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Das ist die Zukunft

Arbeitgeber, bei denen Heimarbeit unmöglich ist, bieten arbeitsplatznahe Wohnungen, Kindergärten, Schulen usw. Dies löst einen Teil der Verkehrsprobleme, bindet die Mitarbeiter an den Arbeitgeber und schafft Zufriedenheit - zudem sind die Kollegen wie früher auch Nachbarn. Zusammen mit intensiver Heimarbeit könnte das das Ende des täglichen Berufsverkehrs sein. Zum Wohle aller.

neuer Gedanke?

vor langer Zeit hatte die Bahn eigene Wohnungen. Viele kennen noch die Bahnsiedlungen. Auch viele Firmen hatten Werkswohnungen. Im Ruhrgebiet sind die Zechensiedlungen ein Begriff.
Merke: So neu ist die Idee nicht.
Lasst es uns anpacken und in 20 Jahren sind wir so weit, wie wir vor 70 Jahren schon einmal waren.

rer Truman Welt

Ein wunderbares Beispiel dafür, was langfristige Unternehmensplanung zu leisten imstande wäre (Typ: Unternehmer) und kurzfristiges Schielen auf Gewinne (Typ: Manager). Ein Manager auf Zeit hat immer und zwangsläufig eine kurzfristige Unternehmensentwicklung im Auge und niemals eine langfristige.
Während bei der Privatisierung der Bahn umgehend solche (Wohnungs-)Bestände abgestoßen wurden, waren sie davor Jahrzehnte im Besitz der Babn. Sie wurden verschleudert und Immobiliengesellschaftenmachten damit einen herrlichen Reibach. Keine 25 Jahre später muß die Bahn dafür jetzt kräftig investieren, um überhaupt Personal zu bekommen, dabei schafft sie jetzt noch nicht einmal, die dringendsten Investitionen im Kernbereichen ihres Betriebes zu finanzieren.
So geht es auch in der Politik. Welcher Politiker hat Interesse daran, Sachverhalte zu treiben, deren Erfolge gefeiert werden, wenn er/sie längst nicht mehr im Amt und Würden sind? Keiner!
Und das ist das Grundübel in unserem System!

Ist doch nichts Neues

ebv heißt es (Eisenbahner Bau Verein) und gibt es in mehreren Städten. Nur sind diese Wohnungen mittlerweile nicht nur für Eisenbahner und ich weiß nicht wie sie aktuell zum Eisenbahnvermögen zählen.

Tolle neue Idee

Mein Opa war Lokführer und meine Großeltern lebten ihr ganzes Leben lang in einer traumhaft billige 3-Zimmer Wohnung in fußläufiger Entfernung zum Bahnhof.

Mich würde interessieren, wie viel Geld die jetzige Manager der Bahn für Consulting ausgegeben haben um diese Idee zu generieren.

@17:51 von Schaefer

"Merke: So neu ist die Idee nicht"....
richtig, aber man muss immer altbewährtes in die Grube schicken um selbst modern und weltaufgeschlossen zu wirken....
und dann kommt die Erkenntnis...und man kann eben altbewährtes als neue Idee verkaufen und sich vor lauter Schulterklopfen kaum noch retten....

Traurige Wirtschaftspolitik,

wie es dieser Fall wieder zeigt. Erst verscherbelt man die "Betriebs"Wohnungen um die Sanierung nicht tragen zu müssen und nun muss viel Geld wieder für den "Kauf" und "Bau" bezahlt werden. Die Baupreise steigen eipotential und das wird für die Unternehmen auch eine Herausforderung werden. Nicht nur der Bau, sondern auch die Unterhaltung dieser Wohnungen muss auch noch gewährleistet werden. Das ist we bei einem "Autokauf", nur da verliert man innerhalb der ersten vier Jahre fast fünfzig Prozent an Wert. Bei Wohnungen steigen die Preises sei den die Mietdeckelung wird hervorgezaubert.

das klingt natürlich besser als:

"Ups... vielleicht war es doch ein Fehler, für eine kurzfristig aufgehübschte Bilanz unsere Immobilien zu verramschen"

Jetzt will die Bahn also wieder bauen und Immobilien kaufen. Na, meinetwegen. Ist ja auch sicher sinnvoller, als das Geld dazu zu verwenden, den Investitionsstau in Infrastruktur und Technik aufzulösen, endlich regelmäßige und gründliche Instandhaltung durchzuführen, und genug Mitarbeiter einzustellen.

Deshalb hat man ja weltweit Busnetze aufgebaut, und wasweißich noch für bahn- und deutschlandfernen Investitionen zu tätigen.

Wie sinnvoll es nun ist, die neuen Angestellten an die Vonivia zu verweisen, darüber lässt sich - trotz Vorrangbehandlung - sicher streiten. Jeder, der auch nur ein bisschen die Skandale der Vonovia/Deutschen Annington verfolgt hat, wird lieber auf eigene Faust einen besseren Vermieter suchen.

Vielleicht sollte man wirklich mal einen kompetenten Bahnfreund an die Spitze der Bahn setzen statt immer irgendwelche Manager von Daimler/Lufthansa...

Was den Personalmangel der Bahn angeht...

blättert mal die Stellenanzeigen der DB durch. Man gewinnt den Eindruck, die haben eine sehr leistungsfähige Abteilung, deren einzige Aufgabe es ist, jeden einzelnen Job unter Verwendung so vieler Management-Neusprech-Phrasen wie möglich im allerlangweiligsten Licht erscheinen zu lassen.

In den dazugehörigen Anforderungen hingegen erwarten sie dafür regelmäßig mehrere Jahre Erfahrung in exakt dem Bereich, auf den man sich bewirbt.

Das ist sicher sehr klug, mit ihrem guten Ruf kann die Bahn ja ganz einfach die entsprechenden Fachkräfte der anderen großen deutschen Bahnunternehmen abwerben.

erst kaputt gespart um dann zu klotzen...

erst kaputt gespart um dann zu klotzen
ist das der neue Trend...

Irgendwann soll der Bund wohl retten

Ja, es wird wieder viel Geld ausgegeben. Die DB wird in den nächsten jahren gigantische Finanzirungsprobleme erhalten, - ich sehe sie auch momentan an den Bahngleisen tätig, mit eionem Riesenaufwand für kleinste Verrichtungen. Da werden Handwerker bestellt von anderen Firmen, die die Gleise von Ästen und Strauchwucherungen befreien. Sicher ist es ein Problem, das Astzeug weg zu bekommen, aber nach Management und kluges Agieren sieht das einfach nicht aus. Zuweilen sehe ich DB Liefer-Wagen da stehen. Die schneiden das Astzeug weg. Die Handwerker kommen mit Riesenaktion, um das Zeug weg zu transportieren. Das müsste doch eigentlich eine interne Aufgabenteilung werden. Usw.

Zur Pflicht machen

Das ist natürlich ein guter, wenngleich nicht neuer Ansatz.
Grundsätzlich könnte man sowas auch zur Pflicht machen: Wer irgendwo ein neues Werk oder ähnliches eröffnet, muss auch Wohnraum schaffen.

Das klingt ja zunächst

Das klingt ja zunächst erstmal ganz reizvoll. ABER: Es höhlt die sogenannte freiheitliche Grundordnung aus. Wenn ich mir überlege, da macht ein 18jähriger eine Ausbildung bei BASF. Dann arbeitet er Jahrzehnte bei BASF. Morgens verlässt er die BASF-eigene Wohnung, wird vom BASF-eigenen Shuttlebus aufs Werksgelände gekarrt, arbeitet dort 8 Stunden für BASF, wird wieder zurückgekarrt und bezahlt seine Miete an BASF.
Was macht so etwas aus einem Menschen über die Jahrzehnte?
Das Gegenteil von einem Freigeist. Einen bedingungslosen Hörigen gegenüber BASF. Einen Sklaven, für den BASF alles ist. Und der dessen Interessen bedingungslos vertritt.
So eignen sich Konzerne Macht über Menschen an. Die wählen dann auch das, was ihnen BASF nahelegt. Das ist die Rückabwicklung der Aufklärung. Diese Entwicklung geht in die falsche Richtung. In die Richtung der Unfreiheit.

Silverfuxx 19.38

Grundsätzlich könnte man sowas auch zur Pflicht machen: Wer irgendwo ein neues Werk oder ähnliches eröffnet, muss auch Wohnraum schaffen."
Nichts gegen Werkswohnungen, das ist grundsätzlich ein Pluspunkt- genau wie betriebliche Altersversorgung. Aber Sie haben's offenbar mit Vorschriften und Planwirtschaft? Hat noch nie wirklich funktioniert, wird auch im "ganz Neuen Deutschland" nicht funzen, Hand drauf!

Was sucht die Bahn, neue

Was sucht die Bahn, neue Mitarbeiter? Die haben die doch erst vor kurzem rausgeschmissen? Wenn das weiter regelmäßig so läuft, kann man mit Rausschmiss, Abfindung und wieder einstellung bald ein gutes Geschäft machen, als 'Bahnler'.

@18:38 von dr.bashir

"Mich würde interessieren, wie viel Geld die jetzige Manager der Bahn für Consulting ausgegeben haben um diese Idee zu generieren."

Im SPIEGEL gibt es eine Rubrik: Früher war alles schlechter.
Vielleicht sollte der SPIEGEL eine RUBRIK hinzufügen: Früher war manches besser. Dann könnte man vielleicht das
Geld für diese Manager sparen.

Meine große Familie hat auch in einer Dienstwohnung (bzw. Haus mit Garten) gewohnt. Ohne diese Möglichkeit wäre es wohl sehr eng für uns geworden.

@ sagen Re: Das klingt ja zunächst

Völliger Unsinn, das Prinzip der Werkswohnungen hat Jahrzehnte lang funktioniert und hat auch bei der BW hervorragend mit den Dienstwohnungen direkt neben den Kasernen geklappt. Nur wer die Arbeitsstelle wechselt muß eben auch umziehen. Darüber MUSS man sich im klaren sein.
Wer das nicht hin bekommt, und sich wegen einer Wohnung zum Sklaven der jeweilige Firma macht, sollte einmal seine Charakterstärke überprüfen.

@19:43 von sagen

"Was macht so etwas aus einem Menschen über die Jahrzehnte?
Das Gegenteil von einem Freigeist. Einen bedingungslosen Hörigen gegenüber BASF. Einen Sklaven, für den BASF alles ist. Und der dessen Interessen bedingungslos vertritt."

Das ist - mit Verlaub - Unsinn. Auch ich habe 40 Jahre für ein- und denselben Arbeitgeber gearbeitet. (In verschiedenen Abteilungen.) Anfangs habe ich auch in einem 'Schwesternwohnheim' gewohnt. Abhängig habe ich mich nie gefühlt und war ich auch nicht, war mir nur zu eng.

Ich denke eher, dass viele dankbar wären, könnten sie heute noch so lange ihrem Arbeitgeber treu bleiben. Viele denken allerdings wie Sie und haben Angst, zu verblöden, wenn sie nicht ständig den Job wechseln.
Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die z.B. für Oetker in Bielefeld gearbeitet haben. Die hatten sich wie in einer großen Familie gefühlt und beziehen heute Betriebsrenten von denen der öffentliche Dienst nur träumen kann.

@bitterer Pille - Was den Personalmangel der Bahn angeht

Mir scheint Sie haben die Casting Aktion der DB noch nicht mitbekommen.

Man nimmt jetzt alles, was noch einigermaßen laufen kann und deutsch spricht. Mittels Schnellausbildung werden die dann einmgesetzt, ob das der Sicherheit Pünktlichkeit
dienlich ist, ist eine andere Frage.

@20:17 von Hepheistos

"Wenn das weiter regelmäßig so läuft, kann man mit Rausschmiss, Abfindung und wieder einstellung bald ein gutes Geschäft machen, als 'Bahnler'."

Mit Arbeitslosen werden diese Geschäfte bereits gemacht. Ein Hamburger Krankentransportunternehmen bekommt für jeden Arbeitslosen, den es einstellt 2000 Euro. Was glauben Sie, wie oft da gekündigt und neu eingestellt wird?
Und nein, die Gekündigten haben keine schlechte Arbeit geleistet.

@ Hepheistos

Die haben die doch erst vor kurzem rausgeschmissen? WAS verstehen Sie unter "erst vor kurzem"? Die DB sucht schon länger neue Mitarbeiter und ist wohl auch das einzige Unternehmen was regelmäßig ausbildet, und duale Ausbildung anbieten. Das Problem, was die DB hat, ist die Mitarbeiter/fertigen Azubis auch zu halten. Wer will schon bei Wind und Wetter "Weichen schmieren" oder für ein Butterbrot jeden Tag den Dreck der Kunden aus den Wagen räumen.

@ Hepheistos - Was sucht die Bahn, neue .....

Die Mitarbeiter finden Sie da wo mehr bezahlt
wird , wie in Österreich oder der Schweiz :-)

@19:43 von sagen

Noch eine Frage zu:

"Die wählen dann auch das, was ihnen BASF nahelegt"

Glauben Sie ernsthaft, dass in den Firmenvorständen alle dieselbe Partei wählen und ihre persönlichen Präferenzen dem Personal mitteilen? Ich jedenfalls habe nie einen Schimmer gehabt, was unsere Vorstandsmitglieder oder der Klinikchef gewählt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich "entgegengesetzt" gewählt habe ist allerdings groß.

@20:46 von Klabautermann 08

"Wer will schon bei Wind und Wetter "Weichen schmieren" oder für ein Butterbrot jeden Tag den Dreck der Kunden aus den Wagen räumen."

Ich erlaube mir hinzuzufügen: Und den Unmut der Kunden über sich ergehen lassen, wenn bei Unwetter diverse Züge ausfallen.
(Obwohl ich den Unmut verstehen kann. Trifft halt nur - wie so oft - die Falschen.)

@Anna-Elisabeth 21.18

Und den Unmut der Kunden über sich ergehen lassen, wenn bei Unwetter diverse Züge ausfallen."
Da haben die Mitarbeiter Routine - so lange es nicht Frau Baerbock ist. Dann wird es ein Politikum und ein öffentlicher Skandal und die Medien berichten. Bei der normalen Verspätung oder dem Zugausfall für Normalos eher nicht...

@Schaefer um 17.29 Ja, stimmt

Die Bundesbahn hatte Wohnungen für ihre Leute, daran erinnere ich mich. Als Kind fand ich das interessant, weil da öfter die Bewohnerfamilien wechselten.
Warum soll die Bahn ihren Beschäftigten nicht wieder Wohnungen zur Verfügung stellen, das hat sich schließlich bewährt und macht den Wechsel zur Bahn auf jeden Fall attraktiv.

Wohnungen für Mitarbeiter

Werkswohnungen genannt
vielleicht war doch nicht alles was "früher war" schlecht
allerdings, mit den heutigen Gesetzen und Vorstellungen
sicherlich unmöglich zu realisieren
oder wie ist es mit dem Mieterschutz in einer Firmenwohnung wenn der kündigt ?
man kriegt ja heute schon keinen Mieter aus der Wohnung raus,
wie soll es denn da gehen

Das finde ich gut

Mein Schwiegervater ein Bundesbahner hatte eine Kosten günstige DB Wohnung und noch mehr,er konnte sehr günstig mit seiner Familie Urlaub in DB Feriendörfern machen. Das könnte Heute auch wieder stattfinden-

Dazu sollte man wissen ...

das auch die Bahn über Jahre Wohnungen aus eigenen Beständen an die Konzerne und Investoren verkauft hat, die nun die Mietpreise ins Uferlose treiben weil's der Markt hergibt! ... Wie war das nochmal mit dem Pendel ...

@ 20:41 von Karl Klammer

"Mir scheint Sie haben die Casting Aktion der DB noch nicht mitbekommen."

Doch natürlich, die Berichte darüber sind ja kaum zu übersehen. Ebenso wie die Berichte über den Fachkräftemangel bei Ingenieuren seit 1995. In diesen 25 Jahren seither sind die Ingenieursgehälter dann in 4 Jahren stärker gestiegen als die Inflation. Sie werden mir also verzeihen, wenn ich da misstrauisch bin.

"Mittels Schnellausbildung .."
Mein Fehler, ich rede von Fachkräften, also Leuten, die nicht noch eine Schnellausbildung benötigen, um dann in einer Hau-Ruck-Aktion Personallücken zu stopfen, die man Jahrzehnte lang ignoriert hat, die sich aber inzwischen selbst ein Eisenbahn-Monopolist im Zeitalter von Klimawandel und Fridays for Future nicht mehr leisten kann.

Also von den Ingenieuren und Technikern, die die Bahn dringend einstellen sollte, um Beschaffung und Instandhaltung auf Vordermann zu bringen. Inzwischen sind die ja fast auf das Niveau der Bundeswehr abgesackt..

20:46 von Klabautermann 08

Wer will schon bei Wind und Wetter "Weichen schmieren" oder für ein Butterbrot jeden Tag den Dreck der Kunden aus den Wagen räumen.
.
zugeben "Schaffen ist ein Geschäft" wie es im schwäbischen heißt
was ist ehrenrührig am Arbeiten ?
Vielleicht gibt es zu viel Alternativen auch ohne arbeiten
(besser) über die Runden zu kommen
klar das bedingungslose Grundeinkommen bietet andere Perspektiven

Private können es oft wesentlich besser als der STaat

Das hat in Kiel in den 60er und 70ern fast jeder Großkonzern gemacht und war verantwortlich für so manche Zusatzleistungen, wie Brillengeld, Infrastruktur im Wohnviertel ( bei der Planung wurden die Bedürfnisse der Arbeiter einbezogen), etc.
Das waren nette Wohnviertel, in denen die Menschen Arbeit hatten und sich so nicht über soziale Spannungen Gedanken machen mussten. Ein nettes Wohnen mit gegenseitigem Respekt und Hilfestellungen ( wer kein Auto hatte, fuhr beim Nachbarn mit, da gleicher Weg)
Es wurde durch Hausmeisterreien für Ordnung gesorgt und Reperaturen schnell ausgeführt. Wer umziehen wollte, ging ins Büro der Firma und wurde dort fündig ( wer Kinder bekam, bekam auch mehr Wohnraum).
Das war ein Miteinander, das aber wirklich nicht neu ist.

Erst die Durchmischung und der Verkauf der Wohnungen machte diese Viertel heute zu einem runtergekommenen Stadtteil.
Der Anteil an Sozialwohnungen ist dort groß und seit der Staat die Finger drin hat, ist dort alles nicht mehr schön.

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