Ihre Meinung zu: Trockenheit: Deutschland ist in diesem Sommer bisher zweigeteilt

25. Juni 2019 - 14:13 Uhr

Das Dürrejahr 2018 ist noch in guter Erinnerung. Auch jetzt ist es in Deutschland wieder heiß und trocken. Es gibt aber ein unterirdisches Nord-Süd-Gefälle.

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Kommentare

keinen Grund, die Lage zu dramatisieren

gute Idee, sachlich zu berichten
und auf Sensationsjournalismus zu verzichten

Trockenheit: Deutschland ist ...

Zu trocken, das sieht jeder, das weiß jeder - das ändert sich, zumindest im Norden, sobald die Nordsee nicht mehr hinter den Deichen bleibt, kein andauerndes Problem also, die Lösung liegt nah.

Landwirtschaft

Obwohl viele Böden im Osten sandig sind und so schlecht Wasser halten können leben doch kaum Menschen dort. Der Wasserverbrauch ist also an sich gering. Doch warum ist dann die Bodentrockenheit im Osten und Norden schlimmer als im Rest? Weil es wenig regnet. Wir haben viel zu wenig Laubwälder im Norden und Osten wohin der Süden noch genügend Baumbestand hat. Gut, Brandenburg hat viele Forste aber die sind fast gänzlich Kiefer, Nadelbäume die kaum Wasserumsatz haben. Und das hat nicht nur was mit Deutschland zu tun. Auch in Frankreich gibt es viel zu wenig Wald. Die Landwirtschaft ist schuld, dass es kaum noch regnet. Die Pflanzen sind spezialisiert mit so wenig Wasser wie möglich zu wachsen. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Pflanzen nur sehr wenig Wasserdampf abgeben. Das Prinzip Regenwald funktioniert nicht nur im Regenwald. Dieses Prinzip gilt überall! Und wenn es dann mal regnet kann der Boden das Wasser nicht halten oder lässt es erst gar nicht rein, verdichtet wie er ist.

So schlimm

scheint es ja dann doch nicht zu sein. Trotz der Erfahrungen des letzten Jahres sind große Teile unserer Entscheider in Politik und Industrie (in Deutschland und Weltweit) nicht bereit, etwas gegen das Fortschreiten des Klimawandels zu unternehmen. Geschweige dann mal an einem Strang zu ziehen und gemeinsam nach Auswegen zu suchen.
Aber was soll's, nach mir die Sintflut, oder in diesem Fall besser Wetterchaos mit steigenden Meeresspiegel, auf das Berlin einen Hochseehafen bekommt.

auch dazu ...

Die Sahara wird immer größer.
In den letzten knapp 100 Jahren ist die größte Wärmewüste der Erde
um rund zehn Prozent gewachsen,
.
ist das jetzt auch auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen
wenn die Sache nicht vor 50 Jahren begann sondern bereits vor 100 Jahren ?

15:29 von Jayray

klingt einleuchtend
war erst kürzlich im Norden
da gibt es doch massenhaft Seen
wirkt sich deren Verdunstung nicht auch entsprechend aus ?

Dürre

Ich meine das es in der übrigen Zeit genug regnete, da sollte man Wasser speichern/deponieren und bei Dürre bewässern?

Ja, die Wälder werfen auch

Ja, die Wälder werfen auch Schatten, früher im Mittelalter waren die Äcker noch mit Sträuchern umsäunt, heute wegen der Bequemlichkeit einfach weg gerodet.

Ich denke, wir werden uns an weitere Dürrejahre gewöhnen müssen, inklusive Stürme. Der Wald wird es schwer haben. Eine Menge Tannen sehe ich bereits vom letzten jahr eingegangen (Flachwurzler brauchen mehr Regen). Bin mal gespannt... -mnich würde interessieren, ob man bei uns trotz Winter mit Versandung (Wüstenbildung) rechnen kann, wenn es so weiter geht bzw. schlimmer wird?

Ganz ehrlich

Die Landwirte haben selber Schuld. Warum haben sie die Knicks oder Hecken um ihre Äcker und Wiesen abgeholzt? Um ihre Wiesen und Felder größer zu machen. Aber diese Hecken hatten einen Sinn, nämlich die Bodenerosion zu verhindern. Der Wind trocknet den Boden aus und trägt das kostbare Land weg

15:22, Sisyphos3

>>keinen Grund, die Lage zu dramatisieren
gute Idee, sachlich zu berichten
und auf Sensationsjournalismus zu verzichten.<<

So wie in Artikel, der hier kommentiert wird.

"keinen Grund, zu dramatisieren"

„Auch die Jahre 1974 bis 1976 waren dem Klimaforscher zufolge sehr trocken.“ Zu dieser Zeit ging es doch schon los mit dem Phänomen, daß sich die Winter abschwächten. Und die heißen Sommer haben seitdem an Häufigkeit zugenommen. Was ist, wenn anders als in den siebziger Jahren Trockenheit und Wassermangel zum Dauerphänomen werden?

Klimaforscher Marx sieht „keinen Grund, die Lage zu dramatisieren.“ Gibt es denn einen Grund, die Lage zu verharmlosen? Die Coolness, die der Klimaforscher hier an den Tag legt, scheint mir mehr an seinem Alter als an den Klimadaten zu liegen.

15:30 von Schalk01

Zitat:"Aber was soll's, nach mir die Sintflut, oder in diesem Fall besser Wetterchaos mit steigenden Meeresspiegel, auf das Berlin einen Hochseehafen bekommt."

Vielleicht warten sie deshalb solange mit der Fertigstellung von BER, damit der Umbau zum Hafen nicht zu teuer wird... :-)

16:00, Sisyphos3

>>auch dazu ...
Die Sahara wird immer größer.
In den letzten knapp 100 Jahren ist die größte Wärmewüste der Erde
um rund zehn Prozent gewachsen,
.
ist das jetzt auch auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen
wenn die Sache nicht vor 50 Jahren begann sondern bereits vor 100 Jahren ?<<

Der schwedische Physiker, Chemiker und Nobelpreisträger Svante Arrhenius hat den menschengemachten Klimawandel bereits vor 124 Jahren beschrieben und den Temperaturanstieg in Korrelation zur CO2-Konzentration in der Luft erstaunlich exakt berechnet.

@jayray.

Soso,die Landwirtschaft ist am wenigen Regen schuld...

Bei uns eher die Errichtung des Fränkischen Seenlandes...aufziehende Wolken driften an uns vorbei und ziehen in dessen Richtung..

Und..wer soll uns ernähren,wenn die Landwirtschaft für alles Schlimme verantwortlich gemacht wird?

16:25, stupid - first

>>@Jayray 15:29
Guter Beitrag. Man spricht nicht umsonst vom ökologischen Gleichgewicht.<<

Sie meinen wirklich, der Forist hätte Recht mit der Behauptung, es würde in Süddeutschland mehr regnen, weil dort mehr Bäume stünden?

Es regnet viel in Deutschland, weil hier vorherrschend Westwinde wehen.

Das ist aber seit geraumer Zeit schon nicht mehr so. Mittlerweile sind Westwindlagen die Ausnahme und nicht die Regel.

Die Zirkulation der Luftmassen auf der Nordhalbkugel is massiv gestört. Anstelle einer West-Ost-Zirkulation erleben wir immer mehr Süd-Nord- und Nord-Süd-Wetterlagen.

Der Mai war von Nordwinden geprägt, deshalb war er so kalt und im Norden so trocken. Der Norden ist nämlich flach, weswegen die Luft auf ihrem Weg nach Süden nicht aufsteigen musste. Aufsteigende Luft wird kälter, wodurch sie weniger Feuchtigkeit halten kann, es regnet also. Im Süden gibt es das Alpenvorland und die Alpen, den sogenannten Alpennordstau. Da kam dann alles runter.

Trockenheit

Es ist wie im amerikanischen sueden. Trotz viele laubbaeume ist der boden trocken und stark verdichtet.
Es ist tropenheiss im sommer teilweise geht die gefuehlte temperatur auf 42 celsius es gibt starkregen der dringt aber nicht ein sonder laeuft ab. Ergo ueberschwemmungen.
Als ich mein haus gebaut habe und einen keller wollte war der boden bis 2,5 meter knochen trocken. laut meinen nachtbahren war es frueher nicht so die hatten sogar einen brunnen. Da ich kein wissenschaftler bin kann ich nur vermuten dass die ausbeutung von trinkwasser die spiegel gesenkt hat. Schade dass wir unseren nachfolgern eienen solchen planeten hinterlassen.

@jayray 15:29

Volle Zustimmung!
Nicht umsonst steht im UN-Umweltbericht die Übernutzung /Umnutzung an erster Stelle, auch wenn es L.Motaa und den Öko-Investment- Bankern gar nicht gefällt!

16:00 von Sisyphos3

Sie werden zwar nicht müde, immer wieder gegen die Tatsache des menschenbeeinflussten Klimawandels anzugehen. Aber Sie wissen vielleicht trotzdem, dass die Industrialisierung nicht vor 50, sondern vor über 200 Jahren begann und der Mensch einfach ein bisschen Zeit braucht, um seinen Lebensraum zu ruinieren...

Grundwasser ist genug zur bewässerung da...

Man muss es nur nach oben fördern wollen...

Da werden staatliche Bewässerungs-Programme notwendig, erst recht wenn her Scheuer Millionen im Sand setzen kann, aber für sinnvolle Sachen ist dann kein Geld mehr da...

Nächstes Oderhochwasser

Nächstes Oderhochwasser einfangen und speichern. Dann hats genug wasser. Geht auch mit rhein, mosel, main, neckar...
Man muss halt auch wollen. Mit schwarzer null geht halt alles kaputt.

Ich ziehe Grundwasser aus 18 Meter tiefe...

Damals beim bohren war bereits bei 11 Meter Wasser, mittlerweile liegt dieser bei 15 Meter, mal gut das ich damals tiefer gebohrt hatte...

um 17:23 von fathaland slim " Eigentlich haben wir genug Regen..

>>@Jayray 15:29
Guter Beitrag. Man spricht nicht umsonst vom ökologischen Gleichgewicht.<<

Sie meinen wirklich, der Forist hätte Recht mit der Behauptung, es würde in Süddeutschland mehr regnen, weil dort mehr Bäume stünden?

Es regnet viel in Deutschland, weil hier vorherrschend Westwinde wehen.

Das ist aber seit geraumer Zeit schon nicht mehr so. Mittlerweile sind Westwindlagen die Ausnahme und nicht die Regel.

Die Zirkulation der Luftmassen auf der Nordhalbkugel is massiv gestört. Anstelle einer West-Ost-Zirkulation erleben wir immer mehr Süd-Nord- und Nord-Süd-Wetterlagen.<<

//

Dadurch kommt es zu der aktuellen Sahara-Luft...

Und der Hitze...

Wir sollten es dennoch gelassen sehen, weil es vorbei geht...

Und endlich mal Sommer wie er einmal war...

Wasserverbrauch

@ erster Realist:
Ich ziehe Grundwasser aus 18 Meter tiefe...

Die Nachbarn werden es zu spüren bekommen. Können die sich auch einen Tiefbrunnen leisten?

17:51, Superschlau

>>Nächstes Oderhochwasser einfangen und speichern. Dann hats genug wasser. Geht auch mit rhein, mosel, main, neckar...
Man muss halt auch wollen. Mit schwarzer null geht halt alles kaputt.<<

Ja klar.

Einfach durch die norddeutsche Tiefebene einen Damm bauen und sie in einen riesigen Stausee verwandeln, nicht wahr?

Wirklich superschlau.

re nicht superschlau

"Nächstes Oderhochwasser einfangen und speichern. Dann hats genug wasser. Geht auch mit rhein, mosel, main, neckar...
Man muss halt auch wollen."

Dann organisieren Sie mal eine Eimerspende zum Einfangen und Speichern des Hochwassers ...

18:01, erster Realist

>>Wir sollten es dennoch gelassen sehen, weil es vorbei geht...

Und endlich mal Sommer wie er einmal war...<<

37 Grad im Juni gab es früher gewiss.

In vorgeschichtlicher Zeit.

Nur ausgeglichener Haushalt ist nachhaltig

@ Superschlau:
Nächstes Oderhochwasser einfangen und speichern. Dann hats genug wasser.

Das Flusswasser ist bei Überschwämmungen ziemlich dreckig. Wie wäre es mit Regenwasser sammeln und mehr private Zisternen anlegen?


@ Superschlau:
Man muss halt auch wollen. Mit schwarzer null geht halt alles kaputt.

Umgekehrt, ohne schwarze Null geht langfristig alles kaputt. Wir dürfen nur das ausgeben, was wir einnehmen, das aber bitte klüger als in der schuldenfrohen Vergangenheit.
Neue Schulden machen ist nicht nachhaltig.

17:47, erster Realist

>>Grundwasser ist genug zur bewässerung da...
Man muss es nur nach oben fördern wollen...

Da werden staatliche Bewässerungs-Programme notwendig, erst recht wenn her Scheuer Millionen im Sand setzen kann, aber für sinnvolle Sachen ist dann kein Geld mehr da...<<

Je mehr Grundwasser man abpumpt, desto weniger wird es, und desto tiefer muss man bohren. Das mag bei Ihrem privaten Brunnen eine gute Idee sein, aber als flächendeckendes Konzept taugt es nicht die Bohne. Denn die Grundwasservorräte schwinden dadurch, und die bewässerten Böden versalzen mittelfristig.

17:05 von Hertha Suhrbier

"keinen Grund, zu dramatisieren"

„Auch die Jahre 1974 bis 1976 waren dem Klimaforscher zufolge sehr trocken.“ Zu dieser Zeit ging es doch schon los mit dem Phänomen, daß sich die Winter abschwächten. Und die heißen Sommer haben seitdem an Häufigkeit zugenommen. Was ist, wenn anders als in den siebziger Jahren Trockenheit und Wassermangel zum Dauerphänomen werden?

Klimaforscher Marx sieht „keinen Grund, die Lage zu dramatisieren.“ Gibt es denn einen Grund, die Lage zu verharmlosen? Die Coolness, die der Klimaforscher hier an den Tag legt, scheint mir mehr an seinem Alter als an den Klimadaten zu liegen.
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Keine Wettervorgersage für mehr als 3 Tage, aber Welterwärmung bis 2030 mit Nachkommastellen?
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So seriöse wie Ihre erste Zeile.
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Die Schneekatastrophe in Norddeutschland "1978/1979" war ein Schneefall mit Schneesturm in Norddeutschland zur Jahreswende 1978/1979 von außergewöhnlichem Ausmaß. Ein zweites Ereignis im "Februar 1979" führte ebenfalls zu schweren Behinderungen.

Witzlos 18

Ich glaube, das kann man nicht pauschel "den Bauern" unterjubeln. Die kleinen, vor allem Biobauern, die ein großes Auge auf die Natur haben, leiden ohne Zutun unter dem miesen Image der vielen Groß"bauern", die ja eigentlich Groß-Industrielle sind. DIE sind es, die ihre Flächen quasi rationalisieren. Dass die Buschreihen verschwunden sind liegt nicht zuletzt an der "Flurbereinigung" , die allein Schreibtischtäter zu verantworten haben. Ich weiß von vielen Bauern, die darüber nicht sehr erbaut waren - nicht zuletzt, weil sie ungerecht war, und gute Böden verkungelt worden sind. Ein wahrlich weites Feld, das jetzt auch noch durch Bodenspekuklanten erweitert wird.

re boris.1945

"Die Schneekatastrophe in Norddeutschland "1978/1979" war ein Schneefall mit Schneesturm in Norddeutschland zur Jahreswende 1978/1979 von außergewöhnlichem Ausmaß. Ein zweites Ereignis im "Februar 1979" führte ebenfalls zu schweren Behinderungen."

Und was haben Ihre Wettererinnerungen mit einem Artikel über Ausmaß und Verteilung von Dürre zu tun?

Berechnet???? WOW

Zitat*Bodenfeuchte wird dabei in der Regel berechnet, nicht gemessen.*

Und warum nicht??

Es gibt etliche Einrichtungen universitärer geologischer Fachbereiche. Da kann man/frau doch mal ein zentrales Netzwerk einrichten, bei dem Bodendaten aus allen Teilen des Landes gemeldet und dann ausgewertet werden. So schwer kann´s ja wohl nicht sein.
Das könnte dann ja abgeglichen werden, um zu schauen wie genau die Berechnungen sind :)

Gruß,
Naka

um 18:05 von freier Welthandel

>>@ erster Realist:
Ich ziehe Grundwasser aus 18 Meter tiefe...

Die Nachbarn werden es zu spüren bekommen. Können die sich auch einen Tiefbrunnen leisten?<<

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Aber Wasser aus meinen Brunnen, eben Nachbarschaftshilfe...

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