Ihre Meinung zu: Trump: US-Volkszählung ohne Frage nach Staatsangehörigkeit

12. Juli 2019 - 10:50 Uhr

US-Präsident Trump hat seine Bemühungen aufgegeben, die Staatsbürgerschaft bei der Volkszählung 2020 abfragen zu lassen. Dennoch wies er die Behörden an, die Zahl der im Land lebenden Nicht-US-Bürger zu ermitteln.

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Kommentare

Illegale gehen nicht zur Volkszählung :-)

Das hatte wohl der Schlauste Mann der Welt vergessen.
Seine geworfene populismus Nebelkerze bezüglich Staatsangehörigkeit ist verpufft.

Wofür wird die Volkszählung benutzt?

Wenn es um nötige Krankenversorgung und genug Schulplätze geht, dann halte ich Volkszählung für sinnvoll. Staatsangehörigkeit ist da erstmal total egal, weil keinem gedient ist, wenn ansteckende Krankheiten nicht behandelt werden und Analphabeten sich an der Gesellschaft nicht beteiligen können. (Schon funktionelle Analphabeten haben große Schwierigkeiten.)

@Karl Klammer

Man geht überhaupt nicht zur Volkszählung un den USA. Es kommen Mitarbeiter vom Amt in jeden Haushalt bzw. jeder Haushalt bekommt einen Brief. Die Verweigerung der Teilnahme bzw. falsche Angaben stehen unter Strafe. Es geht auch nicht um Illegale, sondern um Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit, die natürlich meist legal in den USA leben (per Viszm oder als „permanent Residents“). Trump zielt mit der Frage auf die Zuteilung von Steuermitteln, die sich nach seiner Ansicht an der Zahl der in einem Gebiet lebenden US Staatsbürgern bemessen soll. Laut Gesetz ist es aber die Anzahl der Leute mit Hauptwohnsitz, ungeachtet der Staatsbürgerschaft.

Es fällt schon auf, egal welches Thema, Artikel sind grundsätzlich gegen Trump gerichtet. Jetzt wird der Zensus dafür missbraucht.

Ein solcher Zensus ist auch in Deutschland verfassungemäß wie das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat.
Es gibt hier und auch in den USA Politiker und Bürger die die Feststellung der Staatsangehörigkeit als erforderlich und als Selbstverständlichkeit sehen. Nichts davon ist zu lesen!

US-Präsident Donald Trump sagte, es sei "zwingend erforderlich" herauszufinden, wie viele US-Bürger und Nicht-US-Bürgern in den USA lebten.

Kritiker gibt es auch bei uns, aber diese Fragen waren und sind auch in Deutschland (ZENSUS) mit Recht und Gesetz vereinbar. Sie sind eine Selbstverständlichkeit und "zwingend erforderlich":

zu.a.:
Welche Staatsangehörigkeit/-en haben Sie?
Mehrfachnennungen sind möglich.
Welcher Religionsgesellschaft gehören Sie an? ......

www.zensus2011.de/SharedDocs/Downloads/DE/Fragebogen/
Fragebogen_Haushaltebefragung.pdf

"Konstruierte" Begründung

Aus dem Artikel:
<< Die Trump-Regierung hatte argumentiert, dass sie mit der Frage nach dem Pass die Durchsetzung des Wahlrechtsgesetz erleichtern wolle, das Angehörigen von Minderheiten den Zugang zur Wahlurne garantiert. Die Richter bezeichneten die Ausführungen der Regierung für die Zulassung der Frage als "konstruiert". <<

Das lässt tief blicken:
die Richter durchschauten Trump und ließen ihn abblitzen: er habe sich die Begründung nur ausgedacht.
So behandelt man in Deutschland mogelnde Schüler.

<< Trump reagierte erbost. >>
Klar. Da hat das Gericht gegen ihn entschieden, und das lässt er sich doch nicht bieten. ->
<< Er erwog, die Frage per Dekret durchzusetzen <<

Das liest sich wie eine Schmierenkomödie, wenn sie nicht so tragisch wäre:
ein Präsident im Kampf gegen die demokratischen Gesetze.

Aber die Bürgerschaftsgruppen der USA scheinen auf Zack zu sein. Sie beobachten, laut Artikel, jeden Schritt Trumps, wie weit er noch legal agiere.

12:03 von gman

Was Sie in Ihren Kommentar im Bemühen H. Trump zu unterstützen leider vergessen haben ist die Tatsache, dass der Oberste Gerichtshof, dessen Zusammensetzung Trump wesentlich bestimmt hat, diese Frage verboten hat. Ebenfalls vergessen haben Sie die Info, dass Trump ursprünglich trotzdem entgegen dem Gerichtsbeschluss diese Frage durchsetzen wollte, wie jetzt durch die Hintertür. Gesetzestreues und verfassungsmäßiges Verhalten eines Präsidenten sieht anders aus!

12:03 von gman

"Es fällt schon auf, egal welches Thema, Artikel sind grundsätzlich gegen Trump gerichtet."

Der Artikel bezieht überhaupt keine Stellung.
Er berichtet nur, was in den USA desbezüglich ablief.

Aber manche User können das nicht unterscheiden.
Sie beschimpfen den Boten, weil er eine unangenehme Botschaft mit sich trägt.

Am 12. Juli 2019 um 12:03 von gman

"Es gibt hier und auch in den USA Politiker und Bürger die die Feststellung der Staatsangehörigkeit als erforderlich und als Selbstverständlichkeit sehen."

Ich meine bei uns werden sogar des öfteren ziemlich detaillierte Daten in den Raum gestellt was Doppelpass, Herkunftsländer Flüchtlinge, Gastarbeiter usw. angeht.
Ich bin eigentlich eher erschrocken, daß in den USA offensichtlich gar nicht bekannt ist, wer sich da so im Lande befindet mal abgesehen von ein paar Mio. illegal Eingereisten.

Schon ziemlich kurios, wenn Behörden..

des eigenen Staates NICHT wissen dürfen, ob eine bestimmte Person nun Inländer oder Ausländer ist, weil dies die illegalen(!!) Ausländer in diesen Land eventuell beunruhigen könnte!

Ist halt Amerika, und in Amerika ist halt fast alles anders als hier in Deutschland!

U.a.zu 12:14 von Peter Meffert

Was Sie in Ihren Kommentar im Bemühen H. Trump zu unterstützen leider vergessen haben ist die Tatsache, dass der Oberste Gerichtshof, dessen Zusammensetzung Trump wesentlich bestimmt hat, diese Frage verboten hat. Ebenfalls vergessen haben Sie die Info, dass Trump ursprünglich trotzdem entgegen dem Gerichtsbeschluss diese Frage durchsetzen wollte, wie jetzt durch die Hintertür. Gesetzestreues und verfassungsmäßiges Verhalten eines Präsidenten sieht anders aus!

Ist das wirklich so? Der Supreme Court hatte die Aufnahme der Frage in die Fragebögen vorübergehend gestoppt. Um den Zeitplan für den Zensus nicht zu gefährden hat das Justizministerium auf die Frage jetzt verzichtet.

Auf Basis der Volkszählung wird u.a. über die Verteilung von Bundesmitteln an Bundesstaaten entschieden. Daran orientiert sich auch die Zahl von Kongresssitzen und Wahlmännern.. usw..
Was an der Erhebung nicht verfassungsmäßig und nicht gesetzestreu sein soll erschließt sich mir nicht. Dto. Deutschland!

@ Karl Klammer

Da irren Sie sich. Auch Einwohner der USA, die über keinen gültigen Aufenthaltstitel verfügen, werden mitunter befragt bzw. erhalten den Fragebogen mit der Post. Das liegt daran, dass die zuständigen Stellen gar nicht wissen, welchen Status die Menschen haben. In manchen Bundesstaaten können so genannte „undocumented immigrants“ sogar den Führerschein erwerben, so dass sie bei den zuständigen Behörden registriert sind. In anderen Fällen ist die Aufenthaltserlaubnis abgelaufen, was aber auch niemandem auffällt, solange man das Land nicht verlässt und auch nicht mit der Polizei zu tun hat. Daher nehmen viele „illegale“ Einwanderer am Zensus teil, was auch sinnvoll ist, da z. B. deren Kinder auch in die Schule gehen und so der Bedarf an Schulen und Lehrern ermittelt werden kann. Daher ist es gut, dass Trump nun doch nachgeben hat.

12:30 von Komplex einfach

<< Am 12. Juli 2019 um 12:03 von gman
"Es gibt hier und auch in den USA Politiker und Bürger die die Feststellung der Staatsangehörigkeit als erforderlich und als Selbstverständlichkeit sehen."

Ich meine bei uns werden sogar des öfteren ziemlich detaillierte Daten in den Raum gestellt was Doppelpass, Herkunftsländer Flüchtlinge, Gastarbeiter usw. angeht. <<

Selbst wenn das so wäre - was ich im Moment nicht weiß:

Wir in Deutschland haben eine in dieser Hinsicht funktionierende Demokratie, wo die Volkszählung nicht dafür benutzt wird, den Befragten durch die Antworten Schaden zuzufügen.

In den USA aber wird befürchtet, dass Trump durch die Antworten Migranten schaden möchte.
Man hat kein Vertrauen in Trumps demokratisches Denken.
Insofern DARF man ihm keine Daten liefern, die er autokratisch missbrauchen könnte.

Volkszählung gegen Staatsbürgerschaft?

Klar, zur Bevölkerung gehören auch mehr Menschen als nur zum Volk. Aber Trump treibt gleichwohl auch unsinnige Blüten. Er muss doch lediglich ermitteln wer Staatsbürger ist. In Deutschland mit all seinen Meldepflichten ist es ein Einfaches. In den USA vielleicht nicht. Aber auch die werden Geburten irgendwo vermerken oder nicht? Was ist mit Obamacare? Das ist doch auch ein Datenmonster gewesen.

Sicher, elegant wäre es mit einer Volkszählung gegangen. Aber entgegen dem totalitärem Staatsglauben in der alten Welt geht es in den USA dem Staat nichts an, wer seine Mitglieder sind. Eine sehr erwachsene Art der Gesellschaft. Der Staat hat der Bevölkerung zu dienen und nicht andersrum. Da zählt Freiheit weit mehr als soziale Sicherheit. Mal schauen wie lange man warten muss bis der Spagat davon auch mal irgendwo gelingt. Ich wüsste nicht warum Trump das überhaupt feststellen wollte als für seinen Wahlkampf um Stimmen. Feindbild Ausländer geht halt immer zum Stimmenfang überall auf der Welt.

warum macht man ne Volkszählung ?

aus Zeitvertreib oder weil man Infos haben will
ich meine auch die Nationalität wäre wichtig
zu erfahren, aber ich bin kein Fachmann !
darf man wenigstens fragen ob Mann / Frau,
welcher Beruf Alter oder ähnliches

Trump hat 12 mal die Begründung für die Frage nach der ...

... Staatsbürgerschaft gewechselt.

Selbst der - mehrheitlich konservative - Supreme Court hat die von Handelsminister Wilbur Ross vorgebrachte Begründung für die Hinzunahme der Frage nach der Staatsbürgerschaft als "konstruiert" bezeichnet und deshalb an die Administration zurückverwiesen.

Die Fragestellung sollte nicht aus sachlichen Gründen in die Census Formulare aufgenommen werden, sondern aus wahltaktischen Gründen. Nachdem auf der Festplatte eines GOP-Beraters Empfehlungen gefunden wurden, diese Fragestellung zu einer "Waffe" im Kampf gegen die Demokraten zu machen, lag der wahre Grund der US-amerikanischen Öffentlichkeit vor Augen.

Deswegen gab es auch keine Aussicht, dass die Gerichte die 12 mal von Trump gewechselten und sich widersprechenden Begründungen durchgehen lassen würden.

Ich verstehe die Pointe nicht ...

... soll Trump doch bei der NSA oder bei Google nachfragen. Die kennen jeden seiner Einwohner mit Namen, Adresse und meist auch mit Bankkonto. Das Ganze dann gewüzt mit Facebook, kennt man sogar deren Freunde und Bekannte. Hat das dem wirklich noch keiner gesagt?

12:30 von Komplex einfach

Zitat:"Ich bin eigentlich eher erschrocken, daß in den USA offensichtlich gar nicht bekannt ist, wer sich da so im Lande befindet"
Das liegt wohl daran, dass es weder Personalausweise noch ein Meldesystem wie in D gibt. Nennt sich auf amerikanisch "Freiheit". Wer keine Sozialversicherungsnummer oder einen Reisepass besitzt, ist nicht erfasst. Deshalb muss man sich ja auch bei Wahlen vorher registrieren lassen.

Sachlich gesehen werden für die mit der Volkszählung ...

... verbundenen Daten über die Bevölkerung und nicht nur über die Staaatsbürger gebraucht.

Investitionen für Infrastruktur, Verkehr, Sicherheitseinrichtungen, Krankenbehandlung, Wassserversorgung werden mit Blick auf die Gesamtzahl der in einem Bundesstaat lebenden Bürger gebraucht.

Die Aufnahme der Fragestellung sollte eine gesamte Bevölkerungsgruppe verunsichern, egal ob sie bereits die Staatsbürgerschaft besitzen oder diese beantragt haben.

Da aber auch republikanisch regierte Bundesstaaten wie Texas, Arizona und Florida eine große Anzahl von hispanisch-stämmigen Migranten haben, wären auch sie von der eventuellen Kürzung von Bundesmitteln betroffen gewesen. Insofern stand die Front der Republikanischen Partei nicht gerade, was Trump nicht gerade Rückenwind gab.

Amerikas Einwanderungspolitik

Ein großes Problem in Amerika ist die Bürokratie in Verbindung mit dem Verfahren der legalen Einwanderung und die derzeitige Asylpolitik. Es ist in Amerika extrem schwierig ein Visum zu erhalten und teils mit einem jahrelangen Prozedere verbunden (jeder der einmal versucht hat länger in den USA zu bleiben weiss von was ich spreche). Ebenso ist es ohne kostenintensive anwaltliche Begleitung nahezu unmöglich Asyl zu erhalten.

Wenn in Amerika davon gesprochen wird, dass niemand versteht wieso die "Illegals" nicht einfach "legal" werden können, so ist dieses Bürokratiemonster und die ablehnende Haltung der Immigration Courts der Grund. Selbst Minderjährige kämpfen teils seit Jahren um Asyl in Amerika. Nach Deutschem wie auch nach internationalen Standard erfüllen viele dieser Anträge alle Voraussetzungen.

Aber darum geht es den Republikanern nicht. Es geht um einen beschworenen und inszenierten Kulturkampf zwischen weiss und farbig, der nur den Zweck erfüllt rechte Wähler zu gewinnen.

@gman

Im Unterschied zu Trump kennt der deutsche Fragebogen lediglich die Kategorien "deutsch/ein Land der EU/ein anderes Land/staatenlos".

Und im Unterschied zu Trump wurde diese Frage in deutschen Zählungen (und auch allen amerikanischen Volkszählungen zwischen 1950 und 2010) nur einer Stichprobe gestellt (D 2011: ca. 4 Mio zufällig ausgewählte Haushalte), aber nie allen Einwohnern.

Ähnliches gilt für die Religionszugehörigkeit. Nur die Mitgliedschaft in einer anerkannten Kirche war anzugeben.

An die Öffentlichkeit gelangte Dokumente von Thomas B. Hofeller, einem kürzlich verstorbenen politischen Berater der republikanischen Partei, zeigen, dass es die eigentliche Absicht der Frage nach der Staatszugehörigkeit ist, die Demokraten zu schwächen - auf dem Rücken der Migranten. Hofeller hatte auch die offizielle Begründung des Justizministeriums mitformuliert, der zufolge diese Frage dem "Minderheitenschutz" dienen würde.

Honi soit qui mal y pense

Vor ein paar Jahren hatte auch mal eine Kleinpartei aus dem rechten Spektrum im Dortmunder Stadtparlament im Rahmen einer kleinen Anfrage nach einer Liste aller Namen und Adressen jüdischer Einwohner der Stadt gefragt. Natürlich nur, um diese Minderheit besser schützen zu können...

Eine entlarvtes parteipolitisches Skript ...

... statt einer sachlich begründeten Frage.

Der GOP Strategie-Berater Thomas Hofeller, mittlerweile verstorben, hat für das DoJ als Ghostwriter fungiert, um die Begründung für die Citizenship Frage im Census zu liefern.

Auf seiner Festplatte wurden von seiner Tochter Beweise für die wahre Intention dieser Fragestellung gefunden und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Hofeller hat eine lange Geschichte als Berater der GOP, die Wählerbasis der Bundesstaaten so zu manipulieren, dass sie maximal günstig für die GOP ausfällt.

Gerrymandering (das parteiische Ziehen von Wahlreisgrenzen) wurde so zu einem systematischen Haupt-Instrument der Republikaner, um die Wählerlandschaft mit Blick auf Maximierung der Congress-Sitze für Republikaner zu "gestalten".

Die Staatsbürgerschaftsfrage sollte dieses Portfolio ergänzen. Letzlich war es ein reiner parteipolitischer Plot und keine sachlich begründete Motivation, welche diese Frage auf die Formulare bringen sollte.

13:08, Xabbu

>>Ich verstehe die Pointe nicht ...
... soll Trump doch bei der NSA oder bei Google nachfragen. Die kennen jeden seiner Einwohner mit Namen, Adresse und meist auch mit Bankkonto. Das Ganze dann gewüzt mit Facebook, kennt man sogar deren Freunde und Bekannte. Hat das dem wirklich noch keiner gesagt?<<

Sie übersehen die Tatsache, daß im Artikel zwar "Trump" steht, er persönlich die Zählung aber nicht durchführt.

Und wenn die Behörden wirklich so leicht an die Daten kämen, wie Sie behaupten, dann würden sie sich die Volkszählung sparen. Auf der operativen Ebene arbeiten in den USA, so wie hier und überall sonst auch, nämlich nicht überwiegend Vollidioten. Man sollte vom Chef nicht immer unbedingt auf die Mitarbeiter schließen.

13:54, Cosmopolitan_Citizen

Danke für diese wichtige Information. Sie wirft ein Schlaglicht darauf, wie die GOP seit Jahrzehnten die Schwachstellen des US-Wahlrechtes benutzt, um der Partei Mehrheiten zu bescheren und zu sichern.

Den Begriff "Gerrymandering" sollte jeder mal nachschlagen.

@12:12 Sausevind

Es ist tatsächlich ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass in den USA engagierte Gruppen Trump auf Rechtskonformität und demokratische Spielregeln überprüfen und ihn kritisch begleiten. In welchem Ausmaß es notwendig scheint, ist für die USA eine Schande.

Statt auf politischen Diskurs setzt die GOP unter Trump ...

... unverhohlen auf die Karte von

(1) Einschüchterung von Wählern
(2) "Voter Supression" bei der Registrierung
(3) "Gerrymandering" der Wahlkreise

Der Census, ein unverzichtbares Instrument für strategische Planung von Ressourcen und Budgets, sollte auf diese Weise zum Spielball der Trump-Kampagnen-Organisation werden.

Am Ende ging es darum,

(A) zum einen möglichst Bundesmittel an einzelne Bundesstaaten für Infrastruktur und Soziales zu kürzen.

(B) zum anderen direkt die Zuordnung von Congress-Sitzen und damit indirekt die von Wahlmännern für künftige Präsidentschaftswahlen zugunsten der GOP zu verschieben.

Die von (1) bis (3) aufgeführten Bemühungen werden weitergehen, unabhängig von der Durchführung des Census.

Diese unverfrorenen Bemühunge, dass sich Politiker ihre Wähler aussuchen anstatt die Wähler ihre Repräsentanten, stößt zunehmend auf Widerstand der US-Bürger.

Zunehmend nehmen Wähler per Volksabstimmung in den Bundesstaaten den Wahlprozess in die eigenen Hände.

12:42 von gman

Zitat:"Was an der Erhebung nicht verfassungsmäßig und nicht gesetzestreu sein soll erschließt sich mir nicht."

Davon war überhaupt nicht die Rede! Meine Aussage bezog sich auf den Versuch Trumps, den Gerichtsbeschluss zu umgehen!

Am 12. Juli 2019 um 13:05 von Sisyphos3

"darf man wenigstens fragen ob Mann / Frau,
welcher Beruf Alter oder ähnliches"

Sie merken an den Stimmen der üblichen Verdächtigen, daß jeder Schritt zurück auf dem Weg in die Anarchie sofortige Schnappatmung und eigenwillige Erläuterungen zu Demokratie und Freiheit erzeugt.
Von daher auf Ihre Frage hin: Nein bald nicht mehr!

Und merke, immer schön das Bild der USA als Hort der Freiheit und Gleichheit heranziehen. Wer mal dort war, der sollte mitbekommen haben, daß dort mehr Menschen unter der "Freiheit" der Anderen leiden als anderswo Menschen an der eingeschränkten eigenen Freiheit.

@fathaland slim 14:16: Es ist ein "System" und keine ...

... Einzelfrage, worum es in diesem Kontext von "Citizenship" und Wähler-Selektion geht.
Sie kennen das aus Ihrer US-Erfahrung.

Der "dunkle Mastermind" von Trump, Steve Bannon, hat schon früh das Instrument "Citizenship" propagiert, um der GOP im Allgemeinen und potenziell einem dynastischen Nachfolger von Trump im Speziellen an Wählermehrheiten vorbei politische Vorteile zu verschaffen. Es gibt Studien, welche die Option an die Wand mahlen, dass ein GOP Kandidat selbst mit 37 % der Wählerstimmen eine absolute Mehrheit im Electoral College erreichen könnte.

Nach dem jüngsten, unglückseligen Urteil des SC zu dem Thema Gerrymandering steht zu befürchten, dass die geschilderten kombinierten Anstrengungen zur Manipulation der Wählerbasis eher zunehmen werden.

Zu 14:36 von Peter Meffert -Genau darum geht es!

12:42 von gman
Zitat:"Was an der Erhebung nicht verfassungsmäßig und nicht gesetzestreu sein soll erschließt sich mir nicht."
-
Davon war überhaupt nicht die Rede! Meine Aussage bezog sich auf den Versuch Trumps, den Gerichtsbeschluss zu umgehen!

Doch es geht genau um die Erhebung:

Die Bürgerrechtsgruppe American Civil Liberties Union kündigte an, sie werde Trumps Bemühungen, die Zahl der Einwanderer zu ermitteln, genau beobachten und auf ihre Legalität hin überprüfen.

Was ist an der Ermittlung der Zahl der Einwanderer verfassungswidrig, was nicht legal etc.pp..?

Wenn die Regierung unter Trump beim Zensus darauf verzichtet ist eine andere Ermittlung noch lange keine Umgehung und nicht rechtswidrig. Die Administration, das Federal government of the United States, kann dafür andere Möglichkeiten suchen und nutzen. Selbstverständlich legale!
Keine Bundesregierung handelt anders! Was ist anders an einer repräsentativen Teilerhebung mit qualifizierter Hochrechnung?

14:39, Komplex einfach

>>"darf man wenigstens fragen ob Mann / Frau,
welcher Beruf Alter oder ähnliches"

Sie merken an den Stimmen der üblichen Verdächtigen, daß jeder Schritt zurück auf dem Weg in die Anarchie sofortige Schnappatmung und eigenwillige Erläuterungen zu Demokratie und Freiheit erzeugt.<<

Auf dem Weg zurück in die Anarchie?

Herrschte in den USA denn früher Anarchie?

Das blieb mir bisher verborgen.

Ich weiß nicht, warum der Begriff "Schnappatmung" in rechten Kreisen so beliebt ist. Ich erkläre mir das dadurch, daß diese Kreise Modebegriffe generell sehr lieben.

>>Und merke, immer schön das Bild der USA als Hort der Freiheit und Gleichheit heranziehen. Wer mal dort war, der sollte mitbekommen haben, daß dort mehr Menschen unter der "Freiheit" der Anderen leiden als anderswo Menschen an der eingeschränkten eigenen Freiheit.<<

Sie scheinen weder die USA (Gleichheit? ausgerechnet dort?) noch den Begriff "Freiheit" verstanden zu haben. Freiheit, die Unfreiheit anderer zur Folge hat, ist keine.

@fathaland slim

Wie so häufig verwechseln sie mal wieder Einiges. Statt 'GOP' meinten Sie wohl die Dems.

re gman

"Es fällt schon auf, egal welches Thema, Artikel sind grundsätzlich gegen Trump gerichtet. Jetzt wird der Zensus dafür missbraucht."

Sie lassen mal wieder schön Ihre Voreingenommenheit raushängen.

Hier wird berichtet, dass der Zensus nicht nach Trumps Wünschen stattfindet, und schuld daran ist nicht die Tagesschau, sondern die amerikanische Justiz.

Den Artikel erst lesen und verstehen, nicht gleich loskommentieren mit der persönlichen Befindlichkeit.

"Es sei "zwingend erforderlich" herauszufinden, aus wie vielen US-Bürgern und Nicht-US-Bürgern die Bevölkerung der USA zusammengesetzt sei, sagte Trump"

Quatsch. Wieso soll das "zwingend erforderlich" sein??!

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