Kommentare

Frieden braucht Zeit, Freiheit und Ruhe

Zum Glück ist der Putschversuch gescheitert.

Äthiopien ist im Moment so ziemlich das letzte Land, in dem sich die Macht der Waffen durchsetzen darf:

„Äthiopien befindet sich in einer politischen Umbruchphase. Seitdem Abiy Ahmed im April 2018 an die Macht kam, leitete er eine Vielzahl von Reformen ein. Er schloss Frieden mit dem Langzeit-Feind Eritrea und ließ politische Gefangene frei. Im kommenden Jahr ist eine Parlamentswahl geplant“.
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„Neue Freiheiten, alte Spannungen“

Diese Spannungen können nur mithilfe der neugewonnenen Freiheit gelöst werden.

Das heißt, wenn sie nicht länger mit Waffengewalt unterdrückt werden. Und sich Offenheit und Vertrauen breitmachen können: „Allerdings konnte er [Ahmed] (...) viele der Konflikte im Land noch nicht befrieden. In dem afrikanischen Vielvölkerstaat mit etwa 100 Millionen Einwohnern gibt es Spannungen und Konflikte zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen. Diese waren von der autoritären Regierungen vor Abiy Ahmed unterdrückt worden“.

Seit 2000 konnte Äthiopien

Seit 2000 konnte Äthiopien sein BiP glatt verzehnfachen (8 auf 80mia*). Das ist natürlich beeindruckend, jedoch hat sich die Bevölkerung seit 1960 auch verfünffacht (22 auf 105mio*). Da die Bevölkerung sich von 1960 bis 2000 bereits vervierfacht hatte (22 auf 63mio*), jedoch das BiP während dieser ganzen Zeit kontinulierlich bei 8mia* lag, gab es in einem bereits bettelarmen Land pro Kopf um das Jahr 2000 nochmal 75% weniger zum verteilen.

Noch aus dieser Zeit stammen leider die meisten Konflikte, brutalen Verteilungs und Machtkämpfe im Land. Selbst heute frisst das Bevölkerungs Wachstum im Land den großen Teil jeder BiP Steigerung auf und der normale Einwohner ist weiter bettelarm in einem ohnehin schon zu den ärmsten Staaten der Welt gehörenden Land.

Das Äthiopien lange Zeit ein Spielball von Ost/West Interessen war, hatte die Lage leider auch nicht besser gemacht.

(*Quelle: Weltbank)

@Axtos, 10:22

„Da die Bevölkerung sich von 1960 bis 2000 bereits vervierfacht hatte (22 auf 63mio*), jedoch das BiP während dieser ganzen Zeit kontinulierlich bei 8mia* lag, gab es in einem bereits bettelarmen Land pro Kopf um das Jahr 2000 nochmal 75% weniger zum verteilen.
Noch aus dieser Zeit stammen leider die meisten Konflikte, brutalen Verteilungs und Machtkämpfe im Land. Selbst heute frisst das Bevölkerungs Wachstum im Land den großen Teil jeder BiP Steigerung auf (...)“

Das BIP bemisst sich bekanntlich in Geld.

Und da das Geld für die Menschen da ist (oder vielmehr: da sein sollte, und nicht umgekehrt; schließlich wurde es vor langer Zeit von den Menschen „erfunden“, um den Handel untereinander - die Wirtschaft - voranzubringen (was übrigens „ganz nebenbei“ auch den kulturellen Austausch und damit die gesamte Menschheit weitergebracht hat), ist logischerweise das Geld das Problem, nicht die Menschen.
Weil es im Laufe der Zeit als „ideales“ Machtinstrument erkannt (und missbraucht) wurde.

Mit diesem Bevölkerungswachstum

ist jede Vermehrung des Wohlstandes vollkommen ausgeschlossen.
Man sollte sich dort China als Beispiel wählen, Verhütungsmittel verteilen und Aufklärung betreiben.

@Nettie

Oh Gott.
Geld ist ein Wertmaßstab. Bedeutet, wenn kein Geld da wäre, würden die Mensch tauschen. Und wenn Nahrung knapp ist, steigt deren Wert. Bedeutet also 1 Sack Hirse kann 3 Schaufeln Wert sein und bei einer Missernte plötzlich 7 Schaufeln. Da nützt jeder loksideologische Mist von " der Mensch hat das Geld geschaffen..." nichts. Die Rote Sowjetunion ist damit auch den Bach runter...

@Felina2

"Man sollte sich dort China als Beispiel wählen, Verhütungsmittel verteilen und Aufklärung betreiben."

China hat Verhütungsmittel verteilt und Aufklärung betrieben?

Bisher dachte ich immer, sie hätten dort einfach verordnet, dass man nicht mehr als ein Kind haben dürfe, bzw. ein zweites Kind exorbitant teuer gemacht.

Dass die Ein-Kind-Politik inzwischen auch in China sehr kontrovers gesehen wird, haben Sie mitbekommen?

@ Felina2

China? Das kommunistische China, mit der höchsten Hinrichtumgsrate? Wo es keine Rechte und Freiheiten gibt? Das China, das bei der 2. Geburt den Kindern im Krankenhaus bei der Entbindung Formaldehyd in die Fortanelle spritzte? Das China, welches mitlerweile die 1 Kind Politik aufgegeben hat?
Wir müssen wirklich unser Bildungssystem reformieren....

Bevölkerungswachstum

Für vieles ist und wird das Bevölkerungswachstum die Wurzel allen Übels.
Krieg um Ressourcen, Fluch, Vertreibung, Umweltverbrauch und Umweltschutz, Artensterben.
Das Problem wird wenig thematisiert, die Religionen sind das größte Hindernis.

Bei diesem

Extremen Wachstum der Bevölkerung ist jede Steigerung der Lebensverhältnisse eine Utopie. Bekommt eure Bevölkerungsexplosion in den Griff (Beispiel China) dann kann sich etwas verbessern

Attentat oder Putschversuch?

Andere Medien sind da verhaltener und schreiben maximal von einem möglichen Putschversuch.
Diese voreilige Einstufung ist phlegmatisch und provokant.
Man sollte gerade in der Zuspitzung von Ereignissen nicht voreilige Schlüsse ziehen, sondern eher Möglichkeiten erwägen, aber bis zum Untersuchungsergebnis abwarten.
Schließlich ist die TS doch kein Boulevardblatt, oder?

@Sternenkind

"Extremen Wachstum der Bevölkerung ist jede Steigerung der Lebensverhältnisse eine Utopie. Bekommt eure Bevölkerungsexplosion in den Griff (Beispiel China) dann kann sich etwas verbessern"

Und wieder ein sehr ahnungsloser Beitrag, derer es leider im Internet viel zu viele gibt.

Da Sie es anscheinend immer noch nicht mitbekommen haben: Die Bevölkerungsexplosion wird nur in den Griff zu bekommen sein durch eine Steigerung der Lebensverhältnisse. Nennt sich "demografisch-ökonomisches Paradoxon".

Schlagen Sie es bitte endlich nach!

@ Dr Beyer

„Die Bevölkerungsexplosion wird nur in den Griff zu bekommen sein durch eine Steigerung der Lebensverhältnisse. Nennt sich "demografisch-ökonomisches Paradoxon“

Klingt in der Theorie ganz toll, die Praxis zeigt zumindest für den Kontinent Afrika in den letzten 50 Jahren...

... irgendwas scheint da nicht zu funktionieren und Besserung ist auch nicht in Sicht.
Meine Prognose. Die Bevölkerung Afrikas wird sich bis 2060 verdoppeln und die Lebensverhältnisse werden für die Mehrheit gleich bleiben oder schlechter werden. Was nun? Uns freuen, dass wir theoretisch die Lösung kennen, aber praktisch nix passiert?

@Sternenkind

Auf Youtube gibt es das wirklich gute Format "Dinge erklärt – Kurzgesagt", das zu den "funk"-Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört.

Die haben ein sehr schönes Video mit dem Titel "Überbevölkerung – Die Bevölkerungsexplosion erklärt" produziert, indem das Wichtigste zum Thema wunderbar nüchtern zusammengefasst wird.

PS: Im Auswandererhaus in Bremerhaven werden viele Geschichten deutscher Familien erzählt, die acht, zehn, zwölf oder mehr Kinder hatten und auch darauf gehofft haben, irgendwo ein besseres Leben zu haben. Nur für den Fall, dass sie das als typisch afrikanisches Problem verkennen sollten...

@berelsbub

Weil sich die Lebensbedingungen der meisten Afrikaner in den letzten 50 Jahren ja so gewaltig verändert haben? Der Neokolonialismus und der Klimawandel haben die Lage gerade der ländlichen Bewohner Afrikas eher verschlechtert und wenn man nie weiß, wie viele seiner Kinder überhaupt das Erwachsenenalter erreichen werden, dann bekommt man logischerweise ein paar mehr. Das ist allerdings kein afrikanisches Phänomen, das ist menschlich, bzw. von der Evolution auch so bedingt. Es ist eher verwunderlich, dass Menschen in reichen Industrieländern so viele Kinder bekommen, darüber sollte man eher einmal nachdenken.

@Sternenkind

@DrBeyer
Alles schön und gut, aber ein Aufschwung wird auch kontrolliert niemand darf zur echten Konkurrenz werden, siehe Handlungen USA gegen China.

@ Davian

„Weil sich die Lebensbedingungen der meisten Afrikaner in den letzten 50 Jahren ja so gewaltig verändert haben?“

Nichts anderes habe ich geschrieben. Die Bedingungen sind schlechter geworden / gleich geblieben und die Bevölkerung nimmt rasant zu.
Und mit einer Verdopplung der Bevölkerung wird man sich auch keinen Gefallen tun. Natürlich darf jede Frau in Afrika weiter 10 Kinder zur Welt bringen, das steht ihr selbstverständlich frei. Aber besser wird es dadurch ganz sicher nicht

12:27 von DrBeyer

Dass die Ein-Kind-Politik inzwischen auch in China sehr kontrovers gesehen wird, haben Sie mitbekommen?
.
jetzt nach 40 Jahren !
hätten die sich nicht dafür entschieden,
hätten sie wohl das Problem wie 3 Mrd Menschen ernähren
jetzt ist es eben eine Überalterung der Gesellschaft

14:22 von mlz

die acht, zehn, zwölf oder mehr Kinder hatten
.
meine Urgroßmutter hatte nur 4 Kinder von denen 2 gleich nach der Geburt starben
wollen sie so Zeiten zurück haben wo 2/3 sterben
und die Möglichkeiten auch im heutigen Afrika sind andere als damals in Europa was Geburtenregelung ebenso wie ärztliche Versorgung anbelangt

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