Ihre Meinung zu: China: Ex-Interpol-Chef Meng soll Korruption zugegeben haben

20. Juni 2019 - 10:58 Uhr

In China ist der Prozess gegen den Ex-Interpol-Präsidenten Meng gestartet. Er soll sich der Korruption schuldig bekannt haben. Im September war tagelang über das Verschwinden Mengs gerätselt worden.

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Kommentare

Vorwände

"Anti-Korruptionskampagnen" in selbst hochkorrupten, klepto-oligarchischen Systemen wie China, Russland oder Ungarn dienen meist nur dazu Rivalen aus dem inneren Führungszirkel kaltzustellen. Pure Augenwischerei, da überhaupt keine unabhängige Justiz zur Aufarbeitung existiert.

China, Russland, Türkei oder Ungarn sind ultranationalistische und autoritäre Systeme mit egomanischen Autokraten wie Putin, Orban oder Erdogan an der Spitze. Wen wundert es, dass Deutschlands Rechtsaußennationalisten bei Aufmärschen nach Putin rufen oder Hongkongs auf's Eis gelegte Auslieferungsgesetz befürwortet hatten hier im Forum.

Brüder im Geiste ...

@realitychecker

Neue Daten von „Transparency International“ beleuchten das Ausmaß von Korruption und Bestechung in 180 Ländern.
Aus Sicht deutscher Firmenchefs nimmt die Korruption und Bestechung in der deutschen Wirtschaft und in öffentlichen Institutionen zu. Dies geht aus dem „World Economic Forum Executive Opinion Survey“ (EOS) hervor, der jährlich Führungskräfte befragt und auch für Transparency wichtig ist.
Deutschland steht im Ranking an 11. Stelle.
Die Vorsitzende von Transparency International Deutschland, Edda Müller, sagte: „Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von der Wirtschaft selbst kritisch bewertet. Offensichtlich existiert hier der Eindruck, dass man mit unlauteren Methoden auch hier in Deutschland Geschäfte fördern kann. Das ist alarmierend.“
Was sind denn Parteispenden? Bestes Beispiel die Mövenpickpartei.
Mit dem Finger auf andere zeigen ist leicht. Vor der eigenen Tür kehren.

@realitychecker

Neue Daten von „Transparency International“ beleuchten das Ausmaß von Korruption und Bestechung in 180 Ländern.
Aus Sicht deutscher Firmenchefs nimmt die Korruption und Bestechung in der deutschen Wirtschaft und in öffentlichen Institutionen zu. Dies geht aus dem „World Economic Forum Executive Opinion Survey“ (EOS) hervor, der jährlich Führungskräfte befragt und auch für Transparency wichtig ist.
Deutschland steht im Ranking an 11. Stelle.
Die Vorsitzende von Transparency International Deutschland, Edda Müller, sagte: „Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von der Wirtschaft selbst kritisch bewertet. Offensichtlich existiert hier der Eindruck, dass man mit unlauteren Methoden auch hier in Deutschland Geschäfte fördern kann. Das ist alarmierend.“
Was sind denn Parteispenden? Bestes Beispiel die Mövenpickpartei.
Mit dem Finger auf andere zeigen ist leicht. Vor der eigenen Tür kehren.

Hmm die Frage ist, gibt es rechtstaatliche Verfahren ?

Korruption gibt es überall mal mehr oder weniger. In China und anderen Entwicklungs und Schwellenländern ist die Korruption aber extrem und evtl. sogar staatlich geduldet oder sogar gefördert. Beispiel Türkei: Die Wahl in Istanbul wird aufgehoben, weil die AKP sonst ihren Einfluss auf die Gelder der Stadt verlieren würde. Diese Gelder werden fleißig an Firmen und Personenverteilt, die Erdogan nahestehen. Wenn der Bürgermeisterposten an die Oposition geht, dann verliert die AKP und Erdogan massiv an Einfluss und Einnahmen. In China funktioniert das genauso. Xingping nahestehende Personen sind alle plötzlich aufgestiegen, er selber soll angeblich auch Milliardär sein. Solange man macht was er will, kann man Geld betrügen wie man will.
Der Interpolchef erklärt sich schuldig und China erklärt seinen Rückzug, da kann man sich seinen Teil dazu denken, zumal er erst monatelang verschwunden war. Daumenschrauben lassen grüßen.

Ohne die genauen Hintergründe

Ohne die genauen Hintergründe zu kennen, dürfte jedem klare sein, dass jeder wirklich alles in einem chinesische Gefängnis gesteht.

@ 13:46 von NeNeNe

Bitte: Deutschland ist Land mit der 11.-geringsten Korruption von allen Ländern, China steht an 87. Stelle, Russland irgendwo bei 138 noch hinter Iran und Mexiko. Es liegen Welten zwischen den ersten 20 Ländern, wo Korruption in einem kaum vermeidbaren Umfang im Verborgenen vorkommt, und Staaten wie China und Russland, wo Korruption zum staatlichen Grundprinzip gehört. Sehr viele Bürger in Deutschland sind noch nie mit Korruption hier bei uns konfrontiert worden - in China oder Russland läuft ohne Bestechung gar nichts. Natürlich ist ein permanenter Kampf gegen die Korruption nötig, da es einfach menschlich ist, Vermögen und Einfluss zum eigenen Vorteil zu nutzen. Aber ein solcher Kampf findet in China und Russland gar nicht erst statt, weil alle völlig bis zum Hals in dem Sumpf stecken und keiner ohne Korruption auskommt.

Gewollte Fragestellungen...?

Ja ... alles schon selbst erlebt in der Türkei oder in Rumänien... im Leihwagen unterwegs auf einer Landstraße, von Polizisten angehalten wegen angeblich zu schnellen Fahrens... oder irgendwo innerorts wegen Falschparkens zur Kasse gebeten... und zumeist war die exorbitant hoch angedrohte Strafe mit einem größeren "Extra-Euroschein unter der Hand" dann gegenstandslos und man wurde freundlich zur Weiterfahrt verabschiedet... ABER ... Internationale Top-Polizeibeamte als Bakshishempfänger in Millionenhöhe..?... und noch dazu juristisch nachweisbar...?? Das würde ganz andere Fragen aufwerfen - bspw. zur Seriösität von "Interpol". Oder sind solche Fragen irgendwie von irgendwem "gewollt"...?

Zielsetzung...

Ich darf hier mal meine ganz persönliche Meinung zum "Fall Meng" darstellen. ALSO ... Wenn ein chinesischer Funktionär die Leitung von "Interpol" übertragen bekommt, ist das für den Betreffenden (Asiaten) eine höchste entsprechende Verpflichtung zur Prinzipientreue, zum Ansehen seines Heimatstaates und auch bzgl. der Familienehre. Daß (speziell im Westen) auch Spitzenbeamte in Polizeibehörden wohl auch Korruptionsangeboten Dritter ausgesetzt sind, kann man wohl als gegeben voraussetzen. Daß aber ausgerechnet ein chinesischer Staatsbürger mit Top-Job in Europa (noch dazu selbst nominell Polizist) sich auf plumpe (nachweisbare) Art der Korruption schuldig macht, halte ich für "an den Haaren herbeigezogen"...
_
Ist die Unterminierung der Reputation von "Interpol" eine Zielsetzung...?

@13:46 nenene

Ihr Versuch D
mit den genannten Staaten in einem Atemzug zu nennen, vor allem bei der hiesigen im Großen und Ganzen unabhängigrn Justiz zeugt von verzerrter Realitätswahrnehmung.

Im Artikel geht es um China. Vielleicht mal beim Thema bleiben ohne ständige whataboutisms?

Autoritäre Systeme sind per se wesentlich korruptionsanfälliger, da die Kontrollinstanzen ausgeschaltet wurden. Polen und Ungarn machen's vor mit den "Säuberungen" im Justizapparat und dem Einsetzen willfähriger Marionetten. FPÖ-Straches Weltbild unter Einfluss diverser Substanzen offenbarte das Gesamtbild.

In Xi's ultranationalistischen China werden über 99% aller Gerichtsverfahren im Sinne der gesteuerten Justiz entschieden.

Ein Satz zur BRD: Maßgeblich verantwortlich an der Verschleierung ist bekanntlich die CDU/CSU, die sich weigert ein lange gefordertes Transparenzgesetz zu verabschieden. LobbyControl & Transparency Int. weisen darauf seit Jahren hin.

Dennoch sind die Verhältnisse nicht gleichzusetzen.

Unterschiedliche Vorgehensweisen.

Während ein hoher Beamter, Funktionär oder Wirtschaftsboss hierzulande nach vergleichbaren Vorwürfen erst einmal in Ruhe gelassen wird, dann, wenn sich die Vorwürfe erhärten, befragt wird, alles abstreitet, dann alles vor einem Untersuchungsausschuss landet, der monatelang sondiert, zu keinem eindeutigen Ergebnis kommt, und der betreffende Herr dann weiterhin als vorläufig unschuldig frei herumreist, geht China den umgekehrten Weg und schnappt sich die Person am Flughafen, in der Bahn oder im Zweifelsfall in einer Toilette, verhört sie und präsentiert dann Wochen oder Monate später den geständigen und reuigen Täter.
Und trotzdem halte ich “unser“ System für das weitaus bessere, selbst wenn man zuweilen schon mal die Faust in der Tasche ballt.

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