Kommentare

Unere Solidarität

... und unser Mitgefühl gehört in diesen schweren Stunden den bertoffenen Menschen und der ganzen amerikanischen Nation.

Ob die Klimaänderung

auch Veränderungen in der Erdkruste zur Folge hat? Die führen dann möglicherweise zu den gerade zu beobachtenden Zunahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben.

Falscher Zusammenhang

@ tagesard09:
... zu den gerade zu beobachtenden Zunahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben.

Man beobachtet aber gar keine Zunahme von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen. Wohingegen der Klimawandel hinzeichend belegt ist.

08:56 von tagesard09

"Ob die Klimaänderung
auch Veränderungen in der Erdkruste zur Folge hat? Die führen dann möglicherweise zu den gerade zu beobachtenden Zunahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben."

Gibt es denn eine derartige Zunahme solcher Ereignisse? Mir zumindest wäre das neu, ebenso ein Zusammenhang zwischen seismischen Aktivitäten und Klimawandel.

Gerade im Fall der San Andreas Verwerfung ist ein großes Beben statistisch gesehen eh schon längst überfällig; und dass ein Erdbeben weitere Erdbeben auslösen kann ist auch nichts ungewöhnliches.

@ tagesard09

Das ist so abwegig nicht. Das Abtauen der Polkappen und der damit verbundene Wegfall des Drucks auf die Landmassen kann durchaus zu einer erheblichen Verschiebung in den Spannungsverhältnissen der Erdkruste führen. Ob die sich aber so weit entfernt erweisen würden, statt z.B. in Island, kann ich nicht beurteilen, aber würde es für möglich halten.

Wobei: Kalifornien war eh mal wieder "fällig", wenn man es so sagen darf. Es dürfte wohl eher kein Zusammenhang zwischen dem Erdbeben dort und z.B. dem Abtauen der Polkappen bestehen.

7,1 ist recht heftig

In so einem Fall ist Notstand auch gerechtfertigt. Aber nicht für den Pillie-Palle, für den ihn Trump gerne missbraucht.
Einen Vorteil haben diese Beben allerdings: die Verspannung löst sich in mehreren und kleineren Etappen und nicht in einem einzigen noch größeren Beben wie anno 1911.
Mögen die opferzahlen weiterhin gering bleiben - Sachwerte kann man wieder aufbauen.

re gassi

"Einen Vorteil haben diese Beben allerdings: die Verspannung löst sich in mehreren und kleineren Etappen und nicht in einem einzigen noch größeren Beben wie anno 1911."

Wäre schön, wenn Sie recht behalten. Aber darauf wetten würde ich nicht. Dazu ist die Seismik zu unberechenbar.

RE: tagesard09 um 08:56

***Ob die Klimaänderung auch Veränderungen in der Erdkruste zur Folge hat? Die führen dann möglicherweise zu den gerade zu beobachtenden Zunahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben.***

Wohl eher anders herum könnte ein Schuh draus werden.
Aber laut Umweltbundesamt beträgt die CO2 Emission durch Vulkanausbrüche weniger als 0,5 Prozent, gemessen am menschengemachten Ausstoß von Kohlenstoff. Zudem führen Vulkanausbrüche durch den Ausstoß zu einer Erhöhung der Partikel in der Atmosphäre, die wiederum zu einer kurzfristigen Abkühlung führt.

Gruß Hador

@RoyalTrump

"Das ist so abwegig nicht. Das Abtauen der Polkappen und der damit verbundene Wegfall des Drucks auf die Landmassen kann durchaus zu einer erheblichen Verschiebung in den Spannungsverhältnissen der Erdkruste führen. Ob die sich aber so weit entfernt erweisen würden, statt z.B. in Island, kann ich nicht beurteilen, aber würde es für möglich halten."

Sie können es nicht beurteilen, würden es aber für möglich halten?

Aber Ihr Gedanke hat was- zunächst wollte ich den Kommentar von Tagesgard09 als unlogisch zurückweisen, da der Klimawandel auf die Erdkrusten T. kaum Einfluss hat: Bereits in wenigen m Tiefe haben Sie eine konstante Jahrestemperatur (Land) und in der Tiefsee auch.

Aber das Eis in der Arktis schwimmt und verdrängt Wasser gleichen Gewichtes: Also dort keine Spannungsveränderung!

Antarktis: Vielleicht, allerdings sind die abschmelzenden Eismengen massemässig gegenüber der ungeheuren Masse der Erdkruste vermutlich (hier spekuliere ICH) unerheblich wie Puderzucker auf Kuchen.

Diese Erdbeben gab es schon immer nur heute

ist eben alles besser dokumentiert und vernetzt und das war bis in das angehende 19 Jahrhundert noch reine ScienceFiction.
Der Klimawandel den es seit es die Erde gibt hat wenig Bezug auf Gebiete die ohne Eis sind.
Wenn Polarregionen oder Gebiete mit viel Eis schmelzen hebt sich die Erdkruste aber mit Kalifornien hat dies nichts zu tun. Kalifonien ist eine Verwerfungszone und womöglich ist das ein Vorbote des Ozeanwandels der sich in diesen Grabenbruch ergießt.

@karwandler

"Wäre schön, wenn Sie recht behalten. Aber darauf wetten würde ich nicht. Dazu ist die Seismik zu unberechenbar."

Selbstverständlich hat er recht! In jedem Fall ist die Spannungsenergie der kleineren Beben bereits freigesetzt. da gibt es nichts zu rechnen. Was allerdings nicht bedeutet dass es kein großes Beben geben kann oder wird, da ja unbekannt ist wie groß der Prozentsatz der abgebauten Spannungen genau ist. Das Potential der Stärke eines maximal möglichen Bebens reduziert sich bei jedem kleineren Beben temporär. Somit hat (@Gassi) der user korrekt geurteilt.

@8:56 von tagesard09

„Ob die Klimaänderung auch Veränderungen in der Erdkruste zur Folge hat? Die führen dann möglicherweise zu den gerade zu beobachtenden Zunahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben.“

Sie demonstrieren gerade, dass Sie hinsichtlich Physik nicht nur über keine Kenntnisse verfügen, sondern nicht einmal die geringste Ahnung haben. Aber in der Tat habe ich darauf gewartet, dass jemand ernsthaft versucht, das mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen. Ich fasse es nicht.

Am 06. Juli 2019 um 09:16 von DasQualitätsjou...

"Gerade im Fall der San Andreas Verwerfung ist ein großes Beben statistisch gesehen eh schon längst überfällig; und dass ein Erdbeben weitere Erdbeben auslösen kann ist auch nichts ungewöhnliches."
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Nach welcher Statistik?
Niemand kann ein Erdbeben voraussagen. Keiner weis wann die Erdplatten die gegeneinander drücken sich verschieben. Keiner weis in welcher Stärke dies geschieht. Keiner weis ob sich im Anschluss durch diese Entspannung weitere Platten verschieben und es zu Nachbeben kommt.
Das einzige das man weis, ist wo die Erdplatten aufeinander treffen und das es zu Erdbeben kommt. Ob das Morgen, in einer Woche, einem Monat, einem Jahr oder erst in hunderte von Jahren passiert, das kann niemand voraussagen.
Nur kurz zur Info, das Rhein Main Gebiet gilt unter Experten als gefährdetes Gebiet für Vulkanausbrüche, und trotzdem ist es stark Bewohnt.

@RoyalTrump

Was soll sich denn am "Druck auf die Landmassen" ändern wenn die Polkappen (also der Nordpol weil Sie Island anführen) abschmelzen. Der Druck am Ozeanboden ist der gleiche ob da Eis draufschwimmt ( Reaktionskraft des Eis-Auftriebs plus Druckkraft des Wassers) oder nur Wasser ist (mehr Druckkraft). Außerdem verteilt sich die Kraft über den gesamten Meeresboden. Sonst müssten ja auch die Gezeiten Erdbeben auslösen können.

@ 08:56 von tagesard09

"Ob die Klimaänderung auch Veränderungen in der Erdkruste zur Folge hat? Die führen dann möglicherweise zu den gerade zu beobachtenden Zunahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben."

Also wenn schon steile Thesen ohne jede Grundlage erfragt werden, dann stelle ich die Gegenthese, dass die Mauer in Mexico zu schwer ist und jede Lüge von Trump bezüglich Migration das Gestein zum Erweichen bringt. Ironie aus.

Wissenschaftlich bewiesen ist dagegen, dass dort 'regelmäßig' die Erde bebt, da dort eine Kontinentalverschiebung stattfindet. Da wie anderswo mit den hinlänglich bekannten Folgen.

Das große Beben kommt noch - The Big One

Diese Beben sind nur die Vorboten eines noch größeren Bebens ("The Big One"), welches für Kalifornien laut Geologen schon lange überfällig ist, weil sich die Erdplatten dort so stark übereinander geschoben und verhakt haben, dass enorme Spannungen aufgebaut wurden, die sich bald entladen müssen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann genau.

Das große noch kommende Beben wird vermutlich im südlichen Teil Kaliforniens liegen, also in der Region rund um Los Angeles. Der Grund dafür ist, dass der mittlere und nördliche Teil der Verwerfung sich schon vor 100 bzw. 150 Jahren in größeren Beben entladen hat, der südliche Teil aber vor 300 Jahren, was schon sehr lange zurückliegt.

Geologen können nicht sagen ob es schon heute, morgen oder erst in ein paar Jahrzehnten passieren wird. Dass es passieren wird ist aber klar, da die großen Erdbeben regelmäßig wiederkehren und für den südlichen Teil der San-Andreas-Verwerfung dieses Ereignis schon lange überfällig ist.

Statistik

Ist die Anzahl der Beben weltweit, wissenschaftlich valide, in Relation zu bringen zu der allgemein akzeptierten Zunahme der Erd-Erwärmung ?

Erdbeben...

Am 06. Juli 2019 um 08:56 von tagesard09
Ob die Klimaänderung
auch Veränderungen in der Erdkruste zur Folge hat?
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Das ist aber ein wenig weit hergeholt. Erdbeben,Vulkanausbrüche und andere Naturkatastrophen gab es schon seit Urzeiten und ist eine Folge der Abtriftung der Kontinentalplatten.Und diese wird es auch noch in ein paar Millionen Jahren geben.

@ Skywalker

Ich spreche nicht vom Schwimmeis. Ich beziehe mich auf das Landeis. Es erschien mir halt logisch, dass - wenn der Druck auf die Landmasse abnimmt - dieses nach Oben gedrückt würde. Ich habe in der Zwischenzeit meine Theorie nachrecherchiert & tatsächlich wurde bereits wiss. nachgewiesen, dass sich Grönland seit Einsetzen der immensen Eisschmelze messbar über die Umgebung hebt (siehe z.B. Spektrum der Wissenschaft 12.12.2011).

Des Weiteren vermute ich, dass durch das geschmolzene Landeis ein Wasserberg auf der dem Atlantik zugewandten Seite der Arktis entsteht, der den Druck auf den Mittelatlantischen Rücken erhöht. Oder anders gesagt: wenn mehr Wasser auf die eine kontinentale Seite des nordamerikanischen Kontinents drückt, hebt sich dadurch eventuell der Teil der dem Pazifik zugewandten Seite, wo sich ja Kalifornien befindet. Bis sich hierbei der Wasserberg abbaut bzw. sich die Pegel weltweit wieder angleichen vergeht eine gewisse Zeit...

Alles aber natürlich nur eine Theorie.

@ Skywalker

"In jedem Fall ist die Spannungsenergie der kleineren Beben bereits freigesetzt."

Das ist bezogen auf die kleinen Beben zwar richtig, aber die Lösung der Spannung kann auch zu einer stärkeren Verkeilung an anderer Stelle führen und dann dort ein wesentlich größeres Erdbeben triggern. Man darf nicht vergessen: bei einem Erdbeben verschiebt sich die Erdoberfläche nur unwesentlich rauf und runter sondern überwiegend seitwärts. Wenn sich also auf der rechten Seite einer Flanke die Spannung abbaut, kann sich auf der linken Seite unter ungünstigen Bedingungen die Spannung enorm aufbauen.

Alfred Wegener

Beschrieb die Kontinentalverschiebung schon am Anfang des 20. Jahrhunderts ....erst um 1960 sind seine Theorien weitesgehend anerkannt wurden...
Sehr zu Empfehlen - einer der "Erdkreisläufe" der zeitlich gesehen fast unsere Vorstellungskraft sprengt - wie user Karwandler schon schreibt- Seismik ist dennoch weitesgehend unberechenbar- aber ein faszinierendes Thema- leider kommen dabei meist Menschen zu Schaden - ich habe deshalb mich nie dazu durchgerungen permanent in Neuseeland zu bleiben - ich habe das 2. Christchurch Erdbeben in ca. 300 km Entfernung miterlebt...ein "schwaches" mit 4,2 - aber diese absolute Hilflosigkeit - ausser ins Freie zu rennen- hat mich schwer verängstigt- deswegen käme ein permanentes Leben an den tektonisch äußerst aktiven Kontinentalplatten für mich nicht in Frage... Genauso wie in Kalifornien - so schön und Abwechslungsreich auch dort die Landschaft ist..vgl.
@ 10:01 von standarddeviation- Mein Beileid an die Betroffenen...

@ DasQualitätsjou...

Gerade im Fall der San Andreas Verwerfung ist ein großes Beben statistisch gesehen eh schon längst überfällig;

Der Begriff "überfällig" sagt im Zusammenhang mit Statistik rein gar nichts. Wenn beispielsweise viermal hintereinander beim Roulette schwarz kam, ist rot trotzdem im nächsten Zug nicht "überfällig".

re skywalker

" Das Potential der Stärke eines maximal möglichen Bebens reduziert sich bei jedem kleineren Beben temporär."

Sehr interessante Theorie. Die sollten Sie mal im Journal of Seismology einreichen.

re leider geil

"Der Begriff "überfällig" sagt im Zusammenhang mit Statistik rein gar nichts. Wenn beispielsweise viermal hintereinander beim Roulette schwarz kam, ist rot trotzdem im nächsten Zug nicht "überfällig"."

Überfällig beim Zufallsgenerator gibt es nicht. Aber Erdbeben treten nicht nach Zufallsgenerator auf.

Jetzt ist der Klimawandel

Jetzt ist der Klimawandel schon an Erdbeben schuld.

Das Eis der Erde hat einen Einfluss nahe Null auf irgendeine Plattenbewegung.

Und verursacht definitiv keine Erdbeben. Die Ursachen dafür liegen in der Bewegung des Erdkerns. Da haben wir Null Einfluss drauf, wir können ja gerade mal einige 100 Meter tiefe Tunnel bauen.

@weissmehr 11:19 „Es gibt in

@weissmehr 11:19
„Es gibt in der Tat Leute, die alles, aber wirklich alles auf einen Klimawandel schieben; auch dann, wenn ein Meteor auf die Erde knallt.“
Bitte unterschätzen Sie nicht die Sogwirkung der Erde auf das All wenn das Klima wärmeres Wetter hervorbringt und es überall wärmer wird.

Korrektur: Natürlich nicht

Korrektur:

Natürlich nicht Erdkern, sondern Erdinneres, da der Erdmantel ebenfalls mit rein spielt.

Ändert allerdings nichts daran, das wir es nicht mal durch die Erdkruste schaffen.

@ Ramuthra

"Das Eis der Erde hat einen Einfluss nahe Null auf irgendeine Plattenbewegung."

"Nahe Null" heißt aber wiederum, DASS es einen Einfluss hat, wie ich an Grönland aufgezeigt habe, dass sich messbar hebt, seit dort die an Land gebundene Eismasse so extrem dahinschmilzt. Und wenn sich ein Koloss wie Grönland aus dem Erdmantel emporhebt, was glauben Sie, wie sich das auf die umgebene Plattentektonik auswirken kann (nicht muss)?

Dennoch: auch ich denke, dass das Erdbeben in Kalifornien nicht auf den Klimawandel zurückzuführen ist, da diese Region auch sonst schon immer erdbebengefährdet gewesen ist und ein größeres Erdbeben zu erwarten war, nachdem es nun längere Zeit vergleichsweise ruhig gewesen ist.

Aber einen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Tektonik von Vorneherein ausschließen, würde ich wissenschaftlich gesehen eher nicht. Dazu wissen wir zu wenig über die Prozesse, als dass wir das so einfach unbewiesen ausschließen könnten.

@RoyalTramp

"Ich habe in der Zwischenzeit meine Theorie nachrecherchiert & tatsächlich wurde bereits wiss. nachgewiesen, dass sich Grönland seit Einsetzen der immensen Eisschmelze messbar über die Umgebung hebt"

Ja, und nach dem Abtauen des auf ihm lastenden Eispanzers hebt sich auch Skandinavien nach wie vor immer weiter.
Aber zum einen wird eine solche Landmasse als Ganzes angehoben. Und zum anderen geschieht das (insbesondere in Grönland) bisher in so winzigen Ausmaßen, dass der Einfluss auf die San-Andreas-Verwerfung, wo sich die Kontinentalplatten mit 6 cm pro Jahr aneinander vorbeibewegen, absolut zu vernachlässigen sein dürfte.

@RoyalTramp

"Und wenn sich ein Koloss wie Grönland aus dem Erdmantel emporhebt, was glauben Sie, wie sich das auf die umgebene Plattentektonik auswirken kann (nicht muss)?"

Wie gesagt, auch Skandinavien hebt sich seit tausenden von Jahren, allerdings ohne einen Einfluss auf die Erdbebentätigkeit in Europa zu haben.

Jedenfalls habe ich noch nie von einem solchen Zusammenhang gehört. Die hier auftretenden Erdbeben haben alle ausnahmslos andere Ursachen.

@RoyalTrump

"Ich spreche nicht vom Schwimmeis. Ich beziehe mich auf das Landeis. Es erschien mir halt logisch, dass - wenn der Druck auf die Landmasse abnimmt - dieses nach Oben gedrückt würde. ... tatsächlich wurde bereits wiss. nachgewiesen, dass sich Grönland seit Einsetzen der immensen Eisschmelze messbar über die Umgebung hebt ...."

Ich behaupte ja nicht, dass Sie völligen Unsinn erzählen (im Gegenteil, ich begrüße diese Diskussion, die sich auf wohltuendem Niveau bewegt), aber das hat wohl nichts mit Erdbeben zu tun, bei denen es um ganz andere Energiemengen geht die sich aufgestaut haben. Ein kleiner Teil des Arktis Eises ist tatsächlich auch über Land...

Ein langsames Heben einer Landmasse unter geringerem Druck sind zwar Erdbewegungen, aber eben nicht stossartig.

Das Abschmelzen des "ewigen" Eises bewirkt einen Anstieg der Wasserspiegel von wenigen Zentimetern. Der normale Tidenhub ist das hundertfache bei Ebbe und Flut. Und das ist sogar ein dynamischer Lastfall, nicht nur statisch!

@karwandler

"Sehr interessante Theorie. Die sollten Sie mal im Journal of Seismology einreichen."

Danke, habe schon genug Publikationen :-)

Im Ernst: Keine Theorie sondern schlichtweg die Logik der Hauptsätze der Thermodynamik. Die gespeicherte Energie die sich bereits entladen hat ist nicht mehr im Boden sondern in andere Energieformen umgewandelt.

@gassi

"Einen Vorteil haben diese Beben allerdings: die Verspannung löst sich in mehreren und kleineren Etappen und nicht in einem einzigen noch größeren Beben wie anno 1911."
Man nehme eine Hose mit einer Naht am Allerwertesten (das Andreas-Graben-System) . Nun nehme der Körperumfang im Laufe der Zeit zu, die Hose bleibt aber die alten (Plattentektonik). Nach einiger Zeit werden dann ein, zwei Stiche der Naht reißen(kleinere Erdbeben).
Man kann aber nun mit gutem Gewissen vorhersagen, dass es irgendwann zur Katastrophe kommen muss. Da man aber die Essgewohnheiten und die Festigkeit der einzelnen Stiche nicht genau genug kennt, kann man aber nicht sagen, wann genau es passiert.
Und irgendwann reißt dann der entscheidenden Stich und die Naht reißt vollständig auf (The Big One)
So "einfach" ist das mit den Erdbeben :-)

Gruß Ingo

Wahrscheinlichkeiten

Das mit den Wahrscheinlichkeiten ist halt nicht einfach:
1. Beim Würfeln ein Sechs zu Würfeln besteht zu 1:6, also sechs mal würfeln und schon hat man eine Sechs.
Nö, hier regiert der Zufall bei jedem Wurf und ist nicht abhängige vom vorherigen
2. Beim Wetterbericht steht 70% Regenwahrscheinlichkeit. Es ist Mittag durch, jetzt muss es doch langsam mal regnen.
Nö, die 70% hat nichts mit Zeiträumen zu tun, sondern heißt nur, dass in 70% der Fälle, in dem die Wetterlage genau so war, es zu einem Regenschauer kam.
3. Und die Überfälligkeit bei Erdbeben?
Da ist es wie beim Wetter. Bei einer gewissen Grundlage und der hochgerechneten Plattentektonik müsste es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einem Erdbeben kommen. Und dieser Prozentsatz verändert im Laufe der Zeit, da die Platten ja nicht still stehen.
Gruß Ingo

@ DrBeyer

Ich hatte auch in mehreren Kommentaren geschrieben, dass ich einen Zusammenhang zwischen dem Erdbeben in Kalifornien & derlei klimatischen Veränderungen für nahezu ausgeschlossen halte.

Wogegen ich mich wandte, waren lediglich teilweise die Behauptungen, es gäbe überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Klimawandel & Tektonik, was man am Beispiel Grönlands nachweislich bzw. messbar wiederlegen kann.

Aber um es zu präzisieren: Natürlich ist nicht das Abschmelzen des Eispanzers auf Grönland die Ursache für tektonische Verschiebungen. Aber solch klimatisch bedingten Prozesse können sich auf tektonische Prozesse auswirken bzw. diese begünstigen.

P.S.: Bei Skandinavien wäre ich vorsichtig. Durch das Anheben Skandinaviens & das Absinken der festländischen Ostseeküsten, bauen sich immense Spannungen auf, die sich auch irgendwann entladen werden. "Die Erdkruste biegt sich solange, bis sie bricht." Hoffen wir, dass wir das nicht mehr erleben müssen, wenn Skandinavien vom Festland abbricht.

@DrBeyer

Also die Hebungen(Senkungen) der Erdkruste und die Bewegungen von Gletschern können als "Erdbeben" nachgewiesen werden. Das sogar so genau, dass man anhand der (Erd-)Wellen - die ins Wasser fallen Bruchstücke von Gletschern auftreten verursachen - die Masse dieses Gletschereises berechnen kann.
Okay, die Magnitude dürfte bei 0,0x sein, also für uns als Normalbürgerin keinerlei Weise bemerkbar sein :-)
Bei manchen Tieren hingegen vermutet man, dass sie auch sehr geringe seismische Aktivitäten feststelle können.
Gruß Ingo

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