Ihre Meinung zu: Deswegen ist "Fridays for Future" so erfolgreich

17. Mai 2019 - 15:35 Uhr

Ob beim Petersberger Klimadialog, bei den Hauptversammlungen von VW oder RWE: "Die Fridays for Future"-Bewegung ist derzeit allgegenwärtig. Was macht die Bewegung so erfolgreich? Von Melanie Marks.

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Kommentare

erfolgreich?

Was soll an fordern von andern Erfolgreich sein. Eigenverantwortung und vorleben währe die erfolgreiche vorgehensweiße. Und welche der 1500 Kohlekraftwerke weltweit werden jetzt nicht gebaut?

Nur wenn wir in D eine Kerze ausblassen wird das dem Klima nicht helfen. Oder wir machen es so wie unsere Nachbarn und starten unsere guten, sicheren, CO armen AKW wieder.

was sie so populär macht

die ist halt cool
wie man im neudeutschen so sagt

Erfolgreich wobei ?

Ich frage mich, was durch die Demonstrationen bisher außer medialer Aufmerksamkeit wirklich bewirkt wurde ?

Klimapolitik

In der Zukunft werden nur Parteien erfolgreich sein, die eine authentische und ehrliche Klimapolitik anzubieten haben. CDU und AfD werden da ins Hintertreffen geraten. Von jungen Menschen werden sie kaum gewählt.

@ Karussell

Genau dabei. Und einem dadurch entstehenden Diskurs. Das ist Demokratie. Mögen einige nicht so offenbar.

Unabhängigkeit

Jawohl, nur die Unabhängigkeit macht die Bewegung erfolgreich. Wenn man das Schicksal anderer Bewegungen ansieht, endet deren Erfolg meist mit der Vereinnahmung durch politische Parteien. Das ist hier noch nicht der Fall. Die jungen Leute haben ein Anliegen und gehen dafür auf die Straße. Macht weiter so. Und vermeidet zu viel Nähe zur Politik. Wenn euch erstmal eine Partei "unterwandert", ists vorbei mit eurem Anliegen. Ihr werdet zur grauen Masse und langsam weichgespült. Dass euer Anliegen mehr als begründet ist, sollte euch weiter die Kraft geben, es vehement zu vertreten. Und ruhig mal laut lachen, wenn Politiker mit großen Allgemeinplätzen erzählen, wie viel sie doch für den Klimaschutz schon getan haben.

Ganz einfach

Eigentlich ist die Frage ganz einfach zu beantworten:
1.) Wegen der ständigen Präsenz in den Medien, gerade in den öffentlich-rechtlichen Medien wie der ARD oder dem NDR. Es vergeht ja kein Tag, wo keine Gesprächspartner von "Fridays for Future" zu Wort kommen, oder über "Fridays for Future" gesprochen wird.
2.) Zudem sind die Grünen, in Person von Luisa Neubauer, früh auf Gretas "Fridays for Future" Zug aufgesprungen und wissen die Bewegung für ihre politischen Zwecke zu nutzen und halten das Thema ständig präsent, weil sie es gut "vermarkten" und "die Medien" drauf anspringen.

Ja doch die Erde hat Fieber...

Die Temperatur muss dringend runter... derzeit friert Norddeutschland, es regnet jeden Tag... Das sich das Klima wandelt ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Es ist auch kein Geheimnis das unser Land mal Meer und Eisbedeckt war, nannte dich Klimawandel. Na und? Das Wasser ging weg und fruchtbarer Boden blieb. Das Eis ging weg die Menschen kamen und vor Urzeiten liefen hier azch Dinosaurier rum. Na und? CO2 verändert die Welt? 0.03% der Luft sind CO2. Na und? Wäre das Zeug schlecht für die Umwelt, warum bläst der Gewächshausbesitzer dann CO2 ins Glashaus? Weil die Pflanzen besser wachsen. Da geht gar nichts kaputt. Und wir Deutsche wollen wegen einigen Ahnungslosen Tagträumer Milliarden rausgehen für eine Annahme? Dafür lebt dann weiterhin jeder sechste an der Armutsgrenze und Rentner nach 45 Jahren von der Stütze? Sind wir noch zu retten? Fährt der Grüne plötzlich ein Auto mit Batterieantrieb oder verzichtet er auf seinen Flug in den Urlaub? Keineswegs. Wir lassen uns verarschen.

@ 15:47 werner1955

Die guten sicheren AKW. Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima... Die völlig unklare Endlagerung... Wovon sprechen Sie?

......Wasser predigen und Wein trinken

.....und die Schulklassen fliegen nach London, Paris, Rom, Madrid oder Barcelona weil Deutschland nicht cool ist.

.....mit Mama und Papa per Flugzeug nach Mallorca, Ibiza, Teneriffa. Kreta oder Madeira. Und nicht nur einmal im Jahr.

.....und zur Demo läßt man sich mit dem Auto von Oma und Opa chaffieren.

@DemokraSte

Diskurse machen aber keinen Sinn, wenn man selbst keine konstruktiven Vorschlaege machen kann.

Die Schueler koennen von mir aus gerne weiterhin lautstark demonstrieren. Aber ohne konkrete, realistische Forderungen wird dabei auch nach Monaten nicht viel bei herumkommen.

Es wird seitens der Demonstranten immer so getan, als wuerden CO2-Emissionen nur zum Spass stattfinden. Dem ist aber nicht so. Irgendwie muss der Laden hier am Laufen gehalten werden und mal eben mehrere dutzend Gigawatt Kraftwerksleistungen durch wetterabhaengigen Oekostrom zu ersetzen, ist nun mal nicht moeglich.

Natürlich gefällt nicht

Natürlich gefällt nicht allen, dass "F4F" so erfolgreich ist. Man kann das durch scheinbar ahnungslose Fragen, was denn "erfolgreich" sei, ausblenden, aber es gelingt natürlich nicht, denn die Fakten lassen sich schlecht leugnen: Es haben sich tausende Fachwissenschaftler*innen angeschlossen, F4F-Vertreter*innen werden gehört, hundertausende Schüler*innen weltweit setzen das Wissen, das sie montags bis donnerstags in der Schule lernen, in politisches Engagement um. In Deutschland wird bei repräsentativen Umfragen erstmals der Themenbereich "Ökologie und Klimaschutz" als das wichtigste Thema angesehen - nur die Politik hinkt in der Umsetzung hinterher. Da könnte die Politik tatsächlich noch erfolgreicher sein und wird es sein müssen, denn die Zeit läuft...

@andererseits

Statistisch gesehen ist Kernenergie sehr sicher (siehe: https://www.giss.nasa.gov/research/briefs/kharecha_02/) und es gibt schon gute Loesungsansaetze, um die radioaktiven Abfaelle in Zukunft zu vermeiden.

Klimawandel Thema Nr. 1

.... titelten gestern und vorgestern etliche große Tageszeitungen. Die Demonstrationen tragen Ihren Teil ganz klar dazu. Wobei sich die überflüssigen Diskussionen um das Schulschwänzen natürlich auch positiv zum Bekanntheitsgrad ausgewirkt haben. Ob sich die damaligen Kritiker dann im Nachhinein doch als heimliche Unterstützer herauskristallisieren? perfider Plan - Hut ab.

@ 16:05 Marmolada

Der x-te schwache Aufguss von Vorwürfen, die pauschal einfach nicht stimmen und einem einzigen Ziel zu dienen scheinen, nämlich das Engagement junger Leute für Klimaschutz und eine echte ökologische Politik zu diffamieren. Wer mit jungen Leuten und Familien zu tun hat, der staunt und reibt sich manchmal die Augen, wie konkret Jugendliche und junge Erwachsene auch in den Familien für eine konsequente und nachhaltige Änderung von Lebensgewohnheiten eintreten im Bereich von Ernährung, Energieverbrauch, Auto- und Flug-Konsum etc.

Erfolgreich

Also, bei und am Bodensee wirken sich die Demos schon aus. Und nachdem Konstanz nun auch noch den Klimanotstand erklärt hat war der Mai bisher deutlich kühler als der im letzten Jahr.

Ich finde es außerordentlich

Ich finde es außerordentlich wichtig was die Jugend der Politik auf die Fahne schreiben.
Nun gilt es für alle,auch für die Älteren diese Aktionen zu unterstützen damit unsere Politiker begreifen und endlich sichtbar handeln.
Ebenso würde ich es noch begrüßen wenn die Jugend durch Ihr persönliches Kauf- und Konsumverhalten Zeichen setzen würden. Kein oder nur seltener Besuch bei Mac Donald und kein Kauf von Keidung z. B. bei Primark und Co.
Eben Co2 Vermeidung und Nachhaltigkeit vorleben.

Der radikale Wandel!

Ja da gebe ich ihnen vollkommen recht.
Frau Kramp-Karrenbauer, aber auch und vor allem der neoliberale und smarte Herr Lindner haben den Aufruf über die Bewegung falsch und zu schwach eingeschätzt und nicht nur den Druck und die Forderungen die aus dieser Bewegung hevorgehen, sondern auch den unmissverständlichen Ruf anderer Bewegungen in Europa und in der Welt, wie z.b. den Gelbwesten in Frankreich, die den liberalen Herrn Macron auch in Bedrängnis bringen und zum Undenken drängen, wenn dieser diesem Druck dann überhaupt gedenkt nachzugeben oder nur nach neuen Wegen sucht um seine eigene Politik weiter voranzutreiben und somit auch die Politik von Lindner.
Den Satz von Macron kann ich immer noch nicht nachvollziehen, als dieser in Herrn Lindner bei den Wahlen in Deutschland eine Gefahr für sich und seine Politik zu erkennen vermochte, zumal er, Monsieur Macron jetzt voll und ganz auf die Liberalen und solche wie Herr Lindner setzt um gemeinsam Europa zu gestalten.
Fragt sich nur wie?

was sie so populär macht...

Es sind die Probleme, welche uns alle betreffen und welches Elternteil "will für ihre Kinder" nicht das beste?...

Schon Traurig genug, das unsere Schüler auf die Probleme aufmerksam machen muss hat die Politik sich aus der alternativen Energie ein stückweise sich zurückgezogen und die Autoindustrie hat die Zukunft gerade zu verschlafen...

Auch wenn der Strom aus der Steckdose kommt eine Alternative wäre sicherlich besser gewesen, als jetzt den E-Antrieb übers Knie zu brechen...

re dito

"Diskurse machen aber keinen Sinn, wenn man selbst keine konstruktiven Vorschlaege machen kann."

Das können Sie erstmal bei der CDU abladen, die gar keine konstruktiven Vorschläge macht. Sondern Klimaziele mit dem Vorsatz des Nichterreichens aufstellt.

Wie sieht es denn mit Ihren konstruktiven Vorschlägen aus?

@ 16:09 dito

Möglicherweise haben viele der jungen Leute bei F4F mehr Hintergrundwissen als Sie. Selbst der Deutsche Wetterdienst sagt auf Grundlage der Daten aus den letzten 20 Jahren: Rein statistisch kommt es zweimal im Jahr dazu, dass in Deutschland für 48 Stunden der Ökostrom ausfallen könnte. Mit Blick auf das EU-weite Netz von Ökostromanlagen sinkt dieser Wert auf 0,2 Ereignisse pro Jahr. DWD-Vizepräsident Becker sagt: (https://tinyurl.com/y3hlyxt2) „Aus meteorologischer Sicht spricht nichts gegen einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland“. Kann man wissen, wenn man sich informiert, auch wenn man nicht engagierte*r Schüler*in ist.

@ 16:11 dito

Die Menschen im Großraum Tschernobyl und Fukushima danken herzlich für die rein statistisch gesehene hohe Sicherheit der Kernenergie. Und die Fässer in den Brennelementezwischenlagern verschwinden leider auch nicht in "guten Lösungsansätzen, um die radioaktiven Abfaelle in Zukunft zu vermeiden" - das Thema ist durch. Und ich bin froh, dass es dazu in unserem Land einen breiten Konsens gibt, auch schon vor F4F. Da hinken andere noch hinterher.

Das sehe ich nicht so

Wenn TS und Co das Thema nicht am köcheln hielten ,würde es kaum jemand mitbekommen. Irgendwie bleibt man doch unter sich und die Masse der Bevölkerung interessiert es nicht wirklich weil man andere Probleme hat. Es nervt eher, dieses gebetsmühlenhafte Wiederholen. Ja das Klima ändert sich , nur werden wir Europäer das kaum aufhalten. Man sollte lieber Konzepte entwickeln, um mit den Folgen klar zu kommen. Alles Andere ist Träumerei, da die größten Umweltsünder ihr eigenes Ding machen. Außerdem kann niemand sicher sagen, ob sich Entwicklung aufhalten läßt, beim aktuellen Wetter klappt das schon nicht.

@ marmolada

"......Wasser predigen und Wein trinken
.....und die Schulklassen fliegen nach London, Paris, Rom, Madrid oder Barcelona weil Deutschland nicht cool ist."

Ja, zwischen theoretisch fordern und praktisch handeln gibt es gewisse Unterschiede. Wenn wie bereits etwas älter sind, haben wir diese Erkenntnis-Phase schon hinter uns - und ziehen fast nie Konsequenzen daraus. Ich finde es etwas unfair, jungen Menschen, die gerade dabei sind, ein Problem zu erkennen und zu benennen, sofort die gleiche Grundhaltung zu unterstellen. Immerhin haben die schon mal angefangen nachzudenken. Die meisten von uns, die bereits etwas länger Zeit zum nachdenken hatten, steigen in die Ferienflieger, ohne sich auch nur einen halben Gedanken zu machen.

@ andereseits

Das mag sein. Leider wird in den Diskussionen die ich erlebe einiges durcheinander geworfen , dazu mit viel Halbwissen.
Wer kann denn wirklich von sich sagen, einen ganzheitlichen Überblick zu haben ? Und wer versteht die Zusammenhänge ? Selbst Wissenschaftler sind sich uneins, siehe die Diskussion über Feinstaub vor einigen Wochen.

Toll wie unsere Kanzlerin

mal wieder im letzten Moment auf einen Zug aufspringt und die Jugend lobt...
...anstatt selbst vorne im Fahrstand des Zuges zu sitzen.
Für meinen Geschmack hat DE es sich etwas zu bequem in der Beobachter-Rolle gemacht.
(Siehe auch Beitrag von gestern, über den Bann gegen Hass- und Gewalt-Videos in den sog. sozialen Netzwerken)
Es wird das Klima beobachtet, die Elektromobilität, die Digitalisierung, wie andere Länder Flughäfen, Autobahnen, Hochgeschwindigkeits-Schienennetze, Brücken und Tunnel fertigstellen usw. und so fort.
Beobachten ist einfach der neue Trend.

16:10 von andererseits

"die Fakten lassen sich schlecht leugnen [...]
hundertausende Schüler*innen weltweit setzen das Wissen, das sie montags bis donnerstags in der Schule lernen, in politisches Engagement um. In Deutschland wird bei repräsentativen Umfragen erstmals der Themenbereich "Ökologie und Klimaschutz" als das wichtigste Thema angesehen"

Ja. Und es könnte bereits Auswirkungen auf die Europa-Wahl haben.
Und dann würde das hier
"nur die Politik hinkt in der Umsetzung hinterher"
auch positiv in Angriff genommen werden können.

Was mir an dem Ganzen zusagt, ist, dass hier eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Kompetenzen erforderlich ist.
Es muss nicht einer alles machen und alles können.
Die Häme vieler User, die Schüler würden selber nichts umsetzen, läuft dann ins Leere:
die einen regen an, die anderen greifen auf, die dritten wählen die entsprechenden Parteien, und wieder andere setzen ihre Kompetenz ein, das umzusetzen, was Gruppe eins in den Fokus gesetzt hat.

16:12 von cda12

"Wobei sich die überflüssigen Diskussionen um das Schulschwänzen natürlich auch positiv zum Bekanntheitsgrad ausgewirkt haben."

Richtig. Aus Negativem entsteht am Ende immer Positives. Das kann einen wirklich aufbauen. :-)

"Fridays for Future" ist auf jedenfall lehrreich...

Jugendliche lernen mehr Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, Auch politisch sicherlich lehrreich..
Gerade jetzt wo die ganzen Wahlen anstehen und Demokratie gelebt werden möchte...

bislang eher allgemeine Forderungen

Es ist schön, dass "Fridays for Future" so erfolgreich ist und so viel positive Energie in Richtung Veränderung auslöst! Dennoch ist die Forderung nach mehr Klimaschutz noch sehr allgemein. Wenn man versucht, sie in konkretere politische Forderungen zu übertragen, wird es schon schwieriger. Bei uns richtet sich der nächste große Protest vor allem gegen den Braunkohleabbau in der Lausitz. Das ist natürlich relativ leicht, dafür zu mobilisieren, weil es dem einzelnen erst einmal nicht viel abverlangt. Wenn es ans Thema Verkehr geht, Autoverkehr, Flugverkehr, oder auch an das Thema Lieferverkehr (Online-Bestellungen), dann wird es schon schwieriger. Persönlich denke ich, dass es immer noch starke Beharrungskräfte gibt. Zum Beispiel dachte ich, dass Autos als Statussymbol nicht mehr so wichtig sind, bin aber überrascht, wie stark ihre Ausstrahlungskraft immer noch ist, auch bei jüngeren Menschen.

Wo war das Erfolgreich?

Vielleicht wird es noch erfolgreich werden, aber was würde bislang erreicht? Wo wurde CO2-Ausstoß gemindert? Wo Neuerungen angegangen?

"Friday for Future"

Für Aufmerksamkeit hatten etwa der FDP-Vorsitzende Christian Lindner und die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gesorgt. Während sie vor allem die Tatsache kritisierte, dass die Jugendlichen die Schule schwänzten, sprach er den Schülern die Fähigkeit ab, alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und ökonomisch Machbare zu sehen. "Das ist eine Sache für Profis", so Lindner.
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Und AAK und der FDP Vorsitzende halten sich demnach für "Profis" ...? Ich wage mal zu behaupten das ein Großteil der Schüler die globale und ökonomische Zusammenhänge besonders was den Umweltschutz betriftt besser verstehen als diese beiden Vorsitzenden unserer Politprominenz. Das ganze ist an Aroganz nicht zu überbieten. Der "Friday for Future" wird was bewegen, früher oder später. Und das ist auch gut so !

Die Freitagsdemos wirken

nach Aussagen von Metereologen könnte diese Mai der kälteste Mai seit 140 Jahren werden. wenn die Demos weiter so wirken wird es ein gutes Jahr für Handschuhmacher und Heizölhändler;-)

@sprachloser 16:04

"CO2 verändert die Welt? 0.03% der Luft sind CO2. Na und? Wäre das Zeug schlecht für die Umwelt, warum bläst der Gewächshausbesitzer dann CO2 ins Glashaus? Weil die Pflanzen besser wachsen."

Wenn nur alles so einfach wäre, ist es aber nicht. Es ist zu erwarten, daß bei zu hohen CO2-Mengen Pflanzen geschädigt werden. CO2 beeinflußt durch seine Eigenschaften die Entstehung von Wasserdampf, und durch die Temperaturerhöhung des Wasserdampfs in Verbindung mit den Druckverhältnissen erhöht sich die Temperatur.

"Es ist auch kein Geheimnis das unser Land mal Meer und Eisbedeckt war, nannte dich Klimawandel. Na und? Das Wasser ging weg und fruchtbarer Boden blieb."

Ja, Vulkane bliesen sogar ein vielfaches CO2 in die Luft als heute, nur wurde dies durch natürliche Sedimente/Gesteine gebunden. Heute löst sich das CO2 im Wasser und macht es sauer. Der Mensch beeinträchtigt durch seinen CO2-Ausstoß die Biodiversität und das Klimagleichgewicht. Und daß wird richtig teuer für die Menschheit.

@ dito

Totschlagargumentationen wie Ihre sind genau das was den Diskurs behindert. "Der Laden" wird nicht ewig so weiter laufen. Darum braucht es Wandel. Dabei braucht man sicherlich auch Kompromisse - da gebe ich Ihnen Recht. Konkrete Vorschläge haben Politiker zu entwickeln. Dafür sind sie da. Die Proteste können nur die Richtung vorgeben.

kein Konsens unter den Jugendlichen

Wenn man die Medienberichterstattung verfolgt, denkt man, dass alle Jugendlichen jetzt auf einmal mit großer Energie für den Klimaschutz eintreten. Tatsächlich war ich vor kurzem aber überrascht, dass es auch Jugendliche gibt, die von der ganzen Bewegung gar nichts halten. Ich dachte, wer schon nicht mit demonstriert hat zumindest leichte Sympathien für die Bewegung. Aber es gibt wohl auch viele Jugendliche, die von der ganzen "Fridays for Future"-Bewegung nichts halten und sagen: Ich habe erst einmal andere Probleme, zum Beispiel Geld verdienen, eine Urlaubsreise finanzieren, ein Smartphone kaufen...

Es wäre eigentlich schön, wenn die Medien hier ein bisschen differenzierter berichten würden, eben auch über Dissens unter den Jugendlichen. Das würde letztlich auch die Glaubwürdigkeit der Bewegung erhöhen, weil sie zeigen würde, dass die Diskussion auch in der Generation nicht einfach ist.

...lächerlich...

Es geht eine Generation auf die Straße die NIE gelernt hat zu sparen und vernüftig mit Resourcen umzugehen wie die Kriegsgeneration.
Wenn jetzt 16 Jahrige Umweltpolitik fordern, dann sollen sie sich registrieren lassen um sie später an ihren Umweltsünden messen zu lassen!
Sie geben nur unseren Politikern einen Grund für Steuerhöhungen!

Respekt? Hier Mangelware..., dankeschön!

Jahrzehntelang (und jetzt erstrecht?) unseren Kindern und Kindeskindern die Zukunft verdrecken, jetzt nicht mal die Verantwortung übernehmen wollen, dankeschön!
Im Gegenteil, die Kids haben gefälligst mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Probleme zu lösen, die unsere Generation ihnen aufbindet, dankeschön!

Es ist ja auch zu viel verlangt, seinen Dreck selbst weg zu machen, das sollen mal die andern machen, dankeschön!

Selber Verantwortung übernehmen und gemeinsam über Grenzen und Nationen hinweg zu handeln, damit andere, auch in Zukunft noch, etwas von unserer Umwelt haben, das leuchtet hier Vielen nicht ein.

Ich habe genug von euren lebensverachtenden Respektlosigkeiten gegenüber Natur und Umwelt, ganz besonders gegenüber denjenigen, die ihren Kopf nicht nur mit sich rumtragen, um ihn tief in den Sand zu stecken.
Wenn unsere Nachfahren ein lebenswertes Leben haben wollen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als unseren Dreck weg zu machen.
Respekt wäre mehr als angebracht..

@ 16:54 deutlich

Verschiedene Kommentierende haben hier immer wieder basale Grundinformationen gepostet über den Unterschied zwischen "Wetter" und "Klima" - Wer nicht mal diese schlichte Unterscheidung treffen kann oder berücksichtigen will, der segelt deutlich am Thema vorbei...

Erfolgsrezept

Ich denke, es ist ganz grundsätzlich wieder an der Zeit für eine radikale Jugendbewegung. Wie in den 60ern ist auch heute die Gesellschaft eingeschlafen und träge. Alles, was irgendwie fremd oder anders ist, ist den meisten suspekt. Neue Ideen, irgendwie auffallen, andere Denkansätze, alles wird als persönlicher Angriff angesehen.

In einer solchen Zeit muss was passieren, denn jeder erkennt, dass ziemlich viel schiefläuft. Damals war es dann die Ermordung von B. Ohnesorg, die zur Initialzündung einer radikalen Gegenkultur geworden ist.

Das hier, auch FFF, sind (hoffentlich) die Anfänge einer neuen Gegenkultur. FFF selbst sicher noch nicht, aber als eine Art Generalprobe dafür kann man das schon sehen. Der Mief und die bequeme Trägheit werden vielleicht bald von einer wieder aktiver werdenden Jugend weggefegt.

Klimahype

Das Klima ist bei vielen „in“...und da diese Leute keine anderen Sorgen haben, befassen sie sich „klimatisch“...das ist Aktionismus.

@ 17:00 Knorlo

Na, dann freu ich mich jetzt auf die "Fridays for Futeure"-Bewegung der Kriegsgeneration. Die müssten sich dann ja in der Logik Ihres Kommentares jetzt an die Spitze der Bewegung setzen.
Wird Sie vielleicht wundern: "Oldies for Future" gibt es tatsächlich schon in vielen Städten... und die unterstützen ihre gesellschaftlich und politisch wachen Enkel*innen.

Der Sohn meines besten Freundes

eröffnete ihm, er überlege auch dort mitzumachen. Mein Freund schlug ihm statt dessen "Sunday morning for Future" für seine Demo vor;-) Das war es dann...

Es wird nicht mehr allzu

Es wird nicht mehr allzu lange dauern, dann werden unsere Politiker diese Jugendlichen und den Klimaschutz instrumentalisieren, um das bisschen Sozialpolitik, dass uns noch geblieben ist, rücksichtslos abzubauen.
Und diese Jugendlichen werden freudig zustimmen, und glauben, dass die Politik sie ernst nimmt.
Dabei geht es der Politik nur darum, mit dem kleinen bisschen, was dann tatsächlich verändert wird, die Wirtschaft nicht zu belasten.
Vom Sozialstaat, der in 1970er und 1980er Jahren so gut begonnen hat, wird dann auch der aktuell übriggebliebene und klägliche Rest verschwunden sein.
Und die Jugendlichen Demonstranten werden sich noch nicht einmal erinnern können.

16:33 von vox moderandi

Wir sind in der Schule mit dem Zug von Offenbach/Main nach Bad Nauheim in die Jugendherberge gefahren. Da war Barcelona, London und Paris kein Thema.

Wir sind mit der Familie nie geflogen. Meine einzigen Flüge waren 1980 und 1981. DAnn war Schluss. Nie eine Kreuzfahrt.

Man muss auch heute seine eigenen Ansprüche an seine eigenen Forderungen anpassen und hinterfragen lassen.

Ich mochte nicht wissen, wieviel Flüge die Klimaschutzaktivistin aus Schweden in letzter Zeit hatte.

Wenn ich schaue, wieviel Klima- und Umweltschutzdeligierte zu ihren Tagungen nach Tokio, Lima oder sonstwo hingeflogen simd. Da stimmt Anspruch und Wirklichkeit in keiner Weise.

17:00 von Knorlo

"...lächerlich...
Es geht eine Generation auf die Straße die NIE gelernt hat zu sparen und vernüftig mit Resourcen umzugehen wie die Kriegsgeneration."

Woher wissen Sie, was die Kinder lernen?
Ich bin täglich in Familien, nicht selten in stinkereichen.
Gerade da wird darauf geachtet, dass die Kinder nur eine gewisse Summe an Geld bekommen und lange was in die Sparbüchse tun müssen, um dies und jenes zu bekommen.

Und die Kinder selber sparen schon von sich aus zum Beispiel mit Papier.
Man ist baff erstaunt, aber es ist so.

"Wenn jetzt 16 Jahrige Umweltpolitik fordern, dann sollen sie sich registrieren lassen um sie später an ihren Umweltsünden messen zu lassen!"
Was haben uns die Jugendlichen getan, dass man so drauf ist?

Gelebte Demokratie

Der Erfolg von F4F liegt begründet in der Mobilisierungskraft von selbstorganisierten Zusammenkünften, dem Mitmachfaktor, dem Ausprobieren von Grundelementen gelebter Demokratie.

Protest macht wach, das Hinterfragen von falschen Autoritäten, das Entlarven von heißer Luft nach Spaß.

Der Auftritt von Minister Altmeier, der nur eine Selbst-PR-Foto-Op für seinen Twitter-Account suchte und genau dabei von den Schülern vor den Augen der Medien entlarvt und blamiert wurde, war der Knackpunkt.

Junge kritische Leute haben ein gutes Gespür, wenn man sie vereinnahmen will für andere Zwecke.

F4F sendet eine positive Botschaft aus, dass alle mit anpacken müssen beim Klimaschutz. Hohle Sprüche der Lindners und von Totalausfällen wie Scheuer haben keine Chance mehr.

Die Dynamik und Positivität von F4F ist der mutmachende, zukunftorientierte Gegenpol zu negativen, von Hass, Hysterie und Gewalt gegen Medienvertreter geprägten Aufmärschen frustrierter Hut-, Hup- und Wutbürger vom rechten Rand.

re der freundliche

"Und AAK und der FDP Vorsitzende halten sich demnach für "Profis" ...? Ich wage mal zu behaupten das ein Großteil der Schüler die globale und ökonomische Zusammenhänge besonders was den Umweltschutz betriftt besser verstehen als diese beiden Vorsitzenden unserer Politprominenz."

Allerdings. Diese beiden Politiker denken doch maximal in die Zukunft bis zu den nächsten Wahlen. Und dass es "irgendwie" weitergeht, wenn man nichts tut.

Am 17. Mai 2019 um 16:27 von andererseits

"Rein statistisch kommt es zweimal im Jahr dazu, dass in Deutschland für 48 Stunden der Ökostrom ausfallen könnte. "
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Glauben Sie ernsthaft, das ein Land ohne Probleme auch nur eine Stunde ohne Stromversorgung existieren kann? Schon alleine die Flugbeobachtung kann nicht eine Minute einen Stromausfall die Arbeit machen.

Herr Prof. Lesch hat auf YouTube ein Video warum DE nicht komplett auf erneuerbare Energien umstellen kann, oder man ist bereit ganze Bundesländer unbewohnbar zu machen. Theoretisch geht alles, nur in die Praxis umsetzen, da hapert es dann.

"Was aber ist es, das diese Bewegung so erfolgreich macht?"

Ihre schiere Notwendigkeit. Die von immer mehr Menschen erkannt wird: "Das Thema trifft einen Nerv".

Bei großen Demonstrationen verzichten die Aktivisten weitestgehend auf politische Logos oder Sticker.
Zentrale Redeanteile übernehmen immer die Mitglieder der Bewegung. Sie organisieren sich über Messenger wie WhatsApp oder Telegram.
All das ist (...) auch ein Grund dafür, dass "Fridays for Future" überhaupt so viele Jugendliche mobilisieren konnte. "(...) können sich punktuell für ein Thema einsetzen und sie müssen sich nicht in feste Strukturen integrieren"

Das werden sie aber wohl müssen:
"Je größer die Bewegung wird, desto nötiger ist es auch, dass sich gewisse Strukturen herausbilden" (...) auch, damit die Bewegung Forderungen durchsetzen könne"

Wenn Letzteres nicht klappt, muss man halt geeignete Strukturen und Handlungskonzepte entwickeln und selber ran ("Konkrete Maßnahmen hat die Politik aber noch nicht getroffen).

"Friday for Future"

Am 17. Mai 2019 um 16:05 von Marmolada
......Wasser predigen und Wein trinken.
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Wichtig ist doch das überhaupt etwas geschied...Und das es von der Jugend kommt ist doch erstaunlich. Von der Politik ist in all den Jahren doch noch nichts vernünftiges gekommen. Wieviele internationale Klimagipfel hat es schon Weltweit gegeben ohne ein befriedigendes Ergebnis? Welche Regierungen können von sich behaupten sie hätten die Klimaziele erreicht? Wenn sie schon von Wasser predigen und Wein trinken sprechen, dann meinen sie doch sicher die Regierungen und Politiker unserer Welt... den die müssen was ändern. Wird aber nicht passieren und deswegen ist es richtig das die Jugend für uns alle Demonstriert.

Sie sind erfolgreich..

..weil die Allgemeinheit die Nase voll hat von untätigen „Rauten-Muttis“, die nur noch ihre Zeit absitzen und/oder Bremser spielen. Ich bin stolz auf diese Erwachsenen!

andererseits 17.19

geschenkt!Erzählen Sie das lieber denen, die nach der verwegenen Prognose eines Dürresommers 2019 im April schon die Klimakatastrophe herbei bemühten

Was die Bewegung erfolgreich macht?

Die Bewegung macht erfolgreich, dass man Schule schwänzen kann und dass man kein schlechtes Gewissen hat und einem sogar noch auf die Schulter geklopft wird!

Rentner for Future ...

... sucht man jedenfalls vergeblich ...

... Resignation?

... oder liegt es am Bildungsstand von vor 67+ Jahren?

Merke: Das du besser deklinieren kannst, als dein Enkel, heißt nicht, dass er dich in Sachen Klimakompetenz nicht locker in die Tasche steckt!

... und: Nicht alles, wasnicht blau-braun ist, ist deswegen linksgrün!

Einfach mal die Bildungslücken schließen und dem Enkel auf die Schulter klopfen für sein Engagement!

darum sind die Jugendlichen aufgebracht ...

bei vielen Kommentaren die ich hier lese wird für mich verständlich, warum die Jugendlichen zornig sein dürfen und vorwurfsvoll.

Denn es sind die Erwachsenen, die den Jugendlichen mit SUVs, Billigflügen, mit dem Auto zur Schule usw. vorgaukeln wollten, das alles schade dem Klima nicht wirklich und irgendwer Anderes wird schon was tun.

Keines der Kinder hat doch die zu schweren und zu schnellen Autos gekauft, die billigen Flüge gebucht, die billigen Klamotten und das billige Fleisch aus fernen Ländern besorgt mit denen der Planet zerstört wird.

Die glaubten in der Kindheit, Mama, Papa und alle Erwachsenen machen alles richtig und wenn die es tun, kann ich leichten Herzens mit machen.

Das Erwachsene, Politiker, Lehrer und Vorgesetzte lügen um des materiellen Vorteils willen haben die Jugendlichen jetzt gemerkt.

Und dürfen mit Recht die Forderung stellen, endlich schnell, energisch und nachhaltig zu handeln.

Re: Marmolada 17:31

"Ich mochte nicht wissen, wieviel Flüge die Klimaschutzaktivistin aus Schweden in letzter Zeit hatte.

Wenn ich schaue, wieviel Klima- und Umweltschutzdeligierte zu ihren Tagungen nach Tokio, Lima oder sonstwo hingeflogen simd. Da stimmt Anspruch und Wirklichkeit in keiner Weise."

Ohne viel Rechercheaufwand lässt sich schnell herausfinden, dass z.B. Greta Thunberg mit dem Zug fährt und eben nicht fliegt. Diese tendenziös formulierten Vermutungen sind wirklich entbehrlich.
Schöner wäre es, wenn die Teilnehmer von Klimakonferenzen nicht fliegen würden, ja. Mindestens bei globalen Konferenzen scheint es mir aber immer noch angemessen eine Delegation fliegen zu lassen, wenn dafür größere Projekte (sagen wir mal Entscheidungen zu fossilen Brennstoffen in China) entscheidend beeinflusst werden. Klar, das passiert nicht immer, aber es scheint mir wichtig, in die richtige Richtung zu gehen und nicht von jeder Klimaverteidigerin zu verlangen, eine Heilige zu sein.

Mit dem Erfolg dieser Bewegung ist

es gleich vorbei, wenn Benzin, Diesel und Heizöl noch teurer werden.

@ marmolada

"Wir sind mit der Familie nie geflogen. Meine einzigen Flüge waren 1980 und 1981. DAnn war Schluss. Nie eine Kreuzfahrt.

Man muss auch heute seine eigenen Ansprüche an seine eigenen Forderungen anpassen und hinterfragen lassen."

Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Konsequenz, und gebe Ihnen prinzipiell recht. Geben Sie den jungen Leuten trotzdem eine Chance. Ich finde diese "Verzogenen Blagen geht es viel zu gut"-Diffamierungen ziemlich daneben. Machen es diese Brachialkritiker denn alle besser?

Ich sehe andere - psychosoziale - Gründe für den Erfolg

Einer ist die zunehmende allgemeine Unzufriedenheit in der Gesellschaft - die Proteste sind sowohl für die Jugendlichen als auch deren Eltern, Erzieher, Vormunde und nicht zuletzt Lehrer eine (unbewußte) Möglichkeit, "denen da oben" mal ihre Unzufriedenheit auszudrücken.

Des Weiteren bietet der Klimawandel eine hervorragende Projektionsfläche für Ängste aller Art.

Außerdem ist das dadurch entstandene Gemeinschaftsgefühl nicht zu unterschätzen.

Und nicht zuletzt fällt dadurch ein Schultag weg... für Schüler IST das ein Argument, und alle anderen tolerieren dies aufgrund der anderen Gründe.

Meinungen?

die Menge an CO2 die zum jetzigen

Zeitpunkt in der Atmosphäre den Treibhauseffekt bewirkt reicht doch schon aus um das Klima weltweit kippen zu lassen.
Da scheint es kein "Zurück" mehr zu geben, selbst wenn wir den Ausstoss sofort weltweit auf null reduzieren könnten. Die Gletscher würden weiter abschmelzen, die Pole würden weitere Mrd Tonnen an Eis einbüssen, die Wasserstände der Weltmeere würden weiter steigen, die Temperaturen würden weltweit stark ansteigen und Unwetter würden keine seltene Erscheinung mehr sein.
Fazit: es ist nicht 5 vor 12, nein es ist 10 nach zwölf, die Klimaveränderung wird wohl nicht mehr aufhaltbar sein, ob mit oder ihne Demos!

...andere wollen auch leben...

Ja ... was macht denn diese "Friday for Future-Bewegung" sooo erfolgreich... Ist das nicht das ständige "Pampern" durch Medien einer im Grunde sinnfreien (aber auflagenträchtigen) Jugendprotestbewegung, die zwar laut ist, aber selbst weiter an allen umweltschädlichen IT-Modernismen festhält... von Billig-I-Phones aus Ostasien bis hin zu Billig-Providern in Europa und weltweit...
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Ich möchte die Gesichter der heute noch laut nach Fairneß schreienden Jugendlichen sehen, wenn künftig - kostendeckende - 5 Euro je Min. Surfing fällig wären... weil: andere wollen auch leben..!

@Seebaer1, 16:16

"Also, bei und am Bodensee wirken sich die Demos schon aus. Und nachdem Konstanz nun auch noch den Klimanotstand erklärt hat war der Mai bisher deutlich kühler als der im letzten Jahr."

Vielleicht könnte man über Ihren Kommentar wirklich lachen, wenn der Hintergrund nicht ernst wäre.
So ist es Verharmlosung und Bagatellisierung. Beruhigen Sie sich und andere damit. Die Probleme für die Zukunft und die junge Generation sind damit nicht gelöst.

Re: Zwicke (19:46)

Mehreres:
Erstens gehen sie mit Allgemeingültigkeit davon aus, dass die Teilnehmer konventionelle Smartphones samt Ausbeutertarifen haben und nicht bereit wären (z.B. nach entsprechendem Hinweis) davon abzurücken. Das erscheint mir stark Vorverurteilung.
Zweitens ist eine Kernforderung der Bewegung, dass die Politik an gegebene Versprechen (Klima-Abkommen) hält. Das kann ja wohl jeder fordern, dem etwas versprochen wurde.
Drittens, gab und gibt es neben dem "medialen Pampern" sehr wohl auch immer wieder die Verbreitung der Diskussion über den Konflikt mit der Schulpflicht.
Viertens, woher kommt denn bitte 5€/min surfen? Ist das eine Hommage an die Grünen-Forderung 5DM/Liter Benzin aus den 90ern? :-)
Möglicherweise wären Sie von der Bereitschaft der jungen Generation relevanten Verzicht in Kauf zu nehmen überrascht. Geben sie denen doch eine Chance dazu.

19:46 von Zwicke

"Jugendprotestbewegung, die zwar laut ist, aber selbst weiter an allen umweltschädlichen IT-Modernismen festhält... von Billig-I-Phones aus Ostasien bis hin zu Billig-Providern in Europa und weltweit..."

Die suchen ja die Eltern aus und bezahlen es.

"Ich möchte die Gesichter der heute noch laut nach Fairneß schreienden Jugendlichen sehen, wenn künftig - kostendeckende - 5 Euro je Min. Surfing fällig wären... weil: andere wollen auch leben..!"

Das bezahlen auch die Eltern.
Im Übrigen sind die Jugendlichen nicht dermaßen verbittert und griesgrämig wie die, die diese Jugendlichen dermaßen verachten.

@andererseits, 16:27

"@ 16:09 dito

Möglicherweise haben viele der jungen Leute bei F4F mehr Hintergrundwissen als Sie. Selbst der Deutsche Wetterdienst sagt auf Grundlage der Daten aus den letzten 20 Jahren: Rein statistisch kommt es zweimal im Jahr dazu, dass in Deutschland für 48 Stunden der Ökostrom ausfallen könnte. Mit Blick auf das EU-weite Netz von Ökostromanlagen sinkt dieser Wert auf 0,2 Ereignisse pro Jahr. DWD-Vizepräsident Becker sagt: (https://tinyurl.com/y3hlyxt2) „Aus meteorologischer Sicht spricht nichts gegen einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland“. Kann man wissen, wenn man sich informiert, auch wenn man nicht engagierte*r Schüler*in ist."

Danke für diese Infos.
Mal sehen, ob solche fundierten Argumente wahrgenommen und gewürdigt werden, wo Ablenkung hoch im Kurs steht, damit ja alles bleibt, wie es ist, und möglichst lange niemand aus seiner Komfortzone muss.

@19:41 von FreierGeist

Zu 1: Ne, wohl nicht `denen da oben´. Das ist eher die Denke der `sich abgehängt fühlenden´. Aber ja, einer grundsätzlichen Unzufriedenheit mit dem `System´, das glaube ich auch. Dem sich alles unterwerfenden Kapitalismus, dem Streben nach maximalem Gewinn, ohne soziales oder auch ökologisches Gewissen. Daher ist das Ziel ja auch der Klimawandel, also die Zerstörung der Umwelt aufgrund von kapitalistischen Interessen.

Zu 2: Finde ich nicht. Kann aber sicher sein, dass das bei anderen so ist. Man liest ja hier und da von diversen seltsamen Ängsten. Manche glauben derzeit an einen WW III, andere an die völlige Unbewohnbarkeit der Erde in absehbarer Zeit, usw.

Zu 3: Wichtig ! Die letzte Generation, die `Generation Y´ war... mir fällt kein nettes Wort ein. Egoistisch ausgeprägt, sage ich mal. Karrieregeil, angepasst, spießiger als die Eltern. Heute beobachte ich da eine andere Entwicklung. Interesse an Politik, an `Gemeinwohl´ (wie z.B. Umweltschutz) usw.

Zu 4: … Nein.

Re: FreierGeist (19:41)

Da Sie nach Meinungen fragen:
Ich halte das meiste von dem was Sie vorschlagen für weitere mögliche Gründe die zusätzlich zu dem Naheliegensten (grob gesagt: echtes Interesse) vorliegen können. Ich verstehe ehrlich gesagt gar nicht, warum es unbedingt immer entscheidende andere Gründe geben muss als die, die auch von den Teilnehmern vorgebracht werden...
Für Humbug halte ich es übrigens anzunehmen, die Schüler würden zum Beispiel vornehmlich blau machen wollen. Wer das will, der bleibt Freitags der Schule fern, geht aber doch dann nicht demonstrieren sondern macht irgendwas, was Jugendliche eben typischerweise so gerne machen.

@Hinterdiefichte, 19:19

"Was die Bewegung erfolgreich macht?

Die Bewegung macht erfolgreich, dass man Schule schwänzen kann und dass man kein schlechtes Gewissen hat und einem sogar noch auf die Schulter geklopft wird!"

Eine großartige Aussage, um jeglichen Inhalt dessen, was die jungen Menschen vermitteln, beiseite zu wischen.
Wie lange wollen Sie und andere diesen ärmlichen Versuch einer Diskreditierung und Entwertung eigentlich noch fortsetzen, der auf nichts weiter als einer negativen und zumindest so pauschal nicht zutreffenden Unterstellung basiert?

So erfolgreich

weil man einen Tag die Schule schwaenzen kann. Fuer den guten Zweck.

Wir hatten damals auch unsere Ausreden, aber wahrscheinlich fuer einen weniger guten Zweck.

Mal sehen was bleibt, wenn die Leute einmal auf eigenen Beinen stehen. Bin gespannt, ob der solidarische Verzicht Programm wird. Denn wir muessen verzichten, weil die Inder und Chinesen und die Afrikaner mehr Energie brauchen.

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