Kommentare

Das hilft Boing auch nicht mehr

denn die Fehler, die zu dem Desaster führten, sind struktureller Natur.

Boing ist ein gewinnorientiertes Unternehmen. Viel mehr als Airbus, an dem viele Länder teilhaben, von denen jedes einzelne, auch indirekt, hilft. Und diese Länder sehen Airbus weniger als Cash Cow, sondern mehr als Arbeitsplatz-Geber.

Dadurch entsteht eine andere Philosophie.

Diese rein kapitalistische, wie sie bei Boing gefahren wird, muss den Aktienhaltern schöne Gewinne liefern. Und das geht auch schon mal auf Kosten der Qualität.

Gute Manager müssten erkennen, dass ein Fall wie der jetzige Boing langfristig mehr kostet, als längere Entwicklungszeiten um ein gutes Produkt zu bekommen. Anstatt einem hastig zusammengeschusterten wie die "Max"-Reihe.

Den Preis der Gier haben nicht nur die hunderten Toten bezahlt, sondern wird Boing auch Arbeitsplätze kosten. Das aber, ist Boing weniger wichtig. Denn, siehe oben, die Manager wollen Gewinne. Scheinbar um jeden Preis.

Die Philosophie ist falsch. Nicht der Mann.

Spannend ...

"In seiner Botschaft an die Boeing-Mitarbeiter schrieb McAllister, Lindblad habe ihm bereits im vergangenen Jahr seine Absicht mitgeteilt, in Rente gehen zu wollen."

Da wusste Lindblad möglicherweise von ein paar Leichen im Keller, für die er nicht verantwortlich war und auch nicht verantwortlich gemacht werden wollte ...

Bei jeden neuen Software Release sind die Fluggäste Betatester.

Jeder kann sehen, wie oft beim Releasewechsel einer Software tagelang Systeme ausfallen.
Leider kann dann jederzeit wieder eine Boeing 737 Max vom Himmel fallen. Verkehrsflugzeugen, die ohne Software nicht fliegen können, gehören nicht in die Luft.
Bei Militärflugzeugen ist das anders.

Symbolisches Opfer

Wenn der Mann erst seit einem Jahr den Job hatte, dann war er ja wohl kaum für die Konstruktion und die Freigabe der Maschine verantwortlich im Sinne von, er hat sie geleitet. Das waren wohl eher seine Vorgänger.
Eventuell hat er sich beim Umgang mit der Krise nicht mit Ruhm bekleckert. Das weiß man nicht.

Auf jeden Fall hilft es den Toten nichts und vermutlich ist die Betriebsrente von Boing nach 34 Jahren Zugehörigkeit nicht so schlecht.

Armer Rentner?

Boeing soll ja die fehlerhafte Software teilweise in Indien für weniger als 10 € pro Stunde programmieren gelassen haben. Hoffentlich wird die Rente des Mannes nicht an diesen Verdiensten gemessen.

Schade

Der Leiter der Abteilung 737 war sicher ein guter Mann. Schade, dass er jetzt gehen muss.

Das Vertrauen ist weg

Keine Konsequenzen für das Management. Wie beim Dieselskandal werden die Verantwortlichen nicht gleich zur Rechenschaft gezogen. Als Fluggast muss ich darauf vertrauen können, dass das Flugzeug technisch voll funktionsfähig ist und von gut ausgebildeten Piloten geflogen wird, die jede kritische Situation meistern können. Boeing hat hier das Vertrauen vollkommen verspielt. Ich werde mit meiner Familie niemals in so ein Flugzeug steigen, nur weil das Unternehmen demnächst behauptet, dass die „Software jetzt absolut top funktioniert“. Die Airlines und Reiseveranstalter, die diesen Flugzeugtyp nutzen, werden das Misstrauen der Fluggäste schnell bei den Buchungen merken. Da nützt dann auch keine Tarnung unter einer neuen Typenbezeichnung.

@collie4711

"Verkehrsflugzeugen, die ohne Software nicht fliegen können, gehören nicht in die Luft.
Bei Militärflugzeugen ist das anders."

Warum sollte das bei Militärflugzeugen anders sein?

Und von welchen Verkehrsflugzeugen, die ohne Software nicht fliegen können, sprechen Sie? Soviel ich weiß, konnte auch die Boeing 737Max ohne Software geflogen werden, wenn man die Software deaktiviert hätte.
Es wusste nur keiner, wie das geht ...

Komisch dass das ding nicht

Komisch dass das ding nicht fliegt. Dabei war der rumpf einer 737 schon bedeutend länger. Und hatte auch 2 triebwerke mehr. Das nannte sich 707 und flog gänzlich ohne computer. Digitalisierung ist wohl doch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Am 12. Juli 2019 um 09:59 von Superschlau

Zitat:
"... Digitalisierung ist wohl doch nicht der Weisheit letzter Schluss..."

Es liegt nicht an der Software, sie wurde durch den Menschen entwickelt und hier ist die Ursache zu suchen.
Solang der Profit im Mittelpunkt jeglichen Handelns steht, wird es immer wieder zu solchen Problemen kommen.

Aber so lang der Mensch die Technik beherrscht oder auch nicht, bin ich noch froh umgekehrt wäre es das Ende.

Preisdruck und Geiz ist geil

Jedes Luftfahrtunternehmen geht bei der Entwicklung neuer Flugzeuge immense finanzielle Risiken ein, da wundert es kaum wenn man ein bewährtes Muster wie die 737 laufend modernisiert.Und das bisher mit großem Erfolg.Nur bei der 737 max Reihe ist man nun zu weit gegangen und hat mit MCAS ein unausgereiftes System eingebaut, welches zu hohe Anstellwinkel automatisch verhindern soll, da die Lage der Triebwerke dazu führen kann,beim Start.Kerosinverbrauch ist das Maß aller Dinge in der Luftfahrt und deswegen werden immer leichtere Materialien sowie Triebwerke mit immer größer werdenden Nebenstromverhältnis gebaut,dadurch wächst der Durchmesser der Triebwerke.Auf der anderen Seite führt der Konkurrenzkampf unter den Airlines dazu, dass man immer komplexere Lösungen braucht, um noch Flugzeuge zu verkaufen.

Frei...

Eine Maschine muss auch ohne computer fliegen. Fertig. Alles andere ist Bockmist. Und die Piloten sind heute fliegende Busfahrer. Die fliegen kucht die bedienen nur noch. Und wenn der computer irgendwas komisches macht, sind sie aufgeschnissen unterhakten die sich mal mit piloten, die von vicker vicount bis 747-400 alles geflogen sind. Analog bis elektronisch. dann will man gar nicht mehr fliegen.

2018 den Posten übernommen

Ja dann war er am konzeptionellen (oder gar kriminellen?) Fehler der 737 Max eindeutig schuld. "Kreuziget ihn!" - hier hat man einen Sündenbock erster Güte. Man müsste jetzt noch auf sein Konto schauen - wahrscheinlich ist eine dicke Abfindung drauf. Gab es in den 20-er Jahren auch: Den sog. Einsitzer, der für die unlauteren Machenschaften des AG zeitweilig und gegen Zahlungen die Strafen im Knast absaß - er hat alles auf sich genommen.
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Wenn aber tatsächlich dieses Korrektur-System andere, größere Korrekturwerte benutzte als die FIA zugelassen hatte (Berichte dazu gab es etliche in Seattle aus Boeing-Kreisen), dann wären etliche Mitarbeiter bis rauf zu den Chefs kriminell ! Weit krimineller, als Autos mit Betrugs-SW auszurüsten. Das müsste dann Boeing schnellstens direkt lösen, dann ist ein Sündenbock dieser Art nicht ausreichend.

09:56 von DrBeyer ./. collie4711

"Verkehrsflugzeugen, die ohne Software nicht fliegen können, gehören nicht in die Luft."...

... von welchen Verkehrsflugzeugen, die ohne Software nicht fliegen können, sprechen Sie? Soviel ich weiß, konnte auch die Boeing 737Max ohne Software geflogen werden, wenn man die Software deaktiviert hätte.
Es wusste nur keiner, wie das geht ..."

Dann hätte wohl eine Nachschulung des fliegenden Personals genügt und die softwarebestückten Maschinen hätten kein Flugverbot.

Wenn es stimmen sollte, dass eine nicht richtig ausbalancierte Maschine durch eine Software erst alltagstauglich gemacht werden soll, ist das fatal.

Nicht nur ein Boeing Problem

Die Luftfahrtbranche hat ein generelles Problem.Da ist Boeing nur die Spitze des Eisberges.Die Airlines wollen immer sparsamere Flugzeuge und bemessen die Qualität eines Flugzeuges auschließlich am Kostenkriterium.Und der Passagier möchte möglichst billig fliegen, dem ist es auch egal wo die Flugzeuge gewartet werden und das in den Cockpits Piloten sitzen, die schlechtere Arbeitszeitbedingungen vorfinden als Busfahrer und oftmals sehr wenig Gehalt bekommen.Und man muss sich nichts vormachen, ohne Computer wäre die Luftfahrt nicht so sicher wie heute.Allerdings kommt es auch immer darauf an wie man mit Fortschritt umgeht.Spart man an der Ausbildung,Wartung und verzichtet auf ausreichende Entwicklungszeiten oder setzt moderne Technik als Konstruktionskrücke ein, dann konterkariert man alles wieder.

Da Boeing schnell ein

Da Boeing schnell ein vergleichbares Flugzeug zum erfolgreichen Airbus A320neo haben wollte und einfach das sparsame Airbus neo Triebwerk an die dafür ungeeignete 737 gehängt hat und versucht hat per Software diesen " Hardwarefehler " auszugleichen, ist es nur zu verständlich, dass weder Piloten noch Passagiere in dieser " Krücke " fliegen wollen.

"Wie beim Dieselskandal

"Wie beim Dieselskandal werden die Verantwortlichen nicht gleich zur Rechenschaft gezogen. "
Beim Dieselskandal zahlte VW 25 Milliarden und ein Manager sitzt in Haft, ganz ohne Tote.
Bei Boeing und hunderten Toten scheint die EU ganz gelassen zu reagieren, von Verhaftungen habe ich nicht gehoert.

09:37 von Joes daily World

... angelsächsischer Raubtierkapitalismus eben

Boeing versteckt seine Verantwortung

Ha, bevor Schuld bei ihm gefunden werden kann geht er in den Ruhestand. Wer weiß wie tief der da drinnen steckt. Ob er daran beteiligt ist als er noch eine mittlere Führungsebene innehatte? Auf jeden Fall hat er als Leiter dann wohl keine gute Figur gemacht. Aber vielleicht kannte er die Fehler schon viel länger und hat dann als Chef es "nicht gestattet" bekommen diesen zu beheben. So oder so, ihn trifft Schuld auf jeden Fall. Aber Pensionsansprüche sind halt wichtiger als gerettete Leben. In den USA jedenfalls verständlicher als in Europa. In den USA kann man alles verlieren und auf der Straße landen, nur weil ein Unternehmer vor einem gekauften Gericht Schadensersatz von seinem ehemaligen Mitarbeiter verlangt. In Deutschland ist das nicht möglich aber da muss man ja auch keine Gerichte kaufen um zu wissen, wie sie entscheiden würden, wenn der kleine Mann gegen das große Unternehmen kämpfen muss. Und Hartz IV ist halt nicht genug um Managerseelen zu erweichen!

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