichkeit die Löhne nicht erhöhen zu müssen, da sich sich das Fachpersonal wieder um weniger Arbeitsplätze streiten muss.
Dabei hilft so eine fadenscheinige Studie ungemein.

Es sollten nicht weniger

Es sollten nicht weniger sondern spezialisierte Kliniken zur Verfügung stehen.

Allgemeine Medizin, Chirurgie, innere Medizin usw.

Bei der Bertelsmann-Studie habe ich den Verdacht dass es nur um die Reduzierung der Kosten geht, denen traue ich nicht!

Weniger Kliniken bedeuten doch noch längere Wartezeiten für die Patienten, aber das stört die Regierenden wenig denn die sind privat versichert.

Time is Brain!

„Wenn ein Schlaganfallpatient die nächstgelegene Klinik nach 30 Minuten erreicht, dort aber keinen entsprechend qualifizierten Arzt und nicht die medizinisch notwendige Fachabteilung vorfindet, wäre er sicher lieber ein paar Minuten länger zu einer gut ausgestatteten Klinik gefahren worden"

Es sollte sich auch bis zur Bertelsmann-Vorstandsetage herumgesprochen haben, daß es gerade in dieser Notsituation auf Minuten ankommt - „time is brain“! Es gehört nicht allzuviel gesunder Menschenverstand dazu, sich bei nur noch einem Drittel verbliebener Kliniken die entstehenden Fahrtwege resp. -zeiten der Rettungswagen vorzustellen. Insofern empfinde ich obige Aussage als reichlich zynisch - das sind dann eben nicht nicht mehr nur „ein paar Minuten länger“ und entscheidet u. U. viel mehr über bleibende Schäden/Tod als der evtl. nicht ganz optimale Gerätepark in der nächstgelegenen Klinik.

Insgesamt wirkt der Artikel

Insgesamt wirkt der Artikel auf mich eher wie aus einem Werbeflyer der Bertelsmannsstiftung kopiert, als daß er sich sachlich mit Für und eben auch Wider einer massenhaften Klinikschließung befaßt.

Konzentration ist gut!

Ich warte gerne etwas länger in der Charité, nachdem mir in den "Provinzkrankenhäusern" sowohl in Brandenburg als auch in Niedersachsen kaum geholfen werden konnte.

Systematische Studien für Klinikschließungen

Bereits 2015 habe ich die Prognose aufgestellt, dass nicht nur ökonomische sondern auch qualitative Gesuchtspunkte über das Kliniksterben in ländlichen Regionen Deutschlands (i.d.R. kleine Krankenhäuser) entscheidet.

Ich habe mich nicht getäuscht.

https://www.grin.com/document/308555

Nur können sich kleine Krankenhäuser anstrengen, wie sie wollen, sie werden nicht an ihrem bestehenden Leistungsangebot gemessen, da sind sie oft besser als große Krankenhäuser, sondern daran, ob sie spezialisierte Erkrankungen überhaupt anbieten.

Richtige Entscheidung!

Ich habe in den deutschen Provinzkrankenhäusern nur schlechte Erfahrungen gemacht. Seitdem gehe ich für größere Behandlungen nur noch in die Spezialkliniken in den Großstädten. Ein Medizinstudium alleine reicht eben nicht...

Das Gesundheitssystem...

...liegt seit Jahren im argen!

Solche Statistiken sind wenig konstruktiv, da es in Ballungs-Zentren VIELLEICHT so sein könnte....nur was ist mit dem Land bzw. kleineren Städten? Gerade die Umgebung Kölns ist ein sogenannter Ballungsraum, wo das passt. Mir ist es jedenfalls lieber, gerade zum Beispiel bei einem Schlaganfall, einen kürzeren Weg zur Klinik zu haben. Und ich wohne nicht in einem sog. Ballungs-Zentrum.

Deutschland spart sich nach wie vor bei den wichtigen Dingen kaputt. Wir haben nunmal eine immer älter-werdende Bevölkerung, was sich in den Kosten gerade im Gesundheitswesen zeigt!

Aber solange lieber ausländische "Fachkräfte" eingestellt werden, der deutschen Sprache kaum mächtig, um am falschen Ende auf Kosten des Patienten zu sparen, und nicht die Bedingungen im Land selber verbessert werden, damit es attraktiver wird, Arzt zu werden, solange wird sich die Situation eh noch verschlimmern.

Man darf in Deutschland alles, nur nicht krank sein.....

Armes Deutschland!!!!

Schlimmer geht immer

Eine planbare Operation als Beispiel für die Vorteile einer großen Klinik zu benutzen ist schon sehr grenzwertig.
Als 'Testregion' eine Region zu wählen, die derart dicht besiedelt ist und über entsprechend viele Kliniken verfügt ist aus meiner Sicht einfach unseriös.
Was nützt mir im Notfall das tollste Krankenhaus, wenn ich es nicht lebend erreiche?
Was machen alte Menschen oder Kinder, die so weit weg in der Klinik sind, dass Angehörige sie kaum besuchen können?
Ich finde es einfach nur traurig, dass in unserem Land soviel Geld für wirklich unnütze Dinge verschleudert wird und dann will man an so einer Ecke sparen.
In Deutschland wird es immer kälter und irgendwann haben nur noch die eine Chance, die skupellos genug sind sich einfach zu nehmen was sie wollen, die Anderen bleiben auf der Strecke - schade.

Die Studie suggeriert viele

Die Studie suggeriert viele Operationen bedeutet viel Erfahrung, eine Aussage die nur auf den ersten Blick logisch ist. Bleiben wir bei dem Beispiel Hüftprothese. Es gibt große Krankenhäuser die viele hundert dieser Operationen im Jahr vornehmen. Diese werden im Rotationsverfahren in großen Orthopäden von vielen Oberärzten durchgeführt. Daneben gibt es kleinere Häuser mit deutlich weniger Hüftoperationen, die aber allesamt von nur einem oder zwei Oberärzten verantwortet werden. Am Ende des Jahres kann es vorkommen, dass die jeweiligen Ärzte der kleinen Häuser eine höhere Zahl dieser speziellen Operationen durchgeführt haben, als ihre Kollegen in den großen Häusern. Wer hat nun die größere Erfahrung?

Gewinnmaximierung heisst das Zauberwort

Auch hier geht es in erster Linie um Gewinnmaximierung. Das Wohl der Patienten - zweitrangig. Da hätten wir ja kanadische Verhältnisse, wo das nächste Krankenhaus 200 km entfernt ist. Wenn es nicht lebensbedrohlich ist, geht man halt zum örtlichen Tierarzt. Sollte es anders sein, muss man fahren und sich dann als Nr. 101 hinten anstellen, auch wenn man sich die halbe Hand mit der Kreissäge durchgesägt hat, wie mein Nebenmann im Krankenhaus von Truro in Nova Scotia.

Nur durch mein unmissverständliches Auftreten wurde dem jungen Mann, der unter Schock stand und kurz vor dem Kollaps war durch hohen Blutverlust und seiner völlig verzweifelten Mutter, noch rechtzeitig geholfen.

Solche Verhältnisse möchte ich in D nicht erleben müssen.

Es muss ja wohl eindeutig

von der "Gelenk-OP Industrie" und akuten Notfaellen unterschieden werden...

Gab es nicht Berichte, wie die kuenstliche Gelenks-ein(er-)setzung Hochkonjunktur hat?!

Das kann man sehr wohl zur Kostensenkung buendeln...

Aber wie bereits erwaehnt ist bei Schlaganfaellen, Herzinfarkten, echte Grippe-Welle (aeltere Menschen)...- die Zeit entscheidend!
Zumal diese in Zukunft Aufgrund unserer akuten an "Bewegungsmangel leidenden Lebensweise" wohl nicht weniger werden...

Daher ist ein allgemeiner Abbau von Krankenhaeusern mehr als fahrlaessig...

Abgesehen von der weiteren Einsparung an Pflegepersonal und Fachaerzten...- worunter natuerlich auch die soziale Komponente weiter leiden wuerde...-
Welcher Arzt/Pfleger hat den jetzt schon Zeit fuer ausfuehrliche Beratung, bzw. Stresslinderung?!

Traurig

Ich finde es traurig, dass solche Untersuchungen, deren Ergebnis wirklich Einfluss auf alle Menschen haben, von privaten "Stiftungen" statt von der dafür zuständigen Regierung und deren Verwaltung durchgeführt werden.

Oder besser: heute mangels finanzieller Ressourcen der öffentlichen Verwaltung von Privaten durchgeführt werden müssen.
Was im übrigen nicht unbedingt billiger sein dürfte ...

Ich denke, vom Staat angestellte Fachleute könnten das besser und vor allem: neutraler.
Wer zahlt, schafft an ...

Wenn sie nicht wegrationalisiert wären.
Durch die schwarze Null.

Spahnwahn = Sparwahn

Wenn eine Untersuchung zu Kliniken im Raum Köln / Leverkusen durchgeführt wird, wo sich die Kliniken häufen, mögen die durchschnittlichen (!) Ergebnisse der Untersuchung dort noch einen gewissen Realitätsbezug haben,
aber
- in ländlichen Regionen und ganz besonders im Osten sieht es mit der Versorgung mit Krankenhäusern bereits jetzt dramatisch schlecht aus.
- was nützt dem Patienten, der auf dem 40 minütigen Transport zur nächsten Intensivstation verstorben ist, die Gewissheit, dort eine Obduktion von hoher Qualität zu erhalten?

Das Gesundheitswesen nur betriebswirtschaftlich zu betrachten und gewinnorientiert zu betreiben, ist absolut krank!

Aber wie in allen anderen Bereichen des Lebens, werden die Gesetze von denen gemacht, die selbst gar nicht betroffen sind.
Sollten sie trotzdem doch einmal betroffen sein, gibt es entweder Ausnahmeregelungen oder aber die Bezüge und Zuwendungen werden entsprechend großzügig angepasst, dass noch was über bleibt.

Von uns so gewählt!

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