Ihre Meinung zu: Hongkong: Massenproteste und eine Entschuldigung

16. Juni 2019 - 16:04 Uhr

In Hongkong sind erneut Hunderttausende Menschen gegen das umstrittene Auslieferungsgesetz auf die Straße gegangen. Sie forderten den Rücktritt von Regierungschefin Lam. Diese bat die Bürger mittlerweile um Verzeihung.

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Kommentare

Wir ...

Wir sollten ganz deutlich unsere Solidarität mit den Protestierenden in Hongkong ausdrücken.
Nicht nur unsere Politiker, sondern wir selbst auch - im Netz, in den Foren, hier und jetzt!!!

Es geht um Freiheit und Menschenrechte für die unsere Vorfahren ihr Leben gegeben haben.

Hongkong:Massenproteste und eine Entschul....

Der Artikel ist in Ordnung.
Bis auf die letzten Sätze:Was haben sich Länder aufzuspielen,die eine koloniale Vergangenheit haben oder bis in die jüngste Zeit in zig Kriege verwickelt sind ?
Und "deutsche Politiker bekunden Solidarität",oje.Wovon träumen sie ? Von einer
orangenen Bewegung ? China irgendwie schwächen ?

Also

es geht darum, daß jemand dorthin zurückgebracht wird, wo er ein Verbrechen begangen hat.
Er wird noch nicht einmal in ein fremdes Land überführt, sondern nur in einen anderen Landesteil.
Letztlich kann ich nicht glauben, daß es inhaltlich tatsächlich letztlich um dieses Gesetz geht.
Ich denke, daß dieser Status Hongkongs auf Dauer unhaltbar ist.
China sollte den Sonderstatus für diesen Landesteil beenden.

Gelbwesten

Für mich ist das eine ganz normale Demo. Nicht zu vergleichen mit den Gelbwesten in Frankreich, die schon seit Monaten andauern und von exzessiver Polizei-Gewalt geprägt sind.

Aber die unterschiedliche Art der Berichterstattung oder Kommentierung in den Mainstream-Medien ist schon sehr bemerkenswert.

Die Hongkonger sind mutig

das muss man Ihnen geben,man kann Sie nur bewundern,ich hoffe Sie schaffen das,ansonsten werden tausende Hongkong früher oder später verlassen!

wird nicht enden bis die Regierung nachlaesst

sind jetzt ein viertel der bevoelkerung (2M). Proteste haben sich verdoppelt.
source: https://www.youtube.com/watch?v=X7Z4pvs7Q30

Na, was sollen die Bürger Hongkongs auch sonst tun?

Hongkong hat freie Meinungsäußerung und eine freie Presse. Wenn kritische Äußerungen zwar nicht vor einem Gericht in Hongkong geahndet werden können, aber derjenige dann einfach in Festlandchina nach den dortigen Gesetzen verurteilt wird, ist die Freiheit nicht nur in Hongkong nicht mehr gegeben, die zu erwarten Strafmaße und Gefängnisse haben dann auch Festlandstandard. Dann ist der "Sonderstatus", auf den sich einige Wirtschaftsgrößen in Hongkong stützen, schlicht nicht existent.

"Eigene Regierung"

Ich habe geleden:
China rief die Bürger Hongkongs dazu auf, sich nicht vom Ausland instrumentalisieren zu lassen, sondern ihre eigene Regierung zu unterstützen.

Wie Bitte ?
Eine Regierung die nur durch von China vorgeschlagenen Kandidaten zustande kam ?

Es....

war ein großer Fehler 1997 Hongkong vom Vereinigten Königreich an die Volksrepublik China zu übergeben. Ich habe große Sorge das die Armee der Volksrepublik China in Hongkong einmarschiert. Das wird Peking sich nicht bieten lassen. Ich hoffe das ich Unrecht habe.

18:07 von Bigbirl

"Ich denke, daß dieser Status Hongkongs auf Dauer unhaltbar ist.
China sollte den Sonderstatus für diesen Landesteil beenden."

Also den Vertrag brechen? Mit Panzern anrollen?

Ob die Lage sich beruhigt bleibt abzuwarten.

Die Welt hat im Moment genug Brennpunkte, da brauchen wir keinen weiteren.

Keine Kolonie mehr

Hong-Kong ist keine Kolonie mehr. Also sollten sich westliche Regierungen auch nicht mehr als Kolonialmacht aufspielen. Was dort abläuft und wer dort letztlich seine Interessen durchsetzt, ist eine innerchinesische Angelegenheit.

@18:07 von Bigbirl

"Ich denke, daß dieser Status Hongkongs auf Dauer unhaltbar ist."

Auf Dauer nicht, aber laut Vertrag bis 2047!
Und die Angst der Honkonger ist nicht unbegründet, dass China bis dahin schleichend chinatreue Politiker installieren wird, da die Führung Chinas normale Menschenrechte (freie Meinungsäußerung, freie Presse, freie Wahlen, freie Justiz) scheut, wie der Teufel das Weihwasser.

"China sollte den Sonderstatus für diesen Landesteil beenden."

Nö, China sollte sich im Gegenteil an den Vertrag halten und zudem seine eigene Bevölkerung nicht bis ins Kleinste bezpitzeln und drangsalieren. Das schafft nämlich auf Dauer immer mehr Feinde im eigenen Land, da kein Mensch ständiger Jasager zu abstruser Politik sein kann, die alle Möglichkeiten von Individualität staatlich unterbindet.

Am 16. Juni 2019 um 19:09 von

Am 16. Juni 2019 um 19:09 von Der_Mahner
Keine Kolonie mehr Also sollten sich westliche Regierungen auch nicht mehr als Kolonialmacht aufspielen.

Welche Westliche Regierung hat behauptet das Hong-Kong immer noch Kolonie ist?

18:52 von MSCHM1972

was heisst fehler? der pachtvertrag über 99 jahre war halt abgelaufen. ein bischen wissen schadet selbst hier nicht

@18:52 von MSCHM1972

"Es war ein großer Fehler 1997 Hongkong vom Vereinigten Königreich an die Volksrepublik China zu übergeben."

Es war ein großer Fehler Englands diese chinesische Stadt überhaupt an sich gerissen zu haben, damals nach den sog. "Opium-Kriegen".

Die Engländer waren damals der größte Drogen-Dealer der Welt und haben die Chinesen dazu gezwungen ihre Häfen für das Opium zu öffnen.

@19:09 von Der_Mahner

"Hong-Kong ist keine Kolonie mehr. Also sollten sich westliche Regierungen auch nicht mehr als Kolonialmacht aufspielen. Was dort abläuft und wer dort letztlich seine Interessen durchsetzt, ist eine innerchinesische Angelegenheit."

Die westlichen Regierungen haben zu recht ihre Solidarität zu den Protestierern bekundet, nicht mehr und nicht weniger. Wieso sich da jemand als Kolonialmacht aufspielt wird wohl ewig Ihr persönliches Geheimnis bleiben.

Die Hongkonger sind aber offenbar nicht einverstanden mit der Politik Chinas und deren Marionetten (Regierungschefin Carrie Lam) in Hongkong selbst. So what?

@ DoJo

"Das schafft nämlich auf Dauer immer mehr Feinde im eigenen Land, da kein Mensch ständiger Jasager zu abstruser Politik sein kann, die alle Möglichkeiten von Individualität staatlich unterbindet."

Das hängt davon ab, wie Sie "Individualität" definieren. Für mich ist es z.B. auch ein Zeichen von Individualiät, mich ohne großem Tamtam spontan mit einer Geschäftsidee selbstständig machen zu können. In China ist das komplett ohne Probleme möglich, in Deutschland eben nicht. Da muss man den Gewerbeschein einholen, Zertifikate vorlegen, Prüfungen u.v.m. über sich ergehen lassen. Ich habe weder die Zeit noch das Geld noch die kognitive Fähigkeit dazu, mich durch den Paragraphendschungel in Deutschland durchzukämpfen. In China braucht es lediglich einen Gewerbeschein, den gibt es für umgerechnet ca. 20 €.

19:12 von DoJo

die alle Möglichkeiten von Individualität staatlich unterbindet.
.
scheint nicht eher Individualität ne typisch europäische Eigenart zu sein ?

17:37 von kurtimwald

Es geht um Freiheit und Menschenrechte für die unsere Vorfahren ihr Leben gegeben haben.
.
stimmt
unsere Vorfahren
wissen sie was andere Kulturen so favorisieren ?

@19:35 von Sisyphos3

"scheint nicht eher Individualität ne typisch europäische Eigenart zu sein ?"

Finden Sie? Individualität ist eine typisch menschliche Eigenart, nur wird sie seit Jahren und Jahrzehnten in vielen Ländern (Quasi-Diktaturen) als Luxus oder Spinnerei abgetan.

Freuen Sie sich doch, dass Sie hier täglich Ihre Kommentare schreiben dürfen :). In China wäre das so eine Sache...

Am 16. Juni 2019 um 19:34 von

Am 16. Juni 2019 um 19:34 von RoyalTramp
Für mich ist es z.B. auch ein Zeichen von Individualiät, mich ohne großem Tamtam spontan mit einer Geschäftsidee selbstständig machen zu können. In China ist das komplett ohne Probleme möglich, in Deutschland eben nicht. Da muss man den Gewerbeschein einholen, Zertifikate vorlegen,

Sehr kurzsichtig was Sie hier schreiben,wobei ja in D sind die vorschriften ueberheblich,aber in China wird umgekehrt genau so schnell verfahren,all die guten Street Foods und Suppenkuechen wurden und werden ohne wenn und aber geschlossen,da wird niemand gefragt wie's weitergeht,und was Die Menschen machen sollen,wenn Ihr betrieb nicht mehr ist,alles hat schatten seiten ,einseitiges schoenreden wie Sie das laufend tun bei China giebts nicht !

Für wie blöd halten die Machthaber die Bürger?

„Lam hat sich unterdessen bei den Bürgern entschuldigt. Sie wolle "aufrichtig und demütig" Kritik annehmen und Verbesserungen im Dienste der Öffentlichkeit (...) Die Regierung habe verstanden, dass viele Menschen aus "Sorge und Liebe" zu Hongkong gegen das Gesetz auf die Straße gegangen seien. Am Donnerstag hatte Lam die Proteste noch als "Aufruhr" und "eindeutig organisiert" bezeichnet“

Wie durchsichtig ist das denn?

Hofft man - wer mit „man“ gemeint ist, kann der Leser folgenden Textausschnitten entnehmen:
„Lam gilt als Peking-freundlich, Kritiker werfen ihr vor, eine Marionette der chinesischen Staats- und Parteiführung zu sein. Weil China seit Jahren versucht, mehr Einfluss auf Hongkong auszuüben, sehen viele Bürger ihre Zukunft in Gefahr“/„China rief die Bürger Hongkongs dazu auf, sich nicht vom Ausland instrumentalisieren zu lassen, sondern ihre eigene Regierung zu unterstützen“-

auf ein Nachlassen des Drucks aus der Bevölkerung, um sich besser gegen sie aufstellen zu können?

Totale Zensur in China

@ Bernd Kevesligeti:
Wovon träumen sie ? Von einer orangenen Bewegung ? China irgendwie schwächen ?

China ist eine totalitäre Diktatur. Habe ich China jetzt geschwächt? Ich bleibe aber trotzdem dabei. Egal wie oft sich einzelne Foristen für die dortigen Machthaber stark machen.

Die Menschen in China haben übrigens dank perfekter Zensur keine Chance, auch nur ein Bild der Proteste in Hongkong zu sehen. Der Tagesschau Bericht ist auch nicht abrufbar. Wovor hat das chinesische Regime Angst? Warum muss es sich vor der Wirklichkeit schützen?

Einfach absetzen

Warum setzt die Bevölkerung von Hongkong die pro chinesische Vasallin Lam nicht einfach ab?

Begründung für die Obrigkeit?

@ Bigbirl:
Also es geht darum, daß jemand dorthin zurückgebracht wird, wo er ein Verbrechen begangen hat.

So wie Assange, der in die USA soll? Geben Sie sich keine Mühe, die überwältigende Mehrheit der Menschen in Hongkong ist anderer Ansicht wie Sie.

re: Karl Napf

Ich weiß schon das ein Teil von Hongkong für 99 Jahre gepachtet wurde. Trotzdem halte ich Dies was 1997 passiert ist für ein Fehler.

"@16. Juni 2019 um 19:37 von

"@16. Juni 2019 um 19:37 von Sisyphos3
17:37 von kurtimwald
Es geht um Freiheit und Menschenrechte für die unsere Vorfahren ihr Leben gegeben haben.
.
stimmt
unsere Vorfahren
wissen sie was andere Kulturen so favorisieren"

Ich bin auch skeptisch was die Übertragung unserer Vorstellungen auf andere Völker anbelangt und sah den sogenannten "arabischen Frühling" immer äußerst skeptisch. eingestellt.
Aber die Chinesen sind ein altes aufgeklärtes Kulturvolk und praktizieren seit Jahrzehnten Demokratie auf Taiwan.

20:16 von leider geil

kann man die so einfach abwählen ?

Freie Meinung

@ Bigbirl
Also es geht darum, daß jemand dorthin zurückgebracht wird, wo er ein Verbrechen begangen hat.

Und wenn das Verbrechen darin besteht, die eigene Meinung offen zu äußern? Ich denke genau darum geht's.

Ich finde es peinlich, dass Sie die chinesische Parteidiktatur verteidigen, ausgerechnet hier in einem Umfeld der freien Meinungsäusserung.

re:pxslo

Ich halte das Vereinigte Königreich für einen demokratischen Staat wo Meinungsfreiheit zur DNA zu diesem Land gehört Wo ich bei der Volksrepublik China meine Zweifel habe. Ich halte es einen großen Fehler was 1997 passiert ist.

@18:07 von Bigbirl

"Also es geht darum, daß jemand dorthin zurückgebracht wird, wo er ein Verbrechen begangen hat."

Sie würden als auch jeden Türken oder Deutschen (türkischer Herkunft) an die Türkei ausliefern, weil Erdogan behauptet, es handele sich um Terroristen?

"Ich denke, daß dieser Status Hongkongs auf Dauer unhaltbar ist.

Sie haben eine seltsame Auffassung von Verträgen. Und der Wille übergroßer Mehrheiten scheint Ihnen auch völlig schnuppe. Mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit scheinen Sie auch nicht viel am Hut zu haben.

"China sollte den Sonderstatus für diesen Landesteil beenden."

Hierzu noch die Frage: Wie genau soll China dies denn Ihrer Meinung nach tun? Welche Mittel sind aus Ihrer Sicht akzeptabel? Gibt es da auch für Sie Grenzen (wenn Verträge schon keine Rolle spielen)?

Re: leider geil, 20:14

"(...) Wovor hat das chinesische Regime Angst? Warum muss es sich vor der Wirklichkeit schützen?"

Abgesehen davon, dass die Wirklichkeit auch irreal sein kann, fürchtet die chinesische Staats- und Parteiführung u.a. auch gesellschaftliche Unordnung, da sie die Gefahr des Chaos heraufbeschwört und kaum beherrschbar ist. Nach herrschender Meinung ist Chaos gleichbedeutend mit Verlust der staatlichen Integrität und Stärke Chinas. Diesem Ziel wird alles untergeordnet.

Gerade die scharfe Reaktion Pekings auf die "Solidaritätsbekundungen" des Auslands zeigt, wie nervös die Demokratiebewegung inzwischen betrachtet wird. Immerhin zählt sie zu einer der von China bekämpften "Fünf Gifte". Und da die schleichende Assimilation sowie die auch in Hongkong tätigen chinesischen Nachrichtendienste versagt hat bzw. haben, dürfte jetzt das Militär an der Reihe sein, um Hongkong gefügig zu machen. Was in Peking durchaus in Erwägung gezogen werden dürfte.

Ich ahne nichts Gutes für Hongkong ...

re von leider geil 20.14

Die Menschen in China,von denen Sie schreiben,gehören sie Ihnen ?
Die Menschen in China,sind die streikfreudigsten in der Welt.
Und nur mal so:Im Jahre 2006 sollte es Verbesserungen im Arbeitsrecht geben.Der Volkskongreß legte einen entsprechenden Entwurf vor,an dessen Ausarbeitung der Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler beteiligt war.Dagegen liefen in China Microsoft,Nike,Siemens,VW und die Amerikanische Handelskammer in China Sturm.

Die Freiheit sich äußern zu

Die Freiheit sich äußern zu können ist eine hohe Freiheit. Nicht in jedem Land ist sie vorhanden.

@DoJo

Sorry, aber weder GB noch HongKong sind und waren für China Vertragspartner: GB nicht, weil GB nach 99 Jahren Pacht gegenüber China keine vertragsrelevanten Karten mehr im Spiel hatte, Honkong nicht, weil es selbst nur Objekt eines auslaufenden Vertrags war. Ergo: diese Verträge sind eine reine Goodwillaktion Chinas ohne zwingende Rechtsbindung! (Wem auch gegenüber?!) Sehen Sie es doch einfach so: das Glas Bier ist halb voll oder halb leer. Will heißen: seine Sonderrolle hat Hongkong bis jetzt spielen dürfen. Ob das so bleibt entscheidet aber einzig und alleine China. Und zwar möglicherweise schon morgen und nicht erst 2047!

Am 16. Juni 2019 um 21:04 von

Am 16. Juni 2019 um 21:04 von Bernd Kevesligeti
Und nur mal so:Im Jahre 2006 sollte es Verbesserungen im Arbeitsrecht geben.

Und nur mal so:die Firma Bosch in China,wartete nicht bis 2006 um Verbesserungen im Arbeitsrecht,die haben das selbst gemacht, und zwar schon Jahre vorher………….

@MSCHM1972

Was hätte denn Ihrer Meinung nach passieren sollen?
Der Vertrag war abgelaufen, eine Verlängerung gab es nicht. Damit kehrte Hongkong wieder zu China zurück.

re von weltoffen 21.37

Ist ja toll wenn die Firma Bosch so weltoffen ist.
Die europäische Handelskammer in China mit 860 Mitgliedsunternehmen hatte damals auch was gegen ein moderat an ILO-Normen orientiertes Arbeitsrecht.Darunter Siemens,Bayer,KPMG,Veolia,Nokia.

@ Bigbirl

Ergo: diese Verträge sind eine reine Goodwillaktion Chinas ohne zwingende Rechtsbindung! (Wem auch gegenüber?!)

Der politische Wille der Menschen in Hongkong scheint in ihrer Rechnung nicht vorzukommen. Was ich als liberaler Demokrat nicht mag, ist Bewunderung für die autoritäre Obrigkeit.

@Bernd Kevesligeti

Daß die Gewerkschaften Chinas mit zu den streikfreudigsten auf dieser Erde gehören, berichtet der Westen nicht. Streik ist nun mal die klarste Form freier Meinungsäußerung.
Allerdings im Westen nicht gerne gesehen.
Daß Chinas Kommunisten ihre Bürger aus dem nackten
Elend herausgeholt und China zur wirtschaftlich führenden Weltmacht gemacht hat, passt nicht in‘s westliche Bild.
Da passt es halt auch nicht in‘s Bild, daß 30 Jahre nach dem angeblichen Ende des Kommunismus dieser zeigt, daß Planwirtschaft dem Try - and - Errorkapitalismus des Westens haushoch überlegen ist.

@ Bernd Kevesligeti

Und nur mal so:Im Jahre 2006 sollte es Verbesserungen im Arbeitsrecht geben.Der Volkskongreß legte einen entsprechenden Entwurf vor, ...

Der Volkskongress besteht aus Günstlingen der herrschenden Partei, nickt die Vorgaben ab und hat keine echte Entscheidungskompetenz.

re leider geil: Auf den Punkt

„Die Menschen in China haben übrigens dank perfekter Zensur keine Chance, auch nur ein Bild der Proteste in Hongkong zu sehen. Der Tagesschau Bericht ist auch nicht abrufbar. Wovor hat das chinesische Regime Angst? Warum muss es sich vor der Wirklichkeit schützen?“

Sie bringen es auf den Punkt: Die größte Angst -ich würde es schon Panik nennen - haben die verbliebenen Diktaturen und Autokratien vor einer freien Verbreitung des Wissens und der Informationen.

Die erste Retourkutsche oder Gegenstrategie war und ist die Infiltrierung der Infobasen mit gelenkten Infos, auch hier direkt wieder zu finden.

Aber der zweite Schritt wird in die andere Richtung gehen: Die weltweite Einforderung von freien Zugängen zu Informationen.

Kurz: Die Zukunft gehört Hongkong, nicht China. Oder analog: Der EU, nicht Orban. usw usw. usw.

Was wir zur Zeit erleben ist nichts anderes als Rückzugsgefechte aller Derjenigen, die Angst vor einer um sich greifenden Demokratie haben. Verständlich!

@ Quanta Costa

... da sie die Gefahr des Chaos heraufbeschwört und kaum beherrschbar ist. Nach herrschender Meinung ist Chaos gleichbedeutend mit Verlust der staatlichen Integrität und Stärke Chinas. Diesem Ziel wird alles untergeordnet.

Wenn das System aus Zensur und totaler Kontrolle so toll ist, könnten wir es ja probeweise auch mal hier in Deutschland einführen. Oder war das doch nur Gerede?

@ Bigbirl

Daß die Gewerkschaften Chinas mit zu den streikfreudigsten auf dieser Erde gehören, berichtet der Westen nicht.

Stimmt ja auch nicht.
Streiks werden in China hart bestraft.

Am 16. Juni 2019 um 21:37 von

Am 16. Juni 2019 um 21:37 von Bigbirl

Sorry,Sie machen hier so, als ob nur eine Diktatorische Alleinherschafft das non plus ultra ist,die Menschen Hong-Kongs sehen das anders,ob Ihnen das passt oder nicht,und deren Erungenschaften,koennten auch fuer China, frueher oder spaeter von vorteil sein.
Das jemand nur einem 1 Parteien aperatus nachplappert?,da sind die Menschen Hongkongs Ihnen um einiges voraus!

re quanta costa: Alleinrichtigkeitsanspruch

„Und da die schleichende Assimilation sowie die auch in Hongkong tätigen chinesischen Nachrichtendienste versagt hat bzw. haben, dürfte jetzt das Militär an der Reihe sein, um Hongkong gefügig zu machen. Was in Peking durchaus in Erwägung gezogen werden dürfte.
Ich ahne nichts Gutes für Hongkong ...“

Ich ahne nichts Gutes für China. Und damit ahne ich das Gleiche wie China. Denn sonst würde es nicht versuchen, nicht nur seine eigene Gesellschaft von der Realität abzukoppeln, sondern auch noch Hongkong als sozusagen innerchinesichen Gegenbeweis seines Alleinrichtigkeitsanspruches bremsen und vereinnahmen zu wollen.

Ich selbst habe Hongkong erleben dürfen und keine Stadt hat mich mehr überrascht - und immer wieder aufs Neue - wie Hongkong. Kein Wunder, dass China Panik bekommt. Dort lieben die Menschen nämlich auch Überraschungen! Und wie!

@ Bigbirl

... daß 30 Jahre nach dem angeblichen Ende des Kommunismus dieser zeigt, daß Planwirtschaft dem Try - and - Errorkapitalismus des Westens haushoch überlegen ist.

Kann die Planwirtschaft mehr als try and error? Kommunistische Planwirtschaft ist try and error der Partei-Nomenklatur. Und zu diesem erlauchten Führungskreis gehören die intelligenten Mitglieder des Volkes selten dazu.

re Bigbirl Westliches Bild?

„Daß die Gewerkschaften Chinas mit zu den streikfreudigsten auf dieser Erde gehören, berichtet der Westen nicht. Streik ist nun mal die klarste Form freier Meinungsäußerung.
Allerdings im Westen nicht gerne gesehen.“

Ach ja? Wen kennen Sie denn so im „Westen“? Und informieren Sie mich doch mal bitte, was Menschen im „Süden“, „“Norden“ und „Osten“ so gerne sehen. Das würde ich wirklich mal gerne wissen!

Am 16. Juni 2019 um 22:06 von

Am 16. Juni 2019 um 22:06 von Bigbirl
Da passt es halt auch nicht in‘s Bild, daß 30 Jahre nach dem angeblichen Ende des Kommunismus dieser zeigt, daß Planwirtschaft dem Try - and - Errorkapitalismus des Westens haushoch überlegen ist.

Sie wiederholen sich, haushoch überlegen,ist ueberhaupt niemand ,nicht der Westen weder sonst wer,was aber gut war ,ist das China eine westlich kapitalistische gangart anstrebte,mit vielen gemeinsamkeiten!
Errorkapitalismus giebt's dort genau so !

Entschuldigt?

So eine Entschuldigung wie sie in Deutschland gut und gerne immer herhalten soll? ICH entschuldige MICH...was ist daran eine Entschuldigung? Asiaten mögen da zwar etwas sensibler sein, wenn sich jemand einen Fehler einräumt aber wenn ein Politiker es bei Worten belässt, dann ist das überall auf der Welt keine Entschuldigung, sondern ein Herausreden wollen! Sie könnte ja etwas die Schuld mindern, in dem sie ein Gesetz erlässt, der Polizeigewalt unter Strafe stellt. Was im Übrigen auch in Deutschland dringend notwendig wäre. Sicher wäre es heuchlerisch, wenn sie die bestrafen soll, die sie erst zu der Gewalt befehligt hat. Aber das Lum ihre Verantwortung niederlegt, davon hab ich nichts gehört.

Gut so, dass in Hong Kong noch die Bevölkerung das sagen hat und nicht machtversessene Politikfunktionäre. Wer gegen die Menschen ist, der braucht mit Recht, Staat und Gesetz garnicht erst ankommen. Haben wir schon oft genug erlebt in der Menschheitsgeschichte...

@weltoffen

"Sie wiederholen sich, haushoch überlegen,ist ueberhaupt niemand ,nicht der Westen weder sonst wer,was aber gut war ,ist das China eine westlich kapitalistische gangart anstrebte,mit vielen gemeinsamkeiten!
Errorkapitalismus giebt's dort genau so !"

.

In einem Punkt haben Sie recht. China befindet sich auch auf einem "Kapitalistischen" Weg. Allerdings ein Weg der, im Unterschied zu Europa und den USA, in den letzten 30 Jahren fast 800 Mill. Menschen aus der Armut geführt hat. In der EU und in den USA ist im gleichen Zeitraum die Armut gewachsen. Das ist der Unterschied.

Am Ende zählt der strategische Vorteil

Ich glaube nicht, daß China Honkong ernsthaft schlucken will, auch wenn der chinesischen Führung vielleicht nicht gefällt, daß oppositionelle Kräfte dort Unterschlupf finden können.
Am Ende zählt doch, daß China mit Hongkong ein quasi demokratisch , kapitalistisches Bein besitzt, über das bestimmte Geschäfte nicht nur leichter abgewickelt werden können, sondern das, wegen seiner kapitalistischen Ausrichtung fremdes Geld anzieht und damit
Arbeitsplätze, Steuern und Vermögen schafft.
Honkong ist quasi "unverdächtig" auch wenn es ein Teil Chinas ist.
Da China immer langfristig und strategisch denkt, dürfte Honkong weiter als Teil einer Gesamtstrategie gesehen werden China´s Einfluss auf den Rest der Welt zu sichern und auszubauen. Da sind die paar Abweichler nur ein Nebenkriegsschauplatz.

@ Bernd Kevesligeti

Die europäische Handelskammer in China mit 860 Mitgliedsunternehmen hatte damals auch was gegen ein moderat an ILO-Normen orientiertes Arbeitsrecht. Darunter Siemens, Bayer, KPMG, Veolia, Nokia.

Warum behaupten Sie das? Genau das Gegenteil ist der Fall. Westliche Unternehmen und westliche Regierungen haben sich immer gegen Arbeits- und Sozialdumping durch chinesische Konkurrenzfirmen engagiert. Weitgehend ohne Erfolg.

Geht es Ihnen wirklich um den Schutz von Arbeitnehmerrechten? Oder mehr um den Schutz der chinesischen Machthaber?

@ weltoffen

Ohne Gewerbeschein geht es halt auch in China nicht, DAS hatte ich ja auch geschrieben. Aber den zu bekommen ist in China nunmal ein Klacks.

Übrigens: man darf in China sein "Geschäft" nicht an einem x-beliebigen Ort auf der Straße eröffnen, schon gar nicht, wenn man illegale Dinge verkauft. Auch in Deutschland käme sofort die Gewerbeaufsicht, wenn Sie z.B. bei sich vor der Haustür über längere Zeit einen Imbissstand eröffnen würden. Und wenn es sich um illegale Ware handelt, dann klopft bei Ihnen auch die Polizei an. Hier in Deutschland! Also: diesbezüglich sehe ich nicht, was China da jetzt falsch macht.

Es bleibt also bei meinem Beispiel: ein eigenes Geschäft in CN zu eröffnen ist einfacher als in D. Wenn jetzt die berufliche Selbstständigkeit der Ausdruck meiner Individualität wäre, würde hier CN gegenüber D punkten. Und das war die Replik auf @DoJos reißerische Formulierung, in China würden "alle Möglichkeiten der Individualität unterdrückt", was so nicht stimmt.

@22:20 von KowaIski

//@ Bigbirl
Daß die Gewerkschaften Chinas mit zu den streikfreudigsten auf dieser Erde gehören, berichtet der Westen nicht.

Stimmt ja auch nicht.
Streiks werden in China hart bestraft.//

Ich habe eben mal bei Wikepedia nachgesehen. @Birgel hat da vielleicht etwas durcheinander gebracht:

>>Hongkong hat mit 51,5 Stunden im Schnitt die längsten Arbeitszeiten der Welt. Nirgendwo wird in China mehr gestreikt als in Hongkong.<<

@ leider geil

Weil der nächste Amtsinhaber ein Hardliner aus Peking sein wird?

Lam bemüht sich wenigstens noch, zwischen HKern und der Regierung in Peking zu vermitteln.

Darstellung: