Ihre Meinung zu: "Pegida"-Demo: Justiz ermittelt nach Lübcke-Äußerungen

5. Juli 2019 - 15:01 Uhr

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke sei "eine menschliche Reaktion": Wegen dieser und weiterer Äußerungen von "Pegida"-Anhängern in Dresden hat sich nun die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.5
Durchschnitt: 3.5 (18 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Lübcke war ein aufrechter Deutscher

Lübcke vertrat lediglich unsere gemeinsamen Grundwerte. Wer immer ihm das übel nahm oder nimmt, zeigt damit nur, dass er oder sie die Grundlagen unserer Gesellschaft sowie die abendländisch-humanistische Tradition verachtet.

Wer Mord öffentlich gutheißt

Wer Mord öffentlich gutheißt sollte mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedacht werden. Hetze sehe ich gleich Mordaufrufen.

Mörder oder Täter

Mord ist Mord ! Oder ist ein Mord schlimmer, wenn er aus einem rechtsradikalen Hintergrund erfolgt ! Und ein Mord ist erst ein Mord , wenn der Täter als Mörder überführt ist , das entspricht doch unser Rechtsprechung , oder ?

Verkommene Moral

So lange sie sich trauen ihre Meinung offen zu bekennen, weiss man wenigstens woran man ist und wer die Protagonisten einer solch verkommenen Moral sind und man kann sie noch relativ einfach verfolgen.
Richtig gefährlich wird es aber, wenn die sich in den Untergrund verkrümeln und nach ihren feigen Mustern solche Taten wie den Mord an Lübcke begehen.

Eine menschliche Reaktion.......

mein Gott wie krank muss man sein um so etwas zu äußern.
Dieser Mord zeigt einmal mehr, daß es uns wohl zu gut geht, wir müssen nicht ums Überleben kämpfen, die Langeweile nimmt grauenhafte Züge an.

Es wird zu Recht ermittelt

Auch hier im Forum lassen sich immer wieder Aussagen finden in denen die Grenzen von Menschenrechten und Grundgesetz missachtet werden. Mit deren Wiederholung und Verbreitung fallen Hemmungen. Verhetzung eben. Das ist mit der Meinungsfreiheit nicht zu rechtfertigen und muss beendet werden. Völlig korrekt!

schlimm

Es ist völlig egal, welche Meinung Herr Lübcke vertrat. Es war sein Recht nach Art. 5 GG. Eine Rechtfertigung für einen Mord deshalb, gibt es nicht. .

@ 3006

Ein Mord ist auch vor dem Schuldspruch ein Mord. Was ist es Ihrer Meinung nach sonst? Natürlicher Tod?

Und selbstverständlich ist ein Mord aufgrund einer rechtsextremen Ideologie schlimmer als ein z.B. aus Geldnot oder Eifersucht begangener - mit dem Mord an Herrn Lübcke ist dabei ja nicht jeder Wunsch der Rechtsextremen erfüllt und jeder Feind beseitigt. Es ist erst der Anfang. Und dem muss ein Ende bereitet werden!

@meckerer

Zitat: "Lübcke war ein aufrechter Deutscher

Lübcke vertrat lediglich unsere gemeinsamen Grundwerte. Wer immer ihm das übel nahm oder nimmt, zeigt damit nur, dass er oder sie die Grundlagen unserer Gesellschaft sowie die abendländisch-humanistische Tradition verachtet."

In erster Linie war Lübcke ein aufrechter Mensch, der zufällig Deutscher ist.

Dieser völkische Virus scheint sich sehr stark auszubreiten, in Ihrem Falle war es ganz sicher unbeabsichtigt. Aber man sollte auch nicht unfreiwillig das Geschäft der Rassisten betreiben, und auf die Wortwahl achten.

NEIN! Das ist...

...eben k e i n e menschliche Reaktion!
Was sind das doch für hirn- und herzlose Kommentare. Einfach nicht zu fassen.

Besorgte Bürger

Das müssen schon sehr sehr sehr besorgte Bürger sein, wenn von dort solche Aussagen kommen.

Erinnert sich noch jemand an die PEGIDA-Rede als das Publikum "Absaufen, absaufen" grölte?

Das waren die gleichen Leute, die man jetzt zum Mord an Hern Lübcke interviewt hat.
Also was hat man erwartet? Aufrichtiges Bedauern?

Das Mord als legitime

Das Mord als legitime Reaktion in Kauf genommen wird , weil das Opfer eine andere politische Einstellung hatte zeigt das perverse Gedankengut dieser Bande. Und liebe Tagesschau auch wenn ihr das nicht hören wollt und mein Kommentar geblockt wird: Pegida bleibt eine rechtsorientierte Gesellschaft mit faschistischen Gedankengut. Wenn jemand nicht hierher gehört und unbedingt ausgewiesen werden muss , sind das
Menschen die in einer friedlich gestimmten Demokratie ( sofern sich diese noch hier definieren lässt) Mord für primitives Gedankengut rechtfertigen

@ Sisyphos3, um 15:29

Sie drücken sich sehr “besonnen“ aus und verharmlosen diesen Satz des Pegida-Anhängers.
Mir ist das in meinem gerade abgeschickten Kommentar nicht ganz gelungen, denn es kommt hier eine menschenverachtende Einstellung zum Ausdruck, für die ich jedenfalls keinerlei Verständnis habe.

Gesinnungsgenossen

Zumindest muss keiner bei Pegida sich beschweren, dass er in die rechte Ecke gestellt werden würde.
Da stellt sich Pegida-Anhänger schon von ganz alleine immer wieder hin.

Wer da noch mitläuft, braucht doch niemanden mehr etwas vorzumachen über seine Gesinnung.

@3006

Zitat: "
Am 05. Juli 2019 um 15:24 von 3006
Mörder oder Täter

Mord ist Mord ! Oder ist ein Mord schlimmer, wenn er aus einem rechtsradikalen Hintergrund erfolgt ! Und ein Mord ist erst ein Mord , wenn der Täter als Mörder überführt ist , das entspricht doch unser Rechtsprechung , oder ?"

Nicht ganz, Mord bleibt Mord, auch wenn ein Tatverdächtiger nicht verurteilt wird. Aber was wollen Sie jetzt mit dieser Frage erreichen?

Augenmaß

Wenngleich mir die Aussagen dieser rechten Idioten zutiefst zuwider sind, heißt es doch Augenmaß bewahren. "Menschliche Reaktion"- zwar völlig daneben, aber eicht das schon für einen Straftatbestand?
Der Staat sollte zeigen, dass er hart gegen Volksverhetzung und Aufrufen zu Straftaten -egal aus welcher politischen oder unpolitischen Richtung -vorgeht. Es wäre aber fatal, wenn es dann reihenweise Freisprüche regnen würde, weil man den Bogen überspannt hat. Das wäre Wasser auf die Mühlen- hier- der Rechten. Außerdem würde der letzte dünne Draht zu diesen Menschen gekappt. Sie wären möglicherweise nicht mehr zurückzuholen.
Auch Straftäter versucht man zu resozialisieren, auch wenn es manchmal augenscheinlich zwecklos ist. Auch im Fall der Pegidaanhänger und deren Gesinnungsgenossen ist es Pflicht des Staates, immer wieder zu versuchen, diese Leute für den demokratischen Staat zurückzugewinnen, auch wenn es einen manchmal anko.... mag.

Ausmaß an Verrohung

Man erinnere sich an die Anfänge von PEGIDA und AfD 2013/2014 lange bevor von Flüchtlingskrise" die Rede war.

Seit Beginn der Aufmärsche wurde von den Veranstaltern die Devise ausgegeben "Sprecht nicht mit den TV-Leuten!" Weil die Niedertracht und Verrohung in diesem Milieu sich also nicht über das Mikrofon in die Kamera "mitteilen" wollte, kamen die primitiven "Lügenpresse"-Rufe in Mode. Journalisten wurden physisch attackiert (alles von "Reporter-ohne-Grenzen" dokumentiert).

Gewaltaufrufe kamen von der Bühne in Dresden (z.B. Tatjana Fensterling, PEGIDA drei Tage nach Paris/Bataclan: Sie würde auch gerne mal mit einer MPi in den Bundestag reinhalten).

2018 im Juni: die vereinten "Absaufen, Absaufen, Absaufen!"-Rufe von Leuten im Rentneroutfit.

Die Mordsucht baut sich so über Jahre hinweg auf. Nun haben mal wieder einige einen Einblick in ihre Gedankenwelt erlaubt.

Wie die Partei/Bewegung sowie die Mitläufer.

Herr Staatsanwalt übernehmen Sie !

@Sisyphos3

Zitat: "
Am 05. Juli 2019 um 15:29 von Sisyphos3
ein Mord gutgeheißen wird

durch eine Aussage wie Zitat ; "menschliche Reaktion"
ist das nicht etwas weit hergeholt ?"

Nein, ist es nicht. Wie diese Aussage gemeint war, bedarf keinerlei Interpretation.

15:29 von Sisyphos3

"ein Mord gutgeheißen wird
durch eine Aussage wie Zitat ; "menschliche Reaktion"
ist das nicht etwas weit hergeholt ?"
Nein!!
Im Gegenteil. Wer das nicht spürt, sagt letztlich ebenfalls, dass es doch ganz natürlich und menschlich sei, jemanden zu ermorden, bloß weil der etwas ihm Unangenehmes gesagt hat.

Ich schaudere vor dieser Art Verrohung.

15:18 von Eu-Schreck

Wer Mord öffentlich gutheißt sollte mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedacht werden. Hetze sehe ich gleich Mordaufrufen.
////
*
*
Wäre Ihr Wunsch doch schon 1968 Gesetz gewesen.
*
". ein Pamphlet, das damals in der "Zeitschrift des Allgemeinen Studentenausschusses (Asta) der Uni Göttingen" erschienen war.
*
Darin hatte ein anonymer selbst ernannter "Stadtindianer", der mit dem Namen "Mescalero" unterzeichnete, in eher geschmackloser Art seine politische Feindschaft gegenüber Buback zum Ausdruck gebracht, gleichzeitig aber zu einem Ende der RAF-Morde aufgerufen. "Ich konnte meine klammheimliche Freude nicht verhehlen",

@15:36 von harry_up

Der Ausdruck "menschliche Reaktion" ist nicht Aussage des Kommentators sondern Zitat aus dem Bericht, dessen Lektüre ich empfehle. Hier stellt sich lediglich die Frage, ob dieser Begriff schon strafwürdig ist. Herzlosigkeit steht nämlich nicht als Straftatbestand im Stgb. Volksverhetzung, Aufruf zu Mord und Gewalt dagegen schon.
Verunglimpfung Verstorbener? Vielleicht ja.
Genau das ist der Grat, auf dem die Strafverfolgungsbehörden wandeln.

Hirn- und herzlose Kommentare

Immer wieder wird versucht, den Mord an den Bänker, CDU Mitglied, und Menschenfreund Lübke zu rechtfertigen.

Das wäre dann jetzt mal eine

Das wäre dann jetzt mal eine Gelegenheit für die sächsische Justiz, ein paar `Vorurteile´ auszuräumen.
Mal sehen, ob aus
Es werde auch geprüft, ob weitere Straftatbestände wie Volksverhetzung oder Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener hinzukämen.
dann tatsächlich was wird. Sehr wundern würde es mich allerdings nicht, wenn es nicht so käme.

@ein Mord gutgeheißen wird 15:29 von Sisyphos3

'durch eine Aussage wie Zitat ; "menschliche Reaktion"
ist das nicht etwas weit hergeholt ?'

Nein, ist es nicht, denn das ist Frei(sler)-Sprech.
Sie dürfen gerne googeln, wer der Typ war.

Unglaublich

Mord ist immer unmenschlich, egal von wem, an wem oder warum begangen. Mord ist durch nichts zu rechtfertigen.

@3006

Es geht vorliegend zunächst einmal darum, dass im Rahmen einer Pegida-Demonstration
ein Mord als "menschliche Reaktion" bewertet wird. Leider haben die Gewalttaten und Tötungsdelikte in der rechtsradikalen Szene (anders als bei Linksradikalen) deutlich zugenommen. Im übrigen ist natürlich jeder Mörder auch ein Täter. Wer an Pegida-Demonstrationen teilnimmt, wie z.B. durch AFD Sympathisanten geschehen, macht sich mitschuldig an Hass- und Hetzbotschaften und an der Verrohung unserer Gesellschaft.

Klammheimliche Freude

Ich kann mich noch gut erinnern: nach dem Mord an Generalbundesanwalt Buback schrieb ein sog. Mescalero in einer Göttinger Studentenzeitung von "klammheimlicher Freude", die er bei der Nachricht empfunden habe. Dieser Student wurde damals wegen dieses Artikels zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Ich hoffe, dass die Pöbler von Pegida (und möglichst viele Hetzer und Jubler aus den sozialen Netzwerken) die gleiche Härte des Gesetzes erfahren.

Schämen....

...müssen sich die Leute nicht mehr die solche dämlichen Äusserungen von sich geben. Das politische Klima ist so versaut,dass diese Menschen straffrei bleiben werden.
Der Boden ist sorgsam vorbereitet worden auf dem diese Art von Meinungsfreiheit gedeihen kann.
Hier hat die AfD gute Arbeit geleistet

15:41 von harry_up

verharmlosen diesen Satz des Pegida-Anhängers
.
also ich persönlich halten den Satz nicht für Anstiftung von irgendwas
so wenig wie ich davon ausgehe dass bei der Bemerkung der Frau Nahles
einer sich berufen fühlt der Regierung "in die Fresse zu hauen"
gibt es doch viel grenzwertigere Sprüche bei der Pegida, wo es sich eher "lohnt" juristisch aktiv zu werden

@ Sisyphos3 um 15:29

>> ein Mord gutgeheißen wird
durch eine Aussage wie Zitat ; "menschliche Reaktion"
ist das nicht etwas weit hergeholt ?<<

Zumindest wirbt der Pegida-Anhänger hier dafür in dem Mord eine "menschliche Reaktion" zu sehen,
sprich eine Reaktion, die normal und von Menschen zu erwarten ist.

Aber ein Mord ist keine normale Reaktion auf die Meinungsäußerung eines anderen.
Und ich halte es für völlig inakzeptabel und gefährlich, wenn jemand einen Mord als eine normale, zu erwartende, eben menschliche Reaktion hinstellt.

Worte bereiten Taten den Weg, auch und besonders wenn es um Gewalt geht.

15:29 von Sisyphos3

Ist es für Sie eine "normale menschliche Reaktion", wenn ich jemanden umbringe, weil mir seine Einstellung zu irgendeinem Thema nicht gefällt? Ich glaube, Ihr Verständnis für solche Menschen geht ein bisschen weit.

@Auf eine Frage

Zitat: "Gesinnungsgenossen

Zumindest muss keiner bei Pegida sich beschweren, dass er in die rechte Ecke gestellt werden würde.
Da stellt sich Pegida-Anhänger schon von ganz alleine immer wieder hin.

Wer da noch mitläuft, braucht doch niemanden mehr etwas vorzumachen über seine Gesinnung."

Rassisten und Fremdenhasser sollte man als das bezeichnen, was sie sind: Rassisten und Fremdenhasser. Damit nimmt man gleichzeitig dem Whataboutism den Wind aus den Segeln. Außerdem ist die Bezeichnung "rechtsextrem" schon fast ein verharmlosender Euphemismus. Wenn man die Dinge beim Namen nennt, ist es vollkommen egal, ob Rassisten und Fremdenhasser rechts-, links-, oben-, oder untenextrem sind.

@Anderes1961 (05.07.19 15:35): Über's Ziel hinaus?

Mit Verlaub, aber ich verändere mal Ihre Formulierung ein wenig, um darzustellen, warum ich diese Überschrift gewählt habe:

'In erster Linie war Lübcke ein aufrechtes (denkendes) Lebewesen, der zufällig Mensch ist."

Verstehen Sie, was ich meine (Kenntnisse über Mengenlehre sind beim Verständnis hilfreich: Lübcke war ein aufrechter Deutscher, Mittel-Europäer, Europäer, Mensch, denkendes Lebewesen)?

Mit anderen Worten: Ich kann an der Formulierung ehrlich gesagt - vor allem im Kontext der weiteren Formulierungen im Kommentar von Benutzer 'meckerer' - irgendeinen 'völkischen Virus' erkennen.

15:51, Theo Hundert.neu

>>Immer wieder wird versucht, den Mord an den Bänker, CDU Mitglied, und Menschenfreund Lübke zu rechtfertigen.<<

Was wollen Sie mit "Bänker" sagen?

Der Mann hat mal eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht. Das war's.

Ich finde Ihren scheinheiligen Kommentar ziemlich abstoßend.

Pegida

versteht sich gerne als Versammlung besorgter Wutbürger. Die Realität sieht jedoch anders aus. Es handelt sich eher um einen von Hass und Neid getriebenen Mob, der Angst hat im Leben zu kurz gekommen zu sein.

Gebrülle wie in der Steinzeit

Manche Leute äussern fahrlässig ihre Wut, manche gebrauchen dafür auch Dinge, die man selbst nie tun würde, aber die dann zum Anlaß für andere werden - daher finde ich es richtig und wichtig, dem Hass-Sprech entgegen zu wirken.

@Chili58, 16.07

Ob mit dem Kommentar "menschliche Reaktionen" eine strafbewehrte Handlung vorliegt, ist zunächst unerheblich. Wer derartige Äußerungen tätig, begibt sich ins gesellschaftliche Abseits. Der Straftatbestand der Volksverhetzung dürfte allerdings erfüllt sein, denn vorliegend wird im Gesamtkontext keine (einfache) Herzlosigkeit gepredigt, sondern ein Mord als (menschlich) nachvollziehbare Tat plakattiert und diese als nachahmenswert propagiert.

@3006 (05.07.19 15:24): Mord ist Mord...

... auch ohne Ermittlung bzw. Verurteilung eines Täters.

zu "Oder ist ein Mord schlimmer, wenn er aus einem rechtsradikalen Hintergrund erfolgt !"

Erstmal hat eine Abgrenzung zum Totschlag zu erfolgen. Und auch bei Mord gibt es unterschiedliche Fallgruppen mit ggf. unterschiedlich 'harten' Folgen.
Die Einzelheiten bitte ich selbst im Netz zu recherchieren.

Was ist da passiert,

dass sich Menschen zu solchen, einen Mord gutheißenden Äußerungen hinreißen lassen?
In den Wald hineinrufen...Muss ich jetzt damit rechnen, dass wenn mein Hund gegen die Hecke meines Nachbarn pinkelt, postwendend eine Kriegserklärung kommt?
Menschliche Reaktion...Darf ich jetzt Django spielen, weil ein Typ meinen Sohn schräg von der Seite angeguckt hat?
Nein! Es ist absolut richtig, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt und es hoffentlich zu empfindlichen Strafen kommt.

Hat die Gesellschaft das so vorgelebt ?

Es wird sich darüber "LUSTIG" gemacht, daß ein Mensch verstorben ist. Was ist nur los ? Waren die Menschen schon immer so ? Waren diese Menschen bisher nur Feige. Dank Internet und Phantasienamen tritt es zutage, wie die Menschen wirklich sind: voller Hass, Missgunst und gewaltbereit. Getrauen sie sich nun aus dem Hinterhalt?
Man unterstellt, das diese Menschen nicht "mitgenommen wurden", die Gesellschaft habe sie vergessen.
Ich glaube es sind egoistische, in sich selbst verliebte Menschen. Verwöhnt, null Respekt und Anteilnahme an Anderen. UND leider auch nicht zugänglich für andere Argumente.

Hat die Gesellschaft das so vorgelebt ?

@Sisyphos3 um 15:29

Sie irritieren mich mal wieder mit Ihrem Beitrag. Einerseits beschwichtigen Sie häufig, andererseits provozieren Sie. Nein, wer Mord als menschliche Reaktion bezeichnet, hat definitiv was nicht verstanden. Dies gilt auch für Kommentare.

Missbrauch

Feinde unseres demokratischen Staates glauben ja stets das Recht auf freie Meinungsäußerung erlaube ihnen auch noch den absurdesten menschensfeindlichsten Unrat aussprechen zu können.

Zum Glück gibt es immer noch das Strafgesetzbuch.
Gestern wurde bekannt, dass bereits eine zentrale Ermittlungsgruppe eingesetzt wurde die bundesweit registrierten Hass-Onlinekommentare von Rechtsaußen zu sammeln und zu analysieren.

Dies ist eine wehrhafte Demokratie. Gut so.

Auch hier im Forum werden immer wieder grenzwertige Kommentare gepostet (trotz Forenrichtlinien) von "superschlauen Boten".

Oben steht ein weiterer, einen kaltblütigen Mord verharmlosender Beitrag. Auch dieser Forist ist einschlägig bekannt.

Wie lange wird sowas von der TS-Leitung eigentlich geduldet?

Ich zahle meinen Rundfunkbeitrag nicht dafür hier mit Gewaltrelativierung und klammheimlicher Freude bedient zu werden.

@ 15:24 von 3006

Was wollen Sie uns eigentlich mitteilen? Jeder Mord ist zu verurteilen und kein Grund für Jubelgesänge!

Ich kann mich an Vorfälle in Chemnitz erinnern, bei denen der Täter, Art des Verbrechens und am liebsten gleich auch das Urteil etwa 5 min. nach der Tat verkündet wurde. Waren Sie da auch so energisch?

@3006

Nein, Mord ist nicht Mord - er wird auch juristisch unter verschiedenen Aspekten eingeordnet. Wenn man aber etwas sagt, was anderen nicht passt und deshalb ermordet wird, ist das definitiv ein niedriger Beweggrund! Da gibt es rein gar keinen Spielraum und ja, das ist ein besonders abscheulicher Mord - wenn das zur „Normalität“ wird .... wem und wo darf ich dann überhaupt noch meine Meinung ohne Angst sagen? Es ist also auch ein Eingriff in die Freiheit aller ohne Angst zu leben!

Geschmacklos solche

Geschmacklos solche Äußerungen!

Dass hier ermittelt wird, ist vollkommen richtig.

Hier sollte der Richter sich nicht von irgendwelchen Argumenten einlullen lassen.

Die Äußerung von Herrn Lübcke bezüglich "Land verlassen" fand ich zwar schwer daneben, doch dafür jemand zu töten, geht gar nicht und ist abseits jeglicher Norm!

Das sollte für alle politischen Richtungen gelten, ob extrem links, extrem rechts oder islamistisch!

@GeMe

Zitat: "Was hat man denn erwartet als man die Leute interviewt hat?

Erinnert sich noch jemand an die PEGIDA-Rede als das Publikum "Absaufen, absaufen" grölte?

Das waren die gleichen Leute, die man jetzt zum Mord an Hern Lübcke interviewt hat.
Also was hat man erwartet? Aufrichtiges Bedauern?"

Ja, daran erinnere ich mich. Und ich erinnere mich auch an den einen oder anderen Foristen hier bei Diskussionen über die Rettung von Flüchtlingen, die das hier auch geäußert hatten. Sie wissen, wen ich meine. Die meinten ja auch, man solle Flüchtlinge ertrinken lassen, als abschreckendes Beispiel. Und ich war damals extrem erschrocken, daß diese Kommentare hier durchgingen. Ich denke, da ging es Ihnen genauso wie mir. Deswegen ist es so wichtig, daß Sie, ich und die vielen anderen Foristen, die sich für Menschlichkeit einsetzen, solche Beiträge nicht einfach unwidersprochen stehen lassen. Auch wenn es manchmal sehr mühsam ist.

15:50 von Chili58

"Hier stellt sich lediglich die Frage, ob dieser Begriff ['menschliche Reaktion']schon strafwürdig ist."

Das wird ja auch gerade erst geprüft.

"Herzlosigkeit steht nämlich nicht als Straftatbestand im Stgb. Volksverhetzung, Aufruf zu Mord und Gewalt dagegen schon.
Verunglimpfung Verstorbener? Vielleicht ja."

'Herzlosigkeit' ist ohnehin nicht überprüfbar.
Es geht hier ja auch gar nicht primär um die menschliche Qualität, sondern um Äußerungen in der Öffentlichkeit, wozu übrigens auch dieses Forum gehört.

Ich habe damit leben gelernt, dass viele Menschen heimlich anderen den Tod oder Folter wünschen.
Solange sie das nicht öffentlich äußern, ist es kein Verbrechen an der Menschheit.
Darum genügt es mir inzwischen, dass man sie zwingt, desbezüglich zu schweigen.

Zustimmung

Ich möchte Chili58 zustimmen. Ja, das Augenmaß zu verlieren wäre, wenn auch unbeabsichtigt, meines Erachtens de facto Wasser auf die Mühlen des rechten Randes.

<< Ich kann mich noch gut

<< Ich kann mich noch gut erinnern: nach dem Mord an Generalbundesanwalt Buback schrieb ein sog. Mescalero in einer Göttinger Studentenzeitung von "klammheimlicher Freude", die er bei der Nachricht empfunden habe. Dieser Student wurde damals wegen dieses Artikels zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.>>

Das ist leider falsch.

Die Veröffentlichung war 1977. Der Name des Verfassers wurde erst 2001 bekannt.

Ende der 70ger gab es einge Anklagen, die jedoch mit Freisprüchen oder Geldstrafen endeten. Der Autor selbst wurde nie angeklagt.

@Boris.1945 (05.07.19 15:46): Interessant...

Vergleichen wir doch mal Ihre Aussage "Wäre Ihr Wunsch doch schon 1968 Gesetz gewesen." mit der Darstellung von Benutzer 'Peter Meffert' (05.07.19 15:56) "Dieser Student wurde damals wegen dieses Artikels zu einer Freiheitsstrafe verurteilt."

Quintessenz: Fake History
Darüber hinaus: In Verbindung mit Ihrer Erwähnung einer diesbezüglich vollkommen irrelevanten Jahreszahl (1968) - Herr Buback wurde 1977 ermordet - kann man nur (mal wieder) die Schlußfolgerung ziehen, daß Sie hier als ideologischer Trittbrettfahrer agieren wollten.

Hetzer auch mal verurteilen

Wo ist das Problem wenn Leute die Morde gut heissen auch mal verurteilt werden ? Sie wandern ja nicht unbedingt in den Knast, sondern kriegen eine Geldstrafe.
Bei Herrn Lübcke handelte es sich um einen Vertreter des Deutschen Staates, gewählt vom Deutschem Volk in freien Wahlen.
Die Russland- und ex DDR nahen PEGIDA-Leute müssen hinnehmen, das sich das Deutsche Volk wehrt, in angemessener Form, durch z.B. Geldstrafen.

Ich verstehe im übrigen nicht wie PEGIDA und AFD als Deutsche Nationalisten betrachtet werden ? Sie reisen auf die Krim und beglückwünschen Putin zur dortigen Invasion. Warum reisen diese sogenannten "Nationalisten" nicht nach Ostpreußen ? Sie sind eben keine Freunde Deutschlands sondern Russlands 5. Kolonne. Sie wollen unser wieder mächtig gewordenes und freies Deutschland schädigen, in dem sie unsere Volksvertreter verhöhnen, töten und dazu aufrufen.

@ EU-Schreck (15:18): ich wuerde bei der Strafe höher gehen

hi EU-Schreck

Wer Mord öffentlich gutheißt sollte mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedacht werden. Hetze sehe ich gleich Mordaufrufen.

ich wuerde beim Strafmaß sogar noch weit höher gehen: siehe StGB § 130.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html

Das hier könnte man als Volksverhetzung einstufen. Gibt bis zu fuenf Jahren. Und das wuerde ich solchen Typen mal absolut gönnen!!

Nicht menschlich, sondern boshaft

Egal was Menschlichkeit auch immer bedeuten mag, der Mord an Walter Lübcke war eine Tat voller Bosheit. Losgelöst von Empathie, Vernunft, Gesetz und Reue. Es ist in Ordnung die Haltung von Lübcke nicht zu teilen. Allerdings sollte man sich wenigstens dessen bewusst sein, dass er es keines Falls verdient hat für seine Meinung getötet zu werden. Jeder „Mensch“ der das nicht verstehen kann, sollte wirklich unser Land verlassen. Fragt sich nur, wo solche Leute überhaupt willkommen wären.

15:55 von Adeo60

>>Wer an Pegida-Demonstrationen teilnimmt, wie z.B. durch AFD Sympathisanten geschehen, macht sich mitschuldig an Hass- und Hetzbotschaften und an der Verrohung unserer Gesellschaft.<<

Mit Verlaub gesagt, dass nennt man doch Kollektivschuld, oder?

Das stimmt mitnichten.

Genauso könnte man im Umkehrschluss sagen, dass jeder, der ein Fussballspiel besucht, ein Schläger/Hooligan ist.....

Meinten sie das ?

@ um 15:56 von Peter Meffert

"Klammheimliche Freude
Ich kann mich noch gut erinnern: nach dem Mord an Generalbundesanwalt Buback schrieb ein sog. Mescalero in einer Göttinger Studentenzeitung von "klammheimlicher Freude", die er bei der Nachricht empfunden habe. Dieser Student wurde damals wegen dieses Artikels zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Ich hoffe, dass die Pöbler von Pegida (und möglichst viele Hetzer und Jubler aus den sozialen Netzwerken) die gleiche Härte des Gesetzes erfahren."
.
Ihre Erinnerung täuscht Sie. Der Verfasser des von Ihnen genannten Nachrufs wurde nie belangt. Er gab sich erst im Jahr 2000 zu erkennen. Belangt wurde nur ein einziger Student, der diesen Nachruf vielfach verteilte.
Ich stimme Ihnen allerdings zu, dass Menschen, die diesen Mord gutheißen, baldmöglichst Bekanntschaft mit der Staatsanwaltschaft und einem Richter bekommen sollten.

@Meckerer

Zitat: "
Auf Kommentar antworten
Am 05. Juli 2019 um 16:01 von Detektor
@Anderes1961 (05.07.19 15:35): Über's Ziel hinaus?

Mit Verlaub, aber ich verändere mal Ihre Formulierung ein wenig, um darzustellen, warum ich diese Überschrift gewählt habe:

'In erster Linie war Lübcke ein aufrechtes (denkendes) Lebewesen, der zufällig Mensch ist."

Verstehen Sie, was ich meine (Kenntnisse über Mengenlehre sind beim Verständnis hilfreich: Lübcke war ein aufrechter Deutscher, Mittel-Europäer, Europäer, Mensch, denkendes Lebewesen)?

Mit anderen Worten: Ich kann an der Formulierung ehrlich gesagt - vor allem im Kontext der weiteren Formulierungen im Kommentar von Benutzer 'meckerer' - irgendeinen 'völkischen Virus' erkennen."

Ich habe es ja auch im letzten Satz ausrücklich geschrieben, daß ich nicht Sie meinte, sondern es war ganz allgemein ein Appell, mit der Sprache etwas sorgfältiger umzugehen, um nicht unfreiwillig das Geschäft der Rassisten zu betreiben.

Im Vordergrund steht für mich, dass der/die Mörder

im Fall Lübcke die höchstmögliche Strafe erhält. Für keine Äußerung darf ein Menschenleben ausgelöscht werden.

Ich persönlich komme mir dennoch wie z. B. im Iran oder Saudi Arabien vor. Selbstverständlich war es zu erwarten, dass in bestimmten Kreisen auf eine Anfrage Antworten erfolgen würden, die die "Grauzone" verlassen. Und würden alle über 80 Millionen Bürger gefragt werden, würde es eine große Anzahl an Antworten geben, die absolut daneben sind. Müssten dann alle vor das Gericht?

Wird man bald gefragt, ob man die aktuelle "Demokratie" für gut befindet und wenn man schweigt oder verneint, ist man dann automatisch ein möglicher Staatsfeind?

@Heine 15:26

„So lange sie sich trauen ihre Meinung offen zu bekennen, weiss man wenigstens woran man ist und wer die Protagonisten einer solch verkommenen Moral sind und man kann sie noch relativ einfach verfolgen.
Richtig gefährlich wird es aber, wenn die sich in den Untergrund verkrümeln und nach ihren feigen Mustern solche Taten wie den Mord an Lübcke begehen.“
Besorgnis erregend ist doch vielmehr, dass inzwischen öffentlich, skrupel- und schamlos Menschen verachtende, rassistische, unmoralische und Gewalt bagatellisierende bis verherrlichende Meinungen heraus posaunt werden können. Das war vorher nur in engen Gruppierungen, Verbindungen und Verbänden oder an Stammtischen möglich. Jetzt wird es zunehmend gesellschaftsfähig, das gab es doch schon mal!

Und wieder wird deutlich: die

Und wieder wird deutlich: die Akzeptanz von Hassrede wie auch von unerträglicher Verharmlosung, egal ob durch pediga oder auf afd-facebook-Seiten, setzen die Hemmschwelle für rechtsextrem motivierte Gewalttaten herab und verrohen die Gesellschaft.

<< also ich persönlich halten

<< also ich persönlich halten den Satz nicht für Anstiftung von irgendwas
so wenig wie ich davon ausgehe dass bei der Bemerkung der Frau Nahles
einer sich berufen fühlt der Regierung "in die Fresse zu hauen"
gibt es doch viel grenzwertigere Sprüche bei der Pegida, wo es sich eher "lohnt" juristisch aktiv zu werden
>>

Ihre Relativierungen sind es, die Sie immer wieder entlarven.

Frau Nahles hatte in ihrer letzten Kabinettssitzung im internen kleinen Kreis auf die Frage eines Kollegen, ob sie Wehmut empfinde, einen Scherz gemacht und gesagt, das sei heute wohl der Fall, aber ab morgen gäbe es wieder eins in die Fresse. Ob der Scherz gut war oder nicht, sei dahingestellt. Er wurde jenfalls von allen Anwesenden als solcher verstanden.

Das ist doch nicht vergleichbar mit der öffentlichen Aussage, die Tötung Herrn Lübckes sei "menschlich verständlich".

Tötungsdelikt

Es mag sein, das der Mann reichlich Unsinn geredet hat und auch sein Tun wird nicht allen recht sein, aber es ist eine absolute Ungeheuerlichkeit, das ein Tötungsdelikt(Mord § 211 Stgb) an einen Menschen gut geheißen wird und es Leute gibt, die sich daran freuen.
Das muss mit aller gebotenen Härte verfolgt werden, sonst wird es noch schlimmer. Denn wer die Tötung eines Menschen gut findet, der wird in nächster Zeit vielleicht selbst einen Menschen töten. Da muss radikal vorgebeugt werden.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

16:20 von morgentau19

"15:55 von Adeo60
>>Wer an Pegida-Demonstrationen teilnimmt, wie z.B. durch AFD Sympathisanten geschehen, macht sich mitschuldig an Hass- und Hetzbotschaften und an der Verrohung unserer Gesellschaft.<<

Mit Verlaub gesagt, dass nennt man doch Kollektivschuld, oder?"

Nein!
Das nennt man 'gemeinsame Sache mit Hetzern machen'.

"Genauso könnte man im Umkehrschluss sagen, dass jeder, der ein Fussballspiel besucht, ein Schläger/Hooligan ist.....

Meinten sie das ?"

Bitte verzeihen Sie meine Deutlichkeit:
Ihre dümmliche Schein-Analogie fällt jedem auf.

Fußballspieler spielen nicht Fußball, um Schlägereien zu initiieren.
Es ist eigentlich ein Glück, dass AfD-Fans so durchsichtig sind.

re sisyphos3

"15:41 von harry_up

verharmlosen diesen Satz des Pegida-Anhängers
.
also ich persönlich halten den Satz nicht für Anstiftung von irgendwas"

Nirgendwo steht was von Anstiftung. Also brauchen Sie auch nicht erklären , dass Sie es nicht als solche verstehen.

Wie so oft starten Sie mit lockerer Provokation und ziehen dann den Sch... ein.

16:13 von Eugster

Nein, wer Mord als menschliche Reaktion bezeichnet, hat definitiv was nicht verstanden.
.
vielleicht sollte man versuchen Menschen als Menschen zu betrachten
nicht als fehlerlose fastgöttliche Wesen
sollte Affekthandlungen nicht generell ausschließen

@ Chili58, um 15:50

re @ 15:36 von harry_up

Nichts anderes habe ich behauptet, und ja, den Artikel hatte ich vor meinem Kommentar gelesen.
Es geht nicht darum, ob der Begriff an sich strafwürdig ist, sondern ob die Meinung, die er beinhaltet (und zwar in diesem Zusammenhang!) geeignet ist, ihn als Verharmlosung eines Mordes oder diesen sogar als gerechtfertigt zu betrachten, und damit zu weiteren Morden zu ermuntern.

ach je

Am Ende ermittelt die Justiz auch noch gegen ADAC Mitglieder, Autofahrer oder Büchereiausweisinhaber.

Hier wird zu viel über einen Kamm geschoren.

@16:20 von morgentau19: ein Schläger/Hooliga

">>Wer an Pegida-Demonstrationen teilnimmt, wie z.B. durch AFD Sympathisanten geschehen, macht sich mitschuldig an Hass- und Hetzbotschaften und an der Verrohung unserer Gesellschaft.<<

Mit Verlaub gesagt, dass nennt man doch Kollektivschuld, oder?

Das stimmt mitnichten.

Genauso könnte man im Umkehrschluss sagen, dass jeder, der ein Fussballspiel besucht, ein Schläger/Hooligan ist.....

Meinten sie das ?"

Darin unterscheiden sich die Besucher eines Fußballspiels von den Besuchern der PEGIDA "Spaziergänge".

Während bei einem Fußballspiel nur eine Minderheit zur Hooligan / Schläger Szene gehört, gehören bei PEGIDA alle Besucher zu den Rechtsextremisten oder zu denen die nichts dagegen haben, wenn man sie mit Rechtsextremisten in Zusammenhang bringt.

@ Boris.1945

Die 68er scheinen Sie echt traumatisiert zu haben. Wirkt immer etwas merkwürdig darauf zurück zu kommen. Was hat das hier zu suchen?

@Morgentau19, 16:20 Uhr

Wer an Pegida-Demonstrationen teilnimmt, weiß sehr wohl, dass dort in der Vergangenheit Galgen mitgeführt und symbolisch Politiker aufgehangen, dass Hass- und Hetzparolen gegen den Staat und seine Politiker skandiert wurden. Und nun also Plakate mit der Botschaft, dass der Mord an einem CDU-Politiker eine "menschliche Reaktion" sei. Ihr Vergleich mit einem Fussballspiel hinkt natürlich ganz gewaltig. Fußballfans sind in der Mehrzahl friedlich. Sie gehen nicht auf den Fußballplatz um Schlägereien zu erleben oder sich gar daran zu beteiligen. Wer zu Pegida- und AFD Kundgebungen geht, bekennt sich zu deren Zielsetzungen und nimmt auch in Kauf, dass Gewalt, Hass- ind Hetze propagiert werden. Er macht sich daher mitverantwortlich, wenn nicht im strafrechtlichen, so doch im moralisch-ethischen Sinne...!

@ DemokraSte (15:28): auch Ihnen kann ich nur zustimmen

hi DemokraSte

Auch Ihnen kann ich nur absolut zustimen.

Es wird zu Recht ermittelt
Auch hier im Forum lassen sich immer wieder Aussagen finden in denen die Grenzen von Menschenrechten und Grundgesetz missachtet werden. Mit deren Wiederholung und Verbreitung fallen Hemmungen. Verhetzung eben. Das ist mit der Meinungsfreiheit nicht zu rechtfertigen und muss beendet werden. Völlig korrekt!

stimmt und mich wundert es ernsthaft, warum die Moderation diese derartigen Kommentare noch freischaltet anstatt sie zu sperren. Solche Foristen hier, denen die Menschenrechte egal sind, die gehören eigentlich fuer längere Zeit gesperrt.

Außerdem finde auch ich es richtig, dass ermittelt wird und ich hoffe dass die Justiz diesen Typen habhaft wird und hoffentlich haben diese Typen nicht schon wieder Verbindung zum Verfassungsschutz wie dieser PEGIDA-Typ mit dem Hut. Auch V-Leute muessen fuer ihre Straftaten geradestehen! Auch die duerfen nicht geschuetzt werden!

Die Teilnehmer des Pegida-Spazier-

ganges sind ja immer dieselben Leute. Sie grölen immer dieselben Worte, wenn man sie fragt, was sie genau damit aussagen wollen, hört man meistens nur ein verlegenes Suchen nach Worten, weil einfach nur ein eingeschränkter Wortschatz zur Verfügung steht. Ich bin weit davon entfernt zu behaupten, dass diese Leute einfach nur dumm sind und mit der Masse mitlaufen, aber sie kennen halt nur die Schlagworte, die ihnen von Politkern einer bestimmten Partei immer wieder bei Veranstaltungen vorgebetet werden.
Gottseidank weiss man, dass die Teilnehmerzahl an den Pegida-Versammlungen immer weniger werden.
Und das ist gut so.

Wer will die Deutung von Hass und Hetze definieren?

Natürlich gehen auf gar keinen Fall solche Äußerungen im Fall Lübcke.
Allerdings hätte man in der Umkehr auch sagen müssen, dass die Äußerungen des verstorbenen Herrn Lübcke ebenfalls gar nicht gingen.
In Ostdeutschland weiß man noch all zu gut, wie es war, wenn man als Oppositioneller seine Meinung scharf äußerte und damit Aufsehen ergatterte: Man wurde aus seinem Land ausgewiesen und damit seines eigenen Landes verwiesen.
An diesem Hintergrund bemessen, war auch Lübckes Aussage eine Unmöglichkeit und erinnerte viele an die Vorgehensweise der DDR-Kader, die über die Köpfe der Bürger hinwegregierten.

Das Hinwegregieren über die Köpfe der Bevölkerung sehen wir auch heute.
Kritik daran muss möglich bleiben, will man sich als Rechtsstaat erhalten und sich einer Demokratie als würdig erweisen.

Eine Schmähung von Toten sehe ich allerdings auch insgesamt kritisch, wenngleich die Kritik in der Sache weiterhin möglich bleiben muss.

Mord hat nichts Menschliches! Ausweisen auch nicht.

re morgentau19

"15:55 von Adeo60

>>Wer an Pegida-Demonstrationen teilnimmt, wie z.B. durch AFD Sympathisanten geschehen, macht sich mitschuldig an Hass- und Hetzbotschaften und an der Verrohung unserer Gesellschaft.<<

Mit Verlaub gesagt, dass nennt man doch Kollektivschuld, oder?

Das stimmt mitnichten.

Genauso könnte man im Umkehrschluss sagen, dass jeder, der ein Fussballspiel besucht, ein Schläger/Hooligan ist....."

Misslungener Versuch einer Analogie.

Ein Fußballspiel besucht man um ein Fußballspiel zusehen. Wenn dabei Hooligans auftreten, sieht man eher davon ab.

Wer bei PEGIDA mitläuft such die Nähe zu den Polit-Hooligans.

15:58 von Sisyphos3

<< also ich persönlich halten den Satz nicht für Anstiftung von irgendwas
so wenig wie ich davon ausgehe dass bei der Bemerkung der Frau Nahles
einer sich berufen fühlt der Regierung "in die Fresse zu hauen" <<

Es ist oft genug hier im Forum aufgezeigt worden, dass der Kontext bei Frau Nahles Satz das VIDEO ist; der Satz selber sagt gar nichts.
Und der Kontext in dem Fall ist: Sie sagte es aus Spaß.

Der Kontext des Demonstranten hingegen - also auch das entsprechende Video - zeigt, dass es dem Demonstranten ernst ist.

Wenn man das wider besseres Wissen Tag für Tag falsch darstellt - hier: Schein-Parallele zu Nahles Spruch -, will man offenbar Tag für Tag Mord oder Gewalt verharmlosen oder rechtfertigen.

@ Adeo60 (16:39): nur minimaler Unterschied beim letzten Satz

hi Adeo60

Vollumfänglichste Zustimmung. Nur bei ihren letzten Satz:

Er macht sich daher mitverantwortlich, wenn nicht im strafrechtlichen, so doch im moralisch-ethischen Sinne...!

haben wir einen minimalen Unterschied. Denn diese Typen machen sich sehr wohl strafbar (Volksverhetzung, Bedrohung, usw.) und nicht nur moralisch. Das war es dann aber auch schon wieder mit dem Unterschied.

@16:20 von morgentau19

Genauso könnte man im Umkehrschluss sagen, dass jeder, der ein Fussballspiel besucht, ein Schläger/Hooligan ist.....

Nein, könnte man nicht. Wer Pegida oder AfD gutheißt oder unterstützt (auch wählt), der tut das ganz bewusst, weil er die gleichen Ansichten hat und teilt. Daher ist es auch (außer hier bei ts) völlig richtig und legitim, AfD-Wähler als Rassisten und Rechtradikale zu bezeichnen. Die AfD ist rassistisch und rechtsradikal, also sind es die Leute, die sie unterstützen, selbstverständlich auch.

Zu einem Fußballspiel gehen ist sowas von was anderes. Aber das wissen Sie ja selbst, Ihnen ging es ja nur wieder um ein wenig Verharmlosung und Relativierung.
Kollektivschuld passt hier ebenfalls nicht, weil es sich bei AfDlern oder Pigadas um homogene Gruppen handelt, die die gleichen Einstellungen und Ansichten zum relevanten Thema haben.

es ist und bleibt klar...

wer "klammheimlich" oder offen den mord an einem menschen begruesst, bedient sich der mentalitaet und sprache des unmenschen.

der hinweis auf die menschlichkeit dieser reaktion dient dann lediglich der verharmlosung und sollte eifrigst mitgeahndet werden.

ich bin mir indes, und besonders nach studium der hier bisher veroeffentlichten kommentare, sicher, dass es eine ueberwaeltigende mehrheit der deutschen ohnehin aufs schaerfste verurteilt, so zu sprechen.

verlassen wir uns darauf, und auf den rechtsstaat!

Re @ Sisiphos3, um 15:58

Ich kann Ihnen beim besten Willen nicht zustimmen.
Da wird ein Mensch kaltblütig ermordet, und der Kommentar dazu ist sinngemäß “wo gehobelt wird, fallen Späne.“
Eine solche verharmlosende Rechtfertigung ist doch allerbestens dazu geeignet, Gleichgesinnte zu gleichartigen Taten zu ermuntern!
Und, pardon:
Ihr vollkommen verunglückter Vergleich mit dem Satz von Frau Nahles zeugt davon, dass Sie hier ein erhebliches Differenzierungsproblem haben.

von Theo Hundert.neu um 15:51

Immer wieder wird versucht, den Mord an den Bänker, CDU Mitglied, und Menschenfreund Lübke zu rechtfertigen.

Walter Lübcke hatte nach der Schule eine Lehre als Bankkaufmann abgeschlossen. Damit war er aber noch kein "Banker". Zum anderen hat er sich nach Abschluss der Lehre für 8 Jahre bei der BW verpflichtet.

Ob er ein "Menschenfreund" war kann ich nicht beurteilen.

Eher ist überraschend, daß eine sächsische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Rechtsextremisten wie die Pegida-Anhänger aufnimmt.

Wenn ein Reporter mich im Vorbeigehen befragen will ,

dann werde ich nicht antworten . Der Reporter hat seine Frage geschickt vorbereitet , und für eine klare Antwort muss ich mich auch vorbereiten .Ohne Vorbereitung sollte man
keine Antwort an einen Reporter geben .

@ karwandler (16:33): doch dazu steht was im Strafgesetzbuch!

hi karwandler

Nirgendwo steht was von Anstiftung. Also brauchen Sie auch nicht erklären , dass Sie es nicht als solche verstehen.

Doch, das steht im Strafgesetzbuch sehr wohl was dazu und zwar im § 26!! Anstiftung wird gleich einem Täter bestraft!! Siehe hier:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__26.html

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 26 Anstiftung
Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

Ich finde den Mord and dieser

Ich finde den Mord and dieser Person nicht richtig, auch nicht die Instrumentalisierung dessen. Nun ist doch aber bekannt das dieser Lübcke in seiner Ansage an die Gemeinde es absolut ehrlich und aufrichtig gemeint hat. Von daher sollte jeder, der noch wenigstens eine halbe Gehirnzelle im Einsatz hat und die politische Lage in Deutschland und Europa verfolgt seinem gut gemeinten Rat folgen.

@sisyphos3

Meinen Sie mit Affekthandlung den Mord oder den Kommentar "menschliche Reaktion". Der Mord geschah, wie das Tatbestandsmerkmal bereits aussagt, vorsätzlich, also mit Wissen und Wollen, keineswegs im Affekt. Und die Aussage "menschliche Reaktion" war auf ein Plakat gepinselt, also ganz bewußt in Umlauf gebracht worden. Sie sollten nicht immerzu relativieren und verharmlosen, sondern die Dinge beim Namen nennen und das heißt: Gewalt auf der Straße, physischer und psychischer Natur, aber auch die Gewalt der Sprache, die oft strafbewehrten Charakter hat, haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen!!! Dabei ist es gleichgültig, welche Form der Agitation (von rechts oder links) damit einhergeht.

16:39 von Adeo60

sind sie sicher, wenn sie bei ner Demo sind, nicht irgendeiner was verbotenes macht ?
also genau genommen dürften sie nie an so was teilnehmen

16:06 von fathaland slim

Darf ich nicht den Beruf des Opfers nennen, finden Sie das Abstoßend wenn jemand Bänker ist. Und Produzieren Sie nicht Ihre Abwegigen Gedanken auf andere. Und wenn Sie mir Scheinheiligkeit vorwerfen, diese produzieren Sie Zuhauf auch mit dieser Kritik.

@yolo

Zitat: "...Das Hinwegregieren über die Köpfe der Bevölkerung sehen wir auch heute.
Kritik daran muss möglich bleiben, will man sich als Rechtsstaat erhalten und sich einer Demokratie als würdig erweisen..."

Kritik ist auch möglich. Um zu kritisieren ist es aber nicht notwendig, Hass und Häme über Menschen kübelweise auszugießen, und/oder als Begründung für Kritik rassistische Ressentiments zu verbreiten.

@Demikratieschüler

Sie haben natürlich völlig recht, auch Verleumdung und üble Nachrede sind häufig einschlägige Strafnormen für solche Chaoten. Ich hätte schreiben müssen "nicht nur" im strafrechtlichen Sinne...

@Demokratieschue...

Zitat: "@ Adeo60 (16:39): nur minimaler Unterschied beim letzten Satz

hi Adeo60

Vollumfänglichste Zustimmung. Nur bei ihren letzten Satz:

Er macht sich daher mitverantwortlich, wenn nicht im strafrechtlichen, so doch im moralisch-ethischen Sinne...!

haben wir einen minimalen Unterschied. Denn diese Typen machen sich sehr wohl strafbar (Volksverhetzung, Bedrohung, usw.) und nicht nur moralisch. Das war es dann aber auch schon wieder mit dem Unterschied."

Sehen Sie, daß ist es, was ich meine und weiter oben schon geschrieben habe, sorgfältiger Umgang mit der Sprache. Ja, die Aussage "menschlich verständlich" ist unentschuldbar und zeugt von empathischer Fähigkeit, die gegen Null strebt. Dennoch ist und bleibt es ein Mensch. Der Ausdruck "dieser Typ" ist in der rechtsradikalen Szene zu verorten. Und wir sollten diese Sprache für unsere Anliegen nicht benutzen. Auch, wenn Menschen schreckliche Dinge tun können. Es bleiben Menschen.

Am 05. Juli 2019 um 15:16 von meckerer

Zitat:
"...Wer immer ihm das übel nahm oder nimmt, zeigt damit nur, dass er oder sie die Grundlagen unserer Gesellschaft sowie die abendländisch-humanistische Tradition verachtet..."

Was würde denn gegen eine universell-humanistische Orientierung sprechen, die alle Menschen unserer einen Welt mit einbezieht und die Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellt? Humanismus, also ein alle Menschen verbindendes Menschentum statt abgrenzendem Christentum, Judentum, Deutschtum oder gar materiell ausgerichtetem Wirtschaftswachstum?

Soweit zu ihrer Verachtung.

Am 05. Juli 2019 um 16:37 von Wupeifu

<< Am Ende ermittelt die Justiz auch noch gegen ADAC Mitglieder, Autofahrer oder Büchereiausweisinhaber. >>

Ich wüsste nicht, dass ADAC Mitglieder, Autofahrer oder Büchereiausweisinhaber Immunität genießen.

Wenn der Verdacht besteht, dass eine Straftat begangen wurde, wird auch gegen ADAC-Mitglieder usw. ermittelt

Hinschauen

Vorweg: … Auch ich bin der Meinung, daß derartige Äußerungen wie Sie hier von PEGIDA Anhängern in den Raum gestellt wurden tatsächlich nicht tolerierbar sind!

Aber ich denke, daß man in diesem Zusammenhang auch genau hinschauen muß, wer da diese Äußerungen getätigt hat um die richtigen Antworten darauf zu finden. Es sind eben nicht gefestigte Neonazis aus dem Umfeld eines Stefan E oder rechter Kameradschaften. ... Nein, es sind eher „normale“, wenn auch offensichtlich gesellschaftlich abgehängte Figuren – eben Jene die es braucht, damit die Sat rechter Hetze aufgeht und sich in der Gesellschaft verbreiten kann.

Man kann jetzt natürlich mit den Mitteln des Rechtsstaates versuchen ein Warnsignal zu setzen, und es ist auch gut das dies passiert. Aber ich denke nicht, daß dies das Problem der Enttäuschten löst und unsere Gesellschaft damit stärker macht!

@ Adeo60 (16:52): Auch Volksverhetzung ist eine gängige Norm

hi Adeo60

Auch Volksverhetzung ist eine einschlägige Strafnorm fuer solche Chaoten. Siehe StGB § 130.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder

die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

16:20 von Ritchi

Stimmt! Da habe ich mich geirrt: Nicht der Verfasser wurde verurteilt, sondern andere Menschen, die diesen Artikel weiterverbreitet hatten. Die Härte, mit der damals sog. Terrorsympathisanten juristisch verfolgt würden, würde ich mir heute auch wünschen.

@ Theo Hundert.neu, um 16:48

re 16:06 von fathaland slim

Sie hatten doch sicher einen Grund, warum Sie den Beruf des Opfers nannten, obwohl der in diesem Zusammenhang ebenso unbedeutend ist wie dessen Gewicht, Lieblingsdessert oder Schuhgröße?

Grauenvoll

ist diese Diskussion hier.
Da ist ein Mensch ermordet worden. Das ist in der Sache selbst schon schlimm genug. Da gibt es nichts zu eroieren oder zu bewerten.
Der Mörder ist zu ermitteln und nach Recht und Gesetz zu bestrafen.
Irgendwo hat der Spaß auch ein Ende.

@sisyphos3, 16.48 Uhr

Demonstrationen von Pegida und AFD sind allerdings schon etwas sehr spezielles, finden Sie nicht auch...? So wie auch argumentieren und agitieren einen erkennbaren und wichtigen Unterschied liefern. Es geht auch bei Demos letztlich um die Einhaltung von Spielregeln, um Respekt und vor allem um Gewaltfreiheit (auch die sprachliche Verrohung kann zu einer Form der Gewalt werden). Wenn Sie sich an einer gewaltbereiten Demo mit bestimmten gewaltverherrlichenden Plakaten beteiligen, also einfach nur mitlaufen, dann werden Sie Teil dieser Szene. Wollen Sie das oder nehmen Sie dies nur billigend in Kauf...?

@yolo - 16:41

"In Ostdeutschland weiß man noch all zu gut, wie es war, wenn man als Oppositioneller seine Meinung scharf äußerte und damit Aufsehen ergatterte: Man wurde aus seinem Land ausgewiesen und damit seines eigenen Landes verwiesen.
An diesem Hintergrund bemessen, war auch Lübckes Aussage eine Unmöglichkeit und erinnerte viele an die Vorgehensweise der DDR-Kader, die über die Köpfe der Bürger hinwegregierten."

Unmöglich sind hier nur Ihre nicht zutreffenden Vergleiche.

1. Wolfgang Lübcke hatte den rechten Störern sinngemäß empfohlen ein anderes Land aufzusuchen, wenn ihnen die hier geltenden Wertmaßstäbe nicht passen.
Daraus eine "Ausweisung" zu konstruieren ist absichtlich falsch.

2. Maßnahmen, wie sie in der DDR praktiziert wurden, wurden nie von Wolfgang Lübcke vertreten und ihm so etwas anzudichten, ist nach dem Mord unterste Schublade.

@Wupeifu

Natürlich. Wenn das ADAC-Mitglied, der Autofahrer oder der Büchereiausweisinhaber sich zu solchen Äußerungen hinreißen lässt erwarte ich, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Und dass die Gerichte hart durchgreifen.
Herzlichst
vice_versa

@Graf von Henneberg

Zitat: "
Am 05. Juli 2019 um 17:04 von Graf von Henneberg
Grauenvoll

ist diese Diskussion hier.
Da ist ein Mensch ermordet worden. Das ist in des Sache selbst schon schlimm genug. Da gibt es nichts zu eroieren oder zu bewerten.
Der Mörder ist zu ermitteln und nach Recht und Gesetz zu bestrafen.
Irgendwo hat der Spaß auch ein Ende."

Sie sollten den Artikel noch mal lesen. Es geht nicht um den Mord selbst, sondern darum, daß ein Pegida-Anhänger diese Tat als "menschlich verständlich" bezeichnet hat. Außerdem ist es weiß Gott kein Spaß, über solche rassistischen Auswüchse zu diskutieren. Unter Spaß verstehe ich was anderes. Aber notwendig ist diese Diskussion schon.

16:48, Theo Hundert.neu

>>
16:06 von fathaland slim
Darf ich nicht den Beruf des Opfers nennen, finden Sie das Abstoßend wenn jemand Bänker ist. Und Produzieren Sie nicht Ihre Abwegigen Gedanken auf andere. Und wenn Sie mir Scheinheiligkeit vorwerfen, diese produzieren Sie Zuhauf auch mit dieser Kritik.<<

Was hat der Beruf des Opfers, in dem er im Übrigen nie gearbeitet hat, sowie seine Parteimitgliedschaft, die Sie ja auch erwähnen, mit der Tat zu tun?

Wohl genauso viel wie seine Schuhgröße oder Haarfarbe.

Ihre Absicht ist deutlich zu erkennen.

Am 05. Juli 2019 um 17:05 von Weiß-mehr-als Sie

@ 16:06 von fathaland slim

<< Ich bin nur einmal gespannt, wann Sie endlich damit aufhören, bewusst die Meinungen anderer zu verzerren, diese abzuwerten und Ihre Meinung als einzige und heilbringende Wahrheit zu interpretieren. Und das finde ich ziemlich abstoßend. >>

Ich habe mich auch sofort gefragt, was 15:51, Theo Hundert.neu damit bezeckt hat, den ermordeten Regierungspräsidenten als "Bänker" zu bezeichnen.

Mir schien das eine feine Art der Herabsetzung der Person Lübcke zu sein. Der Verdacht der Scheinheiligkeit, den Karwandler äußerte, kam mir auch

17:05, Weiß-mehr-als Sie

>>Ich bin nur einmal gespannt, wann Sie endlich damit aufhören, bewusst die Meinungen anderer zu verzerren, diese abzuwerten und Ihre Meinung als einzige und heilbringende Wahrheit zu interpretieren. Und das finde ich ziemlich abstoßend.<<

Nichts dergleichen tue ich.

Diese Verbindung wäre ja

Diese Verbindung wäre ja nicht die größte Überraschung.

Ganz ehrlich: Wer jetzt noch

Ganz ehrlich:

Wer jetzt noch afd und oder Pegida beisteht,

tritt sich selbst ins gesellschaftliche Abseits.

um 16:13 von Barnarbee

"Oben steht ein weiterer, einen kaltblütigen Mord verharmlosender Beitrag. Auch dieser Forist ist einschlägig bekannt.

Wie lange wird sowas von der TS-Leitung eigentlich geduldet?

Ich zahle meinen Rundfunkbeitrag nicht dafür hier mit Gewaltrelativierung und klammheimlicher Freude bedient zu werden."

Ich kann bei solchen Beiträgen nur noch mit dem Kopf schütteln.
Über 50 % meiner Beiträge werden gerötet, weil die Meinung darin nicht genehm ist. Und Ihnen reicht das immer noch nicht. Wie uniform sollen die Kommentare hier denn noch werden? Diskutieren kann man hier doch schon längst nicht mehr.

Meiner Ansicht nach......

spielt es grundsätzlich keine Rolle, welchen Beruf ein Opfer erlernt hat. Ein Mord bzw. "politisches Attentat" ist bis auf ganz wenige Ausnahmen in jedem Fall abzulehnen und ein Verbrechen. Wobei sicher sogar die Ausnahmen für Diskussionen sorgen würden! Oder werden die Mörder Caesars heute nicht mehr als "Mörder" bezeichnet? Ist Alexander nicht mehr "der Große", trotz persölichen Totschlags unter Alkohol oder ist Karl nicht mehr "der Große" wegen seines Blutrausches unter den Saxen? Wenn Stauffenbergs Attentat geglückt wäre, wäre er dann ein Mörder oder ein Held? Wobei anzumerken ist, daß vermutlich nicht einmal Hitler persönlich ein Mord oder Totschlag oder Anstiftung nachgewiesen werden könnte. Wenn Rechtsextreme das Verbrechen "relativieren", beweist das nur, daß sie wie immer intellektuell überfordert sind und glauben, das durch Gewalt ersetzen zu können. Linksextreme sind übrigens um keinen Deut besser, auch wenn sie so tun!

@sagen

Ich finde, dass die Forenaufsicht recht großzügig mit den Kommentaren verfährt. In vielen Fällen wäre m. E. tatsächlich eine Löschung angezeigt. Argumentation wird allzu oft mit tumber Agitation verwechselt. Man muss aufpassen, dass sprachliche Gewalt nicht in physische Gewalt mündet.

16:32 von Sausevind

>>Fußballspieler spielen nicht Fußball, um Schlägereien zu initiieren.
Es ist eigentlich ein Glück, dass AfD-Fans so durchsichtig sind.<<

Ihre beleidigende Art irritiert mich! Wundert mich, dass ihre Beitrag frei geschaltet wurde.

1. Bin ich kein AfD Fan und
2. geht es nicht um Fußballkicker, sondern Zuschauer.

3. Ist es mitnichten so, dass jeder Pediga-Demonstrant ein Hass- oder Hetzer ist. Dass es die gibt, stelle ich nicht in Abrede, aber die meisten Besucher sind ganz normale Demonstranten.

Den Vergleich mit dem Fussballspielbesucher habe ich deshalb gewählt, weil eben nur ein geringer Teil auf Krawall gebürstet ist - nicht alle Besucher! Das zum Thema Kollektiv.

Und genau das behaupten sie über Pegida-Demonstranten, sie betreiben Kollektivschuld!

Sie sollten sich was schämen!

Herr Gauck sprach mal von Dunkeldeutschland. Damit hat er alle Menschen aus dem Osten diffamiert.
Aber es ist ja einer der Guten, und die dürfen das.....

re yolo

"In Ostdeutschland weiß man noch all zu gut, wie es war, wenn man als Oppositioneller seine Meinung scharf äußerte und damit Aufsehen ergatterte: Man wurde aus seinem Land ausgewiesen und damit seines eigenen Landes verwiesen.
An diesem Hintergrund bemessen, war auch Lübckes Aussage eine Unmöglichkeit und erinnerte viele an die Vorgehensweise der DDR-Kader, die über die Köpfe der Bürger hinwegregierten."

Zwischenrufer aus dem Publikum werden auf den Rang von DDR-Dissidenten befördert, die ihre Meinung sagen.

Ein deutscher Politiker wird auf den Rang eines SED-Kaders degradiert, der über ihre Köpfe hinwegregiert.

Skurriler Kann man die Wirklichkeit nicht verzerren. Aber wenigstens ist man nicht überrascht, aus welcher Ecke das kommt.

re morgentau19

" Ist es mitnichten so, dass jeder Pediga-Demonstrant ein Hass- oder Hetzer ist. Dass es die gibt, stelle ich nicht in Abrede, aber die meisten Besucher sind ganz normale Demonstranten"

Jeder "normale Demonstrant" bei PEGIDA weiß, welche Reden da geschwungen werden, welche Figuren auf dem Podium stehen, und welche Parolen aus dem Publikum gerufen werden.

Und jetzt wollen Sie uns einreden, die gingen nicht wegen, sondern trotz dessen da hin?

um 18:35 von morgentau19

>>
Herr Gauck sprach mal von Dunkeldeutschland. Damit hat er alle Menschen aus dem Osten diffamiert.
Aber es ist ja einer der Guten, und die dürfen das.....
<<

Herr Gauck hat nicht gesagt, dass der Osten Dunkeldeutschland ist. Das haben Sie da hinein interpretiert. Das dunkle Deutschland gibt es auch im Westen.

schrecklich

Ich weiß gar nicht was ich schlimmer finde:
das Zitat des antwortenden Pegida-Demonstranten?
oder die Reaktion der Staatsanwaltschaft?
oder die Verallgemeinerung über die Freude einzelner an einen Mord?
Das Konzept des geistigen Brandstifters oder Anstifters funktioniert doch in alle politischen Richtungen. Mich verwundert also keine der hier stattfindenden Reaktionen. Was mich verwundert ist, dass die Empörung als Maß für die Festlegung der Grenzen der Meinungsäußerungsfreiheit herhalten darf. Das ist mir zu wenig.

17:22, sagen

>>Über 50 % meiner Beiträge werden gerötet, weil die Meinung darin nicht genehm ist.<<

Sind Sie sicher, daß es an Ihrer Meinung liegt?

Und nicht vielleicht an Ihrem Stil?

Wenn ich gerötet werde, dann liegt es eher nicht an meiner Meinung, sondern daran, daß ich die Netiquette verletze oder weit vom Thema abweiche. Ja, das kommt leider vor.

16:40 von Old Lästervogel

>>Die Teilnehmer des Pegida-Spazierganges sind ja immer dieselben Leute. Sie grölen immer dieselben Worte, wenn man sie fragt, was sie genau damit aussagen wollen, hört man meistens nur ein verlegenes Suchen nach Worten, weil einfach nur ein eingeschränkter Wortschatz zur Verfügung steht.<<

Da ist auf jeden Falkl was dran! Aber auch hier kann man nicht verallgemeinern.

Denn: Genau dasselbe kann man über die linken Demonsttranten sagen, die immerzu nur: "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda" grölen."

Möchte man mit denen näher diskutieren, kommt bei denen genauso viel außer dümmliches Geblubber.

Und auch hier kann man nicht verallgemeinern!

Ich habe nämlich beide Seiten kennengelernt und kann da durchaus mitreden.

Ich schaue nämlich nicht nur nach links, sondern auch nach rechts.
Wer nämlich nur in eine Richtung blickt, bekommt auf Dauer Haltungsschäden - zum Teil irreversibel.

Lieber Old Lästervogel, blicken sie in beide Richtungen...

Wenn Sie schon länger hier im Forum aktiv sind, dann kennen Sie den User yolo und seine Kommentare doch schon.
Er ist AfD-Anhänger und schreibt entsprechende Kommentare. Da wird die Wahrheit, so wie von Ihnen geschrieben, schon mal ins AfD-Weltbild gebogen.

Was Herr Lübcke in Wahrheit auf der Veranstalltung gesagt hat, interessiert doch keinen AfD-Anhänger. Da wird gemäß Parteilinie (Parteivorgabe) kommentiert.

@ um 17:01 von Demokratieschue...

Danke für das Gesetzeszitat!
Demnach hätten Unionspolitiker in den letzten 70 Jahren für jeden einzelnen Wahlkampf, den sie geführt haben, verhaftet werden müssen.
Übrigens wurden dabei von Unionspolitikern wortgleich die Argumente benutzt, die man nun der AfD zum Vorwurf macht.
Teilweise gabs die gleichen Argumente auch von SPD - Politikern.

völlig überzogen

nachdem der staat jetzt jahrezehnte lang weggeschaut hat, wie faschisten menschen ermordeten, hat sich das blatt seit der ermordung eines CDU politiker plötzlich um 180 grad gedreht und man sient überall gespenster.

die zitate "ein mord ... ist normal" und "ich halte ... für einen volksverräter" sind sicherlich geschmacklos, aber nicht mal ansatzweise justiziabel.

hier wird mit kanonen auf spatzen geschossen.

die staatsanwaltschaften sollten sich mal lieber mit den wichtigen dingen beschäftigen, und zum beispiel dafür sorgen, dass rechtsextremisten, die seit jahren trotz haftbefehl wegen personalmangel bei der justiz nicht verhaftet worden sind, einfdllich da hingebracht wqerden, wo man hingehört, wenn einen betrug oder eine körperverletzung begangen hat, und nicht irgendwelchen minderbemittelten pediga mitläufern das wort im mund rumdrehen.

Reisefreiheit!

Mit ist überhaupt nicht verständlich, warum sich irgendwelche Rechtsradikalen über den Ausspruch von Herrn Lübcke aufgeregt haben. Das ist doch genau der Satz, der an jeder deutschen Grenze zu lesen sein müsste und in jeder Schule gelehrt werden sollte!
Damit nicht nur die rechtsradikalen Terrorbanden, sondern auch ähnlich denkende ausländische Mitmenschen wissen können, dass sie auch jederzeit ausreisen dürfen.
Und dieser Satz ist weder Innländer - noch Ausländerfeindlich.
Er ist einfach nur richtig!

16:43 von Silverfuxx

>>Die AfD ist rassistisch und rechtsradikal, also sind es die Leute, die sie unterstützen, selbstverständlich auch.<<

Wieder eine Verallgemeinerung, Kollektivschuld.

Die AfD ist rechts, aber nicht rechtsradikal, das sind zwei Paar Schuhe.

Oder haben AfD Mitglieder Menschen geschlagen, zum Töten aufgefordert oder selbst getötet?

Wenn ja, dann bitte ich um eine Quelle ihrer Angaben!

Ansonsten bitte ich sie, zwischen "rechts" und "rechts-radikal" eine Unterscheidung vorzunehmen. Oder war etwa Franz-Josef Strauß ein rechtsradikaler?

Nicht alle Linken sind nämlich radikal, kleiden sich in schwarz und zünden Autos an, oder?

Sehen sie!

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Ich halte ...

... die Aussagen der Pegidianer zwar für verachtenswert, aber nicht strafbewehrt/justiziabel.
Ist halt das eingetrichterte Gewäsch von Leuten, die sich von der rechtsextremen Pegida und AfD haben einlullen lassen.
Zudem möchte ich anmerken - diese Leute sind nicht Sachsen. Die Mehrheit der Sachsen wählt weiterhin demokrat. Parteien und lässt sich auf die totalitären Braun- und Blauhemden nicht ein.

Ich wusste es.

Ich wusste, dass es soweit kommen würde, und ich weiß, dass es noch weiter kommen wird.
Ein Mensch wurde ermordet, weil jemandem seine Meinung nicht gepasst hat. Mit einem schier unglaublichen Konstrukt heischen hier einige Verständnis für den Mörder und schämen sich nicht, dem Opfer die Schuld zu geben.
Das Gutheißen dieses Mordes als "menschliche Reaktion" wird in den legitimen Kreis der "freien Meinungsäußerung" verschoben. "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen". Denn das Opfer hat seinen Tod ja wohl selbst provoziert (der durfte also nicht sagen, was er meinte?). Anders ausgedrückt: "so einen wird man ja wohl noch ermorden dürfen".
Sowas schreiben die allseits hier bekannten Foristen, mit dem pflichtschuldigen Nachsatz "also ich bin ja auch nicht für Mord, aaaber …"
Wir haben den Faschismus wieder mitten unter uns. Zu dem gehörten schon immer Drohungen, Einschüchterungen und: Morde.
Nix "wehret den Anfängen …"

" Justiz ermittelt nach Lübcke"...

...Meuchelmord ist natürlich alles andere als eine "menschliche Reaktion" oder auch nur im Rahmen des Normalen oder Akzeptablen angesiedelt - ansonsten versteht ja auch keiner das "Gejammer" der AfDisten, wenn mal ein Neubürger einen Eingesessenen murkst. Aber Bigotterie und das Messen mit zweierlei Maß ist ja eine der Lebensaufgaben von Nationalisten. Das war schon früher so, da hat sich nix geändert - was das dann noch mit dem "deutschen Wesen" zu tun haben soll versteht auch keiner, am wenigsten die, die lose Reden darüber führen, die verstehen in der Regel ja überhaupt nix.
Das Pack, wer immer den Begriff auch geprägt hat, hält sich regelmäßig irrtümlich für was besseres - Dabei verwendet es gern für andere die Begriffe die auf es selber zutreffen (Abschaum, Zecken, Dreck, etc., etc.,). Wenn es damit eines Tages aufhört, kann man vielleicht endlich zu einem angemessenen Diskurs zurück finden.

@ fathaland slim

>>Über 50 % meiner Beiträge werden gerötet, weil die Meinung darin nicht genehm ist.<<

Sind Sie sicher, daß es an Ihrer Meinung liegt?

Und nicht vielleicht an Ihrem Stil?

Wenn ich gerötet werde, dann liegt es eher nicht an meiner Meinung, sondern daran, daß ich die Netiquette verletze oder weit vom Thema abweiche. Ja, das kommt leider vor.„

So und so. Mein Kommentar gestern an sie, dass Wikipedia keinen Beleg dafür liefert, dass das Wort „schachern“ keine antisemitischen Herkunft hat, ist zuvor 2x gerötet worden und komplett wortgleich beim 3x erst veröffentlich worden, obwohl der Kommentar weder der Netiquette widersprach, noch am Thema vorbei war, sondern sogar der Richtigstellung diente. Da wundert man sich häufig dann doch schon und reibt sich die Augen, wenn man den roten Balken sieht

Der Mord am Kasseler

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke sei "eine menschliche Reaktion"

----

Ich bin mal gespannt, obs unsere Justiz irgendwann mal schafft, sowas nachhaltig wegzusperren.

@morgentau19, 19:04

Oder haben AfD Mitglieder Menschen geschlagen, zum Töten aufgefordert oder selbst getötet?

Ach nö, nur mit ein paar Galgen rumgelaufen mit Namen von Politikern drauf. Das war bestimmt nur als Scherz gemeint. Oder mal mit der Maus abgerutscht bei der Frage, ob Flüchtlinge an der Grenze erschossen werden sollen.

19:04, morgentau19

>>Ansonsten bitte ich sie, zwischen "rechts" und "rechts-radikal" eine Unterscheidung vorzunehmen. Oder war etwa Franz-Josef Strauß ein rechtsradikaler?<<

Er war auf jeden Fall mit allen damaligen rechtsradikalen Regimes befreundet. Videla, Pinochet, Südafrika...

Der Mord am Kasseler

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke sei "eine menschliche Reaktion"

----

Solche Typen dürfen sich dann aber nicht wundern, wenn dann auch mal andere "menschliche Reaktionen" kriegen ...

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: