Ihre Meinung zu: Pflege: Das Ringen um eine bessere Bezahlung geht weiter

4. Juni 2019 - 10:37 Uhr

Die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern: Das ist das Ziel eines neuen Konzepts, das die Minister Spahn, Heil und Giffey in Berlin vorgestellt haben. Doch an dessen Wirksamkeit bestehen Zweifel. Von Nadine Bader.

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Kommentare

Vielleicht.....

sollte die TS auch mal nicht pauschal von "Pflegeeinrichtungen" sprechen, denn es gibt nicht nur Pflegeheime! Ich denke da besonders an die caritativen Einrichtungen der mobilen Pflege! Ich weiß, wovon ich schreibe, denn meine Frau war jahrelang bei einem mobilen Pflegedienst! Um den hat sich aber nie ein Sozial- oder Gesundheitsminister gekümmert, sondern immer nur um Pflegeheime!

Keine Chance

Ändert man die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung so, dass Pflegeberufe attraktiv werden, dann kann das niemand mehr bezahlen.

Die Tätigkeit ist doch bestens für Migranten geeignet.

Verbindliche Personalvorgaben

Verbindliche Personalvorgaben sind dringend erforderlich. Aber es steht in den Papieren nicht drin, dass die Bundesregierung das jetzt auf den Weg bringen will.

Herr Spahn kann sich im TV gut darstellen, kann gut reden; aber an den Taten wird er gemessen!

Warum pflege selbst bezahlen?

Warum pflege selbst bezahlen? Regelt das über den Bundeshaushalt. Und kassiert die kohle in den Steueroasen..

Leistungen und Löhne verbessern,

Beiträge und Gewinne reduzieren.

Der Staat sollte den privaten..

Organisationen Konkurrenz machen,bzw diese Einrichtungen Verstaatlichen.
Es ist halt so ,dass private Unternehmen als erstes Ziel die Gewinnoptimierung im Auge haben und stetig bemüht sind diese zu steigern.
Ein verbleiben auf hohem Niveau wird als Wachstumsschwäche ausgelegt mit der Folge das, dass Führungsmanagement ausgetauscht wird und ein anderes sich nun profilieren wollendes eingesetzt wird.
Die Leidtragenden sind immer die zu pflegenden und die die die Arbeit machen.
Und wenn es keine Gewerkschaft gibt umso besser.
Wer an gute Pflege für Normalverdiener und Kassenpatienten glaubt ,glaubt auch an Alice im wunderland, die Realität ist eine andere und keine Ausnahme.

Bundesdurchschnitt, ach so.

"Laut Verband der Ersatzkassen zahlte ein Pflegebedürftiger Anfang 2019 im Bundesdurchschnitt 1800 Euro für einen Platz im Seniorenheim."

Für 1800€ bekommen Sie in München vielleicht ein Platz im Dreibettzimmer. Und das bei Pflegegrad 2, bei dem das Personal noch nicht wirklich viel zu tun hat. Lasst diese alten Menschen erst mal alle bei Pflegegrad 5 ankommen.
Wenn ich mir die Kostenaufstellung im Seniorenwohnen meiner Mutter so ansehe, frage ich mich immer, wieso ist das so teuer und das Personal bekommt so wenig davon? Sogar für die Ausbildung von Altenpflegern wird von den Bewohnern noch ein nicht geringer Obulus einkassiert.
Soll ich für meine Mutter nun einen Platz in einem günstigen Pflegeheim (was weiß ich wo?) suchen, daß ihr auch noch etwas zum Leben (Friseur, Fußpflege usw.) übrig bleibt?

Wer sind unsere Alten?

Dumme Frage! Sie sind Menschen, die unseren Staat von ihren Eltern übernommen haben, weiter entwickelt und aufgebaut haben, mit dem Ziel, dass die jetzigen jungen Generationen ihn weiterführen! Dafür sollten wir alle dankbar sein, dass wir so gut und sicher leben können! Dass aber eine beachtliche Zahl von Alten in ihrem Lebensabend leiden müssen, dass ist Unrecht!
Wenn wir nicht wissen, wie man Alte pflegt und behütet, dann müssen unsere verantwortlichen Politiker nach Schweden und andere zivilisierte EU-Staaten gehen und sich zeigen lassen, wie so etwas gemacht wird! Ganz einfach! Die Verteilung der vom Volk erarbeiteten Gewinne ist ungleich und ungerecht, was sich auch bereits an den "erkrankten Parteien" SPDCDUCSU eindeutig erkennen lässt!
Die Gehälter für das Pflegepersonal muss mindestens bei 4.000,-EUR liegen!

alle Personen sollten in die Pflegeversicherung einzahlen

auch die , die viel Einkommen haben. Wenn das ohne Bemessungsgrenze wäre, hätten wir kein finanzielles Problem. Der 450 Euro Job sollte genauso viel Prozentual einzahlen wie der normale Beschäftigte oder Rentner. Das gleiche sollte für die Jobs bis 800 Euro gelten ( bisher gibts hier auch einen Abschlag). Dieses Geld muss aber vom Arbeitgeber kommen. Wenn er die Lohnnebenkosten nicht zahlen kann ist sein Unternehmen nicht zukunftsfest. Für kleine Renten usw wo es kaum Sozialbeiträge gibt sollte der Staat zuschießen ( was er ja jetzt schon tut).
Insbesondere auch Beamte müssen ins System. Übrigens gibt es einen Zuschuss vom Staat bis zu 70 % wenn deren private Pflegeversicherung zu hoch wird.
Alle in die GKV, nur so sind die Beiträge zu stemmen. Auch die Auswirkung Selbstverwaltung sollte kritisch hinterfragt werden. Gute Pflege muss etwas wert sein.

Ich...

finde es nicht gut das man sich so schwer tut eine angemessene Bezahlung dieser sehr schweren Arbeit. Das Pflegepersonal soll sehr schnell eine faire und eine gute Bezahlung bekommen. Sie haben mit Menschen zu tun diese sollen auch noch mehr Zeit für die zu Pflegenden nehmen dürfen.

Meinung

....und dieses“Ringen“-das dauert jetzt schon wie lange?
Ich wette,im nächsten Jahr um diese Zeit hat sich jmmer noch nichts geändert.

160 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen in der BRD

Das denkwürdige Gespräch zwischen dem Pflegeazubi und der Bundeskanzlerin ist mittlerweile fast 2 Jahre her und seitdem hat sich, außer den lächerlichen 13.000 Stellen mehr = 1 Stelle pro Einsatzort, absolut nichts(!) verbessert!
Von 160 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen in der BRD hat schon der nordrhein-westfälische exFinanzminister vor 6 Jahren gesprochen, danach auch noch der damalige Wirtschaftsminister Gabriel vor ca 3 Jahren!
Zur Eintreibung von mittlerweile also 6 x 160 Milliarden Euro ist bis heute ebenfalls nichts(!) getan worden! Und das sind mit Zinsen immerhin über 1 Billionen Euro!
Mit diesem Geld könnten so viele soziale Probleme in allen Bereichen locker gelöst werden. Von den 2 Millionen Arbeitslosen, die in keinster Weise gefördert, sondern von denen nur gefordert wird, nicht zu schweigen. Denn von denen würden sicher auch viele in Pflegeberufe gehen, wenn zN besser bezahlt und die Arbeitszeiten gekürzt würden.
Tut man aber nicht!?

@ Säbelzahn, um 11:54

Was meinen Sie mit dem letzten Satz Ihres Beitrags???

Diese Aussage bringts auf den Punkt:

"Man hat ja jetzt um 0,5 Prozent angehoben. Wir wissen aber, dass das nicht ausreichen wird, um die qualitativ gute Pflege sicherzustellen"

D.h es wird mit einer Verschlechterung der Pflege nicht nur gerechnet, nein es wird damit geplant.
Allgemein scheint alles was CDU, CSU und SPD so machen zum Totalverschleiß zu führen. Und da fragt noch jemand ernsthaft warum diese Parteien nicht mehr gewählt werden?

Verlogenheit

Woher kommt das Geld für die Leistungen von Pflegeheimen, Krankenhäusern, ambulanten, Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen???
von den Krankenkassen(inkl Pflege..)
Seit Jahren, steigen die Beitrageinnahmen, inzwischen durch fast Vollbeschäftigung, massiv.
Die Summen die die Krankenkassen an o.g. bösen Leistungserbringer zahlen steigen aber nicht massiv - sondern sinken seit 20 Jahren inflationsbereinigt sogar!
Ausnahme ist natürlich die Pharmamaf.. äh industrie.

Vielleicht sollten die Damen und Herren "Experten" mal an die Wurzel des Problems gehen: an die Krankenkassen.

Wir haben keinen Arbeitskräftemangel!Unser Beitragsgeld wird seit 20Jahren immermehr an die Verwaltung und die Pharma verteilt und kommt damit immer weniger uns Kranken/Beitragzahlern zugute .
Das ist nicht nur Diebstahl, sondern in immer mehr Fällen bedingte fahrlässige Tötung durch Schreibtischtäter die eben nichts tun als weiter in die Falsche Richtung zu rudern.. äh zu schlafen.

Finanzierungsvorschlag

Eine gerechtere Bezahlung der Pflegekräfte könnte z. B. dadurch finanziert werden, indem durch die Annäherung der Pensionen an die Rente, also 48% der mittleren - statt 72% der letzten Bezüge, Steuergelder für die Pflegeversicherung frei gemacht werden.
Wäre doch auch ein Thema für eine soziale Volkspartei, oder?

Pflegefachkraft in der

Pflegefachkraft in der Schweiz: umgerechnet 5100€ brutto
In Luxemburg über 6000€
Aber die bezahlen solche Gehälter ja mit den Steuergeldern, die bei uns gestohlen werden.

Was man der Industrie schenkt

muß der "kleine" Mann oder Frau sich vom Munde absparen und damit kommt er nicht in einer Pflegeinrichtung unter.
Durch die Politik gesteurt kann sich "Otto- Normalmensch" gleich mit dem Gedanken tragen sich auf das staatliche Verwerten seines Körpers vorzubereiten. Auch hier ist es die Politik, die der Wirtschaft alles schenkt und dem Volk alles nimmt. Nur weiter so GroKo ihr werdet es schon richten.Feirt schön das 70 jahre alte Gesetzbuch und verkauft dies dem Volk als großen Gewinn. Verschweigt weiterhin, daß ihr dieses Buch ständig nach euren Wünschen ändert- am besten wenn eine WM abgehalten wird. Ich für meinen Teil sehe die Zukunft in einem Regalsystem indem die Organe der nicht mehr Erwerbstätigen untergebracht und der Rest der Industrie überlassen wird um auch den Rst noch gewinnbringend zu verwursten.

Der Gesetzgeber hätte

Der Gesetzgeber hätte natürlich die Möglichkeit den gesetzlichen Mindestlohn auf Tarifniveau anzuheben. Aber das wäre ja zu einfach.

Die Maske fällt


Ändert man die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung so, dass Pflegeberufe attraktiv werden, dann kann das niemand mehr bezahlen.

Die Tätigkeit ist doch bestens für Migranten geeignet.

Das ist doch der einzige Grund warum eine neoliberal-konservative Regierung bereit ist Flüchtlinge aufzunehmen: Als billige Lohnsklaven. Aber das auch nur weil manche Arten der Lohnarbeit nicht so gut in Länder mit schlechteren Arbeits- und Umweltstandards offgeshort werden können.
Mit Humanismus hatte das nie was zu tun. Höchstens zur Show um eigentlich humanistisch eingestellte Wähler für neoliberale Politik gewinnen zu können.
Und aus der gleichzeitig und langjährig propagierten Alternativlosigkeit heraus hat es dann zur Überraschung des in einer Blase lebenden linksliberalen Bürgertums wieder eine rechtsextreme Partei geschafft mit totgeglaubten Parolen einen bedeutenden Anteil der Verlierer dieser Politik für sich zu gewinnen.

Eine Schande

Wie schlecht die Leute bezahlt werden welche jene Leute pflegen die dieses Land aufgebaut haben.

Ich glaube...

Das Problem ist zu komplex, um irgendeine Lösung zu finden. Ist das nicht der standardspruch der CDU? Klar, würde ich am Tropf der Wirtschaft hängen, würde ich alles auch beim Status quo belassen und nur paar Alibi-Projekte angehen.

Ich habe eine zeitlang auf einer unfallchirurgischen station gearbeitet. Da ist man echt am arsch, wenn man alt ist, sich den Oberschenkelhals gebrochen hat und nach der OP nicht aus dem Bett raus kommt.

das regelt schon der Markt !

Die Politik sollte sich da raushalten! Nachdem die Pflege privatisiert wurde soll es dann bitte auch der Markt richten. Ist doch ganz einfach, knappe Ware ( Arbeitskräfte ) höhere Preise ( Löhne/Arbeitsbedingungen ) . Fragen sie Herrn Lindner, ersatzweise Herrn Kahrs, Herrn Merz, die erklären es ihnen gerne...

Geld ist genügend vorhanden

Nur fehlt der politische Wille es auch dort einzusetzen. Stattdessen verplempert man Milliarden für Projekte wie Stuttgart 21, BER, eine aufgeblähte Quasselbude in Berlin die Milliarden verschluckt, Geldleistungen an "Goldstücke" etc.
Bildung, Pflege, Infrastruktur sind aus meiner Sicht die vordringlichsten Probleme in Deutschland, die wir auch selbst in kürzester Zeit in den Griff bekommen können. Das Welt-Klima können wir auf unseren paar Quadratkilometern nicht ändern oder sogar retten. Wir können nur durch wirtschaftliche Stärke auf andere Einwirken.

Warum reicht das Pflegegeld nicht?

...Mal ehrlich mit dem Geld welches eine Pflegebedürftiger erhält, sollte dieser stationär gepflegt werden müssen, sollte doch ausreichen um eine gute Pflege zu gewährleisten?!

---

Je mehr Personen sich in einer Pflegeinrichtung befinden,
desto günstiger wird doch die Kostenverteilung jedes Einzelnen.

Aber nein in der Praxis reicht es nicht, da Kosten wie z.B. die wahnsinnige Bürokratie in der Pflege,
die Kosten in die Höhe treiben.

Für > 2.000 €/Monat muß es doch möglich sein eine gute Pflege zu ermöglichen?

Aber die Gewinnmaximierung der Betreiber solcher Einrichtungen geht eben zu Lasten der Menschen.
Und zwar sowohl für den Pflegebedürftigen, deren Angehörige und auch dem Pflegepersonal.

Hauptsache einer Pfegeeinrichtung ist doch nicht die gute Pflege der Menschen,
sondern eine höchstmögliche Gewinnmaximierung für den Betreiber.

13:00 von nie wieder spd

Aber die bezahlen solche Gehälter ja mit den Steuergeldern, die bei uns gestohlen werden.
.
wer zahlt denn hierzulande und wieviel Steuern
bei 3.000 Euro Brutto bei nem Verheirateten sind das 170 Euro

Zitat von rr2015, 12:25

"...nsbesondere auch Beamte müssen ins System...."

Sie verwechseln in Ihrem Beitrag offensichtlich teilweise die KRANKEN- und die PFLEGE-Versicherung.

In die PflegePFLICHTversicherung zahlen auch Beamte, Soldaten etc. ein.

Ich wäre übrigens froh, wenn ich, so ich das noch erleben darf, als Pensionär in die gesetzliche KV dürfte.

Dann zahle ich nämlich nur noch EINEN Beitrag. Jetzt zahle ich für meine Frau und mein Kind extra.

Was natürlich immer vergessen wird: Wenn Beamte etc. auch alle in der GKV sind, dann zahlen die nicht nur ein, sondern bekommen auch Geld aus dem Topf. Und es wird nur für EINE Person der Beitrag gezahlt, der Rest der Familie ist dann ja Beitragsfrei...

Und da die Ärzte / Krhs etc. sicherlich nicht weniger bekommen werden dürfen Sie mal raten, wie sich dann die Beiträge der jetzigen GKV-Mitglieder ändern würden.
Kleiner Tipp : Nach unten bestimmt nicht !

@ um 13:00 von füralleunsereKinder

Um viele Beamten nicht genau so arm zu machen, wie viele Rentner es sind, schlage ich genau das Gegenteil vor: Eine Angleichung der Renten an die Pensionen!
Die Gehälter von Pflegekräften, Polizisten, Erziehern, Lehrern und noch vielen mehr müssen erhöht werden mit den Geldern, die uns völlig unbehelligt von unseren sogenannten Leistungsträgern gestohlen werden.
Warum sollten Steuerbetrüger nicht mit Antiterror - Maßnahmen verfolgt werden?
Das wäre gerechtfertigt und im Anbetracht der Summen auch wirtschaftlich!

Pflege

Der Pflegenotstand ist gutes Beispiel von Auswirkungen des Aussitzen und Ignorieren. Es gibt viele solcher Problemebereiche die Merkel und die GroKo "vergessen" hat.
Seit vielen Jahren weiss und wusste man das es so kommen wird, ob schlechte Bezahlung, mangelndes Anerkennung, veraltetes Ausbildungsystem.
Nun wo das Problem nicht mehr zu ignorieren ist, kommer wilde Vorschlaege, Massnahmen die wenig oder zu spaet Wirkung zeigen. Wie immer wenn notwendige Massnahmen zu spaet kommen wird es ausserdem teuer.
In der Fernsehdiskusion bis zu 5 mnd. jaehrlich, angeblich gerecht verteilt.
Wie waere es man wuerde eine wenig vom Verteidigunghaushalt abzweigen? - die koennen so oder so nichts damit anfangen.

So lange

Pflegeheime in privater Hand sind und Milliarden Gewinne versprechen, macht das überhaupt keinen Sinn.
Normal Rentner, sind ja die Meisten Menschen die in die Pflege fallen, können das von Ihren rund 1200 Netto im Schnitt, nicht bezahlen.
Und bei den Kräften ist auch das Hindernis nicht unbedingt der Lohn, sondern Abseitszeiten und Wochenende plus Feiertage.
Und das will von Jungen Menschen nur ein ganz kleiner Teil machen.
Pflegeeinrichtungen hätten nie in private Hand gehen dürfen, der Mensch wird zur Ware die Gewinn bringen muss, meist fließt der auch noch ins Ausland ab.

Das System muss durchbrochen werden, genau wie bei Mieten und Großinvestoren, es geht nur um Gewinn.
Ich hab zwei in der Großfamilie, der Verdienst der Beiden ist nicht schlecht, wenn auch nicht auf der Höhe wie VW oder andere Großverdiener.
Also der Ansatz ist schon nicht richtig.

Tarifgebunden

Die Vermischung von Mitgliedern (Verdi) und Verbänden (Pflegedienste) ist unrealistisch dargestellt.
Verdi stellt es so dar, das nur wenn alle Beschäftigten in der Gewerkschaft sind auch alle den Tariflohn bekommen. Das ist nicht richtig. Wenn ein Pflegebetrieb, vertreten durch einen Verband in der Tarifunion Mitglied ist, dann gelten auch die Tariflöhne, unabhängig ob ein guter Teil des Lohnes an Verdi fließt oder nicht.
Gewerkschaften sind wichtig und auch richtig aber, muss die TS Werbung machen für eine Organisation die sich im Problemfall nur um ihre (zahlenden) Mitglieder kümmert? Sehr sozial dieses Thema.

Quadratur des Kreises

Es ist vollkommen richtig, dass die Pflegekräfte mehr Lohn und Anerkennung für Ihre anstrengende und z.T. aufopfernde Tätigkeit bekommen müssen. Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die gesamte Branche wäre sicher im Sinne der Vergleichbarkeit und auch zur Durchsetzung berechtigter Forderungen sinnvoll. Dass sich dagegen insbesondere private Heimbetreiber sperren ist, nicht ganz korrekt. Vielleicht sollte man einmal unterscheiden zwischen "Pflegekonzernen" und Einzelhäusern. Die oft mit familiärer Unterstützung tätigen Eigentümer eines einzelnen Heimes schaffen mit Herzblut häufig eine im Sinne der Bewohner "beste" Gesamtsituation, doch verdienen sie keine Reichtümer; ganz anders die Großen des Gewerbes, die sich zuweilen zuvörderst mit Rendite zu beschäftigen scheinen. Alle müssen - daher oft die horrenden Zuzahlungen - Baumaßnahmen stemmen, die der Gesetzgeber zwingend!!! vorschreibt, um die Betriebsgenehmigung zu erhalten. Für die Kleinen wird es so immer enger.

11:54 von Säbelzahn

>>Die Tätigkeit ist doch bestens für Migranten geeignet.<<

Das ist eine Abwertende Einstellung. Ein Migrant ist genau so viel "Wert" wie jeder andere Bürger, er darf auch die gleichen Steuern zahlen wenn er denn einen Job bekommt.
Ich bin froh das ein Gutteil der Migranten eine derart starke soziale Ausprägung haben und diesen harten Job machen.

Ausgerechnet jetzt...

einen Tarifvertrag auszuhandeln dürfte momentan für die Arbeitgeberseite durchaus interessant sein. Aufgrund des Fachkräftemangels bei gleichzeitig in diesem Geschäftsfeld vorgeschriebener Fachkräftequote können examinierte Altenpfleger zur Zeit recht gut über ihr Gehalt verhandeln.

Aber mal abseits vom Geld (das sooo schlecht nicht ist): die Personalschlüssel müssen geändert werden und die Kassen müssen für diesen Mehraufwand dann auch mehr bezahlen! Meine Frau arbeitet in der Pflege und bei dieser Diskussion sagt sie stets "ich möchte nicht mehr Geld und dafür mehr Arbeit, weil wieder Personal eingespart wird wenn es immer teurer wird, ich wünsche mir mehr helfende Hände, die mit anpacken, die anfallende Arbeit auch ordentlich zu erledigen".

Das würde die Arbeitsbedingungen (und die Pflegesituation für die Gepflegten!) direkt verbessern und die Festlegung des Schlüssels könnte der Gesetzgeber ganz schnell alleine regeln...

Krankenkassen

Die Damen und Herren Minister sollten sich mal 4 Wochen in einen Pflegedienst begeben, ohne Presse, danach würden sie es anders anpacken. Sie reden mit den grossen der Branche, die die schon Vorzüge haben. Ohne die Privaten würde es in Deutschland zusammenbrechen. Klar soll die Arbeit gut bezahlt werden, nur wer zahlt es denn? Die Kassen ganz sicher nicht! Denn die sind es ja, die die Verhandlungen mit den Privatenverbänden scheitern lassen, wenn es um eine Rehfinanzierung der Mehrkosten für Gehälter geht.
Warum bekommt, nicht verdient, ein Vorsitzender der Krankenkasse mehr als eine Pflegekraft?
Ganz einfach, er muss nix dafür tun. Sein Geld erwirtschaften anderen.

@ Margareta K. um 12.11, Bundesdurchschnitt - nee

"für 1800 Euro bekommen Sie vielleicht einen Platz im Dreibettzimmer" - genauso ist es. Im "richtigen Leben" zahlen Sie mindestens 3000 Euro für ein "einfaches" Einzelzimmer. 1500-1800 zahlt die Pflegeversicherung, den Rest zahlt der Pflegebedürftige oder seine Kinder.

Die hohen Beträge, die kassiert werden,
kommen zu einem Großteil nicht den zahlenden Pflegebedürftigen zugute, sondern fließen in neue Projekte. Die Pflegeeinrichtungen, seien sie privat oder öffentlich, als Stiftung organisiert oder als gGmbH: Die meisten sind darauf aus, ihre Organisation auszudehnen, in Neubauten zu investieren und die Konkurrenz zu minimieren.

Gemeinnützige GMbHs dürfen keine Gewinne machen, Vereine ebenfalls nicht - also, wohin mit dem Geld? Geschäftsführer kassieren exorbitante Gehälter. Weitere Vergünstigungen: Teure Schlitten als Dienstwagen, schöne Häuser aus dem Erbe ehemaliger "Insassen" usw sind üblich.
Wann müssen auch "gemeinnützige" Einrichtungen endlich ihre Bücher offenlegen?

Das Ringen geht weiter?

Weil kein Geld da ist?
Lachhaft kann ich da nur sagen.
50Mrd fallen andererseits mal so eben vom Himmel, stimmts?

Bezahlung muss besser werden

Jeder der eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte fordert, muss wissen, dass dies die Allgemeinheit der Steuerzahler (und zwar nur von den Steuerzahlern!) bezahlen muss.

Ich bin trotzdem dafür!
Ich erwarte dann allerdings, dass endlich nur ausgebildete Pflegekräfte unter sozialen Arbeitsbedingungen in den Heimen arbeiten.
Oft sind aber dort viele Hilfskräfte beschäftigt, die keinerlei Qualifikation für den Job haben. Das gilt es abzustellen.
Dass jetzt manche ein Studium gar fordern mit Bachelor und ggf. Master, halte ich allerdings für maßlos übertrieben.

Private Pflegedienste sind sicherlich notwendig. Hier sind die strengen Zeiten der Pflege anzupassen. Man muss aber auch beachten, dass private Pflegedienst ihren Job nicht auch Liebe zur Menschheit durchführen. Das ist vielmehr ein knallhartes Geschäftsmodell (besonders osteuropäisches), bei dem leider auch zu oft zu Lasten der Kassen wie auch der zu Pflegenden betrogen wird. Folglich muss eine wirksame Kontrolle her.

Endlosschleife

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen. Vielleicht sollte mal die Tagesschau Energie aufwenden, um zu analysieren, wie oft in den letzten Jahren über dieses Thema "gelabert" wurde, ohne dass sich etwas grundlegendes geändert hat. Ich erinnere mich an Foren mit Frau Merkel vor den Bundestagswahlen 2017 und mindestens auch vor 2013, wo Pflegekräfte den vorherrschenden Pflegenotstand angesprochen haben. Dann kamen Versprechungen, Versprechungen...

Endlosschleife

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen. Vielleicht sollte mal die Tagesschau Energie aufwenden, um zu analysieren, wie oft in den letzten Jahren über dieses Thema "gelabert" wurde, ohne dass sich etwas grundlegendes geändert hat. Ich erinnere mich an Foren mit Frau Merkel vor den Bundestagswahlen 2017 und mindestens auch vor 2013, wo Pflegekräfte den vorherrschenden Pflegenotstand angesprochen haben. Dann kamen Versprechungen, Versprechungen...

Unterstützung auch durch verdi möglich

Es ist unstreitig, dass die Pflegekräfte sehr schlecht entlohnt werden.
Auch unstreitig ist, dass der gewerkschaftliche Organisierungsgrad bei den Pflegekräften zu niedrig ist.
Liebe Verdi-Leute!
Nehmt die Pflegekräfte einmalig, z. B. für die Zeit von 2 Jahren, zu einem ermäßigten Beitrag von z. B. der Hälfte auf.
Nach dieser Zeit werden diese neuen Mitglieder sicher gerne den normalen Beitrag zahlen, wenn Sie für sie die entsprechenden Gehaltserhöhungen durchgesetzt haben.

Teils hört und liest man es bereits in den Medien, dass mancherorts Flüchtlinge in der Pflege eingesetzt werden. Natürlich muss das freiwillig sein und die Flüchtlinge müssen sich dafür interessieren.
Darauf zu warten, dass Pflegepersonal aus dem Ausland -freiwillig- ins ausländerfeindliche Deutschland kommt und dann nach "Bepöbelungen" bleibt, halte ich für fraglich. Denn jeder Mensch, der nicht wie ein Westeuropäer aussieht, hat es in Deutschland schwer ... wie die Erfahrungen in der jüngsten Vergangenheit oft genug gezeigt haben.
D. h. wir müssen die hier lebenden Mitbürger für den Beruf begeistern und ausbilden, ausbilden, ausbilden.
Eigentlich sollte dann in 2 bis 3 Jahren eine größere Zahl an ausgebildeten Pflegekräften vorhanden sein.
Vielleicht sollte man bei jedem der Menschen, die abgeschoben werden sollen, prüfen, ob sich nicht doch der eine oder andere für den Beruf des Altenpflegers eignet???

@ schaunwamal - Am 04. Juni 2019 um 12:11

Sie haben Recht. Wenn die Pflege von privaten Unternehmen betrieben wird, ist bei etlichen (nicht bei allen) die Gewinnoptimierung eines der Hauptziele. Bei einer guten Pflege darf nicht aus Geld geguckt werden und ein Gewinn sollte eigentlich nicht erzielt werden (eine "rote Null" reicht auch).
DAS geht nur, wenn die Einrichtungen verstaatlicht würden.
Ich kenne in meinem Umfeld mind. ein Heim in Privatbesitz, bei dem die Gewinnoptimierung offenbar sehr im Vordergrund steht und die Pflege vernachlässigt wird (ein Angehöriger war dort für kurze Zeit...).
Der Staat sollte solche Heime noch viel mehr kontrollieren.
Natürlich gibt es auch auch private Heime, die seriös sind.
Dennoch wäre es m. E. ein Ziel, dass man alle Heime verstaatlicht um überall dieselben Verhältnisse zu schaffen.

Bessere Arbeitsbedingungen durch neuen Personalschlüssel

@renameduser

Das Kernproblem bei Tarifverhandlungen sind immer wieder die Arbeitsbedingungen.
Letztlich geht es aber nur um das Geld. Die AN-Seite ist jedesmal zufrieden, wenn eine Gehaltserhöhung rausgesprungen ist.
Dann sind die Arbeitsbedingungen plötzlich egal.

Ich plädiere für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege. Dazu muss zunächst der Personalschlüssel geändert werden. Es kann auch nicht richtig sein, dass dieser in den Bundesländern unterschiedlich sind.

Pflege: Das Ringen um eine bessere Bezahlung geht weiter

Ein junger Altenpfleger musste in der ARD-Wahlarena 2017 unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel erklären, wie sich das wahre Leben in dem Land, in dem es sich für Merkel gut und gerne leben lässt, für alte Menschen darstellt.

Völlig verblüfft versprach Merkel, sich nach ihrer Wiederwahl um dieses Thema zu kümmern, konnte aber nicht versprechen, irgendetwas Versprechen zu können.

Sie hat somit ihr Versprechen, ihr Versprechen nicht halten zu können, gehalten.

///80 Prozent der

///80 Prozent der Altenpflegeeinrichtungen sind nicht tarifgebunden///
.
Das ist doch prima. Wenn diese Pflegeeinrichtungen Personal benötigen, dann brauchen sie eigentlich nur übertarifliches Einkommen anzubieten. Der Staat sollte sich jedenfalls nicht einmischen.

@rr2015: 04. Juni 2019 um 12:25

Sie schreiben:
"Insbesondere auch Beamte müssen ins System. Übrigens gibt es einen Zuschuss vom Staat bis zu 70 % wenn deren private Pflegeversicherung zu hoch wird."
Was ist das für eine Regelung, die Sie hiermit ansprechen?

"Alle in die GKV, nur so sind die Beiträge zu stemmen."
Wenn alle in der GKV sind, beziehen alle aber auch Leistungen. Wo ist dann die Einsparung?
Hierzu möchte ich dazu noch anmerken, dass das für den Staat, was die Beamten angeht, nicht kostenneutral sein wird. Denn der Staat muss dann für jeden aktiven Beamten Arbeitgeberanteile zahlen. Bisher zahlte der Staat bei Krankheit der Beamten nur Beihilfe.
Die Beihilfen sollen jährlich rd. 35 Mio. Euro den Staat kosten. Die Arbeitgeberanteile für diese aktiven Beamten würden aber bei rd. 90 Mio. Euro liegen.
Und die Ärzte, die sich mit den "Privaten" über Wasser gehalten haben, müssten dann teils schließen ...

@Säbelzahn

Werden oder haben den Migranten weniger Umkosten? Sie meinen moderne Sklaverei? Wollen Sie die etwa dazu zwingen?
Ich habe eine bessere Lösung:
Niemand soll das als Beruf machen, weil zu unterbezahlt, dann werden die irgendwann automatisch wegen Mangel mehr zahlen müssen.

Risiko Pflegebedürftigkeit - Pflege-Versicherung?

Kann jeden treffen!

Betroffene und ihre Angehörigen haben keine Stimme. Es wird ordentlich bezahlt, es gibt andere Defizite. Das System ist eine Blackbox. Wo bleibt das Geld? Eben stand noch ein Millionenbetrug im Fokus. Auch der Profit und das "Verdienen" im Übermaß an den Betroffenen ist übel. U.a. kirchliche "Stiftungen" etc. haben vor Ort oft das Monopol. Es ist ein Milliardengeschäft! Die Selbstkontrolle ist eine Farce. Der Staat, mindestens als funktionierender Ordnungsgeber und Kontrolleur, ist in der Pflicht.

Was ist da Sozialstaat, wenn Pflege dem Profit dient .., Arznei mit höchsten MWSt.-Satz belegt ist. NULL wäre richtig!

Wer hat schon mal einen Pflegeplatz für Angehörige gesucht? Wer weiß was das kostet? Arzt, Arznei etc. kommen dazu. Welche Ersparnis, welche Rente reicht dafür? Kinder "haften" am Ende. Wer keine Kinder hat, nichts gespart, den versorgt der Staat. Besser als es manche Angehörige können. So sieht die "Gerechtigkeit" aus!
Versicherung geht anders!

@Margitt

Jemand der politischen Asyl beantragt, der kann sich gelassen anlehnen? Weil klappt der Asyl nicht, dann wird man halt für paar Jahre Altenpfleger kündigt dann und darf hier bleiben? Naja Sinn und Zweck?

Die Blinden und die Farbe

Die Grundfesten der Ökonomie sind immer gleich. Da können die Recken jammern und fordern, wie sie wollen: Letztlich muss es bezahlt werden. Klar ist die Bezahlung von Pflegekräften mies, aber mehr Kohle und mehr Personal bedeutet auch bessere finanz. Ausstattung. Solange dieser Knoten nicht gelöst wird, dreht sich der Kram im Kreis, werden die Politiker nichts daran ändern. Der Berg kreißte und gebau eine Maus.

Altenpflege

Tja das sind halt die Vorteile unserer "modernen und intelligenten" Gesellschaft:
Wenn Eltern zu alt und zuviel Aufwand nötig haben, schiebt man die ins Altersheim ab.
Wie war das früher, als die Menschen noch nicht so hoch gebildet waren? Reicht es unseren Kindern nur eine gute Schulbildung zu geben?

11:54 von Säbelzahn

Genau!

Sie sorgen für Lohndumping!

Und mit den Alten muss man gar nicht sprechen.

Kleiner Scherz!

Dieser Privatisierungswahn und Fachkräfte aus dem Ausland holen, muss ein Ende haben!

Wir haben in Deutschland genügend Pflegepersonal, die zuhause sitzen (Alg 1/2, wie auch ihr Potenzial (extra falsch geschrieben!)

Dass Ressort "Gesundheit und Pflege" soll/muss Kostendeckend arbeiten und darf keine Gewinne erzielen.

Deshalb sind u.a. Heimplätze so teuer.

Herr Jens Spahn ist auch nur eine Figur der Lobbyisten, aber keiner für die (auch alten) Menschen, dessen Nutzen er mehren und Schaden von ihm abwenden soll, wie es der Amtseid vorsieht!

PS. Dieser sogenannte Notstand (Personalmangel) hat es schon vor 40 Jahren gegeben, als ich seinerzeit Zivildienst machte!

PS. Das sagt alles über die Politik von cdu/csu/spd/grüne/fdp aus!

Zu 14:43 von Nachdenkender2017 -Entlohnung-

Es ist unstreitig, dass die Pflegekräfte sehr schlecht entlohnt werden.

Das ist so pauschal einfach falsch und deshalb streitig!

Aus einem aktuellen Stellenangebot von heute 6.6.2019 Pflegefachkraft (m/w/d):

- 3.137 € Bruttogehalt in der Basisstufe
- Unbefristeter Vertrag
- faire Vergütung nach AVR-Württemberg 4. Buch
- Jahressonderzahlungen
- betriebliche Altersvorsorge
....
u.a.
https://www.oeffentlichen-dienst.de/images/pdf/AVR-2019.pdf

usw. jeder kann selbst recherchieren und die Fakten prüfen.

Was von dem vielen Geld für die Entlohnung der Pflegekräfte verwendet wird ist der verschlossenen Blackbox "Pflege" nicht zu entnehmen.
Es ist endlich Transparenz zu schaffen. Hier versagt die Politik zuerst!

Alles muss finanziert werden. Die Pflegekosten sind schon heute für einen Großteil der Bedürftigen nicht mehr aufzubringen. Wer hat schon mehrere Tausend Euro Rente im Monat? Das Ersparte ist schneller verbraucht als viele denken.

Der falsche Weg

Wenn es um Arme, Rentner und Pflegebedürftige geht, dann wird der Geldsack sofort zugeschnürt und solche Ankündigungen von Herrn Spahn sind doch nur Wahlkampfgetöse, damit die Herrschaften nicht abgewählt werden und ihre Pensionsansprüche wachsen. Aber es geht ja nur um Menschen und Steuerzahler, also unwichtig. Daher meine Forderung:
-sofortige Kürzung des Wehretats um mindestens 50%
-keine Steuerverschwendung für die Digitalisierung
-die Pension der Beamten wird nicht mehr aus unseren Steuergeldern finanziert, sondern die sorgen zur Hälfte selbst dafür
Aus diesen freiwerdenden Steuerverschwendungmilliarden können dann z.B. Pflegeunternehmen das Einkommen ihrer Pflegekräfte erhöhen und eine Erhöhungsbelastung der Pflegeversicherung ist dadurch ausgeschlossen. Politiker hört mal auf eure Wähler.

Ich mache jetzt mal eine

Ich mache jetzt mal eine Rechnung:
.
Ca. 235.000 mal Minimum 500€ = 117,5 Mio.€
.
117,5 Mio.€ durch 3500€ Brutto = 33.571 staatlich finanzierte Arbeitsstellen.
.
Dazu müsste "der Staat" natürlich Interesse an der Pflege haben......
Oder Herrn Kempf mal sagen, das "der Staat" kein Zweckverband des BDI ist..

4858,-€ kostet ein Pflegeplatz Pflegegrad 4

in einem Caritas Altenzentrum in Köln!
Die Rente meiner 45 Jahre lang, berufstätigen Mutter beträgt 2500,- €. Pflegekasse und das Pflegewohngeld bedienen mit 2358,-€ den Rest der Kosten. Es mangelt in diesem Zentrum an ausgebildeten Pflegekräften. Die Pflegekräfte und Pflegehilfskräfte dort sind aufgrund des Personalmangels überlastet. Hinzu kommen noch Verständigungsschwierigkeiten. Und das nicht wegen Schwerhörigkeit der Bewohner! Was muten wir unseren Alten da zu?!?!? Was wird uns mal erwarten?!?!

Streiken

Da ist mal ein ordentlicher Streik fällig.
Aber leider "leiden" Pflegefachkräfte am Helfersyndrom und tun sich schwer bei sowas.

@ um 17:33 von gman

3.137€ brutto sind für eine(n) Alleinstehende(n) gerade mal ca 1.850€ netto.
Für irgendeinen einfachen Job wäre das für jüngere Menschen ein nettes Einstiegsgehalt nach der Ausbildung.
Für die sehr schwere Arbeit einer Pflegekraft ist das nur lächerlich.
Für eine Rente selbst oberhalb der angedachten Respektlosigkeitsrente reicht das leider nicht.
Um von der Rente später mal den eigenen Pflegeplatz zu bezahlen, erst recht nicht.
Die finanziellen Aufstiegschancen in diesem Job gibt es leider auch nur für Einzelne, da solche Jobs recht dünn gesät sind.
Für eine Familie reicht dieses Gehalt auch nicht. aus.
Ich habe noch mal genauer nachgesehen:
In Luxemburg bekommt eine Pflegefachkraft ca 94.000€ im Jahr bei 13 Gehältern = 7200€ pro Monat!!!
Soviel sollten uns unsere Eltern wert sein.
Unsere Kinder aber auch.
Es warten immer noch 160 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen darauf eingetrieben zu werden!

Eine bessere Bezahlung ist

Eine bessere Bezahlung ist das mindeste, was das g e l e r n t e Pflegepersonal erhalten sollte. Wer von unseren Politikern würde für das Geld diese Arbeit machen und dazu ertragen wollen, jeden Tag Trauer, Elend und Krankheit erleben zu müssen. Leider wird aber das Problem nicht erörtert, wie die zu Pflegenden und ihre Angehörigen die immer weiter steigenden Kosten bezahlen kann. Die ca. 10 Milliarden, die das Besserbezahlen mindestens kosten sollen, wären ja angeblich nicht aus Steurmitteln aufzutreiben, dabei sind genau für solche Fälle, also z.B. um Hilfe bei eigenen Staatsbürgern zu leisten, die Steuern zu verwenden und nicht, um damit weltweiten Wirtschaftsflüchtlingsempfang immer großzügiger zu alimentieren. Erst ist das Wohl der eigenen Leute zu finanzieren und auch gerne das echter Flüchtlinge, aber nicht anderen Glücksspielern.

@ 19:43 von nie wieder spd

"Für irgendeinen einfachen Job wäre das für jüngere Menschen ein nettes Einstiegsgehalt nach der Ausbildung."

Bitte beachten, und das vergessen fast alle:
Das ist das Gehalt für Schichtarbeit.
365 Tage 24 Stunden.
Ob Sonn- oder Feiertag.
Nix mit Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr und fertig!!

Diesen Zustand zu ändern, ist

Diesen Zustand zu ändern, ist eines der Ziele von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: "80 Prozent der Altenpflegeeinrichtungen sind nicht tarifgebunden und das wollen wir ändern, indem wir regelhaft zu einer Tarifbezahlung kommen." Das sagte der CDU-Politiker im Juli 2018. Doch ein Jahr später gibt es noch immer keinen flächendeckenden Tarifvertrag in der Altenpflege.

Klar, Spahn ist ja derzeit damit beschäftigt, seine diktatorischen Lobbyisten-Gesetze durchzupeitschen. Enteignung der Körper der Bürger ist sicher wichtiger als ordentlich bezahlte Altenpfleger, weil die eben keine Spendengelder und keine Firmenbeteiligungen bringen.

Allerdings, wenn man als Pflegekraft tatsächlich bei ca. 3000 € Brutto ist, finde ich das nicht wirklich wenig.

Arbeitsbedingungen verbessern

Einführung der 30 Stundenwoche für alle die im Schichtdienst und am Wochenende arbeiten mit vollen Lohnausgleich, dann wird der Beruf attraktiv für junge Menschen und könnte den Pflegenotstand entgegenwirken. Dann kann man es vielleicht bis zur Rente in diesen Beruf aushalten. Die meisten Arbeiten sowieso in Teilzeit.
Desweiteren muß die Pflege autarker werden, d.h. sich aus der Klammer der Pflege-Krankenversicherung, Ärzte, Arbeitgeber befreien und besser Arbeitsbedingungen erschaffen.
Was zu Zeit gerade passiert wird die Lage nicht wesentlich verbessern.

@Hacknoya2

Sie wollen wissen wie das früher war? Da kümmerten sich sechs bis acht Kinder um ihre Eltern, die auch nicht so alt wurden wie heute. Pflegephase keine oder nur kurz dank schlechter medizinischer Versorgung. Großfamilien. Die Frauen arbeiteten vor Ort auf dem Bauernhof oder blieben zu Hause wegen der Kinder. Heute: Erwachsenes Einzelkind muss in Hamburg arbeiten. Eltern vollzeit pflegebedürftig von 82 bis 98 in Dingsdorf bei Saarbrücken. Andere Situation

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