Ihre Meinung zu: Härtestes US-Abtreibungsgesetz in Alabama

15. Mai 2019 - 9:19 Uhr

Eine vergewaltigte Frau darf nach Beschluss des Senats im US-Bundesstaat Alabama künftig nicht mehr abtreiben. In dem nun verabschiedeten Gesetz gibt es nur noch eine Ausnahme. Von Martin Ganslmeier.

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Kommentare

die große Mehrheit der

die große Mehrheit der Politik und der Bevölkerung für ein weitgehendes Verbot der Abtreibung.
.
wie heißt es doch gleich,
"alle Macht geht vom Volke aus"
wenn es denn des Volkes Wille ist.
Demokratie bedeutet doch auch den Mehrheitswillen zu akzeptieren

Fanatismus.

"Auf keinen Fall würde ich das Kind meines Vergewaltigers austragen - auf keinen Fall!"

Sehr seltsame Einstellung.

Was kann ein Kind für die Vergewaltigung?

Was für das Verbrechen seines Vaters?

In USA herrschen andere Verhältnisse

Selbst wenn etwas in einem Staat verboten ist, ist es in den meisten Fällen nicht viel Aufwand, einfach in einen anderen zu fahren. Ein Meldewesen gibt es ja nicht, und daher auch praktisch keine Hindernisse, das zu tun. Unter diesem Blickwinkel muss man die Entscheidung in Alabama betrachten, es ist praktisch eine symbolische Entscheidung. Und daher sind die Parlamentarier da auch zu Entscheidungen bereit, die der Wirkung nach Menschenrechte verletzen.

Nein, lieber Sisyphos

Das tut es nicht. Die Mehrheit darf mitnichten Grundrechte anderer beschneiden, sonst hätte man auch stumpfsinnigerweise behaupten können, der Holocaust wäre demokratisch legitimiert gewesen, wenn eine Mehrheit dafür gewesen wäre.

???

"Demokratie bedeutet doch auch den Mehrheitswillen zu akzeptieren"

Eine Vergewaltigung ist eine sehr persönliche Sache und mit den Folgen hat die betroffene Personen auch so genug zu kämpfen. Da sollte eine Abtreibung auch eine persönliche und fallbezogene Entscheidung sein. Mehrheit hin oder her, es gibt Bereiche da sollten Menschen auch noch eigene Entscheidungen treffen dürfen,sonst sind wir bald sehr weit weg von Demokratie..

@Sisyphos3: Wo fängt Demokratie an, wo hört sie auf?

wie heißt es doch gleich,
"alle Macht geht vom Volke aus"
wenn es denn des Volkes Wille ist.
Demokratie bedeutet doch auch den Mehrheitswillen zu akzeptieren

Wie weit darf "das Volk" in privaten Angelegenheiten mitbestimmen?

Ein paar (weit hergeholte) Beispiele:
Wenn der "das Volk", also der Mainstream eher auf Schlager steht und atonale Musik ablehnt. Darf die Mehrheit dann atonale Musik verbieten?

Muss ich mich "dem Volk" beugen, wenn es um die Art meiner Bettwäsche geht?

Muss ich mich "dem Volk" beugen, wenn es um Körperschmuck (Piercings/Tatoos/Implantate) geht? Wenn die meisten Menschen derartiges gerade tragen, muss ich es dann auch?

Das sind alles intime Fragen, aber bei weitem nicht so intim wie der "intime Bereich" eines Menschen.

Meine persönliche Grundeinstellung lautet: "Alles sollte erlaubt sein, so lange ich damit keinen anderen direkt oder indirekt schade."

Weiter so USA!

Bald habt ihr die Verhältnisse der Zeit vor der Aufklärung in eurem Land. Bravo

Dann fährt man halt in einen

Dann fährt man halt in einen Staat, wo es erlaubt ist. Gegen solch hirnverbrannte Ideen kommt man nicht an. Man mus sinnbefreite " Mehrheitsmeinunge" nicht tatenlos akzeptieren.

Egal, was man von Abtreibung hält,

so ein Gesetz ist Unfug und hat nur Symbolcharakter. Wer abtreiben möchte, wird sich das schon wohl überlegt haben und wird dann auch eine Lösung finden, die im einfachsten Fall eine Fahrt in den Nachbarstaat bedeutet.

@Am 15. Mai 2019 um 09:30 von Sisyphos3

"die große Mehrheit der Politik und der Bevölkerung für ein weitgehendes Verbot der Abtreibung.
..."

Ich bezweifle doch mal stark, dass die Mehrheit gegen Abtreibung nach einer Vergewaltigung ist.
Rausfinden kann man das nur mit einem Volksentscheid, weil nicht jeder der die Republikaner wählt gegen Abtreibungen ist, genauso wenig wie jeder, der die Demokraten wählt für Abtreibungen ist.

...das logische Denkvermögen der Menschen beschränkt.

Tief religiös!

So religiös, dass eine große Mehrheit für Trump gestimmt hat. Seine Lügen und Betrügereien sind da weniger wichtig. Auch Pence macht da voll mit, er ist ja auch tief religiös ...

@Sisyphos3 (09:30):

>>die große Mehrheit der
die große Mehrheit der Politik und der Bevölkerung für ein weitgehendes Verbot der Abtreibung.<<

Zu dieser Behauptung hätte ich gerne einen Nachweis gesehen...

Sollte in einer Demokratie

Sollte in einer Demokratie eine vergewaltigte Frau nicht selber entscheiden, wie sie sich weiter entscheidet?
Aber das ist halt diese spezielle amerikanische Demokratie, die da wieder wütet. Da gibt's ja auch ganz demokratische Totesstrafen, da ist diese Abtreibungsverbot dann wohl der ganz demokratische Ausgleich zwischen leben und töten, da in America-first-Land. Eben aalles sehr demokratisch, da.

sisyphos3 um 09:30

Damit haben sie natürlich uneingeschränkt recht.
Alle Macht geht vom Volke aus steht im deutschen Grundgesetz.
Wie allerdings die Demokratie in Alabama definiert ist kann ich nicht sagen.

@ Sisyphos3

Nur entscheidet die Mehrheit (wenn dem so seien sollte) über ausschliesslich persönliche und gesundheitliche Belange einer Minderheit. Das wird es hier bei diesem Thema zum großen Glück nicht geben.

Rückschritt

Sollte man so etwas nicht den Frauen überlassen? Die müssen schließlich mit den Folgen leben, egal für was sie sich entscheiden. Schlimm ist, dass sich da eine Frau einsetzt. Aber sie kann anscheinend nicht mit Frauen, die sich dafür oder dagegen entschieden haben, mitfühlen. Ich habe echt das Gefühl, dass sich die Welt zurück in die Steinzeit entwickelt.

09:40 von rossundreiter

Was kann ein Kind für die Vergewaltigung?
.
keine Frage eine unheimliche Belastung für die Mutter
aber es stellt sich schon die Frage
Was kann ein Kind für die Vergewaltigung?
verliert es dadurch sein, wie auch immer geartetes Recht, auf Leben

@Sisyphos3, 09:30 Uhr

Hier muss ich Ihnen heftig widersprechen. Wie kann denn eine Frau die notwendige Mutterliebe für ein Kind aufbringen, dass von einer Vergewaltigung stammt? Die USA ist groß, es wird immer einen Bundesstaat geben, wo Abtreibung liberaler gehandhabt wird als in Alabama. Mit diesem Gesetz trifft Alabama die Frauen zwei Mal. Nicht nur dass Vergewaltigung viele Frauen psychisch bricht, nun sollen sie durch ein Kind auch jeden Tag an dieses furchtbare Ereignis erinnert werden. Das kann das Volk (in dem die Frauen ziemlich genau mit 50% vertreten sind) nicht wollen. Konsequenterweise müsste Alabama auch den Vergewaltiger zum lebenslangen Unterhalt des Kindes verpflichten. Kann er das nicht, muss der Staat aufkommen. Sinnvoll ist das aus den oben genannten Gründen aber nicht.

Mangelndes Verständnis des US-Rechtssystems?

Es scheint mir, die Tagesschau versteht das US-Rechtssystem nicht. Die Bundesstaaten können in den meisten Bereichen selbst bestimmen, was geht und was nicht. Das gilt offenbar für Abtreibung ebenso wie z.B. Waffenbesitz. So ist z.B. in New York grundsätzlich Waffenbesitz illegal - von Ausnahmen abgesehen. Selbst der Besitz von Magazinen ist strafbar. Auch in diesem Bereich verstösst dies ja eigentlich gegen die US-Verfassung. Da jedoch das grundsätzliche Recht (z.B. Abtreibung, Waffenbesitz) nicht in Frage gestellt wird, sondern nur sehr stark eingeschränkt, wird dies nicht als Widerspruch gesehen. Dies entscheiden dann jedoch im Einzelfall die Richter - ggf. vor dem Verfassungsgericht.

@Demokratie bedeutet doch auch 09:30 Sisyphos3

"den Mehrheitswillen zu akzeptieren"

Sie haben da etwas Wichtiges übersehen:
Nicht um jeden Preis.

Oder meinen Sie etwa, wenn es für ein komplexes Problem
keine einfache Lösung gibt,
man nimmt einfach die Erstbeste nur weil 50,1 % dafür stimmen.

Da können Sie dann auch gleich einer 'Endlösung' das Wort reden.
Weil die ist ja einfach, und manchmal auch einfach die Mehrheit ;)

Zum Glück gibts ja noch ein funktionierendes Verfassungsgericht.
Zumindest bei uns.
Der zivilatorische Firnis ist eben dünn.
Das wussten die Väter des GG.

Schade um die Menschen

Mir tun die Menschen in Alabama leid. Ohne Chance auf eine glaubensneutrale, wissensbasierte Ausbildung werden sie in dieser religionsverpesteten Gegend von Kindheit an indoktriniert. Freie Willens-und Meinungsentwicklung ist praktisch unmöglich. Demokratie wird zur Farce. So wachsen sie zu Senatoren heran, die derartige Gesetze verabschieden.
Was ist schlimmer? Abgetrieben zu werden, wenn man noch nicht fühlen und denken kann, oder versklavt zu werden nach Regeln, die auf reiner Spekulation beruhen?
Es wird Zeit, dass die Menschheit endlich das Joch des Glaubens ablegt Freiheit und Vernunft das Geschehen bestimmen.

@Sisyphos3

Auch die Umsetzung des Mehrheitswillens hat aus guten Gründen Grenzen. Wenn ihre Nachbarn mehrheitlich entscheiden würden ihr Haus zu enteignen, es abzureißen und da einen Pool für alle (bis auf Sie) hinzubauen steht da aus gutem Grunde der 2. wichtige Grundsatz freiheitlicher Systeme im Weg: Jede Freiheit endet an der Stelle wo sie die Freiheit eines anderen einschränkt.

Und es muss für vergewaltigte Frauen möglich sein den Zellhaufen loszuwerden der einmal das Kind und ewige Erinnern an den Vergewaltiger wird. Wenn die Betroffene das aufgrund ihres Glaubens nicht machen will kann Sie es ja immernoch lassen, Freiheit und so.

Es ist auch wieder mal entlarvend Verbote, die eigene Freiheiten einschränken zu verteufeln (Tempolimit, Klimaschutzmaßnahmen etc) und da wo man nicht betroffen ist die Mehrheitsentscheidung hochzuloben. Man ist ja selber nicht betroffen also kein Problem die Freiheit anderer einzuschränken.

Argumente der Gegenseite werden kaun erwähnt

Im Text ist ausschließlich vom "Recht" auf Abtreibung die Rede. Das Recht auf Leben wird jedoch kein einziges Mal erwähnt. Generell kommen die Argumente der Abtreibungskritiker kaum deutlich im Text vor. Das finde ich sehr schade.

09:44 von antred

Die Mehrheit darf mitnichten Grundrechte anderer beschneiden,
.
Frage :
wessen Rechte beschneidet man denn bei ner Abtreibung
so ist eben das Recht auf Leben für ein Ungeborenes demokratisch außer Kraft gesetzt
also sie können es drehen und wenden
einer zieht immer den Kürzeren

im übrigen wissen sie wie ich zur Abtreibung stehen
also !

Zweierlei Maß

Beim Islam werden konservative und sexistische Ansichten gerügt bis angegriffen - beim Christentum aber sind sie in Ordnung wie man hier sehen kann. Da muss sich etwas ändern! Und wie man in Deutschland sagt: zuerst vor der eigenen Haustür kehren!

Und was passiert mit den ungewollten Kindern?

Man wird der Mutter ohne Missachtung grundsätzlicher Menschenrechte nicht per Gesetz verordnen können, sich um diese zu kümmern und der Vater ist entweder unbekannt oder landet im Knast. Gibt es dann eine Adoptionsstelle für Kinder von Vergewaltigern oder werden die auf Staatskosten direkt vom Staat aufgezogen?

Bravo Alabama,

auf schnellstem Wege zurück ins Mittelalter!

Verkürzte Argumentation: schnell entlarvt

Zu: 09:44 von Kronberg

Tja, natürlich entbehrt Ihr Argument, dass die betroffenen Frauen auch einfach in einen anderen Staat reisen können, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen, nicht einer gewissen Stringenz, eines gewissen Charmes.

Aber.

Und dieses "aber" erscheint auch im Artikel, den Sie kommentieren: gerade für ärmere Menschen ist das Reisen in andere Staaten eben nicht so einfach möglich.

Alabama hat etwa 4,8 Mio. Einwohner, davon etwa ein Viertel Afroamerikaner. Diese wählen aufgrund ihrer oft prekären Lebenssituation die Demokraten, welche aber regelmäßig nur ein Drittel der Stimmen bei Wahlen erhalten. Gouverneurin Ivey ist Republikanerin, streng konservativ bis rechts in ihren Ansichten. So hat Sie einen faktischen Bestandsschutz für Monumente der Helden der Sezession, 1860-65, eingeführt und Sie verwehrt Homosexuellen gleiche Rechte. Die Nachbarstaaten von Alabama sind auch in Republikanerhand, auch dort gelten verschärfte Abtreibungsgesetze bzw. -verbote. Toll, oder?

Wo bleibt der Geist der Aufklärung?

Wenn wir religiöse Fanatiker in den Blick nehmen, reden wir meist von Denkrichtungen aus der muslimischen Welt und beklagen, dass die Aufklärung an diesen Leuten vorbei gegangen ist.
Amerikas Provinz lehrt uns immer wieder, dass wir auch in der christlichen Welt Standpunkte finden, die mit dem Geist der Aufklärung, demgemäß der Mensch seinen Verstand und seine Vernunft gebrauchen soll um Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, nicht kompatibel sind.

@uwtra

Ich bin gegen das Gesetz und für eine eher liberalere Abtreibungspolitik aber wenn sie glauben, man könne diese Frage allein mit Logik klären sitzen sie selbst einem Irrglauben auf. Die religiöse Ansicht dazu ist eine Möglichkeit und es gibt keine ultimative Antwort darauf, ob sie falsch ist oder nicht. Es verbleibt nur, Argumente abzuwägen und für sich selbst eine Meinung zu treffen. Eines der wichtigsten dabei ist allerdings bar jeder Philosophie: Die Menschen, die es wirklich wollen, werden ohnehin abtreiben, in dem Fall noch relativ einfach in einem anderen Bundesstaat, ansonsten halt in Mexiko, oder einem Hinterhof... Und wenn man akzeptieren kann, dass es sowieso passiert, ist es mMn. besser den betroffenen Frauen so gut es geht zu helfen und eine Abtreibung eben nur als letzte, aber sicher zugängliche Möglichkeit zu erlauben.

09:46 von roby1981

Meine persönliche Grundeinstellung lautet: "Alles sollte erlaubt sein, so lange ich damit keinen anderen direkt oder indirekt schade."
.
klasse Antwort
wem schaden sie durch ne Abtreibung ?
mir würde da schon was einfallen und zwar was sehr einschneidendes !
Absprechung des Lebensrechts,
weil es womöglich das falsche Geschlecht hat, ungelegen kommt,
nicht intelligent und schön genug ist - gar behindert ...

ein überaus ernstes Thema mit vielen Betrachtungsweisen

ich sag es gerne wieder:

die USA sind auf dem besten wege zu einer verstörenden nation zu werden, wie sie Margaret Atwood in ihrem preisgekrönten buch "The Handmaid's Tale" beschrieben hat. alle macht alten weißen männern, frauen haben keine rechte, das recht auf selbstbestimmung schon mal überhaupt nicht. aber das allerschlimmste: die initiative für dieses gesetz ging von einer religiös verblendeten republikanerin aus, einer frau!

@ Sisyphos 3

Machen Sie sich mal mit dem deutschen Recht vertraut.

In unserem Land sind Abtreibungen straffrei möglich - auch ganz ohne Vergewaltigung.

Und das Recht der Frauen am eigenen Körper haben diese sich erstritten. Und das ist gut so. Kein Mann sollte einer Frau da irgendetwas vorschreiben wollen.

Immer das gleiche

Tiefreligiös- da schrillen schon alle Alarmglocken. Egal ob Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche oder Ehrenmorde im Islam, alles kein Problem. Aber eine Frau nach einer Vergewaltigung abtreiben, das geht auf keinen Fall. Diese ganzen scheinheiligen religiösen Eiferer sind einfach nur abstoßend.

Da bin ich mal gespannt, was

Da bin ich mal gespannt, was passieren würde, wenn ein Afroamerikaner eine weisse Frau schwängert. Dann hat es sich mit Rechten gleich erledigt. Das ist alles so verlogen da drüben.

warum so heftig ?

ich habe kein Statement Pro oder Contra Abtreibung abgegeben
nur das Recht auf Leben für ein Ungeborenes hinterfragt !
immerhin das hat keine Lobby

Wolfgang E S, 10:15

||Amerikas Provinz lehrt uns immer wieder, dass wir auch in der christlichen Welt Standpunkte finden, die mit dem Geist der Aufklärung, demgemäß der Mensch seinen Verstand und seine Vernunft gebrauchen soll um Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, nicht kompatibel sind.||

Unter anderem aufgrund eben dieses Glaubensextremismus ist Trump Präsident geworden.

in den usa

ist es zum teil gelebte praxis dass der vergewaltiger seine vaterrechte (wenn er denn will) nicht nur einklagen, sondern auch wahrnehmen darf. das heißt, dass die vergewaltigte frau es akzeptieren muss mit dem rest ihres lebens mit ihrem peiniger konfrontiert zu sein, wenn sie das kind zur welt bringt. unter solchen umständen ist ein abtreibungsverbot folter!

um 09:30 von Sisyphos3

"die große Mehrheit der Politik und der Bevölkerung für ein weitgehendes Verbot der Abtreibung.
.
wie heißt es doch gleich,
"alle Macht geht vom Volke aus"
wenn es denn des Volkes Wille ist.
Demokratie bedeutet doch auch den Mehrheitswillen zu akzeptieren"

Nach der Logik wäre es auch legitim eine Minderheit "an die Wand zu stellen" solange es eine demokratische Mehrheit dafür gäbe. Demokratie bedeutet eben nicht Diktatur der Majorität!

Rechtssystem

Auch in den USA gilt "Bundesrecht bricht Landesrecht", nur dass halt in viel weniger Bereichen ein Bundesrecht erlassen wird, damit die Staaten ihre eigene Regelungen erlassen können. Aber wenn es ein Bundesrecht gibt, das Abtreibungen explizit legalisiert, kann ein Staat das nicht einschränken.
Ich schlage mal ein Gesetz vor, über das Männer und Frauen abstimmen sollen, dass alle Männer kastriert werden sollen (und auf jeden Fall schon mal bei allen, die jemals eine Frau vergewaltigt haben). Da würden die Männer als erstes aufschreien, dass Frauen bei solchen Entscheidungen nicht mit abstimmen dürfen. So lange Vergewaltigungen geringer oder gar nicht bestraft werden und nichts wirksames dagegen unternommen wird, dass sie überhaupt passieren, muss es Frauen auch selbst überlassen sein, ob sie anschließend ein Kind abtreiben möchten oder nicht.

10:21 von Einfach Unglaublich

Machen Sie sich mal mit dem deutschen Recht vertraut.
.
ich wußte nicht dass der § 218 ausser Kraft gesetzt wurde !
straffrei ist eine Sache, Legal ne andere
... und machen sie sich mit meinem Beitrag vertraut
vorallem was ich schrieb - sie da reininterpretierten

@Hepheistos

Das Problem bei Abtreibungen ist, dass hier zwei wichtige Rechtsgüter diametral gegeneinander stehen. Das Recht der Frau auf Unversehrtheit und freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht des Kindes auf Leben. Dementsprechend ist das immer ein strittiges Thema und jede Regelung dazu automatisch ein Kompromiss. Die neue Regelung in Alabama liegt einem Extrem sehr nahe und missachtet die Rechte der Mutter nahezu komplett.

@Sisyphos3

Warum so heftig ist schnell erklärt. Sie sagen zwar sie geben kein Statement ab, unterschwellig tun sie das aber doch wenn sie etwa in genau diesem Fall die Mehrheitsmeinung hochjubeln und den Eindruck erwecken, das wäre das einzige was zählt und man sollte das jetzt auch einfach mal akzeptieren, während sie das in vielen anderen Diskussionen selbst nicht so pflegen. Dass man die Mehrheitsmeinung auch kritisieren kann und in einer Demokratie Schutzrechte für Minderheiten herrschen wurde ihnen ja nun schon lang und breit erklärt.

vielleicht sollte man einfach akzeptieren

dass das Leben sehr facettenreich und kompliziert ist
und leichte Antworten kaum möglich

egal Abtreibung oder nicht - es gibt immer "Verlierer"

@ sisyphos3

Wenn Sie es nicht wussten:

Die Straffreiheit von Abtreibungen ist eine ERRUNGENSCHAFT der Frauen.

Und darauf können wir stolz sein!

Dass Männer, wie Sie, sich nicht durchringen konnten den Pragraphen 218 gänzlich zu streichen steht auf einem anderen Blatt.

10:15 von Wolfgang E S

"Wo bleibt der Geist der Aufklärung?
Wenn wir religiöse Fanatiker in den Blick nehmen, reden wir meist von Denkrichtungen aus der muslimischen Welt und beklagen, dass die Aufklärung an diesen Leuten vorbei gegangen ist.
Amerikas Provinz lehrt uns immer wieder, dass wir auch in der christlichen Welt Standpunkte finden, die mit dem Geist der Aufklärung, demgemäß der Mensch seinen Verstand und seine Vernunft gebrauchen soll um Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, nicht kompatibel sind"

Geist der Aufklärung, Verstand, Vernunft und Verantwortung für sich selbst übernehmen... ...so,so! Haben Sie sich jemals mit dem Standpunkt des Ungeborenen auseinander gesetzt, der bei lebendigen Leib zerstückelt oder anderweitig grausam seines Lebens beraubt wird? Ich kenne ein Frau, gezeugt durch Vergewaltigung, deren Mutter sie dennoch angenommen und groß gezogen hat. Eine Perle von Mensch!

@Wolfgang E S

Im Grundsatz haben sie recht, der evangelikale Bible Belt ist sicher eines der prägendsten Beispiele, wo auch im westlichen Bereich noch religiöser Radikalismus gelebt wird. Die Frage nach der Abtreibung ist aber keine die sich alleine durch eine abstrakte Vernunft oder Aufklärung lösen lässt, ebensowenig ist das jetzige Gesetz frei davon. Die Abtreibung ist eine sehr schwierige Abwägung zwischen essentiellen Rechtsgütern, die nicht nur die Religion sondern auch die Aufklärung selbst in westlichen Staaten und darüber hinaus etabliert haben.

USA - Schwangerschaftsabbruch

Diese Nation verliert tagtäglich an Reputation, versinkt in Atombomben-abgesicherter Egomanie, Waffen-starrend nach innen und nach außen, verhaftet, in Teilen ein-gesponnen in religiösem Fundamentalismus, geführt von reaktionären Plutokraten, immer die Hand am Abzug.
Auf diesem Boden wachsen solche Initiativen !

09:40 von rossundreiter

was Sie schreiben und viele denken, geht über den freien Willen hinaus. Biologisch entsteht der Nachwuchs durch Auswahl des Sexualpartners. Vergewaltigung ist eben dann als unnatürliche biologische Fortpflanzung anzusehen. Ich denke also das ist nicht Gott gewollt.
Gehen wir nach dem Trauma der Vergewaltigung davon aus, das das Kind dem Vergewaltiger ähnlich aussieht oder gar ähnliche genetisch bedingte Verhaltensmuster obliegt, dann wird das Kind keine Liebe der Mutter erfahren, weil die Mutter weiter in ihrem Trauma gefangen ist. Fehlende Liebe ist wohl auch nicht Gott gewollt.
Naja und dann gibt es in jeder Religion Vorschriften, die eine Vergewaltigung religiös verbieten. Eine Anerkennung der Tat aber würde dieses Verbot zunichte machen und Täter in den Taten bestärken.

Aufgefallen? Ich habe keine Wort über Grundrechte und Menschenrechte verloren, und auch nicht davon angefangen wann ein Mensch anfängt zu leben. Aber die Mutter bestimmt allumfänglich ob sie Kinder bekommt!

Frauenrechte!

Auch als Mann sehe ich hier vor allem Frauenrechte wieder mit Füßen getreten. Warum wird dann nicht auch entschieden, dass z.B. der vergewaltiger für das von Ihm gezeugte Kuind vollumfänglich aufkommen muss? So mit 100 Mio Dollar etwa. Das sind docjh amerikanische Größenordnungen. Und wenn der Vergewaltiger dass nicht zahlen kann, muss halt der staat einspringen. Wie ist es eigentlich, wenn eine weiße Frau von einem dunkelhäutigen AMnn, oder sogar Mexikaner vergewaltigt wird. Darf sie dann doch abtreiben? Oder handelt es sich in Alabama meist um Inzest? Das würde vieles erklären.

@ der Mulla

Demokratie bedeutet eben nicht die Herrschaft einer Minderheit!

Die Mehrheit ist einer Minderheit erstmal zu gar nichts verpflichtet.

Minderheiten müssen sich an geltende Gesetze halten, auch wenn sie andere Traditionen oder Sitten ins Feld führen.

Minderheiten können nach innen Abweichendes Verhalten zeigen, wenn sich diese mit der Rechtsordnung vereinbaren lässt. Ein Einfluss auf das Mehrheitsverhalten steht Minderheiten nicht zu.

hat es doch

In vielen Ländern, Gruppierungen und vor allem in den USA ist das Recht des ungeborenen Lebens größer als das der Mutter. Keine Lobby ist einfach eine falsche Aussage.

10:26 von dermulla

die Menschenrechte hervorzuheben gilt doch aktuell als sehr populär
gar die westliche Definition weltweit durchzusetzen
das Recht auf Leben, gehört das nicht dazu ?
könnte man nicht einfach akzeptieren, dass die Sache sehr kompliziert ist,
sehr individuell gesehen werden kann, emotional ohnehin
mit der Abtreibung wie auch den Menschenrechten ganz allgemein

Immer bestimmen andere die es nicht betrifft

Ist ja auch leichter so, Abhängigkeiten oder das eigene Ego aufzuwerten.
Bei dem Bild der Abgeordneten die diese "Initiative" vorantreibt, habe ich gleich gedacht: "Die ist ja prinzipiell vor Vergewaltigung gefeit" Wie auch die meisten absoluten Abtreibungsgegner, die komischer Weise Männer sind.
Ich frage mich als Mann dann immer, sind solche Männer potentielle Täter die ihre mögliche Tat irgend wie rechtfertigen wollen? Und sind Frauen als Abtreibungsgegner ungeliebte weibliche Wesen?

@ sisyphos3

Im Islam gilt ein Embryo vor der "Beseelung" - 120 Tage nach der Zeugung - als lebloses Wesen und darf bis dahin abgetrieben werden.

Wer meint, hier gehe es in

Wer meint, hier gehe es in den USA um "Glaube und Religion", täuscht sich gewaltig: In kaum einem anderen Land wird Religion so instrumentalisiert für rechte weiße männerdominierte Politik, für Rassismus und Waffenlobby, für Kriegstreiberei etc. - es ist fatal, aber leider wahr: vom Ku Klux Klan bis zu den Republikanern, von Fundamentalisten, die die Bibel wörtlich nehmen bis zu Gegnern von sog. Minderheiten wie den Homosexuellen, von TV-Predigern bis zu Trump: Alle bedienen sich gerne dieses Missbrauchs.
Und natürlich geht es den sog. Abtreibungsgegnern nicht um das Recht in Alabama; sie zielen auf den Obersten Gerichtshof, der nach der Bestückung mit sehr rechtskonservativen Richter*innen durch Trump jetzt in einem Testlauf zum Abtreibungsrecht noch so manch anderes liberales Recht in den USA einkassieren soll. Da kommt noch einiges auf die amerikanische Bevölkerung zu, nicht zuletzt durch die Absurdität, dass die Richter*innen des Supreme Court auf Lebenszeit ernannt sind.

beschließt härtestes Abtreibungsgesetz der USA

Gute Entscheidung. Es kann nicht sein das Eltern alleine und oft aus persönlichen und Egoistichen Gründen über das leben von Kinder entscheiden dürfen.

Und nachts ruft...

Was ist da strittig? Recht auf leben und recht auf selbstbestimmung. Die Frau ist eben schon da und deshalb geht deren Recht vor . Ist nicht besonders schwierig.

Was den Begriff Demokratie angeht

gibt es ein Zitat des Dritten Präsidenten der USA und der hauptsächliche Verfasser der Unabhängigkeits Erklärung:

Demokratie ist, wenn sich zwei Wölfe und ein Schaf am Tag
darüber unterhalten, was es am Abend zum Essen gibt.

Die USA haben ein grosses Problem und das ist Ihr Hang zum Religiösen,dazu noch eine Grosse Portion bigotterie und schon kann man sehen warum in diesem Land dauernd Gegensätze in Gestzen geschaffen werden die wirklich nicht zu einem Modernen Westlichen Land passen

Es ist bemerkenswert, wer

Es ist bemerkenswert, wer hier "Mehrheit ist für..." ins Feld führt ohne auch nur im geringsten die basale Grundlage bzw. Rahmenbedingung zu beachten, dass es in demokratischen Staatswesen die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative (gesetzgebender, ausführender und richterlicher Staatsgewalt) gibt und ihre Zuweisung an voneinander unabhängige Staatsorgane Voraussetzung ist. Aber die Entwicklung gibt es ja auch in manchen EU-Staaten und in etlichen europäischen rechtspopulistischen Parteien zu beobachten: Das Wort "rechtswidrig" wird schnell gebrüllt, wenn einem politische Entscheidungen nicht passen; andererseits pfeifft man auf Rechtskonformität, wenn rechte Politik sich gegen Fremde, Minderheiten und Grundrechte positioniert und tatsächlich dafür Mehrheiten generiert.

Die Ethik und die Resultate

In ethischer Hinsicht muss über die Abtreibung debattiert werden - denn da gibt es keine "sauberen Antworten". Das Resultat dieses Gesetzes wird allerdings sein, dass es wieder illegale Abtreibungen gibt - wahrscheinlich mit dramatischen Folgen für die Betroffenen. Dieser Aspekt wird von den Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern gerne ausgeblendet, obwohl es eben gerade auch zur Ethik-Debatte gehört.

Am 15. Mai 2019 um 09:40 von

Am 15. Mai 2019 um 09:40 von rossundreiter:
„Fanatismus.
"Auf keinen Fall würde ich das Kind meines Vergewaltigers austragen - auf keinen Fall!"

Sehr seltsame Einstellung.“ -
Ich kann die Frau gut verstehen. Leider bekommen die religiösen Fanatiker wieder Oberwasser. Das ist wirklich menschenverachtend.

@rossundreiter - Fanatismus

Was für ein verwirrter Kommentar! Kein Mann hat das Recht eine Frau zu vergewaltigen und keine Frau hat die Pflicht das Kind eines Vergewaltigers auszutragen!

Eine andere Meinung als "Fanatismus" zu bezeichnen, zeugt eindeutig von mangelndem Moral- und Rechtsbewußtsein.

Sie sollten sich vergegenwärtigen ...

... dass die betroffene Frau nicht, wie Sie, in der Rolle der abwägenden Richterin/des Richters ist, sondern in der Rolle des Opfers, das etwas hat, dass sie nie wollte und nicht will.

@kemalata2

Trump ist keinesfalls mit einer "großen Mehrheit" gewählt worden, sondern trotz einer geringeren Anzahl an Wählerstimmungen Präsident geworden. Nicht einmal der "greatest President ever" bestreitet diesen Fakt.

Der Umbau Amerikas schreitet voran

Dieses Gesetz wird nach meiner Meinung nur eines von noch vielen weiteren sein, die die amerikanische Gesellschaft zurück ins Mittelalter führen wollen. Wir müssen nur in die Vergangenheit blicken. Nach der Antike kam das finstere Mittelalter. Nach meiner Meinung steht der USA ein ähnlicher Prozess bevor. Letztendlich wird dies wahrscheinlich sogar zu einem Zerfall der USA führen. Wieso ich das denke. Bitte versucht mal mit diesen Leuten zu diskutieren, die hinter diesem Gesetz stehen, also fanatischen Abtreibungsgegnern, Kreationisten, bzw. allgemein den Klerikalen des sog. Bibelgürtels. Die hassen alle die nicht ihrer Meinung sind. Der harte Kern dieser Leute bewaffnet sich sogar für einen bevorstehenden Kampf, wie sie es sagen. Diesen religiösen Fanatismus kann man eigentlich nur noch mit IS-Anhängern vergleichen. Trump ist nur Präsident geworden, weil genau diese Leute ihn gewählt haben. Der Umbau Amerikas ist also eigentlich schon voll im Gange.

Gewissensentscheidung hat Vorrang

Legales und illegales ist jederzeit veränderbar und austauschbar.
Ist Abtreibung ethisch und moralisch in Ordnung? Was sagt das eigene Gewissen dazu - unabhängig von Vorgaben politischer Meinungsführer und Justizautoritäten?
Auf jeden Fall ist das Kind eines Vergewaltigers auch das Kind seiner Mutter. Und diese muß entscheiden und verantworten, was sie tut oder tun lässt.
Auch die Möglichkeit einer Freigabe ihres Kindes zur Adoption sollte sie in Betracht ziehen. Alles in allem ist die Tötung ungeborenen Lebens eine Tötung - ohne jede verharmlosende Umschreibung.

Das Thema ist immer mit sehr viel Emotionen belegt

Einer Frau die eine Vergewaltigung zu verarbeiten hat, muss erst einmal geholfen werden. Das ist das wichtigste & auch sicherlich mit christlichem Glauben zu vereinbaren.
Auf der anderen Seite gibt es ein ungeborenes Leben das geschützt werden möchte. Aber letztendlich sollte immer die betroffene Person über sich und ihren Körper entscheiden dürfen. Schließlich hat man ihr eine Entscheidung für die Schwangerschaft ja bereits durch die Vergewaltigung aufgezwungen. Es ist auch erstaunlich wie viele Männer sich hier für ein Abtreibungsverbot aussprechen. Haben die mal überlegt wie sie darüber denken wenn es ihre eigene Frau oder die Tochter betroffen würde?
Möchten diese Männer wirklich das Kind groß ziehen, es versorgen & lieben wie ihr eigenes ? Denn das Kind hat auch ein Recht auf Liebe & Geborgenheit wenn es auf der Welt ist. Wer schützt es dann ? Und rechtlich ist es auch. erst mal das Kind des Ehegatten ... tja ... und schon hängt man mit drin ...

@und-nachts-da-ruft

Das Problem bei Abtreibungen ist, dass hier zwei wichtige Rechtsgüter diametral gegeneinander stehen. Das Recht der Frau auf Unversehrtheit und freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht des Kindes auf Leben.

Wobei das Recht auf Leben immer höher zu bewerten ist, da das Leben an sich nun mal das höchste Schutzgut ist. Das sieht auch das Bundesverfassungsgericht so, denn es hat (ich glaube 1990 oder 91) festgestellt, dass ein Recht auf Abtreibung auch in Deutschland gegen das Grundgesetz verstößt. Es kann kein Recht auf Tötung eines Menschen geben.

In Deutschland sind Abtreibungen in der 12-Wochen-Frist seitdem zwar weiter illegal, aber der Gesetzgeber hat sich entscheiden, Zuwiderhandlungen nicht mit Strafen zu sanktionieren. Das ist zwar auch problematisch, weil dadurch fast alle glauben, Abtreibungen seien erlaubt, es sinkt daher das Unrechtsbewusstsein, aber das wäre ein Weg z.B. für Abtreibung nach Vergewaltigung. Vielleicht lernen die USA ja mal von uns ;)

@und-nachts-da-ruft

so allgemein kann man das nicht sagen. Sie müssen schon bei Ihrer Aussage unterteilen, ob sie von Embryo oder Fötus reden. Der Begriff "Kind" wird dem nicht gerecht. Ab wann genau hat denn das "Kind" eigene Rechte? Rein juristisch gefragt.

Schweinerei

Schweinerei!
Das ist natürlich auch nicht in Ordnung. Es wundert mich jedoch wenig, dass über die Kehrseite der Medallie nicht berichtet wird.
In einem anderen Bundesstaat sollte letztens noch die Abtreibung am Tag der Geburt legalisier werden.
Davon hat man hier natürlich nichts gehört, waren es schließlich die Demokraten, von denen das ausging.

tja die amerikaner haben schon immer

sich entschiden das weibliche wesen in den usa zu dominieren und über diese zu bestimmen. es ist doch egal, on vergewaltigt, im enverständnis sexueller aktion, ob reich oder arm, die frau hat hier selber zu entscheiden was sie will. die abtreibung is sowieso eine enorme belastung für jede frau, auf seelischer seite. glaube das es lange dauert mit so einer entscheidung, die dann auch velstreckt wurde, zu leben.
alabama benimmt sich wie die islamisten die ihren frauen keine freiheit gönnen und unter schleiern stecken und in den usa unter gesetzen mit gefängniss.
einige sagen hier sie sollte in ein anderes bundestaat gehen um abzitreiben. dumme sprüche sowas, denn wenn sie zurück kommt kann sie ins gefängnis wander nach einer abtreibung. mal nachdenken bitte.

@15. Mai 2019 um 10:17 von Sisyphos3

Nunja, meine Antwort bezog sich lediglich auf das Zitat von Ihnen. Über das Thema Abtreibung habe ich mich nicht geäußert. Mir geht es nur um das Verständnis von Demokratie.

Zum Thema Abtreibung halte ich es persönlich so: Das ist ein rein persönliches Problem, genau wie Glaube ein persönliches Problem ist. Der bzw. die eine handelt so, die andere handelt anders. Niemand hat das Recht einen anderen vorzuschreiben wo dessen philosophischen Ansatzpunkte sind.

Und wann "menschliches Leben" beginnt, sollte letztlich bis zur eigenen Lebensfähigkeit die Mutter entscheiden dürfen, da der künftige Organismus bis dahin komplett von ihr abhängt.

Schlimm ist es, wenn sich eine Frau aufgrund von Abtreibungsverboten in die Illegalität begeben muss und zusätzlich noch ihr eigenes Leben gefährdet. die wenigsten Frauen schreien "Hurra, ich gehe mal wieder zur Abtreibung.".

@10:21 von Guitar23

100 Pro , dem kann man aber auch gar nichts mehr hinzu fügen.

Der Körper einer Frau

gehört der Frau. Damit kann sie tun und lassen, was ihr beliebt. Und ein Embryo, das allein noch nicht lebensfähig ist, ist Teil des Körpers der Frau. Deshalb entscheidet nur sie, und zwar alleine, ob sie ggf. abteibt oder nicht.
Die Gesellschaft kann allerdings das menschenmögliche tun, um Müttern das Leben zu erleichtern, die dennoch nicht abtreiben wollen: finanziell, betreuungstechnisch, usw. usf. - Aber: freiwillig, nicht um den Preis irgendeiner Beeinflussung.

Abtreibung

Ein sehr schwieriges Thema. Grundsätzlich teile ich nicht die Ansicht das die werdende Mutter das bedingungslose recht hat über eine Abtreibung zu entscheiden. Sehe aber auch Argumente ein die diese Ansicht widerlegen. Ein zumutbarer Kompromiss wäre es m.E. das das Kind nach der Geburt zur Adoption freigegeben wird und damit die Chance auf sein eigenes Leben hat.

@Wildgang ES

Amerikas Provinz lehrt uns immer wieder, dass wir auch in der christlichen Welt Standpunkte finden, die mit dem Geist der Aufklärung, [...] nicht kompatibel sind.

Ich stimme Ihnen ja zu, dass auch im Christentum viel Fantatismus existiert. Es wenn Sie meinen, dass áufgeklärte Menschen automatisch für das Recht auf Abtreibung sein müssen, dann greifen Sie zu kurz. Es gibt auch genügend atheistische Abtreibungsgegner, und die Frage, an der es letztlich hängt, nämlich wann das menschliche Leben beginnt, ist eine Frage, die wissenschaftlich zu klären ist. Und da gibt es gute Gründe zu sagen, dass nach der Verschmelzung von Ei und Spermiem kein singulärer Punkt von gleicher Bedeutung existiert, der die Aussage begründen würde, dass das Menschsein genau da beginnt. Mit der ersten Zellteilung fängt der Mensch an, sich zu entwickeln, und diese Entwicklung ist mit der Geburt lange nicht abgeschlossen. Der Mensch entwickelt sich als Mensch, nicht zum Menschen.

So geht Gottessstaat

Staaten werden von Bürgern gegründet, um jenen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Kollektivistische Ideologien zeichnen sich dadurch aus, dass sie tief in das Leben der Bürger eingreifen und dessen leben reglementieren.

Das "neue" Abtreibungsgesetz ist ein tiefer Fall in dunkle Zeiten und einer Demokratie nicht würdig.

Das Recht auf ein furchtbares Leben

Nur in einem einzigen der bisherigen Kommentare klingt an, dass in diesen Fällen das Recht des Kindes auf sein Leben das Recht auf ein furchtbares Leben sein dürfte. Es wäre das Recht darauf, mit dem unvermeidlichen Hass der Mutter aufzuwachsen und mit einer Vergewaltigung als Ausgangspunkt und Kern des unbewussten Selbstbildes (in der Psychoanalyse nennt man das Urszene) leben zu müssen.
Vom weiteren Leben der erzwungenen Mutter mal kurz abgesehen.
Schöne Menschenfreunde, diese christlichen, sogenannten Lebensschützer, die im Übrigen mit diesem Gesetz auch eine Bagatellisierung von Vergewaltigungen betreiben.

@und-nachts-da-ruft

„Das Problem bei Abtreibungen ist, dass hier zwei wichtige Rechtsgüter diametral gegeneinander stehen....“

Ich bin Ihnen so dankbar, dass Sie genau das aussprechen. Die Problematik von der Abtreibung wird immer ein rechtlicher und moralischer Paradox bleiben und man kann fanatisch auf beide Arten sein.

Leider wird in Deutschland die Abtreibung zu sehr (feministisch / extremistisch / dogmatisch) als ein „Menschenrecht“ gesehen und dabei völlig vergessen wird, dass das grundsätzliche und viel gewichtigere Recht von dem Kind auf Leben brutal verletzt wird.

Ich sage nicht, man sollte die Abtreibung verbieten und schon gar nicht im Fall einer Vergewaltigung, ich sage nur, dass alle die im Fall der Abtreibung dogmatisch mit Frauenrechen argumentieren, haben gar nicht begriffen, wie heikler und paradoxal das ganze Thema ist!

@ 10:36 von Almalexian

Das ist genau richtig - es geht um einen Rechtskonflikt, weil sich der Begriff "Mensch" als Träger unveräußerlicher Menschenrechte nicht exakt definieren lässt. Man kann es nicht Menschen frei überlassen, zu entscheiden, wer Mensch ist und wer nicht und wer damit Träger der Menschenrechte ist. Unser eigenes BVerfG hat bestimmt, dass das Lebensrecht des ungeborenen Menschen höher steht als das Recht auf Selbstverwirklichung der Mutter. Die Frage, was ein Mensch ist, ist nicht nur eine religiöse Frage - auch Agnostiker haben hier sehr unterschiedliche Ansichten. Hier mit "Logik" zu argumentieren, zeigt nur, dass man nicht verstanden hat, was "Logik" ist ... In einem Staat wie Alabama, der noch die Todesstrafe durchführt, wäre es allerdings glaubwürdiger, auch diese abzuschaffen. Denn genauso wie ein Mensch nicht durch seine Hilflosigkeit sein Lebensrecht verlieren kann, kann er dies auch nicht durch sein Verhalten: Menschenrechte sind unveräußerlich.

Ein weiterer Beweis

Wie unsinnig die Gesetzgebung in den USA verläuft.

Man stelle sich vor, ein Bundesland erlässt ein Gesetz, das einer Entscheidung des BVerfG zuwider läuft.

Geht gar nicht. In keinen Rechtsstaat. Die USA sind keiner.

Strafgesetze gelten je nach Aufenthaltsort.

Geht gar nicht. In keinen Rechtsstaat. Die USA sind keiner.

Wenn die Zeugung des Kindes

Wenn die Zeugung des Kindes aus einer rechtswidrigen Tat / gegen den Willen der Mutter hervorgeht, MUSS sie ein Recht auf Abtreibung haben.

Wenn das Kind nicht gewünscht ist, weil man zum Beispiel bei der Verhütung geschlafen hat, ist das Thema sicher diskussionswürdig, aber darum geht es hier ja nicht.

@Geweihfarn

Halten sie sich zurück. Der Embryo wird, wenn es richtig gemacht wird, auf eine saubere und schmerzlose Art entfernt. Sie tun so als wäre das mit mittelalterlichem Vierteilen zu vergleichen.

Auch hat das ungeborene Leben zwar Rechte aber keinen Standpunkt. Es kann nicht gehört werden, weswegen man die Mehrheit als dessen Anwalt sprechen lässt, was aber nicht bedeutet dass die Mutter rechtlos ist oder man dem Kind durch ein Verbot zwangsläufig einen Gefallen tut.

Und dass sie eine einzelne Geschichte kennen wo das persönlich gut ausgegangen ist ist schön, aber hat keinerlei Relevanz für die Debatte. Es gibt genauso Fälle wo das Kind ewig Zeichen des Traumas verbleibt und man kann es diesen Menschen nicht vorwerfen, so zu fühlen. Also mäßigen sie ihre Ausdrucksweise und bemühen sie sich bei diesem schwierigen Thema um einen sachlichen Standpunkt.

@ 11:03 von Manuel Pestalozzi

Genau dieses Problem eines effektiven Lebensschutzes ungeborener Kinder hat das BVerfG dazu bewogen, auch Mittel des Schutzes ungeborener Kinder außerhalb des Strafrechts zuzulassen. Allerdings wird die Pflicht zum Schutz ungeborener Kinder geflissentlich übersehen - ein Staat, der eine Abtreibung nach einer Vergewaltigung verbietet, wäre glaubwürdiger, wenn er der Frau bis zum frühestmöglichen Geburtstermin eine umfassende finanzielle und psychologische Unterstützung gewähren würde und danach auch für das Kind sorgen würde, wenn der Täter dafür nicht zur Verfügung steht. Aber sobald es Geld kostet, ist der Lebensschutz natürlich nicht mehr im Vordergrund.

re sisyphos3

"die große Mehrheit der

die große Mehrheit der Politik und der Bevölkerung für ein weitgehendes Verbot der Abtreibung.
.
wie heißt es doch gleich,
"alle Macht geht vom Volke aus"
wenn es denn des Volkes Wille ist.
Demokratie bedeutet doch auch den Mehrheitswillen zu akzeptieren"

Demokratie heißt eben NICHT eine Diktatur der Mehrheit über alles und jedes bis zum privaten Bereich.

Sie haben mal wieder gar nix verstanden oder tun so, um mit unsinnigen Kommentaren aufzufallen.

Fanatismus

„Leider bekommen die religiösen Fanatiker wieder Oberwasser. Das ist wirklich menschenverachtend.“

Viel schlimmer finde ich feministische Fanatiker (beider Geschlechte), für welche (pauschal) die „Frauenrechte“ mehr gewicht haben als das Recht des Kindes auf Leben. Das ist ein purer Dogmatismus, der im Grunde sehr menschenverachtend ist.

(Dass sich Frauen in einer schwierigen Lage für eine Abtreibung entscheiden, das verurteile ich nicht, das ist kein Fanatismus.)

Die Moralvorstellungen dort

Die Moralvorstellungen dort sind zwar noch kein Mittelalter, weil Colts und USA gab's da noch nicht, aber zumindest aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Dann passt es wieder und man kann sagen: Das sind die Sitten in Alabahma, der Colt steckt immer im Pyjama und die Moral ist eine Qual.

10:15 von Wolfgang E S

" Ich kenne ein Frau, gezeugt durch Vergewaltigung, deren Mutter sie dennoch angenommen und groß gezogen hat. Eine Perle von Mensch!"

Auch ich ziehe meinen Hut vor ihrer Mutter. Ganz ehrlich. ABER: Wenn das Beispiel global gemacht wird, würde es bedeuten, dass alle Männer möglichst viele Frauen schwängern, egal ob sie wollen oder nicht. Es könnte ja sein, dass dabei ein ganz toller und wunderbarer Mensch entsteht.

@ sisyphos3

Sie treten also für das Recht von ungeborenem Leben ein? Denken Sie bitte auch an das Recht von geborenem Leben: den Frauen, denen Leid angetan wurde und die das Leid dann als fleischgewordene Erinnerung ein Leben lang begleiten müssen. Vermutlich zum Schaden des Kindes, insofern es nicht oder wenig geliebt wird und im dümmsten Fall eines Tages erfahren muss, dass es ein unerwünschtes Vergewaltigerkind ist und sich dann mit diesem Wissen abfinden muss. Eine echte Win-Win-Situation für alle, nicht wahr?

Bigotterie

"US-Präsident Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt zwei erzkonservative Richter für den Obersten Gerichtshof ernannt - und damit gibt es erstmals seit Jahrzehnten wieder eine Mehrheit konservativer Richter am Supreme Court"

Wie auch immer man jetzt zu diesem Thema stehen mag, dass erzkonservative Männer sich anmaßen, über das Schicksal von Frauen zu bestimmen (eine Minderheit von Frauen bestätigt da nur die Regel), ist der Gipfel der Scheinheiligkeit.

Ganz gleich, ob in den USA oder in einem fundamentalistischen islamischen "Gottesstaat".

Forrest Gump

Wurde Forrest Gump nicht im Bundesstaat Alabama geboren?
Weiß Gott bin ich kein Befürworter der Abtreibung. Sicherlich ist Schutz von Leben vorrangig. Egal ob geboren oder nicht. Alles hat jedoch seine Grenzen.
Zudem sollten wir Männer bestenfalls unsere Meinung zum Thema abgeben. Entscheiden müssen die Frauen. Sie alleine werden schwanger, sie müssen mit der Vergewaltigung und den Folgen weiter leben. Das können wir Männer im Ansatz nicht nachvollziehen. Warum lässt man nicht die Menschen, die es betrifft, entscheiden? Wo leben wir denn?

@ Nur Wahrheit

Ich bin froh, dass es noch Leute mit Verstand gibt. Danke für Ihren Kommentar!

Und es gibt Menschen

die meinen, der Islam sei eine fanatische Religion!
Welch ein Hohn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
Hier werden die Rechte von Minderheiten beschnitten...
Wie tief muss ein Land u seine Bevölkerung noch fallen, weg vom demokratischen Verständnis, um zu erkennen, welch fatalen Weg der Ungerechtigkeit es einschlägt?!
So lange Trump u seine Leute das sagen haben, so lange geht’s noch weiter runter, zurück in die zivilisatorische Eiszeit,
u es wird Jahre dauern, diesen Murks wieder zu richten, wenn die Menschen begreifen, welchen falschen Propheten Sie da gefolgt sind!

Rückständig

Ein absolut rückständiges Gesetz. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass ein unwichtiger Staat wie Alabama nicht einmal 1,5% der amerikanischen Bevölkerung beherbergt. Auch in Deutschland gibt es vergleichbare rückständige Strömungen die aufgrund eines anderen Aufbaus der Gesetzgebung nicht so viel Einfluss haben. Die Bundesrichter werden sich kaum auf die Seite Alabamas schlagen und Ihr Entscheidung von damals abändern.

@10:34 von Geweihfarn

"Haben Sie sich jemals mit dem Standpunkt des Ungeborenen auseinander gesetzt, der bei lebendigen Leib zerstückelt oder anderweitig grausam seines Lebens beraubt wird? "

Je nach Stadium handelt sich nur um einen Zellhaufen. Dieser kann keinen Standpunkt haben, da er über kein Bewusstsein (da kein Gehirn) verfügt. Er besitzt auch keinen lebendigen Leib. Später ist das etwas anders. Aber ob etwas ungeborenes überhaupt leben möchte, ist auch unklar. So wie bei jedem Menschen. Daher verstehe ich diese Argumente nicht. Manche sagen, ungeborenes Leben hat ein Recht auf Leben. Aber genauso hat es ein Recht auf nicht leben. Denn Kinder werden ungefragt in diese Welt gesetzt.

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