Ihre Meinung zu: US-Unabhängigkeitstag: Eine Inszenierung des Patriotismus

5. Juli 2019 - 7:58 Uhr

Präsident Trump hat den Unabhängigkeitstag der USA zu einer Demonstration der Stärke genutzt. Nach einer Militärparade beschwor er in einer Rede die Überlegenheit seiner Nation und machte Hoffnungen auf eine Marsmission.

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Kommentare

Eine Inszenierung des Patriotismus

auch Ideale ändern sich gelegentlich
auch wenn es heutzutage/hierzulande
eher kritisch gesehen wird - ein "Patriot" zu sein

Tja, wenn......

da nur nicht wieder Vietnam oder Afghanistan oder der Irak wäre! Aber anscheinend hat Macron und seine Show mit heisser Luft den POTUS schwer beeindruckt. Das kann aber nicht überraschen, denn auch der französische Durchschnittsbürger ist scheinbar von dem Spektakel immer wieder beeindruckt. Aber auch hier gilt: wenn da bloß nbicht Dien Bien Phu oder Algerien etc. wäre! Ich bin nur noch gespannt, wer die größere Flagge aufzieht! Momentan ist es noch die Tricolore im Arc-de-Triomphe!

Guten Flug

""Sehr bald werden wir die amerikanische Flagge auf dem Mars hissen", versprach er [Trump]. Experten gehen davon aus, dass dies frühestens Ende der 2020er Jahre erreicht werden kann."

Mr. Trump wird noch in diesem Jahr die Experten widerlegen, indem er höchstpersönlich die "Amerika-First-Flagge" auf dem Mars hissen wird.

... naja, die Hoffnung stirbt zuletzt, ich wünsche ihm jedenfalls einen guten Flug.

Patriotismus?

Wenn ich von "Überlegenheit seiner Nation" lese, steht für mich klar, dass hier das Feld des Patriotismus verlassen und das des Nationalismus betreten wurde.

Der folgende Beitrag einer US-amerikanischen, katholischen Platform arbeitet den signifikanten Unterschied knapp und doch deutlich heraus. Wer mag... https://www.catholic.com/magazine/print-edition/patriotism-begins-at-home

Die schamlose

Die schamlose Selbstinszenierung ist einerseits dem Wahlkampf und andererseits dem sattsam bekannten Grundcharakter (wobei es mir mehr und mehr widerstrebt, für diesen Mann den Begriff "Charakter" noch zu verwenden) geschuldet. Es ist peinlich und gleichzeitig offenbarend, dass er Marsmission und Mondlandung etc. in den Vordergrund schiebt; anderes lässt sich auch nicht anführen, denn das Land hat sich unter seiner Präsidentschaft international isoliert, an Ansehen deutlich verloren, ist unberechenbar geworden und erlebt eine Spaltung im Land, wie es sie selten gegeben hat. Dazu kommt, dass es beschämend ist, wie Trump in der Inszenierung von Militärshows Moskau und Pjöngjang bzw. Wladimir Putin und Kim Jong-un nachäfft, koste es was es wolle.

Why not?

Warum sollen die Amerikaner keine Militär Parade haben, schließlich dienen Millionen Amerikaner in der Armee. Ihnen gebührt eine solche Feier. Trump macht das schon richtig, guckt nicht links und rechts, sondern geht seinen Weg und die Zahlen sprechen für ihn.

Was feiern diese Amis

Was feiern diese Amis eigentlich immer an diesem Tag? Vielleicht, dass sie mittlerweile über hundert Jahre gegen ihre eigene Verfassung verstoßen, die ja Freiheit garantiert, in dem sie über die Welt ziehen und überall nur Terror, Krieg und Elend verteilen. Grob fällt einem als Beweis ein: Korea, Bananenstaatengründungen in Südamerika, durchgesetzt mit Mord und Totschlag, Vietnam, Karibik, Afrika, Hoffieren der schlimmsten Verbrecherprinzen in den Ölstaaten. Ja, alles was zerstört, darin sind sie gut und also auch in ihrer Tötungsmilitärtechnik unerreicht. Das ist es also auf was diese groooße und beste Demokratie so stolz ist? Etwas anderes haben sie ja auch nicht zu bieten. Und wir schauen immer nur zu und lassen sie mit uns Schlitten fahren und akzeptieren einen Psychopathen als ihren Präsidenten, von dem keiner weiß, was der in den nächsten fünf Minuten für weitere Katastrophen lostritt. Wäre interessant zu wissen, wie einmal diese Epoche in der Geschichtslesung erklärt wird.

Armselig und alles sagend,

Armselig und alles sagend, wer dieses Selbstbeweihräucherungs-Theater immer wieder für sein Ego braucht. Schlimm wenn es eine ganze Nation ist.

Trump

Diese Parade ist mal wieder typisch für Herr Trump. Der kann
sich in keinster Weise an Regeln halten, muss immer irgend
wie auffallen, nur um sein Ego zu stärken.
Ich verstehe die europäischen Politiker und Wirtschaftsbosse
nicht, warum sie vor so einem Egomanen derart kuschen,
statt ihm deutlich die Meinung sagen, ihn das eine oder
andere Mal abblitzen lassen und ihm Strafzölle auf bürden,
bis er ein knickt.
Einem Menschen der dauernd mit Drohungen,
Beleidigungen, Zurechtweisungen und Strafzöllen hantiert, kann man nur mit Gleichem oder noch Schlimmeren den Zahn ziehen, gleichgültig aller Partnerschaften. Denn wenn die USA im Handel sehr viel verlieren durch die Zölle oder durch Abbruch von Verträgen immense Verluste machen, werden etliche wichtige Personen einsehen, dass da etwas
gewaltig schief läuft und ihm die Rechnung präsentieren.
Leider sind in Europa viele Angsthasen in der Politik und
der Wirtschaft tätig, die nicht weiter denken. Schade !!!

Typisch Trump, typisch USA.

Die Feierlichkeiten zeigen nichts anderes als die von den USA schon immer gelebten Patriotismus. Das ist die übliche Mentalität der Übertreibung, die von anderen leicht als Überheblichkeit verstanden wird. Ein Tabubruch, wie es im Beitrag heißt, ist es aber sicher nicht.

Und so wie Trump die Show für seine Selbstdarstellung nutzt, ist die Kritik wohl auch als Selbstdarstellung seiner Gegner zu verstehen. Denn die störten sich bisher auch nicht am Patriotismus oder einem Militärbudget von 643,3 Milliarden US-Dollar.

Und selbst im Trump-kritischen Washington schien die Show ja sehr vielen Bürgern zu gefallen...

Peinlich, aus der Zeit gefallen und realitätsfern

Mit Heimatliebe hat diese Art von „Patriotismus“ nichts zu tun: „Nach einer Militärparade beschwor er in einer Rede die Überlegenheit seiner Nation“/
„Wir werden nie vergessen, dass wir Amerikaner sind und dass die Zukunft uns gehört"

Nur mit ebenso egoistischen wie illegitimen Vorherrschaftsansprüchen und die Zukunft der ganzen Welt bedrohendem Größenwahn.

Inszenierung des Patriotismus

Wahlwerbung für Trump von Steuern bezahlt.

Nationalismus ...

... ist lediglich Egoismus auf WIR-Ebene. Abgrenzung, Ausgrenzung und Herabwürdigung anderer inklusive. Und Egoismus ist kein feiner Zug - aber eben ein Grundzug von Trump.

Wundert es irgendwen?

Während meines Jahres in den USA als Senior in HS, war ich sehr verwirrt beim morgendlichen flag Salute (I pledge allegiance..)
HS Sport alles ist getrimmt auf Patriotismus - damit bekommt man ein Gross der Menschen hinter sich...und Trump weiss das auch...wie viele vor ihm...
Ich feiere traditionell den 4. Juli mit dem Musikalbum von Downset von 1994 - Das Lied" My American prayer" ist meine Hymne...die Musik ist nicht jedermans Sache- aber ich kann den Text sehr empfehlen- zu lang um hier zu zitieren..aber ein kleiner Auszug:
"...The Birth of this nation, birth of the systematic jack; from land grab to whips across black backs...Standing strong like a soldier, struggling like a Soldier, taking bullets like a Soldier of hatred watching my soul get colder...will you fade and follow doubtless next in the death rate, or love suffocate beneath this fashion of hate?...
Ich hoffe das sich viele US Bürger endlich die Augen reiben und beginnen aufzuwachen...Ich weiss es sind nicht wenige...

Unabhängigkeit = Abhängigkeit ?

Unabhängigkeitstag der USA ist ein Abhängigkeitstag der übrigen Welt. Wurde in früheren Jahren dieser Feiertag der USA in vielen Ländern mitgefeiert oder zumindest freundschaftlich erwähnt so ist dies heutzutage weniger der Fall. Wir gedenken an erster Stelle den von der USA gestarteten Wirtschaft- und Finanzkrieg und ihre Auswirkungen für unsere Zukunft, wir machen uns sorgen um die Drohungen bezügliche überproportionale Militäraufwendungen, wir ängstigen uns bezüglich der zunehmende Verlust und Kontrolle an Freiheit von Handeln, Sprechen und neuerdings gar Denken. Das Erscheinungsbild der USA ändert sich zunehmend.

Russland, Frankreich, China

und viele weitere zelebrieren den gleichen Nationalismus an ihren Feiertagen. Seltsam nur, das sich da dann niemand aufregt. Man muss Trump (wie ich) nicht mögen oder für einen fähigen Politiker halten. Aber wenn wir schon auf ihn "eindreschen" wollen, dann doch bitte mit etwas mehr Ehrlichkeit. Wie steht es mit Russland? Wie mit Frankreich und seinen Paraden? In keinster weise anders, da aber ist es dann "normal". Also wenn schon die Schelte, dann bitte für alle Nationalisten auf dieser Erde. Danke.

Welch ein symbolisches Bild:

Welch ein symbolisches Bild: Trump allein hinter einer bedröppelten Scheibe.

Sorry, aber den amerikanischen

Nationalismus, der überall im Land sichtbar ist, noch als Patriotismus zu bezeichnen, ist schon eine starke Beschönigung. Dies auf Trump zu beschränken, ist wohl dem Nichtwissen über die Gepflogenheiten in den USA geschuldet.

Begabter Selbstdarsteller

Eins muss man Trump lassen, er weiß wie er die eigene Selbstglorifizierung inszeniert. Von Reden und Tweets, in denen er sich selbst als "genial" bezeichnet bis zu perfekt inszenierten Bildern.
Und es ist ja auch egal, wenn Menschen wie ich das peinlich bis abstoßend finden. Es reicht ja, wenn er seine gläubigen Anhänger begeistert. Politische Inhalte werden ja nicht erwartet, Fakten abgelehnt.
Dass er die Mondlandung lobt dürfte natürlich für die Verschwörungstheoretiker unter seinen Fans ein harter Schlag sein.
Auffallend ist allerdings, dass Amerika sich, im Unterschied zu D, an der eigenen vermeintlichen Großartigkeit so berauschen kann. Bei uns gilt die Bezeichnung "typisch deutsch" als Schimpfwort.
Dass sich die USA eine richtige Parade finanziell nicht leisten können überrascht mich dann doch. Dass Trump das Geld von der Nationalparkverwaltung abzieht passt ins Bild.

nichts neues ....

Wenn Du ein Schiff bauen willst,dann rufe nicht die Menschen zusammen,
um Holz zu sammeln,Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer
offensichtlich knüpft der Trump an "Binsenweisheiten" an
um seine Bürger zu begeistern ihr Land - damit sich selbst - voran zu bringen

auch Kennedy sagte "frag nicht was dein Land für dich tun kann ....."
gut oder nicht gut aber besser als in Lethargie zu verfallen
und auf ein bedingungslose Grundeinkommen zu warten

gemischte Gefühle

Bei mir löst diese Nachricht zwiespältige Gefühle aus. Auf der einen Seite bin ich dem Militär sehr kritisch eingestellt und habe auch selbst deswegen keinen Militärdienst abgeleistet. Wenn in Deutschland auf einem Landesfest Bundeswehrfahrzeuge ausgestellt werden, mag ich das auch nicht gerade. Das liegt auch an der deutschen Geschichte. Schließlich sehe ich US-Präsident Trump kritisch, auch wenn ich zugeben muss, dass er mich manchmal positiv überrascht, etwa bei der sehr kurzfristigen Rücknahme des Angriffs auf den Iran als er erfuhr, wie viele Menschen dabei sterben würden (er hätte ja auch schon früher fragen können, aber immerhin).

Auf der anderen Seite habe ich vor zwei Jahren einmal eine Militärparade in meinem zweiten Heimatland erlebt, wo ähnlich wie in Frankreich eine solche Parade traditionell zu den Feierlichkeiten am Nationalfeiertag gehört. Es war für mich eine neue Erfahrung: Es wirkte schon sehr feierlich, sicherlich auch ernst, in der heutigen Weltlage.

Keine Zahnbürsten für Kinder, aber Bomber fliegen lassen

Donald Trump hat mit seiner Militär Show
nur sein eigenes EGO gestärkt.

Alleine die Kosten für die Show sind für alle Amerikaner welche nicht Krankenversichert
werden ein derber Schlag ins Gesicht.

Es ist traurig zu sehen...

Wie Trump in dem kleinen Video hinter seinem schusssicheren Glas wie ein durchgeknallter Diktator aussieht. Noch dazu das ganze militärische Gehabe und Patriotismus, das ehrenhafte Erinnern an Gefallene usw... Was ist eigentlich mit dem Rest des Volkes?
Ich hoffe er wird abgesägt oder nicht wiedergewählt bevor er noch einen Krieg anzetteln kann.
Es ist das erste mal das ich mich gezwungen fühle hier einen Kommentar zu schreiben. Es ist nicht mehr auszuhalten sich dieses ganze Theater und diese Verblendung anzuschauen. Und das sage ich wohlwissend, dass bei uns im Lande bzw. Europa nicht alles so glänzend läuft.

Trump sieht sein Land

Trump sieht sein Land "stronger than ever before"; tragischerweise ist es "more isolated, divided and sicker than ever before" - aber da fehlen ihm wohl genauso wie den fähnchenschwenkenden Fans oder denen, die jede Kritik an Trump als Bashing etikettieren, der Zugang und der Blick dafür. Die tropfenbedeckte Trennscheibe spricht symbolisch Bände.

Selbstinszenierung eines Egomanen

Trump liebt Trump zuerst. Wenn sein widerholt postuliertes 'Make America Great Again' aus dem Munde des Präsidenten purzelt, asoziiert er 'America' mit der eigenen Person, so wie es Narzisten eben tun. Da passt die bombastische Militärparade anlässlich des Independence Day ganz gut, um Herrlichkeit und Macht des Präsidenten dem Volk zu präsentieren. Die Brandherde der Innen- und Aussenpolitik vermag eine Militärparade leider nicht zu löschen, auch eine Marsmission unter amerikanischer Flagge könnte Trump nicht vor der unabwendbaren Wahlschlappe bewahren. Amerika, geteiltes Land. Arm gegen Reich. Unter Trump wurde diese Trennlinie bewusst verbreitert, fehlt noch Trumps Mauer, um dies zu zementieren.

Patriotismus......

Was läuft in der amerikanischen Verfassung alles falsch, das sich dieser President, alles erlauben kann? Er gibt die USA der Lächerlichkeit preis, hochpeinlich und gefährlich und unverantwortlich.

Familientag?

Man kann den Feiertag gern als Familientag begehen, aber eine Regierung sollte den eigentlichen Grund des Feiertages nicht verdecken:
Es ist der Unabhängigkeitstag der USA.
Damit mag man das familiär oder auch patriotisch feiern. Beides sollte selbstverständlich sein und nicht kritisiert werden.
Man tut hier ja gerade so, als hätte das gar keinen Bezug zu Regierung und Militär.
Das ist ja historisch gesehen schon Augenwischerei und fast ein Fakeversuch.

09:16 von Sisyphos3

Die angemessenere Frage ist, wie denn "Patriotismus" sinnvoll und verträglich definiert ist im Jahr 2019. Mit einem aggressiven Nationalismus ist eine patriotische/matriotische Grundhaltung jedenfalls nicht vereinbar. Aber die Trumpisierung nimmt leider mehr und mehr zu und verzerrt und verdreht auch Begriffe zurück in eine längst überwunden geglaubte Zeit.

@09:30 von Hepheistos

Lach... mir ist eine Demokratie bei all Ihren Fehlern immer noch lieber als die hier favorisierten Diktaturen!
Lieber Hepheistos (übrigens eigentlich mit ai, falls Sie den Gott meinen, auch im Altgriechischen) „Was feiern diese Amis
Was feiern diese Amis eigentlich immer an diesem Tag? Vielleicht, dass sie mittlerweile über hundert Jahre gegen ihre eigene Verfassung verstoßen, die ja Freiheit garantiert, in dem sie über die Welt ziehen und überall nur Terror, Krieg und Elend verteilen. Grob fällt einem als Beweis ein: Korea, ...“ Sie wissen schon, wer Südkorea überfallen hat? Und Sie wissen schon, was die serbischen Fanatiker (eine Minderheit) den Menschen in Srebrenica angetan haben, bevor Sie durch die NATO gestoppt wurden? Man könnte so viel schreiben... sind Russlands Freunde (Völkermörder Assad) besser? Bei aller berechtigten Kritik sind Ihre Schwarz Weiß Beiträge aus meiner Sicht leider nur billige Propaganda... Schade! Hephaistos würde die differenziertere Wahrheit sagen!

Am 05. Juli 2019 um 09:48 von Thomas Mainthal

"Russland, Frankreich, China
und viele weitere zelebrieren den gleichen Nationalismus an ihren Feiertagen. Seltsam nur, das sich da dann niemand aufregt."

Geschichte sollte man kennen, wenn man Kommentare abgibt. In Frankreich, Russland und China wird nicht die Überlegenheit über andere gefeiert und zelebriert.

@um 10:05 von Berweik /USA first

Man kann sich über die Persönlichkeit eines Präsidenten natürlich aufregen.
Allerdings sind die Erfolge eine Präsidenten wohl wesentlich entscheidender und ausschlaggebend für seine Eignung.
Ob nun dieser Präsident Ihnen persönlich gefällt oder nicht, ist eigentlich völlig unerheblich, so wie es unerheblich ist, ob ich ihn mögen würde, oder nicht.

Man sollte sich endlich die Ergebnisse seiner Amtszeit anschauen, statt immer wieder diesen medialen Angriff auf seine Persönlichkeit noch und nöcher neu darzustellen, abzulenken, umzulenken und sich an unsinnigen Äußerlichkeiten aufzuhängen.
Die Bilanz der Amerikaner hat sich unter Trump verbessert, er ist im Pokerspiel der großen mächtigen Staaten nicht eingeknickt, bringt Gespräche mit Nordkorea zustande, hält weniger Kriege als Obama am Laufen, hat Truppen aus Kriegsregionen abgezogen, die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und er gibt vielen Amerikanern das Gefühl zurück, respektiert zu werden.

Die EU betreibt selbst Protektionismus.

"hier das Feld des

"hier das Feld des Patriotismus verlassen und das des Nationalismus betreten wurde."

Aber letzterer gehörte schon immer zur erwünschten US-amerikanischen Selbstwahrnehmung, nur dass der Herr Trump die Sache so überspitzt, dass sich Widerstand im Land regt.

Und die Außensicht auf dieses große Land - seine "besten Soldaten der Erde", seine Kriege, seinen Wirtschaftsimperialismus seine sozialen Probleme - ist seit längerem sowieso eine ganz andere. Insofern könnte man sagen: "Amerika gehört die Zukunft" - das war vorgestern.

09:16, Sisyphos3

>>Eine Inszenierung des Patriotismus
auch Ideale ändern sich gelegentlich
auch wenn es heutzutage/hierzulande
eher kritisch gesehen wird - ein "Patriot" zu sein<<

Die Anführungszeichen sind gerechtfertigt.

"Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein."

Arthur Schopenhauer, 1788-1860

Einer der wichtigsten Philosophen unserer abendländischen Welt, auf die sich die Rechte immer wieder gern beruft.

So viel zu Ihrer Behauptumg der sich ändernden Ideale.

Schade, nicht verstanden.....

@von paco - schade, aber ich habe den Eindruck, dass Sie nicht verstanden haben,
warum der 04. Juli in den USA gefeiert wird?
Es geht um Freiheit und Unabhängigkeit, nicht
um die Selbstinzenierung eines na ja Presidenten. Die Feier ist ausschließlich für's
Volk, Bürger. Auch der Vergleich mit Paris passt
nicht ins Bild, wie einige andere schreiben.

"Eine Inszenierung des Patriotismus"

Zitat: "Eine Inszenierung des Patriotismus"

Ja!

Sehr gut!

Weiter so!

Sollten wir uns auch eine große Scheibe davon abschneiden!

@ Paco, um 09:29

Nicht “Why not?“, sondern “Why?“

Es geht bei dieser Feier ursprünglich darum, den Unabhängigkeitstag der USA, also eigentlich den Gründungstag der Vereinigten Staaten zu feiern. Nicht die Militärs, und schon gar nicht den Präsidenten.
Das hat schon was zu tun mit nach links und rechts schauen.
Aber Trump hat diese alberne Selbstinszenierung nötig, er ist nicht der unumstrittene Mann, in dem Sie offenbar ein Vorbild sehen.
Und wenn man hört, was er in Paris für große Augen machte, als Panzer und Raketen an ihm vorbeirollten, merkt man spätestens, wie kindisch sein ursprünglicher Wunsch “...will auch haben...!“ war.

Aus Patriotismus kann leicht Größenwahn werden.

Die USA sind hoch verschuldet und machen dann so eine Demonstration. Man kann seine Nation auch anders feiern. Passt aber alles zu Trump.

"USA, USA, USA"-Sprechchöre."

Zitat: " Zahlreiche Zuhörer stimmten immer wieder ein in "USA, USA, USA"-Sprechchöre."

Den ein oder anderen wird es verwundern, aber dass viele Zuhörer in "USA, USA, USA"-Sprechchöre einstimmen, hat etwas damit zu tun, dass

1. es sich bei den Zuhören um US-Amerikanern handelt, die

2. anlässlich ihres Unabhängigkeitsfeiertages als ehemalige Kolonie ihren Nationalfeiertag feiern.

Verwunderlich wäre es indes, wenn sie "Italy, Italy, Italy", "China, China, China" oder etwa "Bhutan, Bhutan, Bhutan" gerufen hätten, so sehr jedes dieser Lände einen gewissen Reiz und Besonderheit hat.

Außerdem zu dem hier: wenn die USA sich da mal nicht vertippen

Außerdem zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/trump-unabhaengigkeitstag-103.html

Trump verwies dabei auf eine Reihe von Errungenschaften der USA, etwa die Mondlandung vor 50 Jahren. "Sehr bald werden wir die amerikanische Flagge auf dem Mars hissen", versprach er. Experten gehen davon aus, dass dies frühestens Ende der 2020er-Jahre erreicht werden kann.

wenn die USA sich dabei nicht mal gewaltig vertippen. Die USA sollten lieber erst mal neue anständige Landekapseln entwickeln, neue Spaceshuttles um den Weltraum-Muell zur Erde zurueckzuholen zur ordnungsgemäßen und umweltgerechten Entsorgung. Und dass hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/trump-unabhaengigkeitstag-103.html

Trump rief den Zehntausenden Zuschauern am Unabhängigkeitstag zu: "Wir feiern unsere Geschichte, unser Volk und die Helden, die stolz unsere Flagge verteidigen - die tapferen Männer und Frauen des Militärs der Vereinigten Staaten."

ist so richtiger Rechtspopulismus.

Dem Artikelschreiber(in) ...

... sei wärmstens empfohlen, sich mal unter das amerikanische Volk zu mischen.
Oder unter das französche oder russische Volk.
Dann würde er/sie nicht Patriotismus oder Nationalismus auf irgendeine Regierungselite reduzieren, die sich mit einer Show präsentieren will.
Patriotismus ist nämlich dort traditionelles und verinnerlichtes Lebensgefühl der überwiergenden Masse der Bevölkerung sprich des Volkes.
Im Unterschied zu Deutschland, wo Patriotismus von herrschender Politik und herrschenden Medien verteufelt wird.

Man feiert bei seinem

Man feiert bei seinem Unabhängigkeits Tag ganz groß, dass man andere Völker mit seiner Waffentechnik und seinen Heeren in Abhängigkeiten gebracht hat und nicht nur dieser Präsident und große Teile der Amerikaner finden das richtig und gut, sondern auch die Verbündeten, die gar nicht bemerkt haben, dass sie längst genauso zu Abhängigen gemacht wurden und und ihnen der einst große Bruder keinerlei Souveränität mehr läßt.
Das Ganze ist nur ein einziges gefährliches Blindentreffen unter denen sich ein, pardon, schwachsinniger, geld- und kriegsgeiler Einäugiger als König sieht. Und alle machen mit? Arme Zukunft! Das alles liegt gefährlich nahe an 99 Luftballons ...

Great wie sich dieser

Great wie sich dieser grooßartige Präsident präsentiert und sogar beim Abspielen der Nationalhymne hat er nicht einmal getwittert. Der weiß eben, wie man aufzutreten hat. Und wenn alles so klappt, wie er gesagt hat, kann er bald selber auf dem Mars seinen ersten Golfplatz bauen und bespielen. Hoffentlich!

Warum dar sich der Präsident persönlich so wichtig nehmen??

Und bei dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/trump-unabhaengigkeitstag-103.html

Trumps Rede gilt als Tabubruch mit den politischen Gepflogenheiten. Der 4. Juli, an dem an die Gründung der Vereinigten Staaten im Jahr 1776 erinnert wird, gilt als unpolitischer Feiertag. Normalerweise steht der US-Präsident nicht im Mittelpunkt und hält auch keine Rede.

frage ich mal ehrlich, warum ihm die us-Bevölkerung das erlaubt?? Der us-Independence-Day gehört der gesamten us-Bevölkerung und nicht Trump alleine. Warum hat er nicht die Bevölkerung gefragt, wie sie den Tag feiern will?? Und einen Tarnkappenbomber braucht man dabei erst recht nicht, genauso wenig wie solche Panzer und den ganzen anderen Mist.

OK, eine Rede ist durchaus OK. Aber sie sollte nicht dermaßen den Präsidenten in den Mittelpunkt stellen sondern mehr die us-Geschichte wie das alles gekommen ist mit der Unabhängigkeit der USA und wie sich die USA eventuell in Zukunft politisch weiterentwickeln werden.

09:57, enttäuscht

>>Schließlich sehe ich US-Präsident Trump kritisch, auch wenn ich zugeben muss, dass er mich manchmal positiv überrascht, etwa bei der sehr kurzfristigen Rücknahme des Angriffs auf den Iran als er erfuhr, wie viele Menschen dabei sterben würden (er hätte ja auch schon früher fragen können, aber immerhin).<<

Sie glauben solcherart öffentlichen Verlautbarungen und meinen, Entscheidungen in der Machtzentrale unserer Welt würden auf diese Weise getroffen?

09:30 von Hepheistos

«Grob fällt einem als Beweis ein: … Bananenstaatengründungen in Südamerika, durchgesetzt mit Mord und Totschlag …»

Es hat in Südamerika überhaupt nur 12 unabhängige Staaten, die allesamt aus den Kolonialreichen von ESP, POR, GB, NL hervorgingen. FRA-Guayana gehört bis heute als Departement zum Territorium von FRA. Zählt man die wenigen Inselstaaten vor den Küsten hinzu, gehörten auch die einst alle zu den o.g. Kolonialreichen.

Nicht grob barbiert, sondern detailliert betrachtet.

«Was feiern diese Amis eigentlich immer an diesem Tag? »

Der 04. Juli ist der Nationalfeiertag der Staatsgründung der USA in 1776.

Bisher waren diese Feierlichkeiten ohne militärischen Pomp und Protz. Entgegen den Gebräuchen in vielen anderen Staaten, die ihre Nationalfeiertage "traditionell" mit Militärparaden begehen.

Es ergibt nicht den geringsten Sinn, mit der Keule des Rundumschlags die USA in 1.001 Aspekten blindlings zu prügeln, und ihnen alleine alle Übel der Welt ans Bein zu binden …

Von daher kann ich mich dem hier nur anschließen

Von daher kann ich mich dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/trump-unabhaengigkeitstag-103.html

Der Präsidentschaftsbewerber und frühere Vizepräsident Joe Biden sagte, die Zeremonie diene mehr dazu, Trumps "Ego zu streicheln als die amerikanischen Ideale zu feiern". Hillary Clinton, Trumps Rivalin im Präsidentschaftswahlkampf 2016, sagte, ein US-Präsident sollte es nicht nötig haben, seinen Patriotismus auf diese Weise zu demonstrieren.

nur absolut anschließen sowie auch dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/trump-unabhaengigkeitstag-103.html

Während Unterstützer die Machtdemonstration begrüßten, sahen Kritiker darin eine Verschwendung von Steuergeldern. Trump hatte ursprünglich eine große Militärparade gewünscht. Er hatte am 14. Juli 2017 auf den Pariser Champs-Elysées der traditionellen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag beigewohnt und sich beeindruckt von der pompösen Schau gezeigt.

Ssowas ueberzogenes braucht niemand.

@ 09:48 von Thomas Mainthal

Hier muss man differenzieren: Ich habe einmal in Athen eine sehr schöne Militärparade zum Nationalfeiertag erlebt (die war natürlich auf Pump). Sie war feierlich - man brauchte dafür gar keine tollen Waffen. Auch unser großer Zapfenstreich ist feierlich - mit Karabiner und Papphelm, ohne Massenvernichtungswaffen. Auch Frankreichs Paraden sind feierlich, auch wenn sie Verteidungsfähigkeit demonstrieren sollen. Aber Russland und China zeigen ihre neuesten Massenvernichtungs- und Angriffswaffen - das ist bedrohlich. Hier wird ein imperialistischer Anspruch betont. Das hätte Trump auch gerne. Es ist schön, dass diese Machtdemonstration ihm vom Volk aus Geldgründen (die in Russland und China, wenn es um die Machtdemonstration geht, keien Rolle spielen) verwehrt wurde. Ich glaube nicht, dass die meisten Franzosen nationalistisch sind, sie sind Patrioten, die die Schwächen ihres Landes genau kennen, es aber dennoch lieben. Überlegenheitsträume findet man anderswo.

10:34, yolo

>>Familientag?
Man kann den Feiertag gern als Familientag begehen, aber eine Regierung sollte den eigentlichen Grund des Feiertages nicht verdecken:
Es ist der Unabhängigkeitstag der USA.
Damit mag man das familiär oder auch patriotisch feiern. Beides sollte selbstverständlich sein und nicht kritisiert werden.
Man tut hier ja gerade so, als hätte das gar keinen Bezug zu Regierung und Militär.
Das ist ja historisch gesehen schon Augenwischerei und fast ein Fakeversuch.<<

Ach je.

Der Fourth of July wird seit über 200 Jahren gefeiert. In all diesen Jahren ist noch niemand auf die Idee gekommen, daß es dazu eine Militärparade bräuchte.

Da musste erst das stabilste Genie aller Zeiten kommen.

Obsolete

"Der 4. Juli, an dem an die Gründung der Vereinigten Staaten im Jahr 1776 erinnert wird, gilt als unpolitischer Feiertag."

Die 300 jährige Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika ist weiterer Grund, warum ein US-amerikanischer Patriotismus funktioniert, eine 3000 jährige europäische Geschichte aber niemals zu den "Vereinigten Staaten von Europa" führen wird.

Von einer trumpschen Inszenierung des US-amerikanischen Patriotismus kann keine Rede sein, diese wurde auch bereits vor seiner Amtszeit gelebt.

09:37, Nachfragerin

>>Typisch Trump, typisch USA.
Die Feierlichkeiten zeigen nichts anderes als die von den USA schon immer gelebten Patriotismus. Das ist die übliche Mentalität der Übertreibung, die von anderen leicht als Überheblichkeit verstanden wird. Ein Tabubruch, wie es im Beitrag heißt, ist es aber sicher nicht.

Und so wie Trump die Show für seine Selbstdarstellung nutzt, ist die Kritik wohl auch als Selbstdarstellung seiner Gegner zu verstehen. Denn die störten sich bisher auch nicht am Patriotismus oder einem Militärbudget von 643,3 Milliarden US-Dollar.

Und selbst im Trump-kritischen Washington schien die Show ja sehr vielen Bürgern zu gefallen...<<

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Sie Kritik an den USA mit Verständniswerbung für Trump verbinden.

Aber auf Putin lassen Sie ja auch nie was kommen.

Kann es sein, daß Sie traditionell-männliche autoritäre Charaktere faszinieren?

An der exorbitanten Erhöhung des Militärbudgets haben sich seine Gegner übrigens durchaus gestört.

Nun ja,

offenbar hat Macron und die französische Inszenierung zum Nationalfeiertag Trump nachhaltig beeindruckt. So lange die Jets in den USA Showflüge veranstalten ist es allemal besser als in Syrien oder über dem Iran.

Eine Inszenierung des Patriotismus

Die US-amerikanischen Bürger sind auch bereits vor der Ära Trump zu Recht und zu Unrecht stolz auf ihr Land gewesen.

In Deutschland diskutierten wir vor der (offiziell nicht) gekauften Fußball-Weltmeisterschaft 2006, ob es nicht doch zu nationalistisch sei, in den Städten mit der deutschen Nationalflagge zu jubeln.

Wenn ich an das US-Wahlsystem

Wenn ich an das US-Wahlsystem denke, die Todesstrafe, Folter, das Gesundheitssystem, das Umweltbesußtsein, dass über 50% der Bevölkerung Kreationisten sind, den Umgang mit Minderheiten, usw..., und nicht zuletzt an den jetzigen Präsidenten, kommen mir doch erhebliche Zweifel, ob die USA tatsächlich so "großartig" und "fortschrittlich" sind,
wie immer behauptet wird.

In anderen Ländern ist auch nicht alles perfekt. Aber das behauptet auch keiner. Aber es gibt m.E. einige Länder, die wesentlich "fortschrittlicher" und "großartiger" sind als die USA.

@andererseits - An sich ist alles beim Alten.

09:25 von andererseits:
"[...] denn das Land hat sich unter seiner Präsidentschaft international isoliert, an Ansehen deutlich verloren, ist unberechenbar geworden und erlebt eine Spaltung im Land, wie es sie selten gegeben hat."
> Die Isolation ist bei Weitem nicht so ausgeprägt, wie es immer wieder erzählt wird. Schließlich sehen die anderen westlichen Nationen in den USA nach wie vor einen Freund und Verbündeten. Was Sie als Unberechenbarkeit bezeichnen, ist dieselbe Willkür im Sinne des schon immer gültigen "America first!" und nicht zuletzt sollten Sie wissen, dass die Wahl Trumps die Folge (und nicht die Ursache) einer seit langem bestehenden Spaltung ist.

"Dazu kommt, dass es beschämend ist, wie Trump in der Inszenierung von Militärshows Moskau und Pjöngjang bzw. Wladimir Putin und Kim Jong-un nachäfft, koste es was es wolle."
> Ich würde es als beschämend bezeichnen, dass Sie nicht wissen, welche Militärshow hier kopiert wurde. Es ist die französische.

10:43 von yolo

"Damit mag man das familiär oder auch patriotisch feiern. Beides sollte selbstverständlich sein und nicht kritisiert werden.
Man tut hier ja gerade so, als hätte das gar keinen Bezug zu Regierung und Militär.
Das ist ja historisch gesehen schon Augenwischerei und fast ein Fakeversuch."

Ist schon klar, geneigten Leuten wird so ein Spektakel schon gefallen, sonst hätte der best ever Oberbefehlhaber der unvergleichlichen, alles überragenden Streitkräfte der tollsten Nation die es auf diesem Planeten je gegeben hat, diesen hohlen Budenzauber ja erst gar nicht veranstaltet.

An den Superlativen können Sie erkennen, welche Gefühle angesprochen werden. Der Verstand hat frei, quasi Feiertag, landesweit. Sollte man keinesfalls kritisieren?

Außerdem: die USA können sich diese Geprotze eh nicht leisten

Außerdem sage ich zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/trump-unabhaengigkeitstag-103.html

Kritik an hohen Kosten
Während Unterstützer die Machtdemonstration begrüßten, sahen Kritiker darin eine Verschwendung von Steuergeldern. Trump hatte ursprünglich eine große Militärparade gewünscht. Er hatte am 14. Juli 2017 auf den Pariser Champs-Elysées der traditionellen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag beigewohnt und sich beeindruckt von der pompösen Schau gezeigt. Überlegungen für eine große Militärparade in Washington wurden aber aus Kostengründen fallengelassen.

Die USA können sich dieses Geprotze sowieso nicht leisten. Die USA sind und bleiben de facto ein Pleitestaat. Denn die Pleite beginnt bereits:

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11582659-abgrund-grosse-kohle...

So viel zur Wahrheit.

@ um 11:06 von Hepheistos

Man feiert bei seinem Unabhängigkeits Tag ganz groß, dass man andere Völker mit seiner Waffentechnik und seinen Heeren in Abhängigkeiten gebracht hat...

Nein, das ist nicht richtig. Man feiert, dass man sein Land in eine Unabhängigkeit gebracht hat und die Vorherrschaft einer bisher übermächtigen Nation beenden konnte ( hier von den Briten).
Die Sozialisten nennen diese Bestrebungen meist Freiheitsbewegungen od. Freiheitskämpfe.
Da auch die USA eine Freiheitsstatue besitzen, kann man auch daran knüpfen, dass man sich dieser Freiheit besonders verpflichtet fühlt und damit eine Art Unterdrückertum beenden konnte.

Man feiert die Staatsgründung, auch wenn diese offiziell erst am 21.July vollzogen wurde.
Was sollte daran nicht legitim sein?
Zusammengehörigkeit und die Besinnung auf die versprochenen Werte dieser neuen Freiheit sind sicher legitim.
Sie machen Mut, sich gegen erneute Vereinnahmungen zur Wehr zu setzen ( z.B. durch die UN, etc.)
Um Freiheiten mussten Menschen oft ringen.

11:06, wolf 666

>>Dem Artikelschreiber(in) ...
... sei wärmstens empfohlen, sich mal unter das amerikanische Volk zu mischen.
Oder unter das französche oder russische Volk.
Dann würde er/sie nicht Patriotismus oder Nationalismus auf irgendeine Regierungselite reduzieren, die sich mit einer Show präsentieren will.
Patriotismus ist nämlich dort traditionelles und verinnerlichtes Lebensgefühl der überwiergenden Masse der Bevölkerung sprich des Volkes.
Im Unterschied zu Deutschland, wo Patriotismus von herrschender Politik und herrschenden Medien verteufelt wird.<<

Ihr Weltbild ruft in mir den Verdacht hervor, daß Sie die Welt nicht wirklich gesehen haben.

Ich habe zahlreiche amerikanische Freunde, die von Trumps Nationalismusspektakel peinlich berührt sind und sich für diesen Präsidenten schämen.

Einer schickte mir eine Karikatur, auf der Trump als wütend strampelndes Kleinkind dargestellt ist, laut "I want a parade!" brüllend.

Andererseits gibt es Deutsche mit schwarz-rot-goldenen Anglerhüten...

Oder hier warum die USA de facto pleite sind

Oder hier noch mehr dazu, dass die USA de facto pleite sind:

https://kurier.at/wirtschaft/dollar-crash-und-us-pleite-wirklich-undenkb...

Die US-Regierung reißt gerade Billionen Dollar große Löcher ins Budget. Eine überaus riskante Strategie.

Wie können sich die Amerikaner das alles leisten? Keine Rede mehr von einem ausgeglichenen Haushalt: US-Präsident Donald Trump hat für 2019 ein 4,4 Billionen Dollar teures Budget vorgeschlagen – mit mehr Geld fürs Militär und für die Mauer zu Mexiko, dafür weniger Mitteln für Ältere, Bedürftige, das Außenamt und den Umweltschutz.

Dazu kämen noch die geplanten 1,5 Billionen Dollar für Infrastruktur-Investitionen und die Steuerreform, die auf Dauer ebenfalls ein Loch von einer Billion Dollar ins Budget reißen wird.

09:19 von karlheinzfaltermeier

«Ich bin nur noch gespannt, wer die größere Flagge aufzieht!
Momentan ist es noch die Tricolore im Arc-de-Triomphe!»

Der Nationalfeiertag am 04. Juli in den USA wird ja nun schon seit mehr als 240 Jahren begangen. Mit einer gewissen Tradition in der Art, wir man ihn feiert. Welche öffentlichen Feierlichkeiten, Auftritte, Reden von Repräsentanten des Staates zu diesem Anlass erfolgen.

In FRA ist es "Gewohnheit", den Nationalfeiertag so "zu orchestrieren", wie es Trump in Paris wohl derart beeindruckte, dass er "so was" auch für die USA will.

Die Traditionen eines solchen Tages ergeben sich aber nicht aus Psyche + Tageslaune eines einzelnen Präsidenten. Sie entwickeln sich aus der Geschichte. In den USA bisher wenig militärisch am 04. Juli gefeiert.

In DEU "sucht man noch", wie man den 03. Oktober feiern soll.
In JAP feiert man "still" den Geburtstag des jeweiligen Tennō als diesen Tag.

Jämmerlich von Trump, FRA für die USA kopieren zu wollen.
Größe der Flagge hin oder her …

11:29, deutlich

>>Nun ja,
offenbar hat Macron und die französische Inszenierung zum Nationalfeiertag Trump nachhaltig beeindruckt. So lange die Jets in den USA Showflüge veranstalten ist es allemal besser als in Syrien oder über dem Iran.<<

Die französische Nationalfeiertagsinszenierung ist nicht auf Macrons Mist gewachsen. Die gab es immer schon. Es sind dabei sogar schon mal Flugzeuge abgestürzt, wie Sie sich vielleicht erinnern.

Und Sie meinen wirklich, Militärparaden wären ein Ausweis von Friedlichkeit, wie Ihr letzter Satz ja andeutet?

@11:04 Bot...

Ja, das stimmt: auf den Straßen Moskaus und Pjöngjangs ertönt bei solchen Aufmärschen übrigens auch nicht "Italy, Italy" oder "Bhutan, Bhutan"; und dass Sie für ein längst überwunden geglaubtes Bild von Patriotismus sind, das eher einem rassistischen Nationalismus gleicht, wundert die geneigten Leser*innen hier wahrscheinlich wenig.

Auch die Sueddeutsche hat vor drei Tagen gewarnt

Auch die Sueddeutsche hat schon vor drei Tagen gewarnt:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/usa-wirtschaft-konjunktur-trump-1...

Dabei fällt auf, dass alle drei Faktoren eine gemeinsame Komponente aufweisen: Trump. Ohne den Präsidenten gäbe es keine Strohfeuerpolitik, keine acht Zinserhöhungen und vielleicht auch keinen Börsenboom - vor allem aber keine Handelskriege. Anders ausgedrückt: Trumps größtes Konjunkturrisiko ist Trump.

Insbesondere der Handelskonflikt ist aus Sicht vieler Experten nicht mehr nur eine Bedrohung für die Weltwirtschaft, er hat vielmehr längst tiefe Spuren hinterlassen. So ist die Stimmung der Manager und der Verbraucher in den USA in den vergangenen Monaten regelrecht eingebrochen, erstmals seit Jahren übersteigt in wichtigen Geschäftszentren des Landes die Zahl der Pessimisten die der Optimisten.

@ Yolo (11:51): das hier ist durchaus legitim - es geht um WIE

hi yolo

Dass hier:

Nein, das ist nicht richtig. Man feiert, dass man sein Land in eine Unabhängigkeit gebracht hat und die Vorherrschaft einer bisher übermächtigen Nation beenden konnte ( hier von den Briten).
Die Sozialisten nennen diese Bestrebungen meist Freiheitsbewegungen od. Freiheitskämpfe.
Da auch die USA eine Freiheitsstatue besitzen, kann man auch daran knüpfen, dass man sich dieser Freiheit besonders verpflichtet fühlt und damit eine Art Unterdrückertum beenden konnte.

Man feiert die Staatsgründung, auch wenn diese offiziell erst am 21.July vollzogen wurde.
Was sollte daran nicht legitim sein?

ist durchaus legitim. Aber: die Art und Weise WIE es gefeiert wird, ist einfach nur daneben. Es ist Protzig, großkotzig und da könnte man eine ganze Menge einsparen. Außerdem hat er nicht die us-Bevölkerung gefragt wie die das feiern wollen sondern hat ueber die Köpfe der Buerger hinwegbestimmt. Er stellt sich in den Mittelpunkt.

@ proehi (11:46): stimmt in der Tat

hi proehi

An den Superlativen können Sie erkennen, welche Gefühle angesprochen werden. Der Verstand hat frei, quasi Feiertag, landesweit. Sollte man keinesfalls kritisieren?

stimmt in der Tat. Muss man das wirklich mit solchen Ueberfluegen machen und damit die Luft verpesten und unnötig Lärm veranstalten?
Meine Antwort: NEIN.
Muss man unbedingt Militärparaden veranstalten und Panzer durch die Straßen rollen lassen die eh schon kaputt sind?? Diese Panzerketten machen nur die Straßen kaputt. Wovon sollen die us-Buerger dann neue Straßen bzw. die Wiederherstellung der Straßen bezahlen? Von noch mehr Steuererhöhungen oder wie??

Reichen nicht normale Festivitäten fuer die Buerger aus?? Und ein zentraler Festakt wie bei uns wäre doch in Ordnung. OK, das Aufhängen der Fahnen ist durchaus OK. Das wuerde ich bei uns auch einsehen.

Aber dieses andere Geprotze braucht niemand.

@um 11:46 von proehi

Der Verstand hat frei, quasi Feiertag, landesweit. Sollte man keinesfalls kritisieren?
---
Warum beleidigen Sie Leute, die sich freuen und keineswegs andere beleidigen, sondern sich ihrer gewonnen Freiheit und ihre Werte bewusst machen?
Es ist eine Binse, dass Nationen, die einen Antrieb durch Selbstwertgefühl und einer inneren Freude über ihre Erstrebungen, sich als stark und tüchtig erweisen.
Hat jemand davor Angst?
Ich nicht. Mir ist es allemal lieber, ich hätte die Welt voller selbstbewusster starker Nationen, als duckmäusrige, arme und diktierte Menschen in Diktaturen und totalitären Staaten.
Wenn man sich freut, Freiheit erworben zu haben, so ist das legitim und ein Grund zu feiern.
Mit nichten setzt hier jemand auch nur einmal ein anderes Land herab.
Sie freuen sich für sich selbst.
Und das stört Sie schon?
Wie kann man nur so neidvoll und missgünstig sein.
Ich sage nur: Jedem das Seine!
Dafür sind wir doch unterschiedlich und damit irgendwie doch wieder alle gleich.

Mindestens eines ist für Amerikaner sehr wohl unmöglich: ...

... nämlich Frieden – Frieden zu schaffen und Frieden zu haben! Genauso wie für Angehörige alttestamentarischer Religionen, die ein ähnliches göttliches Sendungsbewusstsein an den Tag zu legen pflegen... Beiden Personengruppen sollten wir mit der allergrößten Entschiedenheit entgegentreten.......

11:51, yolo

>>Man feiert die Staatsgründung, auch wenn diese offiziell erst am 21.July vollzogen wurde.
Was sollte daran nicht legitim sein?
Zusammengehörigkeit und die Besinnung auf die versprochenen Werte dieser neuen Freiheit sind sicher legitim.<<

Ja, die Werte dieser neuen Freiheit.

Ausrottung der Ureinwohner, Sklaverei, imperialistische Ambitionen in Südamerika, weltweite Kriege, um nur mal eine Seite dieser "Werte" aufzuzählen. Eine andere gibt es natürlich auch. Ich spare mir ihre Aufzählung, das habe ich oft genug getan.

>>Sie machen Mut, sich gegen erneute Vereinnahmungen zur Wehr zu setzen ( z.B. durch die UN, etc.)
Um Freiheiten mussten Menschen oft ringen.<<

Sie meinen, Freiheit wäre zu tun und lassen was auch immer einem in den Sinn kommt und sich um den Rest der Welt nicht zu kümmern?

Kann es sein, daß Sie Freiheit mit Verantwortungslosigkeit verwechseln?

Sie glauben nicht, daß man als militärisch und wirtschaftlich stärkste Nation der Welt eine gewisse Verantwortung trägt?

@ Nachfragerin (11:39): nein das ist so nicht richtig

@ Nachfragerin

Nein, dass hier ist so nicht richtig:

Schließlich sehen die anderen westlichen Nationen in den USA nach wie vor einen Freund und Verbündeten.

Suedamerika hat sich abgewendet, Russland hat sich abgewendet und auch hier bei uns selbst sieht die Mehrheit in den USA keinen Verbuendeten mehr sondern einen Gefährder des Weltfriedens.

Und auch dass hier:

Was Sie als Unberechenbarkeit bezeichnen, ist dieselbe Willkür im Sinne des schon immer gültigen "America first!" und nicht zuletzt sollten Sie wissen, dass die Wahl Trumps die Folge (und nicht die Ursache) einer seit langem bestehenden Spaltung ist.

ist nicht so wie Sie glauben. Die Wahl Trumps war und ist die Ursache dieses Aufbegehrens von diesen rechten Socken hier bei uns (EVP, CSU, AfD, "Konservativer Kreis in der CDU) und in den USA. Die können es einfach nicht ab, einzusehen dass die USA und diese rechten Socken keine Mehrheit mehr haben und dass die USA keine Supermacht mehr sind.

Sehr gut! Die linken kochen

Sehr gut!
Die linken kochen hier gerade wieder mit Schaum vor dem Mund..........
.
Schon mal jemand in Paris gewesen, in Moskau oder Peking?
Aber der böse Trump.........
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Zahlt das einer von euch?
Natürlich, das Geld hätte man auch für Migranten verwenden können.

@Autograf - Wann ist eine Parade feierlich, wann bedrohlich?

11:15 von Autograf:
"Auch Frankreichs Paraden sind feierlich, auch wenn sie Verteidungsfähigkeit demonstrieren sollen. Aber Russland und China [...]"

Die Bilder von Panzern aus Frankreich sind also "feierlich", während die aus dem Osten "bedrohlich" sind. Der Herr Stoltenberg hätte es nicht besser deuten können...

Übrigens: Wenn die Bundeswehr eine Parade in Berlin veranstalten würde, kämen trotz aller Kritik auch da genug Schaulustige.

Darstellung: