Ihre Meinung zu: Transitstreit in Österreich: Gebremster Ferienstart

12. Juli 2019 - 14:29 Uhr

Ab diesem Wochenende gilt auch im Bundesland Salzburg: Urlauber dürfen nicht mehr Staus umfahren, indem sie von Autobahnen abfahren. Das ist auch für die Polizei eine Herausforderung. Von Clemens Verenkotte.

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Kommentare

Ich lese immer "Stau

Ich lese immer "Stau umfahren". Das mag für viele gelten - ich bin eigentlich immer auf Landstraßen unterwegs mit meinem kleinen, inzwischen 37 Jahre alten Motorrädchen (250 Kubik). Ich finde es einen Hammer, daß man mir jetzt vorschreibt, die Autobahn zu benutzen!

Wo Autofahrer im Stau die Lehne herunterstellen und sich einen Kaffee eingießen können, stehe ich nun einmal nicht bequem und ziehe es daher vor, mich mit meinem kleinen und wendigen Motorrädchen langsam durch die Reihen zu schlängeln. Ich mache das aber nicht gerne, weil es immer neidische Oberlehrer gibt, die meinen, dagegen ihre Türen aufmachen oder sich in den Weg stellen zu müssen. Das sind vermutlich dieselben, die dann bei Regen den Stinkefinger heraushalten, wenn man sich unter einer Brücke die Regenkombi anzieht.

dass man darüber diskutieren muß

wer würde denn hierzulande akzeptieren
dass wegen mir Laster (aus Kostengründen) die Autobahn verlassen
um sich den Weg über kleine Ortschaften bahnen

in Stuttgart ist Ein und Durchfahrt für Autos mit Euro 4 Norm verboten
regt sich da Widerstand ?
Das wird akzeptiert, obgleich hierbei die Gründe fadenscheiniger sind

da hilft nur rigoros auf der Autobahn bleiben...

und in den anliegenden Ortschaften keinen Cent mehr ausgeben

Das ist doch kein Problem!

Da macht man sich halt vorher (oder auch spontan auf den Smartphone) im Internet etwas kundig bezüglich der hervorragenden Sehenswürdigkeiten der Region und besucht im Zuge eines Tagesausflugs von Berchtesgaden aus den beeindruckenden Dorfbrunnen von Hinterstraching.

Oder vielleicht wohnt dort sogar eine gewisse Tante Traudl, die dringend etwas Zuspruch benötigt...

Das kann die österreichische Polizei doch nicht verbieten, das wäre ja wirklich wie im früheren Ostblock.

rer Truman Welt

Am Ende ist es doch nur eine Frage der damit jetzt zunächst einmal zu sammelnden Erfahrungen und der sich dann anzuschauenden möglichen Optimierung -> z. B vielleicht besser fliegen! Wäre auch noch ein Beitrag zum Verringern des CO2 Ausstoßes! Anstatt daß jeder mit seiner eigenen CO2 Schleuder durch die Schluchten rollt, die Flieger richtig voll machen und über alle Staus und Schluchten gleiten. Also jetzt deshalb mal kein Stress!

Wo...

ich mich nicht willkommen fühle, da fahre ich nicht hin.

Erschreckend finde ich, dass die Landeshauptmänner nicht einmal für Gespräche zur Verfügung stehen wollen. Wie heißt das Sprichwort? Arroganz ist die Perücke geistiger Kahlheit.

Lustig

Ich kann mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. Lebe seit geraumer Zeit in Japan. Habe hier noch nie ein Auto besessen. Kurzstrecke wird per Ebike absolviert, bzw. per öffentlicher Verkehrsmittel (schnell und pünktlich!) und bei längeren Entfernungen freue ich mich, mit 300km/h durch die Landschaft zu fahren. Im 10Min. Takt wohlgemerkt!
Armes Auto Deutschland, das immer noch meint, einen Großteil der Mobilität im Stau zu verbringen. Hauptsache individuell in der eigenen Karre mit mindestens 300PS.....so lächerlich....im Stau!

Transitstreit in Österreich...

Ab diesem Wochenende gilt auch im Bundesland Salzburg: Urlauber dürfen nicht mehr Staus umfahren, indem sie von Autobahnen abfahren. 
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Wer will das genau Kontrollieren und warum kassiert der EuGH diese Regelung nicht ein ?

Eigentlich wunderbar...

... mit der richtigen Portion Kreativität sind die österreichischen Dorfdurchfahrten herrlich frei und man kommt ganz entspannt zum Urlaubsort, während sich die anderen auf der Autobahn im Stau den Auspuff anstehen.

Ich bin Fan.

Reisewut

Der Reiseverkehr nimmt einfach überhand. Die Infrastruktur ist dem nicht mehr gewachsen, das Klima spielt verrückt, die in den Urlaubsorten lebenden Menschen gehen gegen den Massentourismus auf die Barrikaden, Touristen drängen Einheimische aus ihren Wohnungen usw. Auch die neuen Regelungen in Österreich zeigen auf, dass die Menschen an den Transitstrecken zur Notwehr greifen.
Die Herden ziehen zu Millionen gen Süden, gen Norden oder nach Übersee - doch wozu? Weil es Gewohnheit ist? Weil man dem Nachbarn und dem Arbeitskollegen zeigen will, was man sich leisten kann?
Die Sucht nach immer mehr Anerkennung und Bedeutung ist wohl das entscheidende Motiv, jedenfalls bei Menschen, die schon 20 Urlaubsreisen hinter sich haben. Aber Vernunft und Verstand bleiben dabei völlig auf der Strecke.
Denke ich an die Abfertigungsorgien in den Flughäfen oder die Stau-Orgien auf den Autobahnen, an die Grenzkontrollen und Maut-Orgien auf den Autobahnen, dann vergeht mir die Lust aufs Reisen.

Richtig so. Gegen den

Richtig so.
Gegen den überbordenden individualurlaub.
Wer nicht die zeit hat, 5-10h im stau zu stehen, obwohl er selber einer der verursacher des staus ist, soll zu hause bleiben. Mir graut es schon wider vorm frühjahr, wenn tausende Glotzer unsere blühende Bergstrasse begaffen natürlich aus dem Auto heraus, anstatt in milder luft zu spazieren.
Andere gegend, gleiches problem.
Ich kann die Öschis verstehen. Die haben noch Durchblick.

Ellbögen

Ich komme aus Deutschland und lebe in Tirol und muss sagen, was Minister Scheuer da abzieht ist in keiner Art nachvollziehbar. Inhaltlich nicht und schon gar nicht in dieser Ausdrucksweise. Die ist zum Fremdschämen. Hier werden kleinste Nebensträßchen gesperrt (wie zum Beispiel durch die Ortschaft Ellbögen). Wir sind hier in den Alpen, da gibt es nicht 50 Parallelstraßen, es sind gerade mal 2 - mit vielen Serpentinen, ohnehin schon lange Zeit für Fahrzeuge mit Anhängern gesperrt, mit Wartebuchten für den Gegenverkehr.
Jetzt fordert Scheuer plötzlich an den Verhandlungstisch "zurückzukehren", dabei hat er beim letzten Brenner-Verkehrsgipfel im Juni 2018 blau gemacht.
Der lenkt nur von seinen eigenen Fehlern ab, mit denen er voreilig Millionen Steuergelder für ein Mautsystem verschwendet hat, von dem ihn sein eigenes Ministerium und der wissenschaftliche Dienst im Bundestag schon Jahre vorher gewarnt haben.

Transitstreit in Österreich

Seit 2009 ist das Verkehrministerium in CSU-Hand. Genau diese 10 Jahr haben diese Herren Minister Ramsauer, Dorbrindt, Schmid und Scheuer gepennt, um den Nordzulauf zum Brennerbasistunnel voranzutreiben. Es sind genau die Jahre, die fehlen, um Zulauf und Basistunnel etwa zur gleichen Zeit fertig zu stellen. Dass würde den Verkehr am Brenner massiv entlasten.
Man bekommt mittlerweile den Eindruck, die CSU-Minister sind unfähig bis zum Geht nicht mehr.
Die Maßnahmen von Österreich sind reiner Selbstschutz, und die Aufforderung an Deutschland endlich zu handeln !

Gruß Hador

Endlich tut sich mal was

Als Deutscher, der seit 11 Jahren in Tirol, in eine Gemeinde am Fernpass lebt, bin ich dankbar, dass hier die Politik einmal handelt. Ist die Fernpassstraße überlastet, weichen die Verkehrsteilnehmer über die anliegenden Gemeindestraßen aus und suchen dann die Abkürzungen und Schleichwege die es nicht gibt, um damit den Stau zu umfahren. Es gibt aber in den Tälern nur diese Straße welche dann, neben der Hauptstrecke auch noch zu ist. Große Busse, Wohnwagengespanne usw. fahren sich dann in den teils schmalen Gassen fest. Dies alles ist für die Einwohner der Betroffenen Gemeinde nicht lustig und hat zur Folge dass z. B. kein Krankentransport durchgeführt werden kann, dass keine Feuerwehr o.ä. Ihr Ziel anfahren kann. Auch ist ein verlassen der Gemeinde für die Anwohner nicht mehr möglich, Sie kommen nicht raus und wenn doch, wissen Sie nicht wann Sie wieder nach Hause kommen. Für uns, die Anwohner sind das untragbare Zustände. Deshalb die Sperren, welche für uns unverzichtbar sind.

Am 12. Juli 2019 um 15:17 von Der freundliche...

<< und warum kassiert der EuGH diese Regelung nicht ein >>

Kennen Sie nicht den altrömioschen Rechtsatz: "Wo kein Kläger, da kein Richter"

kann ich verstehen

Das kann ich verstehen, wenn Österreich die Ortschaften vor Verstopfung schützt, zumal dies nicht wirklich viel Verkehrskapazität hergibt.

Was ich nicht verstehen kann, dass man sich dieses Preis/Leistungsverhältnis (= teuere Autobahngebühr/Staustrecke) gefallen lassen muss. Und Deutschland sich im Gegenzug von der EU die Mautgebühren verbieten lässt.

Wenn ich von AB abfahre ...

... dann meist, weil ich was sehen will oder was bestimmtes kaufen. Es gibt viele Spezialitäten entlang der Route und immer einen guten Gasthof. Ein ähnliches Verhalten, nämlich Drangsalieren hatten früher die Slowenen für die Kroatien-Transitler auch drauf - bis sie merkten, dass das Geschäft entlang der Straße auch Werbung für mehr ist. Wenn Österreich darauf verzichten will ... ? Wegen Reichtums geschlossen? Früher waren die froh, wenn die Deutschen wenigstens eine Fl Stroh-Rum gekauft haben.

Die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Regionen?

Wenn auch einige Gründe für diese Sperrungen verständlich und nachvollziehbar sind, wird die Freude darüber bei Geschäftsleuten an den Ausweichrouten eher geringer ausfallen. Sie (vor allem Tankstellen, Gasthäuser o.ä.) werden die Einnahmen schon bald schmerzlich vermissen, wenn nur noch die deutschen Kunden kommen, die ohnehin in der Gegend Urlaub machen.
Ich hoffe, die Politik hat sich auch überlegt, wie sie das kompensieren kann.
Falls nicht, wird es für die dadurch arbeitslos werdenden Menschen kein großer Trost sein, dass sie ihre "Freizeit" nun in einer ruhigen Gegend mit besserer Luft verbringen können.

15:10 von qpqr27

«da hilft nur rigoros auf der Autobahn bleiben ... und in den anliegenden Ortschaften keinen Cent mehr ausgeben.»

"Ist ‘ne Urlaubs-Variante".

Zwei bis drei Wochen auf Autobahnen durch ÖST fahren.
Speisen und nächtigen an Rasthöfen, und auf Parkplätzen.

Muss man aber nicht. Abfahren von der Bahn ist schon noch erlaubt.
Aber wer hätte beim Umfahren von Autobahnstrecken schon je "in aniegenden Ortschaften" bei der Durchfahrt irgendwo Geld ausgegeben? Oder Euros als Spende für die permanente Belästigung der ansässigen Bewohner aus dem fahrenden Auto geworfen …?

@Sisyphos3

Passiert(e) doch schon seit Langem. Als erstmals die LKW-Maut eingeführt wurde ist eine nicht unerhebliche Zahl an LKWs auf die Nebenstraßen ausgewichen und (wie bei den LKW Überholverboten auch) gab es genügend Fahrer, die sämtliche Durchfahrverbote auch noch ignoriert hatten und ungeeignete Straßen mit ihren Brummis blockiert hatten. Das ist ein wenig besser geworden dank der Maut auf Bundesstraßen aber noch immer sehr nervig.

Ganz analog zu Österreich weichen auch bei uns viele Autofahrer auf Bundesstraßen aus, wenn die Autobahnen zu sind; das ist sehr gut zu beobachten z.B. auf der B13 als Ausweichstrecke zur A9, über die sich viele Urlauber zur A8 quälen, die (oh Wunder) bis nach Salzburg bzw. zur Inntalautobahn führen...

Schön? Nein. Vielleicht sollten wir auch die Leute einfach auf die Autobahn zurück forcieren...

Japan

Gib nicht so mit deinem Japan an, Newhope, da haben vor dir schon mehr Leute gewohnt und das muß man hier nicht raushängen lassen. In dem dichtbesiedelten Streifen mit seinen perfekten Zugverbindungen herrschen doch ganz andere Verhältnisse und ich bin sicher: wenn Du in Gifu im Binnenland in irgendeinem Kaff wohnen würdest, dann hättest Du auch ein Auto oder zumindest ein Motorrad.

Ich finde Züge ja auch vernünftiger - aber nicht jeder wohnt in der Großstadt (zum Glück!).

Mittagessen beim Ochsenwirt in Austria

nun offenbar gestrichen. Man muß ja auch die Fahrtüchtigkeit irgendwie wiederherstellen und wer hat da nicht seine Kneipen und Restaurants? Was soll so eine unsinnige Regelung in Europa ?
und wenn so was gemacht wird reicht dann für die Polizei die Quittung vom Mittagessen?
Ich halte dies für rechtlich nicht tragbar und nicht im Sinne von Europa da grundlegende Bedürfnisse von Staatswegen nicht mehr nachzukommen. Auch die Freizügigkeit von Menschen und Europäern ist so bedroht. Ein absolutes NoGO und ein Fall für die Gerichte in Europa.

15:17 von Der freundliche...

« Wer will das genau Kontrollieren und warum kassiert der EuGH diese Regelung nicht ein ?»

Weil der EuGH nicht aus eigenem Antrieb als Kassierer durch österreichische Lande zieht …

@juergen6465

Als mein Opa noch lebte sind wir regelmäßig nach Österreich oder weiter nach Süden gefahren und mir wäre nicht bewusst gewesen, dass er jemals in Österreich bewusst die Autobahn genommen hätte; nach seiner Aussage waren die Ausweichstrecken einfach schöner zu fahren, aber die Maut hatte sehr wahrscheinlich auch einen Anteil daran. Durch diese Maßnahmen sind sämtliche Besucher de-fakto gezwungen sich eine Vignette zu kaufen, ob sie wollen oder nicht, was gegen EU Recht verstoßen dürfte.

Ich finde die Maßnahme prinzipiell okay, aber dann müssten im Gegenzug die betroffenen Autobahnabschnitte mautfrei zu befahren sein.

Das eigentlich völlig bekloppte

ist das die die sich ins Auto setzen um in Urlaub zu fahren zu mindestens 20% Wähler der Grünen sind. Die Deutschen werden hier verarscht und abkassiert, demnächst kommt noch die idiotische CO 2 Steuer... aber mit der Karre über die Berge...oder ab in den Flieger und über die Alpen hüpfen? Unter dem Motto für mich gilt mein dusseliges Gesabbel natürlich nicht. Was für Pharisäer

@ Sisi Sie irren sich gewaltig

Viele LKW nutzen Landstraßen um die Maut zu sparen. Lediglich bei extrem gut ausgebauten Bundesstraßen ist Maut fällig. Ist nicht verboten und wird von Ausländischen wie Deutschen Lkw Fahrer gemacht.

@Giselbert 15:55

"Was ich nicht verstehen kann, dass man sich dieses Preis/Leistungsverhältnis (= teuere Autobahngebühr/Staustrecke) gefallen lassen muss." Willkommen im Gebirge. Aus dem Flächenland Deutschland ist so etwas leicht zu bemerken, die Anzahl der Pässe durch die Alpen ist aber nuneinmal begrenzt und der Bau und Unterhalt einer Autobahn im Hochgebirge eine ganz andere Hausnummer als im relativ flachen Deutschland.

" Und Deutschland sich im Gegenzug von der EU die Mautgebühren verbieten lässt." Der EUGH hat nicht grundsätzlich eine Maut verboten sondern die ausländerfeindliche Maut für die bayrischen Stammtische die aufgrund der inkludierten Diskriminierung aller Ausländer gegenüber den deutschen Staatsbürgern klar gegen EU-Recht verstößt. Das war auch jedem klar denkenden Mensch seit Ankündigung des Konzepts klar, aber leider haben wir ja immer CSU Verkehrsminister, da schließt sich das leider aus.

RE: Giselbert um 15:55

***Was ich nicht verstehen kann, dass man sich dieses Preis/Leistungsverhältnis (= teuere Autobahngebühr/Staustrecke) gefallen lassen muss. Und Deutschland sich im Gegenzug von der EU die Mautgebühren verbieten lässt.***

Niemand wird gezwungen mit dem Kfz nach/durch Österreich zu fahren.
Genauso wenig verbietet die EU der Bundesrepublik das Einführen einer Maut. Nur haben die ach so schlauen Verkehrsminister der CSU halt eine Maut einführen wollen, die ausschließlich Ausländer benachteiligt. Und diese Art der Maut wurde vom EuGH kassiert.
So wird ein Schuh draus !

Gruß Hador

15:32 von Hador Goldscheitel

«Transitstreit in Österreich
Seit 2009 ist das Verkehrministerium in CSU-Hand … Die Maßnahmen von Österreich sind reiner Selbstschutz, und die Aufforderung an Deutschland endlich zu handeln !»

Wie DEU auch, ist ÖST ein Transitland für Personen + Güter. Die CH ebenso.

Die beiden letzteren deutlich kleiner als DEU. Mit ganz anderer, verkehrs-technisch viel stärker anspruchsvoller Topographie. Die (auf relativ kleiner Fläche konzentriert) ganz anderen "Druck" erzeugt, als es in DEU der Fall ist.

Auch ich verstehe nicht, warum es in DEU so zu sagen schon "Tradition" ist, das Bundesverkehrsninisterium immer der CSU in den Rachen zu werfen. Und dem Rest des Landes dann bräsige Konzeptlosigkeit ans Bein zu binden.
Sehr merkwürdig das …

«… gepennt, um den Nordzulauf zum Brennerbasistunnel voranzutreiben …»

Den tiefen Schlaf des Dornröschen geschlafen. Nicht nur kurz eingenickt.

"Spaßig wird das noch". Bahn-Zulauf-Strecken zu Tunnels baut man ja nicht "mal übers Wochenende" …

16:17 von sprachloser

Ist nicht verboten
.
.... dann wäre es an der Zeit
dies zu verbieten

RE: sprachloser um 16:14

***Das eigentlich völlig bekloppte ist das die die sich ins Auto setzen um in Urlaub zu fahren zu mindestens 20% Wähler der Grünen sind.***

So, so, die haben wohl alle einen "Die grünen-Sticker" auf der Windschutzscheibe kleben.
Wer sagt ihnen eigendlich, dass die Grünen-Wähler selbst einen alternativen Lebenswandel führen ?
Reine Stimmungsmache von ihnen, vor allem auch der Rest ihres Kommentars !

Gruß Hador

Generelle Fahrverbote sind europarechtswidrig

Es wäre allgemein von Vorteil, wenn die Rechtmäßigkeit von generellen Fahrverboten, wie in Österreich auf Ausweichstrecken oder in Deutschland als Dieselfahrverbote in Innenstädten oder die Lkw-Fahrverbote zur Umgehung der deutschen Lkw-Maut vom EuGH überprüft und diese Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit verboten werden würde. Da bisher kein deutsches Verwaltungsgericht den Mut hatte, diese verfehlte Rechtsprechung vom EuGH überprüfen zu lassen, würde sich der Aufhänger Fahrverbote für Ausweichstrecken in Österreich anbieten.

Am 12. Juli 2019 um 15:55 von Giselbert

<< Und Deutschland sich im Gegenzug von der EU die Mautgebühren verbieten lässt. >>

Diese Formulierung: Alle Achtung!

Die Bundesrepublik ist also schuld, dass der EuGH ihr nicht Recht gegeben hat.

Destruktiver kann man nicht diskutieren.

Fernverkehr auf die

Fernverkehr auf die Fernverkehrsstraßen, ganz einfach. Der hat in den Dörfern nix zu suchen. Wer das warten und die Gebühren nicht erträgt sollte sich überlegen einfach mal Bahn zu fahren (ist in Österreich sogar relativ günstig), genau so wie der Güterverkehr.

Keiner wird gezwungen

durch Österreich zu fahren. Wer sich dafür entscheidet, muss die Vorgaben halt akzeptieren. Alternative: Zuhause bleiben.

Lehre ziehen

Was lernen wir daraus, Österreich weiträumig auf den Weg in den Urlaub umfahren und meinen Urlaub in Österreich machen. Wenn keine Euros mehr von den Urlaubern fließen, wird Österreich merken, wer da ein Eigentor geschossen hat. Da kann man dann nicht mehr für alles Deutschland die Schuld geben und sich hinter der EU Verstecken!

Urlaub kann man auch in Deutschland machen

Wenn die Österreicher meinen das die Urlauber eine Last sind, sollen Sie eben weniger Urlaubsziele anbieten. Das dürfen Sie gerne machen, damit habe ich kein Problem.

So wie es jetzt ist, Werbung ohne Ende für noch das kleinste Dorf. Immer mehr Ferienwohnungen und Hotels anbieten und sich dann beschweren wenn die Leute kommen. Dafür habe ich dagegen kein Verständnis.

Vielleicht sollte man sich erst mal klar werden was man eigentlich will. Vor allem sollte das mal im Lande geklärt werden.

@firlefanzmanii

Geographie ist nicht ihre Stärke, oder? Japan ist sowohl von der Fläche her größer als Deutschland als auch dichter besiedelt! Bin selber beruflich öfter dort und kann Ihnen versichern öffentlicher Personen Nahverkehr hat dort seinen Namen mehr als verdient! Egal in welches "Nest" Sie auch wollen, mit Bus oder Bahn kommen Sie garantiert dorthin - in Japan KANN man auf's Auto verzichten! Bei uns leider nicht, weshalb ich das Melken und Schimpfen auf Pendler völlig pervers finde...

Pharisäer und Heuchler

Soso, die eigenen Bürger dürfen also Staus umfahren, die anderen aber nicht. Ist das DAS Österreich, das wegen Ungleichbehandlung von EU-Bürgern gegen die deutsche Maut geklagt hat?

Pharisäer und Heuchler. Echte europäische Solidarität eben.

15:03 von Hertha Suhrbier

"Ich finde es einen Hammer, daß man mir jetzt vorschreibt, die Autobahn zu benutzen!"

Nein, das schreibt man niemandem vor.
Es geht nur darum, dass die, die schon auf der Autobahn SIND, die Autobahn nicht verlassen dürfen, falls sie es nur darum tun, um den Autobahnstau zu umfahren.

16:02 von Hertha Suhrbier / @newhope

«Gib nicht so mit deinem Japan an, Newhope, da haben vor dir schon mehr Leute gewohnt und das muß man hier nicht raushängen lassen.»

Man lässt es nicht "raushängen", wenn wer erwähnt, dass er / sie gegenwärtig in JAP lebt. "Es hängt auch nix", wenn man bspw. sagte, dass man momentan in der CH lebt. Wo Bahnberbindungen ja auch um ein Vielfaches besser sind als in DEU.

Auch ich lebte einst in JAP. Im Ballungsraum Tokyo.
"An der mittleren Peripherie".

Bahnverbindungen in JAP sind bei der wohnlichen Konzentration von Menschen in Ballungsräumen kaum mit DEU zu vergleichen.
Alleine in Tokyo ≈ 38 Mio. Aber Bahnstrecken in JAP sind so exzellent, wie sie sind, weil sie seit Jahrzehnten überall (!) Priorität haben.
Nicht nur der Shinkasen.

Selbstredend haben Menschen in JAP in ländlichen Gegenden auch Autos + Motorräder. Aber man fährt nicht so in in die Ballungsräume.

Als Tourist können Sie (vorab) einen Maut-Pass für die Autobahnen erwerben.

7-Tage für ≈ 150 €.
14-Tage für ≈250 € …

Am 12. Juli 2019 um 15:35 von juergen6465

"Als Deutscher, der seit 11 Jahren in Tirol, in eine Gemeinde am Fernpass lebt, bin ich dankbar, dass hier die Politik einmal handelt. Ist die Fernpassstraße überlastet, weichen die Verkehrsteilnehmer über die anliegenden Gemeindestraßen aus und suchen dann die Abkürzungen und Schleichwege die es nicht gibt, um damit den Stau zu umfahren. "

Als Anlieger sind Sie ja glücklicherweise nicht betroffen, aber Sie würden sich wohl sehr aufregen, wäre auf einer deutschen Autobahn wegen eines Unfalls ein Stau, und Sie wären gezwungen, auf der Autobahn zu bleiben und nicht die Umfahrung auf der Landstraße zu nutzen.

re der freundliche

"und warum kassiert der EuGH diese Regelung nicht ein ?"

Ein Gericht kassiert gar nix nach eigenem Gutdünken. Da muss erstens einer klagen, und ob dann der EuGH kassiert ist noch lange nicht sicher.

Sie verwechseln ein Gericht mit einem Selbstbedienungsautomaten.

15:16 von Werte-Wärter

“Erschreckend finde ich, dass die Landeshauptmänner nicht einmal für Gespräche zur Verfügung stehen wollen.“

Die Landeshauptmänner stehen zur Verfügung! Aber nicht für eine Reise nach Berlin. Sie haben Herrn Scheuer eingeladen nach Kufstein oder/und Kiefersfelden. Warum will Herr Scheuer denn da partout nicht hin?
Ich kann's mir denken.

So ist das

wenn sich ein Staat alles von den anderen gefallen lässt, wir zahlen, andere fahren kostenlos und verstopfen alles.
Bayern sollte einfach im Gegenzug mal reagieren, die haben auch viele Urlaubsgebiete.
Bayern sollte mal einen Hintern in der Hose haben und Klagen, machen die anderen auch immer gleich.
Aber Deutschland eben alles gefallen, egal um was es dabei geht, die anderen dürfen, Deutschland gleicht das aus und macht Rückzieher.

15:10 von qpqr27

"da hilft nur rigoros auf der Autobahn bleiben...
und in den anliegenden Ortschaften keinen Cent mehr ausgeben"

Die fehlenden Cents nehmen die anliegenden Ortschaften wahrscheinlich mit Kusshand in Kauf - und haben dafür ihre Ruhe vor den Autoschlangen.

Der Ausbau der

Der Ausbau der Eisenbahnverbindung auf deutscher Seite sollte sofort gestoppt werden. Es ist nicht einzusehen, dass das Rosenheimer Land mit Schienen zugepflastert wird damit es die Oesterreicher angenehmer haben. Gottseidank gibt es noch den Rechtsweg gegen solche Vorhaben die die Sache um Jahre verzoegern koennen.

Diese Blockabfertigung wird NICHT bleiben weil illegal!!

Und nein, diese verbotenen Blockabfertigungen werden nicht bleiben:

https://www.tagesschau.de/ausland/stau-oesterreich-101.html

Er werde nicht zur Verfügung stehen, wenn über Lkw-Blockabfertigungen oder Pkw-Fahrverbote diskutiert werde, sagte er. "Die bleiben. Ich diskutiere nur dann, wenn inhaltlich tatsächlich etwas weitergeht."

Und diesen Landeshauptmann von den Ösis erkenne ich nicht als Gesprächspartner an!! Der kann uns egal sein. Klage raus zum EUGH ist der einzige vernuenftige Weg! Ich lasse mich von den Ösis nicht erpressen.

15:35 von juergen6465

Danke für Ihre Beschreibung der Zustände.
Alle die hier auf ihre Reiserouten-Freiheit pochen, würden das vor der eigenen Haustür nicht wollen.
Ich könnte auch immer lachen, wenn das Argument herausgezogen wird “dann lassen wir halt kein Geld dort“ oder “Österreich-Boykott“.
In den letzten Jahren habe keine Urlaube/verlängerte Wochenenden mehr in grenznahen Orten in Österreich verbracht. Die schlechte Luft zu meiner Frühstücksemmel und die Atemprobleme (ich habe COPD) hab ich einfach nicht mehr gepackt. Dann noch die “raus aus dem Auto, wo ist das Klo?, rein ins Auto, weiter geht's“, nein danke.
Ich freue mich, dass Österreich diesen Weg geht. Vielleicht kommt Autominister Scheuer so endlich in die Gänge, was den BBT betrifft. Österreich und Südtirol werden 2026 ziemlich pünktlich eröffnen, Deutschland hat mit dem Bau noch nicht mal angefangen.

@ sprachloser (16:14): Das Reisen lasse ich mir nicht verbieten

@ sprachloser

Das eigentlich völlig bekloppte
ist das die die sich ins Auto setzen um in Urlaub zu fahren zu mindestens 20% Wähler der Grünen sind.

Und von Ihnen lass ich mir mich verbieten, in den Urlaub zu fahren oder zu fliegen. Und das sind nicht nur Gruene, sondern auch viele CDUler, CSUler, SPDler und andere!

Und ja, von den Ösis und den Schweizern werden wir unverschämt abkassier:

Die Deutschen werden hier verarscht und abkassiert, demnächst kommt noch die idiotische CO 2 Steuer...

aber die CO2-Abgabe ist richtig. Da stehe ich dazu.

aber mit der Karre über die Berge...oder ab in den Flieger und über die Alpen hüpfen?

jup!! Das lasse ich mir nicht verbieten, auch von Ihnen nicht! Und wenn ich dafuer die CO2-Abgabe zahlen mus. Tue ich gerne.

15:55 von Giselbert

“Was ich nicht verstehen kann, dass man sich dieses Preis/Leistungsverhältnis (= teuere Autobahngebühr/Staustrecke) gefallen lassen muss. Und Deutschland sich im Gegenzug von der EU die Mautgebühren verbieten lässt.“

Ganz einfach: es ging nicht um oder die Höhe der Maut. Es ging um das WIE.
Wenn deutsche Minister zu dumm sind so etwas auszuarbeiten, dann geben Sie bitte nicht den Klägern oder dem EUGH die Schuld. Ich glaube nach wie vor, dass diese Ablehnung dem Verkehrsminister immer bewusst war. Jetzt hat er sein Feigenblatt, um das Wahl“versprechen“ nicht einhalten zu können/müssen.

Lesen Sie im Wirtschaftsteil 'Welt': EuGH entlarvt, was wirklich hinter der Pkw-Maut steckt

um 16:14 von sprachloser

"Das eigentlich völlig bekloppte ist das die die sich ins Auto setzen um in Urlaub zu fahren zu mindestens 20% Wähler der Grünen sind"
Was hat das nun mit den Grünen zu tun? Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, muss entweder jünger sein oder etwas mehr Geld haben. Dafür sparen auch oft die grünen Wähler das ganze Jahr. Und früher zu DDR-Zeiten sind wir auch jedes Jahr verreist, aber oft nur an den Balaton, die Hohe Tatra oder an die Ostsee.

@newhope, 15:16

"Hauptsache individuell in der eigenen Karre mit mindestens 300PS"

Natürlich ist das Schwachsinn, und eine zuverlässige Schienenverkehrsinfrastruktur dringend vonnöten. Aber vergessen Sie bitte nicht, dass in Deutschland die Autoindustrie die unantastbare "heilige Kuh" aller Wirtschafts- und Verkehrspolitiker ist. Da müssen die Interessen von Umwelt und Verbrauchern schon mal hintanstehen.

In seinem Kommentar "Scheuer muss Österreich etwas bieten" (tagesschau.de/kommentar/scheuer-165.html) hat der Autor die "Arbeitsteilung" zwischen Deutschland und Österreich aufs Trefflichste zusammengefasst: Österreich macht und baut, Deutschland redet und blockiert.

@ Kommentator (16:27): Dieselverbote waren gerichtlich angeordne

@ Kommentator

Es wäre allgemein von Vorteil, wenn die Rechtmäßigkeit von generellen Fahrverboten, wie in Österreich auf Ausweichstrecken oder in Deutschland als Dieselfahrverbote in Innenstädten oder die Lkw-Fahrverbote zur Umgehung der deutschen Lkw-Maut vom EuGH überprüft und diese Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit verboten werden würde.

Die Dieselfahrverbote waren gerichtlich angeordnet!! Und zwar vom Bundesverwaltungsgericht und die sind auch richtig! Diesel muss runter von den Straßen! Da gibt es von mir KEINE Kompromisse an die Dieselstinker! Es geht anders mit Elektroautos, Elektro-Lkws, Elektrovans und so weiter.

re mrperfect

"Wenn die Österreicher meinen das die Urlauber eine Last sind, sollen Sie eben weniger Urlaubsziele anbieten. Das dürfen Sie gerne machen, damit habe ich kein Problem."

Dass es um Transitreisende geht und nicht um Österreichurlauber hätte man in dem Artikel schon mit einiger Anstrengung herausfinden können ...

re kommentator

"Generelle Fahrverbote sind europarechtswidrig"

Was europarechtswidrig ist wird vor zuständigen Gerichten geklärt und nicht per Zwischenruf von juristischen Laien.

Östereicher machen es richtig

Nur weil es die deutsche Poltik nicht auf die Reihe bekommt den Transit in die richtigen Bahnen zu lenken, gepart mit der Unfähigkeit eine gesetzeskonforme Maut zu installieren kann man den Österreichern keine Vorwürfe machen wenn sie es schaffen die Autoschlangen aus den Dörfern zu bringen.

Ich empfehle die Bahn

Mit der Bahn kommt man locker nach Österreich.
War x-mal in Österreich (allerdings länger her), und nahm Bahn und Bus.
Ganze Schülergruppen machten das auch so.

Weshalb hier dieser Hass entsteht, weil die Österreicher die Autofluten in Österreich nicht mehr ertragen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Auto stehen lassen, ganz einfach.
In der Bahn kann man gut picknicken, ein Nickerchen machen, neue - freundliche - Leute kennenlernen.
Und der Hass auf die Mitmenschen macht auch mal Pause.

17:12 von Demokratieschuetzerin

«Und diesen Landeshauptmann von den Ösis erkenne ich nicht als Gesprächspartner an!! Der kann uns egal sein. Klage raus zum EUGH ist der einzige vernuenftige Weg! Ich lasse mich von den Ösis nicht erpressen.»

Ist auch nur wenig wahrscheinlich, dass "dieser Landeshauptmann von den Ösis" in DEU über die Dörfer tingeln wird, um sich von jedem / jeder der ts-Foristen detailliert erklären zu lassen, dass alle seine Taten und Entscheidungen samt und sonders vor dem EuGH verklagt gehören.

"Erpressen" will der Ösi weder Sie, noch mich …
Noch den Mitdiskutanten, der / die gegenwärtig in Japan lebt …

Gut gemacht, Österreich!

Ich kenne einige Orte hier in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, die wären froh, wenn es hier ähnliche Regelungen gäbe. Autobahnvermeidungsverkehr bei Stau über Landes- , Kreis- und Ortsstraßen, LKW im Durchgangsverkehr trotz Verbots (weil keiner kontrolliert), Dörfer mit unter 1000 Einwohnern im Dauerstau usw. Aber unsere Verkehrspolitik ist leider be-scheuert.

Transitstreit...

Am 12. Juli 2019 um 17:29 von Demokratieschue...
Da gibt es von mir KEINE Kompromisse an die Dieselstinker! Es geht anders mit Elektroautos, Elektro-Lkws, Elektrovans und so weiter...
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Sicher...und der Strom dafür kommt natürlich aus Kohlekraftwerken aus Polen und AKWs aus Frankreich und Belgien...

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