Ihre Meinung zu: Monet-Bild versteigert: Der teuerste Heuhaufen aller Zeiten

15. Mai 2019 - 11:37 Uhr

Es ist die höchste Summe, die jemals für ein Monet-Werk bezahlt wurde: Bei einer Sotheby's-Auktion kam das Bild "Meules", das einen Heuhaufen in der Sonne zeigt, für 110,7 Millionen Dollar unter den Hammer. Von G. Schwarte.

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Kommentare

Reiner Warenwert für rahmen

Reiner Warenwert für rahmen und farbe dürfte bei ca 10€ liegen.
Immer wieder erstaunlich, dass leute sich so für alten Trödel begeistern können.

@ Superschlau, um 12:43

Sie sind ja einer. So viele vertrocknete Grashalme zu einem Heuhaufen zu komponieren kommt der Suche einer Nadel in demselben gleich.
Und wenn dies so kunstvoll geschieht, liegen Sie mit den 10 € aber gewaltig daneben.
Aber ich hätte letztlich auch nicht mehr als 100 Mill. dafür gegeben :-).

Wie Bob Ross selber machen...

Viel entspannender und ausserdem Gratis ist der gute alte Bob Ross (RIP):

https://www.br.de/mediathek/sendung/bob-
ross-the-joy-of-painting-av:584f4cd93b467900117c5676

Anschauen lohnt sich (wenn man Nass in Nass Malerei mag).

Einmal die Woche ist die ca. 30 Min. Sendung wie Urlaub...und dem Mann bitte zuhoeren (engl.)- ein wahrer Philosoph :-)

Toller Coup! Dahat eine

Toller Coup! Dahat eine zartfühlende, wahre Künstlerseele von allen Musen geküßt, der Menscheit und Menschlichkeit einen unschätzbaren Dienst erwießen. Was sind für die für die lange Kunst im kurzen Leben da schon lächerliche 107, nochwas Millionen? Außer vielleicht bei denenen mit denen man für das Geld hätte ihr Leben etwas verlängern können, aber das ist natürlich kein Vergleich in den Sphären des so hohen Seins von solch edelen Kunstmäzenen und von denen ist es ja nicht zu verlangen, wo dort doch alles nur so eitel ist, in diese Niederungen des Lebens hinab zu denken.

Geld wie Heu

Eigentlich müßig, über die immer neuen Rekorde am Kunstmarkt zu reden.

Die leistungslosen Gewinne aus den Gewinnen der Hyperreichen wollen schließlich irgendwo und irgendwie "investiert" werden.

So kommt das Geld - hoffentlich - wieder ein wenig unter die Leute.

Der einzige Wermutstropfen bleibt die Frage, wie viele Menschen Drecksarbeit leisten mussten, um einst diese 110 Millionen Dollar zu generieren.

Bei aller Freude an dieser

Bei aller Freude an dieser Kunst, wenn jemand in diesen Zeiten mit immer mehr menschlicher Not jemand hundert und mehr Millionen für ein Bild bezahlt, setzt bei mir so etwas wie fremdschämen ein. Nicht vor zustellen ich würde morgen aufwachen und müßte mich erinnern, dass ich gestern so etwas gemacht hätte. Ich glaube ich würde mich erhängen müssen.

Heuhaufen ??

Wieso Heuhaufen ? Das ist doch ein reiner Misthaufen. Und soviel Geld.

Ist das Kunst, oder kann das

Ist das Kunst, oder kann das weg?
Ist doch schön, wenn irgendein völlig überbezahlter Hirni sein Geld für Sperrmüll raus haut . Nur weil irgendwer sagt, etwas sei gut oder schön, muss das nicht stimmen. Und allgemeingültig ist es schon dreimal nicht.
Man erinnere sich nur mal an Beuys Fettecke. Für die eine ganz toll. Für die Putzfrau war es Dreck. Da unterstütze ich doch lieber einen Sportverein mit meinen millionen.

Summe

Wer Multimillionär ist und wem sowas zusagt, für den ist das nicht viel Geld.

@friedrich peter

Ist Ansichtssache, wofür Sie Geld oder ich ausgeben, könnte auch in den Augen anderer Mist sein.

@ 14:05 von Hepheistos

"Bei aller Freude an dieser Kunst, wenn jemand in diesen Zeiten mit immer mehr menschlicher Not jemand hundert und mehr Millionen für ein Bild bezahlt, setzt bei mir so etwas wie fremdschämen ein. Nicht vor zustellen ich würde morgen aufwachen und müßte mich erinnern, dass ich gestern so etwas gemacht hätte. Ich glaube ich würde mich erhängen müssen."
.
Bitte, jeder ist seines Glückes Schmied!

14:02 von Lutz Jüncke

"So kommt das Geld - hoffentlich - wieder ein wenig unter die Leute."

Und eben auch die Kunst.
Einige der User hören wohl gar den Namen "Monet" nun zum ersten Mal, wer weiß. Oder sehen das Bild zum ersten Mal, ganz gratis, hier bei der ARD.

@ 15:25 von Hackonya2

"Ist Ansichtssache, wofür Sie Geld oder ich ausgeben, könnte auch in den Augen anderer Mist sein."
.
Eben!
.
Sehe ich wie Sie.
Anfügen möchte ich noch, es darf den Anderen egal sein!
.
Sonst kann man diese Diskussion bis ins Endlose fortsetzen.
Musst du so viel Käse essen? Warum brauchst du ein neues Auto? Das alte war doch noch gut? Warum eine neue Küche, wieso Urlaub?
.
Oder bestimmt jetzt die öffentliche Meinung, wer sein Geld wie ausgeben darf?

14:52 von friedrich peter...

wenn es einem Käufer das Wert ist ....
ist es nicht zu viel

15:07 von Superschlau

"Ist das Kunst, oder kann das weg?"

Klar, das musste ja wieder kommen.

Aber selbst der fanatischste Kunstverhöhner vergleicht Monets impressionistische Bilder nicht mit einem Fettfleck, den man locker wegreiben kann.

Monet hat bei seiner Serie der Heuschober die ständig wechselnden Farbtöne studiert und nachzuahmen gesucht, die bei unterschiedlichem Sonnenlicht in den Heuschobern reflektieren.

Das kostet viel Liebe und Mühe zur Natur.
Die meisten glotzen nicht mal hin auf einen Heuschober. Monet aber hat die Natur geliebt und ihre Zauber malerisch einzufangen gesucht.

Er selber hatte nie viel Geld.
Man muss nicht auch den Maler verhöhnen, nur weil der Kapitalismus heute Kapriolen schlägt. Monet starb 1926.

@12:43 von Superschlau

Was glauben Sie, wieviel ein 100 Euro-Schein in der Herstellung kostet? Und doch hat er einen Wert, aber nur weil wir ihm einen Wert beimessen. Mit Kunst ist es das gleiche. Im Zweifel hätte ich aber dennoch lieber das Gemälde als das Geld, weil das Gemälde nicht beliebig vermehrt werden kann und sich immer Liebhaber solcher Kunst finden lassen werden :D

"Mehr als 110 Millionen Dollar"

Dem Käufer ist das Monet-Bild diesen Preis offensichtlich wert.

Ich fände es aber grundsätzlich besser, wenn solche einzigartigen Werke berühmter Künstler nicht in Privatbesitz übergehen würden, sondern sie öffentlich zugänglich ausgestellt würden, damit sich alle daran erfreuen können.

@um 15:35 von Sausevind

Ich muss Ihnen gestehen, ich hatte bei mir über Jahre einen Kunstdruck von Monet bei mir an der Wand hängen... jetzt gehe ich lieber zu Ausstellungen von Nachwuchskünstlern und unterstütze diese...die sind ja noch nicht Tod... :-) und der Wein bei den Galerie-Eröffnungen sowie bei den Hochschulausstellungen ist auch lecker... ;-)

16:16 von Sausevind

«Monet hat bei seiner Serie der Heuschober die ständig wechselnden Farbtöne studiert und nachzuahmen gesucht, die bei unterschiedlichem Sonnenlicht in den Heuschobern reflektieren. Das kostet viel Liebe und Mühe zur Natur.

Man muss nicht auch den Maler verhöhnen,
nur weil der Kapitalismus heute Kapriolen schlägt. Monet starb 1926.»

"Kunstverhöhnung wird aber immer wieder gerne genommen".

Und wenn man es nun auch gar nicht mag, was Monssieur Monet so malte.
Wenn man auch Malerei im Detail gar nicht beurteilen kann.
Weil man damit nix am Hut hat.

"Sammlerobjekte" jeder Art widersetzen sich mit einem müden Lächeln jeder Art von rein materieller Wertung. Oder mit einem mysteriösen Lächeln in der Art von "La Giaconda" (Mona Lisa). Was wäre man bereit, für dieses Bild zu zahlen, käme es je auf eine Auktion? Gestohlen für eine Erpressung wurde es ja schon einmal …

Was setzten Banausen wohl als Materialwert für dieses Bild an?
1,99 Euro? … ist ja deutlich älter als der Heuhaufen …

17:14 von Der Couch Kritiker

<< @um 15:35 von Sausevind
Ich muss Ihnen gestehen, ich hatte bei mir über Jahre einen Kunstdruck von Monet bei mir an der Wand hängen... jetzt gehe ich lieber zu Ausstellungen von Nachwuchskünstlern und unterstütze diese...die sind ja noch nicht Tod... :-) und der Wein bei den Galerie-Eröffnungen sowie bei den Hochschulausstellungen ist auch lecker... ;-) <<

Großes Lob an Sie! :-)

15:07 von Superschlau

«Ist das Kunst, oder kann das weg?»

Ist das Fußball, was der HSV seit Jahren spielt? Oder kann das weg …?
Ist das Dschungelcamp TV-Unterhaltung? Oder kann das weg …?
Ist das Eisbein eine Mahlzeit? Oder kann das weg …?

«Ist doch schön, wenn irgendein völlig überbezahlter Hirni sein Geld für Sperrmüll raus haut . Nur weil irgendwer sagt, etwas sei gut oder schön, muss das nicht stimmen. Und allgemeingültig ist es schon dreimal nicht.»

Kennen Sie den, der das Bild kaufte?
So'n Sperrmüll hätte ich auch mal gerne bei mir vor der Tür stehen. Und allgemeingültig ist das Kunstverständnis "des Hirnis" schon mal 1.001-mal nicht.

Es hat Sie ja auch niemand gezwungen, dem Heuhaufen zu huldigen,
und mit zu steigern. Mich übrigens auch nicht …

Sie hätten (bspw.) ganz simpel schreiben können:

«Das Bid gefällt mir nicht. Mir sind Jagdszenen, Bergbilder, und Melodramen aus der Schule des Depressivimismus der Heimatmalerei lieber.»

Manch einer mag da sagen:
"Kunst … oder kann weg" …?

17:38 von schabernack

"Und wenn man es nun auch gar nicht mag, was Monssieur Monet so malte.
Wenn man auch Malerei im Detail gar nicht beurteilen kann.
Weil man damit nix am Hut hat."

Das macht doch nichts. Ich finde das überhaupt nicht schlimm.
Schllmm finde ich nur, wenn man nach einem kurzen Blick auf eine miese Abbildung eines Gemäldes bei der Tagesschau sich ein Urteil erlaubt und dem Maler ins Gesicht spuckt.

Ich versuche mich aber so langsam, an derlei Primitivität in deutschen Landen zu gewöhnen.
Womit ich mit Sicherheit nicht Sie meine.

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