Ihre Meinung zu: In Argentinien und Uruguay fließt wieder Strom

16. Juni 2019 - 21:01 Uhr

Nach dem massiven Stromausfall in Argentinien und Uruguay ist die Stromversorgung in beiden Ländern größtenteils wieder hergestellt. Die Gründe für den Blackout sind weiterhin unklar.

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Kommentare

„Nur langsam wird die Versorgung wiederhergestellt“/„Ganz langsam wird eine Stadt nach der anderen, ein Stadtteil nach dem anderen wieder an das Netz angeschlossen“

Wobei sich an den zahllosen, von der Öffentlichkeit „normalerweise“ eher selten wahrgenommenen Bürgern, die an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeiten gerade zeigt, wer die wirklichen „Säulen“ des Staates bzw. Gemeinwesens sind.

„Dabei gibt es Probleme: Reserve-Kraftwerke ließen sich nicht wie im Krisenfall vorgesehen hochfahren“/„Das Stromnetz beider Länder gilt als marode“

Da müsste jetzt eigentlich jedem klar geworden sein, wo Investitionen keine Frage der „Finanzierbarkeit“, sondern schlicht eine der allgemeinen Existenzsicherung sind.

„Nur Feuerland, ganz im Süden von Argentinien war nicht betroffen, weil die Insel nicht am nationalen Verbundnetz hängt“

Eindeutig ein Argument für eine möglichst „dezentralisierte“ - und stattdessen flexibel „interkonnektivierbare“ - öffentliche Versorgungs-Infrastruktur.

Eine Warnung für Deutschland ?

Eine Warnung für Deutschland ? Ohne Wind und AKW oder Abends ohne Sonne , woher soll dann der Strom her kommen ? Eines ist Gewiss die stetigen Preiserhöhungen dafür in Deutschland .

Das muss langsam gehen

Das Stromnetz eines ganzen Landes kann man nicht auf einen Schlag hochfahren, das ist ein sehr komplexer Vorgang, der in Schritten erfolgen muss. Einspeisung und Abnahme von elektrischer Energie müssen ja zu jedem Zeitpunkt im Gleichgewicht sein.

Ich finde solche Nachrichten wichtig

Denn sie demonstrieren allen, wie fragil unsere Situation ist und dass wir mehr Arbeit investieren müssen, um sie abzusichern.

Hier in meinem Stadtteil gab es letzte Woche auch einen Stromausfall für ein paar Stunden. Das war schon seltsam, denn man verläßt sich auf Strom fast so wie auf die Sonne. Dass das menschengemachte Zuverlässigkeit ist, merkt man erst, wenn das mal nicht klappt. Aber gleichzeitig merkt man dann auch, wie gut wir das in aller Regel doch hinkriegen, denn solche Fälle sind so selten, dass es eben sehr bemerkenswert ist, wenn es mal anders sein sollte. Und so sollte es bitte auch bleiben.

Anders gesagt: Es ist absolut erstaunlich und faszinierend, dass wir eigentlich immer Strom und Wasser und Müllentsorgung etc. haben und wir sollten uns viel Mühe geben, dass das niemals wieder anders sein wird. Denn ohne ist erstmal komisch, für ein paar Stunden OK, aber dann wird es echt doof und man weiß das erst mal richtig zu würdigen.

Atomstrom ist bisher der teuerste Strom.

@heinzb aus nrw
Kein einziges AKW auf der Welt wurde auf privatwirtschaftlicher Grundlage gebaut.
Und in GB kann man gerade gut studieren, wie sich die AKW-Betreiber für ein neues AKW höhere Subventionen als jegliche Erneuerbaren zusichern lassen will, sogar die Inflationsrate soll der Steuerzahler garantieren.

Es wird Zeit daß auch in

Es wird Zeit daß auch in Deutschland mehr auf solche Unglücke vorbereitet wird. Ich bin für mehr autarke Stromversorgungen, das ginge aber nur mit Wind/Sonnenkraft wenn die Wandler nicht ausgehen würden bei einem Stromausfall. Das machen die aber. Und das ist auch gut so, damit der Arbeiter an der Elektroinstallation auf der Straße nicht tot umfällt wenn er am Netz arbeitet und irgendeiner speist ein.
Abhilfe können nur Systeme mit Batterien sein, die muss man nicht abschalten nur trennen vom Stromnetz.
Davon gibt es aber nur ganz wenige.
Dieser Umstand ist den wenigsten bekannt - hier muss dringend was getan werden.

Ich wünsche allen beteiligten in Südamerika Alles Gute und daß Sie baldmöglichst wieder Strom bekommen.

re heinzb aus nrw

"Eine Warnung für Deutschland ? Ohne Wind und AKW oder Abends ohne Sonne , woher soll dann der Strom her kommen ?"

So ein Quatsch. Hier ist nicht die "Herstellung" von Strom ausgefallen, sondern seine Verteilung im Netz.

Stadt Salta

Ein Freund aus Salta, ganz im Norden Argentiniens, berichtet, dass es in den ländlichen Gebieten um die Stadt bereits wieder Strom gibt, die Innenstadt von Salta aber weiterhin im Dunkeln liegt. Er macht sich Sorgen, dass die Nacht im Dunkeln gefährlich werden können wegen Einbrüchen.

Unwetter

Bei einem Unwetter kam es im Hochspannungsnetz zu Ausfällen, die in wenigen Sekunden von der Steuerung des gesamten Verbundnetzes von Argentinien und Uruguay nicht mehr beherrscht werden konnten. So wurde sehr schnell das gesamte Netz herunter gefahren. Auch das Kernkraftwerk Atucha in der Region Buenos Aires reagierte sofort mit einer Notabschaltung. Die Kühlung war jedoch gesichert.

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