Ihre Meinung zu: Geplatzte Fiat-Renault-Fusion: Nach dem Aus kommt der Streit

6. Juni 2019 - 16:46 Uhr

Die Fusion zwischen Fiat und Renault ist vom Tisch - nun wird der Schuldige für den geplatzten Deal gesucht. Für Fiat ist es Frankreich. Frankreich versteht Fiat nicht. Und Renault ist der geknickte Dritte.

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Kommentare

Einmischung des französischen Staates

Es was völlig klar, dass sich der franz. Staat einmischen würde. Die Fusion hätte nur eine Chance, wenn sich die Italiener den Franzosen unterordnen würde.

Nix da mit gleichberechtigten Partnern. Der französische Teil wäre absolut dominant. Aus der Fusion wäre am Ende ein nach außen "französischer" Konzern herausgekommen.
Haben die Italiener das nicht bedacht? Es gibt doch genügend Beispiele dafür. Seien es Flugzeugbauer, Airlines oder Chemiekonzerne: mit französischem Partner ist die Leitung nach kurzer Zeit fest in franz. Hand.

Warum das hier nicht geklappt hat? Der Verbrennungsmotor hat keine Zukunft. Offenbar möchten die Franzosen keinen unnötigen Klotz am Bein haben.

seit in frankreich der staat sich über all in wortschaft einmischt geht die produktivität, rentabilität und konkurenzfähig zu sein sehr zurück.
von der einen seite machte macron sich stark zu sparen und das französische systhem gewrkschaftlich zu ändern und von der anderen verlangt er von ausländischen inverstoren diese alte masche beizubehalten.

bey bye frankreich im internationalem bussines!

Heute morgen wurde in den

Heute morgen wurde in den Nachrichten auf WDR5 gemeldet, dass diese Verhandlungen gescheitert sind, weil die Franzosen darauf bestanden haben, dass es eine Arbeitsplatzgarantie geben muss.
Warum wird dazu nichts in diesem Bericht geschrieben?

@pxslo

"Nix da mit gleichberechtigten Partnern. Der französische Teil wäre absolut dominant. "

Im Text als französische Bedingung: "Zum anderen müsse in der Führung des künftigen Autokonzerns Gleichgewicht zwischen Fiat und Renault herrschen herrschen [sic]."

Haben Sie erst ihre Überschrift "Einmischung des französischen Staates" als Standardsatz geschrieben und den dann mit willkürlichen Sätzen unterfüttert?

Und weil's dann doch zu abwegig war mit einem Schlenker zum Verbrennungsmotor noch eine neue Spekulation zur Ablenkung generiert?

und der amerikaner als eigentümer

hat natürlich die nase voll vom französischen arbeitseifer. hat vor vielen jahren schon der chef einer amerikanischen reifenfirma gesagt und abgewunken.

„Der Hintergrund: Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire will noch in dieser Woche nach Japan reisen und wollte sich dort von Nissan grünes Licht für die Fusion geben lassen. Nissan ist seit rund 20 Jahren enger Partner von Renault. Der Chef des japanischen Autobauers, Hiroto Saikawa, hatte zuvor gewarnt, im Falle eines Fiat-Renault-Zusammenschlusses müsse man diese Partnerschaft "grundlegend neu definieren"

Sieht ganz so aus, als hätten alle Angst, die Verantwortung zu übernehmen. Und als traute man sich (gegenseitig) nicht wirklich.

Das Verhalten von Frankreich war richtig - Bedenken bei Fusion

Also ich sage dazu mal - nachdem ich den Artikel gelesen habe - dass die Ursache eigentlich mehr oder weniger Undeduld bei allen Seiten war. Aber dass Frankreich sich erst mal bei Nissan - das ja Teil von dieser Fusion sein soll - gruenes Licht fuer die Fusion holen wollte, war absolut richtig:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiat-renault-fusion-105.html

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire will noch in dieser Woche nach Japan reisen und wollte sich dort von Nissan grünes Licht für die Fusion geben lassen. Nissan ist seit rund 20 Jahren enger Partner von Renault.

Außerdem sehe ich bei dieser Fusion auch aus Wettbewerbsgruenden große Bedenken. Denn Nissan und Toyota und andere wie Seat, Peugeot, VW, BMW und Ford hätten dann Probleme gegen diesen riesigen Konzern. Da wird die Konzentration auf dem Markt - also die Gefahr fuer Monopolien und Wettbewerbsschädigung - zu groß.

Italien: dass hier ist Unsinn - Nissan eventuell benachteiligt

Außerdem sage ich mal zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiat-renault-fusion-105.html

Mit diesen "neuen Forderungen" habe Frankreich die geplante Fusion torpediert, hieß es daraufhin von Fiat. Das Unternehmen zog sein nach eigener Aussage "überzeugendes" Angebot "mit sofortiger Wirkung" zurück. Es bestünden "derzeit nicht die politischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Zusammenschluss".

Das ist Unsinn, Italien. Denn eventuell hätte man sogar noch Nissan ins Boot bekommen bei dieser Fusion und da wollte Frankreich natuerlich zu recht mit Nissan reden. Außerdem hätte Nissan sich dann als benachteiligt fuehlen können, was Nissan gegenueber nicht fair gewesen wäre.

Weiterhin sehe ich es so, dass die Anforderungen von Frankreichs Seite durchaus in Ordnung waren.

@ pxslo (18:29): Dass hier sehe ich anders

hi pxslo

Nein, dass hier sehe ich anders als sie:

Nix da mit gleichberechtigten Partnern. Der französische Teil wäre absolut dominant.

genau dass darf nicht sein. Beide Partner muessen gleichberechtigt sein. Nur so funktioniert es. Und genau dass hier darf so auch nicht sein:

Aus der Fusion wäre am Ende ein nach außen "französischer" Konzern herausgekommen.

nein, es wäre ein europäischer Konzern rausgekommen. Denn es geht um zwei europäische Partner + eventuell einen japanischen Partner (Nissan). Und daraus hätte dann sogar ein internationaler Konzern werden können.

Dann zu dem hier:

Warum das hier nicht geklappt hat?

Ungeduld auf allen Seiten, Bedenken wegen Wettbewerbsproblemen (Marktmacht des Konzerns) und weil Italien das Anliegen von Frankreich mit Nissan in den falschen Hals gekriegt zu haben scheint.

Von daher verstehe ich auch dass hier

Von daher verstehe ich auch dass hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiat-renault-fusion-105.html

Bei diesen drei Bedingungen sei man übereingekommen, so Le Maire. Es haperte zum Schluss an besagte Zustimmung von Nissan - Bedingung Nummer Vier.

Auch diese fehlende Zustimmung war ebenfalls ein dritter Grund neben der Ungeduld aller und neben den wettbewerbsrechtlichen Problemen (zu große Marktmacht des Konzerns).

Und ja, sowas kann man nicht in aller Eile schmieden:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiat-renault-fusion-105.html

Doch wie auch Wirtschaftsminister Le Maire sprach sich auch Darmanin dafür aus, "die Tür nicht zu schließen" und die Verhandlungen über eine Fusion wieder aufzunehmen. Ähnlich äußerte sich auch Frankreichs Arbeitsministerin Muriel Pénicaud. Es sei doch normal, dass "solche Allianzen wie zwischen Renault und Fiat nicht in Eile abgeschlossen werden können".

Sowas will sauber und in aller Ruhe gemacht sein.

Wie wäre es mit Nissan als dritter Fusionspartner??

Aus dem Grund wuerde ich mal zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiat-renault-fusion-105.html

Und Renault selbst? Das Unternehmen zeigte sich enttäuscht über den gescheiterten Zusammenschluss. Die nun geplatzte Fusion sei eine verpasste Gelegenheit. Aus dem Unternehmen hieß es, das Fiat-Angebot habe durch finanzielle Vorzüge und industrielle Logik überzeugt.

sagen: gebt nicht auf. Noch kann es eventuell was werden und damit keiner enttäuscht zurueckbleibt, wäre es doch besser wenn Nissan als dritter Fusionspartner mit ins Boot geholt wuerde.

Und dann wäre auch eben eine Zusammenarbeit gut wegen dieser Akku-Fabrik und diesen Batteriezellen. Am Besten bei den Akkus wären Natrium-Akkus oder Magnesium-Akkus weil die nicht mehr brennbar sind und nicht mehr explodieren können im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Akkus.

@19:18 von Marcus2

"Im Text als französische Bedingung: "Zum anderen müsse in der Führung des künftigen Autokonzerns Gleichgewicht zwischen Fiat und Renault herrschen herrschen [sic].".."

Das sind Sonntagsreden. Im Ernstfall (Fusion) würden sich die Franzosen selbstverständlich nicht daran halten. Es gibt genügend Beispiele für französische Dominanz nach einer Fusion.

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