Ihre Meinung zu: "Sea-Watch"-Kapitänin fordert Italiens Regierung heraus

27. Juni 2019 - 18:44 Uhr

Für Italiens Innenminister Salvini ist "Sea-Watch"-Kapitänin Rackete eine Verbrecherin. Die Deutsche versucht, ihr Rettungsschiff irgendwie nach Italien zu bringen. An Bord herrsche Notstand. Von Jörg Seisselberg.

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Kommentare

Rechtsverständnis, Linksverständnis

Es ist ein altbekanntes Paradoxon, dass Linke und Rechte leider häufig lediglich die jeweils zur eigenen Einstellung kongruenten Ziele mit den dann oft und gern beschworenen Mitteln der 'Rechtsstaatlichkeit' durchgesetzt sehen wollen.

Sobald eben diese selbe 'Rechtsstaatlichkeit' dann einmal dem jeweils gegnerischen politischen Lager in die Hände spielt, werden die abenteuerlichsten - und gemeinhin jedem Rechtsempfinden widersprechenden - Exkulpationen, Verharmlosungen oder sogar Rechtfertigungen gesucht um genau diesmal den Rechtsstaat schnell einmal außer Kraft zu setzen.

Leute, ein Rechtsstaat steht und fällt mit der Respektierung und Durchsetzung demokratisch beschlossener Rechtsstatuten.

Diese können gern, ebenfalls im demokratischen Prozess, geändert werden.

Brechen von Gesetzen sollte allerdings systemrelevanten Extremsituationen vorbehalten bleiben.

Ein Schiff, das durchaus anderswo anlanden kann, dürfte wohl kaum einen übergesetzlichen Notstand darstellen ...

Italien muss entlastet werden

Natürlich sind die Methoden Salvinis unsäglich. Aber wer jetzt wieder mit dem Finger der scheinbaren Menschenfreundlichkeit auf Italien zeigt, auf den zeigen drei Finger und der Daumen zurück. Italien und Griechenland tragen seit Jahren ungehemmt die Last des Zustroms der Migranten über das Mittelmeer. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso Deutschland oder andere Staaten wie die Niederlande nicht wenigstens die Migranten aufnehmen, die deutsche NGOs mit Schiffen unter anderer Flagge im Mittelmeer an Bord nehmen. Menschlichkeit von einem wirtschaftlich schwachen Land einfordern ist wohlfeil, wenn man selbst nicht bereit ist, entsprechend zu handeln. Der Dublin Vertrag muss schnellstens dahingehend geändert werden, dass es nicht mehr auf das Betreten des Territoriums ankommt, sondern bereits die Aufnahme auf ein Schiff den Ersteintritt in das Land bedeutet, unter dessen Flagge das Schiff fährt.

Sea Watch

Kommt man mit Erpressung weiter?

Auf biegen und brechen soll

Auf biegen und brechen soll die Sea Watch 3 in Lampedusa anlegen.
Das Vorgehen der Kapitänin war ja bereits im Vorfeld angekündigt worden.
Die Besatzung der SW3 beschwor die Zwangslage mit herauf, da es anstatt der halbwegs sicheren Häfen in Tunesien oder notfalls Marokko unbedingt Europa sein musste.
Nun grenzt es an Erpressung seitens der SW3 Besatzung.

Am 27. Juni 2019 um 19:01 von

Am 27. Juni 2019 um 19:01 von Bagheria:
„Sea Watch Kommt man mit Erpressung weiter?“ -
Offensichtlich.
Die aktuelle US-Regierung zeigt dies im ganz großen Maßstab;-)

Flüchtlingsaufnahme nach Subsidiaritätsprinzip

"Es würden Gespräche geführt, um zu herauszufinden, welche Länder bereit seien Migranten aufzunehmen."

Es gibt zahlreiche Kommunen in Europa die sich bereit erklärt haben Flüchtlinge aufzunehmen.
Darunter auch über 60 Deutsche Städte.
Das Problem ist jedoch dass die Nationalstaaten es ihnen nicht erlauben.
Das alles wäre kein Problem, wenn man die Entscheidung darüber wer Flüchtlinge aufnimmt und wer nicht, den Kommunen überlassen würde in denen die Flüchtlinge dann letztendliche aufgenommen werden oder nicht. D.h. statt es auf der einen Seite Kommunen aufzudrängen die es gar nicht wollen und auf der anderen Seite es Kommunen zu verbieten, die es wollen, sollte man nach dem Subsidiaritätsprinzip vorgehen und die Entscheidung den Kommunen selbst überlassen.

Zrichtig so. Liebe italiener

Zrichtig so. Liebe italiener lasst euch nicht erpressen die sw3 kann ganz leicht in hamburg festmachen

Ich bin kein Freund von

Ich bin kein Freund von Salvini, aber was die Flüchtlingspolitik betrifft, kann ich nur zustimmen. Das ist keine Seenotrettung mehr, das ist ganz einfach Unterstützung der Schlepperbanden.
Italien, Malta und Griechenland sind schon total überlastet.( und in D kommen auch wieder mehr Flüchtlinge an) Es muss endlich mal ein Ende an den Strom der Wirtschaftsflüchtlinge kommen.
Es wäre schön, wenn die EU mal - was dieses Problem betrifft - mit einer Stimme sprechen würde.

Italien hat ein Problem, es wird zu viel...

Man stelle sich nur vor Deutschland wäre Italien, wären wir dann sicherlich ruck zuck überlaufen...

Andernfalls sollten wir die Flüchtlinge übernehmen, auf die paar mehr kommt es jetzt auch nicht mehr an...

Wir haben es ja, wenn der Herr Be-Schäuer Millionen in den Sand setzen kann und das ist nicht der einzige, welcher die Millionen Steuergelder zum Fenster raus wirft...

Mir ist das inzwischen so was von egal und werde nur noch entsprechend wählen, damit es aufhört...

Ob es was nützt steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt...

Vermutlich eher nicht...

Beeindruckende Frau

Ich wünsche Frau Rackete alles Gute und hoffe, dass die Flüchling bald gut versorgt und irgendwo aufgenommen werden! Man mag Vorbehalte haben gegen dass was sie macht - aber sie handet menschlich und hilft. Damit bildet sie auch einen Gegenpol zur EU, die sich Humanität, und zur CDU/CSU, die sich Christlichkeit auf ihre Fahnen schreiben aber Mitmenschen ersaufen oder verhungern lassen. Finde diese Heuchelei schwer zu ertragen. Quoten sind sicherlich besser, als Schutzrechte für Verfolgte zu haben und dann alle daran zu hindern diese wahrzunehmen.

Offenbar macht inzwischen

jeder das, was er will. Dass eine Kapitänin ganz einfach illegal in Hoheitsgewässer fährt, die ihr verboten sind, weil sie sich einredet auf der "moralisch" richtigen Seite zu sein, ist ein Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen denken, Regeln und Gesetze würden nicht für sie gelten, weil sie und nur sie ja den Einblick in das Wahre, Gute und Schöne besitzen.... Das ist, sehr vorsichtig ausgedrückt, eine grenzenlose Hybris - Anmaßung und Überheblichkeit, die sich selbst über alle Regeln stellt. Aus diesem Stoff werden Kreuzritter und Religionskriege gewoben.

@Frank61

Niemand von der CD/CSU, die hier übrigens überhaupt keine Rolle spielen (weil es um den italienischen Innenminister geht), will Menschen "ersaufen" lassen. Aber jemanden aus dem Meer zu retten - was durchaus richtig und angemessen ist - und ihn unbedingt nur und ganz einfach nur nach EU bringen zu wollen, sind zwei paar Stiefel - äh Schwimmflossen.

Heldin

Für mich eine Heldin der Menschlichkeit! DANKE!

Warum freuen sich so viele

Warum freuen sich so viele leute über die ngo?
Diese könnten, statt 3 woche italien erpressen, ganz leicht in die nordsee schippern. In hamburg werden die menschen empfangen. Wir sind reich. Wir können das stemmen. Italien nicht

um 19:22 von Frank61 " Schlage Frau Rackete für einen Preisverl

Preisverleihung vor...

>>Beeindruckende Frau

Ich wünsche Frau Rackete alles Gute und hoffe, dass die Flüchling bald gut versorgt und irgendwo aufgenommen werden! Man mag Vorbehalte haben gegen dass was sie macht - aber sie handet menschlich und hilft. Damit bildet sie auch einen Gegenpol zur EU, die sich Humanität, und zur CDU/CSU, die sich Christlichkeit auf ihre Fahnen schreiben aber Mitmenschen ersaufen oder verhungern lassen. Finde diese Heuchelei schwer zu ertragen. Quoten sind sicherlich besser, als Schutzrechte für Verfolgte zu haben und dann alle daran zu hindern diese wahrzunehmen.<<

//

Dem kann ich mich nur anschließen...

@9:01 von Bagheria Sea Watch Kommt man mit Erpressung weiter?

...Ihre Worte!

---

Wie schmeckt Ihnen das Feierabendsbier oder das Glas Rotwein zum üppigen Abendbrot?

Haben Sie Ihre Klimaanlage in der Wohnung schon auf erträgliche 20°C eingestellt?

Ist die Bettwäsche trocken und kuschelig?

Haben Sie schon das neueste iPhone?

Schämen Sie sich nicht auch manchmal, wenn Sie über das nachdenken was Sie u. andere diesen Menschen zumuten?

Alles Fragen, die ich Menschen wie Ihnen immer wieder gerne stellen möchte, wenn ich solche Meinungen lese.

---

Tauschen Sie nur 1 Woche mit dem Leben derjenigen, die Sie und leider viele andere mittlerweile so behandeln.

angemessene Strafe

Herr Salvini hat recht: Die Kapitänin muss bestraft werden. Zunächst sofortige Verhaftung zur Kontrolle und danach eine längere Bewährungsstrafe sowie für die entstandenen Unkosten eine hohe Geldstrafe. Außerdem sollte die Seawatch dauerhaft beschlagnahmt werden.

Harte Bandagen...

Wenn Italien meint, seine Häfen für europäische Schiffe, die dem internationalen Gebot der Seenotrettung nachkommen, sperren zu müssen, wenn Neumitglieder wie Polen und Ungarn meinen, die solidarische Verteilung innerhalb der EU (welche Italien ja fordert) blockieren zu müssen, sollten diese Länder mal die andere Seite der EU kennenlernen: Streichung von Subventionen, Sanktionen, keinerlei Ansprüche auf den EU-Rettungsschirm.
Wie der einseitige Austritt aus einer Wirtschaftsgemeinschaft ein einzelnes Land schädigen kann, werden wir alle bald an GB miterleben können.

Diese Frau hat kein Recht

in für sie fremde Gewässer einzudringen und deren Gesetze des Landes zu ignorieren. Ich finde das unerhört. Sie sollte ihr Kapitänspatent zurückgeben.

Ich kann den italienischen Innenmister sehr gut verstehen. Nicht auszudenken, wenn jemand die Dreistigkeit hätte und in unsere Hochzeitsgewässer eindringen würde.

SO handelt kein verantwortungsbewusster Kapitän.

Selbst ihr Eilantrag ist abgelehnt worden. Was denkt die sich? Mit genau dieser Handlungsweise unterstützt man kriminelle Schleuser.

Ich hoffe, dass das für sie und die Besatzung Konsequenzen haben wird!

Kiel will Fluechtlinge aufnehmen zusammen mit Neapen u. anderen

hey zusammen,

Also im Netz erfahre ich, dass Kiel 32 Fluechtlinge aufnehmen will:

http://tinyurl.com/y4a7dyyl
kn-online: Kiel bietet Plätze für Flüchtlinge an (19:11 Uhr 27.06.2019)

Die Stadt Kiel erneuerte am Donnerstag ihre Bereitschaft, gemeinsam mit anderen deutschen Städten Gerettete von der „Sea-Watch 3“ aufzunehmen. „In der Unterkunft am Schusterkrug sind derzeit 32 Plätze frei“, sagte Sozialdezernent Gerwin Stöcken (SPD).

Von daher bin ich gespannt, wer noch alles macht. Denn auch das Bistum Turin in Italien hatte sich gestern gemeldet, Neapel hatte sich gestern gemeldet...

http://tinyurl.com/y5o3hxqe
watson.de: Neapels Bürgermeister bietet Flüchtlingen sicheren Hafen an – trotz Einwanderungsverbot

Von daher... Auf geht's Seawatch.. zeigt denn den Heckpass!! :-D

Eine wahre Heldin

Bravo :-) So einfach bringt man einen Salvini also außer Rand und Band. Bravo!! :-)

Genau die Sprache versteht der Typ... Die Dame hats verstanden. Bravo

Beschämend!

Ich schäme mich dafür Europäerin zu sein und tatenlos mit ansehen zu müssen, wie seit Wochen notleidende Menschen unter unwürdigsten Bedingungen von einer menschenverachtenden Bürokratie zerrieben werden. Wie war das: ... unsere soviel zitierte „Wertegesellschaft“! Alles nur leere Worthülsen!

Es geht denen

nicht darum Menschen zu retten. Sie wollen nur möglichst viele nach Europa bringen.
Italien hat klargemacht das man sie nicht anlegen lassen will.
Und dennoch kommen sie statt einen sicheren Hafen in Afrika anzulaufen.
Wielange warten die denn schon vor den Küsten bis einer nachgibt? Wieviele Menschen ertrinken in der Zeit?
Pure Heuchelei und Selbstbeweihräucherung.

Warum muss diese Frau

die Italiener so ärgern? Es muss doch für sie möglich sein, einen deutschen Hafen zu finden.

Harald 1.

Sehr wahr.
Gesetze gelten heute wohl nur noch "für Andere".
Wenn wir zulassen, das man sich " ,moralisch überlegen" fühlen darf, driften unsere linken in ganz gefähliche braune fahrwasser. Erschreckend, wie ähnlich die alle sind.

19:29 von derdickewisser

Das dies zwei verschiedene Flossen sind sehe ich genauso, aus diesem Grunde sind Regeln und wahrscheinlich leider auch Quoten notwendig. Wenn man allerdings Probleme nicht angeht und löst und Länder wie Italien nicht entlastet, ist man (bzw CDU/CSU) m. M. n. durchaus mitverantwortlich für die Folgen - in diesem Fall den Tod von Menschen. Das man dies nicht "will" sondern nur "in Kauf nimmt" macht es bei den politischen Entscheidungsträgern vielleicht besser aber sicherlich nicht gut.

@ derdickewisser

Kreuzzüge und Religionskriege wurden und werden aus egoistischen Motiven heraus geführt. Mit Humanismus hat das rein gar nichts zu tun. Die Rettung von Menschen vor dem Ertrinken aber schon. Ziemlich bezeichnend, dass Sie der sea-watch-Besatzung diesen absprechen wollen...

@ 19:31 von Biocreature

Schämen Sie sich nicht auch manchmal, wenn Sie über das nachdenken was Sie u. andere diesen Menschen zumuten?

Für die von Ihnen gewünschte größzügige Migrations/Asylpolitik müssen andere die Zeche zahlen. Schämen Sie sich nicht auch manchmal sich auf Kosten anderer ein gutes Gewissen zu verschaffen?

Italien geht den Bach runter ...

Wenn Salvini nicht möchte, "dass Italien von einigen wie ein zweitklassiges Land behandelt wird", dann sollte er sich nicht wie ein drittklassiger Politiker benehmen ...

Die Kapitänin hat doch so vollmundig behauptet,

sie würde Gefängnis in Kauf nehmen? Dann kann sie ja jetzt zeigen, wie ernst es gemeint war.

"Sea-Watch"-Kapitänin fordert Italiens Regierung ...

Es ist möglicherweise ehrenhaft, aber trotzdem ziemlich blöde halb oder gar ganz Europa herauszufordern. Die Zeit er offenen Grenzen, der Optimismus bezüglich einer humanitären Zusammenarbeit ist erstmal verflogen.
Natürlich wäre es hohe Zeit all diese Dinge zu regeln, die eigentlich schon zu Beginn des arabischen Frühlings hätten geregelt gehört. Das alles wett zu machen, ist aber nicht Aufgabe einer Seefahrerin und erst recht nicht mit Flüchtlingen an Bord, für die dringend eine Lösung gefunden werden muss.

Wahnsinn...

...wie hier so viele Leute darüber diskutieren, dass Frau Rackete doch einen anderen Hafen suchen könnte und sich über sie ärgern, während sie selbst zu Hause sitzen und wohl gar nichts für Menschen auf der Flucht tun.

"Diese Frau hat kein Recht in

"Diese Frau hat kein Recht in für sie fremde Gewässer einzudringen und deren Gesetze des Landes zu ignorieren. Ich finde das unerhört. Sie sollte ihr Kapitänspatent zurückgeben."

Diese Frau hat jedes Recht, die von ihr vor dem Ertrinken geretteten Menschen in einen sicheren Hafen zu bringen. Sie hat sogar die Pflicht genau dies zu tun.
Italien dagegen hat kein Recht , das zu verbieten.
M.E. gehört Salvini inzwischen nach den Haag ...

19:31 von Biocreature

was tun speziell sie für Asylanten
befinden sie sich wirklich in der Position Forderungen zu stellen

um 19:41 von Oldtimer "Anscheinend kein Sprit mehr...

>>Warum muss diese Frau

die Italiener so ärgern? Es muss doch für sie möglich sein, einen deutschen Hafen zu finden.<<

Warum kein deutscher Hafen angelaufen wird sollte bitte mal geklärt werden und Auftanken sollte doch kein Problem sein...

Seenotrettung

Ich schlage vor, dass alle Personen, die nicht mindestens einen SBF-See haben sich hier zurücknehmen!

Seenotrettung ist vorgeschrieben - wenn die Situation an Board kritisch wird ist der nächstmögliche Hafen anzufahren.

Dem Kapitän ist die Einschätzung der Lage vorbehalten.

Mehr Europa?

Genau diese Leute, die noch mehr Europa möchten, scheren sich nicht um Europäische Gerichte und deren Urteile... Auch interessieren Sie sich nicht für regeln und Gesetz Europäischer Länder... Es wird unter dem Deckmantel " Flucht und Flüchtlinge " einfach missachtet und über Bord geworfen... brauchen wir bald keine Regeln oder Gesetze mehr?

@ 19:36 von DerPhi

Volle Zustimmung und schön, dass Sie das schreiben konnten. Ich habe gestern auch finanzielle Konsequenzen für Italien durch die EU anregen wollen, aber mein Kommentar dazu kam nicht durch.

Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass die EU den Mut dazu auzfbringen würde. Sie lässt sich ja auch von Ungarn und Polen auf der Nase rumtanzen.

19:46 von dronner

in relativer Sicherheit wären die auch in Afrika und Italien hat sehr wohl ein Recht dazu,
es ist nehmlich erstrangig mal seinen eigenen Bürgern verpflichtet

@dronner: Wie naiv sind Sie?

Glauben Sie allen Ernstes, hier würden nur Leute in Seenot gerettet? Erst kürzlich hat Frontex beobachtet, wie das mit der "Seenot" so läuft ... googeln Sie mal danach. Da es beweisendes Videomaterial gibt, brauchen Sie nun gar nicht mit "Verschwörungstheorie" oder "Fake News" daherkommen.

Und das ist SICHER KEIN Einzelfall, sondern wohl die Regel.

Wie gesagt, echte Bedürftige und in Seenot Geratene gibt es natürlich und denen muss geholfen werden. Aber das ist die Minderheit ...

Show

Eine schöne Inszenierung die hier vollführt wird. Anstatt den Heimathafen Niederlande anzulaufen, in welchen immer ein Anlanderecht besteht, wird zwei Wochen vor Italien rumgedümpelt, vergeblich vor dem Menschenrechtsgerichtshof geklagt, eine riesige Propagandaschlacht über die Medien veranlaßt.

Rechtlich gibt es keine Grundlage, im gewünschten Land Gerette aus Seenot anzulanden. Vor dem Mißbrauch zur Verbringung von andernfalls nicht einreiseberechtigten Migranten kam jedoch niemand auf die Idee, Schiffe abzuweisen.

Alles so offensichtlich, die Betreiber der Sea Watch 3 müssen die Bevölkerung für also für sehr dumm halten.

@ Südstaatlerin (19:409: vollumfänglichste Zustimmung!!

hi Südstaatlerin

Vollumfänglichste Zustimmung fuer Ihren Kommentar:

Beschämend!
Ich schäme mich dafür Europäerin zu sein und tatenlos mit ansehen zu müssen, wie seit Wochen notleidende Menschen unter unwürdigsten Bedingungen von einer menschenverachtenden Bürokratie zerrieben werden. Wie war das: ... unsere soviel zitierte „Wertegesellschaft“! Alles nur leere Worthülsen!

Genau deswegen wird es Zeit, dass diese Kapitänin Rackete der EU jetzt mal auf die harte Version die Lektion "Solidarität" und die Lektion "Einhaltung der Menschenrechte" beibringt.

Denn laut NDR haben viele von denen Folterverletzungen!!

http://tinyurl.com/y5fcoslg
NDR: Wie geht es weiter für die "Sea-Watch 3"?

An Bord befinden sich auch zwei Journalisten des NDR. "Die Menschen sind traumatisiert, einige haben Folterwunden. Die Ärzte schreiben täglich Berichte, dass die Leute hier an Bord nicht weiter medizinisch und humanitär versorgt werden können",

Ganz einfach

Die Zusicherung von Deutschland und allen Ländern die sich dran beteiligen, das sie die Leute dann auch bei sich aufnehmen.
Es sind doch keine Zustände die im Mittelmeer herrschen. Es sollen mal die hier das so abtun, mal Wochenlang auf einem Schiff verbringen. Die meisten würden nach einem halben Tag die Segel streichen.
Aber Italien und Griechenland sind derzeit nicht bereit noch mehr aufzunehmen, und damit muss die EU leben.
Von dem her ist es eine Verpflichtung der Länder die hier die Rettungen machen dann auch die Leute aufzunehmen.

Kaum zu glauben

Das es hier Kommentstoren gibt die ernsthaft unterstellen, es ginge der Kaptänin darum, viele Migranten nach Europa zu bringen oder darum italienisches Recht zu brechen. Das sind Argumentstionsketten barbarischer Zeiten die nicht wiederholenswert sind!

Erschreckend, wie viele so garkeinen Dunst davon haben, worauf unsere moderne Zivilisation beruht.

1) man kann und darf Schiffbrüchige nicht auf See zurücklassen. Egal aus welchem Motiv diese einmal aufbrachen.

2) ein Schiff, Flugzeug oder auch sonstwas in Not (also Bedarf nach technischer, humanitärer oder gar medizinischer Hilfe hat) darf der Zugang zum nächsten Hafen nicht verwehrt werden oder unnötig lange Reisewege zugemutet werden.

Ich bin zu 100% sicher das dies in internationalem Recht und Seerechten geregelt ist. Und ganz sicher hat Italien dieses Recht ratifiziert.

Salvini ist derjenige im Unrecht, gelinde ausgedrückt!

@ dronner (19:46): stimmt - Internationaler Strafgerichtshof!

hi dronner

Diese Frau hat jedes Recht, die von ihr vor dem Ertrinken geretteten Menschen in einen sicheren Hafen zu bringen. Sie hat sogar die Pflicht genau dies zu tun.
Italien dagegen hat kein Recht , das zu verbieten.

korrekt!!
M.E. gehört Salvini inzwischen nach den Haag ...

nur falsches Gericht. Richtiges Gericht: Internationaler Strafgerichtshof! Siehe EMRK oder Genfer Fluechtlingskonvention oder auch sonstige Rechtsquellen.

Zu « Frank 21 »

Lieber Frank 21,
dem ist nichts hinzuzufügen.
Diese Hysterie ,die ausbricht,diese Kriminalisierung der Helfer ist unerträglich.
Und was sie fuer die CDU sagen,gilt auch fuer die anderen Parteien.
Und bei Salvini kommt mir das kot...!
Empathie fuer Die bedürftigsten Ist die Grundvoraussetzung jeder Form von Zivilisation.Und die Debatte,dass man Italien im Regen stehen hat lassen,hat damit null zu tun.
Schoenen Abend noch!

@ senior1

Bei einem Punkt haben Sie Recht. Italien musste schon unverhältnismäßig viel leisten wegen seiner geographischen Lage. Andere Länder - wie z.B. Deutschland - sollten sich mehr einbringen und Menschen aufnehmen. Menschen aus Seenot zu retten und an Land zu bringen ist aber mit keinem gesunden Menschenverstand als Verbrechen zu bewerten.

Blume

Jeder steuerzahler "macht was für flüchtlinge" . Ist ihnen das bewusst?

3KÄSEhoch

nein, Salvini bitte nicht in unsere Hochzeitsgewässer. Igitt.

S.O.S. Humanismus

Der Humanismus ist Tod. Jedenfalls in Europa. Das fällt einem ein, wenn man sich die aktuelle Flüchtlingspolitik anschaut. Italien blockiert seine Häfen, die Osteuropäer nehmen niemanden auf und bei den Griechen kriegt man nichts zu Essen, damit die Flüchtlinge ja weiterziehen. Für Shuttle-Busse an die Makedonische Grenze werden aber stets genügend Gelder bereitgestellt.

um 19:46 von dronner Da würdde jedes Gericht gnade walten lassen

>>Diese Frau hat jedes Recht, die von ihr vor dem Ertrinken geretteten Menschen in einen sicheren Hafen zu bringen. Sie hat sogar die Pflicht genau dies zu tun.<<

Genau!

Und nur das sollte vor-rang haben, immerhin heißt es im Artikel: "An Bord herrsche Notstand."...

Da muss es doch eine rettende Zuständigkeit geben...

Einfache Lösung

Alle die sich für diese Flüchtlinge einsetzen sollten eine zeitlich unbefristete Bürgschaft übernehmen und schon wäre das Problem gelöst.

@ erster Realist (19:49): siehe SOLAS-Bestimmungen

@ erster Realist

Warum kein deutscher Hafen angelaufen wird sollte bitte mal geklärt werden und Auftanken sollte doch kein Problem sein...

weil es in den SOLAS-Bestimmungen heißt, dass der nächste sichere Hafen anzulaufen ist und das ist Italien oder auch Frankreich oder Spanien. Zumindest fuer dieses Gebiet.

Und auch laut dem was die UNO dazu gesagt hat.

http://tinyurl.com/yyupbjnc
zvw.de: UN appellieren an Europa: Sea-Watch-Migranten an Land lassen (dpa, 21.06.2019 - 15:38 Uhr)

Das UNHCR erinnerte daran, dass die Rettung auf See eine seit Jahrhunderten geltende Pflicht sei. Das beinhalte nicht nur die unmittelbare Rettung aus dem Meer, sondern auch, dass die Menschen sicher an Land gebracht würden.

@OlliH, haben Sie nicht

@OlliH, haben Sie nicht mitbekommen das der EMGR im Sinne von Italien vor 2 Tagen entschieden hat und die Frau deshalb jetzt auf Konfrontation geht weil sie kein Recht bekommen hat? Bitte breitgefächerter informieren. Und schauen Sie sich mal das Video von Frontex an was vor 2 Tagen gepostet würde, viel mit Seenotrettung hat das nicht zu tun...

Tunesien

Es muss die Frage erlaubt sein, warum die Kapitänin nicht auch erwägt, in einen tunesischen Hafen einzufahren. Im Extremfall gefährdet sie durch Ihre Fixierung auf Italien die von ihr und ihrer Besatzung Geretteten und spielt damit ein sehr merkwürdiges, egozentrisches Spiel. Leider erfährt man nur wenig in der Presse darüber, warum dies keine Alternative sein könnte. Tunesien ist schließlich nicht Libyen, welches natürlich nicht in Frage kommt.

@ onkelbond

Doch! In erster Linie die Menschenrechte würde ich sagen! Wenn sich daran alle halten wäre das ein guter Start. Welche Gesetze sehen Sie eigentlich durch wen verletzt? Das von Salvinis Autorität, der Menschen ein Asylverfahren verweigern will? Oder das Gesetz des Stärkeren?

@19:31 von Biocreature

Schämen Sie sich nicht auch manchmal, wenn Sie über das nachdenken was Sie u. andere diesen Menschen zumuten?

Wer hat diese Menschen gezwungen, sich auf Wanderschaft zu begeben? Die haben sich das selbst zugemutet.

Anstatt ihre Heimat zu verlassen, sollten sie alles daransetzen, diese zu einem wirtschaftlich und politisch funktionierenden Staat zu machen. Stattdessen kneifen sie und wandern ins gelobte Europaland, wo ihnen Milch und Honig versprochen wurde, und soviel Gold, wie sie nur essen könnten.

Stellen Sie sich mal vor, vor gut 70 Jahren wären alle Europäer resigniert aus ihrem zerstörten Kontinent ausgewandert. Aber die meisten Europäer sind geblieben und haben den Kontinent wieder aus den Ruinen aufgebaut. War auch nicht einfach.

19:36 von Harald J.

"Herr Salvini hat recht: Die Kapitänin muss bestraft werden. Zunächst sofortige Verhaftung zur Kontrolle und danach eine längere Bewährungsstrafe sowie für die entstandenen Unkosten eine hohe Geldstrafe. Außerdem sollte die Seawatch dauerhaft beschlagnahmt werden."

Zur Not auch das, wenn die Unmenschlichkeit siegen sollte.

Aber die zum Teil gefolterten oder anders beeinträchtigten Schiffspassagiere sind erst mal gerettet und können behandelt werden.

Und das war der Kapitänin wichtig, 'was immer mit ihr dann passiert'.

Der Hass in Deutschland scheint groß gegen mutige und selbstlose Menschen.
Aber mehr als 13 % sind es ja nicht.

3KÄSEhoch

nein, Salvini bitte nicht in unsere Hochzeitsgewässer. Igitt.

@ onkelbond (19:51): solen die an Sepsis sterben??

@ onkelbond

Genau diese Leute, die noch mehr Europa möchten, scheren sich nicht um Europäische Gerichte und deren Urteile...<7cite>

stimmt nicht. Aber dieses Urteil vom EUGH gestern war ein Fail!! Diese Menschen haben Folterverletzungen die an Bord nicht weiter behandelt werden können!

http://tinyurl.com/y5fcoslg
NDR: Wie geht es weiter für die "Sea-Watch 3"? (27.06.2019 09:44 Uhr)

An Bord befinden sich auch zwei Journalisten des NDR. "Die Menschen sind traumatisiert, einige haben Folterwunden. Die Ärzte schreiben täglich Berichte, dass die Leute hier an Bord nicht weiter medizinisch und humanitär versorgt werden können", sagte Nadia Kailouli vom NDR Fernsehen.

Sollen die an Sepsis (Blutvergiftung) sterben oder was?? Geht's noch???

@ dronner

Völlig richtig!

Wieso muss es denn Italien

Wieso muss es denn Italien sein? Wenn man die Menschen vor der Küste Libyens aus Seenot rettet, ist der kürzeste Weg in einen sicheren Hafen Tunesien!

Piraten

Hier hat Herr Salvini 100% Recht. Schiff beschlagnahmen schon hat der Spuk ein Ende

Recht und Unrecht

Kein Land hat das Recht, einem Schiff in Seenot das Anlanden zu untersagen, Hoheitsgewässer hin oder her. Wenn an Bord Notstand herrscht, ist ein Kapitän verpflichtet, den nächsten sicheren Hafen anzulaufen. Allenfalls können Küstenwache bzw. Hafenbehörden Quarantäne verhängen, wenn sie Ansteckungsgefahr vermuten, müssen aber das Schiff mit Wasser und medizinischer Hilfe versorgen. Da kann kein Innenminister was anderes verlangen.

Salvini ist im Übrigen einer der größten Förderer des Schlepper-Unwesens. Italien hat der lybischen "Küstenwache" gemeinsam mit andern europ. Staaten Geld und Ausrüstung zugeschanzt, und genau diese Küstenwache ist Teil der Schlepper-Organisationen.
Andererseits war Deutschland bisher extrem unsolidarisch gegenüber Italien und hast damit den Rechten den Boden bereitet. Italien ist mit dem Flüchtlingsansturm überfordert. Für die Flüchtlinge auf der SeaWatch gäbe es jetzt genügend Angebote deutscher Kommunen - nur Seehofer bewegt sich nicht.

Man muss sich wohl daran gewöhnen....

....das es Länder und Bevoelkerungen gibt, die diese Art von Migration nicht wollen.

Diese noetigen zu wollen, Migranten dauerhaft anzusiedeln, bringt nichts ausser Zerwuerfnissen in der EU.

Nebenher hat Italien eine hohe Jugend -Arbeitslosigkeit und braucht diese Menschen nicht.

Es gibt Laender in der EU, die den UN Migrationspakt unterschrieben haben.
Es gibt weiterhin solche, die Stein und Bein schwören, das sich Migration für das empfangende Land lohnt.

Und die danach streben, soviel Externe wie irgend möglich anzuziehen.
Nebenher hat das Land um das es hier primär geht - D - einen sehr stark linksliberalen Zeitgeist, der sich ganz wesentlich über „Fluechtlinge“ definiert.

Es wäre daher nur konsequent, solchen Ländern das zu geben, was sie wollen :
Migration

Wenn man die Migranten konsequent rettet , in IT anlandet, und umgehend nach D weiter leitet, ist fast allen gedient.....

Die Kommentare hier wieder...

Da behaupten Menschen, die Kapitänin habe kein Recht, in fremde Gewässer einzufahren. Das ist schlicht falsch. In einem Notstand gilt grundsätzlich, dass nahezu alles erlaubt ist, um Menschenleben zu retten. Wenn sich die italienische Regierung weigert, Abhilfe zu schaffen (z.B. mit einer Versorgung des Schiffes, bis die Lage geklärt ist) hat die Kapitänin sogar die Pflicht und Verantwortung, zur Abwendung etwaiger Lebensgefahren zu handeln, auch wenn das bedeutet, im Rahmen des Notstandes Gesetze zu brechen...

Das ist übrigens auch im Deutschen Recht so - es mag noch so verboten sein, andere Menschen zu töten - aber wenn man z.B. nach einem Schiffsbruch mit einem anderen Überlebenen auf einem Stück treibholz ist, welches wegen des Gewichts langsam untergeht, ist es im Rahmen des entschuldigenden Notstandes sogar erlaubt, die andere Person zu ermorden - denn das Recht kann von niemanden erwarten, lächelnd unterzugehen. Ähnliches gilt auch hier, wenn die Lage an Bord wirklich so ist.

@ Superschlau

Also zwischen dem Engagement für andere Menschen und dem Engagement nur für die eigenen Interessen erkenne ich immer noch einen sehr deutlichen Unterschied! Vielleicht nochmal genau hingucken!

@ all Pro Sw3

Alle die nach Kürzungen der Subventionen für Italien schreien, Italien ist ein so genanntes Geberland und somit kann Italien gut für sich selber sorgen anstatt die Deutsche Bank auszuhalten, aber die NGO's dürfen die von den Schleusern übernommenen Menschen gerne nach Rotterdam, Hamburg oder bis nach Schweden schippern, Salvini wird sie sicher nicht aufhalten.

Rechtslage

"Italien dagegen hat kein Recht , das zu verbieten.
M.E. gehört Salvini inzwischen nach den Haag ..."

Doch, Italien hat das Recht dazu. Aber wozu informieren, wenn das Ergebnis der eigenen ideologischen Auffassung widersprechen könnte.

Schön wäre natürlich, wenn in journalistischen Beiträgen die Rechtslage jeweils knapp und präzise für alle Leser dargestellt würde. Das ersparte viele nicht zutreffende Argumentationsschienen.

@19:50 von John-Robie

Seenotrettung ist vorgeschrieben - wenn die Situation an Board kritisch wird ist der nächstmögliche Hafen anzufahren.

Gilt das auch, wenn die eigentliche Rettung etliche 100 Seemeilen weit weg, dicht vor der Küste eines anderen Landes war und 3 Wochen her ist, in denen der Kapitän mit dem Schiff trotz der Möglichkeit, andere Häfen anzufahren, auf See blieb, und damit die kritische Situation erst heraufbeschwor?

Re Biocreature

Immer die gleiche Forderung: wir alle sollen jetzt auch in die Bambushütte bei Wasser und Brot ziehen dann ist alles gut

Carola - ein Vorbild

Jung, schön, gebildet, tatkräftig, vorurteilsfrei, nicht einzuschüchtern und auf der richtigen Seite im Kampf gegen Chauvinismus, Nationalismus und Großmachtgehabe.

Wie wäre es mit dem Friedensnobelpreis? :)

@ Harald J

Aha. Also Sie haben das Strafmaß für das Einfahren in italienische Hoheitsgewässer hier aus Ihrem Gefühl heraus auf eine Bewährungsstrafe und Enteignung festgelegt? Interessant. Dann schlage ich doch auch mal eines für Herrn Salvini vor für seine Verweigerung den Geflüchteten ihre Menschenrechteund ein Asylverfahren zu gestatten : Amtsentzug und 15 Jahre Gefängnis.

ziviler Ungehorsam. Aber...

Nein, man muß nicht alle Gesetze einhalten - ziviler Ungehorsam, "Nonviolence" usw. sind etablierte Techniken, um sich gegen eine Übermacht zur Wehr zu setzen.
Und bitte erst über Seerecht informieren, dann über den Kapitän der SeaWatch urteilen. Und ihr und der Crew noch zu unterstellen, ihre gehe es gar nicht darum, Menschen zu retten... bitte bleiben Sie realistisch, Sie wissen doch nicht, was andere Leute denken!!

Klar dürfte eh sein, daß es hier nicht mehr um Seenotrettung ieS, sondern um eine politische Aktion gilt - Ziel ist, Italien dazu zu bringen, seine Häfen zu öffnen.

Aber beim zivilen Ungehorsam, bei Nonviolence usw. liegt es eben dennoch im Auge des Betrachters, was als unterstützenswert angesehen wird. Und Flüchtlingshilfe - und erst recht à la SeaWatch - ist eben immer nur eine Flickschusterei. Damit wird Menschen geholfen, die in Seenot sind... aber zugleich werden weitere ermutigt.

Das eigentliche Problem ist ein anderes:

Hafen hier... Hafen da.

#Am 27. Juni 2019 um 19:45 von Blume93
Wahnsinn...
...wie hier so viele Leute darüber diskutieren, dass Frau Rackete doch einen anderen Hafen suchen könnte und sich über sie ärgern, während sie selbst zu Hause sitzen und wohl gar nichts für Menschen auf der Flucht tun.

Mal anders gesehen... ich sitze gern zu hause und tue nichts für Flüchtende die freiwillig sich in Lebensgefahr begeben. Und ja, Frau Rackete hatte immer die Wahl einen anderen Hafen anzusteuern. Den Hamburger Hafen zB.hätte sie es getan wäre sie jetzt schon wieder auf dem Rückweg zum Mittelmeer um weitere zu retten. anstatt trotzig ihre Moralvorstellungen versuchen durchzusetzen.

@Lutz Jüncke, 18:58

„Leute, ein Rechtsstaat steht und fällt mit der Respektierung und Durchsetzung demokratisch beschlossener Rechtsstatuten“

Die Frage ist nur: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der Begriff „demokratisch“ nach dem allgemeinen Rechtsempfinden - also dem der gesamten(!) Bevölkerung - tatsächlich (und nicht nur den Gesetzestexten und deren Interpretation durch einige von Berufs wegen in die Materie „Eingeweihter“ zufolge) zutreffend ist?

„Ein Schiff, das durchaus anderswo anlanden kann, dürfte wohl kaum einen übergesetzlichen Notstand darstellen ...“

WO anders anlanden kann?

Verantwortung.

Wenn ich, weil meine Frau dringend ins Krankenhaus muss, in der Stadt mit 100 fahre, riskiere ich bewußt meinen Führerschein und Leben und Gesundheit anderer. Dem Richter mag mich mit Milde behandeln, aber die Strafe ist unvermeidlich und berechtigt. Das allgemeine Recht steht über meiner Not.

Hinweis

Danke für den Hinweis. Sicher nicht die Regel aber wohl doch eine Methode.

Verantwortungslos

Die Dame behauptet das Wohl der Menschen an Board im Blick zu haben, statt diese aber am nächsten Hafen abzuliefern wählt sie lieber den einzigen Hafen, von dem sie ganz sicher sein kann das ihr dort ein Anlegeverbot droht. Damit gefährdet sie massiv die Sicherheit und Gesundheit ihrer Passagiere, obwohl es akzeptable Alternativen gibt.

In meinen Augen stellt diese Frau ihre persönlichen politischen Ideen über das Wohl von Menschen. Das empfinde ich als widerlich und zutiefst verwerflich!

Eines verstehe ich hier bei nicht

Es muss doch möglich sein die Flüchtlinge von Sea-Watch sicher an Land zu bringen.Muss ja nicht Italien sein. Nach Hamburg kann es doch auch gehen zu mal schon mehrere Kommunen in Norddeutschland zugesagt haben die Flüchtlinge aufzunehmen.

Es ist doch eigentlich nicht so schwer......

Wenn Deutschland und Europa eine Flüchtliingspolitikbetreibt, die die Statuten der Flüchtlingsorganisationen als Blaupause hat, haben wir in Europa in kürzester Zeit einen Rechtsruck in nie da gewesenem Ausmaß. Ich verstehe einige Fremdsprachen und kann ihnen sagen, dass während des Europawahlkampfes die Flüchtlingspolitik in den Niederlanden, Italien etc. durchaus immer noch eine Rolle gespielt hat. Das Vertrauen einiger Bürger in die Fähigkeit des Staates, zwischen rechtmäßiger und unrechtmäßiger Migration entscheiden zu wollen, ist tief erschüttert, wodurch sich die u.a. die kategorische Haltung der italienischen Regierung erklärt. Kriminelle Handlunge führen meist erst recht dazu, dass jemand nicht mehr abgeschoben werden kann. Leider ist mit Menschen, die Grenzen per se abschaffen wollen, die nicht verstehen wollen, dass millionenfache Einwanderung in die Sozialsysteme (tut mir leid, dass ist doch einfach so) stattfindet, eine differenzierte und strenge Asylpolitik nicht möglich.

Schon als die Sea Watch 3 noch vor der 12 Meilen Zone

hin und her fuhr, wurde der Kapitänin ein Schriftstück von Italien überreicht.
In den 7 verbleibenden Tagen hätte sie bequem Frankreich oder Spanien erreichen können. Warum hat sie das nicht gemacht?

@ Sisyphos3

Aha. Also Sie denken es gibt irgendwo das Gesetz: "vor der Durchführung eines Asylverfahrens und der Hilfe Notleidender muss ein Staat erstmal seinen eigenen Staatsbürgern gerecht werden."? Ihre Ideologie ist zum Glück noch nirgends Grundrecht!

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Verbrechen gegen die die Menschlichkeit ist ein Straftatbestand im Völkerstrafrecht. Herr Salvini gefährdet aus niederen, populistischen
Beweggründen die Unversehrtheit und das Leben von Flüchtlingen, ich sehe den Tatbestand als erfüllt. Nicht die Lebensretter, sondern er gehört vor einen internationalen Gerichtshof und abgeurteilt!
Dr. Andreas Hermülheim

um 19:50 von John-Robie

>>"Seenotrettung ist vorgeschrieben - wenn die Situation an Board kritisch wird ist der nächstmögliche Hafen anzufahren."<<

Dabei ist der nächstmögliche "sichere Hafen" nicht wie in dem Zusammenhang mit illegalen Migranten aus Libyen nicht sicher in Bezug auf die politische Lage vor Ort, sondern sicher in Bezug auf die sichere Erreichbarkeit von Schiff und Crew was ein großer Unterschied ist.

19:55 von greenfield

Genau so sieht's aus.

19:55 von greenfield

die Diskussion ist so was von albern

ist es Seenot wenn einer einzig und allein in der Absicht aufs Meer rausfährt
sich auffischen und an ein bestimmtes Ziel bringen zu lassen ?

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Verbrechen gegen die die Menschlichkeit ist ein Straftatbestand im Völkerstrafrecht. Herr Salvini gefährdet aus niederen, populistischen
Beweggründen die Unversehrtheit und das Leben von Flüchtlingen, ich sehe den Tatbestand als erfüllt. Nicht die Lebensretter, sondern er gehört vor einen internationalen Gerichtshof und abgeurteilt!
Dr. Andreas Hermülheim

Hier geht es in erster Linie um Seenotrettung...

Schuldzuweisungen gegen den Kapitän
sind sicherlich nicht angebracht und erst Recht nicht so menschenverachtend wie manche Foristen es tun...

Es ist schon unglaublich was man teilweise hier lesen muss, ist die Zensur doch oft wesentlich strenger...

Seenotrettung

Ich kann mich nur wiederholen: Seenotrettung ist international geregelt, dabei ist es vollkommen unerheblich, wer, wann und warum rettet - er hat die Pflicht zu retten!

Alle, die das nicht auf den Schiff-Prüfungen gelernt haben, sollten sich hier zurücknehmen, sorry!

@DerPhi

Entweder sind alle ein demokratisches Europa, oder wir brauchen Europa gar nicht mehr. Wenn man Polen, Ungarn, Italien nach Ihren Vorstellungen ausschließt, dann sollten die uns einfach den Marktzugang nehmen. Denn am Ende ist das der Deal der Wirtschaftsgemeinschaft Europa.

Europa könnte ja einfach mal einen Bürgerentscheid machen, ob Mittelmeermigranten aufgenommen werden sollen oder nicht.

"Ich habe gestern auch

"Ich habe gestern auch finanzielle Konsequenzen für Italien durch die EU anregen wollen"

Und Sie meinen "die EU" würde das wirklich beschliessen?

ziviler Ungehorsam. Aber... (2) [wir sind mitverantwortlich]

Das eigentliche Problem ist das internationale - v.a. afrikanisch-europäische - System, Menschen jahrelang in wirtschaftlicher Armut und/oder politischer Unterdrückung leben zu lassen... obgleich die Welt heute so globalisiert ist, daß sowohl die Armen/ Unterdrückten wie auch die reiche(re)n Demokratien jeweils von der anderen Seite wissen!

Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Armen / Unterdrückten aufmachen...

... dabei hätten die reiche(re)n Demokratien jahrelang aktiv werden können: Ernstgemeinte wirtschaftliche Zusammenarbeit, v.a. im klein- und mittelständischen Bereich (!), Unterstützung bei (Aus-)Bildung usw. - da ist seit Jahrzehnten Luft nach oben.

Ja, in Afrika bewegt sich schon viel. Aber eben nicht so schnell, daß es für individuelle Menschen reicht. Die wollen mehr Arbeit und mehr Freiheit - nicht erst in 20 oder 50 Jahren!

Kurz: Auch wenn ich die SeaWatch-Aktion skeptisch sehe - die Ursachen haben wir alle mitverursacht. Zeit, das zu ändern!

Verrohung unserer Gesellschaft

Hätten die 42 Menschen an Bord die "richtige" Hautfarbe und den "richtigen" Pass käme niemand auch nur auf die Idee, das Einlaufen in den Hafen zu verhindern. Der Wert des menschlichen Lebens darf aber nicht von Hautfarbe und/oder Herkunft abhängen, also lasst die Menschen an Land und gerne auch nach Deutschland!!!

19:51 von OlliH

"Gesetzesbrecher und Flüchtlingshelfer"

Man muss sich mal langsam auf der Zunge zergehen lassen, wessen Geistes Kind jemand ist, der beides im gleichen negativen Kontext sieht.

Meinen Sie das etwa so wie "Kinderschänder und Notarzt" als Wortpaar?

Verrückt, wohin sich derzeit unsere Gesellschaft moralisch bewegt.

Menschenverstand setzt komplett aus.

Die Foristen haben recht.....

.... die Kapitänin muss bestraft werden. Mit dem Bundesverdienstkreuz plus dem Friedensnobelpreis. Für die Rettung Ertrinkender, für humanitäre Hilfsleistung, die die EU nicht leisten mochte. Und für ein mutiges Einschreiten, wo alle anderen Hilfsorganisationen versagten. Hut ab!

wildwestmanier

Unerträglich wie sich Rackete hier über geltendes Recht von Italien hinwegsetzt. Ich frage mich, für was es überhaupt Gesetze gibt, wenn diese nach Gutdünken übertreten werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass diese Gesetzesbrecher eine gerechte Strafe bekommen!

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Verbrechen gegen die die Menschlichkeit ist ein Straftatbestand im Völkerstrafrecht. Herr Salvini gefährdet aus niederen, populistischen
Beweggründen die Unversehrtheit und das Leben von Flüchtlingen, ich sehe den Tatbestand als erfüllt. Nicht die Lebensretter, sondern er gehört vor einen internationalen Gerichtshof und abgeurteilt!
Dr. Andreas Hermülheim

@ twothe 20.12h - es gibt kein Anlegeverbot

...............statt diese aber am nächsten Hafen abzuliefern wählt sie lieber den einzigen Hafen, von dem sie ganz sicher sein kann das ihr dort ein Anlegeverbot droht................

Es gibt kein Anlegeverbot für in Not geratene Passagiere. Da können Sie internat. Gesetze noch so vergewaltigen.

Gilt Ihre Behauptung auch für deutsche Touristen, die in Seenot geraten? Bestimmt nicht, denn dt. Touristen haben ja eine andere Wertigkeit als gefolterte Flüchtlinge, nicht wahr?

@18:58 von Lutz Jüncke

Ich beneide Sie um Ihre unaufgeregte Art zu argumentieren.

@ 20:23 von Antaeus61

Herr Salvini gefährdet aus niederen, populistischen
Beweggründen die Unversehrtheit und das Leben von Flüchtlingen, ich sehe den Tatbestand als erfüllt.

Nein, nicht bei Salvini, sondern bei Frau Rackete ist eher der Tatbestand erfüllt.
Und wie man von den Australiern lernen kann, ist so eine Politik am Ende für Alle am menschlichsten. Dort ertrinken keine Migranten mehr und die Menschen im Zielland werden geschützt.
In Sachen Rechtstaatlichkeit steckt die EU noch in den Kinderschuhen, aber manche wie Salvini wollen die Situation zum Glück verbessern.

»Sicherer Hafen« ≠ »sicherer Hafen«

Klar, in vielen Fällen sind Häfen in Libyen schneller zu erreichen; sind sie aber »sicher«?

Unterstellt, es sei die Übersetzung von englisch »safe«, bzw. »safe haven«, so sind diese in Kenntnis der Lage vor Ort eben nicht »safe«, sondern höchstens »secure«, also im technischen Sinne sicher oder sicher zu erreichen, nicht aber in Sinne der Bedeutung »schützend« von »safe«.

Somit muss ein vom Wortsinne her ein »safe haven/Sicherer Hafen« die betroffenen auch schützen. Man stelle sich vor, vor Piraten Geflohene kommen in Seenot und müssten wieder in den Piratenhafen zurückgebracht werden, nur weil es der nächsterreichbare sei. Absurd.

@ morgentau um 20:21

Zitat "Salvini sollte ein Exempel statuieren:
Kapitänin vor Gericht stellen, aburteilen. etweder hohe Geldstrafe o. Haft verhängen!"

Ich hatte garnicht mitbekommen, dass Italien jetzt eine Monarchie ist.

Merken Sie es noch?

Nehmen wir mal an, die Grünen gewinnen die nächste Wahl. Soll dann Frau Göring-Eckhart sie für Ihren Post 5 Jahre ins Verlies stecken wenn es ihr nicht gefällt was Sie schreiben?
Oder ist das dann was anderes?

Merken Sie es überhaupt noch?

Wie schon geschrieben, unglaublich wie gut es manchen inzwischen geht, das sie komplett vergessen haben worauf unsere Gesellschaft und unser Staat überhaupt basiert.

Wie kann man nur so.....

Unmenschliche Kommentare schreiben.
Das Problem hat Europa vergeigt, schaut immer noch weg.
Die Menschen fliehen zu großen Teil nicht aus Spass. Afrika ist zum grossen Teil korrupt, diktatorisch von Terrorgruppen beherrscht.
Und diese Menschen, die Hilfe brauchen werden hier beschimpft.
Hochachtung vor der Kapitänin

re konsenssoße

"Und wie man von den Australiern lernen kann, ist so eine Politik am Ende für Alle am menschlichsten. Dort ertrinken keine Migranten mehr und die Menschen im Zielland werden geschützt."

Natürlich ertrinken die. Guckt nur keiner hin.

Im Indischen Ozean kann eine Boeing 777 verschwinden und wird nie mehr gefunden. Setzen Sie das mal ins Verhältnis zu einem Flüchtlingsboot.

@19:45 von Blume93

"Wahnsinn...
...wie hier so viele Leute darüber diskutieren, dass Frau Rackete doch einen anderen Hafen suchen könnte und sich über sie ärgern, während sie selbst zu Hause sitzen und wohl gar nichts für Menschen auf der Flucht tun."

Eine gewagte Schlussfolgerung. Sind Sie sicher, dass die, die hier mit schönen Worten glänzen, mehr tun, als diejenigen, die das Verhalten der Kapitänin nicht richtig finden?
Ich kenne jedenfalls engagierte Flüchtlingshelfer, die ziemlich sauer auf diese NGOs reagieren.
Was tun Sie für Menschen auf der Flucht? Wie lange fühlen Sie sich für diese Menschen verantwortlich? An andere 'abgeben' reicht nicht.

@21:32 von Konsenssoße

Und wie man von den Australiern lernen kann, ist so eine Politik am Ende für Alle am menschlichsten. Dort ertrinken keine Migranten mehr und die Menschen im Zielland werden geschützt.

Ja, das klingt wirklich gut. Die Menschen in den Zielländern werden geschützt… vor was ? Na egal, sie werden geschützt. Und die Flüchtlinge ertrinken nicht.
Das ist perfekt !

Oh... dafür aber müssen sie im (auch und überwiegend) von uns Europäern verursachten Elend verweilen. Da hungern, Krankheiten und Gewalt erdulden und sie haben keine Chance auf ein Leben, welches auch nur ganz annähernd so ist, wie es für uns selbstverständlich ist. Einfach, weil wir hier und die da geboren worden sind.

Aber immerhin: Ertrinken tun sie nicht !

@Hinterdiefichte

"Ein Hoch auf den Bürgermeister Salvini! Seit er rigoros gegen diese Feuerwehr vorgeht, sterben weniger Leute auf der Strasse. Die Bewohner des brennenden Hochhauses "Afrika" erkennen, dass ihr Vorhaben, aus dem Fenster zu springen, immer öfter fehlschlägt. Viel weniger Hausbewohner wagen dann dieses riskante Unterfangen und es wird weniger auf das Pflaster aufgeschlagen und gestorben. Salvini rettet also Leben. Freilich will das kein Linker hören, denen es gar nicht so sehr um das Lebenretten zu gehen scheint, als eher darum, kostenlose Sprungtücher durchzusetzen. Hart bestrafen diese Leute.

Darf man hier noch "Unbedarftheit" zu Gunsten des Autors unterstellen? "Blanker Zynismus" trifft es besser. Afrika brennt. Weil wir Industrienationen es mit der "Globalisierung" angezündet haben, um unsere Warenüberschüsse los zu werden.

Sie sterben nicht "weniger". Nur "ausser Sicht".

gefällt mir nicht

Das Verhalten der selbsternannten Held*innen gefällt mir nicht. Ich finde, auch sie wollen eine politische Agenda durchdrücken. Sie selbst und ihre Mission stehen zu sehr immer im Mittelpunkt, nicht die Menschen, die sie retten wollen. Stünden diese Menschen im Mittelpunkt, wären sie um derenwillen kompromissbereiter und würden nach neuen Lösungen und Häfen suchen.

Viele schreiben, es ginge ja nur um 40 Menschen, aber es sind ja Hunderttausende, die bereits in den vergangen Jahren auf diese Weise nach Italien gebracht wurden, also weit mehr als 40. Diese Argumentation ist unehrlich.

Es wird auch gesagt, die anderen würden ja nur zu Hause sitzen und nichts für Flüchtlinge tun. Das ist eine bösartige Unterstellung. Man kann auch in Deutschland sein und viel für Flüchtlinge tun, bei der Integration helfen, beim Sprachelernen helfen usw. Es wäre glaubwürdiger, würde sich Sea Watch auch darum kümmern und Teile ihrer Gelder für die weitere Versorgung der Geretteten verwenden.

Eine deutsche Kapitänin....

..... Sie hat nicht nur dem italienischen Popanz Salvini vor den Latz gehauen, sondern auch dem Rechten Pack daheim den Stinkefinger gezeigt. Das nenne ich echte Zivilcourage. Frau Rackete, alle Achtung! Heute ist ein Tag zum Feiern. Heute bin ich stolz, ein Deutscher zu sein.

Unglaublich, die italienische

Unglaublich, die italienische Regierung lässt sich von dieser jungen Frau erpressen. Wie lange noch ?

Am 27. Juni 2019 um 20:13 von DemokraSte

"@ Sisyphos3
Aha. Also Sie denken es gibt irgendwo das Gesetz: "vor der Durchführung eines Asylverfahrens und der Hilfe Notleidender muss ein Staat erstmal seinen eigenen Staatsbürgern gerecht werden."?

Sie haben Recht.

Niemand kann sich aussuchen, in einem diktatorisch oder demokratisch Staat geboren zu werden, in einem reichen oder armen Land, als Mann oder als Frau, in einer reichen oder armen Familie, als Angehöriger einer Minderheit etc.

Doch entscheidend über das, was einen Menschen erwartet an Wissen, Glück, Gesundheit, Erfolg, an Leiden, Unsicherheit, Gewalt, Krankheit, ist auch
die Staatsbürgerschaft.

Nicht alle Angehörigen eines Staates können gleich reich und gleich erfolgreich sein.

Aber die Angehörigen eines Staates sollen neben der Hilfe im Notfall auch ein Minimum an Chancengleichheit und an wirtschaftlichem Ausgleich haben.

Wenn nicht, fühlt man sich dem Schicksal gegenüber machtlos.

Die Staatsbürgerschaft ist schon entscheidend

"unmenschlich"

Jede*r, die/ der sich kritisch zu der Mission äußert, wird als "unmenschlich" bezeichnet. Das ist eigentlich Rassismus pur: dem Gegner oder dem Fremden das Menschsein abzusprechen.

21:35 von püppie

Nein, Püppie, ich merke gar nichts!

Zum Glück haben sie das Recht gepachtet.

Na klar, Italien ist keine Monarchie, will ich ihnen nur mal sagen.

Ich will nur sagen, dass Gesetzesbruch Gesetzesbruch ist!

Und dieser soll/muss sanktioniert werden! Sonst sind Gesetze unnötig.

Wenn vor ihrer Wohnungstür steht: Kein Einlass, und jemand dringt in ihre Wohnung ein, wären sie davon begeistert?

Jeder, der sich auf dem Meer in Not befindet, muss gerettet werden. Darüber muss ich normalweise nicht sprechen.

Jeder hat das Recht auf Migration!

Aber ein Land ist nicht verpflichtet, jeden aufzunehmen.

In diesem und vielen anderen Fällen kann die Rettung durch Anfahren eines beliebigen afrikanischen Hafen geschehen (ist wohl näher als EU) - aber nicht in einen Hafen, in dem Fall Italien, die es verboten haben.

Die Kapitänin ist im Unrecht!

Und es wird auch nicht zum Recht, nur weil sie gerettete Menschen an Bord hat!

PS. "Merken sie es noch", ist kein Argument, sondern eine dä.....Floskel!

Wir brauchen eine EUROPÄISCHE

Wir brauchen eine EUROPÄISCHE LÖSUNG.
Diese deutschen Alleingänge sind kontraproduktiv. Sie sorgen für Ärger über innerhalb Europas und das eigentlich ohne Grund. Das ist doch nicht nötig.
Und natürlich sollen die Menschen nicht im Mittelmeer ertrinken!!

@ 21:46 von karwandler

Natürlich ertrinken die. Guckt nur keiner hin.

Falsch. Es sei denn sämtliche Schiffe die versuchen Australien zu erreichen würden untergehen. Man versucht es gar nicht mehr weil das Zielland klare Botschaften sendet dass sie nicht willkommen sind. Salvini macht das jetzt auch. Und diese Politik rettet Leben, überall.

@riewekooche: »Wanderschaftszwang«

»Wer hat diese Menschen gezwungen, sich auf Wanderschaft zu begeben? Die haben sich das selbst zugemutet.«

Eine recht naive Weltsicht.
Hat doch (neben weiteren Faktoren) áuch die EU-Politik und -Freihandelsknebelverträge dazu beigetragen, dass Afrikanern ihre Lebensgrundlagen vor Ort entzogen sind. Die lokalen Gemüse und Geflügelproduzenten kommen ebensowenig gegen europäische Dumpingimporte an, wie die örtlichen Fischer, die unmöglich gegen EU-Fangflotten anfischen können.
Und so wandern afrikanische Tomatenbauern den Tomaten entgegen, deretwegen sie selbst arbeitslos wurden.

Mindestens diese europäisch verursachten und EU-politisch beeinflussbaren Faktoren müssen korrigiert werden, bevor die EU, ihre Politiker und Einwohner auch nur wagen dürfen, sich aufs hohe Ross zu setzen.

(Von den kolonialzeitlichen Faktoren rede ich erst garnicht.)

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