Ihre Meinung zu: Mississippi: Richter stoppt strenges Abtreibungsgesetz

25. Mai 2019 - 11:10 Uhr

Mehrere US-Bundesstaaten haben bereits ihre Abtreibungsgesetze verschärft. Das ist in Mississippi vorerst gescheitert. Ein Richter hatte Bedenken wegen Verletzungen der Frauenrechte.

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Kommentare

"nach der sechsten Schwangerschaftswoche"

Das wäre auch zu kurz.

Gerade Frauen in Konfliktsituationen brauchen Zeit und keinen Druck.

Die betroffenen Frauen müssen sich die Situation durch den Kopf gehen lassen, die Möglichkeiten ohne und mit weiterem Kind durchdenken.
Dann kommen vielleicht Gespräche mit Partner, eigenen älteren Kindern und Familie allgemein. Bei einem Kind, womöglich aus einer Vergewaltigung, könnten ganze Familien zerbrechen.

Das alles ist nicht leicht und kann nicht zwischen Tür und Angel des Alltags erledigt werden.

Daher müsste jeder, der für möglichst wenige Schwangerschaftsabbrüche ist den Frauen diese Zeit geben. Nicht so lange, bis der Fötus so weit ist, dass er im Brutkasten gerettet werden muss, aber mehr, als die 6 Wochen.

Wenn man bedenkt, dass Frauen nicht immer einen regelmäßigen Zyklus haben und eine Schwangerschaft erst spät bemerken, dann fördert ein zu kurzer Zeitraum für Abtreibungen Kurzschlussreaktionen und die Frauen entscheiden sich für eine Abtreibung, weil: später geht es nicht.

Herzschlag ist Leben

Spätestens mit dem ersten Herzschlag beginnt Leben!
Abtreibung ist dann vorsätzliche Tötung.
Gut, dass die zivilisierte Welt das langsam einsieht.

Man kann zu Abtreibung stehen wie man will

aber bei Tieren waere der Eingriff "ohne vernuenftigen Grund" nach dem Tierschutzgesetz verboten. "Mein Bauch gehoehrt mir" ist das der vernuenftige Grund.

Ich denke, man muss auch hierzulande weit mehr fuer das Leben tun. Frauen sollten sich gesellschaftlich angenommen fuehlen, wenn sie sich fuer Kinder entscheiden. Mit Verboten laesst sich allerdings wenig erreichen. Man muss das Klima und die Einstellung zum Leben aendern.

Schön zu sehen, dass es in

Schön zu sehen, dass es in den USA immerhin noch letzte Reste von Vernunft gibt.

Wieso sich allerdings ein Gericht mit einem Gesetz befassen muss, dass von scheinbar unfähigen Politiker allein zur Provokation verabschiedet worden ist, frage ich mich schon. Wäre hier sowas möglich ? Entscheidung des Gerichtes: `Fünfzehn Wochen sind zu wenig.´ Politik: `Okay, dann versuchen wir es mit sechs Wochen.´
Amerika(ner)...

Ganz grundsätzlich wird es in der zivilisierten Welt mal Zeit, dass man nicht mehr fanatisch-religiös motivierte Gesetze erlässt, sondern sich am Menschen orientierende. Schon wäre Abtreibung kein Diskussionsthema mehr.

Biologisch gesehen beginnt Leben mit der Verschmelzung

Sobald Ei- und Samenzelle verschmolzen sind und die Gene sich kombiniert haben, ist biologisch ein neues Lebewesen entstanden. Es steht natürlich erst ganz am Anfang, nichtsdestotrotz ist dies ein Entwicklungsstadium eines eigenständigen, intelligenten Lebewesens.

Dies kann die einzige Grenze sein, die zu ziehen ist. Einzige Ausnahme kann nur die sog. "medizinische Indikation" sein, wenn das Leben der Mutter bedroht ist.

Andersfalls ist alles willkürlich; wer darüber anders denkt, sei daran erinnert, dass Kinder früher auch nicht als vollständige Lebewesen angesehen worden sind und deren Tötung bis zu einem bestimmten Alter teilweise sogar legal war. Oder würde man heute der Tötung von Kleinkindern noch zustimmen?

"Mein Bauch gehört mir" gilt eben nur solange, wie kein anderes intelligentes Lebewesen darin wohnt. Alles andere ist ein Verbrechen.

@IBELIN, 13:33

Man kann zu Abtreibung stehen wie man will aber bei Tieren waere der Eingriff "ohne vernuenftigen Grund" nach dem Tierschutzgesetz verboten.

Bei Tieren wird auch nach Vergewaltigungen keines vor Gericht gesellt. Sollte man sich da auch ein Beispiel daran nehmen? Oder kann man, was "Vernunft" angeht, bei uns Menschen vielleicht andere Maßstäbe anlegen?

Die Gewaltenteilung funktioniert!

Es freut mich, dass in Amerika die Gewaltenteilung noch funktioniert. Die Gelder für Trumps Mauer wurden ebenfalls durch ein Gericht gestoppt. Die konservativ-populistischen Politiker werden aus diesen Schlappen ihre Lehren ziehen. Als logische Konsequenz werden sie wahrscheinlich eine "Justizreform" wie in Polen anstoßen wollen. Ich hoffe die amerikanische Demokratie erweist sich als wehrhafter.

@AbseitsDesMains..., 13:18

"Herzschlag ist Leben

Spätestens mit dem ersten Herzschlag beginnt Leben!
Abtreibung ist dann vorsätzliche Tötung.
Gut, dass die zivilisierte Welt das langsam einsieht."

Auch wenn es eine Tötung wäre, was wäre das für eine Entscheidung, wenn sie aus schwerwiegenden Gründen getroffen worden ist?
Sie sprechen von der zivilisierten Welt. Wer sich für den Abbruch entschiede, wäre dann unzivilisiert, vielleicht barbarisch?

Ich würde mir bei einer so schweren Frage einen vorsichtigeren Umgang mit Worten und Zuschreibungen wünschen.
Eine Frau, die z.B. Opfer einer Vergewaltigung geworden ist, kaum Unterstützung von ihrer Familie bekommt, sondern vielleicht eher noch Vorwürfe ("selbst schuld"), und deswegen für sich und das Kind keine gute Lebensperspektive findet, würde bei einer Abtreibung vermutlich eine schwere, aber keine 'unzivilisierte' Entscheidung treffen.
Sie dafür aus der Zivilisation auszugrenzen finde ich fragwürdig.

Wie sagte doch einst Heinz

Wie sagte doch einst Heinz Erhardt: "Ein jedes Leben beginnt in einer Zelle und endet bei Strolchen in einer solchen". Man darf gespannt sein, wie sich der weitere Lebensweg von Donald Trump entwickelt...

die frauen entscheiden selbst

warum können es männer nicht lassen, den frauen die freiheit zu lassen, sich selbst zu entscheiden?? es geht die kirche und schon gar nicht alten männern was an, was frauen mit ihren körpern machen!
nein, der fötus kann nicht gefragt werden, aber die kirche kann auch nicht dafürsprechen, denn es ist die entscheidung der frau, ob sie sich für eine schwangerschaft oder aber für einen abbruch entscheidet... die psychischen auswirkungen muss sie dann eben tragen, mit oder ohne psychologen.
ohne recht auf schwangerschaftsabbrüche werden wieder "engelmacherinnen" in dunklen und dreckigen hinterzimmern zu werke gehen, mit erheblichen gesundheitsgefahren für die frauen...

Im Islam ...

... gilt ein Embryo erst nach 120 Tagen als beseelt.

Bis dahin sind Abtreibungen eine rein persönliche Entscheidung.

Dies könnte man doch weltweit als Kompromiss einführen.

Es geht nicht um Männer

"warum können es männer nicht lassen, den frauen die freiheit zu lassen, sich selbst zu entscheiden?? es geht die kirche und schon gar nicht alten männern was an, was frauen mit ihren körpern machen!"

Umfragen zeigen, dass dort, wo eine Mehrheit der Männer für ein Abtreibungsverbot ist, dann auch eine Mehrheit der Frauen.

@AbseitsDesMains...

Nunja ,das ist ein Grundsatz.Genauso wie die Diskriminierung gerade in diesen Bibel Belt Staaten u8nd die grausam,e Bigoterie die auch dort grasiert.Was aber soll DSiese Leben erwarten wenn es
1.Nicht gewollt ist
2. Nicht geliebt wird oder das Gefühl hat wenn es in irgendeinem Waisenhaus aufwachsen muss
3.Zu seinem Potentiellen Vater der auch noch sein Grossvater oder Onkel oder sonstwas aus der Familie ist Papi sagen.
4.Genau aus dem Grund (Inzestiös) mit einer Genetischen Behinderung (meistens ) leben muss.
Egal wie auch immer sich Einige zum Hüter der menschheit aufschwingen,vielleicht sollte Sie erstmal mit dem bestehenden Leben in den Ärmsten Regionen der Welt anfangen und nich Frauen in Ihren Körper und Ihre Entscheidungen reinreden.Aber im Land der FREIEN ist ja genau das die Regel.

Warum?

"Im Islam gilt ein Embryo erst nach 120 Tagen als beseelt."

Sagt wer?

"Bis dahin sind Abtreibungen eine rein persönliche Entscheidung.

Dies könnte man doch weltweit als Kompromiss einführen."

Warum? Warum sollen nicht-Muslime dies akzeptieren, statt anderer willkürlicher Grenzen?

@Adeo60

Klasse ,man kann es nich besser formulieren

Doppelmoral

Interressant würde ich die Meinung der Abtreibungsgegner bei der (Zwangs) Sterilisation der Indigenen Bevölkerung in Peru von 1996-2000 ca. 350000. im Namen der Weltbank.
Oder die Sterilisation in den 60iger 70iger Jahren an Indigenen Frauen in den USA, Kanada.
Auch in der Schweiz konnten Frauen die nicht dem Bürgerlichen Weltbild entsprachen Sterilisiert werden.
Zum Glück in D. seit 45 kein Thema mehr.
Ja da glauben bestimmte Kräfte, die ich nicht bennenen will. Ihre Moralvorstellungen über dem Bauch der Frauen stellen zu können.

IBELIN (13:33)

Ungeachtet der generellen Einstellung zum "Leben" mag eine Person oder ein Paar entscheiden, dass sie nicht bereits sind oder nicht die Möglichkeit haben, einem Kind nach der Geburt ein Aufwachsen unter guten Bedingungen zu ermöglichen. Irritierenderweise hört an dieser Stelle der Einsatz für das Leben bei etlichen Leute auf.

"Frauen sollten sich gesellschaftlich angenommen fuehlen, wenn sie sich fuer Kinder entscheiden."

Ich denke nicht, dass Frauen, die sich für ihr Kind entscheiden, in Deutschland angefeindet werden - im Gegenteil.
Falls Sie darauf Bezug nehmen, dass mehr an der Vereinbarkeit von Familie und alternativen Lebensentwürfen - sprich: contra "Hausmutter" - gearbeitet werden soll: Dem stimme ich zu.

FreierGeist (13:56)

Das sind abstrakt-theologische oder -philosophische Erwägungen. Daneben gibt es pragmatische Gründe, die sich aus der Lebensrealität der Betroffenen ergeben, eine solche Entwicklung zu unterbrechen. Die werden bei solchen Beschlüssen miterwogen.

Beim Beschluss der 12-Wochen-Regelung wurde sich mitunter an entwicklungsbiologischen Grundlagen orientiert, also naturwissenschaftliche Erkenntnisse hinzugezogen.

'"Mein Bauch gehört mir" gilt eben nur solange, wie kein anderes intelligentes Lebewesen darin wohnt.'

Die Position ist angreifbar: Ohne entwickeltes Nervensystem ist dieses Leben nicht intelligent.

boesermann (14:44)

"warum können es männer nicht lassen, den frauen die freiheit zu lassen, sich selbst zu entscheiden?"

Und einige Frauen - wobei das eher Ausdruck einer bestimmten Weltsicht ist. Aber, ja, gute Frage.

"es geht die kirche und schon gar nicht alten männern was an, was frauen mit ihren körpern machen!"

Zumeist sind die Gründe mehr oder minder verdeckte Machtmotive und die Umsetzung einer persönlichen (auch kollektiven) Ideologie oder Vorstellung von einer bestimmten "Ordnung der Dinge".

AbseitsDesMains... (13:18)

Kommt auf die jeweiligen Definitionen an. Die sind in der Menscheits- und auch Wissenschaftsgeschichte mitnichten so unveränderlich und absolut gewesen, wie einer denken mag.

Zur Frage, wann der Mensch ein Mensch ist und welche Eigenschaften ihn als solchen definieren, gibt es in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen verschiedene Positionen und Ansätze, aber keine abschließende Antwort.

Abtreibung wird nicht mit Tötung gleichgesetzt, insbesondere nicht dem an Emotionen appellierenden Begriff "Mord".

@Silverfuxx

>>Zeit, dass man nicht mehr fanatisch-religiös motivierte Gesetze erlässt, sondern sich am Menschen orientierende.<<

Ist dann ein Fötus mit Herzschlag kein Mensch? Wann fängt dann nach Ihrer Meinung nach Leben an? Nach der Geburt?Oder auch dann noch nicht?

Es gibt hier ja die bekannten...

2 Meinungen :

Im Prinzip "Pro Abtreibung" ( bis zu einem gewissen Zeitraum ) und absolut CONTRA jede Abtreibung.

Das ganze wäre doch einfach lösbar ( natürlich ohne jegliche Rücksicht auf die Frauen, die schwanger sind ):

JEDER, der GEGEN Abtreibung ist, nimmt "ungewollte" Kinder bei sich auf, liebt sie, zieht sie groß und versorgt sie natürlich auch finanziell.

Unfassbar, wie Leute sich gegen Abtreibung bei Vergewaltigungen oder Inzest bzw. zu erwartenden schweren Schäden (sowohl bei Mutter oder Kind ) aussprechen können. DIE ( und nicht die "bedingten Befürworter" ) leben meiner Meinung nach in der Steinzeit !

@boesermann, 14:44

"(...) der fötus kann nicht gefragt werden."

Heißt, Sie gehen davon aus, der Fötus würde, wenn gefragt, womöglich für die eigene Tötung plädieren?

Sehr kreativ, das muss ich sagen.

@tada, 13:05

"Bei einem Kind, womöglich aus einer Vergewaltigung, könnten ganze Familien zerbrechen."

Ist ja unvorstellbar.

Dann lieber ein menschliches Leben töten.

@rossundreiter

Zuerst einmal scheinen sie einen grossen Unterschied zwischen menschlichem und nicht-menschlichem Leben zu machen. Macht wissenschaftlich-philosophisch eigentlich keinen Unterschied ob es tierisch, menschlich oder pflanzlich ist, oder?

Koennen Sie sich noch an ihre Zeit im Mutterleib erinnern? Ich nicht. Und so geht es den Foeten auch.
Fuer die Foeten ist es belanglos ob sie ausgetragen werden oder nicht, genau wie die vielen anderen Eizellen, befruchtet oder unbefruchtet, die nicht ausgetragen werden. Fuer die Mutter macht es aber schon einen Unterschied.
Nun zeigen sogar Studien, dass Abtreibung gesellschaftspolitisch positiv ist. Denn aus kaputten Kindern werden auch keine kaputten Erwachsene. Mit weniger ungluecklichen Kindheiten gibt es weniger Gewalt und Kriminalitaet.
Einen Menschen in die Welt zu bringen braucht eine grosse Menge an Verantwortung. Da ist es manchmal einfach besser fuer alle Beteiligten nein zu sagen.

@von make sense

"Ist dann ein Fötus mit Herzschlag kein Mensch? Wann fängt dann nach Ihrer Meinung nach Leben an? Nach der Geburt?Oder auch dann noch nicht?"

Leben hat nichts mit Befruchtung oder Herzschlag zu tun. Unbefruchtete Eizellen leben auch. Bakterien leben. Es ist absolut mittelalterlich Leben mit einem bestimmten Zeitpunkt in Einklang zu bringen. Und das zerstoert jegliche sinnvolle Diskussion mit dem was gut und vernuenftig ist und was nicht.

Sind wir doch mal ganz ehrlich. Es geht hier nicht um die Frauen oder die Kinder, es geht hier um die Religion und deren Einfluss. Und der kann gar nicht klein genug sein.

rossundreiter (16:38)

Was Sie anführen, ist ein Totschlagargument.

Ihre Aussage führt nicht allein durch die emotionale Aufladung der nicht näher definierten Begriffe "menschliches Leben" und "Tötung" zur Überzeugung.

"Heißt, Sie gehen davon aus, der Fötus würde, wenn gefragt..."

Die Aussage, auf die Sie sich beziehen, zielt vielmehr darauf ab, dass der Fötus kein Bewusstsein hat und bis zu einem gewissen Entwicklungsstand auch nicht zu sonstigen Empfindungen und Kognitionen fähig ist, die wir bei einem geborenen Menschen als gegeben und typisch annehmen.
Auch das Schmerzempfinden ist beispielsweise frühestens ab der 24. Schwangerschaftswoche möglich.

@

Wenn ich mir manches anschaue wäre ich auch lieber gefragt worden ^^^^

Die Diskussion dazu scheint eine...

...endlose Wiederholungsschleife. Hier mal ein beinhart veränderter Ansatz: Wie wäre es, wenn die Frauen sagten: ok, nach 6 Wochen keine Abtreibungen mehr, ggf Kind zur Adoption freigeben Paare mit unerfülltem Kinderwunsch gibts genug. Unter 2 Bedingungen: (1) Alle verurteilten Vergewaltiger werden physisch(!) kastriert. In einem Land mit Todesstrafe müsste das machbar sein. (2) Alle wegen sexueller Gewaltvergehen verurteilten haben die kompletten Unterhaltsleistungen bis hin zu den Collegegebühren für eines ggf mehrere dieser Kinder aufzubringen. Ich bin ziemlich sicher, wenn es den männlichen Befürwortern der 6-Wochen Regel an ihre beiden wichtigsten Heiligtümer geht -ans Geld und an die Fortpflanzungsorgane- dann werden sie sehr sehr vorsichtig...

@16:01 von RKoch

"Abtreibung wird nicht mit Tötung gleichgesetzt, insbesondere nicht dem an Emotionen appellierenden Begriff "Mord".

Ich habe von Tötung gesprochen, nicht von Mord!
Aber die Tötung eines unschuldigen Lebewesens ist doch schon schlimm genug. Und hier reden wir nicht über die Tötung von Tiere, sondern von heranwachsender Säuglinge.
Für eine angeblich ach so aufgeklärte Gesellschaft, die jedes historisches Unrecht detailliert aufarbeitet, ist das ein Eingeständnis der völligen Scheinheiligkeit.

Zum Abschluss, weil das Thema

Zum Abschluss, weil das Thema auch in Deutschland aktuell ist: Die Bundeszentrale für politische Bildung hat sich bereits vor Jahren mit den häufigsten Argumenten gegen Abtreibung befasst:

https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/159793/schwangerschaftsa...

(Schwangerschaftsabbruch; Welchen moralischen Status hat das menschliche Leben vor der Geburt?)

Dieser Artikel mag einigen bei der Auseinandersetzung mit dem Thema helfen.

re abseitsdesmains

"Spätestens mit dem ersten Herzschlag beginnt Leben!
Abtreibung ist dann vorsätzliche Tötung.
Gut, dass die zivilisierte Welt das langsam einsieht."

Im Artikel ist aber von den USA die Rede. Wie kommen Sie da auf zivilisierte Welt?

Ich finde,

man sollte doch viel mehr auf die Beweggründe der Frauen eingehen, bevor hauptsächlich männliche Komentatoren sich das Recht heraus nehmen wollen, über das Schicksal der betroffenen Frauen bestimmen zu wollen. Vielleicht sollten sich die Frauen auch einfach nur den Männern verweigern, dann käme keiner in solch eine Situation. Liebe "Herren der Schöpfung", eine Frau wird nicht von alleine schwanger, schon nmal darüber nachgedacht? Da verlangt ihr euer "Recht" - ohne Frage.

Am 25. Mai 2019 um 16:01 von RKoch

<< Abtreibung wird nicht mit Tötung gleichgesetzt, insbesondere nicht dem an Emotionen appellierenden Begriff "Mord". >>

Ich befürchte, Sie haben, rechtlich gesehen, Unrecht.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 39,1) sieht das anders :

"Der Schwangerschaftsabbruch ist eine Tötungshandlung; das wird aufs deutlichste dadurch bezeugt, daß die ihn betreffende Strafdrohung - auch noch im Fünften Strafrechtsreformgesetz - im Abschnitt "Verbrechen und Vergehen wider das Leben" enthalten ist und im bisherigen Strafrecht als "Abtötung der Leibesfrucht" bezeichnet war - die jetzt übliche Bezeichnung als "Schwangerschaftsabbruch" kann diesen Sachverhalt nicht verschleiern."

Die Entscheidung ist schon etwas älter (1975). Meines Wissens ist das BVerfG aber später nicht von seiner Meinung abgerückt.

Mord ist Abtreibung nicht.

@AbseitsDesMains...

"...dem ersten Herzschlag beginnt Leben..."
Richtig- drum sollte man VOR dem beginn des Herzschlages abtreiben dürfen. Das ist ja auch bei uns in etwa die Schwangerschaftswoche bis zu der abgetrieben werden darf!

@ rossundreiter 16.38

""Bei einem Kind, womöglich aus einer Vergewaltigung, könnten ganze Familien zerbrechen."

Ist ja unvorstellbar.

Dann lieber ein menschliches Leben töten."
****

Sie haben nicht die geringste Ahnung, was eine durchlebte Vergewaltigung für eine Frau bedeutet. Erstrecht, wenn die mit einer ungewollten Schwangerschaft endet !

Dafür können Sie und weitere Geschlechtsgenossen sich dann wieder bei Themen zu Vergewaltigungsprozessen frauenfeindlich produzieren!

Ich bin froh, dass die Zeit in diesem Land vorbei ist, in der Männer über Frauen entscheiden durften !!

@makesense

"in Fötus mit Herzschlag "
In welcher Schwangerschaftswoche begint der Herzschlag? eventuell in der, bis zu der Abtreibung straffrei bleibt?

@ rossundreiter

"Dann lieber ein menschliches Leben töten." Am 25. Mai 2019 um 16:38 von rossundreiter

Ein Haufen Zellen ist KEIN menschliches Leben.

Sonst wäre jede Abstellung von lebenserhaltenden Maßnahmen bei einem Hirntoten, vollständig ausgebildeten Menschen, auch Mord. Es könnte ja ein Wunder geschehen.
Und wenn dann noch Organe entnommen werden, dann heimtückischer Mord.

Und etliche Verhütungsmittel verhindern zwar die Einnistung, aber nicht unbedingt die Befruchtung. Dann müsste man auch diese Verhütungsmittel verbieten.

Dem Argument, ein Kind muss versorgt werden, gehen Sie und alle Abtreibungsgegner aus dem Weg.
Schauen Sie sich mal die Länder an, in denen Abbruch verboten ist (Wikipedia). Und Schauens sie mal, wo die meisten Straßenkinder leben (wobei das diejenigen sind, die überlebt haben).

Es gibt genug Kinder auf der Welt, um die sich keiner kümmert. Man muss nicht noch Frauen zwingen weitere auszutragen.

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