Kommentare

maximaler Profit für Aktionäre

Es geht nur um den maximalen Profit. Das ist das Wesen des Kapitalismus.
Menschenrechte stören da nur.
Das ist die Wahrheit.
Moral kann nur von den Menschen eingefordert werden. Immer wieder, und oft nicht gewaltlos!

Markt schlägt Moral

VW-Vorstand Andreas Renschler sieht unter Bolsonaro einen "wirtschaftlichen Umschwung, der Chancen" biete. Man dürfe nicht den "Anschluss verpassen".

Daraus lese ich ganz klar: sollten Zustände wie unter der Militärdiktatur wieder Urständ feiern und eine Machtclique durch Verhaftungen, Folter und Mord das Land unterjochen, wird VW sich nicht verweigern, erneut mitzuhelfen.
Welch gewissenlose, menschenverachtende Wirtschaftsführer haben wir. Mir wird speiübel.

Unsere Werte - weltweit begehrt

So trug und trägt die deutsche Wirtschaft die christlich - abendländischen, und die Werte des Grundgesetzes hinaus in die Welt.
Und natürlich hat weder VW - Deutschland noch die damalige und spätere deutsche Regierungen davon etwas gewusst.
Aber das Grundgesetz hat ja auch in den Zeiten der 68er keine große Bedeutung in Deutschland.
Vielleicht sollte das bei allen Feiern zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes auch mal berücksichtigt werden.

@ Denkerist

Profitstreben ist was gutes. Es bringt Wohlstand und Freiheit. Zwangsarbeit und Folter ist schlecht, und finden man fast nie in den staaten wo es die freie marktwirtschaft gibt, sondern eher dort wo der staat die volkswirtschaft und die menschen kontrolliert, wie auch in der brasilianischen militardiktatur damals.
Die kapitalistische welt schneidet in sachen menschenrechte wesentlich besser ab als die nicht kapitalistische.

Auch damals ...

... befand sich VW zu 20 % in Besitz des Landes Niedersachsen.

Niedersächsische Vertreter saßen im Aufsichtsrat.

Der NDR könnte auch einfach mal in Hannover recherchieren.

@Einfach Unglaublich, 16:12

Auch damals befand sich VW zu 20 % in Besitz des Landes Niedersachsen.
Niedersächsische Vertreter saßen im Aufsichtsrat.
Der NDR könnte auch einfach mal in Hannover recherchieren

Das ist ein großartiger Vorschlag, finde ich wirklich. Aber haben Sie auch bedacht, dass in jener Zeit Niedersachsen fest in CDU-Hand war?

Brasilien:Vom VW-Werksgelände in den Folterkeller....

Das wirft dann noch mehr Fragen auf:Wie haben sich damalige Bundesregierungen dazu verhalten ? Und wie der VW-Gesamtbetriebsrat ?
Und wie sah die Situation in den anderen Militärdiktaturen Lateinamerikas aus(Chile,Argentinien) ?
In den Niederlassungen der entsprechenden Unternehmen dort.

re von Konsenssoße

Was denn war Brasilien damals ? Doch ein Land der freien Marktwirtschaft,des Kapitalismus.
Und Profitstreben ist was gutes,es bringt Freiheit und Wohlstand,allerdings nur für wenige.

Schäbig...

Als junger deutscher Kaufmann im Firmenauftrag war ich ab ca. Mitte der 1970er oft in Mittel- u. Südamerika unterwegs, auch in Brasilien. Damals boomte die Wirtschaft - nicht nur in Europa, sondern auch in Mittel- u. Südamerika ... wegen neuer Absatzmärkte einerseits, und Ressourceneinkauf andererseits. So entstand bspw. nicht nur in Mexico, sondern mit "VW do Brazil" auch eine bedeutende und erfolgreiche Kooperation in und für Brasilien... zum Vorteil vieler ganz normaler Beschäftigter und rechtschaffener Bürger in deren Lebensverlauf...
_
Nun im Nachhinein politische Besonderheiten in BRAS und Einzelfälle kriminalisieren zu wollen, halte ich für schäbig. Ebenso könnte man in DE heute monieren, warum nie linke Gewerkschafter in den VW-Aufsichtsrat aufrückten, oder warum übersozialistische Störenfriede als Arbeiter am Band keine Chance hatten, sondern aussortiert wurden... und noch heute als ehemalige DKP- oder NPD-Mitglieder lamentieren...

@frosthorn, 15:36

"Mir wird speiübel"

Mir auch. Aber so funktioniert unser Wirtschaftssystem nun mal.

Und unsere wirtschaftshörige Regierung hat leider offensichtlich nicht das geringste Interesse, dass sich daran was ändert (ich habe bereits vor einigen Jahren eine TV-Dokumentation über die Rolle von VW in Brasilien während der Militärdiktatur in den 60er-/70er-Jahren - mit den im Artikel erwähnten Protagonisten, u.a. Lúcio Bellentani, seiner Frau, seinen Mitstreitern und Christopher Kopper gesehen; unsere Regierung lange genug Gelegenheit, etwas zu unternehmen).

Dieser Skandal ist also keineswegs "neu", er gewinnt nur erschreckend an Aktualität.

Wenn die dank der rasanten Weiterentwicklung der Kommunikationsmedien inzwischen weitaus besser als damals informierte Öffentlichkeit eine - womöglich weitaus schlimmere - "Wiederauflage" der "alten Zeiten" verhindern will, sollte sie schnellstens alles im Bereich ihren Möglichkeiten stehende (das ist viel!) dafür tun.
Die Politik wird es bestimmt nicht.

..völlig daneben. Nur wenn die CDU betroffen ist, dann ... . Warum sollte @Einfach Unglaublich das bedenken?
@frosthorn, was haben Sie für eine abwegige Vorstellung von unserem Rechtsstaat?!


Wenn in diesem Zusammenhang überhaupt bei den verantwortlichen Politikern und Aufsichtsräten in Niedersachsen recherchierten werden sollte, dann an der Sache orientiert, völlig unabhängig von Parteibuch und sonstigen Mitgliedschaften etc.pp..

Nichts klein reden, aber...

Dass VW zu Zeiten der Militärdiktatur in Braslien offensichtlich eine eher zweifelhafte Rolle eingenommen hat, ist nicht zu leugnen. Zumal es zu dieser Zeit andere deutsche Institutionen im Land gab, die sich viel entschlossener gegen das Militärregime positioniert haben. Z.B. die Goethe-Institute waren durchaus damals ein Rückzugsort für die Opposition.

Falsch oder zumindest unpräzise ist es aber auch im Artikel, den Abgas-Skandal und unrühmliche Rolle von VW in der Militär-Ära in einem Satz zu nennen. Da hat VW in Brasilien nämlich kein Problem mit. In Brasilien gibt es keine PKW mit Diesel Motoren.

VW lernt nicht von der Geschichte

Sie nutzt Jüdische Gefangene im Weltkrieg aus, Brasilianische in der Diktatur, und jetzt auch Muslimische in Xinjiang.

Obacht...

Übrigens... die ts-Artikel-These "Vom VW-Werksgelände in den Folterkeller" halte ich nicht nur für rechtlich sehr gewagt, sondern auch für journalistisch unzulässig.
_
Die Artikelgrundlagen sind Recherchen von NDR, SWR und SZ, basierend auf Aussagen vo zwei ehemaligen Beschäftigten bei "VW do Brazil" (im Artikel namentlich genannt).
_
Daß diese beiden Personen persönliche Nachteile hatten aufgrund ihrer politischen Aktivitäten und auch mit ihrem Arbeitgeber bekamen, ist zwar nachvollziehbar, aber doch ungewöhnlich... weil VW international seit jeher als eher sozial gilt.
_
Mein Tipp: Bitte darauf achten, deutsche Konzerne im Ausland nicht wegen Einzelfällen zu generellen "Melkkühen" zu machen... und immer Obacht darauf haben, wer was und warum öffentlich fordert...

re zwicke

"Nun im Nachhinein politische Besonderheiten in BRAS und Einzelfälle kriminalisieren zu wollen, halte ich für schäbig."

Man muss nur "BRAS" und "Deutsches Reich" austauschen unf hat genau den Satz im Ohr, mit dem Neonazis gegen späte KZ-Aufseher Prozesse polemisieren.

Nicht nur VW hat da Dreck am Stecken

Auch bei Daimler in Argentinien verschwanden Gewerkschaftler und Betriebsräte.
Personaldirektor bei Daimler war damals der SS Untersturmführer Hanns Martin Schleyer.

@15:25 von Denkerist

>> Moral kann nur von den Menschen eingefordert werden. Immer wieder, und oft nicht gewaltlos! <<
_
Starke These..! Die Ihrer Meinung nach - WAS - heissen soll..?

16:12 von Einfach Unglaublich

aber dafür hätten sie finanziell vom wdr in köln ausgestattet werden müssen. hat novotney wohl vergessen

Vw

Nach dem Diesel Skandal werde ich mir nie wieder ein Deutsches Auto kaufen
Zu Brasilien wie glaubt ihr ist der Wohlstand in Deutschland zu sichern ??? 10-20 Euro Stundenlöhne für Brasilianer Polen oder Rumänen oder wo auch immer die Deutsche Industrie produziert??? Lebt Mal weiter in eurer naiven Welt es lebst sich gut.

@16:40 von Nettie16:40 & @frosthorn, 15:36

>> "Mir wird speiübel" > "Mir auch. Aber so funktioniert unser Wirtschaftssystem nun mal"... <<
_
Thats it... manchmal erfolgreich lachen, oder abkotzen und weitermachen... so funktioniert unser Wirtschafts- und politisches Gesellschaftssystem... das naturgemäß mehr Verlierer als Gewinner produziert. UND DENNOCH - und zu Lasten vieler Verlierer - aber bisher funktioniert es.
_
Warum also sollte man gerade jetzt etwas verändern..?!

In Brasilien, wie in Deutschland

50 Jahre später melden sich frühere VW Mitarbeiter aus Brasilien. Es geht wie immer um Entschädigung. Aber VW steht ja schon länger im Fokus, also probieren wir es mal . Wenn ein deutscher Mitarbeiter in einer Brasilianischen Firma in Deutschland was angestellt hat , wird er auch von deutschen Behörden fest genommen !

@ einfach unglaublich um 16.12 Uhr, Aufsichtsrat Niedersachsen

Bin ganz Ihrer Meinung. Nicht nur die politischen Vertreter Niedersachsens saßen im Aufsichtsrat. Unvergessen und doch klammheimlich unter den Teppich gekehrt: Die Lustreisen der Gewerkschaftsvertreter Volkerts, Gebauer und Konsorten. Auch Peter Hartz und andere leuchtende Vorbilder der (niedersächsischen) Sozialdemokratie waren dabei.
"Bunga-Bunga" machen - aber die Augen schließen vor den politischen Verhältnissen ... mit ihrer persönlichen Schuld müssen die damaligen VW-Beauftragten moralisch klarkommen. Sollte dort Schlimmeres vorgefallen sein, sollten sie sich vor Gericht verantworten müssen.

Ich meine aber, es ist nicht gerechtfertigt, die gesamte Firma VW für menschenverachtende Vorgänge haftbar zu machen, die das damalige politische System Brasiliens zu verantworten hat.

Sollten Funktionsträger von VW, d.h. leitende Angestellte, Gewerkschaftsvertreter oder politische Vertreter der niedersächs. Landesregierung davon gewusst haben, sollten sie sich verantworten müssen.

Danke für diesen Beitrag.

Nach der schon länger bekannten Beihilfe deutscher Diplomaten zu den (ebenfalls deutschen) Gräueltaten der "Colonia Dignidad" der nächste Hammer.

Man gewinnt so langsam den Eindruck, dass deutsche Beihilfe für rechte Foltersysteme geradezu den Normalfall darstellte. Ganz so, als hätte man noch während der 80er (erfolgreich) versucht, einen Ruf zu verteidigen.

Von wegen Aufarbeitung, von wegen 68er.

Und die Ideologie dahinter scheint in gewissen "höheren Kreisen" (hier Volkswagen) bis heute intakt.

@ Zwicke um 16.54 Uhr, Volle Zustimmung

"Bitte darauf achten, deutsche Konzerne im Ausland nicht wegen Einzelfällen zu generellen "Melkkühen" zu machen ... ".

Nach dem sogenannten Dieselskandal, der der deutschen Autoindustrie massiv geschadet hat, aus dem sie aber evtl. "mit einem blauen Auge" davonkommt, findet sich nun ein weiterer "Skandal". Da ist es wirklich sinnvoll zu fragen, wer von einem erneuten "VW-Skandal" profitieren würde.

Ich meine, es ist Sache der Gerichte, evtl auch des Internationalen Gerichtshofes, diese schlimmen Menschenrechtsverletzungen gegen ehemalige VW-Beschäftigte in Brasilien aufzuklären. Beklagte wären allerdings in erster Linie die Auftraggeber der Menschenrechtsverletzungen. Das waren die damaligen politischen Machthaber Brasaliens und ihre skrupellosen Erfüllungsgehilfen und Folterknechte.

Ärgere mich nur, dass ich

Ärgere mich nur, dass ich wegen des Abgasbetrugs sowieso nie mehr bei Volkswagen einkaufen werde. Da fehlt mir gerade etwas die Handhabe...

@frosthorn
Was soll dieser Einwurf? Warum sollte man bei der Beurteilung solcher Dinge bedenken, wann welche Partei regierte? Sinnfrei.

Konsequenzen

Es ist verdienstvoll, dass diese unrühmliche Vergangenheit thematisiert, der Teppich aufgehoben und nachgeschaut wird. Gerade jetzt, da es in Brasilien wieder eine rechtsextreme Regierung gibt. Leider spielen bei der deutschen Regierung bezüglich Lateinamerika immer noch die alten Reflexe. Was links ist, wird verteufelt, völkerrechtlich mehr als Bedenkliches (laut Rechtsdienstes des Bundestages) gleichwohl unterstützt, gleichzeitig die Beziehungen zu den sehr rechtslastigen Regierungen in Kolumbien - wo in diesem Jahr schon Dutzende Sozial- und Ökoaktivisten umgebracht wurden - und Brasilien recht kritiklos gepflegt.
Sollte man aus den Sünden der Vergangenheit nicht endlich Konsequenzen ziehen?

@ frosthorn

Äh, und warum sollte das eine Rolle für meinen Hinweis spielen?

@ Karl napf

Ja, nur wird die Tagesschau vom NDR produziert.

So funktioniert jede gute Firma

mit dem 'Code of ethic' als Feigenblatt, um dann von nichts gewusst zu haben. Die Gründer von VW nannten sich nicht etwa ReichsArbeitsDienst?

@Zwicke, 17:26

"... so funktioniert unser Wirtschafts- und politisches Gesellschaftssystem... das naturgemäß mehr Verlierer als Gewinner produziert. UND DENNOCH - und zu Lasten vieler Verlierer - aber bisher funktioniert es.
_
Warum also sollte man gerade jetzt etwas verändern..?!"

Weil die Verlierer immer mehr werden - und es irgendwann gar keine "Gewinner" mehr geben wird.

Vor allem aber: Weil dieses System zutiefst unmoralisch ist.

Ich glaube alle DE Firmen haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Trump hat von Ihnen gelernt so sehe ich dass.
Solange eine Demokratie mit kapitalitischer Ausrichtung gepraeckt ist gibt es demokratische Ausbeutung. Natuerlich geht es uns gut aber zu welchen Preis, aber wie der Mensch halt so ist wird das verdraengt. Oder wie erklaeren sie das Wirtschaftswunder nach 1945. Alles in neues Papier verpackt und schon passt es wieder. Haben wir uns geaendert nein siehe momentane politsche Sitiation.
Warum also sollte man gerade jetzt etwas verändern..?!

@tunc70, 17:02

"Zu Brasilien, wie glaubt ihr ist der Wohlstand in Deutschland zu sichern??? 10-20 Euro Stundenlöhne für Brasilianer..."

Hierzu folgendes:

VW hat in den letzten 10 Jahren mal den FOX in Brasilien gebaut. Ansonsten produziert VW do Brasil soweit ich weiß ausschließlich nur noch Modelle für den südamerikanischen Markt.

Deutsche Unternehmen, die in Brasilien produzieren, haben zwar auf den ersten Blick Kostenvorteile, aber dabei muss auch die Mentalität/Produktivität der bras. Arbeiter, die sehr arbeitnehmerfreundliche Rechtsprechung und die Bürokratie inkl. Korruption berücksichtigt werden. Es gibt diverse deutsche Unternehmen, die hieran kräftig zu schlucken haben (Thyssen-Krupp, Continental, Siemens etc.).

Zwicke & draufguckerin

Ja, der arme VW-Konzern. Ständig versucht irgendwer, den zu zerbröseln. Wahrscheinlich haben Kühnert und Böhmermann da auch schon was gemeinsam ausgeheckt.

Aber dieser Skandal folgt nicht `als nächstes auf den Dieselskandal´. Die Zusammenarbeit mit dem damaligen brasilianischen Regime ist schon länger bekannt.

Ende 2017 gab es hier bei ts schon einen Artikel darüber. Und jene schon erwähnte Doku gab es ebenfalls damals.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-menschenrechte-101.html

Sagen wir es mal ganz vorsichtig:

Ein wirklich sehr alter Knochen, den man heutzutage nur aus dem Grunde der medialen Meute vorwirft, um von den WAHREN Problemen des Landes abzulenken!

ok, ok, Asche auf mein Haupt

ich nehme die dämliche Antwort an @einfach unglaublich zurück. Es war unangemessen, ihn zu verdächtigen, er habe hier parteipolitische Prioritäten ins Spiel gebracht. Er forderte einfach nur Aufklärung über die Rolle des VW-Aufsichtsrats, was ich ja unterstütze.
Die Kritik der Mitforisten an diesem meinem Beitrag ist berechtigt.

die Bosse waren es nie...

hat doch schon beim Abgasskandal geklappt.

Militärdiktaturen!!

Hatten wir früher nicht nur in Brasilien, sondern zum Beispiel auch in Griechenland!

Und in der Türkei!

Und in Portugal!

Und in Spanien!

Und in Ägypten!

Und..und..und!

Mercedes und die Junta in Argentinien.

@16:56 von stöberkarl
Gut dokumentiert in den Dokumentarfilmen von Gaby Weber.
Sie hat dafür sich auch den Zugang zu bisher nichtöffentlichen Archiven per Gerichtsprozessen verschafft.
Buch: Daimler Benz und die Argentinien-Connection. Von Rattenlinien und Nazigeldern, 2004, als Ebook auch im Netz.

VW also in unsäglicher Tradition.

@19:57 von krittkritt

>> Mercedes und die Junta in Argentinien. > Buch: Daimler Benz und die Argentinien-Connection. Von Rattenlinien und Nazigeldern, 2004, als Ebook auch im Netz. <<
_
Mal davon abgesehen, daß es hier um VW und Brasilien geht ... Ich meine, wer heute noch von massenhaften Nazigeldern in Südamerika schwafelt - angesichts heute längst ganz anderer Finanzconnections - der ist ganz sicher von vorgestern und keinesfalls auf einer sachlichen Diskussionshöhe...

Am 20. Mai 2019 um 19:29 von

Am 20. Mai 2019 um 19:29 von Frank von Bröckel
Sagen wir es mal ganz vorsichtig:

Ein wirklich sehr alter Knochen, den man heutzutage nur aus dem Grunde der medialen Meute vorwirft, um von den WAHREN Problemen des Landes abzulenken!

Ganu so siehts aus,kommt noch dazu das Deutschland ein einfaches Ziel ist,da Wir ja immer zahlen,andere Nationen haben sich nocht nicht mal entschuldigt!

Wieviele Historiker hat VW schon verraucht?

Ich finde es gut, dass sich kaum ein Historiker schmieren lässt. Der gute Ruf ist in der heutigen Internetzeit auch viel zu schnell zerstört. Aber vor allem hilft es vielleicht den brasilianischen Arbeitern etwas mehr dabei, gegen VW Ansprüche gelten zu machen.

Der alte Nazikutschentreiber hat von seiner Entstehung an bis heute nichts gelernt. Ein in sich "versalbtes" Unternehmen, das Kolonialherrschaft und Kapitalismus zusammenwürfelt und daraus eine Mafia bastelt hat. Staat schmieren, Arme ausbeuten und die Bevölkerung an der Nase herum führen. Und das, nachdem sie im Deutschen Nationalsozialismus Verbrechen nicht nur toleriert sondern auch gefördert haben. Und dann versuchen, sich einen falschen Ruf zu ergaunern. Wie kann man da nicht dahinter steigen? Da kann man doch nur bei VW im Stab sitzen!

frosthorn, 15:36

||Daraus lese ich ganz klar: sollten Zustände wie unter der Militärdiktatur wieder Urständ feiern und eine Machtclique durch Verhaftungen, Folter und Mord das Land unterjochen, wird VW sich nicht verweigern, erneut mitzuhelfen.
Welch gewissenlose, menschenverachtende Wirtschaftsführer haben wir. Mir wird speiübel.
||

Ihnen wird erst jetzt übel?

Obwohl das noch nie anders war und jedem und jeder, den/die es interessiert, schon seit über einem Jahrhundert bekannt sein konnte?

Man nennt das Kapitalismus. Wie die "Schmetterlinge" 1977 im Song "Lied vom A-Sager" schon texteten: "Wer zum Faschismus nein sagt, und ja zum Kapital, dass der das nur zum Schein sagt, ist ein klarer Fall".

@Am 20. Mai 2019 um 16:00 von Konsenssoße

Es gibt keine kapitalistische Welt! Der Kapitalismus ist eine Form des Eigentum und weiter gedacht, der Wirtschaft. Simples Beispiel, die USA. Die Wirtschaft ist kapitalistisch aber der Staat ist ausgeprägt sozialistisch. Der Markt kann machen was er will (erstmal) und der Staat mischt kräftig mit, damit die eigene Wirtschaft eben machen kann, was sie will. Die ganze Einflussnahme der USA in andere Länder ist nach kapitalistischem Denken unerhört. Das Individuum soll es selber schaffen und nicht als Gemeinschaft!

So einfach ist der Budenzauber gelüftet! In der DDR hat der Staat auch viel auf das private Wirtschaften der Bürger wert gelegt, eben weil ihm selber die Hände gebunden waren oder er es so wollte. Es gab bisher keine reinen kapitalistischen oder sozialistischen Systeme. Außer ein paar Sekten und Glaubensgemeinschaften in Asien vielleicht!!

pnyx, 17:57

||Leider spielen bei der deutschen Regierung bezüglich Lateinamerika immer noch die alten Reflexe. Was links ist, wird verteufelt, völkerrechtlich mehr als Bedenkliches (laut Rechtsdienstes des Bundestages) gleichwohl unterstützt
...
Sollte man aus den Sünden der Vergangenheit nicht endlich Konsequenzen ziehen?
||

Sollte "man". Dazu müssten aber die WählerInnen aufhören, cdU, csU, sPD, fdP und erst recht afD zu wählen.

Nettie, 18:41

||Zwicke, 17:26:
"Warum also sollte man gerade jetzt etwas verändern..?!"

Nettie, 18:41:
Weil die Verlierer immer mehr werden - und es irgendwann gar keine "Gewinner" mehr geben wird.
Vor allem aber: Weil dieses System zutiefst unmoralisch ist.
||

Es wird immer Gewinner geben, nur eben immer weniger (um so mehr kriegsgewinnlern die Wenigen).
Zu glauben, dass diese Wenigen, oder deren System (man nennt es Kapitalismus) irgend etwas mit Moral am Hut hätten, ist abgrundtief naiv.

Darstellung: