Kommentare

Kann man nur unterstützen!

Auch als Tourist sollte es selbstverständlich sein, keinen Müll am Strand liegen zu lassen, was leider auch immer wieder geschieht

Die Plastiktüten dienen

Die Plastiktüten dienen anschließend immer direkt als Mülltüten. Da kommt alles rein ohne Trennung, nicht mal richtig voll sondern oft halbleer. Auf den Gedanken, wenigstens einen Teil der Tüten wiederzuverwenden, kommt keiner da die Tüten ja kostenlos hinterhergeworfen werden. Hauptteil des Problems sind die Händler, der Bußgeld-Ansatz ist also gut und richtig.

Ägypten

Fast schon witzig: in einem Land, in dem Analphabetismus und Armut grassieren, wird wahrscheinlich eine sinnvolle Maßnahme zum Umweltschutz durchgesetzt, die bei uns, wo es die Leute wirklich besser wissen müssten, auf taube Ohren stößt und mit dem Argument "Verbotsmentalität" empört beiseite gewischt wird.

Papier?

"Das ist keine leichte Aufgabe in einem Land, in dem viele Menschen ihren Müll überall entsorgen: am Straßenrand, auf den Feldern, im Fluss. Wie schädlich Plastik für die Umwelt, aber auch für die Menschen sein kann, ist vielen Ägyptern nicht bewusst.

Armut und Analphabetismus sind weit verbreitet. Umweltschutz wirkt auf viele wie ein Luxusproblem. Das ist ein Grund, warum längst nicht alle Einheimischen vom Plastikverbot überzeugt sind."
.
Da hoffe ich mal, dass die Überzeugung durch das Verbot etwas schneller kommt. Und statt einer Verwarnung bei einem Verstoß halte ich ein paar Stunden Sozialarbeit in Form von Plastikmüll aufsammeln für höchst zielführend.
Von dem Ersatz durch Papiertüten bin ich keineswegs überzeugt. Klar, Papiertüten verrotten schnell, der Herstellungsaufwand ist jedoch enorm. Wie viel sinnvoller ist der Einsatz von Mehrwegtragetaschen. Durch einen kleinen Obolus für eine Papiertüte lässt sich das Mitbringen einer eigenen Mehrwegtragetasche schnell erlernen.

Grundsätzlich gilt sicher:

Je flächendeckender die Verbote, desto schneller verschwindet das Zeug (Plastik) von den globalen Märkten.

Die Krux liegt dabei wie immer im „wie“ - und vor allem: „wie schnell?“

Und das wiederum hängt ganz von den „lokalen“ Gegebenheiten ab:

„Überzeugt hat den Gouverneur die ägyptische Nichtregierungsorganisation HEPCA“/„Darüber hinaus wolle HEPCA Plastik reduzieren, "weil es im Meer landet und unsere natürlichen Ressourcen zerstört"
„(...) ist vielen Ägyptern nicht bewusst.
Armut und Analphabetismus sind weit verbreitet. Umweltschutz wirkt auf viele wie ein Luxusproblem. Das ist ein Grund, warum längst nicht alle Einheimischen vom Plastikverbot überzeugt sind“

„HEPCA setzt weniger auf Strafen. Sie und (...) wollen überzeugen“/
„Wir haben viele Strategien, aber es wird dauern" ... "Das sage ich auch den Leuten, die immer pessimistisch sind“

Überzeugungskraft setzt Transparenz und Meinungsfreiheit voraus. In autokratisch „geführten“ Ländern ein Problem.

Oje

Die arme Plastiktüten- und Strohhalmindustrie. Hunderttausende von Arbeitsplätzen werden wegbrechen - Plastikstrohhalme herzustellen ist so viel wertschöpfender als Stroh-Strohalme. Welch haarsträubende Entscheidung! Die Auswirkungen dieses Arbeitsplatzverlustes werden noch in Generationen zu spüren sein!

08:54 von Früher

Hallo Früher,

die Plastikpackungen, Plastiktüten und Plastikflaschen stammen aus unserer glorreichen Kultur. Wir haben diese überall in die Welt hinaus exportiert, wie das dann entsorgt wird war uns egal. Da können wir uns wirklich was drauf einbilden. Und ja, der Müll wurde auch früher schon einfach weggeschmissen. Wenn ich hier bei mir am Morgen nach einem Fest durch die Straßen gehe, liegt da übrigens auch überall Müll herum. Was ist das für eine "Kultur"? Der wird dann vom Wind in den Flüss geweht, und geht von dort über den Rhein in Richtung Atlantik.

Bravo! Deutschland bitte nachmachen!

Das sollte Deutschland sofort nachmachen. Es ist wirklich eine Kathastrophe ohne Ende und wenn man bedenkt, welch kurze Zeit es eigentlich erst Plastik gibt und wieweit WIR damit die Umwelt schon belastet haben, ist wirklich Eile geboten! Bei uns wird es aber wieder lange dauern oder es kommt der Hinweis, anderswo ist es auch noch nicht verboten. Wir haben keine Zeit mehr, nur einen Friday for Future zu haben, es muss jeder Tag für die Zukunft sein!

Plastikverbot am Roten Meer

Vielen Dank für den interessanten Artikel. Wir alle müssen sorgfältiger mit unserer Umwelt umgehen. Überall. Ich freue mich daher sehr über diese Initiative.

Das Problem

sind wohl nicht nur die Touristen, meist sind es ja Einheimische Probleme die alles überall entsorgen, zeigen auch die Film-dokus.
Sie müssten im Land als erstes sammeln und verwerten, was schwierig sein dürfte.
Dann Tourismus von der Menge her begrenzen, Kerosin-steuer würde schon helfen. Und dann einfach die Halbe Zahl die jetzt kommt festlegen, mehr dürfen nicht kommen.
Gibt es ja anderswo auch, wenn der Preis sich verdoppelt, wird zwar der Normalbürger nicht mehr fahren können, aber das Land selber hat bei den Einnahmen keine Einbußen.
Aber mit dem Müll und der Entsorgung müssen sie als erstes bei der eigenen Bevölkerung anfangen, nicht immer nur auf die Touristen schauen.
Und Auch mal Arbeitskräfte einstellen, die Müll einsammeln und entsorgen, und nicht billig im Meer.
Nicht immer auf Touristen schauen, die lassen sich steuern, die Bürger aber viel viel schwerer.

Die Regierung sollte eine

Die Regierung sollte eine funktionierende Müllabfuhr installieren. Dann brauchen die Leute ihren Müll nicht vor die Haustüre zu schmeißen. Auch ein Pfandsystem und ein Zwangspreis für Plastiktüten wäre sinnvoll.

@Früher

"Aber in den Ländern wird doch alles nur vor das Haus geschmissen."

bei uns in Österreich gibt es kein Flaschenpfand wie in Deutschland. Trotzdem schmeißen die Leute nicht einfach ihren Müll vor das Haus. Meinen Sie, dass Ägypten und Deutschland sich da sehr nahe stehen?

Nicht nur am Roten Meer

Djerba, Tunesien.
Eigentlich eine schöne Insel.....aber....
Wenn man sich die Insel ansieht...ich denke, es gibt nicht einen einzigen Kaktus, der nicht mit mehreren Plastiktüten "verziert " ist.
Fürchterlich.
Und wenn man was sagt, wird man vollkommen erstaunt angesehen.
Müll? Was für Müll?
Die Menschen da haben keinerlei Blick dafür.

@ vox moderandi

"in einem Land, in dem Analphabetismus und Armut grassieren"
Sie meinen, die ganzen Touristen, die da volltrunken am Strand die Einheimischen mit ihrem Müll belästigen, seien Analphabeten ? ( gut , in Deutschland steigt die A. Quote ja grade..)
Glauben Sie, Reiche würden kein Mikroplastik wegwerfen?

@10:02 von MamasLiebling

"Oje, Die arme Plastiktüten- und Strohhalmindustrie. Hunderttausende von Arbeitsplätzen werden wegbrechen"

Immer der gleiche Reflex der Gutmenschen in der BRD ... Es sind doch nicht die Hersteller der Verpackung die Schuldigen, sondern die verantwortungslosen Mitmenschen, die den Verpackungsmüll nicht ordnungsgemäß entsorgen.
Evtl. könnte man den Kommunen in Ägypten den Vorwurf machen, keine funktionsfähige Müllabfuhr zustand zu bringen. Aber der Vorwurf, dass die Hersteller des Plastiks schuld sind, geht völlig daneben.

Arme Länder & Umweltschutz ...

Hat ja schon Ruanda vorgemacht, ein kleines Land im tiefsten Afrika, sehr dicht besidelt, sehr arm... aber eben ein Land, zwei Geschwindigkeiten; Gesellschaft/Wirschaft/Umweltschutz - was unbedingt Schule machen muss (!)

Auch wenn Hurghada sowie die sehr dünn besiedelte Wüstenregion ein Anfang sind, der Rest Ägyptens sind die anderen 98% eines riesigen Landes was soeben die 100 Mio Einwohnergrenze gesprengt hat, und neben der Bevölkerungsexplosion die Konsumexplosion dort, fast keine Hoffnung auf irgendwelche Nachhaltigkeits-Visionen für unsere Welt machen ...

100 Millionen Ägypter, (davon ca 15 Mio Wohlstands-Konsumenten/Tendenz: Stark steigend) - gut für die Menschen (!) - Für die Natur kann es nur eine Katastrophe werden/sein.

Worauf müssen wir uns einstellen in dieser Welt?

Plastik

Dann gibt es hoffentlich auch keine Plastikbecher mehr in den Hotels und Strandbars.

Am 01. Juni 2019 um 09:24 von vox moderandi

" Ägypten

Fast schon witzig: in einem Land, in dem Analphabetismus und Armut grassieren, wird wahrscheinlich eine sinnvolle Maßnahme zum Umweltschutz durchgesetzt, die bei uns, wo es die Leute wirklich besser wissen müssten, auf taube Ohren stößt und mit dem Argument "Verbotsmentalität" empört beiseite gewischt wird. "

Das stimmt doch so nicht, was Sie schreiben.
Deutschland ist Weltmeister bei der Trennung, überall und jeder hat Gelbe Tonnen oder Säcke.
Nur was die Entsorger dann damit tun wissen wir nicht, überall gibt jetzt Stoffbeutel und Papiertüten und feinmaschige Gemüsebeutel ( Kaufland ) zu kaufen.
Vielleicht liegt ja in Deutschland in Großstädten und Problemviertel Müll vor der Haustür, aber sonst werden sie so was wie dort nicht finden.

Oje, Oje

Und die Plastikhalme, Wattestaebchen und Einweggeschirr machen nur 1 Prozent aus!

Aktionismus pur...

... ich war nur einmal in Ägypten, einige Jahre her und was ich z.B. in Alt-Kairo aber auch Luxor bzw. in dem damals noch recht unberührten Sharm-El-Sheikh an Umgang mit jedwedigem Müll habe erleben dürfen entbehrt jeder Beschreibung...
Hier geht es ausschliesslich darum dass die Verantwortlichen in Ägypten die negative Korrelation zwischen zunehmender Vermüllung der Riffe im Roten Meer und dem letztendlich damit verbundenen potentiellem Ausbleiben der Touristen erkannt haben.
Es glaubt doch bitte keiner dass sich in Kairo usw. auch nur irgendetwas ändert...

Sehr gut

Ich begrüße diesen Schritt.
Diese Maßnahmen sollten in ganz Ägypten durchgesetzt werden.

Die kostenlos ausgegebenen

dünnen Plastiktüten sind zwar praktisch, werden danach aber massenhaft achtlos weggeworfen und landen vielfach an den Stränden und im Meer.
Darum halte diese ganz neue Massnahme, nur noch Einwegtaschen zu verkaufen oder eben die eigene mitzubringen,nun auch in Ägypten, für sehr effektiv und sinnvoll, um wenigstens nicht das rote Meer samt Strände weiter zu vermüllen.

@ vox moderandi, um 09:24

Das Gleiche habe ich auch sofort gedacht. Nur, wir leben nicht so intensiv vom Tourismus wie Ägypten, daher setzt der Gouverneur auch das Plastikverbot so rigoros durch; liest man nämlich seine Argumentation umgekehrt, würde er wohl eher darauf verzichten.
Aber egal, was der Anlass für das Verbot ist: Es ist positiv.

@ MamasLiebling, um 10:07

Der Rhein mündet in die Nordsee.

Aber Sie haben Recht, das Umweltbewusstsein ist hierzulande auch nicht vom besten. Gerade auch nach Vatertag lag alles, was nicht mehr ess- und trinkbar war, an den Haltestellen der Bollerwagen, haufenweise herum.

Das wird teuer...

Als Tourist irgendwo in der Welt kann ich mir eine Zahnbürste aus Holz oder Metall kaum vorstellen ... und so ist das jetzt ägyptische Plastikverbot am "Roten Meer" wohl auch nicht gemeint.
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Allerdings meine ich ganz generell, daß der derzeitige Anti-Plasik-Aktionismus nur Scheinpolitik für die Tribüne ist. Denn Plastik ist - von Tüten über Behältnisse bis zu Gerätegehäusen u.v.a.m. - in derart vielfältiger Form bereits in der Welt (bspw. Micropartikel in Ozeanen), daß eine Eindämmung nicht kurzfristig geht, sondern wohl eine Generationenaufgabe ist... und etwas für Spezialisten.
_
Deshalb sehe ich als konsequente Lösungsmöglichkeit nur die Entwicklung einer Plastik-Entsorgungs-Industrie mit weltweit schwerpunktmäßigen Entsorgungszentren. Plastik ist nun mal in der Welt, und muß umweltverträglich entsorgt werden. Das wird als neuer Geschäftszweig teuer ... Aber wir selbst - von der Plastikschüssel in Afrika bis zur Wegwerf-Einkaufstüte in Europa haben es uns selbst eingebrockt...

Korallenriffe besänftigen Tsunami Wellen...

Gut erstmal das der Beitrag oben angesiedelt ist...

Der Bericht ist in soweit etwas deprimierend, weil er den besorgten, Kapitalismus Menschen darstellt...

Man kann natürlich verstehen das man sich um bedeutsame Einnahmequellen sorgt und wenigstens deshalb etwas unternimmt..., das wirkliche Problem das für Menschen aber daraus resultiert, sind zerstörte Korallenriffe und die damit enorm erhöhte Gefahr von Stürmen und Wellen die tiefer in eine Landmasse wirken können.

Es spielt also gar keine Rolle ob die Ozeane im großen und Ganzen "Schön und Putzmunter" abgefilmt werden können..., es geht eigentlich immer um den Beginn, den Startschuss einer Katastrophe!!!

Die Verantwortung ist hier International..., eine Deutsche Verpackungs Industrie und noch wichtiger, die Management-Regierung sind hier kurzfristig, kapitalistisch unterwegs und der Schaden Aller Menschen ist garantiert!!!

Nach dem Motto: Was kümmert uns ein zukünftiges Deutschland...

Wir haben hier ein funktionierendes Müllabfuhr-System.

Trotzdem kann man es nicht fassen, dass mitten auf einem Waldweg, auf dem ich täglich mit meinen Hunden spazierengehe, auf einmal ein ausgewachsenes halb zerlegtes Gartenhaus lag! Samt Glaswolle, die zum Isolieren eingearbeitet war.
An einer anderen Stelle desselben Weges, etwa 500 m entfernt, hatte jemand die abgeschlagenen Kacheln seiner Küche oder seines Badezimmers direkt an den Wegrand entsorgt.
Da sollten sich Kommentatoren, die Länder wie Ägypten als diesbezüglich herabwürdigen, herablassende Beiträge doch besser verkneifen.

@grafvongülle, 12:16

Ob sich in Kairo etwa ändert, ist auch nicht so wichtig. Kairo ist keine Wildnis. Wenn die Gesellschaft dort kein Problem hat, dass der Müll auf der Straße liegt, ist das völlig in Ordnung und eine kulturspezifisch legitime Entscheidung.

Anders sieht es eben am Roten Meer aus. Dort sind, wie beschrieben, Wildtiere die, die es (im wahrsten Sinne) ausbaden müssen.

Es ist gut, wenn hier ein Umdenken stattfindet.

09:24 von vox moderandi

>> Ägypten - Fast schon witzig: in einem Land, in dem Analphabetismus und Armut grassieren, wird wahrscheinlich eine sinnvolle Maßnahme zum Umweltschutz durchgesetzt... <<
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Sie sind hie in der Sache auf der falschen Spur.! Obwohl sicher auch in ganz Ägypten Plastikmüll-Vermeidungsbedarf besteht, geht es hier speziell um Plastikmüllvermeidung in einer Touristenhochburg. Und das wird sicher - trotz Zusatzgebühren für Touristen - alsbald funktionieren. Ich erinnere hier an das Fäkalienproblem vor ca. 10 Jahren an Mittelmeer-Urlaubsstränden... Die Zusatzkosten für Klärwerke und bessere Entsorgung wurden "eingepreist", ohne daß heute ein Tourist noch etwas von den höheren Gesamtkosten bemerkt oder moniert... Ähnlich wird es mit der Plastikmüllentsorgung werden...

Das Problem ist nicht

Das Problem ist nicht Plastik. Sondern die Menschen die ihren Dreck einfach irgendwo hinschmeißen.
Wer schon einmal durch Afrika oder Asien gereist ist weiß warum die Meere so voll sind mit Plastikmüll.

@10:02 von MamasLiebling

>> Oje > Die arme Plastiktüten- und Strohhalmindustrie. Hunderttausende von Arbeitsplätzen werden wegbrechen - Plastikstrohhalme herzustellen ist so viel wertschöpfender als Stroh-Strohalme. Welch haarsträubende Entscheidung! Die Auswirkungen dieses Arbeitsplatzverlustes werden noch in Generationen zu spüren sein! <<
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Auch wenn sich Ihr sarkastischer Beitag mit humoristischem Unterton lesen lässt, bleibt doch die Praxisfrage... Ich bin der auf den Grund gegangen, und habe mir - original vom Bauerhof - ein Bündel echter Stroh-Strohalme am Stück zum Selbstabschneiden besorgt (ergab ca. 100 Stück für nur 1 Euro = Testpreis). Aber die Naturdinger waren immer irgendwo undicht und "zogen" nicht recht. Naja - einen Vorteil mussten die Plastikröhrchen ja gehabt haben...

deutlich 12:22

Auch ich reise regelmässig ins sonnige Ägypten nicht zum Tauchen nur u. a. zum schnorcheln im Meer.
In manchen Gebieten in Hurghada sieht man schon eine Menge Plastikzeug rumtreiben sowohl in Strandnähe wie weiter draussen.
Die Tauchboote sind ja nur ein Bruchteil der gesamten Ausflugsboote mit denen Touristen und Einheimische täglich rausfahren das ganze Jahr. Und viele sind vermutlich längst nicht so umweltbewusst wie Tauchtouristen.
Die Müllabfuhr dort ist jedenfalls nicht in der Lage oder willens die Strassenränder in Städten und ausserhalb in der Wüste von grösseren Ablagerungen zu reinigen.

10:34 von Werner40

Sorry; Ihr Kommentar: Gescheitmeierisch deutsch.
Als ich vor vielen Jahren beruflich 3 Jahre in Kairo lebte, gab es den ehrenwerten Beruf des Müllsammlers. Diesen Beruf gab es, bis ein "kluger" Mensch aus der "zivilisierten" Welt auf die glorreiche Idee kam, dass man doch ganz einfach Müllautos (wie in deutschen Städten) einsetzen könnte. Gesagt, getan.
Alte, ausrangierte deutsche Müllautos wurden nach Kairo (ganz Ägypten? weiß ich nicht) gebracht. Lange Rede, kurzer Sinn. Bedauerlicherweise hat dieser "kluge", zivilisierte Mensch, ein Problem völlig unterschätzt. In den engen Gassen Kairos war ein Durchkommen mit Autos gar nicht möglich. Müllsammler aber gab es nun auch nicht mehr.
Erst seit ein paar Jahren gibt es nun den Ausbildungsberuf Müllsammler wieder.
Seit wann gibt es denn in Deutschland Flaschenpfand? Seit 2003.
Machen Sie sich bitte auch schlau, über CocaCola und warum Pfand-Glasflaschen aussterben.
Sie sehen, nur mit schlauen Sprüchen ist nicht geholfen.

Ultimo25 13.48

Danke! Mein letzter Tauchurlaub ist ein paar Jahre her. Deshalb hab ich gehofft, dass es nicht so viel schlechter wurde und dass Andere aus eigener Erfahrung was schreiben können und nicht nur vom Hörensagen. In den Straßen sah es leider schon vor Jahren nicht gut aus, was weggeworfenen Plastik- und andern Müll anging.

11:48 von huebi31

"Dann gibt es hoffentlich auch keine Plastikbecher mehr in den Hotels und Strandbars."
Vor kurzem war ich in Ägypten in einem Hotel. Dort gab es Plastikbecher. Allerdings in hoher Qualität und Spülmaschinenfest.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern (vor dem AI-Tourismus), als Getränke in Tasse und Glas serviert wurden.
Leider kam dann bei manchen Gästen die Unsitte auf, mit dem Getränkeglas rund um den Pool ein lustiges "ich fang dich" zu veranstalten. Das eine oder andere Glas/Tasse ging dabei zu Bruch und um die Scherben sollten sich dann bitte die Angestellten kümmern. Das war der Anfang der billigen, dünnen Plastikbecher und das Ende der Gläser.
Sicher gibt es auch heute Hotels, bei denen diese Becher noch im Umlauf sind. In dem Hotel, das ich vor kurzem besucht hatte, wurden die Getränke am Tisch bzw. an den Liegestuhl serviert und niemand veranstaltete eine Jagd um den Pool.
So einfach wäre es, nicht wahr.

@ ophorus

"Glauben Sie, Reiche würden kein Mikroplastik wegwerfen?"

Nein, natürlich nicht. Mein Hinweis auf Analphabetismus und Armut bezog sich - wie im Artikel auch - auf die ägyptische Bevölkerung. Neben den Touristen, die - da gebe ich Ihnen recht - die Hauptverursacher von Plastikmüll sind müssen sich dann auch die Einheimischen mit dem Thema beschäftigen. Wie ich Sie einschätze, kennen Sie doch die Zusammenhänge: fehlende Bildung > geringer Lebensstandard > fehlerhafte Infrastruktur > mangelnde Fähigkeit zu nachhaltigem Denken. Wenn ich bei den Touristen-Hochburgen anfange, hat das vielleicht auch Auswirkungen auf den Rest des Landes.

Was man nicht sieht, was man sieht

Würde den Deutschen bzw. deutschen Politikern einen öfteren Aufenthalt im Meer gönnen, vorzugsweise dort, wo der Plastik sich ansammelt. Schöne Schreckensbilder wären dann auch hilfreich, von verendeten Tieren mit Plastik im Magen.

Also was wir nicht sehen, ist für uns auch kein Problem. Noch schlimmer finde ich den Gedanken, dass Ägypten das doch nur wegen den Touristen, also wegen dem Geld tut. Es braucht ein weltweites Plastikverbot - zumindest was überflüssiges Plastik angeht (Tüten, Umverpackungen für Elektronik usw.)

11:55 von wenigfahrer

"Deutschland ist Weltmeister bei der Trennung, überall und jeder hat Gelbe Tonnen oder Säcke."

Bei uns nicht. Ich karre meinen Plastikmüll (verschwindend geringes Aufkommen) im halben Jahr in den Wertstoffhof.
Aber zum Thema der Trennung: haben Sie sich Gedanken gemacht, wo denn unser sorgfällig getrennter Plastikmüll landet?
Es gibt sehr aufschlußreiche Reportagen, wohin der Plastikmüll der "zivilisierten" Gesellschaften hingebracht wird. Überlegen Sie doch mal, warum sich immer mehr Länder der "Dritten Welt" weigern, unseren Wohlstandsmüll zu nehmen? China hat da nur den Anfang gemacht.
Übrigens: Plastikmüllvermeidung! wäre das Allerbeste. Und im Plastikmüllvermeiden ist Deutschland in der EU ziemlich weit hinten. Schauen Sie einfach mal bei Aldi ins Kühlregal: Coffee to go, Früchte to go, Salat to go, Sandwich to go ....
Alles Plastik, weil die Leute zu faul sind, sich ihre Brote zu Hause zu schmieren und in Butterbrotpapier zu wickeln.
Wie ist das: ein Finger zeigt... und drei...?

12:54 von harry_up

Zitat: "Wir haben hier ein funktionierendes Müllabfuhr-System.
Trotzdem kann man es nicht fassen, dass mitten auf einem Waldweg, auf dem ich täglich mit meinen Hunden spazierengehe,..."

In wohne vor den Toren Münchens. Mindestens einmal im Jahr findet an der Isar (und auch in den Bergen) ein sogenanntes "Ramma damma = Aufräumen tun wir" statt. Das heißt, der in die Landschaft geworfene Müll wird gesammelt und entsorgt.
Freiwillige Helfer schleppen Müllsäckeweise den Dreck weg.
Ich denke mir jedesmal: seltsam, VOLLE Flaschen, Dosen, Tüten u.ä. können ohne Probleme mit dem ganzen Gewicht an die Isar oder auf den Berg getragen werden, die LEEREN und somit leichten Behältnisse, die lässt man liegen.
Aber den Kopf schütteln über die Saubären im Rest der Welt.

13:15 von Torsten Baumgartner

"Wer schon einmal durch Afrika oder Asien gereist ist weiß warum die Meere so voll sind mit Plastikmüll."

Ach, Sie meinen, dass der Dreck nur von der einheimischen Bevölkerung stammt?
Nur ein kleines Beispiel: ich war vor kurzem in Hurghada. Eine, für meine Begriffe, heute hässliche Stadt. Ich kenne Hurghada schon, da waren Touristen eher eine Seltenheit. Und auch das Müllproblem gab es nicht in dem Ausmaß. Das heißt übrigens nicht, dass nur das Tourismusaufkommen daran schuld ist. Eine Anmerkung, nur um Missverständnisse zu vermeiden.
Eine Gruppe Touristen - übrigens, zivilisierte Deutsche - haben in einem Geschäft Souveniers (?) und Zigaretten gekauft. Die erste Zigarette musste man sich natürlich gleich vor dem Geschäft anstecken. Wo glauben Sie, sind Plastikfolie und Silberpapier gelandet? Nein, nicht in der Tüte, sondern ... Wo am Ende die Kippe gelandet ist, denke ich, sollte jedem klar sein.
Sie mögen nun sagen "nur eine Kleinigkeit", ich sage "Kleinvieh macht auch Mist".

@Margareta K. 14.37

Ramma damma;-) sinnvolle Aktion, leider auch bei uns notwendig. Wir räumen hier mit dem Tauchclub die Tauchseen , die Angler das Neckarufer. Was da von Spaziergängern und Radfahrern hauptsächlich weg geworfen wird ist unglaublich. Wir müssen da nicht immer auf Andere zeigen. Leider hinterlassen die FFF in S auf der Königstraße auch kein gutes Beispiel. Aber öko reden und sich verhalten sind eben zwei Paar Stiefel

14:34 Weiss-mehr-als sie

"Schnorcheln Sie im Meer oder in einer Müllhalde?!"

Generell sieht man den Müll beim fahren vom Boot aus nicht. Natürlich sieht man als Schnorchler nur sporadisch einige Plastikflaschen und Tüten beim Schwimmen. Doch bei den grossen Korallenriffen ankern meistens mehrere Boote gleichzeitig.
Was mir fehlt wäre, die zahlreichen Teilnehmer ausdrücklich darauf hinzuweisen nichts ins Meer zu werfen.
Bei einem Hotel sah ich bereits 10 meter vom Ufer weg und 2 meter unter Wasser eine Menge Plastikmüll seit längerer Zeit da rumliegen.
Das zeigt dass bei den dafür zuständigen Leuten des Hotels eben auch der Wille fehlt diesen Müll im Meer regelmässig von den zahlreichen Mitarbeitern entfernen zu lassen.

@ Sausevind, um 15:06

Dann tun Sie mir doch den Gefallen und versuchen Sie zu verstehen, was ich geschrieben habe. Dass Sie zumindest Teile des Kommentars des Users verteidigen, ist für mich angesichts des TS-Berichts nicht ganz nachvollziehbar. Dort wird von Fakten berichtet, und der User kommt mit irgendwelchen Vermutungen daher, die überhaupt nichts damit zu tun haben.
Kennt man, wenn es um die Türkei geht, wenn Sie wissen, was/wen ich meine.

@Margareta K. 14:37 + 14:45 + 14:48...

"Ramma-Damma" kenne ich im Norden (Strandregion) auch. Wir nennen das "Schiet-wech" und das findet immer im Herbst nach der Sommersaison statt... Über die dabei benötigten Müllkontainer-LKW wundere ich mich längst nicht mehr ... Der Mensch, speziell als Tourist, ist nun mal (freundlich gesagt) ein Ferkel ... und das vermutlich auch zu Hause (siehe oft übervolle Mülltonnen ... plus "wilde" Müllentsorgung in der Natur und an Autobahnen).
_
Allerdings ist das wohl generell "menschentypisch", wie ich bei vielen Auslandsreisen erkennen konnte...
_
Und zum Thema Müllexporte muß gesagt werden, daß bestimmte Drittweltländer dies als "Service = Geschäftsmodell" anbieten, um so Rohstoffe zu recyclen. Eine grundsätzlich gute Idee - die aber von einer Müllmafia konterkariert und nur zur einseitigen Abzocke pervertiert wird. Das zu ändern wäre aber Sache der Bürger betroffener Drittweltländer.

@13:15 von Torsten Baumgartner

Sind Sie wirklich so naiv oder tun Sie nur so?

Bei uns sieht es oft nicht besser aus (besonders grotesk ist das, was einige „Fridays for future“ hinterlassen). Die Stadtreinigung korrigiert dies dann nach Möglichkeit, aber das macht die Leute, die den Müll hinterlassen, trotzdem nicht besser. Und immer wieder werden Aktionen durchgeführt um Städte zu säubern – wieso wohl?

Und was den Müll in den Ländern der "dritten Welt" betrifft – es ist öfters nicht deren Müll, sondern welcher von uns. Oder haben Sie in den letzten Tagen nicht mitbekommen, dass Kanada sein Müll, welches nach den Philippinen gebracht wurde, wieder zurücknehmen muss? Oder von den Bergen Elektrogeräteschrott in Afrika? Immer mehr Länder der "dritten Welt" weigern sich den Müll von den sich selbst als „zivilisiert“ bezeichnende Länder Europas und Nordamerikas zu nehmen. Gut so. Es ist eine größere Schande seinen Müll den anderen vor die Haustür zu legen als vor seine eigene.

Dieses Plastikverbot am Roten Meer ist absolut richtig!!

Zu diesem Plastikverbot am Roten Meer:

https://www.tagesschau.de/ausland/plastikverbot-aegypten-101.html

Tüten, Flaschen, Zahnbürsten - im Roten Meer in Ägypten sammelt sich der Plastikmüll. Weil die touristische Region von Delfinen, Korallen und Fischen abhängt, gilt in einer Provinz des Landes nun ein Plastikverbot.

sage ich nur:
absolut richtig so und ich begrueße das. Denn aus diesem Plastikmuell kann man Kerosin fer Flugzeuge herstellen und so kommen wir auch vom Erdöl weg.

Trinkhalme

Immer wenn es um Plastikabfall geht, wird oft und gern darauf hingewiesen, dass Trinkhalme nur einen Bruchteil des Abfalls ausmachen, und deren Verbot daher fast nichts bringt.
Also 1.: mit Kleinigkeiten anfangen ist IMMER besser als gar nichts tun.
2.: Kann mir mal jemand erklären, warum Trinkhalme überhaupt gebraucht werden? In meiner Berufstätigkeit in der Krankenpflege kenne ich die nur als Hilfsmittel für kranke Menschen, die aus verschiedenen Gründen kein Trinkglas an den Mund führen können.

@Margareta K. um 14:00Uhr

Können Sie bitte belastbare Quellen dafür nennen, daß 1.) "alte, ausrangierte Müllautos" nach Kairo exportiert wurden und 2.) seit wann "Müllsammler" in Ägypten ein anerkannter Ausbildungsberuf ist? Danke!

Warum geht das dort und hier nicht?

Da machen uns die Entwicklungsländer mal etwas vor. Die Fraktion der schwarzen Parteien in Berlin fürchtet sich vor diesem Schritt, wie auch vor jedem anderen Schritt hin zu den notwendigen Umweltverbesserungen, weil sie keine "Verbotspartei" sein will.
Da braucht es wohl einen neuen Beitrag von Rezo auf Youtube, um CDU/CSU mal wieder Beine zu machen.

Plastiktüten......

Das Verbot von Plastiktüten in der EU war eine nette Aktion - bleibt aber, aufs Ganze gesehen ohne Wirkung. Kosmetikprodukte, Lebensmittelverpackungen, Umverpackungen im Internetversand. Der Verpackungswahn wurde nicht umfassend angegangen. Warum wird Obst eingeschweisst? Warum liegen in den Lebensmittelläden Plastiktüten zum Verpacken von Gemüse aus? Das Pfandsystem für PET ist löchrig, Pfand für PET sollte konsequent ums fünffache teurer sein. Schlupflöcher bei Doesenpfand müssen dringend beseitigt werden.. Muss Joghurt in Plastikbechern, Milch und Säfte in Tetrapacks verkauft werden? Früher ging man mit der Milchkanne zum Lebensmittelladen. - Ich habe unsere Milchkanne aus den 60er Jahren immer noch. Ich bringe es einfach nicht übers Herz, sie wegzuwerfen.

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