Ihre Meinung zu: Gesetzentwurf: Regierung einigt sich beim Thema Wolf

21. Mai 2019 - 17:47 Uhr

Wann darf ein Wolf in Deutschland abgeschossen werden? Darüber wurde lange gestritten. Nun gibt es eine Einigung - auf einen leichteren Abschuss. Der Gesetzentwurf ist heute vom Kabinett gebilligt worden.

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Kommentare

Jagdlobby hat sich durchgesetzt

Wölfe bedienen sich unabhängig von ihrer Anzahl bundesweit an ungeschützten Schafen. Schießt man einen Wolf ab, werden die verbliebenen trotzdem weiter ungeschützte Nutztiere reißen, da sie nicht im menschlichen Sinne zwischen "mein" und "dein" unterscheiden können.
Deswegen einen nach dem anderen Wolf abschießen zu lassen, bis die Risse "aufhören" (Svenja Schulze) führt zwangsläufig in die erneute Ausrottung.
In Niedersachsen betrug die Anzahl unzureichend geschützter Nutztiere im Fall gemeldeter Schäden satte 80%-100%.
Man suggeriert den Tierhaltern nun, dass sie auf den Herdenschutz verzichten und sich stattdessen auf Wolfsabschüsse als "Herdenschutzmaßnahme" verlassen könnten. Das ist eine äußerst ignorante Rolle rückwärts in Sachen Artenschutz.
Die Bürger begrüßen diversen Umfragen zufolge zu rund 80% die Rückkehr der Wölfe. Diese Regierung bedient aber lediglich Lobbyinteressen von Kleinstminderheiten wie den Jägern und schert sich offensichtlich nicht um ihre Bürger.

wer findet den Fehler

"Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass künftig nach Wolfsrissen auch dann Wölfe geschossen werden dürfen, wenn nicht klar ist, welches Tier genau zugebissen hat. Und zwar so lange, bis es keine weiteren Risse gibt. Das kann auch bedeuten, dass ein ganzes Rudel geschossen wird. Allerdings muss jeder Abschuss vorher von den Landesbehörden genehmigt werden."
Aber der Wolf bleibe eine streng geschützte Tierart

"Der Entwurf sieht unter

"Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass künftig nach Wolfsrissen auch dann Wölfe geschossen werden dürfen, wenn nicht klar ist, welches Tier genau zugebissen hat. Und zwar so lange, bis es keine weiteren Risse gibt. Das kann auch bedeuten, dass ein ganzes Rudel geschossen wird." -Zitat aus dem Artikel

Wenn der Mensch etwas kann, dann ist es Tiere auszurotten. Warum geben wir überhaupt noch vor, für den Erhalt von bedrohte Tierarten zu sein?
Seien wir ehrlich, Raubtiere wollen wir nur in Zoos sehen.

"Pauschallösungen" sind nicht zielführend

"Wir haben auf die Sorgen vor Ort reagiert. Da, wo es ein Problem gibt, lösen wir es. Und da wo es keines gibt, gilt der Artenschutz uneingeschränkt"

Richtig. Es muss immer von Fall zu Fall entschieden werden.

Wenn sich Handlungsbedarf abzeichnet - und ob dies der Fall ist (und warum), können die unmittelbar Betroffenen vor Ort sicher besser beurteilen und begründen als Politiker und Behörden - muss auch sofort gehandelt werden können.

Ich bin für abschiessen

Wozu brauchen wir den Wolf der hier keine natürlichen Feinde hat und wo sich die Population zum Beispiel in Niedersachsen über Gebühr ausgebreitet hat? Das von den Nutztierhaltern Tiere gerissen werden, ja gleich einige Tiere der reinen Tötungswut zum Opfer fallen ist egal? Einige der ach so scheuen Wölfe wurden beobachtet wir diese in Dörfer reinspaziert sind. Was ist wenn ein Kind mal angefallen wird? Ich bin für einen Abschuss ohne wenn und aber.

@Senta Tangerstedt

Ihrem Kommentar stimme ich voll und ganz zu. Er trifft es auf den Punkt.

um 18:37 von YVH

>>"Seien wir ehrlich, Raubtiere wollen wir nur in Zoos sehen."<<

.... bestimmt nicht im Vorgaeten oder beim Waldspaziergang.

Ich denke, dass Wölfe sehr intelligent sind.

Ich glaube nicht, dass ein Wolfsrudel Nutztiere angreift, wenn ein Tier des Rudels dabei schon mal geschossen wurde. Es gibt allerdings Schutzmaßnahmen, Hütehunde, Esel u.s.w. die eine solche Maßnahme überflüssig macht. Dies muss öffentlich gefördert werden. Es gibt Hunderassen, die Wölfe vertreiben, sollten sie ihrem "Rudel" zu nahe kommen. Der Abschuss sollte die absolute Ausnahme sein!! Wir Menschen neigen dazu, immer den bequemsten Weg zu gehen, eine Patrone ist halt billiger als Hütetiere. Schlimm...

Unvernünftige Wolflobby

Raubtiere spielen eine wichtige Rolle in Ökosystemen. Aber warum brachen wir hier dazu wieder den Wolf? Wir Menschen können auch diese Raubtierrolle spielen, durch Jagen. Und haben das über 100 Jahre lang gut gemacht.
Dabei wurden Nutztiere auch geschützt. Dazu ist der Wolf ist auch kein gefährdetes Tier. Es war ein Fehler den Wolf hier wieder sesshaft werden zu lassen.

Was mich am meisten

aufregt ist, daß die Wölfe auch immer als Gefahr für den Menschen herhalten müssen. Das die Jäger untereinander schon große Schäden angerichtet haben, die Wölfe aber noch nie, wird nicht erwähnt.

"Der Gesetzentwurf helfe, das Nebeneinander von Wolf und Weidetierhaltung in Deutschland zu ermöglichen, (...)"

Die Ermöglichung des Nebeneinanders von Wolf und Weidetierhaltung - und auch des Nebeneinanders mit allen anderen Wildtieren - beruht in erster Linie darauf, dass man sich gegenseitig respektiert - und Respekt voreinander verschaffen kann.

Ein Abschuss sollte grundsätzlich das letzte Mittel sein, das nur dann, wenn sich alle anderen "erhaltenden" Maßnahmen (insbesondere technischer Art, wie Elektrozäune u.a.; es sollte aber auch nach anderen wirksamen "Abschreckungsmaßnahmen" gesucht werden) als wirkungslos erweisen, angewendet werden darf.

Vielleicht wäre es besser die Wölfe mit Gummigeschossen

zu vergrämen. Also Herdenschutztiere anschaffen, wenn diese nicht helfen, mit Gummigeschossen vergrämen und erst ganz zum Schluss --> Abschuss.

re eine-anmerkung

" um 18:37 von YVH

>>"Seien wir ehrlich, Raubtiere wollen wir nur in Zoos sehen."<<

.... bestimmt nicht im Vorgaeten oder beim Waldspaziergang."

Mein Gott, wie können nur die Menschen in den Tropen überleben ...

re eine-anmerkung

"Einige der ach so scheuen Wölfe wurden beobachtet wir diese in Dörfer reinspaziert sind. Was ist wenn ein Kind mal angefallen wird? Ich bin für einen Abschuss ohne wenn und aber."

Einige der ach so klimafreundlichen Bäume wurden beobachtet, wie sie einfach umgefallen sind. Was ist, wenn einer mal ein Kind erschlägt? Ich bin für Kahlschlag, ohne wenn und aber.

(Kann Spuren von Sarkasmus enthalten)

von eine_anmerkung

Das geht in anderen Ländern auch, warum soll es hier in Deutschland nicht gehen?

Frau Klöckner zeigt, dass sie von diesem Thema keine Ahnung hat

Einfach mal erst bilden und dann den Mund aufmachen.
Ich bin für das Verjagen ohne die Tiere abzuschießen! Vergrämung muss möglich sein!

18:45 von eine_anmerkung

Es gibt andere Mittel um den Tieren beizubringen, dass sie in Dörfern und Weiden nichts zu suchen haben. Ganz ohne rumgeballer! Wenn ein Wolf durch Hunde oder Gummigeschosse verjagt wurde, hat er kein gesteigertes Interesse dem Mensch oder Nutztieren nahe zu kommen. In den Ländern, in denen Wölfe schon Jahrzehnte leben, gab und gibt es keinen Angriff gegen Menschen. Eher umgekehrt!

18:45 von eine_anmerkung

Vielleicht haben sie ja eine Flinte zu Hause und es fehlt ihnen noch ein Wolf als Jagdtrophäe. Dann und nur dann kann ich ihre Einstellung verstehen. Von Wölfen scheinen sie zumindest keine Ahnung zu haben.

18:47 von eine_anmerkung

Wieviel Wölfe haben sie denn dabei schon beobachtet, wie sie durch ein Dorf laufen?

Rückschritt

Das erinnert an die Denkweise, die zum Aussterben von so vielen Tieren geführt hat. Einfach mal abschießen, dann schauen, ob es sinnvoll war. Denn genau das will der Entwurf: Unabhängig davon, ob er Wolf überhaupt gerissen hat, soll getötet werden. Danach wird geguckt, ob es weitere Risse gibt.

Das ist eine sehr unwissenschaftliche Vorgehensweise, die rein im Interesse einiger Lobbys ist. Und zudem das Problem auch noch aufbläst. Wie viele Fälle gibt es denn wirklich im Jahr? Und wie viele waren eindeutig Wölfen zuzuordnen?

Kaum hat man in Deutschland mal wieder ein wildes Tier muss es getötet werden. Nichts dazu gelernt.

Im übrigen gibt es leichte

Im übrigen gibt es leichte Methoden, Schafsherden zu schützen: Zäune, Herdenschutzhunde, Lautsprecher und Duftmarken. Alles das wurde erfolgreich umgesetzt.

Oder man spart die paar Euro und lässt Abschießen. Auch eine Methode.

um 19:26 von Defender411

>>"Wieviel Wölfe haben sie denn dabei schon beobachtet, wie sie durch ein Dorf laufen?"<<

Nicht einen einzigen. Die Grundlage meiner Aussage bildete ich auf den Aussagen von vier Bewohner von Dörfer in Niedersachsen die mir unabhängig voneinander dies geschildert haben. Wenn mir vier unterschiedliche Quellen das Gleiche sagen, messe ich den Aussagen eine Bedeutung zu.

Lobbyarbeit

"Künftig sollen 'ernste Schäden' für Nutztierhalter als Grundlage für eine [Abschuss-]Genehmigung ausreichen."
> Es wird also dasselbe Spiel wie bei der Massentierhaltung: Die Agarlobby lässt die fertigen Gesetzesentwürfe mitsamt ihrer Schlupflöcher von der Politik durchwinken und die Behörden glänzen mit aktivem Wegsehen.

"Sowohl Umweltverbände als auch Jäger und der Bauernverband haben den Entwurf kritisiert."
> Der Bauernverband fordert den freien Abschuss von Wölfen, wird aber in einer Reihe mit den Umweltverbänden genannt. Ist das Zufall?

@Konsenssoße - Wildverbiss

18:58 von Konsenssoße:
"Raubtiere spielen eine wichtige Rolle in Ökosystemen. Aber warum brachen wir hier dazu wieder den Wolf? Wir Menschen können auch diese Raubtierrolle spielen, durch Jagen. Und haben das über 100 Jahre lang gut gemacht."

Woher haben Sie Ihre Informationen?
Mein Schwager ist Jäger und behauptet das glatte Gegenteil: Der Wildbestand ist viel zu hoch und es fehlt an Jägern. Die Verjüngung der Wälder erfordert spezielle Schutzmaßnahmen, da sonst alle jungen Triebe abgefressen.

um 19:04 von karwandler

>>"Mein Gott, wie können nur die Menschen in den Tropen überleben ..."<<

Weil die wahrscheinlich schnell laufen und dann auf die Bäume klettern konnten um von den Raubtieren nicht gefressen zu werden? Aber liebe karwandler, ich bin alt und habe Übergewicht.

@eine_anmerkung

"Ich bin für abschiessen. Wozu brauchen wir den Wolf der hier keine natürlichen Feinde hat und wo sich die Population zum Beispiel in Niedersachsen über Gebühr ausgebreitet hat? Das von den Nutztierhaltern Tiere gerissen werden, ja gleich einige Tiere der reinen Tötungswut zum Opfer fallen ist egal? Einige der ach so scheuen Wölfe wurden beobachtet wir diese in Dörfer reinspaziert sind. Was ist wenn ein Kind mal angefallen wird? Ich bin für einen Abschuss ohne wenn und aber."

"Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben"

Die Tiere, die am Ende der Nahrungskette stehen, haben idR keine natürlichen Feinde. Hat ein Löwe, ein Weißer Hai, ein Jaguar,..., natürliche Feinde? Nein. Nur den Menschen. Genau, wie der Wolf.

Wenn Wölfe keine Nahrung in Städten finden, spazieren sie nicht in Städte. Für jedes Kind ist jedes einzelne Auto eine größere Gefahr, wie ein Wolf. Jetzt fällt mir ein, deswegen die Fahrverbote.

Wenn die Nutztierhalter ihre Tiere reißen, ein starkes Stück

um 19:24 von Defender411

>>"Vielleicht haben sie ja eine Flinte zu Hause und es fehlt ihnen noch ein Wolf als Jagdtrophäe. Dann und nur dann kann ich ihre Einstellung verstehen. Von Wölfen scheinen sie zumindest keine Ahnung zu haben."<<

Einen Wolf schießt man mit einem Kugellauf (Büchse, keine Flinte). Ich kann diesen Jagdtrophäen nichts abgewinnen und würde mir niemals sowas in meine Wohung hängen und die größte Sauerei ist für mich die Großwildjagd. Doch das ist ein anderes Thema. Ich gestehe Ihnen aber durchaus eine größere Kompetenz beim Thema Wölfen zu?

re eine-anmerkung

">>"Mein Gott, wie können nur die Menschen in den Tropen überleben ..."<<

Weil die wahrscheinlich schnell laufen und dann auf die Bäume klettern konnten um von den Raubtieren nicht gefressen zu werden? Aber liebe karwandler, ich bin alt und habe Übergewicht."

Dann sind Sie für einen Wolf zu unappetitlich. Kann also gar nichts passieren.

Und dem Kind setzen wir einfach eine grüne Kappe auf statt einer roten. Problem auch gelöst.

In Ihrem Sinne ...

@eine_anmerkung - Blinder Hass?

18:45 von eine_anmerkung:
"Wozu brauchen wir den Wolf der hier keine natürlichen Feinde hat und wo sich die Population zum Beispiel in Niedersachsen über Gebühr ausgebreitet hat?"
> Wenn Sie jedes Tier ohne natürliche Feinde ausrotten wollen, bliebe nichts übrig, was größer als eine Ratte ist.

"Das von den Nutztierhaltern Tiere gerissen werden, ja gleich einige Tiere der reinen Tötungswut zum Opfer fallen ist egal?"
> Ich würde das als Versagen beim Herdenschutz bewerten.

"Einige der ach so scheuen Wölfe wurden beobachtet wir diese in Dörfer reinspaziert sind."
> Die waren dann wohl nicht scheu. So wie die Wildschweine in Berlin.

"Was ist wenn ein Kind mal angefallen wird? Ich bin für einen Abschuss ohne wenn und aber."
> Schießen Sie auch auf Autos? Oder ist das etwas völlig anderes, weil... ja warum eigentlich?

Ein tolles Nebeneinander

Der Mensch schießt den Wolf.

Wie hier schon beschrieben wurde, gibt es einige Möglichkeiten die Nutztiere zu schützen. Das war in früherer Zeit usus, heute nicht, früher Fruchtwechsel, heute nicht, lieber Pestizide und Dünger, weil man sich spezialisieren muß.

Das kostet Geld, wenn wir aber die Biodiversität weiter dezimieren, ist Mehrertrag nichts wert.

Wäre schön, wenn man auf EU-Ebene endlich die Landwirtschaftslobby abwählen könnte. Listenplatzkreuz leider nicht möglich.

Endlich ein Fortschritt!

Nachdem ueber viele Jahre die aeussersrt aggressive Wolfslobby jeden Kompromiss in Richtung Interessenausgleich zwischen extremem Wolfsschutz einerseits und Nutztierhaltenden andererseits blockiert hat, wurde durch die Bundesregierung nun ein stark abgeschwaechter Kompromissentwurf eingebracht, der immer noch dem Wolfsschutz Vorrang einraeumt, aber immerhin endlich etwas Ruecksicht auf andere Belange nimmt. Zur Beruhigung der vor Wut schaeumenden Wolfslobby sei gesagt, dass noch nicht einmal eine massvolle Regulierung der sich massiv vermehrenden Wolsbestaende vorgesehen ist, sondern lediglich bei nachgewiesenen Angriffen auf Nutztiere aus dem Rudel einzelne Tiere entnommen werden duerfen, ohne im Detail beweisen zu muessen, dass gerade dieser Wolf ein Nutztier gerissen hat.

@Defender411 - Wolf in Magdeburg

19:26 von Defender411:
"Wieviel Wölfe haben sie denn dabei schon beobachtet, wie sie durch ein Dorf laufen?"

Anfang des Jahres wurde ein junger Wolf am Stadtrand von Magdeburg gefilmt.

Manch einer hat aber Angst vor dem Unbekannten oder glaubt an Grimms Märchen. Anders lassen sich die Reaktionen kaum erklären - insbesondere im Vergleich zu den sonstigen Gefahren aus Natur und Zivilisation.

re konsenssoße

"Raubtiere spielen eine wichtige Rolle in Ökosystemen. Aber warum brachen wir hier dazu wieder den Wolf? Wir Menschen können auch diese Raubtierrolle spielen, durch Jagen."

Von Biologie haben Sie keine Ahnung. Es ist noch nirgends und zu keinem Zeitpunkt gelungen, dass der Mensch ersatzweise so "ausgleichend" agieren kann wie die Natur es selbst eingerichtet hat.

Nicht nachvollziehbar

wie manche hier ein imaginäres Rotkäppchen vor dem bösen Wolf in Sicherheit bringen wollen ...

... aber laut aufheulen, wenn (u.a. zur Sicherheit der Kinder) in Wohngebieten Tempo 30 verordnet wird.

@ eine_anmerkung

"... wurden beobachtet wir diese in Dörfer reinspaziert sind."

Eines meiner schönsten Tier-Fotos habe ich in Wyoming geschossen, als ein Wolf völlig unbeeindruckt über den Parkplatz spazierte. Und komisch, niemand sperrte deswegen die Kinder weg oder fing an, wild um sich herumzuballern. Ob das wohl daran liegt, dass die Menschen dort wissen, dass das liebe Rotkäppchen nur im Märchen vom bösen Wolf gefressen wird?

Die Menschen dort leben seit Jahrhunderten mit den Wölfen und sehen diese genauso als wichtigen Bestandteil der Natur, wie Regen oder Waldbrände. Und ihre riesigen Rinderherden sind gegen den gelegentlichen Wolfsriss genauso gut versichert wie gegen Wass- und Feuerschäden. Manchmal hatte ich fast den Eindruck, die Farmer beten dafür, dass der Wolf ihnen die schwächsten Tiere aus der Herde reist, weil die Versicherung dafür besser zahlt, als der Markt.

Nur in einem rechtwinklig begradigten und zubetonierten Land wie Deutschland sieht man Raubtiere als unnatürlich an.

Darf man eigentlich die Frage

stellen welche Qualifikationen ein Redakteur haben muss? Oder ob seine eigene Meinung über die von Fachkundigen Kommentatoren steht? Es fällt auf das die von sogenannten Tierfreunde hier ziemlich ungefiltert veröffentlicht werden. Ob da nun Jäger verunglimpft werden scheint keine Rolle zu spielen. Langsam beginne ich den Begriff Fake News zu verstehen.

@Senta Tangerstedt 18:10

Volle Übereinstimmung mit Ihnen.

Was viele nicht wissen...

- es ist völlig normal, dass Wölfe jede Nacht mehrere Siedlungen durchstreifen (Aussage Wolfsexperte NABU aufgrund Forschungsergebnissen besenderte Wölfe in D)
- Wölfe sind keine Waldbewohner. Sie halten sich auch in Feld und Flur auf, jagen nicht nur nachts/Dämmerung, auch tagsüber.
- Sie sind absolute Opportunisten, d. h. sie wählen immer die Beute, die zu Bejagen den geringsten Energieaufwand verbraucht.
- Sie jagen, wenn möglich, im Jagdverband, nicht allein!
- Es gibt mittlerweile mehrere tausend Wolfssichtungen in D. "scheue Wölfe" = Märchen! Die Erfahrungen im Rest-Europa sind identisch.
- Man geht davon aus, dass sich die Population alle 3 Jahre verdoppelt.
- Wölfe rissen in D bereits mehrfach Ponys, ausgewachsene Rinder, Alpakas, Haushunde... und natürlich Schafe, Ziegen...
- Es gibt jedes Jahr in D mehrfach "Großrisse" mit über 20 gerissenen Tieren bei einer Attacke, z. T. sogar über 40 Tiere!
- Der europäische Grauwolf ist nicht vom Aussterben bedroht! Auch nicht mehr in D!

@, 1 Anmerkung 21:12

"Weil die wahrscheinlich schnell laufen und dann auf die Bäume klettern konnten um von den Raubtieren nicht gefressen zu werden?"
Ich muss immer wieder feststellen, dass Menschen die gerne vom "blutrünstigen Raubtieren" fabulieren und andere Schauergeschichten erzählen, so gar keine Ahnung von einem intakten Ökosystem haben, weder von Verhaltensforschung noch vom Verhältnis Mensch-Tier.
Wissen Sie, da wo ich wohne gibt es Leoparden, angeblich keine 20 Km von mir entfernt. Leider habe ich so ein schönes Tier noch nie gesehen und werde es wohl auch nie sehen. Denn wenn so ein trampeliger Mensch durch den Wald läuft, ist der schon längst stiften gegangen.
Wissen Sie wieviele Menschen auf so einer dicht besiedelten Insel wie Java von Leoparden getötet oder verletzt wurden in den letzten 25 Jahren? 0 (null)
Und das wo Leoparden ausgesprochen gute Baumkletterer sind und auch auf Java sollen alte und gebrechliche Menschen leben. Sowas aber auch...

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