Ihre Meinung zu: Juristischer Streit um Holocaust-Mahnmal in Amsterdam

24. Mai 2019 - 7:15 Uhr

In Amsterdam wehrt sich eine Gruppe Anwohner gegen ein geplantes Holocaust-Mahnmal des US-Stararchitekten Libeskind. Es ist bereits der zweite Standort, gegen den Einwände erhoben wurden. Von Ludger Kazmierczak.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (8 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Labirynth?

"Ein 400 Meter langes Labyrinth aus roten Backsteinmauern"

Labirynth?
Hat man aus dem Denkmal in Berlin nichts gelernt?

Ein Labirynth ist etwas, das in Gärten der Reichen und Schönen Orte für Schäferstündchen geboten hatte.

Und hinterher beschwert man sich, dass Verstecken und Fangen gespielt wird oder Parcours gelaufen werden.

Bestimmte Architektur schafft bestimmte Verhaltensweisen ohne dass man die Besucher ermahnen muss sie einzuhalten. Es muss nicht kunstvoll sein, sondern den Zweck erfüllen.

Besser ist es Jugendlichen den Besuch eine Gedenkstätte in ehemaligen KZs zu finanzieren und Stolpersteine zu verlegen.

@Umu

"Weshalb hat man in Berlin den Juden nicht ganz einfach eine Synagoge gebaut und die Namen der Opfer alle dort verewigt ?" Am 24. Mai 2019 um 08:27 von Umu

Dann müsste die Synagoge allen zugänglich sein.
Die Namen müssen alle sehen können.

(Wäre aber vielleicht nicht verkehrt die Form einer Synagoge für das Denkmal zu wählen. Synagogen, Kirchen, Moscheen sind so gebaut, dass man inne hält und sie nicht Parcour assoziiert.)

Den Holocaust wird wohl

Den Holocaust wird wohl keiner vergessen, der noch richtig denken kann!
Ich findes es nur immer wieder befremdlich, das wir immer nur für die ermordeten Menschen jüdischen Glaubens, Mahnmale errichten.
Was ist mit den ermordeten Russen, Polen, Franzosen, Deutschen, Tschechen, Rumänen, Ungarn, Engländern, Amerikanern usw.? Wo ist deren Mahnmal?
Oder ist der Bau von Mahnmalen auf eine Glaubensrichtung begrenzt?
Das andere ist... Wir können Mahnmal bauen, 10 oder 100.
Wenn die Menschen nicht bereit sind, das zu verinnerlichen, nützen auch 1000 Mahnmale nichts.
Nehmt das Geld und verbessert das Leben, der lebenden.
Wie wärs einmal mit einem Mahnmal für die Kinder, die in dieser reichen Welt, vor Hunger sterben, weil Profitinteressen größer sind als jegliches Gedenken!

Die A ... keule

"Sie hätten nichts gegen ein Holocaust-Mahnmal, betonen die Kritiker. Doch mit fast 15 Millionen Euro Kosten sei der Libeskind-Entwurf viel zu teuer und zu wuchtig für den schmalen Grünstreifen, auf dem das Namen-Labyrinth entstehen soll."

"Die Gegner des Entwurfs ärgern sich darüber, dass sie von den Initiatoren des Monuments in eine antisemitische Ecke gedrängt werden. In einem Zeitungsinterview hatte Libeskind die Projekt-Kritiker indirekt mit Holocaustleugnern verglichen."

"Der Star-Architekt mit polnisch-jüdischen Wurzeln ist von seinem Entwurf und dem Standort überzeugt."

Einer ist von sich überzeugt. Und deshalb sind die anderen antisemitische Holocaustleugnern?

@ 08:27 von Umu

"Weshalb hat man in Berlin den Juden nicht ganz einfach eine Synagoge gebaut und die Namen der Opfer alle dort verewigt ?"
.
Weil es ein Mahnmal ist und kein Gotteshaus!
Waren Sie denn schon mal drin?
Oder würden Sie eher in eine Synagoge oder Moschee gehen?

wir leben jetzt und heute

es gibt eine Vergangenheit, aber auch eine Gegenwart und eine Zukunft
wäre es nicht sinnvoller gegen aktuelle Ungerechtigkeiten vorzugehen
statt sich um Dinge zu kümmern, die man nicht mehr ungeschehen machen kann
Eine andere Sache, dieser "Stararchitekt" Libeskind könnte sich doch auch mit der Ausrottung der Ureinwohner beschäftigen oder der Ungerechtigkeit der Sklaverei in den USA, einem Land das sich wegen seiner demokratischen Grundsätze ebenso wie die Menschenrechte so stolz fühlt, wenn er schon etwas tun will, sind nicht alle Menschen - Verfolgte - gleich, haben die dann kein Recht auf Erinnerung in Form von Mahnmalen

Money makes the world go 'round

"Doch mit fast 15 Millionen Euro Kosten sei der Libeskind-Entwurf viel zu teuer und zu wuchtig für den schmalen Grünstreifen, auf dem das Namen-Labyrinth entstehen soll."

Auch ein US-Stararchitekt sollte endlich damit aufhören, den Begriff des Antisemitismus als Businessplan oder Geschäftsmodell zu verstehen und ausnutzen.

re.08:56 von Tada

Sie schreiben:
Dann müsste die Synagoge allen zugänglich sein.
Die Namen müssen alle sehen können.

Ich kenne mich da nicht so gut mit den jüdischen Gesetzen der "Kirche " aus aber darf ich denn als Christ nicht in eine Synagoge gehen ? In Christliche Kirchen und auch in Moscheen darf ich rein gehen auch in die wohl meisten anderen Gotteshäuser ,egal welcher Religion.

@08:58 von Mischa007

Ein sehr guter Beitrag ,wie ich finde. Leider sind aber dazu unsere Politiker nicht bereit.
So ein Mahnmal ist da doch pflegeleichter.

nicht ohne Bürgerbeteiligung hinklotzen

"Die Stadt hat nicht bedacht, dass Du so ein Monument nicht mal eben so wie ein UFO in ein Wohngebiet setzen kannst, ohne über die Konsequenzen nachzudenken "... So ist es.
Libeskind entwirft sehr interessante Bauwerke. Emotional bedrängend und verstörend ist z.B. das Felix-Nussbaum-Museum in Osnabrück, dass mit seinen engen und verwinkelten Gängen und Räumen ein Gefühl der Ausweglosigkeit vermittelt. Das Museum gibt Nussbaums Werk einen würdigen Rahmen, es unterstreicht seine Vorahnung des Vernichtungswillen der Nazis: "Wenn ich untergehe, lasst meine Bilder nicht sterben" (zit Nußbaum).
Daniel Libeskind ist ein gefeierter Architekt. Was ich schade finde: Seine Entwürfe sind nach wie vor interessant, allerdings sollten sie immer auch einen Bezug zu ihrem Standort haben. Amsterdam war von deutschen Nazis besetzt, es gab in Amsterdam viele Kollaborateure. Ohne Bürgerbeteiligung einen Libeskind dort hinzuklotzen, nimmt die Menschen nicht ernst. Dieses Mahnmal könnte überall stehen.

Denkmal für Holocaustopfer

Die Steine stehen nicht nur für Juden, im Text wird von 102 000 Holocaustopfern geredet.

Denkmal Amsterdam

Weil wir hier offenbar eine Hierarchie der Opfer haben ?Wir brauchen nicht nochmal hundert Denkmale , wir müssen in die Zukunft bauen u investieren ! Baut ab jetzt für die Lebenden !

Kontraproduktiv.

Den Leuten hängt dieses 75 Jahre alte Thema doch längst zum Hals heraus. 50 bis 60 Millionen sind im 2. Weltkrieg ums Leben gekommen, aber dieser auserwählten Gruppe werden auch Generationen später, immer noch Denkmäler hingestellt. Das verstärkt höchstens den Antisemitismus.

08:51 von Tada

Besser ist es Jugendlichen ....
.
auch wenn ich das Verlegen von Stolpersteine als das Sinnvollste aller Varianten betrachte
glaubt hier wirklich einer, das interessiert "die Jugend" was sich vor 80 Jahren abspielte

@Mischa007 um 08:58

"Wie wärs einmal mit einem Mahnmal für die Kinder, die in dieser reichen Welt, vor Hunger sterben, weil Profitinteressen größer sind als jegliches Gedenken!"

Oder der Flüchtlinge die im Mittelmeer umkommen, etc.

"Nehmt das Geld und verbessert das Leben, der lebenden."

Soviel ist das nicht, als das vielen Menschen das Leben verbessern könnte, da sollte man lieber das Geld welches von uns in die Rüstung gesteckt wird hernehmen, da ist viel mehr vorhanden.

Ich kann die Anwohner

sehr gut verstehen.
Wo sind die Denkmäler für all die verstorbenen deutschen Opfer?

09:09 von Zeitungs-Ente

auch das ist ein Geschäftsmodel

oder was glauben sie wer von dieser Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" profitiert - die Überlebenden oder ein Heer von Anwälten oder Bänkern die den Fond verwalten.

Anwohner haben immer was dagegen.

Habe mir noch andere Bilder im Netz angeschaut und hätte auch kaum Verständniss, wo hier ein Problem sein soll. Das geplante Denkmal ist großartig und passt total gut in die Umgebung, noch besser als in Berlin.

Herr Libeskind ist ein gefeierter Architekt

dennoch kann ich mit seinen "Schöpfungen" nichts anfangen.
In Dresden erweiterte er das Museum der Bundeswehr und hat fast keine senkrechte Wand hinbekommen, sodass man nur wenige Bilder hängen kann.
Wie anders sind doch die Bauten von Pei...

09:27 von guggi

aber dieser auserwählten Gruppe
.
keiner spricht von den 20 .... 25 Millionen in der Sowjetunion
schon gar nicht dass man auch denen ein gewisses Wohlwollen entgegenbringen sollte
für das was man ihnen (als Volk/Nation) angetan hat, sie zumindest fair behandelt
für mich ist es nicht einsehbar dass manche mit Wirtschaftsboykotten belegt werden, andere U Boote geschenkt bekommen
genau das ist denke ich der Punkt, den sie ansprechen, man schafft einen Antisemitismus

Solange es militärische Konflikte gibt

ist Rüstung notwendig.
Solange es Menschen gibt bekriegen sie sich und das wird auch so bleiben, da bin ich vollkommen hoffnungslos.
Ein Ausweg wäre es wenn es gelänge ALLE Weltbürger zur Abrüstung zu bewegen.

Stararchitekt Daniel Libeskind:

"Wir reden hier nicht über Bäume oder Hunde."

Wer einen Gegensatz zwischen einerseits Gedenken an Verbrechen gegen die Menschlichkeit und andererseits Natur- und Umweltschutz sowie Tierliebe herbeiredet, offenbart eklatante Argumentationsdefizite.

@Sisyphos3

"glaubt hier wirklich einer, das interessiert "die Jugend" was sich vor 80 Jahren abspielte" Am 24. Mai 2019 um 09:28 von Sisyphos3

Das ist es ja: Es hat sie zu interessieren.

Ansonsten könnten Sie gleich Rechtschreibung aus dem Schulprogramm nehmen, weil es nicht so interessant ist und dafür Youtuben als Fach aufnehmen.

Warum so emotional?

Es gibt bei diesem Thema 2 Ebenen:

Die eine ist das Thema Holocaust.

Das andere sind bauliche Maßnahmen, die oft an den Interessen der Bürger vorbei gehen, von Leuten geplant werden, die weit weg wohnen etc.

Holocaust Gedenkstätte: dies sollte eine Einrichtung sein, zu der man bewusst geht. Nicht irgendwo mittendrin. Denn sonst kommt es zu deplatzierten Verhaltensweisen wie in Berlin - da endet das Mahnmal dann eben auch als Spielplatz. Nur wenn ein Mahnmal als solches bewusst wahrgenommen wird, erfüllt es seinen Zweck.
Mittendrin - wird es Teil der Umgebung - und eben als solches dann auch "verwurstet".

Und ich würde mich auch mit Krallen und Zähnen wehren, ein solches Mahnmal direkt vor meinem Fenster zu haben.

Entweder man gewöhnt sich daran - und ich will mich nicht an so was gewöhnen. Das wäre Abstumpfung!

Oder man lebt mit einem ständigen, alltäglichen Gemahnen, dem nicht mal die Täter ausgesetzt waren, denen man ein normales Leben nach dem 2 WK zugestand.

@mac tire

Also bei uns sind die Kirchen leider die meiste Zeit zu.
Aus Polen kannte ich das so nicht.

Ich habe mich vor Jahren sehr darüber geärgert, weil es 3 Tage gedauert hatte, bis ich endlich eine Kerze für meinen weiter entfernt verstorbenen Onkel aufstellen könnte. Die Kirchen waren zu.

Ich denke, Synagogen sind auch nicht immer für alle offen.

@ladycat

"Wo sind die Denkmäler für all die verstorbenen deutschen Opfer?"

Machen wir es einheitlichen und vernünpftiger.
Wir fordern Gedenkstätten für alle Menschen die zwischen 1933 und 1945 bei jeglichen menschenrechtsverletzenden Straftaten umgekommen sind.
Dann sind alle zufrieden, außer die meinen das der natürliche Tod dann nicht beachtet wird ...

@09:27 von guggi

"Den Leuten hängt dieses 75 Jahre alte Thema doch längst zum Hals heraus."

Den Leuten? Mir nicht und vielen, die ich kenne, auch nicht.

"50 bis 60 Millionen sind im 2. Weltkrieg ums Leben gekommen, aber dieser auserwählten Gruppe werden auch Generationen später, immer noch Denkmäler hingestellt."

Vielleicht weil "diese ausgewählte Gruppe" besonders viele Opfer zu beklagen hatte? Außerdem gibt es z.B. auch Mahnmale für gefallene Soldaten aller Nationen. Für die der Roten Armee sogar in Berlin.

"Das verstärkt höchstens den Antisemitismus."

Nur bei denen, die sowieso dazu neigen. Wer sowieso der Meinung ist, die Juden würden zu viele "Extrawürste" beanspruchen, für den ist so ein Mahnmal eine weitere Bestätigung seiner vorgefassten Meinung. Für alle anderen ist es ein Mahnmal, dass sie mögen oder nicht.

So geht es nicht.

Ob das Mahmal in Form , Gestaltung , Größe, Form, Platz und so weiter das Richtige ist, hat die Gemeinde Amsterdam mit seinen Bürgern zu besprechen. Aber beschließen muss er und zwar bald.

Es kann aber nicht angehen das die Bürger Amsterdams sich verstecken hinter diesen fadenscheinige Begründungen. Das geht nicht.

500 Jahre hat die jüdische Gemeinde in Amsterdam gelebt und sie hat die Stadt viel Wohlstand gebracht. Sie war eine Bereicherung.
Und jetzt wollen wir 102.000 Menschen vergessen. Viele von Ihnen sind verraten worden. In keinem Land Europas sind die Juden so ausgemerzt worden als in den Niederlanden. Und jetzt diese Diskussion.

Sehr schöner Entwurf

Finde den Entwurt des Mahnmals in der Animation sehr gelungen. Warum soll man nicht an mind. 178 Zwangsenteignungen und bestialische Morde an den damals rechtmäßigen Bewohnern dieses Viertels erinnern.
Ein weitere Anmerkung:
Leider muss man sich auf tagesschau.de seit geraumer Zeit erst immer durch mehrheitlich populistisch angehauchte, geschichtslose Kommentare (man hat den Eindruck, das ein System dahinter steckt) wühlen, bis man halbwegs vernünftige Standpunkte findet. Die "Mehrheit" spiegelt sich leider in den Foren nicht mehr wieder.

@ jok3738

"Das Holocaust-Denkmal in Berlin kann man ästhetisch beurteilen, wie man will. Mir und vielen anderen, die ich kenne, gefällt es." Am 24. Mai 2019 um 09:07 von jok3738

Es geht auch nicht ums Gefallen oder nicht, sondern um die erzieherische Wirkung, die das Mahnmal auf die Besucher haben sollte. Dazu gehört es auch bestimmte Verhaltensweisen zu fördern und andere zu unterbinden.

Das ist bei Planung öffentlicher Räume eigentlich Routine. Selbst die Lautstärke kann man durch die Bauweise beeinflussen. (Das habe einen Bericht über Bushaltestellen in einer Großstadt gesehen.)

Wenn Besucher auf dem Denkmal herumlaufen oder sich sonnen, dann ist die Wirkung offensichtlich und das Denkmal eine Fehlleistung.

@friedrich peter...

"Es kann aber nicht angehen das die Bürger Amsterdams sich verstecken hinter diesen fadenscheinige Begründungen" Am 24. Mai 2019 um 09:56 von friedrich peter...

Warum halten Sie die Begründungen für fadenscheinig? Sie wissen doch auch sonst nichts weiter über die Anwohner.

Zusätzlichen Fremdenverkehr vor der Haustür will, soweit ich weiß, sowieso niemand.

@09:37 von ladycat - Einfach zu finden

"Ich kann die Anwohner
sehr gut verstehen.
Wo sind die Denkmäler für all die verstorbenen deutschen Opfer?"

Diese findet man an den verschiedensten Orten in ganz Deutschland - große Mahnmale und kleine Stolpersteine - für die deutschen Juden, Homosexuellen, Sinti und Roma, Euthanasieopfer und die politsch Verfolgten. Sie finden die Orte sehr einfach durch Googlen oder in der Wikipedia.

Da diese Mahnmale so einfach zu finden sind, frage ich mich nach der eigentlichen Intention Ihres Beitrags.

Man kann es ...

... auch übertreiben... überall gedenkt man den holocaust und mahnt davor dass sich so etwas nicht wiederholt. Dennoch finden überall auf der Welt Genozide und das abschlachten von Menschen oder Ethnien statt, bis in die heutige Zeit. Was ist mit den Indianern, den Afghanen, den irakern, den Libyern, den Syrern, den palästinensern und den 26 Millionen Russen (viermal so viele tote durch die deutsche wehrmacht als bei den Juden)??? Ich stolpere schon in Deutschland täglich über die Namen von Juden die hier ermordet wurden. Was ist mit all den anderen opfern auf der Welt. Was ist mit den Kurden, die immer noch kein eigenes Land haben und in den Ländern in denen sie leben verfolgt und getötet werden??? Die morde an den Juden soll uns allen in Erinnerung bleiben und mahnen das sich so etwas nicht wiederholt, aber gilt das nur für Juden? Was ist mit all den anderen verfolgten und gepeinigten in unserer Zeit? wenn die Mahnmale für die Juden nicht übertragbar sind auf aktuell unterdrückte...

Kaum...

Kaum bekommt man seinen Willen nicht und die Millionen Steuergelder fließen auch nicht wird die Antisemiten- und wahrscheinlich auch die Nazikeule rausgeholt.
Typisch und lächerlich. Und das will ein "Star"architekt sein??? Wie ein Kleinkind das seinen Bonbon nicht bekommt.

Wie wäre es mit 102.000

Wie wäre es mit 102.000 Pflanzen/ Blumen Hecken anstatt Steinen?
Bäume fällen und ein Streifen Natur zerstören hilft dem Holocaust auch nicht.

@friedrich peter...

"Und jetzt wollen wir 102.000 Menschen vergessen. Viele von Ihnen sind verraten worden. In keinem Land Europas sind die Juden so ausgemerzt worden als in den Niederlanden. Und jetzt diese Diskussion."

In Polen wurden 2,1 Millionen Juden ermordet, polnische Juden! Das gleiche in der Sowjetunion, auch 2,1 Millionen.
Die beiden Länder allein machen 2/3tel aller ermordeten Juden aus. Danach kommt Ungarn (500k), dann die baltischen Staaten (272k), Rumänien (220k), Tschechien (143k), Deutschland (165k) und erst hinter Deutschland kommen die Niederlande.

Und ich finde wie die Anwohner das Denkmal recht klobig. Desweiteren gibt es dort bereits ein Denkmal, wofür konnte mir die Internetseite aber nicht verraten.

Where have all the Germans gone?

@ Ladycat: "Wo sind die Denkmäler für all die verstorbenen deutschen Opfer?"

In diesem Forum zeigt es sich mal wieder das Denkproblem unseres Nationalismus.

Stichwort: "Wechselseitig ausschließend" oder eben gerade nicht.

Ich mache es kurz. Versprochen! Also, dieses Denkmal steht für die ermordete Menschen jüdischen Glaubens. So weit klar, oder?

Nun kommt der Knackpunkt. Achtung aufpassen! Jüdische Menschen können bzw. konnten unterschiedlicher Nationalität sein!

Ähm, was?

Also nochmal: Die Menschen mit jüdischem Glauben, die im Holocaust ermordet worden sind, können Russen gewesen sein, sie können Franzosen sein, oder Polen, sogar Deutsche (wirklich echt!).

Das Problem ist hier, dass zusammengeht, was Nationalisten ausschließen: Deutsch sein und jüdisch sein. Russe sein und jüdisch sein.

Letztlich steht das Mahnmal für den gesamtem Holocaust. Insgesamt. Es zeigt, was Menschen Menschen antun können (unabhängig von der Nationalität).

So, das war es.

Ich denke nein.....@draufguckerin !

Die Wahl des roten Klinkers ist nicht nur vom geplanten Zweck, sondern auch von Farbe und Material genau d e r Baustoff für Amsterdam. Wer die Stadt nur ein wenig kennt - nicht nur die Museen und die Herrengracht, der versteht genau was ich meine.
Der rote Stein ist d e r Baustoff der Stadt und symbolisiert die Ermordeten der jüdischen Glaubensgemeinschaft in dieser aufs treffendste.
Ich denke das Grüppchen was diese Mahnung - also das dauerhafte erinnern an dieses ungeheuerliche Verbrechen zu verhindern sucht wird von H. Libeskind zurecht mit Holocaust-Leugnern betitel.
Und überhaupt, Mahnmale sollen nicht schön oder hübsch sein.
Wenn ich, wie so oft durchs Holocausts - Mahnmal meiner Stadt gehe, fühle ich mich hinterher zum Kotzen und möchte mich am liebsten heulend verkriechen. Erst diese unglaubliche Wucht der Betonklötze vermittelt die wahre Größe des Verbrechens, wenn man bereit ist D i e s e s anzuerkennen.

Ginge ja bestimmt auch...

... eine Nummer kleiner, so dass keine Bäume gefällt werden müssen.

Und das Mahnmal in Berlin ist schon so etwas wie eine Touristenattraktion - oder ein Parcours Platz.

@HugoM56

„Leider muss man sich auf tagesschau.de seit geraumer Zeit erst immer durch mehrheitlich populistisch angehauchte, geschichtslose Kommentare (man hat den Eindruck, das ein System dahinter steckt) wühlen, bis man halbwegs vernünftige Standpunkte findet. Die "Mehrheit" spiegelt sich leider in den Foren nicht mehr wieder“
Für sie wahrscheinlich alles antisemiten? Was ist mit all den „Schlägern“ die bei jeder Gelegenheit die antisemitismuskeule schwingen bis alle Kritiker erledigt sind?
Eine Demokratie muss alle Meinungen abdecken, wie hier im Forum, auch wenn es dem einzelnen nicht passt. Geht mir meist genauso.

@ Mac tire

Als nicht-Moslem dürfen Sie die gesamte Stadt Mekka nicht betreten.

@ Friedrich peter

Sie merken es nicht, bedienen sich aber selbst am Nazi Vokabular.

Menschen "auszumerzen" ist schlimmster totalitärer Sprachmissbrauch.

@ 09:45 von Sisyphos3

"aber dieser auserwählten Gruppe
.
keiner spricht von den 20 .... 25 Millionen in der Sowjetunion"
.
Hier geht es um den Holocaust.
.
Wenn Sie ein Denkmal für die von Stalin ermordeten, deportierten und verhungerten Menschen wollen, richten Sie sich bitte an die russische Regierung.

Falsch - @guggi

lesen Sie mal Ihren "Beitrag" und Sie werden vielleicht erkennen das nichts mehr verstärkt werden braucht, was schon vorhanden ist.

Zudem, ein Krieg, so schrecklich und mir unverständlich er ist, ist ein Krieg zwischen Nationen.
Der Holocaust - der Versuch der Nazis also, von Deutschland ausgehend nicht nur eine komplette Glaubensgemeinschaft, sondern eine Menschengruppe zu vernichten ist eine ganz andere Nummer.
Manche Verbrechen sind auch nach tausenden von Jahren nicht v e r j ä h r t.

Falsch - @ladycat

D i e Deutschen waren in erster Linie T ä t e r und für die deutschen Opfer der Nazis gibt es Denkmäler zuhauf - von Straßennamen bis Stelen - alles schon vorhanden, auch wenn die Meisten nicht wissen was diese "Mahnmale" bedeuten.

wollen wir unser Umfeld . . .

. . . endlos mit Denkmälern vollpflastern.
Das 3. Reich sollten wir endgültig begraben und entschlossen in die Zukunft schauen.
Dort gibt es wahrhaftig genug zu tun.
Vergiftung unserer Böden, Meeresverschmutzung.
Wir entziehen unserer Jugend die Lebensgrundlage.
Da ist ein Denkmal der Vergangenheit vollkommen überflüssig.
b.k.

Abenteuerspielplatz

"Ein 400 Meter langes Labyrinth aus roten Backsteinmauern."

Das klingt nach einem interessanten Ort - insbesondere für Kinder. Aber wenn Teile der Bevölkerung ein Labyrinth als Labyrinth wahrnehmen und auch so nutzen, wird es wieder einen Aufschrei bei den Hypersensiblen geben.

Berlin hat das mit seinem Holocaust-Mahnmal ja schon mehrfach durch...

08:51 von Tada

Labirynth?

"Ein 400 Meter langes Labyrinth aus roten Backsteinmauern"

Labirynth?
Hat man aus dem Denkmal in Berlin nichts gelernt?

Ein Labirynth ist etwas, das in Gärten der Reichen und Schönen Orte für Schäferstündchen geboten hatte.

Und hinterher beschwert man sich, dass Verstecken und Fangen gespielt wird oder Parcours gelaufen werden.

Bestimmte Architektur schafft bestimmte Verhaltensweisen ohne dass man die Besucher ermahnen muss sie einzuhalten. Es muss nicht kunstvoll sein, sondern den Zweck erfüllen.

Besser ist es Jugendlichen den Besuch eine Gedenkstätte in ehemaligen KZs zu finanzieren und Stolpersteine zu verlegen.
///
*
*
400 Meter brauchte die Mauer zur Erinnerung an die Toten des linken SED Terror in Deutschland nicht zu sein.
*
Zur Ausgeglichenheit, für die Jugendlichen, denen in den Schule 1945-1989 fehlt.

@Sergej.Kharlamorov (24.05.19 10:16): Vielen Dank!

Mein Dank an Sie bedeutet natürlich vollste Zustimmung zu Ihrem Beitrag!

Und wenn ich schon dabei bin; ebenso für insbesondere den zweiten Teil von HugoM56 (24.05.19 09:59).

"Nie wieder!" steht in großen

"Nie wieder!" steht in großen Lettern auf dem Gelände der Gedenkstätte in Dachau und symbolisiert eine demokratische Grundüberzeugung, die jahrzehntelang galt. "Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." (G. Santayana) galt vielen als Richtschnur für die Bedeutung der Erinnerung an Shoah, Völkermord und allen Greueltaten der Nazis. Wir scheinen in Zeiten zu leben, wo eine gefährliche Relativierung diesen gesellschaftlichen und bildungstheoretischen Konsens bedroht, nicht nur durch die Vorgänge in Amsterdam, auch durch respektlose Äußerungen zu anderen Mahnmalen, wie z.B. die entgleisenden Worte von B.Höcke zum Berliner Holocaust-Mahmal wie auch der "Vogelschiss"-Ausfall von Gauland bezeugen. Es ist eine konzertierte Aktion von Zivilcourage, Bildungsinvestition und politischen Initiativen notwendig, um diesen Anfängen zu wehren.

10:39 von Hansi Glück

Falsch - @guggi

lesen Sie mal Ihren "Beitrag" und Sie werden vielleicht erkennen das nichts mehr verstärkt werden braucht, was schon vorhanden ist.

Zudem, ein Krieg, so schrecklich und mir unverständlich er ist, ist ein Krieg zwischen Nationen.
Der Holocaust - der Versuch der Nazis also, von Deutschland ausgehend nicht nur eine komplette Glaubensgemeinschaft, sondern eine Menschengruppe zu vernichten ist eine ganz andere Nummer.
Manche Verbrechen sind auch nach tausenden von Jahren nicht v e r j ä h r t.
///
*
*
Anderen, die mit dem Wissen der damaligen Greueltaten, die Unterdrückung Ihres Volkes noch perfektionierten, ist schon nach 30 Jahren alles vergeben.
*
(Beileid den Hinterbliebenen der vergessenen Maueropfer)

@NeutraleWelt

"Wenn Sie ein Denkmal für die von Stalin ermordeten, deportierten und verhungerten Menschen wollen, richten Sie sich bitte an die russische Regierung."

Dann belaufen sich die Zahlen auf rund 40 Millionen.

Durch den 2. Weltkrieg sind aber ca 25 Millionen Menschen auf der sowjetischen Seite umgekommen, darunter 2,1 Millionen Juden. Das sind dann Soldaten, Kriegsgefangene und Zivilisten, keine Deportierten oder Sonstiges.
Ich finde es lustig wie man hier gegen Fake News wettert, aber fleißig Fake News verbreitet.

Denkmal

Das Denkmal kann Einem gefallen oder nicht. Aber in manchen Posts wird hier insgesamt die Sinnhaftigkeit des Gedenkens an den Holocaust angezweifelt. Manche fragen, wo denn das Gedenken an andere, nicht-jüdische Opfer der Naziherrschaft und des 2. Weltkriegs bleibt. Kann gut sein, dass manche Opfergruppen unterrepräsentiert sind. Das ist aber kein Argument gegen das Gedenken an die jüdischen Opfer, sondern Aufforderung auch der anderen Gruppen mehr zu gedenken.

Ob der Standort in Amsterdam geeignet ist, kann ich nicht beurteilen. Der Entwurf selbst ist Geschmackssache.

@Tada - Interessen von Architekten, Stadt und Verbänden

08:51 von Tada:
"Und hinterher beschwert man sich, dass Verstecken und Fangen gespielt wird oder Parcours gelaufen werden."
> Es wird nicht der Architekt sein, der sich beschwert. Denn der möchte, dass sein Kunstwerk von der Bevölkerung angenommen wird.

Die Stadt verfolgt ein ganz anderes Ziel: Sie möchte ein öffentlichkeitswirksames Zeichen setzen und den Verbänden gefallen.

Und die Verbände wünschen sich wahrscheinlich ein Heiligtum...

Da möchten wohl einige

Da möchten wohl einige Anwohner sich nicht ihrer grauenhaften Geschichte stellen. Verdrängung und Leugnung ist aber auch keine Lösung. Schon erstaunlich wie stark und energisch mittlerweile rechte Gruppierungen geworden sind. Hoffe das das Mahnmal kommt

15 Millionen Euro

sollte man besser dem israelischen Volk geben , damit es sich gegen die Angrifskriege und den Terror der Hams schützen können.

Das ist wirksamer Schutz gegen einen neuen Holocaust .

10.14 Shantuma/ Verbliebene Juden

Yum einen muss man die Zahl der ermordete Juden im Verhältnis zur Bevölkerungszahl setzen. Holland hatte damals circa 9 Mio Einwohner, Deutschland damals , ich meine 80 Millionen.

Aber was ich meinte, die eigentliche Frage war-ist, wieviel Juden haben den Holocaust überlebt in den Niederlanden und das war die niedrigste Zahl in Europa.

@NeutraleWelt

Die 26 Millionen Russen waren Opfer des 2. Weltkrieges, besser gesagt sie starben weil die Deutschen sie durch Belagerung von Großstädten aushungerten und ein weiterer großer teil der 26 Millionen starben im Kampf gegen hitlers Schergen... die Toten unter stalin und lenin können sie zu den 26 Millionen hinzufügen....

@ 10:09 von stupid - first

"@ladycat 09:37
"Ich kann die Anwohner sehr gut verstehen.
Wo sind die Denkmäler für all die verstorbenen deutschen Opfer?"

I n j e d e m D o r f."
.
E b e n n ic h t . N o c h n i c h t m a l i n d e r G r o ß s t a d t !
.
Ich glaube Sie und Kommentator Sergej.Kharlamorov haben die Intention nicht verstanden.
.
Bevor ich hier wieder in eine Ecke gedrückt werde: Der Holocaust hat stattgefunden und war Massenmord! Menschenverachtender Genozid!
.
Kriegerdenkmäler finden sie überall.
Aber was ist mit den Ofpern der Zivilbevölkerung? Nicht genug, dass Mütter ihren Mann und die Söhne verloren haben.
Bitte bewerten sie die Flächenbombardierung der Städte selbst. Nicht nur der deutschen Städte, London, Dresden, St. Petersburg.
.
Das gehört auch angemahnt!
Krieg ist für nichts gut.
Der Verlierer ist die Bevölkerung. Und das sollte man nicht vergessen.

10:49 von nach-denken

"Das 3. Reich sollten wir endgültig begraben und entschlossen in die Zukunft schauen."

Das Wort Denkmal bedeutet nachdenken.

Der Weg des "ab heute ist alles vergangene vorbei und vergessen" ist in diesem Land schon mehrmals (und zurecht) schief gegangen.
Und immer noch gibt es genug Leute die genau diese Taktik (für ihre Ziele) anwenden.
Die Fehler (z. bsp. Verbrechen) der Vergangenheit müssen aufgearbeitet werden.

Wer nicht weiß wo er herkommt wird nie irgendwo ankommen.

Herr Libeskind sagt: "wir

Herr Libeskind sagt: "wir reden hier nicht über Bäume (oder Hunde)."

Ja - aber wäre das nicht einmal eine Idee für ein Mahnmal - ein Grünzug mit 102000 Bäumen, die jeweils den Namen eines Opfers tragen? (Sie müssten natürlich schon beim Anpflanzen etwas größer sein).

Das wäre ein Mahnmal, das immer größer wird und schon seiner Natur nach ein positiver Beitrag.
Natürlich weiß ich nicht, ob es in Amsterdam dafür Platz gibt, aber man könnte sie ja auch aufteilen.
Für Libeskind wäre das vermutlich kein Auftrag - eher für einen Landschaftsarchitekten.

Ein lebendes Mahnmal statt Steinblockaden, das hätte was.

@10:23 von Erny

"[...] Eine Demokratie muss alle Meinungen abdecken, wie hier im Forum, auch wenn es dem einzelnen nicht passt. [...]"

Was meinen Sie mit "alle Meinungen abdecken"? Wenn es darum geht, dass die Meinungsfreiheit gegeben sein muss, stimme ich ihnen zu. Aber nicht jede Meinungsäußerung muss von der Demokratie akzeptiert werden - im Gegenteil, es gibt Meinungen, denen Demokraten widersprechen müssen, gerade weil sie Demokraten sind.

Nicht jede erlaubte Meinung muss auch ausgesprochen werden, nur weil sie denkbar ist. Das hat mit Demokratie nichts zu tun.

Falls Sie auf so etwas hinaus wollten, wie der "auch wenn"-Teil des von mir zitierten Satzes andeutet, muss ich also leider entschieden widersprechen.

09:28 von Sisyphos3

"glaubt hier wirklich einer, das interessiert "die Jugend" was sich vor 80 Jahren abspielte"

O ja, es interessiert sie.
Es interessiert die heutigen Jugendlichen mehr als die Generationen davor.
Sie lesen viele Bücher darüber, besuchen die ehemaligen KZ's und kommen erschüttert wieder heraus.

Das geht den Älteren eher ab.

Im Hirn funktioniert das nicht.

Es gibt eine Oberschülerbefragung und mehrere andere zu ähnlichen Themen:
Wer war der letzte Regierungschef der DDR?
Adolf Hitler.
So etwas ist hier oft genug gefragt worden.
Trotzdem:
Der Denkmäler zur Judenvernichtung (so hieß das bevor andere Bezeichnungen aus USA herüberkamen) sind es genug, das ist meine Meinung.
Dies obwohl die Shoah eine der größten menschengemachten Sauereien war.
Vergessen werden gerne die jüngeren Sauereien der Herren Mao und Stalin. Gut das waren keine deutschen Betroffenen.

Amsterdam.....

ist eine wunderschöne Stadt und ich verstehe die Bewohner, die weiterhin in einer schönen Stadt wohnen wollen. Wenn man dann noch bedenkt, daß Herr Libeskind mit der gleichen Begründung in hunderten von Orten und Städten Denkmäler entwerfen könnte, die immer weniger Leute zum "denken" bringen, sondern nur bestimmte Kreise animieren sich zum obersten Moralrichter aufzuspielen. Als wenn irgend jemand die Verbrechen der Nazis verharmlost oder relativiert hätte! In der Geschichte der Menschheit wurden schon viele Millionen Menschen aus religiösen oder angeblich politischen Gründen ermordet - und niemand baut ihnen ein Denkmal! Das Verbrechen der Nazis mit einer angeblich minderwertigen Rasse zu begründen, ist gleichzeitig einmalig, lächerlich und menschenverachtend! Aber kann man damit jede Art von Mißbrauch entschuldigen? Wann werden diese Bewohner von Amsterdam wohl das Prädikat "Antisemit" erhalten?

"Der Jude kriegt einen Steinhaufen"

@ Umu 08:27
« Der Jude kriegt einen Steinhaufen »
Die Ausdrucksweise - die verallgemeinernde, abwertende stereotypisierende Form des Singulars, plus die abwertende Beschreibung des Holocaustdenkmals, die nicht nur den architekturalen Wert negiert, sondern vor allem die Funktion – ist einfach ekelhaft.
Die Parallele zwischen dem Holocaust und den Verbrechen der Stasi ist ebenfalls eine Relativierung und Verharmlosung der NS-Verbrechen, die seinesgleichen sucht.
Zum Kotzen!

um 11:04 von Boris.1945

>>
10:39 von Hansi Glück

Falsch - @guggi

lesen Sie mal Ihren "Beitrag" und Sie werden vielleicht erkennen das nichts mehr verstärkt werden braucht, was schon vorhanden ist.

Zudem, ein Krieg, so schrecklich und mir unverständlich er ist, ist ein Krieg zwischen Nationen.
Der Holocaust - der Versuch der Nazis also, von Deutschland ausgehend nicht nur eine komplette Glaubensgemeinschaft, sondern eine Menschengruppe zu vernichten ist eine ganz andere Nummer.
Manche Verbrechen sind auch nach tausenden von Jahren nicht v e r j ä h r t.
///
*
*
Anderen, die mit dem Wissen der damaligen Greueltaten, die Unterdrückung Ihres Volkes noch perfektionierten, ist schon nach 30 Jahren alles vergeben.
*
(Beileid den Hinterbliebenen der vergessenen Maueropfer)
<<

Das fehlte noch von Ihnen: Die Holocaust-Relativierung.

re.09:51 von Tada

Antwort auf ihren Beitrag:
Also bei uns sind die Kirchen leider die meiste Zeit zu. Aus Polen kannte ich das so nicht.

Da gebe ich ihnen Recht das hier ,ich muss sagen in den letzten Jahren, die Kirchen abgeschlossen werden ,leider.
In früheren Jahren war das hier auch anders und unsere Kirchen waren ,meist, immer zugänglich. Leider gab es dann aber "Üble Zeitgenossen " welche in den Kirchen ,ich nenne es mal "Saufgelage" veranstaltet haben und auch die Kircheneinrichtungen beschädigt haben, leider. Darauf hin hat man dann die meisten Gotteshäuser außerhalb der Gottesdienste zugesperrt.

hahahaha @ Borris45

Zitat
"Anderen, die mit dem Wissen der damaligen Greueltaten, die Unterdrückung Ihres Volkes noch perfektionierten, ist schon nach 30 Jahren alles vergeben.
*
(Beileid den Hinterbliebenen der vergessenen Maueropfer)"
****//// ???
Sie schreiben oft wirres/verwirrendes Zeug, als Polemiker nicht verwunderlich, doch hatte es bisher immer einen mehr oder weniger historischen Bezug.
Dieser ist Ihnen aber diesmal verloren gegangen oder wissen Sie tatsächlich nicht das diese Verbrechen auf, Ihnen doch sonst so wichtigem d e u t s c h e n Boden, von Deutschen begangen wurden?

Und nein vergeben ist nichts, die vielen Blumen an den Maueropfer-Kreuzen bezeugen das eindringlich.

@um 08:58 von Mischa007

" Holocaust ... Was ist mit den ermordeten Russen, Polen, Franzosen, Deutschen, Tschechen, Rumänen, Ungarn, Engländern, Amerikanern usw.?"
Nun der Holocaust ist schon etwas besonderes, keine andere Volksgruppe wurde derartig verfolgt wie die jüdische, auf der ganzen Welt, in vielen Jahrhunderten! Und dann kommt noch der Versuch der totalen Auslöschung dazu.
Für all die anderen Völker die sie aufzählen gibt es doch aber Mahnmale! Die unzähligen Mahnmale überall gegen Krieg. Oder Denkmähler zum Gedenken an die vielen Gefallenen durch Kriege.
Aber ein Denkmahl zu errichten, ohne mit den Anwohnern zu sprechen führt den Gedanken des Denkmahls ad absurdum.

09:27 von guggi

"Kontraproduktiv.
Den Leuten hängt dieses 75 Jahre alte Thema doch längst zum Hals heraus. 50 bis 60 Millionen sind im 2. Weltkrieg ums Leben gekommen, aber dieser auserwählten Gruppe werden auch Generationen später, immer noch Denkmäler hingestellt. Das verstärkt höchstens den Antisemitismus."

Das kommt halt auf den Typus an.
Bei manchen verstärkt offenbar eigentlich alles den Anitsemititsmus.

Ich denke, den meisten hängt das nicht zum Hals raus.
Ganz im Gegenteil. Je länger es zurück liegt, desto mehr wird vielen klar, was für ein Abgrund zwischen dem heutigen demokratischem Deutschland und dem damaligen Hass-Deutschland liegt.

Und gerade, wenn dieses Hass-Deutschland sich langsam wieder einschleichen will, werden diese Denkmäler als Mahnmäler ganz neu betrachtet.

@um 09:08 von Sisyphos3

"... könnte sich doch auch mit der Ausrottung der Ureinwohner beschäftigen oder der Ungerechtigkeit der Sklaverei in den USA ..."
Warum? Was liegt denn näher als sich mit der Geschichte seines eigene Volkes zu beschäftigen?

@ dr. bashir

"Vielleicht weil "diese ausgewählte Gruppe" besonders viele Opfer zu beklagen hatte?"

Andere Gruppen haben auch besonders viele Opfer zu beklagen. Sinti & Roma in D nahezu komplett ausgerottet, Homosexuelle und sogar Behinderte wurden von Nazideutschland unterschiedslos in KZs gesteckt und dort umgebracht.

Dann also bitte schön auch überall an allen Ecken und Enden unserer Städte Denk- und Mahnmale auch für jede einzelne dieser Gruppen. Das Problem ist nur: vor lauter Mahnmalen werden wir dann unsere Städte überhaupt nicht mehr "sehen" können.

Ganz zu schweigen von den 25 Mio. umgekommenen Sowjetbürgern. Für die bitteschön mindestens die 5-fache Anzahl an Mahnmalen in Städten überall auf dem Globus.

Wissen Sie, was das Problem ist. Die oben genannten Gruppen haben einfach keine derart mächtige und finanzstarke Lobby. Außerdem leben diese Gruppen eher im Hier und Jetzt und tragen die Vergangenheit nicht wie eine Art Monstranz vor sich her. In meinen Augen sehr sympathisch.

@um 09:10 von mac tire

"aber darf ich denn als Christ nicht in eine Synagoge gehen?"
Die Synagogen die ich kenne sind verschlossen! Im "Gottesdienst" (Wie der in der jeweiligen Religion auch immer heißen mag) ist der Zutritt, natürlich den Gläubigen vorbehalten.
Auch Moscheen sind nur am Tag der offen Tür allen zugänglich.
Selbst die Kirchen sind nicht mehr ständig offen. Schauen sie sich mal die vielen Landkirchen an, von denen mehrere zu einer Pfarrei gehören, wenn niemand da ist, kein Pastor oder Kantor etc. wird die Kirche auch verschlossen. Und das kommt sehr oft vor.

re. 10:24 von Einfach Unglaublich

Ich habe hier nicht von der "Heiligen Stadt" der Moslems geschrieben sondern ,wenn sie es noch einmal lesen möchten von den Moscheen . Und da kann/darf ich hier bei uns ohne Probleme rein gehen . Natürlich muss ich mich an die Vorschriften halten wie z.B. die Schuhe vorher ausziehen aber sonst gibt das kein Problem.

@um 09:23 von WillyPeterReese

"Wir brauchen nicht nochmal hundert Denkmale, ... Baut ab jetzt für die Lebenden!"
Wie mir scheint liefern sie den besten Beweis das wir noch viele Denkmäler brauchen! Das wichtigste ist das auch der letzte Mensch begreift, das Verfolgung und Hass auf Grund einer Zugehörigkeit zu irgendwas etwas ist das wir Menschen ablegen sollten.
Niemals wieder darf es so etwas wie den Holocaust geben!

#Tada

Und wen interessieren die Namen von Leuten vor 80 Jahren ermordet wurden? Die jetzige Jugend kann damit nichts anfangen und hat damit nichts zu tun. Für die Namen gibt es andere Stätten, wo man sie nachlesen kann, wenn man daran Interesse hat.
Diese Denkmal in Amsterdam zeigt den ganzen Wahn der da betrieben wird, so als gäbe es nicht schon genug Denkmäler und Gedenktage zu dem Thema. Die Kosten von 15 Millionen sind einfach eine Frechheit dem Steuerzahler gegenüber, der hat nämlich mit dem Holocaust nichts mehr zu tun und soll jetzt dafür arbeiten? Gebt das Geld den Armen, die können es brauchen.
Das sich hier ein jüdischer Stararchitekt ein Denkmal setzen will, ist doch offenkundig. Kann er ja gerne, aber auf seinem Grund und aus seiner Tasche!

@um 09:45 von Sisyphos3

"keiner spricht von den 20 .... 25 Millionen in der Sowjetunion"
Das Stimmt, für diesen Artikel!
Es ist wohl eher nicht so das niemand der Toten des 2. Weltkriegs gedenkt, der größte Teil davon waren Bürger der SU.
Aber der jetzige Wirtschaftsboykotten, sosehr ich ihn auch ablehne, hat doch damit nichts zu tun.
Im Übrigen sollten sie wenn sie von den sowjetischen Kriegsopfern sprechen auch über die Opfer Stalins reden. Ich meine nicht die Kriegsopfer Stalins, es war schließlich Krieg. Ich rede über der Toten in den Gulags und anderen Lagern. Zwangsarbeit in Sibirien etc.

@demokrateur

Falsch gedacht... Meinungsfreiheit heißt auch gegen eine andere Meinung zu sein, ansonsten können sie das sehen wie sie wollen, sie eher negativ... natürlich darf Gauland & Alice und co sagen was durchwollen, entscheidend ist wie die Reaktion der Demokraten und von mir aus auch konservativen, linken und Liberalen darauf ist... entscheidend ist leider was der Wähler davon hält, aber auch denen sollte man erklären was so los ist... siehe rezo, muss nicht immer die AfD böse sein, auf Dauer können das auch andere... und wieso ist die npd oder der III. Weg als Partei erlaubt, warum wohl?? Ich würde die verbieten!!!

@um 09:46 von Felina2

Volle Zustimmung!
Übrigens selbst Affenfamilien bekriegen sich gegenseitig, um an Ressourcen zu kommen.
Ob Krieg evtl. Genetisch bedingt ist? Oder in der Natur der Sache liegt?
Aber der Mensch hat doch einen Kopf und Verstand, man sollte ihn vielleicht auch benutzen.

Darstellung: