Ihre Meinung zu: Google analysiert Nutzergespräche des Sprachassistenten

12. Juli 2019 - 11:03 Uhr

Die per "Okay, Google" aufgezeichneten Audioaufnahmen sind nicht so privat, wie viele denken. Mitarbeiter verschriftlichen einen Teil der Aufnahmen. Dadurch können auch Personen identifiziert werden.

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Kommentare

Mir macht das Angst

Ich werde niemals verstehen, wieso es so viele Menschen gibt, die Konzerne wie Google, Facebook, Amazon, .. freiwillig die Daten liefern, die benötigt werden um Macht auszuüben.

ob jetzt endlich mal

die "ich hab nichts zu verbergen" - Fraktion ein bisschen kleiner wird? Sorry, das ist eigentlich die zweite Frage. Die erste lautet: hat jemand was anderes erwartet?

Die Nutzer haben dem im Kleingedruckten zugestimmt. In den Nutzungsbedingungen steht, dass die Firma Aufnahmen nutzen kann, "um die Spracherkennung zu verbessern".

Schön blöd, kann man da nur sagen. Geschieht jedem recht, der vor lauter Ungeduld, sein neuestes Schätzchen perfekt zu nutzen, jeden noch so offensichtlichen Nepp unterschreibt.

Und: wenn von mir als Nicht-Google-Nutzer etwas aufgezeichnet wird, weil ich zufällig Gesprächspartner bin, dann habe ich zwar einen feuchten Kehricht von wegen zugestimmt, aber ob ich diese Informationen je wieder einfangen kann?

@perchta, 11:24

Ich werde niemals verstehen, wieso es so viele Menschen gibt, die Konzerne wie Google, Facebook, Amazon, .. freiwillig die Daten liefern, die benötigt werden um Macht auszuüben.

Wenn es nur das wäre. Sie können dem Artikel ja entnehmen, dass auch Informationen über Sie abgegriffen werden, wenn Sie sich nur zufällig in der Nähe befinden. Die Freiwilligen sollen doch von mir aus Daten liefern, so viel sie wollen. Aber wer schützt meine Daten?

Was sagen die Meisten

"Ich habe ja nichts zu verbergen." Ups. Wenn man offenen Ohrs durch die Straßen geht oder den ÖPNV nutzt kann man das fast glauben. Kann man doch bei den meisten Handynutzern schon deren Gespräche mithören. Doch bei Google und Alexa hören Menschen mit die das Gesagte schriftlich fixieren und man nicht weiß wohin und an wen diese Unterlagen gelangen. Für alle die eine illegale Aktion planen ein gefundenes Fressen. Ganz gleich ob irgend ein Geheimdienst oder kriminelle Bande. Was hat man sich hier über die Datenspeicherung aufgeregt und mit Alexa und Co. holt man sich freiwillig die Spione ins Haus. Bequemlichkeit gegen Privatsphäre. Mit jedenfalls ist die Privatsphäre wichtiger.

Alexa und wie sie alle heissen,

werden mir niemals ins haus kommen. smarte kühlschränke, heizungen, rolläden usw. ebenfalls nicht. wer "hip" sein will und seine wohnung voll fernsteuerbar haben möchte, bitteschön. der muss allerdings auch damit leben, dass er noch mehr zum gläsernen menschen wird. denn es bleibt ja nicht bei der wohnung. kaufen sie heute mal einen neuwagen und fragen sie (wie ich es gemacht habe) den händler, ob die ganzen unnötigen gimmicks (oder sollte man besser sagen überwachungsgeräte) bitte entfernt werden könnten.

gerade im westen sollte man aufhören, mit dem finger auf überwachungsstaaten wie China zu zeigen, denn wir sind nun weiss gott nicht mehr weit davon entfernt. wer wissen möchte, wo das evtl. endet, dem empfehle ich einen blick in eine der folgen der ersten staffel von Seth MacFarlanes "The Orville" (die episode hat den titel "Majority Rule"). noch ist es fiktion, aber bis zur realität dauert es nicht mehr lange...

Infos über Dritte

Es kommt ja sogar noch schlimmer, denn es werden unter Umständen auch Information über andere unbeteiligte Personen erfasst, wenn über diese gesprochen wird... Zum Beispiel über den unbeliebten Chef, oder Nachbarn und das dürfte ja datenschutzmässig noch kritischer sein, da diese ja nun gar keinem Kleingedruckten zugestimmt haben.

Wenn eine Kuh gemolken werden soll

Wenn eine Kuh gemolken werden soll, dann muss sie stillhalten. Und das machen die "lieben" User ebenso. Eigentlich müssten sie ja blöken: "Mähhhh. mähhhhh!", aber sie machen artgerecht nur: "Muh!".
.
Ich selbst habe schon vor Jahren meinen fb-Account gelöscht, weil mir die Like- und Werbearie auf den Senkel ging. Aber die meisten (siehe oben) reißen sich den Arm ab, um Likes (=Beachtung) zu bekommen.

ja sicher doch

Teilweise waren die Gespräche im Hintergrund zu hören, oder der Assistent verstand fälschlicherweise, der Nutzer richte sich an ihn - beispielsweise durch die Worte "Okay, gut".

Ich wette meinen Hintern, dass der Assistent auch bei "spanken uppna grungo" sowie bei jedem anderen Müll versehentlich "ok, Google" versteht. Und pflichtschuldigst alles weiter verpetzt, was ihm vor das Mikrofon kommt.

Sauerei

Dass man sich auch als Nicht-Nutzer dieser Geräte und Funktionen nie ganz sicher sein kann, ob man abgehört wird oder nicht ist nicht in Ordnung. Es sollte es nach nach meinem Verständnis so ablaufen, dass man vorher gefragt wird, ob man einverstanden ist, abgehört zu werden (eigentlich selbstverständlich). Praktisch bedeutet das, dass entsprechende Funktionen nicht aus Versehen aktiviert werden können und dass ein Nutzer alle Personen in Hörweite des Gerätes um ihr Einverständnis bitten muss. Somit wäre die Nutzung der Dinger in Privaträumen, in der Öffentlichkeit, auf Arbeit etc. stark eingeschränkt. Auch wenn immer betont wird, dass nix Schlimmes damit passiert, diese Auspioniererei erzeugt Unbehagen und dass man sich praktisch nicht dagegegen wehren kann ist eine Sauerei.

11:32 von frosthorn

Es ist naiv zu glauben das man das Abgreifen der Daten langfristig verhindern kann. Der Masse scheint es nichts auszumachen. Und bei den Daten geht es um die Masse. Dafür müssten Sie schon in ein Funkloch nach Sibirien ziehen. Man kann dies allenfalls minimieren indem man nicht noch mehr Geräte von Apple/Microsoft/Alexa & Co. in sein Haus stellt. Die meisten besitzen ein Smartphone/Computer/smart TV die ständig Daten sammeln ob man das möchte oder nicht. Schauen sie sich nur das "Kleingedruckte" der harmlosesten App an und sie werden staunen auf was alles die Apps zugreifen. Ob man diese Entwicklung langfristig gut oder schlecht heisst (ich persönlich sehe es kritisch und versuche es zu minimieren) kann man sich der Datensammlung und -Auswertung nicht entziehen. Da können leider noch so viele Dateschutzrichtlinien erstellt werden... die übrigens manchmal auch absurde Formen annehmen, wie zB dass ich meine Kinder bei der Schulaufführung nicht mehr fotografieren darf

Selber schuld, wer sich so

Selber schuld, wer sich so ausspionieren lässt. Sobald aber von irgendwem zu wenig informationen vorhanden sind, ist diese person augenblicklich verdächtig.
Spätestens im internetknoten ffm kommen die daten eh ans licht.1984 lässt grüssen

@steamtrain

Offenen Ohrs braucht man nirgendwo mehr hinzugehen: es wird einem alles hineingeplärrt und am liebsten im Supermarkt an der Kasse, wo es kein Entrinnen gibt.
Und dieser ganze Smart-Chichigaga von Alexa bis Immer-Online-Auto mit 15 Fahrassistenten ist nur ein Statussymbol - ja, wenn man sonst nichts fürs Selbstbewusstsein hat!
Was soll erreicht werden: dass wir unsere Sinne nicht mehr gebrauchen, weil das Auto alles übernimmt (so lange und wenn die Elektronik funktioniert)? Dass wir unsere Muskeln nicht mehr gebrauchen, weil wir noch nicht mal mehr zum Lichtschalter oder zu den Rolladen gehen müssen? Dass wir auch immer weniger Gedächtnis und Können brauchen, weil Geräte uns sagen, was jetzt zu tun ist oder es gleich selbst tun? Alle abhängig von kleinen überflüssigen Algorithmen?

Nein, das gehört in die Kategorie Überzivilisationskrankheiten. Die große Mehrheit der Menschen hat diese Luxusprobleme nicht.

Und an dem Tag, an dem mein Kühlschrank zu mir spricht, fliegt er raus!

@firlefanzmanii

ich hab mir diese "errungenschaften" erst gar nicht angeschafft. und schon ein starkes stück, diejenigen, die sich um privatsphäre, auch die anderer menschen, sorgen, als querulanten zu bezeichnen.

das Übel sind die personalisierten Daten

Ich verstehe nicht, warum es nicht verboten wird peersonalisierte Daten zu speichern. Da könnte man die positiven Dinge alle nutzen und die Verbindung zu privaten Person wär gekappt. Das hätte viele postive Aspekte von der Werbung bis hin zur Meinungsbildung, die durch FB und Konsorten eher eingeschränkt und auf das ohnehin vorhandene Meinungsbild kanalisiert bzw. radikalisiert wird.

Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten

So hört man es oft. Ist übrigens ein Credo von totalitären Regimen. Das Problem sehe ich auch nicht so sehr darin das die aufgenommenen Daten zu ILLEGALEN Zwecken missbraucht werden könnten, ich fürchte vielmehr die ganz „LEGALEN“ Nutzungsvarianten durch diverse Behörden (von A wie Ausländeramt bis Z wie Zoll). Stellen Sie sich vor Sie sind zu Gast bei so einem leutseligen Zeitgenossen mit „Smart Home“. Würden Sie dann noch offen sprechen wollen? Ich habe auch die Befürchtung das es bald kaum noch Haushaltsgeräte OHNE Mikrofon und Internetschnittstelle geben wird auf dem Markt. Was macht man dann - nicht jeder weiß, wie man so etwas deaktiviert evtl. geht das auch garnicht mehr. Soll man sich seine Fernseher, Kühlschränke oder Thermomix dann auf dem Flohmarkt kaufen ? Oder einfach zum Lachen (und zum offenen Reden) nur noch in den Keller gehen?

Stasi 2.0

Über die Stasi hat man sich (zurecht) aufgeregt. Heute stellen sich Menschen freiwillig solche Wanzen ins Haus (und bezahlen auch noch dafür). Und dass Google & Co. die abgehörten Daten auswerten, überrascht doch wohl nur diejenigen, die völlig blauäugig sind.

Eudaschgruv, Alexa, CP,...

Es ist erstaunlich, in welche divergenten Richtungen sich der Datenschutz bewegt.
Die Europäische Datenschutz... etc., Eudaschgruv, sorgt dafür, dass man keine benamsten Fächer beim Physiotherapeuten mehr hat, weil sonst Andere sehen, dass man dort in Behandlung ist. Eudaschgruv sorgt auch dafür, dass Ärzte mehr Formularkram am Hals haben, weil sie für jedes Labor eine Unterschrift vom Patienten brauchen.
Briefkästen haben vielleicht bald keine Namensschilder mehr.
Andererseits gehen die Menschen durch die schmale Gasse vor meiner Wohnung und telefonieren mit ihrem CP (Mobilfon) für jeden Anwohner vernehmlich, dass Herr Schulze beim Therapeuten ist weil er Alkoholprobleme hat.
Und warum man im Haushalt einen Lautsprecher namens Alexa haben muss, der nicht nur laut spricht, sondern auch leise mithört, ist mir ein Rätsel mit sieben Siegeln.
Und dann noch die Geheimdienste, die alles sowieso mitschneiden.

Der ganze Datenschutz wird von allen Seiten ausgehöhlt, auch von uns.

Was soll die Aufregung

Das ist doch bekannt ... Google, Facebook, Twitter usw. usw. greifen an Daten ab was sie können ... beileibe keine Überraschung - und dem ist kaum auszuweichen ...

Schön, das immer noch Leute auf Datenschutz vertrauen

Ich habe noch nie erlebt, dass der Datenschutz sich zu meinen Gunsten ausgewirkt hätte. Entweder die Behörden und deren Vertreter schützen sich gegen den Bürger mit dem Totschlagsargument „Datenschutz“. Oder Beamte umgehen denselben mit Nonchalance - auch wenn es „eigentlich“ nicht erlaubt ist. Denn: wo kein Kläger ist, da ist kein Richter. Wie soll man denn einem Beamten oder einer Behörde Verletzung des Datenschutzes nachweisen?

Wer nicht

begriffen hat was er sich nach Hause holt, der eben Pech ;-). Welcher normale Mensch kauft sich eine Wanze für zu Hause, und bezahlt auch noch dafür.
Wer sagt, er habe nichts zu verbergen, hat auch nichts begriffen.
Wir sind so schon gläsern genug.

Der unterstellte Missbrauch...

Interessant, meist davon auszugehen, dass erhobenen Daten missbräuchlich gegen die Nutzer verwendet werden würden. Ein anderes Szenario scheint es nicht zu geben.

Ich bin mit der Freigabe meiner Daten gegenüber Google bewußt großzügig. Ein guter Service - gleich, ob digital oder analog - basiert auf der Kenntnis des Kunden.

Wenn ich morgens frühstücke weiß ich, ob meinZug pünktlich ist und wie die Verkehrslage zum Büro aussieht. Das geht nur, wenn das System weiß, wo ich stecke, wohin ich möchte und wie ich zu reisen gedenke.

Vielleicht entsteht viel Unbehagen, weil man sich nicht klar gemacht hat, dass hier nicht mehr ein WER, sondern ein WAS zuhört?

Schade, dass wir als Nation immer besser darin werden Probleme zu konstruieren, als darin Chancen zu sehen und aktiv zu gestalten. Wenn einer (EX)-Justizministerin bei KI nicht mehr einfällt, als der Ruf nach einem Warnhinweis, wundert es nicht, dass unser Wohlstand an 140Jahre alter Motortechnik hängt - digital ist kaum verstanden.

Ich frage mich immer

warum die Leute es immernoch so toll finden, sich permanent mit diesem ganzen Konsumkoma-Hipster-Äppgedöns zu umgeben. Bin ich der Einzige, dem das auf den Wecker geht? Hab ich irgendwo eine Hirnwäsche verpasst?

Der unterstellte Missbrauch... 2.0

...Nachtrag zum Gedanken:

Vielleicht sehe ich das auch zu rosig - allerdings fehlt mir ein einziges, belastbares Beispiel, in dem es wirklich zu einem Nachteil für den Verbraucher gekommen ist, weil die von ihm erhobenen Daten Basis für einen Übergriff waren, aus dem ein echter Schaden entstanden ist?

Damit meine ich nicht die Verletzung eines Schutzgesetzes, sondern einen "echten" Schaden für Leib, Leben oder Hab und Gut? Hackerangriffe gehören z.B. nicht in diese Kategorie, denn da geht es nicht um Datenschutz, sondern um das kriminelle Bestreben Zugriff auf etwas zu bekommen, was verschlossen bleiben sollte.

Google verwaltet z.B. auch meine Kontodaten - seit Jahren - und ich habe nicht eine einzige ungewollte Abbuchung von Google zu beklagen.

Gleichwohl bin auch ich dafür, das man als Nutzer der Datenfreigabe aktiv zustimmen müssen/können sollte - ich wäre nur entspannter bei der Frage, wie "gefährlich" diese Freigabe wirklich ist.

Theoretische Gefahren sind zumeist keine..

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