Ihre Meinung zu: #kurzerklärt: Warum gibt es so wenige Organspender?

1. Juni 2019 - 8:22 Uhr

Jährlich sterben bundesweit etwa 1000 Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. Europaweit gehört Deutschland zu den Ländern mit den wenigsten Spendern. Doch warum? Von Julia Henninger.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.88889
Durchschnitt: 3.9 (9 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Unverständnis

Ich will in Ruhe sterben, muss man das bald schriftlich äußern? Nein, denn es ist ein Menschenrecht! Wer meint sich bei lebendigem Leib und toten Gehirn ausschlachten zu wollen, möge dies schriftlich festhalten!

Warum gibt es so wenige Organspender?

Weil immer noch nicht verhindert wird, dass sich einige Ärzte auf Kosten der Organspender erheblich bereichern. Die Fälle sind ganz schnell aus der Öffentlichkeit verschwunden und plötzlich soll alles wieder gut sein. Vielleicht sollte das Strafmaß für Bestechung in diesen Fällen deutlich erhöht werden, dass die Approbation dahin ist, dürfte wohl selbstverständlich sein. Also erst vor der eigenen Tür kehren, bevor ein allgemeines schlechtes Gewissen verteilt wird, Herr Spahn.

Eine Voraussetzung für Organspende fehlt:

Vertrauen in ein verkommenes System, welches aus der Krankheit des einzelnen Profit erzielen muß.

Tabuthema Tod

Ich glaube, dass der eigene Tod mit einem psychologischen begründbaren Denkverbot belegt ist. Man möchte sich einfach nicht damit beschäftigen bzw. tut es erst, wenn eine Organspende nicht mehr in Frage kommt.

Die Widerspruchsregelung ist die logischste Konsequenz. Jedoch stellt diese auch einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht dar.

Wir bräuchten eine Kultur, in der der Tod positiv verankert wäre.

"Jährlich sterben bundesweit etwa..."

Das ist betrüblich - aber ohne Aussage darüber, wie viele trotz und/ oder mit Spenderorgan oder auf dem Wege dorthin sterben schwer einzuordnen. Wenn es in anderen Ländern besser geht, sagt das auch noch nicht über die jeweiligen "Erfolge" dort aus.

Organspende/ Anonymität

"Eine Verteilung der zur Verfügung stehenden Spenderorgane nach nichtmedizinischen Kriterien, zum Beispiel Einkommen, Herkunft oder etwa dem Versicherungsstatus, ist damit rechtlich ausgeschlossen."

Nein, ist damit eben nicht ausgeschlossen. Anonymität bedeutet Schindluder.
Habe keine Lust, einem Winterkorn oder Zumwinkel meine Organe zu überlassen.

Die Politik ist am Zug.

Organentnahme

Und wieviele Menschen sterben jährlich im Straßenverkehr? Makaber ist, dass die Organtransplanteure auf möglichst viele junge, gesunde und spendebereite Verkehrsopfer angewiesen sind. Andere Sterbende kommen kaum infrage. Da fragt man sich ernsthaft, ob die Verkehrspolitik mancher Verantwortlicher damit etwas zu tun haben könnte. Eine Verkehrsberuhigung rettet mehr Menschenleben als die Transplantationsmedizin. Niemand, der eine entsprechende Erklärung abgibt, rechnet wirklich damit, einmal Opfer zu werden, dem man in der Sterbephase die Organe entnehmen wird. Gibt es noch den Respekt vor einem würdigen Sterben? Die Medizin muss andere Wege suchen und finden, um Organversagen zu behandeln!

Vielleicht sollte man bezüglich der Thematik …

besser aufklären!
Wie lange nach dem Ableben eines Menschen können denn überhaupt Organe entnommen werden?
Von den mehreren Millionen Toten pro Jahr kommen sehr schnell nur noch sehr sehr wenige Spender überhaupt in Frage!
Natürlich wollen und sollen alle ÄrztInnen helfen und trotzdem erleiden viele Menschen deswegen jahrelang Qualen. Aber gerade der medizinische Fortschritt zeigt in diesem Fall nur die Kehrseite der Medaille, dass nicht immer jedem zu helfen ist.
Auch der Organspendeskandal vor mittlerweile mehreren Jahren ist noch immer im Unterbewusstsein der Menschen! Vielleicht hätten da ein paar Medizinmänner weniger gierig sein sollen! Das gilt übrigens auch für unnötige OPs usw …
Auch hierfür steht Angie's Wort: „Wir schaffen das!!“

Warum gibt es so wenige Organspender?

Ich lasse mich nicht ausweiden um Ärzten glänzende Geschäfte zu ermöglichen. Wie beim Impfen geht es auch hier nicht um das Wohl von Patienten, sondern um die Verdienste der Ärzteschaft. Mehr als Ihre standardisierten Blutbilder bekommen die eh nicht hin. Anschließend wird obligatorisch eine Impfung verkauft, die man nicht benötigt. DIagnose findet gar nicht statt, kostet ja auch Zeit und Geld. Hepatitis A/B Kostenpunkt 3 x 75 Euro für die Pharmazombies. Da zwischen Pharmaindustrie und Ärzteschaft kein Blatt paßt, kann man davon ausgehen, daß Ärzte an diesen Geschäften mit den Impfstoffen in irgendeiner Weise beteiligt sind. Impfstoff für Gebärmutterhalskrebs 800 Euro. Die medizinischen Leichenfledderer lieben Transplantationen, da bin ich mir sicher. Ich möchte auch kein Organ transplantiert bekommen, das Leben ist endlich – und das ist auch gut so. Das Gesundheitssystem ist nicht politisch motiviert, es ist korrupt.

KRUX

Der medizinische Fortschritt und die damit erreichten Möglichkeiten in Bezug auf lebenserhaltende Maßnahmen kollidieren mit der Idee der Organspende. Der Grund dafür ist die Angst vieler Menschen, als potentieller Organspender mit Ausweis, weniger Aufmerksamkeit und Dauer bei lebenserhaltenden Maßnahmen, z.B. nach einem Unfall, zu bekommen und diese Angst ist womöglich durchaus berechtigt. Immerhin gibt es einen riesigen Markt für Organe und auch viele Kliniken haben nicht unbedingt den besten Ruf. Alles in allem eine unlösbare Krux, entstanden durch Hochtechnologie im medizinischen Bereich.

Unvollständig

Der Artikel fragt nach "Warum", gibt aber IMHO wichtige Antworten nicht.

Meine Position (dies ist eine Meinungsäußerung und ich weiß, dass ich dafür wieder scharf attackiert werden kann):

Da ich nicht an Götter, Himmel oder Wiedergeburten glaube, ist die Auseinandersetzung mit meinem Tod für mich trivial: Nach dem Sterben werde ich nicht mehr existieren, genauso wie ich vor meiner Geburt nicht existiert habe (das kann ich noch genauer formulieren, darum geht's hier aber mal nicht). Für ein "Ich" benötige "ich" bestimmte Hirnfunktionen, für ein "Wohlfühlich" bestimmte Körperfunktionen. Sind die nicht mehr gegeben, gibt es entweder ein anderes "Ich" oder gar keines mehr.
Das PROBLEM ist: Ärzte behaupten immer noch, der von ihnen festgest. Hirntod sei irreversibel. Mehrfach wurde das widerlegt (als hirntod diagn. Menschen reanimmiert, leben weiter ohne wesentl. Beschwerden). Es gibt KEINE breite Akzeptanz bei d. Ärzten f.d. Dilemma.
Solange die (arrogant-selbstherl.) DSO mitmischt, kann

Warum gibt es so wenige Organspender?

Viel Text, Titel-Frage nicht beantwortet.

Weil die Menschen den Organisationen der Organspende nicht vertrauen. Weil Privatärzte und private Kliniken mit Gewinnmaximierung mitmischen.
Weil man sicher sein kann, dass ein Großteil der Leberempfänger ehemalige Alkoholiker mit viel Geld sind. Dass das System da ist um Reichen ein längeres Leben zu garantieren und dafür Arme ausgeschlachtet werden.

widerspruchslösung

Wie sehen eigentlich die alltagspraktischen Erfahrungen in Ländern mit Widerspruchslösung aus? Bei uns wuchern bei dem Thema ja die wildesten Ängste: Unterlassen der Notfallversorgung, Entnahme vor Eintritt des Todes, hemmungsloses Ausschlachten. Gibt es das in Spanien?

Mangelndes Vertrauen

Ich denke, das „Problem“ ist folgendes:
Vielen mangelt es an Vertrauen in unser wirtschaftlich geprägtes Gesundheitssystem.
Ärzte manipulieren Symptome bei Patienten, um ein besseres Ranking auf der Warteliste zu ermöglichen.
Wer garantiert denn, dass bei mir als Opfer die Hilfe einen Moment zurück gehalten wird, weil der behandelnde Arzt voller „Vorfreude“ auf meine Organe schaut?
Das hält mich im Augenblick davon ab, Spender zu werden. Mag sein, dass ich als Betroffener darüber ganz anders denken würde...

Gerechtigkeitslücke

stellt sich die Frage ob die Menschen an eine gerechte Verteilung glauben?
Junger Motorradfahrer spendet - älterer "Funktionär" bekommt ;-)
Diese Frage könnte leicht beantwortet werden, wird aber nicht!
Studienthema: sozialer Hintergrund von Spendern und Empfänger von Organen

Moralisches Dilemma

Die derzeitige deutsche Regelung ermöglicht es, dem moralischen Dilemma der Entscheidung zu entkommen. Viele sagen im Interview, dass sie eine Organspende befürworten, weil die Antwort keine Konsequenzen hat und moralisch richtig klingt.
Sich dennoch keinen Spenderausweis zu besorgen ermöglicht es, sich moralisch auf der richtigen Seite zu fühlen ohne eine definitive Entscheidung zu treffen. Man zwingt dann allerdings seine Angehörigen diese Entscheidung in einer emotional schwierigen Situation zu treffen. Da wäre es fairer, einfach zu Lebzeiten „Nein“ zu sagen. Aus welchem Grund auch immer. Jeder Grund (religiös, politisch oder einfach Angst) muss ok sein. Es darf eben kein moralischer Druck für eine Spende aufgebaut werden.

Widerspruchslösung bedeutet in Spanien nicht, dass man sich irgendwo an einer Staatlichen Stelle melden muss!
Die Ärzte reden dort mit den Angehörigen, denn es reicht aus, dass der Hirntote seinen Verwandten irgendwann gesagt hat, dass er nicht will. Dann wurde der Organentnahme widersprochen und Punkt.

Es ist einzig die gute medizinische Organisation, die in Spanien mehr Transplantationen ermöglicht.

Aber das kostet wieder Geld und in Deutschland macht man lieber auf die Schwäbische Hausfrau und Zwangs-Organabgabe.
Wenn ich in meiner Umgebung mitgeteilt habe, dass ich nicht will, wenn ich auf dem Organspenderausweis angekreuzt habe, dass ich nicht will, dann hat das zu reichen. Es ist Zwang, wenn ich mich noch irgendwo abmelden muss.

Organspendern hat man gefälligst mit größtem Respekt zu begegnen für das Opfer, dass sie bringen, und sie nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachtet und ihre Organe nicht als Allgemeingut zu vereinnahmen!

Darum gibt es so wenige Organspender.

Weil es weltweit zu einem Big Business geworden ist.
Weil es ebenso weltweite kriminelle Machenschaften mit Organen gibt.
Weil die beste Organqualitäten nur den meist Bietenden verkauft werden.
Weil die fachkundigsten Chirurgen in solchen Ländern ihre Tätigkeit ausüben wo sie uneingeschränkt arbeiten und Geld verdienen können.
Weil korrekte Normalbürger dies nicht mehr mitmachen wollen.

Ich bleibe dabei

Besser würde einmal aufgeklärt werden was "Hirntod" überhaupt bedeutet, wie eine Organentnahme abläuft, und warum es nie "genug" Spenderorgane geben kann und wird. Einfach einmal nachdenken.

Dann wäre auch interessant den normalen Menschen, die sich nie mit dem Thema ernsthaft beschäftigt haben, zu erklären dass ein Organempfänger immer ein sehr kranker Mensch bleibt und das gespendete Organ über kurz oder lang doch zerstört wird.
Von daher rettet eine Organspende niemals Leben, sie verlängert es höchstens, aber zu welchen Preis.

Interessant finde ich jedenfalls die Tatsache dass immer öfter im Nebenzimmer eines Hirntoten wohl ein potentieller Empfänger liegt (bei dem das Organ auch "passt"), und andere Menschen jahrelang auf das "passende" Organ warten müssen.

Ich jedenfalls bin seit kurzem auch stolzer Besitzer eines Organspenderausweises. Allerdings widerspreche ich dort ausdrücklich jeglicher Organ und Gewebe Entnahme.

Vom Hirntod und anderer Unwahrheiten

Die Definition des Hirntodes als Zeitpunkt, zu dem eine Organentnahme nach derzeitiger Rechtslage zulässig ist, ist höchst umstritten.

De facto werden Organe nicht von Toten, sondern von Sterbenden entnommen, deren Sterbeprozess noch nicht abgeschlossen ist. Hirntote zeigen z. B. noch Schmerz- und andere Symptome, die deutlich machen, das sie eben noch nicht tot sind.

Menschen sind keine lebenden Ersatzteillager und die Praxis der Organentnahme bei Sterbenden ist menschenunwürdig, da der Sterbeprozess durch die traumatisierende Entnahme von Organen auf grausame Weise gestört wird.

Die Menschen, die die gespendeten Organe erhalten, müssen lebenslang giftige Immunsuppressiva einnehmen, damit das verpflanzte Organ nicht abgestoßen wird. Hinzu kommen häufig gravierende psychische Probleme sowohl bei den Angehörigen der Organspender als auch bei den Patienten, denen ein Spenderorgan eingesetzt wird.

Gerechtigkeitslücke die 2.

es gibt für alles auch eine einfache und gerechte Lösung.
- offenes Register der Organspender
- nur wer vor Ausbruch der Krankheit auf der Liste ist bekommt ein Organ (4 Jahre)
Jeder kann sich dann entscheiden ob er dabei ist oder nicht, da es dann genügend Organe gäbe stellt sich die Gerechtigkeitsfrage nicht mehr.
Wer sich klar zu seinen Zielen (nicht seinen Wegen) bekennt hat auch für alles eine "einfache" Antwort.
Alles hat seinen Preis - auch die Gerechtigkeit

bin dialyse-Partient seit ca. zwei jahren...

Eigentlich warte ich auch auf ein Organ, oder eher nicht...

Aus ethischen Gründen tu ich mich noch immer schwer, obwohl ich betroffen bin...

Die Nebenwirkungen sind auch nicht unerheblich und Abstoßungsreaktionen können auch vorkommen...
Kenne auch Personen, wo es erst mit der dritten Niere geklappt hat.

Hauptproblem scheint zudem der Aufwand für die Organentnahme zu sein und aus Kostengründen sind viele Kliniken und Einrichtungen, nicht drauf eingerichtet...

Die Bereitstellung zur Organspende wäre doch eigentlich ganz einfach zu regeln, Einfach im Kassenausweis ersichtlich machen, ist so als würde bei jedem Arztbesuch 10€ verlangt und damals ging es doch auch...

Sehe das Problem bei der Politik und Bürokratie, auch müsse weitaus mehr noch geforscht werden, da sind noch zu viele Pannen...

08:58 von PibeNariz

"Makaber ist, dass die Organtransplanteure auf möglichst viele junge, gesunde und spendebereite Verkehrsopfer angewiesen sind. Andere Sterbende kommen kaum infrage."

Das stimmt so nicht. Denn nur die Organe von Menschen die auf Intensivmedizinische Hilfe angewiesen sind eignen sich zur Transplantation. Ein Mensch der auf der Straße stirbt ist eben dies nicht und seine Organe sind nicht verwendbar. Eben weil er tatsächlich tot ist.

Denn sofort nach dem Tod setzt der Verwesungsvorgang ein. Einfach mal wirklich mit den Thema beschäftigen und sich informieren.
Aber dann wird es noch weniger Menschen als "Spender" zur Verfügung stellen.

09:04 von Provinzposse

"Wie lange nach dem Ableben eines Menschen können denn überhaupt Organe entnommen werden?"

Kann ich Ihnen genau sagen. Überhaupt nicht. Denn nach dem Ableben ist ein Mensch tot und seine Organe ebenfalls.

Nur Organe von "Hirntoten", was immer das auch sein mag, und Lebenden eignen sich zur Transplantation.

um 08:55 von Duzfreund "schwer einzuordnen.

>>"Jährlich sterben bundesweit etwa..."

Das ist betrüblich - aber ohne Aussage darüber, wie viele trotz und/ oder mit Spenderorgan oder auf dem Wege dorthin sterben schwer einzuordnen. Wenn es in anderen Ländern besser geht, sagt das auch noch nicht über die jeweiligen "Erfolge" dort aus.<<

In anderen Länder wird auch mal schnell eine Summe rüber gereicht, was bei uns eher unterbunden wird...

09:46, SydB

>>Dann wäre auch interessant den normalen Menschen, die sich nie mit dem Thema ernsthaft beschäftigt haben, zu erklären dass ein Organempfänger immer ein sehr kranker Mensch bleibt und das gespendete Organ über kurz oder lang doch zerstört wird.
Von daher rettet eine Organspende niemals Leben, sie verlängert es höchstens, aber zu welchen Preis.<<

Jedes Leben endet tödlich, jedes Organ wird irgendwann zerstört.

um 09:04 von Provinzposse"Besser aufklären ist Grundvoraussetzu!

>>Vielleicht sollte man bezüglich der Thematik …

besser aufklären!
Wie lange nach dem Ableben eines Menschen können denn überhaupt Organe entnommen werden?
Von den mehreren Millionen Toten pro Jahr kommen sehr schnell nur noch sehr sehr wenige Spender überhaupt in Frage!<<

//

Aus Toten kann man nun mal keine Organe entnehmen und das ist noch immer der springende Punkt...

Hirntod ist zudem nicht immer gleich Tod...

Aber durch die immer mehr um greifende Diskussion tut sich was in der Transplantation und da frage ich mich wer ist dabei die treibende Kraft, sind es etwa die Ärzte...

Vermutlich geht es um den weiteren Ausbau eines medizinischen Umfeldes, womit viel Geld zu verdienen ist...

Ich bin Organspender, im Falle eines Unfalls.

Meiner Meinung nach, könnten viel mehr Organe zur Verfügung stehen, wenn überall entsprechend geschultes Personal vorhanden wäre.

09:15, M.A.

>>Das PROBLEM ist: Ärzte behaupten immer noch, der von ihnen festgest. Hirntod sei irreversibel. Mehrfach wurde das widerlegt (als hirntod diagn. Menschen reanimmiert, leben weiter ohne wesentl. Beschwerden). <<

Bitte eine Quelle für diese Behauptung.

Ich persönlich hätte kein

Ich persönlich hätte kein Problem damit Organe zu spenden, aber solange ich sehe das für Prominente innerhalb weniger Tage sogar 2 Organe zur Verfügung stehen wärend Kinder sterben weil keins da ist, (Wer da ganz Zufall glaubt xD ) werde ich mich hüten Organspender zu werden. Bringt das System in Ordnung und macht es transparenter dann gibt's auch mehr Spender.

Zu den Ländern mit den wenigsten....

Warum NICHT? Deutschland ist so schon Spitzenreiter im "Ausnehmen" seiner Bevölkerung da muß es nicht auch noch Spitzenreiter im "Ausschlachten seines Volkes" werden. Auch wenn ich mich wiederhole und es die Befürworter nicht hören wollen. Organe von toten Menschen/Leichen, können nicht mehr verwendet werden. Deswegen gibt es die Definition Hirntot. Der Hirntot kann nur nach dem Stand der heutigen Technik festgestellt werden, Kein Arzt, Pfaffe, Mensch kann mit Sicherheit sagen WAS solch ein Mensch, dessen Körper zur Verwertung künstlich mit Maschinen am leben gehalten wird, TROTZDEM empfindet. Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

08:58 von PibeNariz

Leider gibt es, zur Zeit, noch keine Alternative zur Organspender. Die Zukunft wird es ermöglichen, Organe zu züchten, leider ist es bis dahin ein weiter Weg. Ich kann Ihre Einstellung sehr gut verstehen. Bei manchen Menschen hat sich diese Einstellung erst geändert, als sie ein Spenderorgan benötigen. Als Kriterium, ob jemand ein Organ bekommt oder nicht, sollte an der Bereitschaft festgemacht werden, ob man selbst bereit war Organe zu spenden. Dies kann man durchaus auf der Versicherungskarte speichern.

09:29, Jacob_a_B

>>Gerechtigkeitslücke
stellt sich die Frage ob die Menschen an eine gerechte Verteilung glauben?
Junger Motorradfahrer spendet - älterer "Funktionär" bekommt ;-)
Diese Frage könnte leicht beantwortet werden, wird aber nicht!
Studienthema: sozialer Hintergrund von Spendern und Empfänger von Organen.<<

Korruption kommt gewiss, wie überall, wo Menschen involviert sind, vor, ist aber nicht die Regel.

Ich kenne einige Menschen, die mit Spenderorganen leben. Das sind keine Funktionäre, und die haben sich ihr Organ nicht mit viel Geld erkauft. Einer von ihnen lebt seit 2004 mit neuer Leber. Er hatte Leberkrebs, die Ärzte gaben ihm damals noch acht Monate.

@ Provinzposse

Wie lange nach dem Ableben eines Menschen können denn überhaupt Organe entnommen werden? Überhaupt nicht. Deswegen wurde der Hirntot eines am künstlich durch Maschinen am Leben erhaltenden Körpers definiert. Organe gehen sofort nach dem Ableben in die Verwesung über und sind unbrauchbar für die Transplantation und können nur noch für pathologische Studien verwendet werden.

ich verstehe das ganze überhaupt nicht

wenn einer kein Organspender sein will warum will man den dazu zwingen ?
Kriegt er eben auch kein Organ - im Bedarfsfall
der "erlauchte Kreis" der da mitmachen will macht die Sache unter sich aus
von daher ist es doch egal ob 1 % oder 50 % in unserem Land dazu bereit sind zu spenden

Folgende Organe können nach dem Tod gespendet werden:

Alleine diese Bezeichnung im Artikel ist doch schon irreführend...
Die Organe müssen noch funktionieren, sprich: kann man da überhaupt von einem Toten reden...

genau genommen können nur Organe von einem Koma-Patienten mit kürzlichen Versorgung entnommen werden und die gibt es nun mal eher selten...

09:53, SydB

>> Denn nur die Organe von Menschen die auf Intensivmedizinische Hilfe angewiesen sind eignen sich zur Transplantation. Ein Mensch der auf der Straße stirbt ist eben dies nicht und seine Organe sind nicht verwendbar. Eben weil er tatsächlich tot ist.

Denn sofort nach dem Tod setzt der Verwesungsvorgang ein. Einfach mal wirklich mit den Thema beschäftigen und sich informieren.<<

Ja, das sollten Sie vielleicht mal tun. Denn Ihr medizinisches Viertelwissen ist wirklich sehr ausbaufähig.

09:55, SydB

>>Nur Organe von "Hirntoten", was immer das auch sein mag, und Lebenden eignen sich zur Transplantation.<<

Was der Hirntod ist, das können Sie mühelos mit wenigen Klicks herausfinden.

Organspendeskandale

Viele Jahre lang besaß ich aus Überzeugung einen Organspenderausweis. Nach den wiederholten Skandalen durch raffgierige Ärzte und zahlungskräftige Abnehmer aus dem Ausland habe ich ihn entsorgt.

09:39, friedrich peter...

>>Darum gibt es so wenige Organspender.
Weil es weltweit zu einem Big Business geworden ist.
Weil es ebenso weltweite kriminelle Machenschaften mit Organen gibt.
Weil die beste Organqualitäten nur den meist Bietenden verkauft werden.<<

All dies ist in Deutschland ungesetzlich. Und wir reden hier von Deutschland.

Ich wurde Organspender, weil es mir so leicht gemacht wurde

Alles, was ich bin, was ich sein darf oder sein muss, wurde irgendwann genehmigt, registriert, abgestempelt, verbrieft. Wenn ich sterbe ist der Umgang mit meinem Leichnam genauestens vorgeschrieben, mit Strafandrohung bei Zuwiderhandlung. Auch darf ich nicht über meinen eigenen Tod entscheiden. Deshalb konnte ich mir früher nicht vorstellen, dass die wichtige Frage, ob ich nach meinem Tod ausgeweidet werden darf, vergleichsweise unbürokratisch entschieden wird.

Erstaunt war ich, als eines Tages ein Organspendeausweis "einfach so" einem Schreiben der Krankenkasse beilag. Seitdem bin ich Organspender. Mir war diese Einfachheit schlicht nicht bewusst.

Wie wäre es, wenn z.B. bei allen Behördenbriefen oder ähnlichem am unteren Rand ein Organspendeausweis zum Ausschneiden abgedruckt wäre. Ohne Bemerkungen, ohne Druck -- er ist einfach da. Jeder wäre mehrmals im Jahr zwanglos aufgefordert zu entscheiden, ohne sich jemandem gegenüber äußern zu müssen.

09:47 von SydB

sie haben es in jedem (!) Punkt - auf den Punkt gebracht
der Transplantierte wird so lange er weiterlebt ein sicherer Kunde der Pharmaindustrie sein
auch das sollte man sich vergegenwärtigen - wenn man allzuviel "Selbstlosigkeit" vermutet
eine Transplantation bringt auch Geld - viel Geld für die Klinik
klar "rettet" es Leben und wenn es nur wenige Jahre sind, auch das ist unbestritten
aber es ist auch ein Frage der menschlichen Würde ob man einen Sterbenden
- sie formulierten es drastisch (!) auf ein "lebendes Ersatzteillager" reduziert

Vermischen von Problemen

Ich sehe zwei Themen vermischt in der Diskussion.

Es gibt auf der einen Seite Missstände beim Thema Transplantation - angst vor Missbrauch der Spendebereitschaft oder auch Kritik bei der Vergabe, Profitgier und so weiter...

Auf der anderen Seite stehen Menschen die ohne diese Organe sterben werden. Menschen mit oder ohne Familie, mit oder ohne Kinder, mit Zukunft oder ohne.

Das erste Problem kann ich nicht lösen, das zweite kann ich zumindest im ganz begrenzten Rahmen mindern. Ich brauche meine Organe nicht mehr unter der Erde.

Man kommt sich

beim Lesen vor wie ein Ersatzteillager.
" Folgende Organe können nach dem Tod gespendet werden: Niere, Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm. Außerdem Gewebe wie beispielsweise Augenhornhaut, Herzklappen, Blutgefäße oder etwa Knochen. "

Bei der Feststellung von Hirntod ist eben der Körper als solches nicht Tod, und die Menschliche Schwäche ist doch allseits bekannt, Gier und Geld gehören leider auch dazu.
Vorkommnisse aus der Vergangenheit sind ja bekannt.

Warum muss mich damit befassen und etwas widersprechen, und wer sagt das mein Widerspruch gefunden wird, wenn ich der letzte aus der Familie bin, zum Beispiel.
Nur eins der Beispiele von vielen.

Bei einer solchen Änderung sollten alle Bürger abstimmen dürfen, nicht nur die 700 in der Regierung.
Die Regelung wie jetzt, schützt die Menschen vor Machenschaften, nur wer von sich aus das selber festlegt das er spenden möchte, ist auch wirklich ein Spender.

Für und Wider immer wieder durchkauen

Ob die Politik die Menschen formt oder umgekehrt, fest steht, dass in allen Bereichen statt zu handeln immer wieder Für und Wider durchgekaut werden. Dann gilt es noch, dabei andere schwer zu belasten, hauptsache, man kommt selbst mit nem schlanken Fuß moralisch gerechtfertigt davon.

@ Klabautermann 08

Hirntod bedeutet das Gehirn ist vollständig zerstört. Das kann man ganz gut feststellen. Kein Gehirn, keine Empfindung, keine Reaktion, kein Leben ohne Maschinen mehr möglich (keine eigene Atmung mehr). Das ist schon ziemlich klar. Sie schüren unnötige Ängste.

Profit

@ FritzF:
Eine Voraussetzung für Organspende fehlt: Vertrauen in ein verkommenes System, welches aus der Krankheit des einzelnen Profit erzielen muß.

Ein großes Problem der Deutschen ist leider, dass sie überall Profit wittern. Dabei wären wir ohne Profit nicht dort, wo wir heute stehen. Auch nicht im Gesundheitswesen.

@SydB

PibeNariz hat schon recht damit, dass es vor allem Opfer des Straßenverkehrs sind, die als Organspender in Frage kommen. Das heißt nicht, dass sie auf der Straße sterben, sondern dass sie schwerverletzt in intensivmedizinische Behandlung kommen. Und dass der Hirntot eben noch nicht der komplett körperliche Tod ist, geschenkt. Nach der Diagnose des Hirntodes wird die Beatmung abgestellt. Oder es werden vorher noch Organe entnommen. Niemand lebt länger wenn er Nichtspender ist.

@ Nackigschlaefer

Ich will in Ruhe sterben, muss man das bald schriftlich äußern? Nein, denn es ist ein Menschenrecht!

Wenn Sie über 40 sind, ist Organspende kein Thema mehr. Aber ansonsten spricht ja nichts dagegen, ohne wichtige Organe in Ruhe sterben zu können.

So viel Halbwissen

Liebe Leute, ich arbeite seit 28 Jahren auf einer Intensivstation. 1. Wer den Hirntod festgestellt bekommt, ist definitiv tot. Man hat weder Schmerzen, noch wird man wieder! 2. Es werden nicht nur junge Spender gebraucht, es hat sich erwiesen, das ein junges Herz in einem alten Körper oft mit dem verkalkten Gefässystem nicht passt. Es wird also lieber " old to old" transplantiert. 3. Dass sich Reiche Organe kaufen, hört man häufiger von Indien oder Indonesien. In Deutschland gibt es Listen. Und wer dennoch Angst hat, Herr Winterkorn oder Zumwinkel könnte sein Organ bekommen, dem sei gesagt, dass so viele Marker passen müssen ( nicht nur der Rhesusfaktor), dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass einer dieser Herren ganz genau Ihr Organ braucht. Das wird der Dialysepatient bestimmt bestätigen. Ich habe in der ganzen Zeit auf Intensivstation nicht das Gefühl gehabt, es würde etwas nicht mit rechten Dingen zu gehen. Und ein Organspender kann bis zu 7 Leben retten.......

um 10:14 von Wiederstand Jezt Eine gesunde Einstellung...

>>Ich persönlich hätte kein Problem damit Organe zu spenden, aber solange ich sehe das für Prominente innerhalb weniger Tage sogar 2 Organe zur Verfügung stehen wärend Kinder sterben weil keins da ist, (Wer da ganz Zufall glaubt xD ) werde ich mich hüten Organspender zu werden. Bringt das System in Ordnung und macht es transparenter dann gibt's auch mehr Spender.<<

//

Anscheinend gibt es noch immer keine klaren Regeln und die Geldverlockungen sind scheinbar groß...

Schwarze Schaffe lassen sich nun mal nicht ausschließen und die Götter in weiß haben auch nicht immer die sauberste Weste...

Konnte da in der Uni Essen einiges erleben, wo ich Klage eingereicht habe...

Das jetzt breit tragen ginge zu weit...

Irreführung

Die mangelnde Organentnahme ist u.A auf die zu geringe Kapazität der Notaufnahmen zurückzuführen, welche den Eingriff idR. durchführten.

@ Klabautermann

Der Hirntot kann nur nach dem Stand der heutigen Technik festgestellt werden, Kein Arzt, Pfaffe, Mensch kann mit Sicherheit sagen WAS solch ein Mensch, dessen Körper zur Verwertung künstlich mit Maschinen am leben gehalten wird, TROTZDEM empfindet.

Oh doch, das kann man ganz klar sagen. Nach einem Hirntod kann ein Mensch gar nichts mehr empfinden.

@Sisyphos3

Dass die böse Pharmaindustrie und die Ärzteschaft profitiert gilt allerdings für alle behandelbaren Krankheiten. Würden Sie auch monieren, dass Ihr Hausarzt davon lebt, dass seine Patienten krank werden? Und dass er kein Interesse daran hat, dass sie dauerhaft gesund bleiben?

fathaland slim

fathaland slim, warum so polemisch?

Sie wissen ganz genau was ich meine und auch dass in Recht habe. Gerne dürfen Sie eine andere Meinung vertreten, aber ich verbitte mir Ihre verletzende Häme und Gehässigkeit mir gegenüber.

Und ich bleibe dabei, die Organe eines Menschen der auf der Straße ablebt, sind aus bekanntem Grunde, den ich auch schon gefühlt 100 mal hier gepostet habe, zu Transplantatonszwecken unwiederbringlich verloren.

Wenn mir hier wegen dieser Tatsache jemand "medizinisches Viertelwissen" bescheinigt, so outet er sich nur selbst als schlecht informierter Laie oder als Querulant.

Zwangspende...

Nur wer von sich aus das selber festlegt das er spenden möchte, ist auch wirklich ein Spender...

Die Frage in dem Artikel ist falsch gestellt,

denn sie impliziert, dass der Staat ein Recht nicht nur auf Arbeitskraft und Steuern seiner Bürger, sondern nun sogar auf deren Körper und Organe hat.
Zunächst versuchte man, möglichst viele "freiwillige Spenden" zu erhalten, indem man den Begriff des "Hirntodes" einführte, um zu verschleiern, dass es sich bei den Organspendern um Sterbende handelt.
Und nachdem nun mehr und mehr Menschen sehen, dass es sich bei der Organtransplantation um ein blühendes Geschäft handelt und sich nicht mehr freiwillig zur Verfügung stellen, wird Druck aufgebaut.
Zunächst wird es mit dem Widerspruch wahrscheinlich noch recht einfach sein, damit Spahn das Gesetzt durchgebekommt.
Mit der Zeit kann man die Anforderungen an einen wirksamen Widerspruch dann langsam und an der Öffentlichkeit vorbei so lange erhöhen, bis man genug Organspenden hat, um zumindest die gut bezahlenden Kunden zu bedienen.
David Rockefeller hat insgesamt 7 verschiedene Herzen transplantiert bekommen und wurde damit 101.

10:46 von DemokraSte

Eben nicht. Hirntod bedeutet dass man (momentan) keine Hirntätigkeit feststellen kann. Stichwort EEG.

@ tenzin

Viele Jahre lang besaß ich aus Überzeugung einen Organspenderausweis. Nach den wiederholten Skandalen durch raffgierige Ärzte und zahlungskräftige Abnehmer aus dem Ausland habe ich ihn entsorgt.

Was mag bei dem Satz jemand denken, der auf ein Spenderorgan wartet?

10:46 von DemokraSte

was sie alles (glauben zu) wissen
Wann endet denn "das Leben" ?
zu dem Zeitpunkt wo man noch andere Organe entnehmen kann ?

Übrigens, wussten Sie schon

der frühere Formel 1 Rennfahrer und Idol Michael Schumacher ist auch Hirntod und liegt seit Jahren im Koma. Ergo könnte man ihn doch auch........

Mal daran gedacht. Mit Sicherheit eben nicht.

um 10:29 von fathaland slim

>>>>Nur Organe von "Hirntoten", was immer das auch sein mag, und Lebenden eignen sich zur Transplantation.<<

Was der Hirntod ist, das können Sie mühelos mit wenigen Klicks herausfinden.<<

Traurig genug, dass nicht einmal der TS.-Artikel zur Aufklärung beiträgt und Foristen sich darum kümmer muss...

Sind doch nur ein paar Zeilen...

@fatha

"All dies ist in Deutschland ungesetzlich. Und wir reden hier von Deutschland."
Na und?

https://de.wikipedia.org/wiki/Organspendeskandal_in_Deutschland

Leute...

...niemand wird zur Organspende gezwungen. Lediglich eventuell zu einer dokumentierten Entscheidung.

Ist es zu viel verlangt, „Nein“ zu sagen, anstatt im Falle eines Falles die Familie vor die Entscheidung zu stellen.

Wer der Meinung ist, mit gespendeten Organen sei ein Leben nicht lebenswert, der kann auch die Annahme eines Organs verweigern und stattdessen sterben.

Korruptes System.

Da ist die Antwort auf Ihre Frage, warum es sowenige Organspender gibt. Das System ist undurchsichtig und nach wie vor von korrupten Menschen durchsetzt.

Diese Menschen müssen sich dafür verantworten, wenn ihnen die Patienten unter den blutigen Händen wegsterben.

10:46 von DemokraSte

"Kein Gehirn, keine Empfindung, keine Reaktion, kein Leben ohne Maschinen mehr möglich (keine eigene Atmung mehr)."

Und wie erklären Sie dann dass man bei Organentnahmen ganz klar hohen Streß, Abwehrreaktionen und Schmerzempfinden bei den "Spender" verzeichnen konnte?

Seit einiger Zeit narkotisiert man deshalb die "Spender" zur Organentnahme.

Ich glaube die wenigsten die sich hier so vehement pro Spende einsetzen waren einmal bei einer Organentnahme zugegen, noch haben sie sich damit befasst wie diese vorgenommen wird.

@nelumbo

"Niemand lebt länger wenn er Nichtspender ist."
Scheinargument.

Nunja,

Ich hoffe, all die Gegner von Organspenden kommen niemals in die Verlegenheit, irgendwann z.B. eine neue Niere zu benötigen. Nämlich wer keinen Spenderpass hat sollte auch kein Organ von anderen Menschen bekommen.

Ich habe seit Jahren einen Pass, da mein Körper nach dem Tod schlicht vergammelt.

10:23 von Sisyphos3

«ich verstehe das ganze überhaupt nicht
wenn einer kein Organspender sein will warum will man den dazu zwingen ?»

Die, die nicht wollen, müssen nur sagen: "Ich will nicht."
Und schon sind sie keine Organspender.

So wie es u.a.seit langem in ESP praktiziert wird. Ohne dass dort "Menschen gegen ihren Wilen gezwungen ausgeweidet werden".

«Kriegt er eben auch kein Organ - im Bedarfsfall
der "erlauchte Kreis" der da mitmachen will macht die Sache unter sich aus
von daher ist es doch egal ob 1 % oder 50 % in unserem Land dazu bereit sind zu spenden»

Völlig abstruser "Lösungsansatz".

Selbstverständich macht es einen Unterschied, ob sich 1%, 25%, 50% als Organspender registrieren lassen. Auch wenn man die Problematik "auf den erlauchten Kreis" reduzierte …

11:14 von DoJo

«Nämlich wer keinen Spenderpass hat sollte auch kein Organ von anderen Menschen bekommen.»

Es könnte jemand sein, der / die aus medizinischen Gründen selbst nicht spenden kann. Es aber gerne täte, wenn er / sie denn könnte …

@DoJo

"Ich hoffe, all die Gegner von Organspenden" Am 01. Juni 2019 um 11:14 von DoJo

Verbreiten Sie bitte keine "Alternativen Fakten" - um es freundlich zu sagen!

Es gibt keine Gegner der Organspende!

Es gibt nur Gegner der Widerspruchslösung und das ist himmelweiter Unterschied!

11:14 von DoJo

"Nämlich wer keinen Spenderpass hat sollte auch kein Organ von anderen Menschen bekommen."

Dem ist aber nicht so. Und es ist ja auch möglich dass Menschen, ich gehöre dazu, auch für sich den Empfang von Spenderorganen strikt ablehne. Ausnahme wäre eine Lebend-spende. Wenn Ihnen das kein Begriff sein sollte, Google ist Ihr Freund um die Wissenslücke zu füllen.

"Ich habe seit Jahren einen Pass, da mein Körper nach dem Tod schlicht vergammelt."

Nein, ihr Körper vergammelt nicht. Vielmehr wird er dem natürlichen Kreislauf wieder zugefügt. Das Leben ist endlich.

Ja, und ich besitze, Minister Spahn sei gedankt, auch neuerdings einen Spendeausweis. In dem habe ich deutlich kenntlich gemacht dass NICHT zur Spende bereit bin. Auch meine Verwandtschaft ist diesbezüglich informiert, denn es könnte ja sein dass mein Pass leider "verloren" wird.

11:04 von SydB

«Übrigens, wussten Sie schon, der frühere Formel 1 Rennfahrer und Idol Michael Schumacher ist auch Hirntod und liegt seit Jahren im Koma. Ergo könnte man ihn doch auch........

Mal daran gedacht. Mit Sicherheit eben nicht.»

Hat der Herr Michael Schumacher denn einen Organspender-Ausweis?
In dem er sich zu Lebzeiten zur Spende bereit erklärte?

Wäre seine Familie einverstanden, wenn "ein Transplantations-Kommando" bei den Schumachers zuhause einfiele, um Michael (was weiß ich welche) Organe zu entnehmen?

Mal daran gedacht? Oder eben nicht …?

@ 11:22 von Tada

Diejenigen, die gegen die Widerspruchslösung sind, die sind doch, wie man oben lesen kann, Gegner von Organspenden.
So what?

bezeichnend

diese immer wieder angeführte salomonische Lösung, dass nur Organe erhalten soll, wer selbst Spender ist. Ich bin Organspender und würde niemals wollen, dass meine Organe jemandem vorenthalten werden, nur weil er selbst kein Spender ist.
Ich weiß nicht, wie es bei anderen aussieht, aber in meinem Wertegefüge ist Hilfe nicht an eine Gegenleistung geknüpft: sonst wäre es nämlich keine Hilfe, sondern ein Handel.

Also bitte nicht dem Medizinern Geschäftemacherei vorwerfen, und selbst einen quid-pro-quo-Schacher um die eigenen Organe anbieten.

@ SydB

Das Nervensystem ist mehr als das Gehirn, das vegetative System befindet sich zum großen Teil gar nicht darin und ist das System von Stress und Entspannung der Organfunktionen, welche Sie angesprochen haben. Es lässt sich auch nach dem Hirntod weiterhin reizen durch einen Eingriff. Es wurde/wird in Anlehnung an das Vorgehen bei "normalen" Operationen dazu oft eine übliche Narkose durchgeführt (alles verhält sich dann so wie bekannt). Heutzutage ist diese "Narkose" bei Organentnahme eigentlich Vergangenheit und es gibt auch dafür Standards. Das hat mit bewussten Empfindungen und dem Gehirn nichts zu tun.

Und: ja ich habe mehrere Organentnahmen gesehen.

Einerseits wird Abtreibung als Mord bezeichnet, rechtlich ist es so, dass sie nur straffrei ist. Das Herstellen von Embryonen und Föten, um mit deren Zellen Kranke zu behandeln ist verboten.

Andererseits sollen Hirntote in Zukunft als Sachen behandelt werden, die Organe der Sterbenden zum Allgemeingut erklärt, falls sie nicht an einer bestimmten Stelle rechtzeitig widersprochen haben.

Machen wir das bei Blutspende bald auch so? Wenn einer nicht alle 3 Monate widerspricht, dann wird er im folgenden Quartal zur Blutspende beordert, wenn seine Blutgruppe gebraucht wird? Dann dasselbe mit Plasmaspende?

Aber Impfpflicht ist wieder Eingriff in die Freiheit des Einzelnen...

Wie passt das alles zusammen?

Doch nur, wenn Hirntote nicht mehr als Menschen gelten.

Und wenn dann immer noch "nicht genug" Organe entnommen werden, weil man die Strukturen in den Krankenhäusern nicht geändert hatte, dann geht man an die Wachkomapatienten und Dementen ran?

Wir hatten ja schon ähnliche Situationen.

@11:21 von schabernack

Stimmt.
Ich habe es nur etwas drastisch ausgedrückt, da Einige hier von "Ich lass mich nicht ausweiden" sprachen.

@Käpt’n Schettino

"Aber ansonsten spricht ja nichts dagegen, ohne wichtige Organe in Ruhe sterben zu können."

Also in Ruhe sterben möchte ich zumindest erstmal mit meinen Organen. Das müssen Sie mir schon zugestehen :)

Verbreitung von Lügen

Falsch! Michael Schumacher ist nicht hirntod! Es gibt einen Unterschied zwischen Hirntod und Hirnschädigung. Nur wenn alle Funktionen erloschen sind ist das der Hirntod. Schumacher wurde rehabilitativ behandelt. Das geht nicht beim Hirntod.

@SydB - Wissenschaftliche Quelle oder Hörensagen?

11:08 von SydB:
"Und wie erklären Sie dann dass man bei Organentnahmen ganz klar hohen Streß, Abwehrreaktionen und Schmerzempfinden bei den 'Spender' verzeichnen konnte?"

Könnten Sie dieses "ganz klar" bitte näher spezifizieren? Haben Sie dieses Wissen einer medizinischen Fachzeitschrift entnommen oder handelt es sich um die Nacherzählungen einer "Hab ich mal gehört"-Geschichte?

Das Schmerzempfinden entsteht übrigens erst im Gehirn und einen hohen Spiegel an Stresshormonen würde ich bei Unfallopfern immer erwarten.

Tote Organe können nicht

Tote Organe können nicht transplantiert werden.

Manche Menschen werden halt nicht gern bei wortwörtlich lebendigem Leib aufgeschnitten und ausgeweidet - wie asozial.

Ob Menschen Organspender sein

Ob Menschen Organspender sein wollen oder ob sie mit dem "Menschenbild Ersatzteillager" nicht zurechtkommen, dem Entnahmesystem nicht vertrauen oder sich mit diesen Fragen nicht konfrontieren wollen: feststeht, dass die Organspende zum persönlichsten existentiellen Bereich jedes Menschen gehört und der Staat hier keinerlei Forderungen zu stellen hat. Daher: keine Widerspruchsregelung.

Ob andere Länder das anders handhaben, spielt dabei nicht die geringste Rolle. Man bekommt lediglich das Gefühl, dass es Spahn et al. um einen höheren Platz für Deutschland im internationalen Organspende-Ranking geht, um einen medienwirksamen Erfolg mit einfachen Mitteln.

Er sollte sich besser um die Dauerüberforderung von Krankenhauspersonal, die profitorientierte Privatisierung von Krankenhäusern - sprich Infrastruktur - und das überteuerte Tarifgefüge der zahllosen gleichgeschalteten Krankenkassen kümmern.

11:34 von schabernack

So sieht ein klassisches Eigentor aus, Glückwunsch.

"Hat der Herr Michael Schumacher denn einen Organspender-Ausweis?
In dem er sich zu Lebzeiten zur Spende bereit erklärte?

Wäre seine Familie einverstanden, wenn "ein Transplantations-Kommando" bei den Schumachers zuhause einfiele, um Michael (was weiß ich welche) Organe zu entnehmen?"

Ja genau das ist bei der an geplanten Widerspruchslösung unseres geschätzten Gesundheitsministers Spahn möglich.
Den wer nicht ausdrücklich widerspricht ist potenzieller Organspender und zur Spende bereit.
Ergo isz Herr Schumacher ein möglicher Spender, wenn er, wie Sie vermuten keinen Organspenderausweis besitzt und nicht ausdrücklich seinem Nichtspender Willen Ausdruck verliehen hat.

@11:04 von SydB

„der frühere Formel 1 Rennfahrer und Idol Michael Schumacher ist auch Hirntod und liegt seit Jahren im Koma.“

Das ist einer der klassischen Fehler. Koma und Hirntod sind verschiedene Sachen. Aus einem Koma kann man aufwachen, auch nach langer Zeit. Bei der Diagnose Hirntod werden die Maschinen abgeschaltet, außer man wartet noch ein paar Stunden bis zur Organentnahme. Wer nicht spendet ist in dem Fall sofort tot.

Wie es Herrn Schuhmacher geht weiß ich nicht. Hirntod ist er sicher nicht. Vielleicht im Koma, vielleicht wach aber mit bleibenden Schäden. Eine bewundernswert effektive Nachrichtensperre.

@ Tada

1. Abtreibung ist kein Mord. Sie steht dem Gesetz nach nur unter Strafe mit Bedingungen zur Straffreiheit. Weiter aufnehmen möchte ich diese Diskussion aber nicht.

2. Ihr Vergleich mit der Blutspende und Impfung ist völliger Quatsch. Weder liegt dabei eine Einschränkung der Fähigkeit zur Willensäußerung vor, noch möchte irgendjemand eine Organspendepflicht. Überhaupt Organspende mit Impfungen zu vergleichen ist aufgrund fehlender Parallelen Quatsch. Äpfel und Birnen.

3. Mit dem letzten Teil spielen Sie auf das sog. dritte Reich an. Ja solche Zustände sollten wir alle verhindern. Da sehe ich die aktuelle Organspendediskussion noch nicht.

4. Ihr Kommentar ist nichts weiter als Hetze.

Schwieriges Thema

Nur weil Menschen auf einer Warteliste stehen kann man doch niemand als "Ersatzteillager" verpflichten.

Eine Organspende kann kein Leben retten. Sie verlängert es höchstens, denn das "neue" Organ wird schon alleine durch die Medikamente wieder geschädigt, die die Abstoßung verhindern.

Die Menschen auf den Wartelisten sterben nicht, weil sie kein Organ bekommen. Sie sind einfach nur totkrank und sterben an den Folgen dieser Krankheit.

Das Warten auf ein Organ bringt viele Einschränkungen mit sich. Man muss immer ereichbar sein, hat regelmäßige Untersuchungen. Ist immer angespannt, wann der Anruf kommt. Das alles zusätzlich zur eigentlichen Erkrankung.
Dann kann bei der OP viel schief gehen und danach muss man sein Leben lang Medikamente nehmen, die sehr starke Nebenwirkungen haben.
Es ist Illusion anzunehmen, dass man durch Organspende gesund wird.

@11:10 von sere18

>"Niemand lebt länger wenn er Nichtspender ist."
Scheinargument.<

Warum Scheinargument? Wer als Hirntoter einer Organentnahme nicht zugestimmt hat (bzw. seine Verwandten), bei dem wird die Maschine abgestellt bzw. gar nicht so lange in Betrieb gehalten, bis die Verwandtschaft da ist.

Wenn eine Minderheit nicht vertrauenswürdiger Personen

die Unsicherheit und das Miss-Vertrauen fördern, wer würde sich dann darauf verlassen, als wirklich TOT ausgeweidet zu werden.

Es soll ja Individuen geben die keine Gefühle für irgend wen und irgend was aufbringen können, die sind in diesem Geschäft ein Problem und kaum einer vertraut diesem Zustand.

10:58, SydB

>>fathaland slim, warum so polemisch?

Sie wissen ganz genau was ich meine und auch dass in Recht habe. Gerne dürfen Sie eine andere Meinung vertreten, aber ich verbitte mir Ihre verletzende Häme und Gehässigkeit mir gegenüber.

Und ich bleibe dabei, die Organe eines Menschen der auf der Straße ablebt, sind aus bekanntem Grunde, den ich auch schon gefühlt 100 mal hier gepostet habe, zu Transplantatonszwecken unwiederbringlich verloren.

Wenn mir hier wegen dieser Tatsache jemand "medizinisches Viertelwissen" bescheinigt, so outet er sich nur selbst als schlecht informierter Laie oder als Querulant.<<

Doch, Ihre Tatsachenbehauptungen offenbaren medizinisches Viertelwissen. Auch wenn Sie sie hundertmal posten, werden sie nicht zutreffender. Andere Foristen haben ihre Behauptungen hier im Thread richtiggestellt.

Deswegen fällt Ihre Bezeichnung "schlecht informierter Laie" ein klein wenig auf Sie selbst zurück.

Auf den Vorwurf des Querulantentums möchte ich nicht weiter eingehen.

Ja, ja

wer das äußert, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Bei einem solchen Thema ist ein Forum überflüssig, es zeigt nur, wie viele Menschen nicht bereit sind, sich mit Krankheit und Tod auseinanderzusetzen, es zeigt noch mehr das Ausmaß an Egoismus in Deutschland.
Aktiv Organspender werden (oder auch nicht; Revision z.B. alle 10 Jahre möglich, nicht aber bei Erkrankungen), z.B. durch Entscheidung bei der Führerscheinprüfung; nur in diesem Kreis werden Organe gespendet und empfangen. Alle anderen sind draußen, wer nicht geben will, soll auch nicht empfangen.
Und ja, ich verstehe die Materie von Organspenden und Hirntod, und kann den unsäglichen Blödsinn hier im Forum von (den wenigen) sachlichen Beiträgen trennen.

Bringt das System in Ordnung und dann gibt's auch mehr Spender.

Nicht ein mal der TS-Artikel sorgt für Aufklärung, wie soll da Otto-Normalbürger sich zurecht finden?...

Erst mal für eine vernünftige Aufklärung sorgen...

Eine bessere Gesetzesgrundlage...

Mögliche Organspender im Kassenausweis sichtbar machen...

Mittlerweile wird in den Krankenhäuser alles genau dokumentiert, um einen Missbrauch zu verhindern, doch dafür braucht es eben eine Korntroll-Kommission, welche es auch kontrolliert...

Also wo liegt das Problem...

@11:40 von buerdi

„Also in Ruhe sterben möchte ich zumindest erstmal mit meinen Organen. Das müssen Sie mir schon zugestehen :)“

Das dürfen Sie und alle Anderen, die gegen eine Organspende sind auch in Zukunft, egal welche Regelung kommen wird. Sie sollen lediglich zu einem Zeitpunkt „nein“ sagen, an dem Sie das noch können, anstatt Ihre Lieben mit der Entscheidung in einer schweren Stunde zu konfrontieren.

@Xylocopa, 12:04

Eine Organspende kann kein Leben retten. Sie verlängert es höchstens

Das Leben führt allgemein zum Tode. Auch das Entfernen einer Kugel aus dem Bauch eines niedergeschossenen Menschen rettet dessen Leben nicht. Es verlängert es höchstens.
Verstehe diesen albernen Einwand nicht.

10:59, Ruja

>>Mit der Zeit kann man die Anforderungen an einen wirksamen Widerspruch dann langsam und an der Öffentlichkeit vorbei so lange erhöhen, bis man genug Organspenden hat, um zumindest die gut bezahlenden Kunden zu bedienen.<<

Das ist in Deutschland ungesetzlich.

>>David Rockefeller hat insgesamt 7 verschiedene Herzen transplantiert bekommen und wurde damit 101.<<

Diese Behauptung wurde von einer Satireseite in die Welt gesetzt. Verschwörungstheoretiker glaubten sie sofort und trugen sie weiter.

„Die Menschen auf den

„Die Menschen auf den Wartelisten sterben nicht, weil sie kein Organ bekommen. Sie sind einfach nur totkrank und sterben an den Folgen dieser Krankheit.“

Das stimmt, das gilt aber für jede medizinische Maßnahme bei jeder ansonsten tödlichen Krankheit. Diabetiker sind auch ihr Leben lang krank, müssen täglich Insulin spritzen (hat Nebenwirkungen) und dennoch bevorzugen Sie es, zu leben.

„Das Warten auf ein Organ bringt viele Einschränkungen mit sich. Man muss immer ereichbar sein, hat regelmäßige Untersuchungen. Ist immer angespannt, wann der Anruf kommt. Das alles zusätzlich zur eigentlichen Erkrankung.
Dann kann bei der OP viel schief gehen und danach muss man sein Leben lang Medikamente nehmen, die sehr starke Nebenwirkungen haben.
Es ist Illusion anzunehmen, dass man durch Organspende gesund wird.“

Das stimmt. Aber was ist die Alternative? Selbstmord statt z.B. Dialyse während der beschwerlichen Wartezeit.

Wem das alles zu viel ist, der wird nicht gezwungen, ein Organ anzunehmen

11:01, SydB

>> Hirntod bedeutet dass man (momentan) keine Hirntätigkeit feststellen kann. Stichwort EEG.<<

Nicht momentan.

Dieser Zustand ist, wenn er eingetreten ist, irreversibel.

Medizinisches Grundwissen, das von niemandem, der vom Fach ist, angezweifelt wird.

11:04, SydB

>>Übrigens, wussten Sie schon
der frühere Formel 1 Rennfahrer und Idol Michael Schumacher ist auch Hirntod und liegt seit Jahren im Koma. Ergo könnte man ihn doch auch........

Mal daran gedacht. Mit Sicherheit eben nicht.<<

Woher wollen Sie wissen, daß Michael Schumacher hirntot ist?

Sie glänzen hier wirklich durch wüsteste Behauptungen.

@ Xylocopa

Sie widersprechen sich ja selbst. Einerseits geht es um Lebensqualität, aber "Leben retten" ist es nicht, da es ja nur verlängert wird? Sprechen Sie doch einfach mal mit ein paar Organempfängern. Dabei werden Sie sehen, die meisten sind sehr glücklich über dieses Geschenk.

Manche potentiellen Spender haben eine Bringschuld

Wenn ein Mensch Jahrzehnte lang von der Gesellschaft alimentiert wird - egal aus welchen Gründen - dann sollte dieser Mensch der Gesellschaft etwas Gutes tun. Etwas, was ihm nicht weh tut - einem potentiellen Organempfänger jedoch das Leben rettet. Das Leben, mit dessem Teil er den potentiellen Spender jahrelang durch seine Steuergelder alimentiert hat.
Diese Überlegung sollte man irgendwie in irgendeine Form der Spendenpflicht einfliessen lassen.

11:05, sere18

>@fatha
"All dies ist in Deutschland ungesetzlich. Und wir reden hier von Deutschland."
Na und?

https://de.wikipedia.org/wiki/Organspendeskandal_in_Deutschland<<

Ja, dankeschön. Sie bestätigen meine Aussage. Es handelt sich nämlich um einen Kriminalfall. Wie Sie wissen, ist Kriminalität in Deutschland ungesetzlich.

Die Definition des Hirntodes....

...stammt aus dem Ende der 60er Jahre.
Der Hirntod wurde damals definiert, um Zugriff auf die Organe von - rein biologisch betrachtet - noch lebenden zu erhalten.

Ein schwerwiegender Schoenheitsfehler des Hirntodes.

Er ist letztendlich Mittel zum Zweck :
Organgewinnung fuer die Transplantationsindustrie.

Der Laie und potentielle Spender (so wie ich) hat dadurch ein erhebliches Misstrauen gegen die Anpreiser des Kriteriums „Hirntod“.

Der Informierte (Ärzte und andere) hingegen haben ein vitales Finanzielles Interesse an einem möglichst grossen Organangebot..

Keine guten Bedingungen fuer eine Entscheidung pro Organentnahme.

Im Zweifelsfalle NEIN.
So meine Meinung.

Im Rahmen der vom Gesundheitslobbyisten Spahn angestrebten Widerspruchslösung zu definieren das der, der nicht aktiv widerspricht, zustimmt, ist in diesem Zusammenhang eine bodenlose Frechheit.

Menschen haben das verdammte Recht, auch in ihrem Tode unangetastet zu bleiben.
Auch wenn sie verpennt haben, zu widersprechen

12:04 von Xylocopa "falscher Ansatz der Politik

>>Nur weil Menschen auf einer Warteliste stehen kann man doch niemand als "Ersatzteillager" verpflichten.<<

//

Dass sehe ich absolut genau so...

Politik sollte höchsten eine Abdichterklärung generell verlangen, dem zuvor eine Ärztliche Aufklärung erfolgt sein muss...

Wäre zudem ein neues Einnahmefeld für Ärzte, die bekommen doch schon für jeden Partientenbesuch eine Grundgebühr, warum dann nicht für eine Organspende-Beratung...

11:49 von Nachfragerin

"Könnten Sie dieses "ganz klar" bitte näher spezifizieren? Haben Sie dieses Wissen einer medizinischen Fachzeitschrift entnommen oder handelt es sich um die Nacherzählungen einer "Hab ich mal gehört"-Geschichte?"

Ja, das kann ich natürlich näher spezifizieren, das würde aber den gegebenen Rahmen sprengen und ist auch nicht Sinn und Zweck dieses Forums.
Ich habe beziehe Wissen z.T. aus eigener Erfahrung, von befreundeten Ärzten, ja, nicht jeder Arzt ist ein Befürworter von Organtransplantationen, und Fachlektüre.

Warum es so "wenige" Organe

Warum es so "wenige" Organe gibt?

Weil das für unser Hirn mittlerweile schwer vorstellbar ist, dass in unserer Wegwerfgesellschaft, etwas nicht zum Überfluss vorhanden ist.

Weil man Organe nicht herstellen kann.

Weil Organspende ein Geschenk ist und Menschen nicht gezwungen werden können, ausgebeint zu werden.

Deshalb.

WIE wäre es denn ... (mal als Hypothese)

... es gäbe mehr Organe als Empfänger?

Man müsste den Überfluss an Organen auf den Müll werfen?

Was würde DAS wohl über unsere Gesellschaft sagen?

Hm?

Ein Horrorszenario aus dem Filmstreifen entstehen ... allerdings keine schönen.

@DemokraSte - Blutspende = Organspende light

12:01 von DemokraSte:
"Abtreibung ist kein Mord."
> Das sehen viele Menschen anders.

"Ihr Vergleich mit der Blutspende und Impfung ist völliger Quatsch."
> Was passiert denn mit dem gespendeten Blut und was mit den gespendeten Organen? Und auch Impfungen dienen der Gesunderhaltung der Gesellschaft.

"Mit dem letzten Teil spielen Sie auf das sog. dritte Reich an. Ja solche Zustände sollten wir alle verhindern. Da sehe ich die aktuelle Organspendediskussion noch nicht."
> Wenn viel Geld im Spiel ist, ist den Menschen leider alles zuzutrauen. Manche Veränderung ist auch so langsam, dass viele sie gar nicht wahrnehmen.

"Ihr Kommentar ist nichts weiter als Hetze."
> Wer andere Kommentare als "Quatsch" und "Hetze" bezeichnet, sollte seine Diskussionskultur überdenken.

Grundsätzlich könnte ich mich aber mit einer Auskunftspflicht anfreunden. "Möchte ich Spender sein: Ja/Nein." Und wer dieser Pflicht nicht nachkommt, wird pauschal als Spender registriert.

12:01 von DemokraSte

Ich finde es ganz schön dreist zu schreiben "4. Ihr Kommentar ist nichts weiter als Hetze", nur weil sie sich mit meinen Argumenten nicht auseinandersetzen möchten: "1.[...]Weiter aufnehmen möchte ich diese Diskussion aber nicht".

Und warum sollte man Organspende nicht mit Impfpflicht und Blutspende vergleichen?
All diese Maßnahmen sollen Leben retten / verlängern und besonders Personen helfen, deren Körper nicht von selbst gesund werden oder sich gegen Viren wehren kann.

Nur weil Sie jetzt keine Lust auf die Diskussion haben? Sie drücken sich vor der Diskussion, aber andere müssen über ihre Sterblichkeit nachdenken?

Es ist Fakt, dass Stammzellen sogar so manche Transplantation überflüssig machen könnten, und umso mehr, je ähnlicher sie dem Erkrankten genetisch sind. Dann passt es und es könnte vielleicht sogar auf zusätzliche Medikamente verzichtet werden. Und ein Fötus hat auch kein funktionierendes Gehirn.

So unterschiedlich bewerten wir das.

11:59 von SydB / @schabernack, 11:34

«So sieht ein klassisches Eigentor aus, Glückwunsch.»

"Ein klassisches Eigentor" ist was völlig anderes.
Um mal im Bild des runden Leders zu bleiben:

Ihre Antwort ist nicht einmal ein über die Tribüne geballerter Elfer. Sondern einer, bei dem der Schütze mit dem Standbein wegrutscht, und mit der Kinnlade böse auf dem Ball aufschlägt …

«Ja genau das ist bei der an geplanten Widerspruchslösung unseres geschätzten Gesundheitsministers Spahn möglich ["das Kommando" rückt bei den Schumachers ein]. Den wer nicht ausdrücklich widerspricht ist potenzieller Organspender und zur Spende bereit.»

Ein Mensch, der selbst nicht mehr zu Äußerungen fähig ist (der Herr Schumacher), wird dadurch nicht zum Organspender. An seine Stelle treten die Angehörigen, die Widerspruch / Zustimmung in seinem Namen erklären müssen. Das wird die Familie Schumacher ganz sicher nicht so tun, dass man dem Michael nun umgehend Organe entnehmen kann.

"Und so mal eben daher" kommt da auch ganz sicher niemand …

Wegwerfgesellschaft

Es gibt eben noch Wirtschaftsgüter (in diesem Fall menschliche Organe)

die NICHT im Überfluss erzeugbar sind.

Dass mit dieser Tatsache einige nicht fertig werden, spricht nicht gerade für sie.

Warum sollte ich spenden, wenn ich keine Organe haben will

Ich komme mir vor wie Nutzvieh, wenn ich die Debatte so ansehe.

Warum muss ich begründen, dass ich keine Organe spenden werde? Ich will selbst keine Organe erhalten. Bitte erzählt mir nicht, dass ich das anders sehe, wenn es so weit kommen sollte. Ich bin Teil des Lebens hier auf der Erde und akzeptiere, dass ich irgendwann sterben muss.

Wir sollten sorgsam mit dem umgehen, was uns gegeben ist.

Wir gehen zu sorglos damit um.

Organhandel

Dass Gesundheitsminister erzwingen wollen per Zwangsabgabe von Organen, den Organhandel zu erhöhen,
trägt sicher dazu bei, dass das ganze ein Geschmäckle bekommt und Menschen, die gewillt sind, zu spenden, es lieber lassen.

@10:54 von Elfe 12: Vielen Dank für Ihren Kommentar

Endlich mal ein Kommentar, der mit Sachverstand geschrieben wurde. Als ich vorhin die Kommentare hier las, musste ich mir mal Luft machen und habe dazu ein paar Zeilen geschrieben, die nur eine kleine Chance hatten veröffentlicht zu werden.

Leider wird ihr Kommentar nichts nützen, denn wer von davon überzeugt ist, bei lebendigem Leibe ausgweidet zu werden wie (um 09:08 von Mirko Schädel) oder dass Organe an den meistbeitenden verkauft werden (09:39 von friedrich peter...), der lässt sich auch von sachlichen Kommentaren aus der Praxis nicht vom Gegenteil überzeugen. Da hat die youtube-University vorher schon ganze Arbeit geleistet.

Jeder hat das Recht, sich nicht entscheiden zu müssen

Unter Motorradfahrern war es in den 80er Jahren nicht unüblich, sich auf den Helm einen Vermerk machen zu lassen, dass man KEIN ORGANSPENDER sei. Warum?
Weil man fürchtete, dass nach einem Unfall man sich mit den Rettungsmaßnahmen Zeit lassen könnte, um eine Organentnahmemöglichkeit zu schaffen.
Das Thema wurde oft medial bearbeitet und schien nicht unbegründet.

Heute soll das anders sein?
Meine Tochter arbeitet in der Klinik und weiß, dass ein Gehirntod nicht unbedingt der schlussendliche Tod bedeutet. Die Organentnahme ist nur möglich, wenn man den Körper warm und am Leben hält.
Es gibt Berichte, die gruseliges beinhalten und die man wohl gern beiseite schieben möchte.

Wer nicht definitiv selbst zustimmt, der darf meiner Meinung nach nicht ausgeweidet werden, weil es Leichenschändung oder sogar den letzten Todesstoß verursacht.

Spahn finde ich in vielen Dingen konsequent, aber hier verletzt er Menschenwürde und Selbstbestimmungsrechte.

Widerspruchslösung.

Ich selbst besitze seit einigen Jahren einen Organspendeausweis für bestimmter Organe, deren Entnahme ich moralisch verantworten kann.

Sollte Spahn sich mit seiner Widerspruchsfrechheit durchsetzen, werde ich jedoch der Entnahme jeglicher Organe widersprechen.

Ich habe dies so ähnlich schon von verschiedenen Seiten gehört.

Es könnte also sein, dass Herr Spahn sich noch wundert.

@ Tada

Ich finde bei Ihnen keinen Ansatzpunkt für eine sinnvolle Diskussion. Organe aus Stammzellen gibt es noch lange nicht. Die Diskussion um Abtreibungen war noch nie eine medizinische sondern stets ideologisch-religiöse und lässt daher keine Vergleiche zu und die Masernimpfung mit einer Organspende zu vergleichen? Es geht Ihnen ganz offensichtlich nicht un eine Sachdiskussion. Das habe ich angemerkt...

@fatha

"Wie Sie wissen, ist Kriminalität in Deutschland ungesetzlich."

Gerne. Und trotzdem haben wir Kriminalität.

Warum ich kein Organspender bin:

Ich kann nur die Entscheidung treffen, ob ich Organspender sein will oder nicht. Ich kann keine Randbedingungen dazu stellen, WEM ich meine Organe nach dem Tode spenden oder nicht spenden möchte. Solange dies nicht möglich ist, verwehre ich mich dem Organspenden - auch wenn es evtl. bedeutet, dass ich mal auf eine Spende angewiesen sein könnte und diese aus demselben Grunde nicht erhalten werde.

12:24 von DerGolem

«Manche potentiellen Spender haben eine Bringschuld.
Wenn ein Mensch Jahrzehnte lang von der Gesellschaft alimentiert wird - egal aus welchen Gründen - dann sollte dieser Mensch der Gesellschaft etwas Gutes tun … Das Leben, mit dessem Teil er den potentiellen Spender jahrelang durch seine Steuergelder alimentiert hat.

Diese Überlegung sollte man irgendwie in irgendeine Form der Spendenpflicht einfliessen lassen.»

Eine ethisch, moralisch, religiös wohl viel zu komplexe und diffizile Fragestellung, als dass man sie "mit einer Bringschuld" der Gesellschaft gegenüber zu verrechnen versuchen sollte …

Jeder sollte versuchen, der Gesellschaft, die gibt, seiner- / ihrerseits wieder zu geben. Wann hätte jemand wodurch in anderer Art gegügend gegeben, als dass die Bringschuld durch eine Organspende "bereits abgegolten wäre" …?

11:08 von SydB

Das, was sie beschreiben sind Reflexe, die mit hirngesteuerten Aktionen nichts zu tun haben. Nehmen Sie den Greifreflex an Füßen, der nicht Gehirngesteuert, bei Säuglingen auslösbar ist und erst später durch das Gehirn überteuert wird. Ist das Gehirn tot, können solche Reflexe wieder beobachtet werden. Gleiches kann bei Querschnittlähmung beobachtet werden. Wenn das Gehirn keine Reaktionen zeigt (durch EEG messbar), kann der Mensch nicht mehr leben!

Veto!

Hiermit widerspreche ich ausdrücklich und vollumfänglich jedweder Entnahme meiner Organe nach meinem Tod!
Und zwar nicht, weil ich etwas dagegen habe, Bedürftigen zu helfen, sondern weil ein CDU Mann, der als "Banklehrling" in keinster Weise qualifiziert ist, über derlei zu entscheiden mit der s.g. "Widerspruchslösung" den Bürgern aufdiktiert, was er gerne will.
Zudem noch niemand genau weiß, wie das denn letztlich genau aussehen soll. Bei einer Vereinigung, wie der CDU ist davon auszugehen, daß die Organspende irgendwann zu einem profitorientierten Geschäft mit "Wettbewerbern" verkommt. Diesbezügliche Fälle gab es ja bereits jetzt schon. Die "Widerspruchlösung" erschafft einen sicheren Markt für Organhandel. Von dessen Mißbrauch ist nach allem, was wir über die Gesetztgebung unter CDU-Ägide wissen, zwingend auszugehen.
Derlei unterstütze ich nicht.

Achtung! Bevor es noch nicht

Achtung!

Bevor es noch nicht die Möglichkeit gab, Organe zu transplantieren, gab es den "Hirntod" noch nicht.

Man hat diese Art von Tod eigens erfunden, um Organentnahmen am lebenden Körper zu rechtfertigen !

@ birdycatdog

Aha. Sie würden also nicht jedem ein Organ geben. Es gibt da Ihrer Ansicht nach also Menschen verschiedener Klassen: die einen haben es verdient, die anderen nicht. Erinnert ziemlich an die Ideologie des "dritten Reiches".

Warum Gibt es so wenig Organspender

Weil es so viele unvernünftige Personen wie Hr. Spahn gibt. Soziales Verhalten kann man nicht erzwingen; es muss wachsen mit einem solidarischen Zeitgeist. Mit den derzeitigen politischen Vorgaben wird ein solches Wachstum noch sehr, sehr lange dauern. Trumpstil bewirkt gar nichts auf Dauer.

12:33 von StöRschall

«Dass Gesundheitsminister erzwingen wollen per Zwangsabgabe von Organen, den Organhandel zu erhöhen, …»

Es ist nicht geplant, eine Organspende wie den Solidaritätszuschlag als Zwangsabgabe von der monatlichen Gehaltsabrechnung, oder anlässlich der ersten Rentenzahlung einzuziehen …

@12:39 von yolo: Hirntod <> Tod

"Meine Tochter arbeitet in der Klinik und weiß, dass ein Gehirntod nicht unbedingt der schlussendliche Tod bedeutet."

Mein ehemalige Chef erlitt mit Mitte 45 einen Herzanfall und als er gefunden wurde, war er schon blau angelaufen. Dem Notarzt gelang es ihn zu reanimieren und er kam auf die Intensistation. Nach 14 Tagen und vielen Untersuchungen erklärten ihn die Ärzte für hirntod und wollten die Maschinen abschalten. Zunächst sprachen Sie mit den Anghörigen über Organspende. Das EEG des Mannes war quasi eine gerade Linie, die Kernspinntomographie zeigte einen schwarzen Fleck wo das Großhirn war.

Als man die Maschinen abschaltete hat der Mann plötzlich wieder geatmet und das Herz schlug.
Er hat dann noch ein gutes halbes Jahr als Wachkomapatient in einem Pflegebett verbrach, bevor er endgültig gestorben ist. Künstlich ernährt, alle 2 bis 3 Stunden gedreht und einmal am Tag wurden alle Gelenke bewegt.
Ich habe ihn währen der Zeit ein paar mal besucht. Gelebt hat da nichts mehr.

RechtfertigungsmehTODE Hirnetod

Bevor es die Möglichkeit zur Organtansplantation gab, gab es auch noch keinen "Hirntod".

"Hirntod" ist eine Rechtfertigungsmethode, und wurde eigens für Organentnahmen am Lebenden erfunden.

Als es die Möglichkeit zur Organtransplantation noch nicht gab, galt der Mensch erst dann als tot, als er tot war.
Und nicht nicht schon, als er noch lebte.

@birdycatdog

Es ist besser kein Leben zu retten als das falsche Leben zu retten oder was wollen Sie hier sagen?

Nötigung

09:08 von Mirko Schädel
Warum gibt es so wenige Organspender?
Ich lasse mich nicht ausweiden um Ärzten glänzende Geschäfte zu ermöglichen.

---

Ich würde es nur tun, um einem anderen Menschen das Leben zu retten.

Aber nicht so.

Und OB ich es tatsächlich tue, entscheide ich, zu dem Zeitpunkt zu dem ICH mich entscheiden will.

Ich möchte mich auch von einem Politiker nicht nötigen lassen.

Spahn nötigt alle Bundesbürger.
Nötigung ist sein Ziel.

Sein Umgang damit grenzt schon ans Kriminelle.

Und mit so einem "Gesundheitsminister" lehne ich Organspende in DER Art kategorisch ab.

@ DemokraSte

Hirntod bedeutet das Gehirn ist vollständig zerstört FALSCH. Vollständig zerstört würde bedeuten nicht mehr vorhanden oder MATSCHE. Hirntot wird an einem "intakten" also eigentlich voll funktionstüchtigem Hirn an Hand von MESSUNGEN festgestellt. Und machen Sie sich einmal kundig und googeln einfach mal nach "Bauchhirn". Hier kennt die Wissenschaft noch gar nicht die Verbindungen. Hirntot ist nicht tot, sondern eine Definition die Organentnahme zu legalisieren.

13:33 von schabernack 12:33

13:33 von schabernack
12:33 von StöRschall
«Dass Gesundheitsminister erzwingen wollen per Zwangsabgabe von Organen, den Organhandel zu erhöhen, …»

Es ist nicht geplant, eine Organspende wie den Solidaritätszuschlag als Zwangsabgabe von der monatlichen Gehaltsabrechnung, oder anlässlich der ersten Rentenzahlung einzuziehen …

---

Mein lieber Schabernack,

genau DAS beabsichtigte Spahn umzusetzen !
Nicht von der Monatlichen Gehaltsabrechnung aber mit Eintritt der Volljährigkeit.

Eine Frage an Alle,...

...die sich hier gegen die Organspende aussprechen. Warum können Sie hier laut „Nein“ sagen aber nicht wenn Sie offiziell gefragt werden?

Ich versuche hier nicht, andere von der Organspende zu überzeugen. Ist schwierig und außerdem hat jeder das Recht dagegen zu sein, auch wenn ich dafür bin.

Aber kein Mensch will eine Spendepflicht, sondern lediglich eine offizielle Entscheidung und nicht nur in Internetforen oder am Stammtisch.

@glasbürger, 13:28

Ganz genau!

Und dass dieser "Bankhändler" die Frage der Unantastbarkeit der menschlichen Würde und, vor allem, des menschlichen Körpers schamlos einer betriebswirtschaftlichen Kosten- und Nutzenanalyse unterzieht, sieht man am Thema Organspende und (noch krasser, weil ohne Widerspruchsmöglichkeit) am Thema Impfpflicht.

Und auch ich warte schon auf den Satz "der Staat ist nicht der bessere Organhändler", um im nächsten Schritt die Privatisierung des Organhandels zu legitimieren. Es muss schließlich Wettbewerb herrschen.

Mit den Werten einer christlichen Partei hat das alles natürlich nichts zu tun.

@StöRschall, 13:35

Bevor es die Möglichkeit zur Organtansplantation gab, gab es auch noch keinen "Hirntod".

Unsinn. Selbstverständlich gab es auch schon vorher einen Zustand, in dem bei einem Menschen die Hirnfunktionen erloschen waren, obwohl der restliche Organismus noch "lebte". Nur hat diese Diagnose niemand gestellt. Was nichts an ihrer Richtigkeit ändert.

@ StöRschall

Wenn man bei einem hirntoten Menschen das Beatmungsgerät ausstellt, dann stirbt er innerhalb von Minuten. Der Unterschied ist lediglich eine durch die technischen Möglichkeiten neu geschaffene Zwischenstufe. Der Mensch lebt nicht mehr ohne diesen Eingriff. Es geht nur um die Frage Tod mit oder ohne die noch intakten Organe. In jedem Fall folgt der Tod. Das ist keine Rechtfertigungsmethodik sondern eine zusätzlich geschaffene Möglichkeit Menschen zu helfen.

@ Käpt’n Schettino

Oh doch, das kann man ganz klar sagen. Nach einem Hirntod kann ein Mensch gar nichts mehr empfinden. Ah, ein Experte der aus ERFAHRUNG spricht, oder worauf begründen Sie ihre Aussage? Ach so man kann es messen? Vielleicht kommt man in 50 Jahren zu ganz andere Messergebnisse als heute, weil die Methoden noch feiner und genauer sind. Wissenschaft von Heute, ist der Irrtum von Morgen. Und die "Wohltäter" der Menschheit von heute sind dann vielleicht die "Schlächter" von Morgen.

@drbashir, 13:45

"Aber kein Mensch will eine Spendepflicht, sondern lediglich eine offizielle Entscheidung und nicht nur in Internetforen oder am Stammtisch."

Kein Mensch hat etwas gegen eine offizielle Entscheidung, also die schriftliche Befragung aller Bürger.

Aber dass Herr Spahn bei denen, die den Brief nicht abschicken, automatisch davon ausgeht, dass sie spenden wollen, ist eine Frechheit sondergleichen.

Ich lese hier ständig von Transpl.INDUSTRIE u. OrganHANDEL

Ich glaube, manche verwechseln die Notwendigkeit und v.a. die mediz.Möglichkeit von Organtransplantationen mit Zuständen auf einem orientalischen Basar.

Wenn Menschen Organe erhalten, dann kommen diese nicht von einer Mafia oder über Ebay oder von Händlern. Wenn jemand künstliche Gliedmaßen benötigt, dann kommen die auch nicht von der "Gliedmaßen-Industrie" oder vom "Schienbein-Handel".

Der Medizin u. angeschlossenen Organisationen Schiebereien mit Nieren und Lungen vorzuwerfen ist einfach nur ekelerregend.

12:59 von birdycatdog

«Ich kann nur die Entscheidung treffen, ob ich Organspender sein will oder nicht. Ich kann keine Randbedingungen dazu stellen, WEM ich meine Organe nach dem Tode spenden oder nicht spenden möchte.»

So es keine "Lebendspende" ist (z.B. eine Ihrer gesunden Nieren, die zu einem Empfänger in der Verwandtschaft passt - so wie z.B. Frank-Walter Steinmeier an seine Ehefrau).

Da kennen Sie die potentiellen Empfänger so wie so nicht.
Sie können "als Nebenbedingung" natürlich eine Liste machen.
Mit … der und die soll haben …
Oder eine mit … die und der auf gar keinen Fall …

Wer braucht denn überhaupt was?
"Viel Vergnügen" bei der persönlichen Recherche.
Langweilig wird Ihnen für Jahre nicht …

Machen dann … Milionen potentielle Organspender so. Kann man dann evtl. herausfinden, wer der / die Unbeliebteste im ganzen Land ist. Hier vor Ort … und auch dort hinter den 7 Bergen.

Wesentlich mehr Nutzen hätten Nebebedingungen und:
"Der / die aber nicht" - Listen keinen …

Angebliche Bereicherung der Ärzte / Pharma-Mafia

Hier behaupten ja einige, dass sich die Ärzte an den Organspenden bereichern wollen.

Bei einem Dialyse Patienten fallen pro Jahr Kosten von ca. 40000 Euro an. Eine Transplantation kosten 18.000 Euro und ist damit wesentlich günstiger.

Gleiches gilt ja auch für Impfungen. Da kostet die Impfung auch nur einen Bruchteil einer sonst ggf. notwendigen Behandlung.

12:25, Autochon

>>Die Definition des Hirntodes....
...stammt aus dem Ende der 60er Jahre.
Der Hirntod wurde damals definiert, um Zugriff auf die Organe von - rein biologisch betrachtet - noch lebenden zu erhalten.

Ein schwerwiegender Schoenheitsfehler des Hirntodes.

Er ist letztendlich Mittel zum Zweck :
Organgewinnung fuer die Transplantationsindustrie.<<

Die besten Lügen sind die, die viel Wahrheit enthalten.

Der Hirntod ist dann eingetreten, wenn das EEG eine gerade Linie zeigt, also die Hirntätigkeit zum Erliegen gekommen ist. Dieser Zustand ist nicht reversibel, wie Ihnen jeder, wirklich jeder Neurologe bestätigen wird.

Daß die Hirntoddefinition aus Gewinn- und Verwertungsinteresse eingeführt wurde, stimmt nicht, aber natürlich braucht man, wenn man Organe zur Transplantation entnehmen möchte, eine wissenschaftlich eindeutige Todesdefinition.

Wer sich abseits Ihrer Faktenverbiegung mit dem Thema beschäftigen möchte, dem sei der Wikipediaartikel als Einstieg empfohlen.

spanien ist katholisch, hier

spanien ist katholisch, hier muss man der organentnahme vorher widersprechen. die versorgung mit organen für patienten funktioniert viel besser als in deutschland. und wer mit religion argumentiert: die eigene unversehrtheit ist höher zu bewerten, als nach dem tod einigen menschen zum weiterleben zu verhelfen... wirklich ??

@DerGolem: Bringschuld???

"Manche potentiellen Spender haben eine Bringschuld" Am 01. Juni 2019 um 12:24 von DerGolem

Haben Sie Ihre Bringschuld erledigt?

Ich habe 3 Kinder geboren. Ich habe 3 Menschen unter anderem ihre 6 Nieren und 3 Herzen geschenkt.

Ich würde es trotzdem nicht als "Bringschuld" bezeichnen, dass ich so viele Organe in meinem Uterus "nachgezüchtet" habe, sondern als meine Entscheidung und ich würde keinen anderen Menschen dazu auch nur überreden wollen, denn es ist und bleibt alleine seine Entscheidung.
Und ich muss ihn NICHT 4x pro Jahr damit zutexten.

PS. "Manche potentiellen Spender haben eine Bringschuld" hört sich für mich nach China an, wo alle zum Tode Verurteilten automatisch Spender sind. Nach den Reportagen habe ich den Verdacht,cdass man sie sogar so lange am Leben lässt, bis die Organe gebraucht werden, d.h. der Todeszeitpunkt ist den Verurteilten noch bekannt und kommt eher überraschend. Aber so wurde das in den Reportagen nie gesagt.

12:32, xeniosson

>>Warum muss ich begründen, dass ich keine Organe spenden werde?<<

Niemand verlangt das von Ihnen, und es wird auch niemand von Ihnen verlangen. Nichts in dieser Richtung ist auch nur ansatzweise geplant.

13:43 von StöRschall

«Mein lieber Schabernack,
genau DAS beabsichtigte Spahn umzusetzen !
Nicht von der Monatlichen Gehaltsabrechnung aber mit Eintritt der Volljährigkeit.»

Man kann über die von Herrn Spahn favourisierte Gesetzgebung sicher verschiedener Meinung sein.

Aber das beabsichtigt Spahn nicht.
Jeder Volljährige kann widersprechen, als Organspender registriert zu sein.

Beim Solidaritätszuschlag geht das nicht …!

@ DemokraSte

"@ Tada Ich finde bei Ihnen keinen Ansatzpunkt für eine sinnvolle Diskussion. Organe aus Stammzellen gibt es noch lange nicht."Am 01. Juni 2019 um 12:56 von DemokraSte

Es braucht auch nicht immer ein ganzes Organ, sondern einige Zellen, die eine bestimmte Aufgabe übernehmen und einen fehlenden Stoff (z B. Insulin oder Serotonin) herstellen.

Das Wissen kann man nicht von jedem verlangen. Ich habe als Biologin Humangenetik als Nebenfach gehabt, mein Wissen dazu ist aber auch schon 20 Jahre alt. Es gab bestimmt weitere Entwicklungen, nur in Deutschland ist die Forschung auf dem Gebiet aus ethischen Gründen stark eingeschränkt.

12:33, StöRschall

>>Dass Gesundheitsminister erzwingen wollen per Zwangsabgabe von Organen, den Organhandel zu erhöhen,
trägt sicher dazu bei, dass das ganze ein Geschmäckle bekommt und Menschen, die gewillt sind, zu spenden, es lieber lassen.<<

Niemand redet von Zwangsabgabe von Organen, und vom Organhandel auch nicht.

@ boesermann

"spanien ist katholisch, hier muss man der organentnahme vorher widersprechen" Am 01. Juni 2019 um 13:56 von boesermann

Ja, aber in Spanien reicht es aus, wenn man irgendjemanden Mal gesagt hat, man möchte das nicht. Deshalb wird immer mit den Angehörigen geredet und die diese geben dann die Auskunft über ja oder nein.

@ Klabautermann 08

Hirntod bedeutet eben genau das: "Matsche" wie Sie es nennen. Keine Funktion. In aller Regel auch per Bildgebung sichtbar gemacht eine zerstörte Masse. Nichts mehr intakt. Alles andere sind Verschwörungstheorien.

Spahn fordert immer nur!

Es heißt immer noch Organ Spende! und spenden geschied freiwillig. Zu allem anderen müsste wohl unser Grundgesetz geändert werden.
Im übrigen ist die Berliner Politik sehr inkonsequent: Werbung für das Rauchen erlaubt. Alkohol viel zu billig. Medikamenten Missbrauch geduldet. Frei Fahrt für freie Bürger. Die Verhältnismäßigkeit stimmt schon lange nicht mehr. Oder ist es nicht so: wenn es viel Geld zu verdienen gibt, wird für die Konzerne Politik dafür gemacht.
Aber wenn sinnvolle Verbote und Einschränkungen das Leben und die Gesundheit der Bürger verbessert werden könnte, dann passiert nichts: kostet ja vielleicht Arbeitsplätze und Gewinne der Konzerne?

Ich wiederhole, Menschen, die bereit sind

Organe zu spenden, sollten dies auf der Krankenversicherungskarte vermerken lassen und nur diese sollten, im Falle des Falles auch Organe erhalten!! Das ist die fairste Methode. Menschen die ein Organ benötigen und die Einwilligung nicht gegeben haben, sollen, egal wie es für sie steht, auf der Spenderliste an den Schuß gesetzt werden. Diese Regel sollte ab der Volljährigkeit beginnen. Dann können Sie sich dann gerne mit Ihrem kompletten Körper begraben lassen! Das ist, in meinen Augen, mehr als gerecht und dann benötigt man Spahns Regelung auch nicht!

Das System

der Bundesrepublik Deutschland und seine passige Gesundheitsindustrie sind auf Ausbeutung und Profit orientiert. Unkotrollierbare Selbstbedienungssysteme. Mir fehlt jegliches Vertrauen in unser System. Deshalb werde ich hier nie Organspender, außer direkt für Leute, die ich benannt habe. Dem Kapitalismus wohnt Kriminalität, Gier und Unmoral inne. Das erfahren wir täglich und lassen es über uns ergehen. Folge: kein Vertrauen in nix. Ursache: tägliches Erleben.

>>"Alle volljährigen Bürger

>>"Alle volljährigen Bürger gelten als potenzielle Organspender. Sie werden dreimal angeschrieben und auf diese Rechtsänderung hingewiesen. Und sie können jederzeit widersprechen", schreibt Spahn...<<

Nein, Herr Spahn, so geht das nicht!
Sie haben nicht über den Körper der Menschen zu bestimmen!

Es muss- wie es früher war- auf Freiwilligkeit basieren, d.h. jeder Mensch entscheidet sich, ob er O-Spender werden möchte oder nicht.

Es ist völlig unerheblich, ob derjenige 3x angeschrieben wird oder nicht.

Keiner sollte gezwungen werden, Widerspruch einzulegen!

PS. Übrigens, ich habe mich vor vielen Jahren aus freien Stücken entschieden und einen Organspenderpass beantragt!

Herr Spahn, sollte die Regelung geändert werden - jeder Mensch gilt automatisch als Spender, wenn er kein Widerspruch einlegt- werde ich echt überlegen, ob ich meinen Organspenderausweis zerreiße und Widerspruch einlege!

Ich bestimme über meinen Körper!

Und das sollte für jeden anderen Menschen gelten!

Lebendspende mit zwangsläufigem Tod

Ich schließe mich hier vielen an, denn man kann es nicht oft genug wiederholen: Der sog. "Hirntod" ist nicht der Tod. Organe von Toten sind nicht zu gebrauchen. Ich spende gerne einiges lebend, wenn ich weiterleben kann: Blut, Thrombozyten spende ich schon ausgiebig! Als Knochenmarkspender bin ich registriert, eine Leberspende käme für mich evtl. auch infrage. Alles andere könnt ich NACH meinem Tod haben. Nach meinem Tod will es nur keiner mehr.

Indem man Organe nur bei Menschen

implantiert, die ihre Einwilligung zur Spende nachgewiesen haben, ausgenommen Minderjährige, verhindert man, automatisch, den Missbrauch! Diese Einwilligung muss bei den Kassen vorgelegen haben, bevor der Patient ein Organ benötigt. Wenn nicht, ab auf das Ende der Warteliste!!!

@Tada 13.57h und @schabernack 12.59h - Bringschuld

Wenn ich von Bringschuld schreibe, dann meine ich keine einklagbare oder gesetzlich zu regelnde Kompensation.

Ich meine eine moralische Schuld. Diese könnte man durch Aufklärung und Überzeugung dahingehend steuern, dass bei diesen Menschen die Bereitschaft zur Spende steigt.

Wobei Aufklärung u. Überzeugung auch bei allen anderen Unentschlossenen hilfreich sein kann.....

P.S.: das mit den 6 Nieren u. 3 Herzen kann ich auch nachweisen.....:) Geht aber eher am Thema vorbei.

13:35, StöRschall

>>RechtfertigungsmehTODE Hirnetod
Bevor es die Möglichkeit zur Organtansplantation gab, gab es auch noch keinen "Hirntod".

"Hirntod" ist eine Rechtfertigungsmethode, und wurde eigens für Organentnahmen am Lebenden erfunden.

Als es die Möglichkeit zur Organtransplantation noch nicht gab, galt der Mensch erst dann als tot, als er tot war.
Und nicht nicht schon, als er noch lebte.<<

Dann würde mich mal interessieren, wie Du "Tod" definierst.

Woran erkennt man denn, daß jemand tot ist?

@ Tada

Ok. Da haben Sie Recht. Die Forschung dazu ist schwierig, könnte langfristig aber das Problem des Organbedarfa lösen. Aber noch lange nicht. Es ist doch keine Alternative zu einer Ausweitung der Verfügbarkeit von Organen jetzt und in absehbarer Zukunft. Damit trägt dieser Punkt zur aktuellen Diskussion eben auch nichts bei...

Die Sache ist einfach

Wer Spenden möchte, der soll dies kundtun. Wer eben dies nicht möchte, dessen Willen und Meinung ist zu akzeptieren.

Sterben in Würde

Mein Großvater durfte vor Kurzem in Würde sterben. Er bekam lediglich Schmerzmittel, ansonsten durfte er im Bett innerhalb von 2 Tagen einfach in Ruhe sterben, während sich die Familie verabschieden konnte und ihm Trost gespendet hat. Das war ein Geschenk, eine Organspende hätte ihm diese Würde genommen.

@ Weltmensch

Bewegende Schilderung. Aber von einer Pflicht Organe anzunehmen um länger zu leben hat wirklich niemand hier oder anderswo gesprochen. Am Thema vorbei.

@ morgentau19 14.14h - calme se!

............Nein, Herr Spahn, so geht das nicht!
Sie haben nicht über den Körper der Menschen zu bestimmen! ................

Herr Spahn will keineswegs über Körper bestimmen. Er will die Eigentümer der Körper lediglich zwingen, sich bezüglich einer Organspende zu positionieren. Und zwar so, wie es in anderen Ländern bereits Usus ist.

Im dt. Handelsrecht gibt es übrigens eine Bestimmung, die unter gewissen Umständen so definiert ist, dass Schweigen als Zustimmung gilt. Ich denke, was im Handelsrecht rechtens ist sollte auch bei der Organspende möglich sein. Wie gesagt - es wird niemand gezwungen, seinen Schniedelwutz oder andere edle Teile zu opfern.

Ist es so schwierig für Sie sich für oder gegen etwas zu artikulieren? Und das noch mit Widerrufsrecht.

@ Weltmensch

Das war ein Geschenk, eine Organspende hätte ihm diese Würde genommen.

Keine Sorge, Menschen im Alter Ihres Großvaters kommen aus medizinischen Gründen nicht in Frage. Eine Organentnahme macht außerdem nur Sinn, wenn der Hirntod eingetreten ist. Die Würde wird einem Spender aber nicht genommen.

14:17 von DerGolem

«Wenn ich von Bringschuld schreibe, dann meine ich keine einklagbare oder gesetzlich zu regelnde Kompensation.

Ich meine eine moralische Schuld. Diese könnte man durch Aufklärung und Überzeugung dahingehend steuern, dass bei diesen Menschen die Bereitschaft zur Spende steigt.»

Immer ein guter Ansatz, durch sachgerechte Information + Auklärung von Zusammehängen Verständnis zu fördern, und Bereitschaft zu stärken.

Man kann ja auch hier lesen, wie diffus / unzureichend das Verständnis dessen ist, was mit dem geplanten Gesetz erreicht werden soll …

Ab wann ist die Verwertung von Menschen legitim?

Es wird zunehmend in Frage gestellt, dass beim sog. "Hirntod" der Sterbeprozess beendet ist.
Und in einigen spirituellen Systemen, z.B. im Buddhismus, wird empfohlen, den sterbenden Menschen bis zu 3 Tagen nach seinem Tod nicht zu berühren, da in dieser Zeit wichtige feinstoffliche Prozesse stattfinden, die für die weitere spirituelle Entwicklung von Bedeutung sind. Und jeder, der einmal einen sterbenden Menschen begleitet hat, kann etwas von dieser Bedeutung spüren.
Auch wenn das nicht in das derzeitige materialistische Weltbild unserer Lobby-gesteuerten Politiker passt, sollte diese Einstellung zumindest respektiert werden.
Ich meine, es gibt es da eine Grenze in der Verwertung von Menschen und Tieren. Und die fängt - für mich - auch schon bei Tieren an. Deshalb sind für mich auch Tiere z.B. keine Nahrungsmittel.

@ SydB

Man kann es so offen gestalten, dann sollten aber auch nur Menschen als Empfänger in Frage kommen, die sich zuvor bereit erklärt haben. Auch nicht diejenigen, die keine Stellung bezogen haben. Zur Freiheit gehört auch Verantwortung.

13:48 von

13:48 von frosthorn
@StöRschall, 13:35
Bevor es die Möglichkeit zur Organtansplantation gab, gab es auch noch keinen "Hirntod".

Unsinn. Selbstverständlich gab es auch schon vorher einen Zustand, in dem bei einem Menschen die Hirnfunktionen erloschen waren, obwohl der restliche Organismus noch "lebte".

---

Wie Sie selbst in Anführungsstrichen sagen:

"lebte"

Dieser Zustand des "lebens" wurde vor der Möglichkeit zu transplantieren nicht als "tot" definiert.

Tot war tot, wer tot war.

Mit der Möglichkeit zu transplantieren wurde nun auch für tot erklärt, der noch lebt.

Es geht um die Definition "tot". Und wer für "tot" erklärt wird.

Und die Diagnose "Hirntot" wurde ERFUNDEN, UM dem Lebenden Organe zu entnehmen und ihn ins Jenseits zu befördern.

Das ist kein Unsinn. Das ist Medizingeschichte.
Deshalb halten Medizinhistoriker diesen Umgang für ethisch sehr fragwürdig.

13:55 von GeMe

"Bei einem Dialyse Patienten fallen pro Jahr Kosten von ca. 40000 Euro an. Eine Transplantation kosten 18.000 Euro und ist damit wesentlich günstiger."

Acha, welche Discount Klinik macht eine Nierentrans für 18.000 EUR?

Was Sie leider vergessen, der Transplationspatient ist und bleibt sein ganzes weitere Leben ein schwer kranker Mensch.

Wenn Sie schon eine Kostengegenüberstellung machen, dieser muss, wenn keine Komplikationen auftreten, alle 3 Monate zur Nachbehandlung und nimmt den Rest seines Lebens Medikamente für etwa 1.000 EUR per Monat ein.
Da sieht die Kostenrechnung schnell ganz anders aus.

13:48 von DemokraSte @

13:48 von DemokraSte
@ StöRschall
Wenn man bei einem hirntoten Menschen das Beatmungsgerät ausstellt, dann stirbt er innerhalb von Minuten. Der Unterschied ist lediglich eine durch die technischen Möglichkeiten neu geschaffene Zwischenstufe.

---

Klar, wenn er beatmet werden muss ...

Beatmung wurde eingesetzt, um Menschen, die potenzielle Organspender sind, künstilch am Leben zu erhalten.
Weil man mit ihnen tot nichts mehr anfangen kann.

Würde man die Beatmung beenden, würde man einen potenziellen Organspender verlieren.

Es ist eine Lebenserhaltungsmaßnahme, um sich Organspender auf Reserve zu halten.

@08:32 von Nackigschlaefer

Wer meint sich bei lebendigem Leib und toten Gehirn ausschlachten zu wollen, möge dies schriftlich festhalten!

Man kann sich auch bei lebendigem Leib und bei völliger Klarheit "ausschlachten" lassen. BP Steinmeier hat für seine nierenkranke Frau eine Niere gespendet. Es gibt auch Blutspende oder Stammzellenspende für Leukämiekranke.

Am 01. Juni 2019 um 10:21 von fathaland slim

>> Ich kenne einige Menschen, die mit Spenderorganen leben. Das sind keine Funktionäre, und die haben sich ihr Organ nicht mit viel Geld erkauft. Einer von ihnen lebt seit 2004 mit neuer Leber. Er hatte Leberkrebs, die Ärzte gaben ihm damals noch acht Monate. <<

Das ist ein sehr starkes Argument.

Ich habe als Teenager meiner Mutter geholfen, den krebskranken Vater bis zu seinem Tod zu Hause zu pflegen. Viele Jahre später pflegte ich meine Mutter bis zu ihrem Tod. Der Vater einer guten Freundin starb an Leberkrebs. Der Tod ist für mich immer noch ganz schrecklich. Was würde ich dafür geben, wenn meine Eltern noch ein wenig mehr Zeit zum Leben hätten bekommen können. Ja, was würde ich geben? Ein Organ, wenn es denn helfen würde einen vorzeitigen Tod zu verhindern?

Meine Eltern brauchten kein Organ, mein Beispiel hinkt. Aber was für eine wunderbare Sache für denjenigen, dem das helfen kann weiter zu leben! Das steht über den Sorgen vor Missbrauch und kriminellen Machenschaften.

13:55 von GeMe

Laut Krankenkassenangaben kostet zum Beispiel eine Nierentransplantation im Durchschnitt zwischen 50.000 und 65.000 Euro. Die anschließende Nachsorge liegt bei zirka 6.000 bis 12.500 Euro pro Jahr.
Dazu addiert sich dann noch das Medikamentpaket zu etwa 1000 Euro pro Monat.

@ Weltmensch

Lebendspende mit zwangsläufigem Tod Ich schließe mich hier vielen an, denn man kann es nicht oft genug wiederholen: Der sog. "Hirntod" ist nicht der Tod.

Wenn der Hirntod von zwei unabhängigen Ärzten festgestellt wurde, werden die Maschinen abgeschaltet. Dabei stellt man den Hinterbliebenen die Frage, ob die Organe entnommen werden dürfen oder nicht. Weiterleben kann der hirntote Patient definitiv nicht. Wenn der Organspende widersprochen wird, werden sie im Körper gelassen.

Oh - wie recht Sie haben

Da gibt es nicht viel hinzu zu fügen!

14:44, StöRschall

>>Es geht um die Definition "tot". Und wer für "tot" erklärt wird.

Und die Diagnose "Hirntot" wurde ERFUNDEN, UM dem Lebenden Organe zu entnehmen und ihn ins Jenseits zu befördern.

Das ist kein Unsinn. Das ist Medizingeschichte.<<

Doch. das ist großer Unsinn. Der Hirntod wurde nicht erfunden, der wurde entdeckt. Und zwar, als man begann, zu verstehen, wie Nervenzellen funktionieren.

Ein hirntoter Mensch stellt Herzschlag und Atmung ein, wenn man die Geräte, an denen er hängt, abschaltet. Früher konnte man den Hirntod nicht vom "restlichen" Tod trennen. Das geht erst, seit es Geräte gibt, mit denen man bei einem toten Menschen die Körperfunktionen aufrechterhalten kann.

Noch mal meine Frage:

Wie würdest Du denn "tot" definieren?

14:50 von Jaro Fath Am 01.

14:50 von Jaro Fath
Am 01. Juni 2019 um 10:21 von fathaland slim
>> Ich kenne einige Menschen, die mit Spenderorganen leben. Das sind keine Funktionäre, und die haben sich ihr Organ nicht mit viel Geld erkauft. Einer von ihnen lebt seit 2004 mit neuer Leber. Er hatte Leberkrebs, die Ärzte gaben ihm damals noch acht Monate. <<

Das ist ein sehr starkes Argument.

Meine Eltern brauchten kein Organ, mein Beispiel hinkt. Aber was für eine wunderbare Sache für denjenigen, dem das helfen kann weiter zu leben! Das steht über
den Sorgen vor Missbrauch und kriminellen Machenschaften.

---

Gesamtgesellschaftliche Auswirkungen und Entwicklungen stehen vor individuellen Interessen!

Für mich selbst vor meinen Interessen.

14:50 von KeinedemokratieBRD

«Oh - wie recht Sie haben
Da gibt es nicht viel hinzu zu fügen!»

Wer ist es denn, der / die so Recht hat, dass dem nicht viel hinzuzufügen ist …?

14:17 von fathaland

14:17 von fathaland slim
13:35, StöRschall
>>RechtfertigungsmehTODE Hirnetod
Bevor es die Möglichkeit zur Organtansplantation gab, gab es auch noch keinen "Hirntod".

"Hirntod" ist eine Rechtfertigungsmethode, und wurde eigens für Organentnahmen am Lebenden erfunden.

Als es die Möglichkeit zur Organtransplantation noch nicht gab, galt der Mensch erst dann als tot, als er tot war.
Und nicht nicht schon, als er noch lebte.<<

Dann würde mich mal interessieren, wie Du "Tod" definierst.

Woran erkennt man denn, daß jemand tot ist?

---

VOR der Möglichkeit zu transplantieren, war tot, wenn Blut nicht mehr zirkuliert, die Zellen nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden und darurch der Verfall beginnt.

AB DEM Zeitpunkt setzt der Tod ein ...

falls die Person nicht wiederbelebt wird oder werden kann.

AB DIESEM Zeitpunkt beginnt der Verfall.

Das ist Tod - Verfall/Zelluntergang des gesamten Systems.

@fatha

Der Tod wurde "vorgezogen", damit Organe am Lebenden für Transplantationszwecke entnommen werden konnten, ohne dass sich der Transplantationschirunrg dafür strafbar macht.

Dass man dieses Verhalten nicht nur in Frage stellen darf sondern auch in Frage stellen muss, halte ich für dringend notwendig!

Denn wie wir mit dem Heidelberger Skandal nun endgültig erfahen mussten, tritt die Medizin nicht mehr nur selbstlos für die Schwachen ein.

In der Medizin und Forschung ist zum Teil schon ein Hang zum Extremistischen zu verorten.

Medizin- und Wissenschaftsextremismus, wendet sich letztlich gegen den Menschen ... dafür dem Profit zu.

@ StöRschall

Ihre Sicht zeigt, dass Sie die Praxis nicht kennen. Man versucht die Menschen zu retten. Dabei benutzt man Intensivmedizin. Dann stellt man fest, dass keine Hirnfunktion mehr da ist. Die Beatmung wird niemals eingesetzt bei bereits diagnostizierten Hirntod. Wie soll das funktionieren? Der Hirntod ist immer eine Erkenntnis die im Rahmen einer längeren Intensivbehandlung erst kommt. Die Intensivbehandlung wird nicht erst eingesetzt zum Zwecke der Organspende. Sie wird einfach nur ein wenig später beendet.

Organspende Skandal 2017

Leiden denn alle an Demenz? Solange ist es doch gar nicht her, dass in Göttingen der Organspende Skandal aufdeckt wurde. Nun wundert man sich über die Zurückhaltung? Meine Organe gehören mir und nur ich werde darüber verfügen. Ende der Durchsage Herr Spahn!!!

Ich denke, wenn man bei Organspender Missbrauch

betreibt, sollte dies mit lebenslanger Haft bestraft werden. Die Kontrolle hat sich in den letzten Jahren jedoch sehr verbessert, sodas solche Fälle eher selten sind. Genau darum bin ich für eine sehr harte Bestrafung, denn jetzt benötigt man eine sehr hohe kriminelle Energie, um zu betrügen!

14:17 von fat

Wieder mal falsch Herr fat

Beim Begriff des Hirntods handelt es sich um eine Todesdefinition, die 1968 im Zusammenhang mit der sich entwickelnden Intensiv- und Transplantationsmedizin eingeführt wurde.
Am 10. Mai 1966 stellte die Kommission der französischen „Académie Nationale de Médicine“ das Ergebnis ihrer Arbeit vor: Der angebliche irreversible Funktionsverlust des Gehirns wurde als neues Todeskriterium eingeführt.

Im April 1968 stellte die Kommission der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie das Ergebnis ihrer Arbeit unter dem Titel „Todeszeichen und Todeszeitbestimmung“ vor. Nach der französischen medizinischen Akademie bejaht auch die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie das Hirntodkonzept. Menschen mit irreversiblem Funktionsverlust des Gehirns werden als Tote angesehen.[

Ein Individuum hat

Ein Individuum hat langfristig betachtet keinen Gewinn vom Verlust ethischer Gefühle und Bedürfnisse.

Auch wenn kurzfristig das Bedürfnis nach Leben gestillt wird.

Was nutzt das am Ende, wenn dafür die Lebensbedingungen für alle bedeuten schlechter bis bedrohlich werden.

Das ist kein gesamtgesellschaftlicher Nutzen.

Im Gegenteil.
Es entsteht gesamtgesellschaftlich ein großer Schaden.

Nochmal:

Hier wird Leben gegen Tod ausgespielt.

15:05 von StöRschall

Tod ist ein Mensch dann, wenn keine Gehirntätigkeit feststellbar ist. Wenn sie angeln und den erschlagen und ausgenommen Fisch in der Pfanne braten, können sie unter Umständen feststellen, dass die Muskulatur auf die Hitze mit Kontraktion reagiert. Nun zweifelt jedoch niemand, dass der Fisch tot ist! Warum also zweifeln sie beim Menschen?

Der Mensch nicht als menschliches Wesen,

sondern als ERsatzteilspender.
Wer bekommt welche menschlichen Ersatzteile - der am meisten zahlt, der die besten Kontakte hat, um oben auf der LIste zu stehen?
Solange das nicht geklärt ist, NEIN zur unkontrollierten Organentnahme. Denn eine Spende ist freiwillig - Spahn will die Bürger nur noch als wandelnde ERsatzteilorgane sehen.
Deshalb auch NEIN zur CDU.

@Wie würdest Du denn "tot" definieren? 14:53fs zu 14:44

Ich darf mal einspringen.
Zunächst den erstbesten gefundenen Link:
kurz: https://is.gd/4OUCVu

Hab dies nur überflogen und gebe zu bedenken,
dass erst kürzlich eine Frau aus Bad Aibling nach 27 Jahren Koma wieder aufgewacht ist.

Das war zwar ein Wachkoma,
aber trotzdem zeigt dies die Problematik der Hirntodbestimmung.

@14:48 von SydB Kosten einer Nierentransplantation

Die 180000 Euro werden auf einer Webseite für Nierenerkrankunen "www.die-nephrologen.de" genannt. Ich habe aber weiter gesucht und eine Klinik schreibt von bis zu 50.000 Euro für diese OP.

Die Kosten der Nachsorge werden mit 6 - 12000 Euro pro jahr angegeben.
Zwei Jahre Dialyse kosten ca. 80.0000 Euro. Eine Transplantation und ein Jahre Nachsorge kosten 62.000 Euro.

Mal abgesehen davon, dass die Lebensqualität des Patienten nach einer Transplantation wesentlich besser ist als mit Dialyse, sparen die Krankenkassen, also wir alle, viel Geld durch eine Transplantation.

Ich sag ja nix gegen

Ich sag ja nix gegen Organspende an sich.

Das ist eine gute Sache.

Zumindest für den Empfänger.

Der Spender wurde ja schon lebend für tot erklärt.

Aber es ist ein Ding der absoluten Unmöglichkeit, weil Nötigung, was Spahn im Umgang mit dem Thema ansinnt.

Das geht gar nicht.

15:14, StöRschall

>>@fatha
Der Tod wurde "vorgezogen", damit Organe am Lebenden für Transplantationszwecke entnommen werden konnten, ohne dass sich der Transplantationschirunrg dafür strafbar macht.<<

Nein.

Der Tod wurde durch die Gerätemedizin nach hinten verlegt. Das heißt, die Körperfunktionen können jetzt aufrechterhalten werden, wenn das Gehirn seine Arbeit bereits unwiederbringlich eingestellt hat. Wenn man die Geräte abstellt, dann hören auch die Körperfunktionen auf.

>>Dass man dieses Verhalten nicht nur in Frage stellen darf sondern auch in Frage stellen muss, halte ich für dringend notwendig!

Denn wie wir mit dem Heidelberger Skandal nun endgültig erfahren mussten, tritt die Medizin nicht mehr nur selbstlos für die Schwachen ein.<<

Wer glaubt, daß bestimmte Menschen aufgrund Ihres Berufs oder ihres Amtes Heilige sind, versteht die Menschen nicht.

Diese Diskussion zeigt das Hauptproblem eindrucksvoll auf:

Es fehlt an Aufklärung. Kaum jemand hier weiß überhaupt was Hirntod bedeutet, wie es zu der Situation der Diagnose überhaupt kommt und welche Fragen sich an diesem Punkt dann überhaupt stellen. Trotzdem haben alle eine Meinung, was ich auch nachvollziehen kann - es geht ja um eines jeden Organe.

Wad ich nicht nachvollziehen kann ist die Vehemenz der Argumantation bei gleichzeitiger Unwissenheit. Wie kann man eine so klare Meinung haben zu etwas, wovon man nichts versteht?

Tod heißt Verfall. Untergang

Tod heißt Verfall.

Untergang des gesamten Systems durch Kreislaufstillstand.

Verfall ein Merkmal des Todes.

Und zwar Verfall des gesamten Systems, und nicht nur eines Teils.

Man würde einem Beinamputierten wohl auch eher weniger unterstellen, tot zu sein.

Der Verfall tritt UNAUFHALTSAM (das ist auch so ein Merkmal) mit dem Tod ein.

Und nicht schon vorher.

14:32 von DerGolem

>>Herr Spahn will keineswegs über Körper bestimmen. Er will die Eigentümer der Körper lediglich zwingen, sich bezüglich einer Organspende zu positionieren. Und zwar so, wie es in anderen Ländern bereits Usus ist.<<

Im ersten Satz sagen sie, dass Herr S. keineswegs über meinen Körper bestimmen will, während sie im zweiten Satz genau den Zwang erwähnen.

Herr Spahn übt (indirekt) Zwang aus!

Entweder ich widerspreche o. meine Organe werden nach meinem Tod "verwertet".

Die ursprüngl. Regelung sollte weiterhin Bestand haben.

Wer seine Organe nach dem Tod zur Verfügung stellen möchte, holt sich einen Organspendeausweis.

Wer das nicht will, holt sich keinen Ausweis, d. h. er will nicht spenden!

Ganz einfach ...und ohne Zwang

Fertig!

Wie es in anderen Ländern ist, ist mir einerlei!

Und den menschl. Körper mit dt. Handelsrecht zu vergleichen, ist menschenverachtend!

PSS. Der Mensch: zuerst Melkvieh, nach dem Tode Schlachtvieh!

Spahn´s gewünschte Regelung ist menschenverachtend!

14:50 von SydB 13:55 von

14:50 von SydB
13:55 von GeMe
Laut Krankenkassenangaben kostet zum Beispiel eine Nierentransplantation im Durchschnitt zwischen 50.000 und 65.000 Euro. Die anschließende Nachsorge liegt bei zirka 6.000 bis 12.500 Euro pro Jahr.
Dazu addiert sich dann noch das Medikamentpaket zu etwa 1000 Euro pro Monat.

---

Finde ich jetzt irgendwie auch daneben, ein Menschenleben in Euro aufzuwiegen.

13:28 von Glasbürger

>>Und zwar nicht, weil ich etwas dagegen habe, Bedürftigen zu helfen, sondern weil ein CDU Mann, der als "Banklehrling" in keinster Weise qualifiziert ist, über derlei zu entscheiden mit der s.g. "Widerspruchslösung" den Bürgern aufdiktiert, was er gerne will.<<

Genau so ist es!

Danke, Glasbürger!

Ich habe einen Organspendeausweis!

Aber das habe ich seinerzeit (vor ca. 10 Jahren) freiwillig getan!

Sollte das jetzt gesetzlich geregelt werden, dass jeder, der nicht widerspricht oder aus irgendwelchen Gründen die drei Anschreiben nicht beantworten konnte oder vergessen hat zu widersprechen, automatisch zum Organspender wird, denke ich nochmals darüber nach und werde ggfs. meinen Spenderausweis zerreißen!

Dieser subtile Zwang ist einfach unerträglich!

PS. Warum die Spendenbereitschaft zurückgeht?

Vielleicht liegt es an den krummen Geschäften mit Organhandel....

15:15 von Ironbunny

Eine klare Ansage!

So sieht es aus!

Bin 100% bei ihnen!

@um 13:34 von GeMe

Ich möchte Ihrer Darstellung gar nicht widersprechen. Aber ich fände es vermessen, aus Einzelfallanalysen, die jeweils anders verlaufen können und auch sind, eine gängige Praxis zu zaubern.
Es bleibt eben ein Drahtseilakt, in dem auch ein Herr Spahn und Co nicht den Seitenhieb verabreichen darf, bin ich der Meinung.
Jeder kann nur für sich selbst entscheiden und sollte niemals über das Leben eines anderen entscheiden dürfen.
Hat sich jemand bisher nicht festgelegt, darf man seine Totenruhe und seinen Leichnam nicht entwürdigen und entehren, weil andere eine andere Deutung implizieren wollen.
Man kann ein Leben nicht gegen das andere aufwiegen und darf deshalb aus meiner Sicht diese Vergleichsanalysen von "lohnt sich" oder "lohnt sich nicht" nicht machen.
Das steht niemandem zu sich so über andere zu erheben uns einige zu Baukästen für andere verkommen zu lassen.
Schließlich gibt es auch einen Glauben, den der Mensch inne wohnte, über den sich andere nicht hinwegsetzen dürften.

Wer spenden möchte, hat die

Wer spenden möchte, hat die Möglichkeit zu spenden.

Spahn muss mit dieser Nötigung aufhören, sonst erreicht er das Gegenteil seiner Absicht.

@14:50 von SydB: Kosten für Medikamente

"Die anschließende Nachsorge liegt bei zirka 6.000 bis 12.500 Euro pro Jahr.
Dazu addiert sich dann noch das Medikamentpaket zu etwa 1000 Euro pro Monat."

Die Kosten für die Medikamente sind in den 6000 bis 12500 Euro schon eingerechnet.

Aber selbst wenn es 24000 Euro im Jahr wären, wäre es immer noch billiger als die Dialyse.

Darstellung: